Howard, Für junge Frauenzimmer, sich und ihre künftigen Männer …
Howard, Für junge Frauenzimmer, sich und ihre künftigen Männer ...
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(Howard, Isabella), Countesse of Carlisle. Für junge Frauenzimmer, sich und ihre künftigen Männer glücklich zu machen. Nach dem Englischen der Gräfin von Carlisle (übersetzt von Dorothea Margarete Forkel-Liebeskind). Nebst einem Versuch der Uebersetzerin über weibliche Delikatesse. Leipzig, Friedrich Gotthold Jacobäer 1791. Kl.-8° (15,5 x 9,5 cm.). X, 134 S. Pappband der Zeit mit Linienvergoldung. Nicolai, Allgemeine Bibliothek 115, 529. VD18 12196894. – Sehr seltene erste und wohl einzige deutsche Ausgabe von Howards „Thoughts in the form of Maxims addressed to Young Ladies“ (London 1789). – „Hier sind nicht nur wahre und edele, sondern zugleich meistens glücklich ausgedruckte Grundsätze. Und der kurze Anhang von der Hand der Uebersetzerin – über weibliche Delicatesse, giebt dem Werkchen einen großen Zusatz von Werthe“ (Gb. in Nicolai). – Die britische Aristokratin, Schriftstellerin und Reisende I. Howard, Gräfin von Carlisle (geb. Byron, 1721-1795) „vertrieb sich während ihrer Reisen die Zeit mit dem Verfassen einer Sammlung von „Maximen“, die als allgemeine Ehe- und Benimmregeln für jüngere weibliche Verwandte und Freundinnen gedacht waren. Kurz vor der Französischen Revolution, als sie in Paris lebte, besuchte sie ihr berüchtigter Neffe Jack Byron (Vater des Dichters Lord Byron ). Sie ließ sich überreden, ihm Geld zu geben und zu versuchen, die wachsende Kluft zwischen ihm und seinen leidgeprüften Eltern zu überbrücken. … Als Isabella schließlich gezwungen war, nach England zurückzukehren, ließ sie sich in Bath nieder und suchte einen Verleger für ihre Sammlung von Etikette-Ratschlägen – diese wurde im Winter 1789 unter dem Titel „Thoughts in the Form of Maxims“ veröffentlicht und stieß sofort auf Interesse bei jenen, die sie für völlig unqualifiziert hielten, Ratschläge zum angemessenen Verhalten zu erteilen“ (Wikipedia, übersetzt aus dem Englischen). – Die Übersetzerin D. M. Forkel-Liebeskind (1765-1853) „wurde als Sechzehnjährige … mit dem Göttinger Universitätsmusikdirektor Johann Nikolaus Forkel verheiratet. Als Neunzehnjährige debütierte sie mit dem bei Weidmann und Reich in Leipzig erschienenen Roman „Maria“. Nach dem Scheitern ihrer Ehe mit Forkel war sie vor allem als Übersetzerin tätig, u.a. von Werken Ann Radcliffes. Aufgrund ihres Umgangs mit den Mainzer Jakobinern wurde sie zusammen mit Caroline Böhmer eingekerkert. Mit ihrem zweiten Ehemann, dem Juristen, Flötisten und Musikschriftsteller Johann Heinrich Liebeskind (1768-1847), ging sie nach Riga, später über Mitau und Königsberg nach Berlin. Seit 1797 lebte das Ehepaar in Süddeutschland (Ansbach, Bamberg, München, Landshut und Eichstätt), wo Liebeskind Ämter in preußischen und bayerischen Diensten bekleidete. Margarethe Liebeskind starb 1853 in Eichstätt“ (Monika Siegel, „Ich hatte einen Hang zur Schwärmerey“ … Das Leben der Schriftstellerin und Übersetzerin Meta Forkel-Liebeskind im Spiegel ihrer Zeit. Diss. Darmstadt 2000). – Rückenschild fehlt, Gelenke berieben, Schnitt und Blattränder durchgehend braunfleckig, sonst gut erhalten.
Unser Preis: EUR 320,-- |
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