Gesamtbestand
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Beschreibung Gesamte Buchaufnahme |
Preis EUR |
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| Herder, J(ohann) G(ottfried) v. Briefe zu Beförderung der Humanität. Erste bis zehnte Sammlung. 10 Teile in 5 Bänden. Riga, Johann Friedrich Hartknoch 1793-1797. Kl.-8° (16 x 10 cm.). Mit gestoch. Frontispiz von (Johann) H(einrich) Lips nach (Johann) H(einrich) Meyer „Die Muse der Humanität“. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern und Linienvergoldung.
Slg. Borst 688. Goedeke IV 1, 732, 88. NDB VIII, 595 ff. Schulte/Strathaus 61. VD18 15472949. – Erste Ausgabe, der neben Schillers Briefen der ästhetischen Erziehung bedeutendsten Sammlung der Ideale der deutschen Klassik. Das Frontispiz zeigt „die Muse der Humanität, auf dem Zodiakus thronend, zusammengerollte Blätter in der Rechten; unter ihren Füßen dreht sich der Erdball“ (Schulte-Strathaus). – Die Idee zu den ‚Briefen“ kam Herder im Frühjahr 1792. An Gleim schrieb er: „Ich gehe jetzt in Gedanken mit Briefen, die Fortschritte der Humanität betreffend, um, in die ich das Beste, das ich in Herz und Seele trage, zu legen gedenke. Verleih der Himmel mir Gesundheit, Muße, Geschick und Freude! … Ihre Gefühle an der krankenden Menschheit, zumal Fürstenheit, haben mich tief durchdrungen, das Jahrhundert eilt mit beschleunigendem Fall zu Ende! An den sollen sich also auch meine humanistischen oder humanen Briefe schließen, so Gott hilft … ‘. – Die Briefe’ enthalten auch erstaunlich aktuelle Passagen mit Herders politischem Glaubensbekenntnis. Außerdem Beiträge von Claudius, Knebel, Stolberg, Voß u. a. In Teil IX ließ Herder das Gedicht vom Nationalruhm aus Zensurgründen entfernen, so dass vom letzten Bogen M nur das erste Blatt blieb. – „Die politischen Umstände behindern das freie Wort, darum werden jetzt Formen genutzt und neu ersonnen, in denen Herder sich äußern kann … In den ‚Briefen‘ kommen Josef II., Luther oder der Rebell B. Franklin gezielt zu Wort und Herder spricht sich durch Partnerbriefe kaschiert aus … veröffentlicht als Ersatz für den Gegenwartsband der ‚Ideen‘, deren Meinungen über Regierungsform, Volkserziehung und davon abhängige Kulturhöhe aktualisierend“ (H.-W. Jäger in NDB). Wegen des „Gesprächs nach dem Tode des Kaiser Josephs II.“ wurde das Werk in Österreich verboten. – Stellenweise etwas braunfleckig, sonst sehr gut erhaltenes Exemplar. Schlagwörter: Briefsammlung |
650,-- | ![]() |
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| Delitzsch, Friedrich und Paul Haupt (Hrsg.). Beiträge zur Assyriologie und vergleichenden semitischen Sprachwissenschaft. (Unveränderter fotomechanischer Nachdruck der Originalausgabe, Leipzig 1890 – 1913). 10 Bände. Leipzig, Zentralantiquariat 1968. 8°. Ca. 3500 S. mit zahlr. Tafeln. Orig.-Leinenbände mit goldgepr. Rücken- und Deckeltiteln.
Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Assyrien, Mesopotamien, Philologie, Sprachvergleichung, Sprachwissenschaft, Sprachwissenschaften |
120,-- | ![]() |
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| (Helps, Arthur). Essays written in the intervals of business. Fifth edition. London, William Pickering, printed by C. Whittingham, Chiswick 1851. Kl.-8° (17 x 11,5 cm.). [4] sheets, 156 pages. A calfskin binding of the period with a gold-embossed spine label, lavish gilding on the spine, fillets on the cover, gilding on the raised edges and inner edges, and gilt edges (signed: Riviere).
Goldsmiths/Kress 32556. Porter, William Pickering 1796-1854. Catalogue of a collection 218 and 219. – First published in 1841 in a print run of 500 copies. – Written at the height of the Industrial Revolution in England, the book reflects the transition from an agrarian-mercantilist economy to a modern, bureaucratic economy based on the division of labour. Sir Arthur Helps (1813–1875), English writer, historian, and clerk of the Privy Council, provides an early form of behavioural economics, human resource management and organisational psychology. Helps tirelessly emphasises the importance of honesty, reliability and clarity in business dealings. In economics, we know that where trust prevails, monitoring and contractual costs (transaction costs) fall. Helps describes trust as a rational economic factor. His essays on dealing with critics or resolving disputes in the office are early treatises on the management of agency conflicts (principal-agent problems) within organisations. – Engraved bookplate, a very fine copy in a magnificent binding by Riviere & Son. Schlagwörter: Economics, Einbände, Einbandkunst, Luxury bindings |
400,-- | ![]() |
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| Trier, Walter. 8192 crazy costumes in one book. For children from 5 and under to 75 and over. London, Atrium Press o. J. (1950). Kl.-8°. 32 S. mit farb. Illustrationen, jeweils dreimal quer durchgeschnitten. Farbig illustr. Orig.-Pappband mit Kunststoff-Ringheftung.
Hatry 310. Hoppensack 76. – „Third impression“. – Humorvoll illustriertes Spiel-Bilderbuch ohne Text, bei dem durch die geteilten Blätter zahlr. unterschiedliche Figuren dargestellt werden können. Die Tafeln zeigen Trachten aus der ganzen Welt. Ein ähnliches deutsches Bilderbuch von W. Trier erschien bereits 1930 unter dem Titel „Männlein, Männlein, wandle dich“ (vgl. Hoppensack 73 u. Pressler S. 206). Eine Verlagsanzeige auf dem hint. Innendeckel verz. den ähnlichen Titel „Cracy people, quit crazy“, der 1949 (dt. Zürich 1953) erschien. – Titelblatt und die erste Tafel in der Mitte mit Spuren von 2 entfernten Tesafilmstreifen, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Atrium Press, Engl. Kinderbücher, Spielbilderbücher, Trachten |
70,-- | ![]() |
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| Gleiniger-Neumann, Andrea und Hans-Peter Schwarz (Red.). Bauen heute. Architektur der Gegenwart in der Bundesrepublik Deutschland. Öffentliche Bauten – Mehrfamilienwohnhäuser im sozialen Wohnungsbau – Einfamilienhäuser. (Eine Ausstellung des Deutschen Architekturmuseum Frankfurt a.M. vom 6. Juni – 15. September 1985. Herausgegeben im Auftrag des Dezernats für Kultur und Freizeit, Amt für Wissenschaft und Kunst der Stadt Frankfurt a. M., Deutsches Architekturmuseum). Stuttgart, Ernst Klett und J. G. Cotta Nachfolger (1985). Gr.-4° (32,5 x 25 cm.). LI, 436 S. mit zahlr. farbigen Abbildungen und Grundrissen. Orig.-Leinenband mit farbig illustr. Schutzumschlag in Pappschuber.
Mit privater Widmung und gegenüberliegender signierter Zeichnung (kubistischer Roboterkopf) auf dem vorderen Vorsatz, sehr gutes Exemplar der gebundenen Ausgabe. |
80,-- | ![]() |
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| Rodríguez, Luis Felipe. Ciénaga y otros relatos. (Compilación, prólogo y notas Cira Romero. Edición Ana Maria Munoz). Ciudad de La Habana, Editorial Letras Cubanas 1984. Gr.-8° (23,5 x 16 cm.). 558 p., [1] h. Cinta de lino verde original con sobrecubierta ilustrada a color (cibierta Roberto Medina).
Primera edición de la antología con relatos del destacado escritor cubano Luis Felipe Rodríguez (1884-1947), quien es considerado una figura clave del realismo social y de la narrativa rural (narrativa de la tierra) en Cuba. La primera gran retrospectiva completa tras la muerte del autor, complementada con un ensayo biográfico y analítico bien documentado, así como con notas a pie de página detalladas de Cira Romero. Con los relatos *Como opinaba Damián Paredes* (1916); *La Pascua de la tierra natal* (1928); *Relatos de Marcos Antilla. La tragedia del cañaveral* (1932); *Ciénaga* (1937) y «Algunos cuentos no recogidos en libro». – Luis Felipe Rodríguez, uno de los narradores cubanos más destacados de la primera mitad del siglo XX, fue uno de los principales representantes del «Grupo Literario de Manzanillo», que influyó profundamente en la literatura cubana fuera de la capital, La Habana, y la modernizó. – La sobrecubierta está ligeramente desgastada, pero es un ejemplar en muy buen estado. Schlagwörter: Kuba |
140,-- | ![]() |
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| Mielke, Friedrich. Die Geschichte der deutschen Treppen. Berlin, München, Ernst & Sohn 1966. Folio (35 x 25 cm.). XIV, 388 S. mit 409 Abbildungen und Grundrissen. Orig.-Leinenband mit Schutzumschlag.
Erste und einzige Ausgabe des wegweisenden Standardwerks des deutschen Architekturhistorikers und Denkmalpflegers Friedrich Mielke (1921-2018). Die erste umfassende, wissenschaftliche Aufarbeitung der über tausendjährigen Geschichte des Treppenbaus im deutschen Sprachraum. Das Werk legte den Grundstein für Mielkes spätere Etablierung der Scalalogie (der Lehre von der Treppenforschung). – Sehr gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Bauwesen, Konstruktionselement, Treppe |
80,-- | ![]() |
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| Schaal, Hans Dieter. Architektonische Situationen. 2., überarbeitete Auflage. Berlin, Ernst & Sohn (1986). 4°. 269, (3) S. mit zahlr. Abbildungen. Orig.-Leinenband mit illustr. Schutzumschlag.
„Mit „Architektonische Situationen“ legt der (Ulmer Architekt, Landschaftsarchitekt, Künstler, Bühnenbildner und Zeichner) H. D. Schaal (1943-2025) ein radikales und faszinierendes Manifest über die Wahrnehmung von Raum vor. Abseits von reiner Zweckkonstruktion und banaler Alltagsästhetik begreift Schaal die Architektur als ein psychologisches Medium, das tief in das menschliche Empfinden eingreift. Dieses wegweisende Werk – jetzt in der erweiterten, bibliophilen Neuausgabe bei Ernst & Sohn erhältlich – dokumentiert Schaals visionäre Entwürfe, präzise Zeichnungen und philosophische Reflexionen an der Schnittstelle zwischen gebauter Realität, utopischem Denken und theatralischer Inszenierung“ (Ernst & Sohn). – Neuwertiges Exemplar. |
50,-- | ![]() |
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| Wichmann, Siegfried (Hrsg.) Der Ludwigsplatz Karlsruhe. Forschung, Planung, Ausführung. Kunsthistorisches Seminar an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. Karlsruhe, Staatliche Akademie der Bildenden Künste (1978). 4°. 248 S. mit zahlr. teils farbigen Abbildungen von Thilo Mechau u. a. Orig.-Pappband.
Ende der 1970er-Aushandlungen wurde der historische Ludwigsplatz umfassend renoviert und verkehrsberuhigt (u. a. die Sanierung des Ludwigsplatz-Brunnens von Friedrich Weinbrenner im Jahr 1977). Das Buch dokumentiert diesen prägenden Wandel von der Planungsphase bis zur Fertigstellung. Da der Ludwigsplatz im Herzen der durch den Klassizismus geprägten Karlsruher Weststadt liegt, ist die Quellensammlung im Buch auch ein wichtiges Referenzwerk für die Erforschung der Karlsruher Schule und des Architekten Friedrich Weinbrenner. – Der Herausgeber S. Wichmann (1921-2015) „studierte Kunstgeschichte und wurde 1953 an der Universität München mit einer Arbeit über Eduard Schleich den Älteren promoviert und arbeitete ab 1958 als Konservator an der Neuen Pinakothek. Er reiste nach Japan und lebte mehrere Jahre in Kanada. Eine von ihm zusammengetragene bedeutende Sammlung von Gläsern des floralen Jugendstils befindet sich heute im Bayerischen Nationalmuseum. Er erhielt 1967 eine Professur für Kunstgeschichte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. 1968 erhielt er den Auftrag, die Ausstellung „Weltkulturen und moderne Kunst“ anlässlich der Olympischen Spiele 1972 im Münchener Haus der Kunst zu kuratieren, was ihn fünf Jahre lang beschäftigte. Wichmann schrieb eine große Anzahl kunstgeschichtlicher Monografien und auch Beiträge für die Neue Deutsche Biographie. Er kuratierte Ausstellungen im In- und Ausland, sein Spezialgebiet war die Malerei des ausgehenden 19. Jahrhunderts“ (Wikipedia). – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Karlsruhe, Stadtplanung |
50,-- | ![]() |
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| Haydée – Woihsyk, Rainer (Hrsg.). Marcia Haydée. Einführung Klaus Geitel. Grußwort Lothar Späth. Texte Maurice Béjart, Richard Cragun, John Neumeier. Stuttgart und Zürich, Belser Verlag (1987). 4°. 24 S. mit 112 Duotone-Tafeln von Michael Dannemann, Sabine Feil, Hannes Kilian, Leslie E. Spatt, Charles Tandy und Bernhard Widmann. Orig.-Pappband mit farbig illustr. Schutzumschlag.
Erste Ausgabe. – Mit eigenhändiger Widmung von M. Haydée für Frankfurter Tanzpädagogin Angela Schmidt. – „Der Name Marcia Haydée ist unlösbar mit dem Aufstieg des Stuttgarter Balletts an die Weltspitze sowie seinem Direktor John Cranko verbunden. Als sie nach ihrer Ausbildung an der Royal Ballet School in London, ersten Auftritten am Theater ihrer Heimatstadt Rio, einem vierjährigen Engagement in der Grande Compagnie du Marquis de Cuevas zum Vortanzen nach Stuttgart kam, beeindruckte sie Cranko sofort, obwohl sie in dieser Zeit noch keine ausgefeilte Technik besaß, übergewichtig war und es ihr an Erfahrung fehlte. Er muß ihr großes darstellerisches Können erahnt haben, das ihr gleichermaßen bei tragischen wie komischen Stücken zugute kommt. Haydée wurde Crankos Muse und inspirierte ihn zu seinen schönsten Werken. Unvergeßlich ihre Julia, ihre Tatjana aus Onegin oder Katharina aus Der Widerspenstigen Zähmung oder – in der Choreographie von John Neumeier – die Kameliendame und Blanche aus Endstation Sehnsucht (um nur einige ihrer Rollen zu nennen). … Das Stuttgarter Ballett mit Haydée erobert in den 60er Jahren nacheinander die Hochburgen Leningrad, Moskau, New York, London und begeistert während seiner Tourneen Menschen auf der ganzen Welt. Nach dem plötzlichen Tod Crankos 1973 bietet man Haydée seine Nachfolge an, die sie jedoch erst drei Jahre später annimmt. Sie bemüht sich um die Bewahrung seiner Choreographien und pflegt auch seinen familiären Führungsstil: Mutter der Compagnie nennen ihre TänzerInnen sie. Gleichzeitig fördert sie Talente und gibt jungen Choreographen, z.B. William Forsythe, Gelegenheit, am Stuttgarter Theater zu inszenieren. In den 80er Jahren entwickelt sich eine intensive Zusammenarbeit mit Maurice Béjart, den sie als Tänzerin ähnlich inspiriert wie seinerzeit Cranko. Haydée startet schließlich eine neue Karriere als Choreographin. … 1996 verkündet sie ihr Ausscheiden als Ballettdirektorin. Zwei Jahre zieht sie sich zurück, doch sie kann ohne den Tanz nicht leben. Sie kehrt nicht als Ballerina auf die Bühne zurück, sondern erobert sich mit dem brasilianischen Tänzer Ismael Ivo als Partner das Tanztheater“ (A. v. Hoop in fembio(dot)org). – Die Widmungsempfängerin A. Schmidt war seit Anfang der 2000er Jahre Professorin für Klassischen Tanz, Repertoire und Variationen an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main (HfMDK). – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Ballett, Dance, Dancers, Photographie, Signierte Bücher, Tanz, Widmungsexemplar |
100,-- | ![]() |
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| Pestalozzi, (Johann) Heinrich. Wie Gertrud ihre Kinder lehrt. Ein Versuch den Müttern Anleitung zu geben, ihre Kinder selbst zu unterrichten, in Briefen. Bern und Zürich, Heinrich Geßner 1801. 8°. Titelblatt, 390 S. Moderner Pappband.
Sammlung Borst 905. Goedeke XII, 62, 12. Israel I, 24. – Erste Ausgabe. – Das grundlegende Werk des berühmten Pädagogen. – Nur wenigen Exemplaren wurde das nachträglich gelieferte Portrait beigegeben, das auch bei unserem Exemplar fehlt. – J. H. Pestalozzi (1746-1827) erhielt 1800, nachdem er inzwischen Hermann Krüsi (1775–1844), Johann Tobler (1769–1843) und Johann Christoph Buß (1776–1855), schließlich aber auch Johannes v. Muralt (1780–1850), Johannes Niederer (1779–1843) und Joseph Schmid (1785–1851) als Mitarbeiter gewonnen hatte, sogar die Erlaubnis, im Burgdorfer Schloß ein Lehrerseminar einzurichten. 1801 veröffentlichte P. seine pädagogischen Erfahrungen in der Schrift „Wie Gertrud ihre Kinder lehrt“. Nachdem die Schweiz 1803 wieder föderalistisch strukturiert worden war und P. somit die Unterstützung der bisherigen Zentralregierung verloren hatte, wurde sein Institut – nach einer Zwischenlösung in Münchenbuchsee (Kt. Bern) – 1804/05 nach Iferten (Yverdon, Kt. Waadt) verlegt. Weitgehend aus privaten Mitteln finanziert, entwickelte es sich dort für etwa zwei Jahrzehnte zu einem Zentrum der Lehrerbildung in Europa; um 1809 wurden in Iferten 166 Zöglinge verschiedener Nationalität unterwiesen. Viele Pädagogen waren zu langen Studienaufenthalten in Iferten, darunter Karl August Zeller (1774–1846), Friedrich Froebel (1782–1852) und Karl v. Raumer (1783–1865)“ (Max Liedtke in NDB XX, 214 ff.). – Stellenweise etwas braunfleckig, gutes unbeschnittenes Exemplar. |
240,-- | ![]() |
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| Dröge, Franz und Michael Müller. Die Macht der Schönheit. Avantgarde und Faschismus oder die Geburt der Massenkultur. 2. Auflage. Hamburg, Europäische Verlags-Anstalt 1995. 8°. 419 S., [2] Bl. mit 58 Abbildungen. Orig.-Pappband mit farbig illustr. Schutzumschlag. (Europäische Bibliothek, Band 21).
Das Werk untersucht die enge Verknüpfung von Ästhetik, politischer Avantgarde und totalitärer Herrschaftssicherung. Die Autoren knüpfen an Walter Benjamins Konzept an und zeigen auf dass moderne Strömungen der Avantgarde (wie der italienische Futurismus oder Rationalismus) keineswegs im reinen Widerspruch zum Faschismus standen, sondern teilweise als Wegbereiter oder Gestalter totalitärer Bildwelten dienten. Sie analysieren, wie der Faschismus (insbesondere in Italien und Deutschland) Kunst, Architektur und Design nutzte, um die Massen emotional zu binden und politische Inhalte visuell zu inszenieren. Dröge und Müller argumentieren, dass in den modernen Propagandatechniken und der massenhaften Inszenierung des Faschismus zugleich die Grundlagen für die moderne, kommerzielle Konsum- und Massenkultur nach 1945 gelegt wurden. – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Aesthetics, Ästhetik, Ästhetizismus, Avantgarde, Kultur, Kulturgeschichte, Kunst, Kunstgeschichte, Massenkultur, Nationalsozialismus, Propaganda, Soziologie, Systemtransformation |
25,-- | ![]() |
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| Matisse – Bazaine, Jean. Clarté de Matisse. Derrière le Miroir, No. 46. Paris, Éditions Pierre a Feu, Maeght Éditeur (1952). Folio (39 x 28,5 cm.). [16] S. (inkl. Umschlag) mit 9 ganzs. lithographierte Illustrationen nach Zeichnungen von H. Matisse. Illustr. Orig.-Kartonumschlag.
Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Zeitschriften |
140,-- | ![]() |
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| Brodwolf, Jürgen. Das Archiv der Zeichnungen. (Text von Franz Joseph van der Grinten und Martina Rudloff). Bremen, Gerhard Marcks Stiftung 1993. 4°. 16 S. (Beiheft) und 60 (statt 69) lose Farbtafeln. Orig.-Pappkassette mit Orig.-Tuschezeichnung von J. Brodwolf auf dem Deckel.
Nur in kleiner Auflage erschienen. – Ohne die Tafeln 8, 15, 34, 48, 51, 53-55 und 58. – Die Kassette an einer Ecke angeplatzt, sonst gut erhalten. |
90,-- | ![]() |
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| Raar, R(eolof). Maskerade. Gehouden door de leden van het Leidsche Studenten-Corps den 18den Juni 1895, ter viering van den 320sten verjaardag der Leidsche Hoogeschool, voorstellende de intrede van Prins Maurits binnen Bergen op Zoom in 1622. Overeenkomstig de Teekeningen, door de Commissarissen tot Regeling der Maskerade verstrekt, en onder hun toezicht geteekend en op steen gebracht door R. Raar, en in kleuren gedrukt door P. W. M. Trap. Leiden, H. Kleyn 1895. Quer-4° (27 x 36,5 cm.). [8] p. en een in kleur gelithografeerde leporello (25,5 x 630 cm) van Roelof Raar. Originele linnen band met in goud gedrukte titel op de kaft „De intocht van Prins Maurits binnen bergen op zoom op den 3den october 1622“.
Zeldzaam album over de feestelijke optocht van het Leids Studentenkorps ter ere van het 320-jarig jubileum van de Universiteit van Leiden. De hoofdoptocht trok op dinsdag 18 juni 1895 vanaf 14.00 uur door de Breedstraat in Leiden. De optocht bestond uitsluitend uit studenten van de Leidse studentenverenigingen, die in vol ornaat en te paard historische figuren, edelen en soldaten uitbeeldden. Ondanks de naam „Maskerade“ droeg men geen maskers, maar uitsluitend historische kostuums. De Leidse tekenaar, lithograaf en illustrator R. Raar (1829-1898) heeft nog meer feestboeken van het Leidse Studenten-Corps geïllustreerd. – Zeer goed exemplaar. Schlagwörter: Festbücher, Kostümgeschichte, Leiden, Niederlande, Studentica / Hochschulwesen |
200,-- | ![]() |
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| Clarke, Arthur C(harles). Prelude to space. London, Sidgwick and Jackson (1953). 8°. 176 p. Dark red original linen binding with a colour-illustrated dust jacket (by Gerard Quinn).
Currey p. 101. Samuelson A 3 c. – First UK edition and first hardcover edition, as compared with the first American edition of 1951 (as a paperback, New York, World Editions Inc.), with textual revisions. – Written in 1947, the novel follows a historian documenting the upcoming launch of Prometheus, the world’s first moonbound spacecraft. It is highly regarded by science fiction collectors for its accurate technological predictions, which heavily mirrored the actual Space Shuttle program decades later. – „Sir Arthur Charles Clarke was one of the most visionary minds of the 20th century—a rare figure who bridged the worlds of hard science and speculative fiction with equal mastery. Born on December 16, 1917, in the small seaside town of Minehead, England, Clarke’s fascination with the future began early. As a boy, he devoured American science fiction pulp magazines and built his first telescope from cardboard tubes, gazing at the moon with a longing that would define his life’s work. … As a writer, Clarke’s career soared with the 1951 publication of Childhood’s End, a novel that explored human evolution and cosmic transcendence. His true masterpiece arrived in 1968: 2001: A Space Odyssey, which he developed in parallel with Stanley Kubrick’s landmark film. Both the novel and the film redefined science fiction, presenting a realistic, awe-inspiring vision of humanity’s journey into the cosmos“ (L. W. Currey). – The dust jacket has small areas missing from the top edge and is slightly scuffed, but is otherwise in very good condition. Schlagwörter: Fantasy, Phantastik / Utopie, Raumfahrt, Science Fiction |
350,-- | ![]() |
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| Bohny, Nikolaus. Bohny’s neues Bilderbuch. Anleitung zum Anschauen, Denken Rechnen und Sprechen für Kinder von 2 1/2 – 7 Jahren. Zum Gebrauche in Familien, Kleinkinderschulen, Taubstummenanstalten und auf der ersten Stufe des Elementarunterrichtes. 11. Auflage. Esslingen, J. F. Schreiber o. J. (1880). Quer-4°. 6 S. und 36 chromolithogr. Tafeln mit über 400 Abbildungen. Halbleinenband der Zeit. (Verlags-Nr. 9).
Vgl. Bilderwelt 1985 (14. Aufl.). Klotz, Bilderbücher 563/1. LKJ IV, 82 f. Seebaß II, 224 (9. Aufl.). Wegehaupt II, 375 (11. Aufl.) und IV, 245 (10. Aufl.). Weilenmann 347. – „Der Basler Lehrer (N. Bohny 1815-1856) knüpft in seinem zuerst 1847 erschienenen Buch bewußt an Pestalozzis „Buch für Mütter“ an. Die Mütter sollen die frühe kindliche Betätigung leiten und ordnen. Es handelt sich um eine Art „Vorschulprogramm“, ausgestattet mit anschaulichen Bildern…“ (C. Pressler S. 41). – „Das als eine der ersten Mengenlehren geltende Buch, das gleichzeitig als Kleinkinder-Bilderbuch diente, wurde bis in die 20er Jahre unseres Jahrhunderts gedruckt. In ihm wird eine Lernmethode angewendet, welche auf das Erfassen von Maß– und Formverhältnissen abgestimmt ist. Deshalb unterscheidet sich sein Lehrbuch auch formal von vorher erschienenen. Anstatt einer vielfigurigen Szenerie wird die Seite jeweils in drei Zonen unterteilt, in denen das Kind vertraute Objekte erkennen kann“ (H. Herbst in LKJ mit Abbildung). – „Alle Ausgaben dieses Buches in einigermaßen gutem Zustande sind selten“ (A. Seebaß). – Mit Darstellungen aus dem täglichen Leben, Kinderspiele, Tiere, Pflanzen, Gerätschaften, Handwerkerszenen und Landschaften. Der Text meistens in Frageform. – Die ersten neun Tafeln im Rand mit Bleistiftnotizen, Blattränder etwas fingerfleckig, sonst gut erhalten. |
70,-- | ![]() |
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| Wer will lachen? Ein Bilderbuch für Jung und Alt. 2. Auflage. München, Braun & Schneider o. J. (um 1900). 4° (32,3 x 24,3 cm.). 32 S. mit farbigen Illustrationen. Farbig illustr. Orig.-Pappband mit Leinenrücken (von August Roeseler).
Ries 819, a. Wegehaupt II, 3577. – Erschien zuerst um 1895. Lustige Bildergeschichten aus den „Fliegenden Blättern“ und den „Münchener Bilderbogen“. – Deckel etwas angestaubt, gutes Exemplar. |
70,-- | ![]() |
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| Schlözer, August Ludwig v. Briefwechsel meist statistischen Inhalts. Gesammlet und zum Versuch herausgegeben. Göttingen, Johann Christian Dieterich 1775. 8°. [4] Bl., 224 S. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild.
John, Statistik 99. Kirchner 1795. Kress 11273.10. Menger 1456. VD18 11827971. – Erste Ausgabe, selten. Die Reihe wurde 1777 bis 1782 unter dem Titel „Briefwechsel meist historischen und politischen Inhalts“ (10 Teile) fortgesetzt. – Ein Meilenstein der frühen amtlichen Statistik und politischen Publizistik im deutschsprachigen Raum. A. L. v. Schlözer (1735–1809), Professor an der Universität Göttingen, nutzte das Medium, um länderübergreifende Daten, Berichte und statistische Fakten auszutauschen. „Statistik“ bedeutete damals im Sinne der „Göttinger Schule“ noch die umfassende Beschreibung von Staatsmerkwürdigkeiten (Geographie, Verfassung, Wirtschaft und Bevölkerung) und nicht reine Zahlenkolonnen. – „Im Winter 1772/73 las er freiwillig an dessen Stelle über Statistik, Politik und neuere Staatengeschichte und erfreute sich großen Beifalls. Auf Pütter’s Vorstellung forderten ihn im nächsten Sommer die geheimen Räthe auf, damit fortzufahren, um allen Bedacht auf Wiederbesetzung der Stelle Achenwall’s aufgeben zu können. S., versucht der Sache eine großartigere Wendung zu geben, legte den Plan eines cursus politicus vor, und da die Unterhaltung eines statistischen Cabinets mit Münzen, Landesproducten, Zeitungen, Flugschriften, einen großen Aufwand erfordere, auch der Docent durch Briefwechsel und statistische Reisen sich auf dem Laufenden erhalten müsse, erbat er den Charakter und Gehalt Achenwall’s. Das erschien der Regierung denn doch zu voreilig; er erhielt eine mäßige Gehaltserhöhung, den Auftrag, die bezeichneten Vorlesungen Achenwall’s zu halten und, obschon das Bedürfniß des nächsten Wintersemesters Pütter’s Vorstellung ursprünglich veranlaßt hatte, Urlaub zu einer Reise nach Paris. Seit 1774 bildeten Statistik, Politik, neuere europäische Staatengeschichte oder historia omnis Europae, wie sie im Gegensatz zu der gleichfalls häufig vorgetragenen Geschichte des nördlichen Europa’s hieß, Schlözer’s regelmäßig wiederkehrende Vorlesungen“ (F. Frensdorff in ADB XXXI, 567 ff.). – Einband berieben, Rücken im unteren Drittel geklebt, Stempel auf dem Titel, stellenweise braunfleckig, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Handelsgeschichte, Statistics, Statistik, Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaften, Zeitschriften |
160,-- | ![]() |
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| Lissitzky – Pjatakov, G(eorgi Leonidowitsch, Editor in Chief). URSS en construction. La seizième année de la Revolution. No. 9, Septembre 1933. Moscou, State Publishing House of the RSFSR 1933. Folio (43 x 30 cm.). 27 feuilles comportant de nombreuses photographies d’El Lissitzky. Couverture illustrée en carton de l’éditeur.
Hellyer 860. Karasik/Heiting 17 ff. Parr/Badger I, 148 f. Rowell/Wye 242 f. – L’un des numéros les plus importants de la quatrième année de parution du magazine de propagande soviétique. La revue paraissait tous les mois de 1930 à 1949 en cinq langues (russe, anglais, français, espagnol et allemand). Chaque numéro était consacré à un thème différent, comme la production alimentaire et industrielle, la République de Géorgie, le cinéma soviétique et les élections. – „In the early 1930s photo-reportage became the foundation of the magazine USSR in Construction that „was created as a publication for the popularization of large-scale construction projects by photographic means. But as the magazine grew and developed, the task of ‘popularization’ evolved into that of presenting Socialist reality with dramatic artistry.“ (L. Mezhericher, „Na putiakh k sotsialisticheskomu stiliu fotografii” [“On the way to a Socialist style of photography“], No. 2, p. 14). Well known Soviet designers and photographers worked on USSR in Construction. The industrial spirit of the magazine, expressed in compositionally sharp subjects, panoramas and dynamic shots evokes admiration even today and conveys the atmosphere of enthusiasm that carried along not just the photographers, but also the builders themselves. The creative scale of the construction engendered the photographic epic, a style of monumental artistic photography. The founders of this most successful and high-quality periodical were Gorky and Koltsov“ (Mikhail Karasik). – Très bel exemplaire. Schlagwörter: Avantgarde, Magazines, Propaganda, Soviet Union, Zeitschriften |
800,-- | ![]() |
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| Salat, J(akob). Darstellung der Moralphilosophie. Mit besonderer Hinsicht auf den Gang der höheren Bildung. 2., ganz von Neuem ausgearbeitete Auflage. 2 Teile in 1 Band. Landshut, Joseph Thomann 1813. 8°. XIV, 378 S.; XVX, 397, (1) S. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und Rückenvergoldung.
Ziegenfuß II, 403. Vgl. Goedeke V, 9, 21, 3 (erste Ausgabe von 1809). Adickes 2584-88. – Jakob Salat (1766-1851), Schüler von Sailer und Christoph Schmid, war Pfarrer und seit 1802 Professor der Moral- und Pastoraltheologie in München als Nachfolger Mutschelles. 1808 Prof. in Lanshut, auch mit allgemein philosophischen Vorlesungen betraut. Von 1827 an Privatgelehrter in Landshut. – „Salat geht als Philosoph aus von der Glaubens- und Erkenntnislehre Jacobis und erstrebt Weiterbildung seiner Gedanken. Allem Glauben und allem Wissen geht das objektive Göttliche voran, das die Vernunft aufzufassen, wahrzunehmen vermag. Um aber diese Fähigkeit einer Wahrnehmung des Göttlichen zu besitzen, kann sie nur gradweise, nicht wesentlich von ihm verschieden sein. Grundlage aller Erkenntnis ist die Anerkennung dieses Göttlichen durch den Willen. Es gibt nur eine Art der wahren Erkenntnis, die übersinnliche. S. lehrt die Identität von Religion und Moral. Das Schöne ist Ausstrahlung des einen Göttlichen, sofern es auf die Phantasie in Verbindung mit dem Gefühl wirkt. So leitet S. das Wahre, Gute und Schöne aus seiner Idee des Göttlichen oder des Absoluten her. – Neben Jacobi war Kant von Einfluß auf S.; Hegel und Schelling haben an ihm einen heftigen Gegner“ (W. Ziegenfuss). – Vorsatz, Titel und S. III gestempelt, zeitgenöss. Besitzvermerk, vereinzelt etwas braunfleckig, sehr gutes dekorativ gebundenes Exemplar. |
160,-- | ![]() |
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| Egger, Kajetan. Leitfaden zu Vorlesungen über populäre Experimental-Physik für Liebhaber der Natur und die Jugend. Zum Gebrauche seiner Zuhörer. 2. verbesserte Auflage. München, Ernst August Fleischmann 1829. 8°. X, 360 S., [2] Bl. mit 6 gefalteten lithographierten Tafeln. Halblederband um 1900 mit goldgepr. Rückentitel.
Nicht bei Poggendorff und in den Kinderbuch-Bibliographien. – Interessantes Lehrbuch zur Experimental-Physik für Amateure und Jugendliche. K. Egger (?-1830), „Professor der Mathematik und Physik in München“, besaß eine „bedeutende Sammlung physikalischer Instrumente, die ich mir nach und nach durch unermüdeten Fleiß zu meiner eigenen Belehrung und zu meinem Vergnügen angeschafft hatte…“ (Vorrede S. III). Die Tafeln zeigen zahlreiche dieser physikalischen Instrumente, außerdem Planishären und die Planeten-Bahnen. – Vorderes Vorsatzblatt mit Randeinriß, stellenweise braunfleckig, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Astronomie, Elektrizitätslehre, Experimentalphysik, Optik, Physics, Physik, Schul- und Lehrbücher |
200,-- | ![]() |
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| Newton, Helmut. White women. Gestaltung von Bea Feitler. München, Rogner und Bernhard (1976). 4°. [118] S. mit teils farbigen Abbildungen. Orig.-Leineneinband mit farbig Illustr. Schutzumschlag.
Koetzle, Fotografen A-Z 292. – Erste Ausgabe der ersten Buchveröffentlichung. – „Von der Modefotografie bis zum Porträt, von den Aktstudien bis zu den Aufnahmen aus der Welt des Balletts, von der Erotik bis zum Thema des Todes – Newtons Werk scheint eine beinahe barocke Fülle von Themen zu umfassen, die auch Facetten der von den Massenmedien geprägten Welt des Glamours, der Vorstellung und Inszenierung verkörpert. Newtons kunst beruht darauf, sich von dieser Welt nicht blenden zu lassen, sie nicht nur zu beleuchten, sondern auch zu entlarven“ (Zdenek Felix in Koetzle). – Sehr gutes und sauberes Exemplar des seltenen gebundenen Ausgabe. Schlagwörter: Aktfotografie, Aktphotographie, Photography of the nude |
100,-- | ![]() |
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| Bateson, W(illiam). Mendel’s principles of heredity. Cambridge, Cambridge University Press 1909. Gr.-8°. XIV, 396 S. mit 3 Portraits, 6 (4 doppelblattgr.) Farbtafeln und zahlr. (1 ganzs.) Abbildungen. Orig.-Leinenband.
Garrison/Morton 38. PMM 356. – Erste Ausgabe des ersten illustrierten Lehrbuchs zur Genetik. Wesentlich erweiterete und überarbeitete Ausgabe einer 1902 erschienenen Arbeit Batesons darin übersetzte er die bahnbrechenden Arbeiten Mendels „Hybridisation“ (Versuche über Pflanzen-Hybriden, Brünn 1866, S. 317 ff.) und „Hieracium“ („Über Hieracium-Hybriden, die durch künstliche Befruchtung gewonnen wurden“ Brünn 1870, S. 362 ff.) erstmals ins Englische. – Der britische Genetiker und Evolutionsbiologe W. Bateson (1861-1926), 1908 bis 1910 erster Professor für Biologie an der University of Cambridge, wurde zu Mendels engagiertestem Verteidiger im englischsprachigen Raum nach der Wiederentdeckung von dessen Vererbungsregeln um 1900. – „William Bateson las den neu entdeckten Bericht Mendels und erkannte sofort seine Bedeutung für das ungelöste Problem, das er in seinen „Materialien zum Studium der Variation“ (Materials for the Study of Variation), 1894, eingehend erörtert hatte: Varianten seien die Voraussetzungen der Entwicklung von Arten, aber welches ist die Ursache von Varianten und wie gehen diese vor sich? Doch selbst noch im Jahre 1900 wurden die von Mendel entwickelten Ideen heftig bestritten. Bateson gehörte zu ihren stärksten Vorkämpfern. 1902 veröffentlichte er „Mendels Grundsätze der Vererbung – eine Verteidigung“, und in der Auflage von 1909 nahm er eine Übersetzung des originalen Berichtes auf. Zu gleicher Zeit wie L.Cuénot in Frankreich wandte er Mendels Grundsätze auch auf die Vererbung bei Tieren an. Er wurde der eigentliche Begründer der modernen Wissenschaft der Vererbung und der Variation, für die er den Begriff „Genetik“ einführte. Die weitere Entwicklung der Mendelschen Grundsätze hat sich weit über den Bereich der reinen Wissenschaft hinweg ausgebreitet“ (Carter/Muir). – Rücken erneuert, Exlibris einer britischen Universitäts-Bibliothek und zeitgenössischer Besitzvermerk, Innengelenke etwas angeplatzt, sonst gut erhaltenes Exemplar. Schlagwörter: Biologie, Biology, Evolution, Evolutionstheorie, Genetics, Genetik, Heredity, Mendel, Gregor, Vererbung, Vererbungslehre |
320,-- | ![]() |
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| Gurlitt, Cornelius und Otto Kempe (Vorwort) Akadem(ischer) Architekten-Verein Dresden Festgabe zum 25. Stiftungsfest 1901. Die Entwicklung der Architekturschule an der Kgl. Techn. Hochschule zu Dresden während der letzten 25 Jahre. Dresden, Akadem. Architekten-Verein 1901. Folio (36 x 27 cm.). [4] Bl. und 30 Tafeln in Lichtdruck. Orig.-Leinenband mit Deckeltitel in Rot.
Sehr seltene aufwendig ausgestattete Festschrift des 1876 gegründeten Akademischen Architekten-Vereins Dresden (A.A.V.D.). Der Architekt und Kunsthistoriker Cornelius Gustav Gurlitt (1850-1938), seit 1893 ordentlicher Professor für Geschichte der Baukunst und Entwerfen an der Königlichen Technischen Hochschule Dresden, war der wichtigste Mentor und Förderer des akademischen Architekturnachwuchses in Dresden. Mit Entwürfen von Gustav Deubner E. Ulrici, A. Käppler, L. Engler, A. Lincke, C. Einert, Bruno Busch u. a. unter der Leitung von Karl Weissbach; sowie von St. Kämmel, H. Weiner, R. Möbius, H. Koch u. a. unter der Leitung von Ernst Giese. Außerdem Entwürfe von Karl Böhme, Richard Dörschel, Theodor Ferber, Julius Gräbner, Stephan Kämmel, Friedrich Mebius, Heinrich Tscharmann u. a. – Rückendeckel stärker wasserfleckig, sonst sehr gut erhalten. Schlagwörter: Dresden, Sachsen |
350,-- | ![]() |
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| Hesse – Ball, Hugo. Hermann Hesse. Sein Leben und sein Werk. Mit einem Anhang von Anni Carlsson. 7.-16. Tausend. Frankfurt am Main, Suhrkamp Verlag 1947. 8°. 306 S., [2] Bl. Orig.-Pappband mit goldgepr. Rückenschild und Schutzumschlag.
Erweiterte Fassung der zuerst 1927 veröffentlichten Biographie. – Schutzumschlag etwas gebräunt, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Biographie, Suhrkamp |
25,-- | ![]() |
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| Clarke, Arthur C(harles). 2001, a space odyssey. A novel, based on the screenplay by Stanley Kubrick and Arthur C. Clarke. London, Hutchinson of London (1968). 8°. 224 p. Publisher’s hardcover with a colour-illustrated dust jacket (designed by Michael Brett).
Currey 92. Samuelson A21. – First UK edition. Published in June 1968, at the same time as the American edition (New York, The New American Library), just a few weeks after the film’s UK cinema release in May 1968. Arthur C. Clarke himself noted in his memoirs (The Lost Worlds of 2001) that Stanley Kubrick’s final approval of the book manuscript had delayed its publication until the summer of that year. – The front of the dust jacket features the actor Keir Dullea as Dr David Bowman. The back shows the spaceship Discovery. – The story is based in part on various short stories by Clarke, including „The Sentinel“ (written in 1948 for a BBC competition, but first published in 1951 under the title „Sentinel of Eternity“). The first part of the novel, in which aliens influence the primitive ancestors of humans, is similar to the plot of Clarke’s 1953 short story „Encounter in the Dawn“. – „The novel has very little of the poetry of the picture“ and „lacks most of the picture’s strengths“, but that „it has to be read before one can understand the picture“ (James Blish, The Future in Books, 1969, p. 141 f.). – „And, of course, it is a fantasy—you need not believe it—but a fantasy by a master who is as deft at generating accelerating, almost painful suspense as he is knowledgeable and accurate (and fascinating) about the technical and human details of space flight and exploration. But it is finally the stretching of the imagination that is most enthralling as Mr. Clarke entices the reader into strange and magnificent conceptions of other forms of time, dimension and existence“ (Eliot Fremont-Smith, New York Times, July 5, 1968). – The dust jacket has minor tears at the edges; a fine copy. Schlagwörter: Fantasy, Phantastik / Utopie, Science Fiction |
650,-- | ![]() |
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| Eberhard, (Christian) A(ugust) G(ottlob). Vermischte Gedichte. 2 Bände. Halle, Renger 1833. 12° (14 x 9 cm.). IV, 240 S.; Titel, 254 S. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückentiteln und Rückenvergoldung.
Goedeke IX, 8, VI, 427, 30. – Erste Gesamtausgabe der Gedichte, erschien auch als Teil der „Gesammelten Schriften“. – August Gottlob Eberhard (1769-1845), typischer Vertreter der Spätaufklärung, der Biedermeier-Zeit und der literarischen Nachklassik, wurde mit dem Kinderbuch „Hannchen und die Küchlein“ (1802) berühmt. – Deckel etwas berieben, Name auf den Titelblättern, sehr gutes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Gesamtausgaben, Lyrik |
80,-- | ![]() |
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| Goettl – Hiepe, Richard. Der Maler Helmut Goettl. München, Verlag der Neuen Münchner Galerie 1987. 4°. XLIV, 209, (5) S. mit teils farbigen und ganzseitigen Abbildungen und 3 signierten und nummerierten Orig.-Radierungen. Farbig illustr. Kartonumschlag.
Eines von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe; mit eigenhändiger Widmung von H. Goettl und den drei signierten Radierungen zu den Vorzugsausgaben A und B: „Amsterdam“, „Der Türmer“ und „Straßenstrich″ (Blattgr. jeweils 36,5 x 26,5 cm.). – Vorderdeckel an der unteren Ecke mit Knickspur, Stempel auf dem Titelblatt, gutes Exemplar. Schlagwörter: Catalogue raisonné, Catalogues raisonnés, Nummerierte Bücher, Signed books, Signierte Bücher, Signierte Künstler-Graphik, Vorzugsausgaben, Werkverzeichnis, Werkverzeichnisse, Widmungsexemplar |
300,-- | ![]() |
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| Vollard, Ambroise. Souvenirs d’un marchand de tableaux. Edition revue et augmentée. 10e mille. Paris, Albin Michel (1938). 8°. 458 S. mit Frontispiz und 23 Tafeln. Späterer Halbleinenband mit goldgepr. Rückenschild (illustr. Orig.-Umschlag beigebunden).
Frühe französische Ausgabe der berühmten Autobiographie des wohl bedeutendsten Pariser Kunsthändlers. Die amerikanische Erstausgabe erschien 1936 mit dem Titel „Recollections of a Picture Dealer“ bei Little, Brown and Company in Boston. Da Vollard 1939 bei einem Autounfall verstarb, stellt die bei Albin Michel vorliegende Fassung von 1937 die letzte zu seinen Lebzeiten erschienene und von ihm selbst autorisierte Version dar. Sie bildet bis heute die Textgrundlage für alle modernen Nachdrucke und Übersetzungen. Das Buch, eines der wichtigsten Dokumente über die Geburt der modernen Kunst in Paris um die Jahrhundertwende, gewährt tiefe Einblicke in den Pariser Kunstmarkt, die Mentalität von Sammlern sowie Vollards eigene Pionierarbeit als avantgardistischer Galerist und Verleger von Künstlerbüchern (Livres d’artiste). Außerdem beschreibt Vollard darin humorvoll und anekdotenreich seine persönlichen Begegnungen und Arbeitsbeziehungen mit Künstlern wie Paul Cézanne, Pierre-Auguste Renoir, Pablo Picasso, Edgar Degas, Paul Gauguin und Henri Matisse. – Sehr gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Autobiographie, Autobiography, Avantgarde, Biographie, Biography, Kunsthandel, Paris |
40,-- | ![]() |
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| Pahlen, Kurt. Historia Gráfica Universal de la Música. (Con prólogo de Alberto Williams a la primera edición). Segunda edición. Buenos Aires, Ediciones Centurion (1945). 4° (27 x 18,5 cm.). 668 S., [2] Bl. mit 514 teils farbige und montierte Abbildungen. Kalbslederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel, dekorativer Rücken- und Deckelvergoldung und Kopfgoldscchnitt.
Sehr seltene zweite argentinische Ausgabe der schön ausgestatteten Musikgeschichte des Wiener Dirigenten, Musikhistorikers und Komponisten Kurt Pahlen (1907-2003). Die erste Ausgabe erschien 1944. Die erste deutsche Ausgabe erschien 1947 in Zürich. – Pahlen „war Kapellmeister an der Volksoper Wien, Musikkritiker, musikalischer Leiter der Wiener Volkshochschule und beim Rundfunk. Zahlreiche internationale Gastspiele. Auf Gedichte von W. Miksch komponierte er sozialdemokratische Volkslieder wie Das Lied der blauen Blusen (1932, Nb. in MGÖ). P., der über die Schweiz 1939 nach Südamerika emigrierte (Exil), war in Buenos Aires Chefdirigent der Filarmonica Metropolitana und ab 1957 Direktor des Teatro Colón. Dazwischen war er in Rosario/RA und La Plata/RA tätig. 1949 ging er nach Montevideo, wo er 1957 Prof. für Musikgeschichte an der Univ. wurde. Wirkte danach in Zürich/CH am Opernstudio und gründete 1993 die K.-P.-Gesellschaft. Bekannt wurde P. v. a. durch jahrelange regelmäßige Rundfunksendungen (auch in Österreich) und populärwissenschaftliche Bücher. Dessen Enkel Rodrigo González (* 1977 Zürich/CH) ist als Komponist und Pianist tätig und lebt derzeit (2021) in Barcelona/E.“ (A. Rausch und M. Kornberger in Oesterreichisches Musiklexikon online). – Vorderes Gelenk unten etwas spröde, sehr schönes prachtvoll gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Exil, Exilliteratur, music history, Musikgeschichte |
200,-- | ![]() |
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| Kokoschka – Bethusy-Huc, Reinhold (Hrsg.). O(skar) K(okoschka) – die frühe Graphik. Text von Ivan Fenjö. Wien, Euro Art (1976). 4° (30,5 x 28,5 cm.). 75 S. mit 46 (13 ganzseitigen, 7 farbigen montierten) Abbildungen und 15 farbigen Postkarten. Grüner Orig.-Büffellederband mit blindgepr. Deckel-Illustration in Papp-Buchkassette mit mont. farbigem Deckelbild.
Nr. XXXIV der Luxusausgabe auf Hahnemühl-Bütten im Handeinband von Ernst Ammering (Gesamtauflage 1000 Exemplare). – Den schönen Hand-Einband fertigte Ernst Ammering mit einer blindgeprägten Deckel-Illustration nach einem Einband für die italienische Schauspielerin Eleonore Duse. – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Catalogue raisonné, Catalogues raisonnés, Expressionisme, Expressionismus, Nummerierte Bücher, Vorzugsausgaben, Werkverzeichnis, Werkverzeichnisse, Wiener Jugendstil, Wiener Werkstätte |
300,-- | ![]() |
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| McCarthy, Cormac. No Country for Old Men. New York, Alfred A. Knopf 2005. 8°. 309, (1) p. Black cloth in color-illustrated dust jacket (photograph by Matt Lindsay, design by Chip Kidd).
First edition, first printing. Fine dust jacket, unclipped $24.95 to front flap; „7/2005“ code to rear flap. – „A harrowing story of a war that society is waging on itself, and an enduring meditation on the ties of love and blood and duty that inform lives and shape destinies. No Country for Old Men is a novel of extraordinary resonance and power“ (front flap). – Adapted in 2007 by Joel and Ethan Coen into a film that won four Academy Awards. – Near fine copy. Schlagwörter: Film |
140,-- | ![]() |
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| Pesch, Tillmann. Institutiones logicales secundum principia S. Thomae Aquinatis. Accommodavit Tilmann Pesch. Pars I. Summa praeceptorum logicae. – Pars II. Logica maior. Vol. I. Complectens logicam criticam et formalem. Vol. 2. Continens logicam realem et conclusionem polemicam. 2 Bände in 3. Freiburg im Breisgau, Herder 1888-1890. Gr.-8°. XXII, 588 S.; XXII, 644 S., [2] Bl.; XVI, [1] Bl., 555, (1) S. Orig.-Halblederbände mit goldgepr. Rückentiteln und Linienvergoldung.
ADB LIII, 19 f. Ziegenfuss II, 261. – Eines der Hauptwerke des Jesuiten T. Pesch (1836-1899), 1867 bis 1869 Professor der Philosophie in Maria-Laach, 1876 bis 1884 in Blyenbeek (Niederlande), dann in Valkenburg. – „Die Hauptwerke seiner wissenschaftlichen Lebensarbeit liegen vor in den lateinischen scholastischen Lehrbüchern, die er als Bestandtheile der auf seine Anregung unternommenen „Philosophia Lacensis“ verfaßte, in welcher von frühern Philosophieprofessoren des Collegs von Maria-Laach das Gesamtgebiet der Philosophie in Einzelwerken dargestellt werden sollte: „Institutiones Philosophiae naturalis secundum principiaS. Thomae Aquinatis“ (Freiburg i. Br. 1880; 2. Aufl. 1897 in 2 Bänden); „Institutiones logicales secundum principia S. Thomae Aquinatis“ (2 Theile in 3 Bänden, ebd. 1888—1890); „Institutiones psychologicae secundum principia S. Thomae Aquinatis“ (2 Theile in 3 Bänden, ebd. 1896—1898)…“ (Jakob Lauchert in ADB). – Rücken etwas berieben, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Kirchenväter, Logic, Logik, Religionsphilosophie, Theologie |
120,-- | ![]() |
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| Nohain, Jean (c’est Jean-Marie Legrand). Le livre de maman. Photographies de (Marcel) Natkin. Paris, Flammarion (1958). 4°. 125 p., [1] f. avec 62 portraits d’enfants, pour la plupart en pleine page. Couverture cartonnée originale avec jaquette illustrée et bandeau illustré.
Première et unique édition. Livre de photographies rare présentant de remarquables portraits d’enfants de Marcel Natkin (1904-1962), accompagnés de textes du célèbre auteur et pionnier de la radio Jean Nohain (1900-1981). Ce livre était destiné à être offert pour la fête des mères ; cet exemplaire particulier porte la bande promotionnelle. Cette bande représente une jeune fille tendant le livre à sa mère, avec l’inscription « Pour la fête des mères ». – M. Natkin dirigeait un studio de photographie renommé sur l’élégante avenue Victor-Hugo à Paris. Il a publié plusieurs ouvrages sur les techniques photographiques destinés aux amateurs et aux professionnels. Ses manuels (notamment ceux sur le système d’appareil photo Rolleiflex, alors révolutionnaire, et sur la photographie couleur) ont été traduits en plusieurs langues et ont été considérés comme des ouvrages de référence pendant des décennies. En 1937, il publia l’ouvrage fondamental *Le Nu en photographie*, dans lequel il mêlait essais d’histoire de l’art et œuvres d’icônes de l’avant-garde telles que Man Ray, Laure Albin-Guillot et Pierre Boucher. – Jean Nohain fut l’une des figures les plus influentes des débuts de la radio et de la télévision françaises. Il était avocat, parolier, scénariste et pionnier de la radio et de la télévision. Il était le fils du célèbre poète et librettiste Franc-Nohain et le frère de l’acteur Claude Dauphin. Sous le pseudonyme de « Jaboune », il a écrit des livres pour enfants, des magazines (comme Benjamin) et des paroles de chansons très populaires dans les années 1920 et 1930. Dans les années 1950, il est devenu une figure majeure de la télévision française (RTF). Il a conçu et animé des émissions familiales novatrices telles que 36 chandelles, qui ont attiré des millions de téléspectateurs. – Un très bel exemple. Schlagwörter: Children in photograpy, Kinder, Photobilderbücher, Photographie d’enfants, Portrait photography, Portraitphotographie, Porträtfotografie, Porträtphotographie |
70,-- | ![]() |
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| Gribatschow, N(ikolai) M(ichailowitsch, Chefredakteur). Sowjetunion. Illustrierte Monatsschrift. Nr. 131 – 142. (Januar-Dezember) 1961. 12 Hefte in 1 Band. Moskau, „Prawda“-Verlag 1961. Gr.-4° (34 x 27 cm.). Mit zahlreichen teils farbigen Abbildungen von Wladimir Kiwrin, Anatoli Malkin, Wiktor Ruikowitsch, Yuri Tschernyschow, Valeri Prawdin u. a. Halbleinenband mit goldgepr. Rückentitel (farbig illustrierte Orig.-Umschläge beigebunden).
Vollständiger Jahrgang der wichtigsten sowjetischen Propaganda- und Kulturzeitschrift nach dem Zweiten Weltkrieg, die seit 1950 erschienen ist. Vorläufer war die berühmte Zeitschrift „UdSSR im Bau“. Die Zeitschrift erschien weltweit in sechszehn Sprachen. – Das Jahr 1961 war für die UdSSR ein historisch extrem ereignisreiches Jahr. Im April 1961 startete der Kosmonaut Juri Gagarin zum ersten bemannten Weltraumflug (Wostok 1) und im August folgte ihm German Titow (Wostock II). Im Oktober 1961 wurde auf dem XXII. Parteitag der KPdSU die Radikalisierung der Entstalinisierung beschlossen und Stalins Leichnam aus dem Lenin-Mausoleum entfernt. Außerdem berichtet die Zeitschrift über industrielle Großprojekte, wie der forcierte Kraftwerks- und Wolgadeichbau (Wolga-Wasserkraftwerk „W. I. Lenin“ Kuibyschew / Samara; Das Stalingrad-Wasserkraftwerk und das Bratsker Wasserkraftwerk in Sibirien). Neben den Berichten über die Meilensteine der Raumfahrt (wie die Flüge von Gagarin und Titow) wollte die Propaganda-Zeitschrift die technologische und industrielle Überlegenheit der UdSSR im Rahmen des laufenden Siebenjahrplans (1959–1965) demonstrieren. Die künstlerische Leitung und visuelle Identität der Zeitschrift lag über vier Jahrzehnte (von 1950 bis 1992) in den Händen von Alexander Schitomirski (1907-1993), einer der bedeutendsten sowjetischen Grafiker, Karikaturisten und Meister der politischen Fotomontage. – Sehr gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Gagarin, Juri, Kulturgeschichte, Propaganda, Raumfahrt, Russia, Russland, Soviet Union, Sowjetunion, UdSSR, Zeitschriften |
500,-- | ![]() |
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| Gribatschow, N(ikolai) M(ichailowitsch, Chefredakteur). Sowjetunion. Illustrierte Monatsschrift. Nr. 155 – 166. (Januar-Dezember) 1963. 12 Hefte in 1 Band. Moskau, „Prawda“-Verlag 1963. Gr.-4° (34 x 27 cm.). Mit zahlreichen teils farbigen Fotografien von Alexander Mokejew, Wladimir Lagrange, Wsewolod Tarasewitsch, Georgi Petrusow, Dmitri Baltermants, Michail Trachman, Igor Schangin, Anatoli Garanin u. a. Halbleinenband mit goldgepr. Rückentitel (farbig illustrierte Orig.-Umschläge beigebunden).
Vollständiger Jahrgang der wichtigsten sowjetischen Propaganda- und Kulturzeitschrift nach dem Zweiten Weltkrieg, die seit 1950 erschienen ist. Vorläufer war die berühmte Zeitschrift „UdSSR im Bau“. Die Zeitschrift erschien weltweit in sechszehn Sprachen. – Die künstlerische Leitung und visuelle Identität der Zeitschrift lag über vier Jahrzehnte (von 1950 bis 1992) in den Händen von Alexander Schitomirski (1907-1993), einer der bedeutendsten sowjetischen Grafiker, Karikaturisten und Meister der politischen Fotomontage. Mit hervorragenden Aufnahmen zahlreicher Fotografen. Darunter auch Georgi Petrusow (1903-1971), Pionier der sowjetischen Avantgarde-Fotografie (der schon in den 1930ern für den Vorgänger UdSSR im Bau fotografiert hatte). Er lieferte 1963 technisch perfekte Industrie- und Kulturreportagen. – Mit interessanten Berichten zum sowjetischen Raumfahrt-Programm; über die Flüge von Wostok 5 (Waleri Bykowski) und Wostok 6 (Walentina Tereschkowa, die erste Frau im Weltraum) im Juni 1963. Reportagen über den Bau von Wasserkraftwerken in Sibirien und die Erschließung neuer Industriegebiete. Außerdem Porträts von Arbeitern, Künstlern, wissenschaftlichen Instituten und über den Sport in der Sowjetunion. Im letzten Heft des Jahrgangs sind auf Seite 3 zwei Beileidsschreiben zum Kennedy-Attentat abgedruckt von N. Chrustschow und L. Breshnew. – Sehr gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Kulturgeschichte, Propaganda, Raumfahrt, Russia, Russland, Soviet Union, Sowjetunion, UdSSR, Zeitschriften |
500,-- | ![]() |
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| G(oethe), J(ohann) W(olfgang v.). Labores juveniles. (Fakisimile-Ausgabe der Handschrift aus Anlaß des 50jährigen Bestehens der Johann Wolfgang Goethe-Universität). Frankfurt a.M., Stadt-Verwaltung (1964). Gr.-8° (23 x 19,5 cm.). [85] Bl. (Voll-Faksimile) und Beiheft, [8] S. (Nachwort von Clemens Köttelwesch). Pappband in Pergamentoptik in Leinen-Buchkassette.
Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Faksimile, Frankfurt am Main, Goethe, Johann Wolfgang von |
30,-- | ![]() |
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| Breton, (François Pierre Hippolyte) Ernest. Pompeia. Décrite et dessinée, suivie d’une notice sur Herculanum. Séconde édition. Paris, Gide et Baudry 1855. 4° (27 x 18 cm.). [2] Bl., 372 S. mit 9 getönten Holzstich-Tafeln, einigen holzstichen im Text und 1 gefalteten lithogr. Plan. Weinroter Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und dekorativer Rücken- und Deckelvergoldung.
Zweite Ausgabe, gegenüber der ersten Ausgabe aus demselben Jahr um 20 Seiten erweitert. – Der Maler, Illustrator, Schriftsteller und Archäologe E. Breton (1812-1875) studierte Kunst unter anderen bei Regnier, Watelet und Champin. Bereits 1829 bereiste er Italien. 1854 besuchte er die Ausgrabungen in Pompeji und Herculaneum. Da viele der damals freigelegten Wandmalereien, Inschriften und Pflasterungen durch Witterung und frühen Tourismus kurz nach der Freilegung verblassten oder zerstört wurden, ist seine Dokumentation heute eine unersetzliche Primärquelle für die Archäologie. Da Breton sowohl ausgebildeter Künstler als auch Archäologe war, vereint das Werk wissenschaftliche Präzision (wie detaillierte Grundrisse und topografische Pläne) mit ästhetisch hochwertigen Holzstichen. Er fertigte die Zeichnungen vor Ort meist selbst an und verknüpfte seine Beschreibungen systematisch mit anderen großen Dokumentationswerken seiner Epoche (wie dem monumentalen Bildwerk von Henri Roux Ainé). Das in späteren Auflagen immer wieder erweiterte Buch trug maßgeblich dazu bei, die Faszination für die verschütteten Vesuv-Städte im Europa des 19. Jahrhunderts zu popularisieren und den archäologischen Tourismus anzukurbeln. – Nur vereinzelt etwas braunfleckig, sehr schönes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Antike, Archaeology, Archäologie, Italie, Italien, Pompeji, Vulkanismus |
140,-- | ![]() |
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| (Flittner, Christian Gottfried). Der Beischlaf. Eine physiologische historische und philosophische Darstellung. Erster und zweiter Theil (von 3). Berlin, Selbstverlag und Oehmigke der Jüngere 1794 und 1795. 8°. [4] Bl., 309 S.; [8] Bl., 480 S. 2 gestochenen handkolorierten Frontispizen und 2 gestochenen handkolorierten Titelvignetten von Peter Haas. Moderner Schweinslederband mit blindgepr. Rückentitel über 3 Bünden. (Gynaecologie oder über Jungferschaft, Beischlaf und Ehe, eine phisiologische historische und philosophische Darstellung in 3 Theilen, 1. und 2. Theil).
Hayn-Gotendorf I, 664. Hayn, Bibl. Gynaec. 12. Holzmann-Bohatta II, 8344. – Hauptwerk des Berliner Apothekers, Mediziners und Sexualpädagogen C. G. Flittner (1770-1828). – Der erste Teil behandelt „männliche (und) weibliche Geschlechtstheile“, „Von den verschiedenen Zeugungstheorien“, „Vom Genuß der Geschlechtsliebe“ u. a. Der zweite Teil behandelt: „Der Geschlechtsgenuß nach Gesetzen bestimmt, aus religiösem Aberglauben verabscheut und durch Sittenlosigkeit entartet, bei alten und neuen Völkern“. Der hier fehlende dritte Teil erschien 1796. – C. G. Flittner hat zahlreiche populäre Bücher zur Medizin herausgegeben, aber auch solche, die moralphilosophische, juristische und völkerkundliche Themen behandeln; z. B. „Zeichen und Wehrt der unverlezten Jungferschaft nach Nationalbegriffen Physiologie und Moral: Zur Beherzigung und Warnung aller Herrn und Damen, welche dieses Kleinod schätzen und zu bewahren wünschen“ (1793), „Die Kunst mit Weibern glücklich zu sein, nach Göthe, Lafontaine, Rousseau und Wieland“ (1800), „Ueber die Kunst ein hohes Alter zu erreichen. Ein aufgelöstes Problem, wie der Begattungstrieb von seinem Erwachen an zu behandeln und bis zu seinem Verschwinden als Würze und Verlängerungsmittel des Lebens zu benutzen ist, mit Erörterung der wichtigsten hieher gehörigen Fragen“ (1798) oder „Das Orakel – ein tägliches Hülfsbuch zur Erinnerung merkwürdiger Nachrichten aus der Welt-, Erd-, Staaten- und Natur-Kunde für Gesellschaftsleben und Umgang“ (1810). – Stellenweise im Blattrand etwas fingerfleckig, sehr gutes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Erotica, Gynäkologie, Sexualität |
350,-- | ![]() |
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| Bonn, Franz. Theater-Bilderbuch. Vier Scenen für das Kinderherz mit ganz neuen Decorationen und Text in Versen. 4. verbesserte Auflage. Esslingen, J. F. Schreiber o. J. (um 1885). 4° (26 x 34 cm.). Vier aufklappbare Kulissenbilder in Chromolithographie mit zweispaltigem Text. Orig.-Halbleinenband mit farblithographiertem Deckelbild.
Slg. Breitschwerdt 30 (3. Auflage von 1893). Hoppensack 2 (Reprint). Klotz 592/44. Laub 278-280. LKJ IV, 92. Stuck-Villa II, 16. Wegehaupt IV, 248. – Seltenes aufwendig ausgestattetes zuerst 1878 erschienenes Theaterbilderbuch. Die reizenden räumlichen Aufstellbilder mit jeweils fünf Ebenen zeigen „Das Rotkäppchen“, „Hansel und Gretel“, „Die Weisen aus dem Morgenland“ und „Der Weihnachtsabend“ mit Spieltexten im unteren Teil. – Die Szene zu „Hansel und Gretel“ des anonymen Künstlers erschien zuerst 1869 in dem Schreiber-Bilderbuch „Die Geschichte von Hansel und Gretel, oder vom zuckerigen Haus“ (Vgl. Wegehaupt IV, 683, 2. Aufl. von 1875). Laut H. Krahé wurden die Illustrationen von L. Meggendorfer 1887 nachgezeichnet und animiert für sein Zieh-Bilderbuch mit demselben Titel (vgl. Katzenheim 118). – „Beim Aufklappen der Kulissen erscheint in einem Theaterrahmen eine Szenerie aus jeweils vier hintereinander gestellten Bildelementen. Im Vordergrund wie in einem Orchestergraben sind musizierende Kinder (bei der Weihnachtsszene sind es Engelchen). Darunter stehen kurze Texte in Dialogform zum Sprechen mit verteilten Rollen. Die Märchen mit etwas abgewandeltem Text: Rotkäppchen kommt nicht vom rechten Weg ab, und der Wolf ärgert sich über das brave Kind“ (W. Geisenheyner). – Der Rückendeckel mit Verlagswerbung für sieben Meggendorfer-Bilderbücher. – Kanten berieben, Deckel stärker angestaubt und fleckig, bei der „Hansel und Gretel“-Szene fehlt eine Tatze des Bären und die linke Hand von Gretel, Text etwas braunfleckig, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Diorama Picture Book, Kulissen-Bilderbuch, Paper theatre, Paper toys, Papierantiquitäten, Papierspielzeug, Papiertheater, Schreiber, Spielbilderbücher, Spielbuch |
1.400,-- | ![]() |
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| Die fröhliche Kinderwelt. Ein Bilderbuch für brave Kinder mit Verschen, Erzählungen, Liedchen, Fabeln und Märchen. Mülheim a. d. Ruhr, Julius Bagel 1880. 4° (26,8 x 21,6 cm.). [8] Bl. mit illustr. Titel und 7 Farbholzstichen von H. Merté nach August Specht. Orig.-Halbleinenband mit farbigem Deckelbild. (Verlags-Nr. 1103).
Klotz 8697/1. Nicht bei Ries. – Einzige Ausgabe, selten wie alle Bilderbücher bei Julius Bagel. – Der Stuttgarter Maler und Illustrator A. Specht (1849-1923) war wie sein Bruder Friedrich Specht (1839-1909) auf Tierdarstellungen spezialisiert. – Buchblock fachgerecht fixiert, etwas gebräunt und stellenweise etwas fingerfleckig, sonst sehr gut erhalten. |
120,-- | ![]() |
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| Thomas von Kempen (lat. Thomas a Kempis). Die vier Bücher von der Nachfolge Christi 1379-1471. Auf Grundlage der Goerresschen Uebertragung durchgesehene Ausgabe. Mit Symbolen von Melchior Lechter. Berlin, Einhorn Presse 1922. Folio (39,5 x 25 cm.). 327 S., [3] Bl. mit illustr. Doppel-Titel, 4 illustr. Zwischentiteln, 114 figürlichen Initialen, 27 Vignetten und 4 Randbordüren von M. Lechter. Blindgepr. Orig.-Pappband (″asiatischer Pflanzenstoff“) mit goldgepr. Rückentitel, Deckelvignette und Kopfgoldschnitt mit Schutzumschlag im Pappschuber. (Opus IV der Einhorn-Presse).
Raub A 114. Rodenberg 151, IV. Schauer II, 12. – Nr. 456 von 1000 Exemplaren (Gesamtauflage 1005 Exemplare); im Druckvermerk von M. Lechter in roter Tinte monogrammiert und nummeriert. – Schöner Druck bei Otto von Holten in Rot, Blau und Schwarz „auf eigens angefertigtem Altbütten“. – Melchior Lechter ergänzte Thomas von Kempens Text um Auszüge aus den hinduistischen Upanishaden. – „Der Gründer der Einhorn-Presse ist Melchior Lechter, dessen Tätigkeit am Buche im Jahre 1896 mit Buchdeckelmalereien zu Werken des ihm befreundeten Dichters Stefan George begann, durch den er dann wohl überhaupt die Anregung sich der Buchkunst zu widmen, empfing. Durch seine künstlerische Mitarbeit an den von Stefan George herausgegebenen » Blättern für die Kunst« trat er zu Otto von Holten in nahe Beziehungen. So sind auch die Drucke der Einhorn-Presse, deren erster 1909 erschien, bei Otto von Holten gedruckt worden“ (J. Rodenberg). – Sehr schönes Exemplar, der meist fehlende Schutzumschlag und der Schuber mit modernem Papierrückenschild. Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Jugendstil, Nummerierte Bücher, Pressendrucke, Signierte Bücher |
450,-- | ![]() |
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| Fibel – Tratzmüller, Jos(eph). Schau! Hör! Sprich! Fibelverse zu allen deutschen Lauten. (Deckeltitel: Ein Bilderbuch für kleine Schüler). Bilder von Jos(eph) Lutzenberger. 2. Auflage. München, F. P. Datterer & Cie. 1922. Gr.-8°. 59, (1) S. mit 24 ganzseitigen Illustrationen. Illustr. Orig.-Halbleinenband.
Bilderwelt 1955. DBV IX, 1007. Klotz, Bilderbücher 3525/3. Teistler 2529.1. – Sehr seltenes Bilderbuch, das Vorschüler auf den Fibelunterricht vorbereiten sollte. Es beginnt mit dem Vers: „Schau ins Büchlein, / hör die Sprüchlein, / sag’ sie nach, / lern’ und lach!“ – Der Müchener Pädagoge J. Tratzmüller (1882-1951) „hat gefunden, daß dem Lesenlernen der Kleinen erst das Anschauen von handlungsvollen Fibelbildern und das Sprechen von Versen vorauszugehen hat, welche in die Sinne fallende Anknüpfungspunkte für die Neubehandlung eines Lautes bzw. Buchstabens besitzen müssen.“ (Aus einer beiliegenden Besprechungs-Empfehlung des Verlags). – Das Buch ist mit hervorragenden Jugendstil-Illustrationen und Buchschmuck des Architekten und Illustrators J. Lutzenberger versehen, der 1920 nach Brasilien ausgewandert ist. Lutzenberger hat auch die „Bilder-Fibel“ (München 1920) von Tratzmüller ausgestattet, welche May-Schweitzer (Nr. 92) als „ein Meisterwerk, sowohl sprachlich als auch bildnerisch, und in dieser künstlerischen Vollendung im deutschen Sprachraum einmalig“ lobt. – Deckel etwas angestaubt, im Blattrand leicht fingerfleckig, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Datterer, Fibeln, Jugendstil, Schul- und Lehrbücher |
240,-- | ![]() |
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| Gay, (John). Fables. By the late Mr. Gay. London, printed for C. and J. Rivington, J. Nunn, J. Scatcherd and others 1823. 12° (14,3 x 9 cm.). [[2] Bl., 222 S. mit Frontispiz und zahlr. Holzschnitt-Vignetten nach (Thomas Bewick). Kalbslederband der Zeit mit Linienvergoldung.
Vgl. Bodemann 166.1 und 166.2 (Ausg. von 1792 und 1806). Lowndes II, 869 f. – Taschenausgabe der zuerst 1727 erschienene „Sammlung von 50 Versfabeln, dem fünfjährigen Prinz William, dritter Sohn Georges II., gewidmet, stilistisch nach dem Vorbild La Fontaines gearbeitet, im Anspruch nach stofflicher Originalität aber an La Motte-Houdart orientiert“ (W. Metzner in Bodemann). – Rücken und Kanten etwas berieben, gutes Exemplar. Schlagwörter: Fabeln, Fables, English, Illustrated books, Illustrierte Bücher |
80,-- | ![]() |
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| Riemann, (Karl Wilhelm Julius) Hugo. Geschichte der Musiktheorie im IX. – XIX. Jahrhundert. Leipzig, Max Hesse 1898. 8°. XX, 529, (3) S. mit zahlr. Musikbeispielen. Orig.-Halbleinenband mit goldgepr. Rückentitel und dezenter Rückenvergoldung.
NDB XXI, 592 ff. – Erste Ausgabe. – Der Musikwissenschaftler und -pädagoge und Komponist K. W. J. H. Riemann (1849-1919) „ist einer der Begründer der modernen universitären Musikwissenschaft. In dem Bestreben, diese als umfassendes System zu etablieren, versuchte er insbesondere, alle Einzeldisziplinen miteinander zu verbinden. R. unterschied zwischen Inhalt und Form der Musik. Tonhöhe, -stärke und Geschwindigkeit von Tonhöhen- und Tonstärkeveränderungen bezeichnete er als elementare Faktoren, die den musikalischen Ausdruck und damit den Inhalt konstituieren. Als formgebende Prinzipien sah er Harmonik und Rhythmik bzw. Metrik; durch sie avanciert das klangliche Geschehen erst zur musikalischen Kunst. Für R. konnte nur die Form von Musik sinnvoll Gegenstand der Lehre werden, woraus sich die Fülle von Werken zu Harmonielehre und Rhythmik bzw. Metrik erklärt. R.s Wissen hierüber mündete in seine Phrasierungslehre. Obwohl sich selbst Nietzsche der Idee einer syntaktischen Gliederung des musikalischen Geschehens nicht verschließen konnte, wurde dieses von R. mit Nachdruck betriebene Forschungsfeld heftig von Zeitgenossen attackiert. Erst um 1900 begann R. mit seinen umfassenden musikhistoriographischen Studien und Publikationen“ (M. Arntz in NDB). – Stempel eines dänischen Musikverlags auf dem Titelblatt, gutes Exemplar. Schlagwörter: Musiktheorie |
60,-- | ![]() |
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| (Peyssonnel, Charles de). L’Anti-Radoteur, ou le petit philosophe moderne. Londres (eig. Paris), Emsley (d. i. Peter Elmsley auch Elmsly) 1785. 12°. VIII, 288 S. Halblederband des 19. Jahrhunderts mit goldgepr. Rückenschild, Rückenvergoldung und Kopfgoldschnitt.
Barbier II, 1286. Quérard VII, 108 f. – Erste Ausgabe des satirischen Werks. Peyssonnel erklärt sich zum „Anti-Schwätzer“ und nimmt die Haltung des „modernen kleinen Philosophen“ ein, um ironisch, geistreich die Unzulänglichkeiten der damaligen Gesellschaft, die Sitten seiner Zeitgenossen sowie die Auswüchse des philosophischen Jargons der Aufklärung zu kritisieren. – Der Philosoph, Diplomat und Reiseschriftsteller Charles de Peyssonnel (1727-1790) war 1753 bis 1757 Konsul an der Krim und 1765 bis 1778 Konsul in Smyrna (heute Izmir, Türkei). Nach seiner Rückkehr nach Frankreich im Jahr 1778 ließ er sich als freier Gelehrter und Schriftsteller in Paris nieder. – Schönes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Aufklärung, France, Frankreich, Satire |
180,-- | ![]() |
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| Bernatzik, H(ugo) A(dolf). Äthiopen des Westens. Forschungsreisen in Portugiesisch-Guinea. Mit einem Beitrag von Bernhard Struck. 2 Bände. Wien, L. W. Seidel & Sohn 1933. Gr.-4° (33 x 26 cm.). XI, 303 S. mit 131 Abbildungen auf 12 farbigen (9 lithographierten) Tafeln und 1 gefaltete Karte; [2] Bl. und 400 Abbildungen auf Tafeln. Orig.-Leinenbände mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel und illustr. Schutzumschlägen.
NDB II, 103. – Erste und einzige Ausgabe dieser monumentalen Arbeit des Wiener Ethnologen und Fotografen H. A. Bernatzik (1897-1953). Seine „ethnologisch-anthropologischen Erfahrungen machten ihn auf die vielfachen Gefährdungen des arteigenen Lebens der Eingeborenenbevölkerungen aufmerksam, für dessen Bewahrung durch eine ethnologisch fundierte, gesunde Kolonialpolitik er in Wort und Schrift kämpfte. So wurde B. zum Begründer der angewandten Völkerkunde: In seinem Werk „Afrika, Handbuch der angewandten Völkerkunde“ (2 Bände, 1947) legte er seine Gedanken nieder von der Beurteilung der Menschen und Völker als Gesamtheiten, als eine Summe zahlreicher Komponenten, die auch stets – neben der rein ethnologischen Betrachtungsweise – von der Anthropologie, Psychologie, Medizin, Volks- und Wirtschaftslehre her beurteilt und betrachtet werden müssen. Nur diese Gesamtschau ermögliche eine gesunde Fürsorge und das Nebeneinanderleben von Europäern und Eingeborenen fremder Erdteile“ (A. Schweeger-Hefel in NDB). – Schutzumschlag von Band II am Rückendeckel mit kl. Randeinriss, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Africa, Afrika, Anthropometry, Cultural Anthropology, Description and travel, Ethnologie, Ethnology, Forschungsreise, Guinea Bissau, Photographie |
1.200,-- | ![]() |
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| Bernatzik, Hugo Adolf. Zwischen Weissem Nil und Belgisch-Kongo. Mit Beiträgen von Otto Reche, Bernhard Struck und Hellmut Antonius. Wien, L. W. Seidel & Sohn 1929. Gr.-4° (33 x 26 cm.). 139 S. und 204 Abbildungen auf 140 Lichtdrucktafeln, sowie 1 Karte (Frontispiz). Orig.-Leinenband mit illustr. Schutzumschlag.
Kainbacher 44. NDB II, 103. – Erste Ausgabe der ersten Veröffentlichung des Wiener Ethnologen und Fotografen H. A. Bernatzik (1897-1953). – „Im Frühjahr 1918 begann Bernatzik ein Medizinstudium an der Universität Wien, das er 1920 aus finanziellen Gründen abbrach. Nach dem Abiturientenlehrgang an der Hochschule für Welthandel in Wien betätigte er sich unternehmerisch als Anlageberater und Manager für seine Verwandten. Die wichtigsten Firmengründungen waren Tochtergesellschaften der Farbenfabrik Marx in Gaaden bei Mödling. Finanziell unabhängig, begann Bernatzik 1930 wieder zu studieren, wechselte aber nun zu Ethnologie, Anthropologie und Psychologie; Juni 1932 Dr. phil. an der Universität Wien mit der Dissertation „Monographie der Kassanga“. Wegen methodischer Diskrepanzen zur Wiener Kulturkreistheorie habilitierte sich Bernatzik im Mai 1936 mit der Arbeit „Das Leben des Individuums und die Entwicklung des Kindes auf Owa Raha und Owa Riki“ für Völkerkunde an der Universität Graz. 1939 wurde er dort zum Dozenten und 1940 zum außerplanmäßigen Professor ernannt. Mitbedingt durch den Tod seiner ersten Frau unternahm Bernatzik immer ausgedehntere Reisen, u. a. nach Nordwestafrika (1923), Ägypten und Somalia (1925), in den anglo-ägyptischen Sudan (1927), nach Portugiesisch-Guinea (1930–31, gemeinsam mit dem Anthropologen Bernhard Struck), auf die Britischen Salomonen, nach Britisch-Neuguinea und Bali (1932–33) sowie nach Burma, Thailand und Französisch-Indochina (1936–37). Dabei beschäftigte er sich zunächst mit Tierbeobachtungen und der Jagd, doch ab 1927 rückte die Ethnographie in den Mittelpunkt seines Interesses. Über seine Reisen berichtete er in lebendig geschriebenen und mit exzellenten Fotografien ausgestatteten Büchern, die noch heute übersetzt werden, auf Lichtbildervorträgen und in Radiosendungen.“ (Peter Rohrbacher in ÖBL online). – Der meist fehlende Schutzumschlag mit kleinen Randläsuren, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Africa, Afrika, Ethnologie, Ethnology, Photographie, Reiseberichte, Reisebeschreibungen |
750,-- | ![]() |
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| Araki, Nobuyoshi. Chiro, Araki and 2 lovers. Tokyo, Heibonsha Limited Publications (1996). Gr.-8° (22,5 x 15,5 cm.). 191, (1) p. with illustrations, some full-page and in color. Publisher’s softcover with color-illustrated dust jacket and belly band (Obi strip). (The works of Nobuyoshi Araki, vol. 10).
First edition. – „The book captures the intimate bond between Araki and his beloved cat Chiro, blending tender, humorous, and melancholic imagery that reflects on companionship and loss before and after the death of his wife Yoko“ (Heibonsha Limited Publications). – Copy in mint condition. Schlagwörter: Cats, Japan, Katzen |
140,-- | ![]() |
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