
240,--
Von uns nicht bibliographisch nachweisbares, sehr seltenes Jugendbuch mit reizvollen Illustrationen im Stil der Zeit. Beim Verfasser könnte es sich um den 1841 in Kumrowitz geborenen Eduard Deutsch handeln, der nach seiner Ausbildung als Realschullehrer zunächst als Erzieher und seit 1869 in Wien als Publizist tätig war. (Vgl. Kosel. Deutsch-Österreichisches Künstler- u. Schriftsteller-Lexikon. 1902. Bd. 1). - Rü. unauffällig erneuert, Ecken leicht bestoßen, leicht stockfl. u. gebräunt.
180,--
Vgl. LKJ I, 311. - Erste Ausgabe dieser Übersetzung, die fast zeitgleich mit der engl. Originalausgabe erschienen ist. 1838-39 erschienen zwei deutsche Übertragungen des "Oliver Twist" (vorliegende und eine Übersetzung von H. Roberts bei Weber in Leipzig). - Bei den Illustrationen handelt es sich um Kopien der Radierungen von G. Cruikshank aus der Erstausgabe. - "Vor allem Dickens war es beschieden, eine Lanze für das schutzlose Kind zu brechen. Seine Kindergestalten, die jeder kennt..., stellten den Leser und sehr bald auch die lesende Jugend vor die großen sozialen Fragen, vor die das Zeitalter der Industrie, der Großstädte den Menschen und im besonderen das Kind stellte. Die literarische Mode, die Dickens abwechselnd für einen großen oder gar keinen Dichter hielt, hat es nicht verhindern können, daß seine Gestalten ganze Generationen von Jugendlichen packten und zum Nachdenken zwangen." (B. Hürlimann, Europ. Kinderbücher S. 135/136). - Kanten etwas berieben und bestoßen, vereinz. stockfl., sonst gut erhalten.
650,--
Slg. Brüggemann I, 183. Seebaß I, 745. - Erste (einzige ?) Ausgabe. - "(S)ehr schönes Kinderbuch. Volkstümliche Verse und Sprichwörter, wovon ein Teil sehr phantasievoll und amüsant illustriert und mit begleitenden lustig-lehrhaften Gedichten (wahrscheinlich vom Künstler Diefenbach) erläutert ist. Das (teils mit Gold lithogr.) Deckelbild zeigt Zwerge, die das Buch der goldenen Sprüche hoch heben und bekränzen." (A. Seebaß). - Der in Hadamar/Nassau geborene Maler, Illustrator und Kinderbuchautor L. Diefenbach lebte von 1814 bis 1875 und war der Vater des Malers und Silhouettenkünstlers Karl Wilhelm Diefenbach (1851-1913). - Geringf. stockfl., gutes Exemplar.
180,--
Vgl. LKJ I, 319. - Erste französische Ausgabe. - Eine der frühesten Disney-Publikationen in Europa, das Buch erschien im selben Jahr in Amerika. - "Der Erfolg der MM. lag von Anfang an darin begründet, daß sie und ihre Comicbegleiter ganz in der Tradition der Fabeltiere stehen. Sie sind in Aussehen, Verhalten und Psychologie menschliche Abbilder und agieren ebenso menschlich (mit Schwächen). Die rauhe Wirklichkeit spiegelt sich in dem Streifen (oftmals in sehr karikierter Weise) wider und jeder Leser erkennt sich und seine Umwelt (wenn auch verfremdet), findet sich heimisch und kann mit Schadenfreude dem mißlichen Geschick der Comicfiguren, die ihren menschlichen Counterparts aus der Nachbarschaft gleichen, beiwohnen." (W. Kempkes in LKJ II, 477). - Ebd. etwas berieben u. bestoßen, St.a.T., im unt. Rand leicht braunfl.
300,--
DBV XX, 550. - Erste deutsche Ausgabe. - Sehr seltenes Spielbilderbuch des Züricher Verlags, der einige frühe Disney-Bilderbücher in deutscher Sprache veröffentlichte. - Zu W. Disney siehe LKJ I, 317 ff. - Rücken fachgerecht erneuert, Bindung etwas gelockert, ein Aufstellbild geringf. beschädigt, sonst gut erhalten. - Siehe Abb.
850,--
Vgl. Brunken-Hurrelmann-Pech 79. Hauswedell 190. Hobrecker, Braunschweig 662. Pressler S. 202 (Abb. 96). Seebaß I, 1767 f. Slg. Strobach 147. Stuck-Villa I, 15. Wegehaupt I, 155 (mit farb. Abb.). - Noch frühe kolorierte Ausgabe eines der erfolgreichsten Anschauungsbilderbücher des 19. Jahrhunderts. - Das Werk ist in dieser Form zuerst 1839 erschienen. Vorliegendes Exemplar mit der Verlagsangabe: "J. F. Schreiber (vorm. Schreiber & Schill.)"; bis 1862 hatte der Verlag als "Schreiber & Schill" firmiert. Die schönen sorgfältig kolorierten Tafeln mit Darstellung von Unterrichtsmaterialien, Möbeln, landwirtschaftlichen Geräten, Musikinstrumenten, Schiffen (auch ein U-Boot), Trachten, Gebäuden und verschiedenen Tieren. Eine Tafel ist mit (18)64 datiert. Mit Inhaltsverzeichnis in deutsch und französisch. Der fehlende zweite Teil mit ebenfalls 30 Doppeltafeln enthält ausschließlich Gift- und Kulturpflanzen (vgl. Bilderwelt 1210 u. Seebaß II, 1815). Siehe auch H. Göbels, Nachwort zum Nachdruck der Ausgabe 1889. Dortmund 1980 (ausführl.). - Kanten geringf. berieben, N.a.V., außergewöhnlich gut erhaltenes, fast fleckenfreies Exemplar, bei dem zusätzlich zwischen jede Tafel ein weißes Blatt eingebunden ist. (Siehe auch Nr. 45).
50,--
Muck II, 6608. Weismann S. 257. - Kanten etwas berieben.
80,--
Vgl. Doderer-Müller 489 (dat. 1925). Hobrecker, Braunschweig 1718 (4. Aufl.). Reetz 46 (EA v. 1928). - Als Lesestoff für die Grundschule hrsg. vom Ausschuß des Leipziger Lehrervereins. - Enthält Volksmärchen aus verschiedenen Regionen Deutschlands, sowie Märchen von F. Benz, M. Geißler und den Gebr. Grimm.
280,--
Vgl. Bilderwelt 1860 (4. Aufl.). - "Ähnlich wie der "Struwwelpeter" wurde auch "Alice im Wunderland" in die politische Agitation eingespannt. Die 1939 zum ersten Mal erschienene Geschichte von Adolf im Stolperland verwendet die Illustrationen von Tenniel; die Satire hinkt, da Adolf immer der sein muß, der sich wundert und der von anderen geführt wird." (A. Schug in Bilderwelt). - Schutzumschlag etwas fl., gutes Exemplar.
160,--
Assel, Ehmcke 49. Bilderwelt 1203. LKJ I, 338. Muck II, 3230. Weismann S. 131. - Erste Ausgabe. - "Dieses mehrsprachige, nach Sachgebieten geordnete Buch steht in der Comenius Tradition. Die in klaren Farben illustrierten Gegenstände werden außerhalb der Bildmitte erneut aufgenommen und erläutern die Wortlisten. - Ein Beispiel für die Neubewertung des Zeichnerischen im Sachbilderbuch." (A. Petri in Bilderwelt). - Schönes Exemplar.
