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Beschreibung Gesamte Buchaufnahme |
Preis EUR |
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| Stein, Georg Wilhelm. Practische Anleitung zur Geburtshülfe. Neue rechtmäßige verbesserte und vermehrte Auflage. Marburg, Neue Akademische Buchhandlung 1793. 8°. [8] Bl., 280 S. und 10 gefaltete Kupfertafeln. Pappband der Zeit.
ADB XXXV, 613 f. Hirsch/Hübotter V, 521. VD18 1138171X. Vgl. Blake 432 und Bibl. Waller 9203 (Ausgabe Marburg 1805). – Zuerst 1772 erschienenes Lehrbuch, eines der wichtigsten und erfolgreichsten Werke zur Geburtshilfe seiner Zeit. – „S. gehört zu den vorzüglichsten deutschen Geburtshelfern des 18. Jahrhunderts; … Seine Verdienste um die Geburtshilfe bestehen zunächst darin, seine Landsleute bessere Operationsmethoden (Wendung, Zange) gelehrt und deren Indicationen präcisirt zu haben. Auch der Kaiserschnitt und das Accouchement force haben durch ihn eine Förderung erfahren“ (Hirsch-Hübotter). – Einband mit brauner Aquarellfarbe bemalt, Gelenke geringfügig angeplatzt, zeitgenöss. Besitzvermerk, gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Geburtshilfe, Gynäkologie, Gynecology |
220,-- | ![]() |
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| Biblia germanica – Kurfürsten-Bibel – Biblia, Das ist: Die gantze Heilige Schrifft Altes und Neues Testaments. Verdeutscht von Herrn Doctor Martin Luther. Und auf auf gnädigste Verordnung … Ernsts, Herzogen zu Sachsen … dem eigentliche Wort-Verstand nach erkläret. Von neuem mit Fleiss übersehen. 3 Teile in 1 Band. Nürnberg, Johann Andreas Endter 1768. Folio (46,5 x 31 cm.). [73] Bl., 740 S.; 512 S.; 480 S., [8] Bl. mit gestoch. Titel, 12 gestoch. Portraits von J. C. Clausner, 25 (2 doppelblattgr.) Kupfertafeln, 2 doppelblattgr. gestoch. Karten und 2 doppelblattgr. gestoch. Pläne. Rotbrauner Kalbslederband des 19. Jahrunderts über Holzdeckeln, reicher Rücken-, Deckel und breiter Innenkantenvergoldung, Deckel mit geometrischer Rahmen- und Filettenverzierung im neugotischen Stil, Goldschnitt und schweren reich verzierten Messing-Schließen.
Darlow-Moule 4234 (Ausgabe von 1736). Ebert 2191. Graesse I, 379. Jahn 91 ff. Strohm E 1552. – Prachtexemplar der „Kurfürsten Bibel“ in der Übersetzung Luthers und aus der Offizin Johann Andreas Endters, die auch als „Weimarer Bibel“ bzw. „Ernestinische Bibel“, nach Herzog Ernst von Sachsen Weimar benannt wurde, hier in der 14. und letzten Ausgabe, die laut Jackson die vollständigste, umfangreichste und maßgeblichste Version der vielfach aufgelegten Heiligen Schrift ist. Herausgeber waren der Jenaer Theologe Johann Gerhard (1582-1637) und sein Nachfolger Salomon Glass (1593-1656) sowie andere. Die „Kurfürstenbibel“ gehört zu den bedeutendsten Bibelausgaben ihrer Zeit, die auf der Basis von Martin Luthers Text der Bibel-Ausgabe von 1545 entstand (und auch das Buch Esra enthält). Gleichzeitig gehört sie zu den am üppigsten illustrierten Bibelausgaben überhaupt. – Vorderes Gelenk am Fuß alt restauriert, Besitzvermerk eines Lübecker Mediziners, datiert 1856, Stempel auf dem Titel (″Taubstummen-Erziehungs-Anstalt, Frankfurt am Main“), sehr schönes prachtvoll gebundenes Exemplar der berühmten Bibel. Schlagwörter: Bibel, Bibeln, Bibels, Biblia germanica, Einbände, Einbandkunst |
3.200,-- | ![]() |
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| Clarke, Arthur C(harles). The young traveller in space. London, Phoenix House (1954). 4°. (25,5 x 19 cm.). 72 p. with 1 colour plate (frontispice, by R. A. Smith), 31 monochrome plates and 6 diagrams. Colour-illustrated hardcover with a colour-illustrated dust jacket (by Edmund Louis Blandford).
Currey 135282. Samuelson A 14 a. – Erste Ausgabe des frühen britischen Werks, welches jungen Lesern auf leicht verständliche Weise die Grundlagen der Raketentechnik, die Geschichte des astronomischen Denkens sowie Clarkes Visionen über zukünftige Reisen zum Mond und zu anderen Planeten vermittelt. Der berühmten britischen Science-Fiction-Autor und Zukunftsforscher Arthur C. Clarke (1917-2008) war in den 1950er Jahren Vorsitzender der British Interplanetary Society. – Die Tafeln zeigen: „artificial satellite or space-station“, einen Kupferstich des 18. Jahrhunderts „The first imaginary spaceship, how Cyrano de Bergerac visualized space-travel“, Szenen aus den Hollywood-Filmen „Destination Moon“ und „When Worlds Collide“, Portraits von Hermann Oberth, Robert Goddard und Wernher von Braun, die V 2 Rakete, Filmaufnahmen von zwei Mäusen im Weltraum u. a. – Schutzumschlag mit kleinen Randläsuren, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Raketen, Raketentechnik, Raumfahrt, Science Fiction, Space travel, Technik |
320,-- | ![]() |
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| Leuppi, Leo. 10 compositionen. (Mit einem Vorwort von Max Bill). Zürich, Allianz-Verlag 1943. 8°. [2] Bl.,10 Original-Holzschnitte nach Linolschnitten, [2] Bl. Orig.-Kartonumschlag.
Katalog Max Bill, Typografie, Reklame, Buchgestaltung, Zürich 1999, S. 264 f. (mit Abb.). – Eines 100 num. Exemplaren (Gesamtauflage 120 Exemplare). – Bedeutendes Dokument der konkreten und konstruktiven Kunst in der Schweiz. – „die 10 compositionen“ sind eine zusammenhängende folge: variationen desselben gemeinsamen grundthemas. das thema selbst bleibt uns verborgen. wir ahnen es in den symmetrischen formen, die vor allem das erste blatt bestimmen. immer wieder begegnen sie ums mehr oder weniger sichtbar und schliessen in der letzten composition mit dem centralen rhombus ab. dieses durchgehende thema, das umspielt ist von stets in neuer kombination und entwicklung sich formenden elementen, die in rhytmischer beziehung zueinander stehen, führt vom einfachen aufbau des ersten blattes, über die vielartig sich bewegenden mittleren blätter, bis zum strahlenden letzten blatt, das in lichter aufgelöstheit, in bewegter freiheit zur synthese der beziehung der farben schwarz und weiss gesteigert ist“ (Max Bill). – Schweizer Maler, Grafiker und Bildhauer Leo Leuppi (1893-1972) gründete 1937 zusammen mit Richard Paul Lohse die renommierte avantgardistische Künstlervereinigung „Allianz“ (Vereinigung moderner Schweizer Künstler) und fungierte über viele Jahre als deren engagierter Präsident. Sein Stil entwickelte sich von figurativen Anfängen (kubistisch beeinflusst) hin zur geometrischen Abstraktion und der Zürcher Schule der Konkreten. – Umschlag im Rand etwas angestaubt, sonst sehr gut erhalten. Schlagwörter: Art concrete, Avantgarde, Konkrete Kunst, Nummerierte Bücher |
500,-- | ![]() |
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| Vollard, Ambroise. Souvenirs d’un marchand de tableaux. Paris, Albin Michel (1937). 8°. 458 p., avec un frontispice et 23 planches. Couverture cartonnée avec jaquette illustrée (par Pablo Picasso)
Erste französische Ausgabe der berühmten Autobiographie des wohl bedeutendsten Pariser Kunsthändlers. Die amerikanische Erstausgabe erschien 1936 mit dem Titel „Recollections of a Picture Dealer“ bei Little, Brown and Company in Boston. Da Vollard 1939 bei einem Autounfall verstarb, stellt die bei Albin Michel vorliegende Fassung von 1937 die letzte zu seinen Lebzeiten erschienene und von ihm selbst autorisierte Version dar. Sie bildet bis heute die Textgrundlage für alle modernen Nachdrucke und Übersetzungen. Das Buch, eines der wichtigsten Dokumente über die Geburt der modernen Kunst in Paris um die Jahrhundertwende, gewährt tiefe Einblicke in den Pariser Kunstmarkt, die Mentalität von Sammlern sowie Vollards eigene Pionierarbeit als avantgardistischer Galerist und Verleger von Künstlerbüchern (Livres d’artiste). Außerdem beschreibt Vollard darin humorvoll und anekdotenreich seine persönlichen Begegnungen und Arbeitsbeziehungen mit Künstlern wie Paul Cézanne, Pierre-Auguste Renoir, Pablo Picasso, Edgar Degas, Paul Gauguin und Henri Matisse. – Der Widmungsempfänger Jean-François Lefranc erlangte 1942 traurige Berühmtheit als Kollaborateur und Profiteur des nationalsozialistischen Kunstraubs in Frankreich während des Zweiten Weltkriegs. – Kapital und Fuß mit geringen Fehlstellen, zeitgenöss. Besitzvermerk, stellenweise etwas braunfleckig, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Autobiographie, Autobiography, Avantgarde, Biographie, Biography, Kunsthandel, Paris |
70,-- | ![]() |
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| Bateson, W(illiam). Mendel’s principles of heredity. Cambridge, Cambridge University Press 1909. Gr.-8°. XIV, 396 S. mit 3 Portraits, 6 (4 doppelblattgr.) Farbtafeln und zahlr. (1 ganzs.) Abbildungen. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rückentitel.
Garrison/Morton 38. PMM 356. – Erste Ausgabe des ersten illustrierten Lehrbuchs zur Genetik. Gleichzeitig erste englische Ausgabe der bahnbrechenden Arbeiten Mendels „Hybridisation“ (Versuche über Pflanzen-Hybriden, Brünn 1866, S. 317 ff.) und „Hieracium“ („Über Hieracium-Hybriden, die durch künstliche Befruchtung gewonnen wurden“ Brünn 1870, S. 362 ff.). – Der britische Genetiker und Evolutionsbiologe W. Bateson (1861-1926), 1908 bis 1910 erster Professor für Biologie an der University of Cambridge, wurde zu Mendels engagiertestem Verteidiger im englischsprachigen Raum nach der Wiederentdeckung von dessen Vererbungsregeln um 1900. – „William Bateson las den neu entdeckten Bericht Mendels und erkannte sofort seine Bedeutung für das ungelöste Problem, das er in seinen „Materialien zum Studium der Variation“ (Materials for the Study of Variation), 1894, eingehend erörtert hatte: Varianten seien die Voraussetzungen der Entwicklung von Arten, aber welches ist die Ursache von Varianten und wie gehen diese vor sich? Doch selbst noch im Jahre 1900 wurden die von Mendel entwickelten Ideen heftig bestritten. Bateson gehörte zu ihren stärksten Vorkämpfern. 1902 veröffentlichte er „Mendels Grundsätze der Vererbung – eine Verteidigung“, und in der Auflage von 1909 nahm er eine Übersetzung des originalen Berichtes auf. Zu gleicher Zeit wie L.Cuénot in Frankreich wandte er Mendels Grundsätze auch auf die Vererbung bei Tieren an. Er wurde der eigentliche Begründer der modernen Wissenschaft der Vererbung und der Variation, für die er den Begriff „Genetik“ einführte. Die weitere Entwicklung der Mendelschen Grundsätze hat sich weit über den Bereich der reinen Wissenschaft hinweg ausgebreitet“ (Carter/Muir). – Rücken etwas gebräunt, Gelenke gestauriert, Wappen-Exlibris (″Baron Barrymore“), stellenweise leicht braunfleckig, gutes Exemplar. Schlagwörter: Biologie, Biology, Evolution, Evolutionstheorie, Genetics, Genetik, Heredity, Mendel, Gregor, Vererbung, Vererbungslehre |
350,-- | ![]() |
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| Hebbel, Friedrich. Sämtliche Werke. Nebst den Tagebüchern und einer Auswahl der Briefe. Herausgegeben von Paul Bornstein. (Säkularausgabe). 6 Bände (mehr nicht erschienen). München und Leipzig, Georg Müller (1911-1926). Gr.-8°. Mit Tafeln und teils gefalteten Faksimiles. Orig.-Halblederbände mit goldgepr. Rückenschildern und dekorativer Rückenvergoldung.
25 Jahre Georg Müller S. 155 f. – Vollständig wegen des langen Erscheinungszeitraums selten. – Rückenschilder von Band V und VI wie meist in Grün statt Braun und bei allen Bänden etwas aufgehellt, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Gesamtausgaben |
100,-- | ![]() |
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| Fokine, (Michel), Haquinius, (Rolf) de Maré, (Georges) Rémon, (Alexander) Tansman et (Pierre) Tugal. Les ballets suédois dans l’art contemporain. Contributions de: (Paul) Claudel, (Alfredo) Casella, (Blaise) Cendrars, (Jean) Cocteau, (D.-E.) Inghelbrecht, (Darius) Milhaud, (Luigi) Pirandello, (Francis) Picabia, Roland-Manuel. Paris, Editions du Trianon 1931. Gr.-8° (23,8 x 18,8 cm.). 196 pages, 2 feuillets et 64 planches en héliogravure et 13 (sur 14) planches colorés en pochoir par Pierre Bonnard, Théophile-Alexandre Steinlen, Hélène Perdriat, Fernand Léger (2), Irene Lagut, Serge Gladky, Paul Colin, Einar Nerman, Madame Parr, Jean Hugo et Giorgio de Chirico. Reliure cartonnée d’origine avec une illustration en couleurs sur le dos par Fernand Léger.
Derra de Moroda 215. Magriel, A Bibliography of Dancing 129. – Erste Ausgabe. Eines von 1000 Exemplaren (Gesamtauflage). – „Les planches en héliogravure ont été tirées par la Société Nationale d’Editions Artistiques à Lille. Les aquarelles ont été reproduites au pochoir par Beaufumé, coloriste à Paris“. – „Essays on the various aspects of the Swedish ballet“ (Magriel). – Ein Pochoir von André Hellé und der Schuber fehlen, sehr gutes oben unbeschnittenes Exemplar. Schlagwörter: Ballet, Ballett, Dance, Tanz |
500,-- | ![]() |
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| Mishima – Saeki Shoichi. Hyoden Mishima Yukio (A biography of Yukio Mishima). Tokyo, Shinchoscha (1978). 8°. 276, (2) p. with a portrait. Publisher’s cloth with an illustrated dust jacket and belly band (obi).
First edition of the important biography of Mishima Yukio (1975–1970), arguably the most representative and influential writer of post-war Japanese literature. – The eminent literary critic Shoichi Saeki (1922–2016) followed Mishima’s career at close quarters for a time. His biography, published in 1978, is regarded in Japan as the definitive work, as it offers a profound and analytical insight into Mishima’s literary genius and complex psyche, looking beyond the political scandals. – Mishima, who was nominated for the Nobel Prize in Literature on several occasions (1963, 1964, 1965, 1967 and 1968), wrote novels, screenplays, plays, short stories, poems and a libretto. In the 1960s, Mishima appeared in a series of sensational samurai and yakuza films. In 1960, he played the lead role in Yasuzo Masumura’s gangster film *Afraid to Die*. He also appeared in the films *Patriotism* (1966), *Black Lizard* (1968, directed by Kinji Fukasaku) and *Hitokiri* (1969, directed by Hideo Gosha). He wrote and sang the theme song for *Afraid to Die* himself. Moshima also posed for photo books featuring homoerotic semi-nude images of himself. Among other things, he modelled for the book *Bara-kei* by the photographer Eiko Hosoe and the book series *Young Samurai: Bodybuilders of Japan* by the photographer Tamotsu Yato, who is best known for his homoerotic black-and-white photographs. The American film critic Donald Richie witnessed the creation of one of Mishima’s most famous portraits: he posed in the snow, clad in a loincloth and holding a sword. His avant-garde works are characterised by a wide-ranging vocabulary, multi-layered metaphors, the fusion of traditional Japanese and modern Western literature, and his obsession with the unity of beauty, eroticism and death. In honour of his life’s work, the Mishima Prize was established in 1988 and has been awarded annually ever since. – A very fine copy. |
140,-- | ![]() |
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| (Deurer, E. F.). Umständliche Beschreibung der im Jänner und Hornung 1784 die Städte Heidelberg, Mannheim und andere Gegenden der Pfalz durch die Eisgänge und Überschwemmungen betroffenen grosen Noth. Nebst einigen vorausangeführten Natur-Denkwürdigkeiten des vorhergehenden Jahres. Mannheim, Neue Hof- u. Akademische Buchhandlung (1784). 8°. 237, (3) S. mit 2 gefalteten Kupfertafeln. Marmorierter Kartonumschlag der Zeit.
VD18 14402602. – Äußerst seltener Bericht über das „Eishochwasser 1784“ in der Kurpfalz. – „Der Winter 1783/84 war außergewöhnlich kalt und schneereich. Auf den Flüssen bildeten sich bei starkem Frost dicke Eisdecken. … Kurze Tauperioden im Rheineinzugsgebiet im Januar 1784 erhöhten den Wassergehalt der Schneedecke, die z.B. in Mannheim Ende Januar eine Höhe von bis zu 140 cm erreichte. Von Neckar, Main, Mosel und Rhein (ab Mannheim) wird ab dem 27. Februar 1784 von Eisaufbruch, Eisstau und massiven Überflutungen berichtet. Bereits vor dem großen Eishochwasser Ende Februar kam es im Dezember und Januar an Neckar und Mosel zu kurzfristigen Tauperioden mit kleineren Eisaufbrüchen, Überflutungen sowie zur Ausbildung mächtiger Eisbarrieren. Der Hochwasserscheitel des Rheins wurde am Pegel Mannheim am 28.2., am Pegel Köln (mit Eisstau) am 28.2.und am Pegel Emmerich am 1.3. registriert. … Im Neckargebiet verließ der Neckar bei Neckarhausen (unterhalb Heidelberg) sein Flussbett. Der Eisstrom zerstörte innerhalb weniger Minuten das gesamte Unterdorf (35 Häuser, 25 Scheunen, alle Krautgärten mit vielen alten Nussbäumen; 13 Menschen und viel Vieh ertranken) und setzte das Oberdorf komplett unter Wasser. 228 Personen wurden mit aus Heidelberg per Pferd und Wagen herangeschafften Kähnen nach 24 Stunden Wassernot gerettet. Der Oberboden vieler Felder war weggeschwemmt und mit grobem Kies und Sand bedeckt. In Heidelberg hatte der Baudirektor Traitteur kurz vor dem Eisaufbruch eine Druckschrift veröffentlicht mit einem Verzeichnis der Straßen, die bei einem Eisstau an der Neckarbrücke unter Wasser gesetzt werden, so dass die Einwohner gewarnt waren. Außerdem wurden in den tiefgelegenen Straßen Nachtwachen auf- sowie Boote und Rettungsgerätschaften bereitgestellt, zudem eine Eiswache mit Signalkanonen etabliert. Das Wasser stieg höher als erwartet und riss die alte Neckarbrücke bis auf die Steinpfeiler weg. 39 Häuser wurden zerstört, 290 Häuser und die Stadtmauer teilweise beschädigt, aber in Heidelberg verunglückte weder Mensch noch Vieh.“ (D. Schwandt und Gerd Hübner, Informationsplattform Undine, Bundesanstalt für Gewässerkunde). – Rücken mit kleineren Fehlstellen, Namen-Stempel auf dem Titelblatt, sonst sehr gut erhalten. Schlagwörter: Badenia, Heidelberg, Kurpfalz, Mannheim, Naturkatastrophe, Neckar, Ortsgeschichte, Rhein |
450,-- | ![]() |
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| Lynam, Edward. The mapmaker’s art. Essays on the history of maps. London, Batchworth Press 1953. Gr.-8°. IX, 140 p. with numerous illustrations. Original blue cloth with gilt lettered spine.
First edition. – Essays on the history of British maps and mapmakers covers topics including period ornament, writing, and symbols on maps, Saxton’s monumental atlas of England and Wales, and early mapping of the Bahamas. – In very good condition. Schlagwörter: Cartography, Kartographie |
30,-- | ![]() |
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| Einband – Dunkelgrüner Maroquin-Lederband mit goldgeprägtem Rückentitel, reicher Rückenvergoldung, Deckelfileten und Eckstücken, Steh- und Innenkantenvergoldung, sowie Goldschnitt (signiert B(ernard) David). Inhalt: Racine, Jean. Oeuvres. Précédées d’une notice sur sa vie et ses ouvrages par L. S. Auger. Paris, Furne et Cie. 1858. Gr.-8° (23 x 15 cm.). XII, 719, (1) S. mit gestoch. Frontispiz und 12 Stahlstichen von Colin nach Desenne.
Prachtvoller Einband des Pariser Buchbinders Bernard David (1824–1895). David betrieb seit 1858, nach seiner Heirat mit der Schwester des bekannten Buchbinders Kaufmann, ein Buchbinder-Atelier in Paris; seit 1877 in der Rue Mazarine im Pariser Intellektuellen- und Buchhändlerviertel. 1889 wurde er mit der Silbermedaille in der Kategorie Kunstbuchbinderei bei der Weltausstellung (Exposition Universelle) ausgezeichnet. Zu seinen Kunden zählten die anspruchsvollsten Sammler des 19. Jahrhunderts. Koryphäen der Buchwelt wie der berühmte Bibliophile und Gelehrte Henri Béraldi oder der spätere französische Premierminister Louis Barthou ließen wertvolle Erstausgaben und historische Drucke exklusiv in Davids Werkstatt binden. 1890 übergab er den Betrieb an seinen Sohn Salvador David, welcher die Werkstatt für kunstvolle Handeinbände bis 1927 weiterführte. – Stellenweise etwas braunfleckig, sehr gut erhalten. Schlagwörter: Einbände, Einbandkunst, Illustrated books, Illustrierte Bücher |
240,-- | ![]() |
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| Struwwelpeteriade – Lütje, J(ulius). Die Struwwel-Liese oder lustige Geschichten und drollige Bilder für Kinder. Mit Zeichnungen von F(rancesco) Maddalena. 40. Auflage. Hamburg, G. Fritzsche o. J. (1896). 4°. 24 S. mit farblithogr. Illustrationen auf Karton. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband.
Baumgartner I, 94. Bilderwelt 1762. 150 Jahre Struwwelpeter S. 84 f. Klotz 4291/1. Slg. Maibach S. 27 f. Ries 700, 1. – Diese wohl bekannteste und erfolgreichste Mädchen-Struwwelpeteriade erschien zuerst 1896 bei Fritzsche in Hamburg, später in Augsburg bei Reichel und schließlich in Fürth bei Löwensohn (ab 1940 Pestalozzi-Verlag). – Vorliegendes Exemplar mit Verlagswerbung für die Buschiade „Lies und Lene“ auf dem hinteren Innendeckel, sowie Werbung für „Wasmuth’s Opal“ Fleckenwasser auf dem vorderen Innendeckel und „Mellin’s Nahrung für Kinder, Kranke und Magenleidende“ auf dem Rückendeckel. – Der ital. Maler und Illustrator F. Maddalena (geb. 1857) studierte in Wien und Paris, lebte 1884-94 in München, danach in Hamburg und zuletzt in Berlin (vgl. Thieme-Becker XXIII, 526). – Einband berieben, die drei ersten Innengelenke mit Papierstreifen verstärkt, stellenweise etwas fingerfleckig, sonst gut erhaltenes Exemplar der „unzerreisbaren“ Ausgabe. Schlagwörter: Struwwelpeter(iaden) |
100,-- | ![]() |
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| Remarque, Erich Maria (d. i. Erich Paul Remark). Im Westen nichts Neues. Berlin, Propyläen-Verlag (Ullstein & Co.) 1929. 8°. 287, (1) S. Orig.-Leinenband.
Kosch³ XII, 983. NDB XXI, 415. W.-G.² 3. – Erste Ausgabe des berühmten Anti-Kriegsromans. Zuerst ab November 1928 als Vorabdruck in der Vossischen Zeitung erschienen. – „Remarques Buch ist das Denkmal unseres unbekannten Soldaten. Von allen Toten geschrieben“ (Walter von Molo, Umschlagtext). – „Am 10.11.1928 begann in der „Vossischen Zeitung“ der Vorabdruck seines Romans „Im Westen nichts Neues“, in der R. die Geschichte einer Generation erzählt, „die vom Krieg zerstört wurde“; die erste dt. Buchausgabe erschien Anfang 1929 im Ullstein-Verlag, die Auflage überschritt bereits im Juni 1930 die Millionengrenze. Durch seinen in mehr als 20 Sprachen übersetzten Roman, der die Fronterlebnisse des 1. Weltkriegs literarisch verarbeitete, wurde R. über Nacht zu einem der berühmtesten, umstrittensten und reichsten dt.sprachigen Autoren seiner Zeit. Ebenfalls ein Welterfolg wurde der 1930 unter der Regie von Lewis Milestone in Hollywood gedrehte gleichnamige Film, dessen Vorführungen in Berlin Ende 1930 von den Nationalsozialisten massiv gestört wurden. Von der Filmprüfstelle bald zeitweise verboten und vom Reichstag in einer Debatte mehrheitlich scharf kritisiert, wurde er erst wieder nach 1952 in einer gekürzten Fassung in bundesdt. Kinos gebracht“ (W. v. Sternburg in NDB). – Einband leicht braunfleckig, gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Pazifismus, Weltkrieg <1939-1945> |
220,-- | ![]() |
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| Richardson, Terry. Kibosh. Bologna, Damiani 2004. Gr.-4° (33,5 x 25 cm.). [320] S. mit 358 Farbtafeln. Orig.-Leinenband.
Erste und einzige Ausgabe. – Pornographische Aufnahmen mit dem Fotografen als Akteur. – Der amerik. Mode-Fotograf T. Richardson (geb. 1965) begann als Jugendlicher während der Tourneen mit seiner Punk-Band zu fotografieren. Er wurde 2000 durch seine provozierenden, sexuell getönten Fotoserien für die Modemarke Sisley bekannt. – Ohne die Kunststoff-Schutzhülle, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Aktfotografie, Aktphotographie, Erotica, Photography of the nude, Pornografie |
240,-- | ![]() |
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| Nüscheler, Jakob Christian und Jakob Däniker, Hrsg.). Christliches Gesangbuch, oder Sammlung auserlesener Psalmen und geistlicher Lieder, über alle wichtigen Wahrheiten der Glaubens- und Sittenlehre; mit den beliebtesten Psalm- und vielen neuen, sehr leichten, vierstimmigen Choral-Melodien. Neue, privilegierte Stereotyp-Ausgabe. Zürich, Orell, Füßli und Compagnie 1826. Kl.-8° (17,5 x 10,5 cm.). [4] Bl., 349 S., [4] Bl. mit gestoch. Frontispiz und Musiknoten. Schwarzer Samteinband der Zeit mit Romantikervergoldung, vergoldeter Schließe und Goldschnitt.
Das Deutsche Kirchenlied (DKL) 1787. Fluri/Marti, Gesangbücher in der reformierten Deutschschweiz 166 f. – Zweite Ausgabe. – Stellenweise etwas braunfleckig, sehr schönes prachtvoll gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Einbände, Einbandkunst, Gesangbücher, Kirchenlied, Kirchenmusik, Liederbücher |
140,-- | ![]() |
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| Hug, J(ohann) Leonhard. Die Erfindung der Buchstabenschrift, ihr Zustand und frühester Gebrauch im Alterthum. Mit Hinsicht auf die neuesten Untersuchungen über den Homer. Ulm, Wohler 1801. Gr.-8° (24,5 x 21 cm.). Titel, 149, (1) S. mit gestoch. Titelvignette und 1 Kupfertafel. Leineneinband der Zeit.
ADB XIII, 303 f. BBKL II, Sp. 1129 f. NDB X, 8. – Erste Ausgabe, selten. – Johann Leonhard Hug (1765–1846), seit 1791 Professor für orientalische Sprachen und Altes Testament in Freiburg, untersucht wie, wo und warum sich aus älteren Schriftsystemen das erste echte Alphabet (die Buchstabenschrift) entwickelt hat. Hug verknüpft die Entstehung und Verbreitung der Schrift direkt mit der Frage, ab wann die Epen Homers (Ilias und Odyssee) schriftlich fixiert werden konnten. Damit griff er in die damals brandaktuelle Debatte ein, die durch Friedrich August Wolfs Prolegomena ad Homerum (1795) ausgelöst worden war. Er analysiert zudem den praktischen Zustand und die Verbreitung von Schriftmedien in den frühen Epochen der Antike. – Hugs „wissenschafts-geschichtliche Bedeutung liegt in der konsequenten Anwendung der historisch-kritischen Methode im biblischen Bereich, die trotz den Anfängen bei Richard Simon († 1712) von der kath. Bibelwissenschaft nicht aufgenommen worden war und sich erst Ende des 19. Jh. durchsetzte (M.-J. Lagrange). Als erster bearbeitete H. den Codex B (Vatic. 1209), dessen hohe Bedeutung für die Textgeschichte der Bibel er erkannte. H.s wichtigstes Werk war „Die Einleitung in die Schriften des neuen Testaments“ (2 T., 1808, 41847, franz. 1823, engl. 1827)“ (W. Müller in NDB). – Innengelenke angeplatzt, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Antike, Typographie, Typography |
160,-- | ![]() |
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| Galán – Schneider, Luis Mario, Ida Rodríguez Prampolini e Guillermo Sepúlveda. Julio Galán. Fotografias de Graciela Iturbide. Mexico, Grupo Financiero Serfín (1992). Gr.-4° (31,5 x 26 cm.). 353, (3) páginas con numerosas ilustraciones y fotografías, algunas de ellas en color. Tapa de lino con sobrecubierta ilustrada a color.
La primera y única monografía sobre el pintor mexicano J. Galán (1958 o 1959-2006), una de las figuras más deslumbrantes y provocadoras de la historia del arte moderno mexicano. Galán es considerado un precursor fundamental del neomexicanismo y del neoexpresionismo. Su carrera artística comenzó en 1980 gracias al apoyo del marchante de arte mexicano Guillermo Sepúlveda, en cuya galería realizó su primera exposición individual. En las décadas de 1980 y 1990 se codeó en Nueva York con artistas como Jean-Michel Basquiat y Francesco Clemente. Galán es considerado un precursor fundamental del neomexicanismo y del neoexpresionismo. Sus obras mezclaban símbolos tradicionales mexicanos (como el arte kitsch religioso, los retablos y los trajes típicos) con el surrealismo, la homoerótica y recuerdos íntimos de la infancia, a menudo extraños. Galán participó en exposiciones pioneras como «Magiciens de la terre» en el Centre Pompidou (París, 1989) y «Latin American Artists of the Twentieth Century» en el MoMA (Nueva York, 1993). Además, en 1995 estuvo presente en la prestigiosa Bienal de Whitney. – Ejemplar en perfecto estado. Schlagwörter: Mexico, Mexiko, Neoexpressionismus, Neomexicanismo, Pop art |
240,-- | ![]() |
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| Gallizier, Nathan Under the Witches’ Moon. A romantic tale of mediaeval Rome. Boston, The Page Company 1917. 8°. VIII, [2], 455, [5], 10 pages with a colour frontispiece, an illustrated title page and 3 colour plates by Margaret West Kinney and Troy Sylvanus Kinney. Publisher’s decorated cloth with gold-embossed titles on the spine and front cover, and a front cover illustration in black, gold and red.
Bleiler, The Checklist of Fantastic Literature 122. Bleiler, The Guide to Supernatural Fiction 677. Nitka Collection of Fantastic Fiction (UCLA) 1605, Box 74. – First edition, first impression. – Signed by N. Gallizier. – The pilgrim Tristan of Avalon travels to the Eternal City to atone for his forbidden love for Hellayne – the wife of his feudal lord. Once there, however, Tristan quickly becomes entangled in a dense web of power struggles, passion and betrayal. He encounters the influential ‘Courtesan Queen of the Aventine’, is appointed commander of Castel Sant’Angelo by Senator Alberich, and must stand his ground against the sinister machinations of Grand Chamberlain Basil. – *Under the Witches’ Moon* marks the conclusion, or late climax, of a series of Gallizier’s novels set in Italy. He had previously explored similar themes in *The Sorceress of Rome* (1907) and *The Hill of Venus* (1913), all of which revolve around the ambivalence between Christian asceticism (pilgrimage) and worldly, often sinful passion. The book is a classic example of turn-of-the-century American historical romance. Unlike the European historical novel, which was often socially critical (as in the works of Walter Scott or Victor Hugo), the American trend of this period focused on escapism, melodrama and a rich atmosphere. Gallizier was known for combining meticulous historical research with highly imaginative, emotional tales of love and adventure. – Featuring beautiful Art Nouveau illustrations by the famous American artist couple Troy Kinney (1871–1938) and Margaret West Kinney (1872–1952), who were among the leading illustrators. As well as Nathan Gallizier’s lavish historical novels, they designed, amongst other things, book covers for Harper’s Bazaar magazine and illustrations for prominent authors such as Arthur Conan Doyle (for his historical novel *Sir Nigel*). Their shared passion was dance, which is why, in 1914, they wrote and illustrated the seminal work *The Dance: Its Place in Art and Life*, which remains well-known to this day. – The front cover has a small grease stain in the bottom right-hand corner, contemporary owner’s inscription in German (″Erhalten vom Autor am 15 August 1919 …“), a very good copy. Schlagwörter: Fantasie, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Middle Ages, Mittelalter, Phantastik / Utopie, Rom, Signed books, Signierte Bücher, Trivial literature, Trivialliteratur, Trivialroman |
140,-- | ![]() |
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| Warhol, Andy. Index (book). With the assistance of Stephen Shore, Paul Morrissey, Ondine, Nico. Several photographs by Nat Finkelstein, Christopher Cerf, Alan Rinzler […] Factory Fotos by Billy Name. New York, Random House 1967. 4°. [36] Bl., davon 2 gefalt. gefalt. mit zahlr. Abb. u. 10 teils farbigen Pop-Art-Beilagen. Illustr. silber-schwarzer Orig.-Pappband.
Crone 419. Slg. Missmahl 868. Papiergesänge S. 43 (mit Abb.). Parr/Badger II, 144-145. – Erste Ausgabe des legendären Pop Art-Buches. – Mit allen zehn Faltfiguren und Beilagen: Ritterburg, Ziehharmonika (tönt), Flugzeug, Federscheibe »Andy Warhol’s ›The Chelsea Girls’‹«, faltbarer Dodekaeder, Folienschallplatte, Faltnase, Hunt’s Tomato Past-Dose, 8 Abreißzettel, Luftballon (dieser, wie meist mit den angrenzenden Blättern verklebt). – Andy Warhol (1928-1987), Hauptvertreter der Pop-Art, vermittelt die wohl ehrlichsten Aussagen zum „American way of life“ durch seine Kunst der „totalen Dominanz des Kommerziellen, der reinen Sensation, der Trivialisierung und Vulgarisierung“ (Pierre, Lexikon der Pop Art, S. 138). – Die S. mit dem Luftballon verklebt, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Kunst, Movable books, Photography, Pop-art, Pop-Kultur, Pop-up-Buch |
600,-- | ![]() |
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| Vollard, Ambroise. Souvenirs d’un marchand de tableaux. Paris, Albin Michel (1937). 8°. 458 p., avec un frontispice et 23 planches. Couverture cartonnée avec jaquette illustrée (par Pablo Picasso)
Mit eigenhändiger Widmung von A. Vollard für den Pariser Kunsthändler Jean-François Lefranc (1890-1950). – Erste französische Ausgabe der berühmten Autobiographie des wohl bedeutendsten Pariser Kunsthändlers. Die amerikanische Erstausgabe erschien 1936 mit dem Titel „Recollections of a Picture Dealer“ bei Little, Brown and Company in Boston. Da Vollard 1939 bei einem Autounfall verstarb, stellt die bei Albin Michel vorliegende Fassung von 1937 die letzte zu seinen Lebzeiten erschienene und von ihm selbst autorisierte Version dar. Sie bildet bis heute die Textgrundlage für alle modernen Nachdrucke und Übersetzungen. Das Buch, eines der wichtigsten Dokumente über die Geburt der modernen Kunst in Paris um die Jahrhundertwende, gewährt tiefe Einblicke in den Pariser Kunstmarkt, die Mentalität von Sammlern sowie Vollards eigene Pionierarbeit als avantgardistischer Galerist und Verleger von Künstlerbüchern (Livres d’artiste). Außerdem beschreibt Vollard darin humorvoll und anekdotenreich seine persönlichen Begegnungen und Arbeitsbeziehungen mit Künstlern wie Paul Cézanne, Pierre-Auguste Renoir, Pablo Picasso, Edgar Degas, Paul Gauguin und Henri Matisse. – Der Widmungsempfänger Jean-François Lefranc erlangte 1942 traurige Berühmtheit als Kollaborateur und Profiteur des nationalsozialistischen Kunstraubs in Frankreich während des Zweiten Weltkriegs. – Kapital und Fuß mit geringen Fehlstellen, stellenweise etwas braunfleckig, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Autobiographie, Autobiography, Avantgarde, Biographie, Biography, Kunsthandel, Paris, Signed books, Widmungsexemplar |
400,-- | ![]() |
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| Byron, (Lord George Gordon Noel). Byron’s Sämmtliche Werke. Zweite Taschenausgabe. (Herausgegeben von) Adolf Böttger. 12 in 6 Bänden. Leipzig, Otto Wigand 1847. Kl.-8° (15 x 11,5 cm.). Mit 12 Frontispizen in Stahlstich. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern und Linienvergoldung.
ADB III, 201 f. Brümmer I, 313 (Ausg. 1841). Graesse I, 585 (Ausg. 1844). Kosch I, 723. – Zuerst 1839 erschienene Übersetzung der Werke des bedeutendsten britischen Romantikers. – „Seine Uebersetzung Byron’s, welche zuerst 1840 erschien, dann aber mehrfach aufgelegt wurde, hat dem deutschen Volke zuerst die Tiefe dieses großen Dichters erschlossen und war bis auf Gildemeister mustergültig“ (J. L. T. Merzdorf in ADB). – Rücken etwas berieben, gutes Exemplar. Schlagwörter: Don Juan, Gesamtausgaben, Romantik |
140,-- | ![]() |
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| Stockhausen – Wirth-Stockhausen, Julia. Julius Stockhausen. Der Sänger des deutschen Liedes. Nach Dokumenten seiner Zeit dargestellt. Frankfurt am Main, Englert und Schlosser 1927. 4° 536 S. mit einigen Abbildungen auf Tafeln. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rückenschild und Deckeltitel. (Frankfurter Lebensbilder, Band 10).
Erste Ausgabe der ersten Monographie über den berühmten Bariton, Gesangspädagoge und Dirigent J. Stockhausen (1826-1906), der als „Sänger des deutschen Liedes“ in die Musikgeschichte einging. Er feierte große Erfolge als Konzert- und Oratoriensänger, insbesondere als Interpret der Lieder von Franz Schubert, Robert Schumann und Johannes Brahms. Er stand in engem künstlerischen Austausch und Briefwechsel mit Clara Schumann und Johannes Brahms. – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Biographie |
30,-- | ![]() |
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| Chessex, Luc. Eldorado gibt`s nicht mehr. 157 Fotografien aus Lateinamerika. – Quand il n`y a plus d`Eldorado. 157 photographies d`Amérique latine. (Übersetzung aus dem Französischen Urs Keltz). Zürich, Hans-Rudolf Lutz (1982). 4° (31 x 21,5 cm.). [6] S., 157 Duotone-Tafeln, davon 2 Portfolios mit 36 losen Duotone-Tafeln (18 zu Che Guevara und 18 zu Coca Cola). Orig.-Leinenband mit gelbem Schutzumschlag.
Auer 646. Fernández, The Latin American Photobook 247. Parr/Badger III, 113 ff. – Erste Ausgabe; erschien parallel auch bei Hubschmid & Bouret in Paris. H.-R. Lutz veröffentlichte bereits 1969 „Le Visage de la Revoltion“. – „Luc Chessex is a superb Swiss photojournalist, very much in the ‚concerned photographer‘ mould, who supported the Cuban Revolution in the most practical way possible – by joining it. In 1961, he based himself in Cuba, working for the Ministry of Education as the first official photographer of the revolution and then for the news agency Prensa Latina, travelling around Latin America to make pictures. But in 1975, without explanation or warning, Chessex was declared ‚persona non grata‘ by the Cuban authorities and put on a plane back to Switzerland. … The notion of populist politics being embedded in posters and slogans is also a strong feature of Chessex’s 1982 monograph, Quand il n’y a plus d’Eldorado. A retrospective trip through Chessex’s work in Latin America and other ‚Third World‘ countries, the main book has a striking supplement in the shape of two portfolios of loose images. One is devoted to street images featuring Che, the other to those featuring Coca-Cola. The struggle between socialism and capitalism is symbolized in two images a beard and a bottle although it is ironic that Che became a ‚pop‘ icon, infiltrating the bedsits of capitalist Western students, while Coca-Cola is an irresistible subversive force for US ‚imperialism‘, even in socialist countries“ (Martin Parr). – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Lateinamerika, Street photography |
320,-- | ![]() |
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| Eschke, Ernst Adolf. Räthsel, Charaden und Logogryphen. Deutsche Handschrift auf Papier. Berlin, Taubstummen-Institut 17. März 1808. 8° (19,5 x 12,5 cm.). 244 S. Weinroter Maroquin-Lederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild (″Räthsel und Charaden“), floraler Rückenvergoldung, Deckel-Filetten, Kantenvergoldung und Goldschnitt.
„An die Frau Regiments-Chirurgus Eves geborene Marpurg.“ – Original-Manuskript in sauberer Kurrentschrift einer unveröffentlichten Rätsel-Sammlung des Berliner Pädagogen, Gehörlosenlehrers und Juristen Ernst Adolf Eschke (1766-1811). – Eschke veröffentlichte bereits 1798 eine Märchen-Sammlung „Kindermährchen“ (Wegehaupt III, 867) und eine erweiterte Ausgabe mit dem Titel „Kindermährchen und Charaden“ als „3. geänderte Auflage“ 1805 (Seebaß I, 579 und Wegehaupt IV, 541). Außerdem besitzt die Berliner Staatsbibliothek eine 4. Auflage seines „ABCbuch für Taubstumme“ (EA 1801) und „Lesebuch für Taubstumme“ (Berlin, Taubstummeninstitut 1798). – „Verschiedene Faktoren erregten sein Interesse für Gehörlose: 1786 eine Begegnung mit Gehörlosen in Wien, die Bekanntschaft mit Samuel Heinicke und der Kontakt zu Abbé de l’Epée. Er besuchte Heinicke schließlich seinem Taubstummeninstituts in Leipzig und heiratete 1787 Heinickes Tochter Juliane Caroline Tugendreich. 1788 zog er auf Anraten seines Schwiegervaters nach Berlin, um dort als privater Gehörlosenlehrer zu arbeiten. Am 2. Dezember 1788 unterrichtete er das erste Mal gehörlose Schüler- und Schülerinnen in Berlin. Zunächst unterrichtete er nach der oralen Methode seines Schwiegervaters. Nach dem Studium der Bücher von I’Epèe und Abbe Sicard wandte er sich allerdings von dieser Methode ab. Er hatte nun die Gebärdensprache als Muttersprache der Gehörlosen erkannt und verwendete sie ganz selbstverständlich im Unterricht. Um 1793 veröffentlichte er seine kombinierte Methode. Hier standen die Gebärdensprache, die Schriftsprache und die Lautsprache im Vordergrund ausgerichtet auf die individuellen Begabungen des einzelnen Schülers. Diese Methode bildet die Grundlage für die heutige bimodal-bilinguale Methode. Unterstützer dieser Methode fand er mit Karl Teuscher (Lehrer in Leipzig), Carl Habermaß (1783–1826, gehörloser Lehrer in Berlin) und Carl Heinrich Wilke (1800–1876, gehörloser Lehrer und Künstler in Berlin). Im Jahr 1798 kaufte der König von Preußen, Friedrich Wilhelm III., ein Haus in der Linienstraße 110. Eschkes Privatinstitut wurde daraufhin in den Stand eines „Königlich-preußische Instituts für Stumme“ (Königliche Taubstummenanstalt) erhoben. Er wurde der Schuldirektor. Ab 1808 war er Königlich Preußischer Oberschulrat in Berlin. Ihm zu Ehren heißt die Sonderschule für Gehörlose in der Waldschulallee in Berlin-Westend Ernst-Adolf-Eschke-Schule“ (Wikipedia). – Stellenweise leicht braunfleckig, prachtvoll gebunden. Schlagwörter: Handschriften, Manuscripts, Manuskripte, Puzzles, Rätsel |
1.400,-- | ![]() |
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| Aebersold, Maria. Die verzauberte Trommel. Aarau und Frankfurt am Main, Verlag Sauerländer (1968). Gr.-4° (33,5 x 24 cm.). [20] Bl. mit farbigen Illustrationen von Walter Grieder. Farbig illustr. Orig.-Pappband.
LKI I, 464 f. SBI 1008 und S. 30. – Erste Ausgabe; mit eigenhändigen Widmungen von W. Grieder und M. Aebersold. – Wohl eines der schönsten Bilderbücher des auch international bekannten Illustrators. – „Die verzauberte Trommel’ (ebenfalls 1968) ist eine mehrdimensionale Geschichte von einem Burschen, der durch einen Alptraum zu einem fleißigen Trommler anläßlich der Basler Fastnacht wird. In den Tafeln, die die vorbereitenden Dekorationsarbeiten zeigen, finden sich Bildzitate V. van Goghs und P. Picassos. Den eigendlichen Zug bilden Tafeln in flammend nächtlichen Farben ab; Kinder und mitfeiernde Tiere fügen sich natürlich ein in die Umgebung der skurrilen und dämonischen Gestalten mit lokalgebunden-folkloristischen und überregional-heidnischen Zügen“ (Horst Künnemann in LKJ). – „Schon in seinem ersten Bilderbuch, ‚Die Gebrurtstagsreise‘, sind realistische und phantastische Elemente ineinander verwoben, die Phantastik fehlt in kaum einem der nachfolgenden Bilderbücher. In ‚Pierrot und seine Freunde‘ nimmt er Erinnerungen auf aus seiner Kindheit bei Artisten in Frankreich, in der ‚Verzauberten Trommel‘ löst sich die alltägliche Welt im Fastnachtszauber auf. Während in den ersten Bilderbüchern noch zeichnerische, zum Teil holzschnittartige Illustrationen überwiegen, werden später die Formen üppiger, die Farben dominieren. Durchgehend ist eine karikierende Darstellung der Personen, der auch die Themen entsprechen“ (V. Rutschmann in SBI). – Rücken am Fuß geringfügig bestoßen, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Schweizer Kinderbücher, Signierte Bücher, Widmungsexemplar |
140,-- | ![]() |
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| Jung, Friedrich (Hrsg.). Kraftfahrzeugtechnik und Reparaturpraxis. 1. Auflage. 2 Bände. Berlin, C. A. Weller 1930. 4° (26 x 19 cm.). XII, 864 S.; [4] Bl., 394 S. mit 1217 Abbildungen, 5 gefaltete Konstruktionstafeln und 4 Farbtafeln (Verkehrszeichen), sowie einigen Tabellen. Illustr. Orig.-Leinenbände.
Erste Ausgabe. – Umfassendes Standardwerk für den Automobilbau sowie Werkstatt- und Reparaturprozesse der Vorkriegszeit. 1938-1939 erschien eine überarbeitete zweite Ausgabe erweitert um einen Tabellenband. – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Automobil-/Motorradliteratur, Automobile industry and trade, Automobiles, Automobiltechnik |
120,-- | ![]() |
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| (Schmal, Adolf und Felix Sterne, Hrsg.). Allgemeine Automobil-Zeitung (AAZ). Illustriertes, wöchentlich (jeden Mittwoch) erscheinendes Fachblatt für Automobilismus. Officielle Mittheilungen des Deutschen (und) Oesterreichischen Automobil-Club. II. Jahrgang, Band I und II, Nr. 1-52. (Und): III. Jahrgang, Band I, Nr. 1-26. 3 Bände. Berlin und Wien, Deutscher und Oesterreichischer Automobil-Club 1901-1902. 4° (29 x 22,5 cm.). Mit zahlreichen Abbildungen. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückentiteln und Linienvergoldung.
Vollständiger zweiter Jahrgang und erster Band des dritten Jahrgangs der bedeutenden ersten Automobil-Zeitschrift. Die österreichische Ausgabe erschien wöchentlich bis 1938; die deutsche Ausgabe stellte erst 1943 ihr Erscheinen ein. – Am 10. März 1901 berichtete die AAZ ausführlich über die spektakulären Testfahrten eines neuartigen Motorschlittens auf den verschneiten Straßen Nürnbergs. Das vom Ingenieur Maurer (Nürnberger Motorfahrzeug-Fabrik „Union“) entwickelte Gefährt besaß Kufen statt Vorderrädern und bewies, dass Automobile auch im tiefsten Winter einsatzbereit sein können. Außerdem enthält der zweite Jahrgang interessante Berichte über das erste moderne Automobil, den Mercedes 35 PS und dessen wegweisenden Erfolgen bei der Rennwoche in Nizza. Mit seinem niedrigen Schwerpunkt, dem leichten Pressstahlrahmen und dem revolutionären Bienenwabenkühler setzte das Fahrzeug Maßstäbe, die das Profildesign von Autos weltweit für Jahrzehnte veränderten. Die Fernfahrt Paris–Berlin im Juni 1901 war das Medienereignis des Jahres. Die AAZ begleitete das prestigeträchtige Event, bei dem Henri Fournier auf einem Mors-Rennwagen siegte, mit dramatischen Berichten über die Etappen, die Staubentwicklung und die Begeisterung der Massen entlang der Strecke. Im ersten Halbjahresband 1902 berichtet die AAZ über die Fernfahrt Wien–Paris im Juni 1902. Das Rennen gilt als historischer Meilenstein, da hier erstmals die leichten, agilen französischen Wagen (wie der Renault von Marcel Renault) gegen die schweren, PS-starken Boliden gewannen. Im Frühjahr 1902 widmete sich die Zeitung in mehreren Artikeln intensiv dem Vergleich von Dampfwagen und Benzinautomobilen. Während in den USA Dampfwagen (wie jene von Stanley oder White) extrem populär waren, analysierte die AAZ präzise, warum sich der Verbrennungsmotor in Europa durchsetzte. – Der österreichische Fecht- und Radsportler und Journalist Adolf Schmal (1872-1919) gründete zusammen mit dem Journalist und Verleger Felix Sterne (1855-1933) am 7. Januar 1900 die AAZ. „Sterne fungierte als Chefredakteur, Schmal als „rasender Reporter“. In dieser Funktion besuchte Schmal Auto-Salons in ganz Europa, um sich über die neuesten technischen Entwicklungen zu informieren. Er engagierte sich für die Akzeptanz des Autos in der Bevölkerung, die den neuen Fahrzeugen zunächst skeptisch gegenüberstand. 1901 strengte er nach einem Unfall mit einem Pferdegespann einen Musterprozess an, um die grundsätzliche Verantwortlichkeit von Autofahrern zu klären: Obwohl er die Hupe betätigt hatte, war es zum Zusammenstoß gekommen. 1902 bestritt Adolf Schmal mit einem Motorrad eine „Tausend-Kilometer-Fahrt“ durch Österreich. Er prophezeite, dass aus jedem Radfahrer ein Motorradfahrer werden würde, sobald er das Geld habe, eines zu kaufen. Er regte Alpen-Tourenfahrten an, die vom Österreichischen Touring-Club organisiert wurden und sich zu den bedeutendsten Wettbewerben für Tourenwagen entwickelten“ (Wikipedia). – Alle Hefte auch mit teils ganzseitigen Werbeanzeigen von Auto-Herstellern und Zulieferer. – Rücken etwas berieben, sonst sehr gut erhalten. Schlagwörter: Automobil-/Motorradliteratur, Automobile industry and trade, Automobiles, Automobilsport, Automobiltechnik, Magazines, Zeitschriften |
1.400,-- | ![]() |
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| Lavater, Warja. Die Rose und der Laubfrosch. Eine Fabel. – (Deckeltitel): La Rosa e il Ranocchio. Zürich, Edition Schlégl 1978. Schmal-4° (30,5 x 10,5 cm.). [24] Bl. in farbiger Offsetlithographie. Orig.-Pappband mit farbigem Deckelbild.
LKJ I, 567. SBI 829 und S. 49. – Neuausgabe des zuerst 1924 erschienenen originellen Fabel-Bilderbuchs. Bildlegenden viersprachig: Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch. – Die Schweizer Malerin, Zeichnerin und Grafikerin W. Honegger-Lavater (1913-2007) „eröffnet 1937 ein eigenes Atelier in Zürich, zusammen mit Gottfried Honegger, ihrem späteren Ehemann. … Für Kinder lithographiert sie ausser ‚Rotkäppchen‘ und weiteren Märchen von Grimm und Andersen auch eigene Märchen, so ‚La Mélodie de Tur-di-di‘, Leid und Glück des Künstlers, symbolisiert durch einen kleinen Singvogel, und ‚Die Rose und der Laubfrosch‘, wo die Funktion von Verkehrsampeln erklärt wird: ‚Durch Geschichten, die ich mit Bildzeichen schreibe, habe ich gelernt, dass für Kleine ein Zeichen offensichtlich fassbar ist und lebendig. Und so begann ich mir wieder einmal eine Geschichte auszudenken. Zunächst teilte ich jedem der drei hübschen Leuchtpunkte, seiner Farbe und seiner Aufgabe entsprechend, ein Lautzeichen zu: schau, bleib, hüpf. Dazu kamen drei Denkmodelle: Lampe, Rose, Laubfrosch.‘ Mit weiteren Elementen ergänzt erzählen so abstrakte Zeichen, losgelöst von der Sprache, eine ganze Geschichte, die auch für kleine Kinder fassbar ist“ (V. Rutschmann in SBI). – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Fabeln, Künstlerbilderbücher, Schweizer Kinderbücher, Verkehrs-Bilderbücher |
120,-- | ![]() |
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| Rey, H(ans) A(ugusto). Feed the animals. London, Chatto and Windus not dated (ca. 1950). Quer-Kl.-8° (14 x 16 cm.). 11 fold-out colour plates. Colourfully illustrated cardboard cover with a metal spiral binding.
First British edition of the picture book, originally published in Boston by Houghton Mifflin in 1944 in the Lift-the-Flap Series. – Two children follow the Zookeeper as he walks around feeding the animals – seals, giraffe, zebras and more. – The German-American illustrator and children’s book author H. A. Rey (born Reyersbach, 1898–1977), creator of the famous children’s book *Curious George*, grew up in Hamburg near the famous Hagenbeck Zoo. This shaped his lifelong love of animals and drawing. Due to the economic crisis in Germany, he moved to Rio de Janeiro in 1924. There, he initially sold bathtubs whilst drawing posters on the side. In Brazil, he was reunited with Margret Waldstein, a Jewish photographer and artist who also hailed from Hamburg. The couple married in 1935 and moved to Paris in 1936. It was here that they produced their first book, *Raffy and the 9 Monkeys*, as well as the very first draft of *Curious George*. When the Nazis were on the outskirts of Paris in June 1940, the Reys, as Jewish citizens, fled at the very last moment. Hans assembled two bicycles from spare parts. With minimal luggage – including the manuscript of *Curious George* – they fled to the south of France, then on via Spain and Portugal back to Brazil and finally to New York. In New York, the Reys enjoyed immediate success. The publisher Houghton Mifflin published the first *Curious George* book in 1941. This was followed by numerous other classics, including this lift-the-flap book *Feed the Animals* (1944). – In very good condition. Schlagwörter: Paper toys, Spielbilderbücher, Zoo, Zoologischer Garten |
100,-- | ![]() |
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| Arcet, (Jean Pierre Joseph) de. Die Kunst der Bronzevergoldung. Eine von der Königl. Akademie der Wissenschaften zu Paris gekrönte Preisschrift. Aus dem Französischen von Joh(ann) Georg Ludolph Blumhof. Frankfurt a. M., Franz Varrentrapp 1823. 8°. [4] Bl., XXXV, 136 S., [1] Bl. und 6 gefaltete lithogr. Tafeln. Pappband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild.
Vgl. Engelmann, Bibliotheca mech.-techn.² 390. – Seltene zweite deutsche Ausgabe von „Mémoire sur l’art de dorer le bronze“ (Paris 1818). Die erste deutsche Ausgabe erschien 1819 mit dem Titel „Die Kunst Bronze zu vergolden“ bei Wilmans in Frankfurt am Main. – Der bedeutende französische Chemiker und Metallurg Jean-Pierre-Joseph d’Arcet (1777-1844) entwickelte ein neues Verfahren der traditionellen Feuervergoldung (mittels Gold-Quecksilber-Amalgam) auf Bronzeobjekten, einer Methode, die im 18. und 19. Jahrhundert (besonders während der Ära des Empire) für prachtvolle Uhren, Kandelaber und Zierelemente genutzt wurde. D’Arcet erfand eine spezielle, geschlossene Glassauganlage mit kontrolliertem Kaminzug. Die Dämpfe wurden direkt vom Handwerker weg nach draußen oder in spezielle Kondensationskammern geleitet, wo das Quecksilber wieder verflüssigt und aufgefangen wurde. Die traditionelle Feuervergoldung war eine der tödlichsten Arbeiten des Kunsthandwerks. Das aufgetragene Gold-Quecksilber-Amalgam wurde über offenem Feuer erhitzt, um das Quecksilber zu verdampfen. Die Handwerker atmeten die hochgiftigen Quecksilberdämpfe ein, was zu schwersten Nervenschäden (chronische Quecksilbervergiftung, bekannt als Erethismus mercurialis oder „Zittern“) und einem frühen Tod führte. Das neue Verfahren revolutionierte die Fabrikation in Paris. Die Sterblichkeits- und Krankheitsrate der Bronzevergolder sank drastisch. – Der Übersetzer J. G. L. Blumhof (1771-1825), Eisenhütten-Administrator in Westfalen und Inspektor auf der Ludwigs-Eisenhütte bei Biedenkopf, wurde vor allem durch sein vierbändiges Werk „Versuch einer Encyklopädie der Eisenhüttenkunde“ bekannt und übersetzte bedeutende naturwissenschaftliche Standardwerke aus dem Französischen und Schwedischen (darunter auch Schriften des berühmten Chemikers Jöns Jakob Berzelius). – Einband etwas berieben, alter Stempel eines Schul-Bibliothek verso Titelblatt, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Chemie, Galvanisierung, Galvanotechnik, Kunstgewerbe, Vergolden |
380,-- | ![]() |
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| Masereel, Frans. Bilder der Großstadt. Mit einer Einleitung von Romain Rolland. Wohlfeile (zweite) Ausgabe. Dresden, Carl Reissner 1929. 4°. 9 , 112 S., [2] Bl. mit 112 ganzs. Illustrationen nach Tuschezeichnungen. Illustr. Orig.-Pappband.
Von der Gabelentz B 16. Göbel 664. Ritter B a 20. – Erschien zuerst 1926 und parallel auch bei Kurt Wolff in München. – Die Ausgabe wurde 1933 wegen „Gefährdung von Sitte und Anstand“ beschlagnahmt. – Einband etwas braunfleckig, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher |
80,-- | ![]() |
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| Hesse, Hermann. Romantische Lieder. Dresden, Leipzig, E. Pierson’s Verlag 1899 (eig. Herbst 1898). 8°. 44 S. Illustr. Orig.-Kartonumschlag.
Slg. Borst 4346. Klimann/Silomon 1. Hesse-Katalog Marbach 1977, 223. Mileck II, 1. Waibler E 125. W.-G.² 1. – Erste Ausgabe der ersten Veröffentlichung. – „Maria und Frau Gertrud gewidmet – Seht, der Fremdling ist hier, der aus demselben Land / Sich verbannt fühlt wie ihr, traurige Stunden sind / Ihm geworden; es neigte / Früh der fröhliche Tag sich ihm. (Novalis)“ – „Schon als Zwölfjähriger begann Hesse erste Gedichte zu schreiben. 1890 machte er dramatische Versuche; ‚Aus deutscher Vorzeit‘ ist der Titel einer Geschichte, die im selben Jahr entstand. „Von meinem dreizehnten Jahr an war mir das eine klar, daß ich entweder ein Dichter oder gar nichts werden wolle“, schrieb er 1925 in seinem nach Jean Pauls Vorbild als ‚Konjekturalbiographie‘ bezeichneten ‚Kurzgefaßten Lebenslauf‘ (GW 6, S. 393 f.). Die Gedichte der ersten gedruckten Sammlung stammen aus der Zeit zwischen Februar 1897 und Juni 1898. ‚Ich bin ein Stern‘ und ‚Chopin II/III‘ entstanden früher. Hesse stellte den Band im Juli 1898 zusammen. Von 600 Exemplaren der Erstauflage wurden im Erscheinungsjahr 43 broschierte und 11 gebundene Exemplare verkauft, 25 Freistücke abgegeben und 43 Rezensionsexemplare verschickt. Pierson war ein in der Branche bekannter Kommissionsverlag, der gegen Bezahlung der Druckkosten vielen Autoren ein Debut erlaubte“ (B. Zeller in Hesse-Katalog, Marbach). – Gleichzeitig erschien auch gebundene Ausgabe mit Jugendstil-Ornamentik auf dem Vorderdeckel (vgl. Abbildung im Marbacher Hesse Katalog S. 203). Die vorliegende broschierte Ausgabe zeigt auf dem Vorderdeckel eine stilisierte Waldlandschaft und auf dem Rückendeckel Verlagsanzeigen. Da Hesse den Druck mit 175 Mark privat bezuschussen musste, griff der Verlag auf eine für die Jahrhundertwende typische, aber kostengünstige ornamentale Reihen- oder Standardgestaltung zurück, statt einen bekannten Künstler separat mit einer exklusiven Bildillustration zu beauftragen. – Rücken unauffällig und fachgerecht restauriert, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Erstlingswerk, Lyrik |
1.800,-- | ![]() |
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| Banck, Erwin (Otto Carl). 12 Kinderlieder. Bunte Bilder von Hans Soltmann. Berlin, August Scherl 1924. Gr.-4° (34 x 26,5 cm.). [18] S. mit farblithogr. Illustrationen und Musiknoten. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband.
Erste Ausgabe des schönen Kinderlieder-Bilderbuchs. Mit zeittypischen expressionistischen Illustrationen des Breslauer Malers und Grafikers Hans Soltmann (1876-1955). Soltmann studierte ab 1897 an der Akademie der Bildenden Künste München,[2] bei Adolf Hölzel an der Dachauer Malschule, bei Ludwig Schmid-Reutte an der Kunstakademie Karlsruhe, an der Kunstakademie Berlin und in Paris. Später erhielt er eine Professur an der Akademie für graphische Künste und Buchgewerbe in Leipzig. Zu seinen Schülern gehörten u. a. Hans Bunge-Ottensen, Bruno Eyermann, Gerhard Tag, Walther Kohlhase, Karl Krug, Johannes Lebek, Josef Georg Miller, Gabriele Meyer-Dennewitz, Erich Ohser, Erich Otto, Marianne Scheel, Günter Albert Schulz und Eva Schwimmer. – Der Violinist und Komponist der Lieder Erwin Otto Carl Banck (1870-1950) war der Sohn des Dresdner Komponisten Carl Ludwig Albert Banck (1809-1889). – Deckel etwas angestaubt, gutes Exemplar. Schlagwörter: Kinderlieder |
60,-- | ![]() |
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| Sperber, Manès. Der verbrannte Dornbusch. Roman. 1. – 3. Tausend. Mainz, Internationaler Universum-Verlag 1950. 8°. 604 S., [2] Bl. Orig.-Leinenband mit Schutzumschlag von Peter Scherling.
W.-G.² 4. – Erste deutsche Ausgabe; die französische Originalausgabe erschien 1949. – Der erste Band der Romantrilogie „Wie eine Träne im Ozean“. „Die Trilogie, bestehend aus den Bänden Der verbrannte Dornbusch, Tiefer als der Abgrund und Die verlorene Bucht, ist Sperbers bedeutendstes Romanwerk und hat zusammen mit seiner Autobiographie seinen Ruf begründet. … Im ersten Teil der Trilogie wird die Geschichte von verschiedenen kommunistischen Kämpfern erzählt. Sie sehen sich angesichts der Stalinisierung der kommunistischen Partei in den 30er Jahren zu einer Reaktion auf diese Veränderung gezwungen. Sie müssen ihr Verhältnis zur Partei neu definieren und eine Stellungnahme zu Sinn und Art politischen Handelns überhaupt entwickeln. Der Held der Trilogie, Dojno Faber, gehört zu denen, die mit der Partei brechen: Er ist desillusioniert was die Machbarkeit der Geschichte angeht, und er beginnt an der Unwirksamkeit politischen Handelns zu verzweifeln. Die Entwicklung, die zu diesem Punkt führt, wird durch Gespräche, vor allem mit Professor Erich von Stetten, einem liberalen, politisch abstinenten Gelehrten und einer geistigen Autorität aus Fabers Jugend, nachvollziehbar gemacht. … Am ersten Teil schrieb Sperber von 1940 bis 1948; der zweite Teil und der dritte Teil entstanden zwischen 1948 und 1951. Alle drei Teile verfasste er in deutscher Sprache, sie wurden jedoch zunächst in französischer Übersetzung veröffentlicht: der erste Teil 1949, der zweite und der dritte 1952“ (Wikipedia). – Sehr schönes sauberes Exemplar. |
50,-- | ![]() |
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| Hockney, David. 18 portraits. (Design: John Coy. Typography: Vernon Simpson. Photography: Malcolm Lubliner and Sidney B. Felsen. Los Angeles, Gemini G.E.L (1977). 8°. 68 p., 2 l. with 1 portrait of the artist and 28 plates, some in colour. Publisher’s cloth binding with gold-embossed titles on the spine and front cover, and dust jacket.
Print Run: 3,500 copies. – Set of portraits of Hockney’s friends, drawn by the artist during two visits to Gemini GEL in Los Angeles, from February to May 1976 and in November 1976. Includes portraits of famous friends, such as Billy Wilder, Henry Geldzahler, Nicholas Wilder, Michael Crichton, Christopher Isherwood, Don Bachardy, Brooke Hayward Hopper, and a self-portrait of Hockney. The 18 portraits from the ‘Friends’ lithography-portfolio were drawn by Hockney directly onto stone. This project laid the foundations for Hockney’s lifelong engagement with large-scale portrait series. The intimacy and the principle of systematically drawing his closest circle of friends are reflected, decades later, in famous exhibitions such as *82 Portraits and 1 Still-life* (on display at LACMA, amongst other venues). – Dust jacket with small tears at the edges; a good copy. Schlagwörter: Pop art |
80,-- | ![]() |
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| Kolb, Annette. Glückliche Reise. Stockholm, Bermann-Fischer 1940. Kl.-8° (16,5 x 11 cm.). 231 S. Orig.-Leinenband.
NDB XII, 438 ff. Sterfeld/Tiedemann 279. W.-G.² 26. – Erste Ausgabe des Reiseberichts. Annette Kolb (1870-1967) schildert ihre Fahrt zur Tagung des Internationalen P.E.N.-Clubs nach New York, bei der sie unter anderem US-Präsident Franklin D. Roosevelt traf und Thomas sowie Katia Mann in Princeton besuchte. – „Als der politisch hellsichtige (René) Schickele Ende 1932 vor den Nazis ins Exil geht, da er einen neuen Krieg vorausahnt, flüchtet auch Annette Kolb aus Deutschland, nachdem sie 1933 in ihrem „Beschwerdebuch“ öffentlich gegen Hitler Position bezogen hatte. Sie reist danach in ganz Europa umher; 1937 erscheint ihre Biografie über Mozart, ihren Lieblingskomponisten, den sie von der Brutalität der Gesellschaft in den Tod getrieben sieht – es ist nicht weniger ihr eigenes Leiden und Empfinden der ihr eigenen Zeit, das darin Widerschein findet. Als die Deutschen in Frankreich einmarschieren, geht sie auf einer abenteuerlichen Reise zum dritten Mal ins Exil, diesmal nach USA. Es wird die bitterste Zeit ihres Lebens, ohne Freunde, ständig in Geldnöten, zudem leidet sie an den Folgen eines Unfalls. Kolb kehrt schon 1945 nach Europa zurück, zuerst nach Paris, wo ihr der Freund, Diplomat und erste deutsche Botschafter, Wilhelm Hausenstein, unter die Arme greift“ (Literarisches Museum Badenweiler). – Zeitgenöss. Besitzvermerk, schönes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Exil, Exilliteratur |
50,-- | ![]() |
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| Lampe, Friedo. Das Gesamtwerk. Am Rande der Nacht. Septembergewitter. Von Tür zu Tür. Aus dem Nachlaß. Nachwort von Johannes Pfeiffer. 1. – 4. Tausend. Hamburg, Rowohlt Verlag (1955). 8°. 329, (1) S. Orig.-Leinenband mit Schutzumschlag von Werner Rebhuhn und Klarsichtschutzumschlag.
W.-G.² 7. – Erste Gesamtausgabe. – Sehr gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Gesamtausgaben |
40,-- | ![]() |
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| Die Sagen der Umgegend von Baden-Baden (nach den Sagenbildern in der neuen Trinkhalle von Jakob Götzenburger). Baden-Baden, F. M. Reichel o. J. (um 1860). 4° (29 x 21 cm.). [14] Bl. und 12 montierte Orig.-Photographien (Albuminabzüge, 17,5 x 12,7 cm.) auf Karton. Weinroter Orig.-Leinenband mit goldgepr. Deckeltitel „Album“ und ornamentaler Deckelvergoldung.
Nicht bei Heidtmann, Wie das Photo ins Buch kam. – Seltene Prachtausgabe des in verschiedener Ausstattung mehrfach aufgelegten Souvenir-Albums. 1868 erschien eine zweite Ausgabe mit dem Untertitel „nach den 14 Sagenbildern in der neuen Trinkhalle“. Die 12 fotografischen Tafeln eines anonymen Fotografen mit dreisprachigen Untertiteln und jeweils einer Seite Beschreibung zeigen: Kloster Lichtenthal, Hohenbaden, Die Geisterhochzeit zu Lauf, Burkart Keller von Yburg, Der Mummelsee, Der Wildsee, Der Fremersberg, Engels- und Teufelskanzel, Alt-Eberstein, Die Felsen, Der Grafensprung, Allerheiligen. – In einer Verlags-Anzeige auf dem letzten Blatt wird außer der vorliegenden „Prachtausgabe“ in Quart-Format auch eine „Taschenausgabe, mit französischem, deutschen und englischem Text“ verzeichnet. – Die Entstehung der 14 Fresken in der Trinkhalle Baden-Baden fiel direkt in die Blütezeit des europäischen Kurtourismus und ist ein Paradebeispiel für den Geist der deutschen Spätromantik. Im Jahr 1844 setzte Jakob Götzenberger zusammen mit dem Maler Johann Baptist Heinefetter die 14 großformatigen Bilder in der Wandelhalle um. Er nutzte dafür die anspruchsvolle Technik der Freskomalerei (Malerei auf dem noch feuchten Putz). Die Entscheidung, lokale Sagen und Mythen abzubilden, entsprang nicht nur der Vorliebe der Romantik für das Mystische, sondern hatte auch einen rein pragmatischen Zweck: Die Kurgäste flanierten im Wandelgang, lasen die Geschichten und bekamen dadurch direkte Ausflugsideen für die Umgebung von Baden-Baden geliefert (wie den Mummelsee, die Burg Windeck oder das Kloster Lichtenthal). – Einband berieben, etwas fleckig und bestoßen, Blattränder und Trägerkartons etwas braunfleckig, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Baden-Baden, Original-Photographie, Sagen |
120,-- | ![]() |
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| Holst, Adolf. Lustiges Kleinkinderbuch. (Bilder) von Gertrud Caspari. Mit Versen von Adolf Holst. 21.-25. Auflage, 127. – 146. Tausend. Leipzig, Alfred Hahn o. J. (um 1925). Quer-8° (21,5 x 27,5 cm.). [24] S. mit farblithogr. Illustrationen auf Karton. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband. (Verlags-Nr. 2, 2L, 2D).
Blaume, Holst 4. Slg. Cotsen 4951 und 7896 (amerik. Ausgabe von 1911). Goebels III, 208. Klotz 2869/89. LKJ I, 247 und 566. Neubert 6.1.7. Ries 464, 7. Stuck-Villa II, 151. – Eines der erfolgreichsten Bilderbücher der berühmten Kinderbuch-Künstlerin. Erschien zuerst 1907 in verschiedener Ausstattung (als Leporello, auf Papier und auf starkem Karton wie hier). – Texte in deutscher Schreibschrift. – „Das „Lustige Kleinkinderbuch“ ist für Vorschulkinder bzw. für Leseanfänger gedacht. Die Bilder sind wie „gemalte Postkarten“. Gertrud Caspari stellt ihre scharf konturierten Figuren, ohne perspektivische Zutaten, flächig ausgemalt vor einen hellbraun getönten Hintergrund. Diese Art zu malen trug der Künstlerin gelegentlich den Vorwurf ein, ihre Illustrationen zu schablonisieren. Die erwachsenen Käufer und zumal die Kinder sahen die Sache anders, wie die erreichten Auflagen zeigen. Das Kind entdeckte in den farbbunten und unmittelbar nachzuvollziehenden Bildszenen seine Umwelt die nähere und die weitere – mit Haustieren, Schornsteinfeger, Auto und Eisenbahn, Bär und Elefant, mit der Großmutter und anderen ihm vertrauten Gestalten. Adolf Holsts schlichte Reime waren zum Vorlesen geeignet – und eines Tages auch zum Selberlesen in der erlernten Schreibschrift“ (Hubert Göbels). – Kanten und Ecken etwas berieben, zeitgenöss. Besitzvermerk (dat. 1928), sehr gutes Exemplar der seltenen „unzerreisbaren“ Ausgabe. Schlagwörter: Jugendstil, Kleinkind-Bilderbücher |
140,-- | ![]() |
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| Lettré, Emil. Goldschmied in Berlin. Kleinodien. Die farbigen Beilagen sind nach Originalen in Naturgrösse gezeichnet. Berlin, Druck Otto von Holten für den Verlag Erich Reiss (1922). Kl.-8° (14 x 10 cm.). 36 S., [1] Bl. mit 9 handkolorierten lithogr. Tafeln, darunter 1 Tafel mit Farbschemata. Orig.-Halbpergamentband mit goldgepr. Deckeltitel und goldgepr. Deckelvignette (Fisch) auf dem Rückendeckel.
NDB XIV, 359 f. – Nr. 342 von 1000 Exemplaren. – Seltener Privatdruck; die schönen Tafeln zeigen acht Edelsteine und Schmuckstücke in Originalgröße und ein Farbschemata. – Der Hanauer Gold- und Silberschmied E. Lettré (1876-1954) „wurde von A. Messel zur Mitarbeit am Kronprinzensilber herangezogen, arbeitete für verschiedene Auftraggeber, auch nach fremden Entwürfen (z. B. von Eduard Pfeiffer). Es entstanden Sportpreise im Auftrage des Kaisers, Becher für das Direktorium der Firma Krupp anläßlich des 100jährigen Firmenbestehens. Eine Einladung zur Übersiedlung in die Künstlerkolonie Darmstadt lehnte L. ab. Seit 1933 leitete er für anderthalb Jahre die Zeichenakademie Hanau, behielt dabei jedoch seinen Wohnsitz in Berlin. L. erhielt größere Staatsaufträge auch nach 1933, 1936/37 stattete er die Botschaft in London mit Geräten und Tafelsilber aus. Ausstellungen seiner Werke fanden 1926 in Paris, 1934 in Hanau, 1950 in Düsseldorf und 1976 in Köln statt. – Stilistisch war L. in seiner Lehrzeit noch vom Historismus und der Serienfertigung bestimmt. Die Erfahrungen der Wanderjahre führten zu einem mehr spielerischen Umgang mit den historischen Vorbildern. Wichtige Anregungen empfing L. auch von Schmuck und Gerät der großen Museen, von Ornamentstichen des 16. Jh. und dem engl. Silber des 17. und frühen 18. Jh. Zur Formenwelt des Jugendstils hatte er keine Beziehung; bevorzugt verwendete er einfache, geometrische Formen und glatte, unverzierte Flächen. In ihrer Materialgerechtigkeit und Klarheit wirkten L.s Werke wegweisend. L.s künstlerisches Ideal war zeitlose Eleganz. Viele seiner Werke lassen sich daher schwer datieren, und man kann kaum nachvollziehen, daß so Unterschiedliches aus einer Hand stammt“ (C.-W. Schümann in NDB). – Deckel etwas berieben, zeitgenöss. Besitzvermerk, sonst sehr gut erhalten. Schlagwörter: Gold- und Silberschmiedekunst, Goldschmuck, Jewellery, Nummerierte Bücher, Privatdruck, Schmuck, Silberschmuck |
600,-- | ![]() |
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| Bateson, W(illiam). Mendel’s principles of heredity. Cambridge, Cambridge University Press 1909. Gr.-8°. XIV, 396 S. mit 3 Portraits, 6 (4 doppelblattgr.) Farbtafeln und zahlr. (1 ganzs.) Abbildungen. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rückentitel.
Garrison/Morton 38. PMM 356. – Erste Ausgabe des ersten illustrierten Lehrbuchs zur Genetik. Gleichzeitig erste englische Ausgabe der bahnbrechenden Arbeiten Mendels „Hybridisation“ (Versuche über Pflanzen-Hybriden, Brünn 1866, S. 317 ff.) und „Hieracium“ („Über Hieracium-Hybriden, die durch künstliche Befruchtung gewonnen wurden“ Brünn 1870, S. 362 ff.). – Der britische Genetiker und Evolutionsbiologe W. Bateson (1861-1926), 1908 bis 1910 erster Professor für Biologie an der University of Cambridge, wurde zu Mendels engagiertestem Verteidiger im englischsprachigen Raum nach der Wiederentdeckung von dessen Vererbungsregeln um 1900. – „William Bateson las den neu entdeckten Bericht Mendels und erkannte sofort seine Bedeutung für das ungelöste Problem, das er in seinen „Materialien zum Studium der Variation“ (Materials for the Study of Variation), 1894, eingehend erörtert hatte: Varianten seien die Voraussetzungen der Entwicklung von Arten, aber welches ist die Ursache von Varianten und wie gehen diese vor sich? Doch selbst noch im Jahre 1900 wurden die von Mendel entwickelten Ideen heftig bestritten. Bateson gehörte zu ihren stärksten Vorkämpfern. 1902 veröffentlichte er „Mendels Grundsätze der Vererbung – eine Verteidigung“, und in der Auflage von 1909 nahm er eine Übersetzung des originalen Berichtes auf. Zu gleicher Zeit wie L.Cuénot in Frankreich wandte er Mendels Grundsätze auch auf die Vererbung bei Tieren an. Er wurde der eigentliche Begründer der modernen Wissenschaft der Vererbung und der Variation, für die er den Begriff „Genetik“ einführte. Die weitere Entwicklung der Mendelschen Grundsätze hat sich weit über den Bereich der reinen Wissenschaft hinweg ausgebreitet“ (Carter/Muir). – Zeitgenöss. Besitzvermerk, stellenweise leicht braunfleckig, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Biologie, Biology, Evolution, Evolutionstheorie, Genetics, Genetik, Heredity, Mendel, Gregor, Vererbung, Vererbungslehre |
450,-- | ![]() |
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| Hesse, Hermann. Narziß und Goldmund. Erzählung. Berlin, S. Fischer 1930. 8°. 417 S., [1] Bl. Hellblauer Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rückentitel auf schwarzem Grund, Rückenvergoldung, Deckelfiletten und Deckelmonogramm (von E. R. Weiß) und farbig illustr. Schutzumschlag (von Hans Meid). (Gesammelte Werke in Einzelausgaben).
Mileck II, 58. W.-G.² 169. – Erste Ausgabe. – „Der ‚Goldmund‘ entzückt die Leute. Er ist zwar um nichts besser als der Steppenwolf, der kompositorisch gebaut ist wie eine Sonate, aber beim Goldmund kann der gute deutsche Leser Pfeife rauchen und ans Mittelalter denken, und das Leben so schön und wehmütig finden. So hat er wieder einmal ein Buch nach seinem Herzen gefunden“ (H. Hesse in einem Brief an Erwin Ackerknecht, 1930). – Der seltene Schutzumschlag am Rücken etwas berieben und mit kleineren Randläsuren, zeitgenöss. Besitzvermerk, sonst sehr gut erhalten. |
450,-- | ![]() |
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| Schachenmeier, Hanna. Wir fahren, wir fahren. Wer fährt mit? Ein Verkehrsbilderbuch. Oldenburg, Oldenburger Verlagshaus, vorm. Gerhard Stalling Verlag (1950). Quer-4° (21,5 x 27 cm.). [16] S. mit farbigen Illustrationen von Gottfried Eisenhut. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband. (Stalling-Bilderbuch, Band 112).
Muck II, 7062. – Erste und einzige Ausgabe. – Seltenes Verkehrs-Bilderbuch mit zeittypischen Illustrationen. Schiffe, Autobahn, Flughafen, Stadtverkehr und Bahnhof, Autorennen und Omnibus. – Deckel etwas berieben, gutes Exemplar. Schlagwörter: Automobil, Verkehrs-Bilderbücher |
40,-- | ![]() |
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| Herder, J(ohann) G(ottfried) v. Briefe zu Beförderung der Humanität. Erste bis zehnte Sammlung. 10 Teile in 5 Bänden. Riga, Johann Friedrich Hartknoch 1793-1797. Kl.-8° (16 x 10 cm.). Mit gestoch. Frontispiz von (Johann) H(einrich) Lips nach (Johann) H(einrich) Meyer „Die Muse der Humanität“. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern und Linienvergoldung.
Slg. Borst 688. Goedeke IV 1, 732, 88. NDB VIII, 595 ff. Schulte/Strathaus 61. VD18 15472949. – Erste Ausgabe, der neben Schillers Briefen der ästhetischen Erziehung bedeutendsten Sammlung der Ideale der deutschen Klassik. Das Frontispiz zeigt „die Muse der Humanität, auf dem Zodiakus thronend, zusammengerollte Blätter in der Rechten; unter ihren Füßen dreht sich der Erdball“ (Schulte-Strathaus). – Die Idee zu den ‚Briefen“ kam Herder im Frühjahr 1792. An Gleim schrieb er: „Ich gehe jetzt in Gedanken mit Briefen, die Fortschritte der Humanität betreffend, um, in die ich das Beste, das ich in Herz und Seele trage, zu legen gedenke. Verleih der Himmel mir Gesundheit, Muße, Geschick und Freude! … Ihre Gefühle an der krankenden Menschheit, zumal Fürstenheit, haben mich tief durchdrungen, das Jahrhundert eilt mit beschleunigendem Fall zu Ende! An den sollen sich also auch meine humanistischen oder humanen Briefe schließen, so Gott hilft … ‘. – Die Briefe’ enthalten auch erstaunlich aktuelle Passagen mit Herders politischem Glaubensbekenntnis. Außerdem Beiträge von Claudius, Knebel, Stolberg, Voß u. a. In Teil IX ließ Herder das Gedicht vom Nationalruhm aus Zensurgründen entfernen, so dass vom letzten Bogen M nur das erste Blatt blieb. – „Die politischen Umstände behindern das freie Wort, darum werden jetzt Formen genutzt und neu ersonnen, in denen Herder sich äußern kann … In den ‚Briefen‘ kommen Josef II., Luther oder der Rebell B. Franklin gezielt zu Wort und Herder spricht sich durch Partnerbriefe kaschiert aus … veröffentlicht als Ersatz für den Gegenwartsband der ‚Ideen‘, deren Meinungen über Regierungsform, Volkserziehung und davon abhängige Kulturhöhe aktualisierend“ (H.-W. Jäger in NDB). Wegen des „Gesprächs nach dem Tode des Kaiser Josephs II.“ wurde das Werk in Österreich verboten. – Stellenweise etwas braunfleckig, sonst sehr gut erhaltenes Exemplar. Schlagwörter: Briefsammlung |
650,-- | ![]() |
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| Delitzsch, Friedrich und Paul Haupt (Hrsg.). Beiträge zur Assyriologie und vergleichenden semitischen Sprachwissenschaft. (Unveränderter fotomechanischer Nachdruck der Originalausgabe, Leipzig 1890 – 1913). 10 Bände. Leipzig, Zentralantiquariat 1968. 8°. Ca. 3500 S. mit zahlr. Tafeln. Orig.-Leinenbände mit goldgepr. Rücken- und Deckeltiteln.
Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Assyrien, Mesopotamien, Philologie, Sprachvergleichung, Sprachwissenschaft, Sprachwissenschaften |
120,-- | ![]() |
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| Hertwig, (Gustav Wilhelm) Robert. Im Automobil fährt man rasch ans Ziel. Illustrationen von (Eliza) F(anny) Manning. Ohne Ort, Druck und Jahr (Fürth, Löwensohn um 1905). Gr.-4° (33,7 x 24,7 cm.). [13] Bl. mit illustr. Titel und 12 ganzs. chromolithographierten Illustrationen. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband. (Verlags-Nr. 977).
Nicht bei Ries und anderen Kinderbuch-Bibliographien. – Sehr seltenes frühes Bilderbuch, welches das Aufkommen des Automobils thematisiert. – Erzählt wird ein Familienausflug mit dem Automobil (typische Karosserieform aus der Frühzeit des Automobilbaus, dargestellt ist mit großer Wahrscheinlichkeit der seit 1901 produzierte Peugeot Typ 36). – R. Hertwig (1846-1914) hat zahlreiche Kinder- und Jugendbücher verfasst und manche auch illustriert, darunter auch einige Max-und-Moritziaden und Struwwelpeteriaden. – Die britische Illustratorin E. F. Manning (1850-1911) arbeitete vorwiegend für die Londoner Verlage Misch & Stock und Frederick Warne and Comp. Ihr erstes Kinderbuch in Deutschland erschien 1889 (″Weihnachtslieder“) bei Kempner in Hamburg und seit 1894 erschienen Bilderbücher mit ihren Illustrationen bei Löwensohn, darunter „Die kleinen Tausendkünstler“ (1894), „In unserem Garten“ (1894), „Reise um die Erde im Luftballon“ (1894), „Reise durch die Kinderstube“ (1895) und „Die Musik kommt!“ (1896). – Kanten geringf. berieben, Rückendeckel etwas fleckig, sehr gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Automobil, Automobil-/Motorradliteratur |
580,-- | ![]() |
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| (Helps, Arthur). Essays written in the intervals of business. Fifth edition. London, William Pickering, printed by C. Whittingham, Chiswick 1851. Kl.-8° (17 x 11,5 cm.). [4] sheets, 156 pages. A calfskin binding of the period with a gold-embossed spine label, lavish gilding on the spine, fillets on the cover, gilding on the raised edges and inner edges, and gilt edges (signed: Riviere).
Goldsmiths/Kress 32556. Porter, William Pickering 1796-1854. Catalogue of a collection 218 and 219. – First published in 1841 in a print run of 500 copies. – Written at the height of the Industrial Revolution in England, the book reflects the transition from an agrarian-mercantilist economy to a modern, bureaucratic economy based on the division of labour. Sir Arthur Helps (1813–1875), English writer, historian, and clerk of the Privy Council, provides an early form of behavioural economics, human resource management and organisational psychology. Helps tirelessly emphasises the importance of honesty, reliability and clarity in business dealings. In economics, we know that where trust prevails, monitoring and contractual costs (transaction costs) fall. Helps describes trust as a rational economic factor. His essays on dealing with critics or resolving disputes in the office are early treatises on the management of agency conflicts (principal-agent problems) within organisations. – Engraved bookplate, a very fine copy in a magnificent binding by Riviere & Son. Schlagwörter: Economics, Einbände, Einbandkunst, Luxury bindings |
400,-- | ![]() |
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| Trier, Walter. 8192 crazy costumes in one book. For children from 5 and under to 75 and over. London, Atrium Press o. J. (1950). Kl.-8°. 32 S. mit farb. Illustrationen, jeweils dreimal quer durchgeschnitten. Farbig illustr. Orig.-Pappband mit Kunststoff-Ringheftung.
Hatry 310. Hoppensack 76. – „Third impression“. – Humorvoll illustriertes Spiel-Bilderbuch ohne Text, bei dem durch die geteilten Blätter zahlr. unterschiedliche Figuren dargestellt werden können. Die Tafeln zeigen Trachten aus der ganzen Welt. Ein ähnliches deutsches Bilderbuch von W. Trier erschien bereits 1930 unter dem Titel „Männlein, Männlein, wandle dich“ (vgl. Hoppensack 73 u. Pressler S. 206). Eine Verlagsanzeige auf dem hint. Innendeckel verz. den ähnlichen Titel „Cracy people, quit crazy“, der 1949 (dt. Zürich 1953) erschien. – Titelblatt und die erste Tafel in der Mitte mit Spuren von 2 entfernten Tesafilmstreifen, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Atrium Press, Engl. Kinderbücher, Spielbilderbücher, Trachten |
70,-- | ![]() |
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| Gleiniger-Neumann, Andrea und Hans-Peter Schwarz (Red.). Bauen heute. Architektur der Gegenwart in der Bundesrepublik Deutschland. Öffentliche Bauten – Mehrfamilienwohnhäuser im sozialen Wohnungsbau – Einfamilienhäuser. (Eine Ausstellung des Deutschen Architekturmuseum Frankfurt a.M. vom 6. Juni – 15. September 1985. Herausgegeben im Auftrag des Dezernats für Kultur und Freizeit, Amt für Wissenschaft und Kunst der Stadt Frankfurt a. M., Deutsches Architekturmuseum). Stuttgart, Ernst Klett und J. G. Cotta Nachfolger (1985). Gr.-4° (32,5 x 25 cm.). LI, 436 S. mit zahlr. farbigen Abbildungen und Grundrissen. Orig.-Leinenband mit farbig illustr. Schutzumschlag in Pappschuber.
Mit privater Widmung und gegenüberliegender signierter Zeichnung (kubistischer Roboterkopf) auf dem vorderen Vorsatz, sehr gutes Exemplar der gebundenen Ausgabe. |
80,-- | ![]() |
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