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Beschreibung Gesamte Buchaufnahme |
Preis EUR |
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|---|---|---|---|
| Thoma, Hans. Postkarten-Malbuch. Mainz, Jos(ef) Scholz o. J. (1935). Quer-8° (16,5 x 26 cm.). [8] Bl. mit 16 (8 farblithogr.) Postkarten (″Algraphien“) zum heraustrennen. Farbig illustr. Orig.-Kartonumschlag. (Das deutsche Malbuch, Serie B. Landschaften. Verlags-Nr. 820).
Vgl. Beringer 237 ff. LKJ III, 532 f. Ries 923, I-VIII und S. 198. – Spätere Ausgabe des zuerst 1904 auch unter den Titeln „Postkarten-Malheft“, „Malbuch mit Landschaften“ und „Großes Postkarten-Malbuch“ erschienenen Vorlagenwerks. – „Es verrät die alles andere als elitär, vielmehr auf Volkstümlichkeit bedachte Haltung dieses Malers, daß er sich im Alter als höchst angesehener Künstler und Akademiedirektor bereitwillig zur Herstellung billiger Malbücher für Kinder verstand“ (Hans Ries S. 48). – „Von Th. sind unter den sogenannten Künstlerbildebüchern, die in dem im ersten Jahrzehnt nach der Jahrhundertwende künstlerisch äußerst ambitionierten Verlag Jos. Scholz in Mainz in dessen Reihe „Das deutsche Malbuch“ erschienen, zwei Bände zu finden: „Der Landschaftsmaler“ (1904) und „Malbuch mit Landschaften“ (1906)“ (K. Doderer in LKJ). – Eine schwarzweiß Postkarte sorgfältig mit Wasserfarbe ausgemalt, sehr gut erhalten. Schlagwörter: Badenia, Malbücher, Postkarten, Spielbilderbücher, Vorlagenwerke |
140,-- | ![]() |
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| Gellert, C(hristian) F(ürchtegott). Sämmtliche Fabeln und Erzählungen. Neueste Original-Ausgabe. 3 Teile in 1 Band. Leipzig, Hahn 1823. 8°. XXX, 232 S. mit gestoch. Frontispiz von Böttger nach J. H. Ramberg. Halblederband der Zeit. mit goldgepr. Rückenschild und Rückenvergoldung.
Goedeke IV/1, 78. – Später erschien auch eine illustrierte Ausgabe mit 12 Kupfertafeln nach Ramberg. Gellerts Fabeln erschienen erstmals 1745 und mit Chodowieckis Illustrationen 1775 bis 1776. – Deckel etwas berieben, schönes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Fabeln |
50,-- | ![]() |
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| Em(m)erich, Valentin Franz v. Aller Weltlichen Staaten Hauptstütze ist die Religion. Fallt diese, so können jene nicht stehen. Der Religion spotten, ist demnach eben so viel, als in dem Staat Aufruhr stiften, weshalben mittelst eines Gesprächs von etlichen weltlichen Staatsmännern deren drey christlichen Religionen, Die in sämtliche teutsche Lande … eindringende sogenannte Freygeisterey bestritten … Augspurg, Allbrecht Bornstäd 1768. 8°. [3] Bl., XXXII, 496, XVI S., [1] Bl. Kalblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und reicher Rückenvergoldung.
ADB VI, 87. Adelung II, 883. VD18 14447746. – Erste Ausgabe, selten. – V. F. Em(m)erich (1701-1778) „ward 1724 Hofgerichtsassessor zu Mainz, 1725 Hofrath zu Fulda, 1727 markgräflich badischer Hofrath zu Rastatt und ging 1731 als Gesandter nach Wien, wo ihn Kaiser Karl VI. zum Reichshofrath ernannte. 1736 wurde er gräflich Oettingischer Kanzler zu Wallerstein, seit 1742 fungirte er als Comitialgesandter zu Regensburg. Er schrieb eine staatsrechtliche Deduction in Sachen Oettingen-Wallerstein gegen das Kloster Neresheim, 1753, und eine Schutzschrift für die Religion: „Aller weltlichen Staaten Hauptstütze ist die Religion“, 1768“ (Steffenhagen in ADB). – Einband etwas berieben und am Fuß leicht beschädigt, sehr gutes dekorativ gebundenes Exemplar. |
160,-- | ![]() |
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| Störck, Anton v. Medicinisch-praktischer Unterricht für die Feld- und Landwundärzte der österreichischen Staaten. Dritte Auflage. 2 Teile in 1 Band. Wien, Johannes Thomas Trattner 1789. 8°. X, [1] Bl., 408 S.; [2] Bl., 204 S., [20] Bl., 92 S. (″Die in dem medizinisch-paktischen Unterrichte … vorkommende Arzneymittel“), [2] Bl. mit 2 gestoch. Titelvignetten und 2 gestoch. Kopfvignetten (″Hippocrates“ und „Galenus“). Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und Rückenvergoldung.
ADB XXXVI, 393 f. Hirsch-Hübotter V, 436. – Erschien zuerst 1780. – Anton Freiherr v. Störck (1731-1803) leitete seit 1758 „als Erster Physicus das Parzmayr’sche Krankenhaus in Wien und avancierte 1760 zum ksl. Hof- und Leibmedicus. Nach mehreren Reisen mit Angehörigen des Kaiserhauses und der Behandlung der 1767 an den Pocken erkrankten Kaiserin Maria Theresia wurde S. 1760 Professor der Medizin an der Univ. Wien (1765 Dekan, 1768 Rektor). 1772 ernannte die Kaiserin S. zu ihrem Leibarzt, 1779 wurde er Protomedicus und Leiter des gesamten Medizinalwesens in den österr. Ländern. … S.s Methode, Pflanzen oder Pflanzenextrakte empirisch zunächst im Tierversuch, dann im Selbstversuch und zuletzt am Patienten zu erproben und ggf. in die Therapie einzuführen, wurde international kontrovers diskutiert. S. bearbeitete zudem gemeinsam mit Nicolaus Joseph v. Jacquin (1727–87) und Johann Jakob v. Well (1725–87) die „Pharmacopoea Austriaca-provincialis“ (1774), die sich durch eine rigide Bereinigung des Arzneimittelschatzes, insbes. der zusammengesetzten Präparate, auszeichnet“ (W.-D. Müller-Jahncke in ADB). – Einband etwas berieben, durchgehend etwas braunfleckig, gutes dekorativ gebundenes Exemplar. |
240,-- | ![]() |
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| Krumsdorf, Edwin. Das Lachen des großen Pan. Und andere panische Geschichten. Illustriert mit 8 Original-Lithographien von Elfriede Weidenhaus. Wiesbaden, Zikaden-Presse (Klaus Burkhardt) (1959). Imperial-Folio (45 x 30 cm.). [10] Bl. mit 8 Orig.-Lithographien. Farbig illustr. Orig.-Pappband. (Erster Druck der Zikadenpresse).
Spindler 121, 58. – Eines von 500 num. Exemplaren; von E. Weidenhaus im Druckvermerk signiert. – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Erotica, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Pressendrucke |
80,-- | ![]() |
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| (Siehe, J. D.). Neue theoretische und practische Abhandlung vom gesammten Torfwesen bis zum Stich und Verkohlen des Torfes. Aus dem Manuscript eines ungenannten, aber erfahrnen, nun verstorbenen Praktikers, mit einigen Anmerkungen bey der Censur begleitet vom Commissionsrath (Johann) Riem. Dresden, Johann Samuel Gerlach 1794. Kl.-8° (17,3 x 11 cm.). [6] Bl., 178 S. mit 3 gefalteten Kupfertafeln. Pappband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild.
Holzmann/Bohatta 5956. VD18 11410094. – Erste Ausgabe des seltenen Handbuchs, welches das gesamte damalige Wissen über die wirtschaftliche Nutzung von Mooren zusammenfasst. J. D. Siehe (biogr. Daten unbekannt) gilt als Pionier bei der Erforschung der Torfverkohlung – einem damals revolutionären Verfahren, um aus minderwertigem Torf einen hochmolekularen Ersatz für teure Holzkohle zu gewinnen, die für die Metallschmelze und den Schmiedebetrieb dringend benötigt wurde. – Einband etwas berieben und bestoßen, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Holzwirtschaft, Torfkohle |
160,-- | ![]() |
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| Massee, George (Edward). British Fungus-Flora. A classified text-book of mycology. 4 volumes. London and New York, George Bell & Sons 1892-1895. 8°. XII, 432 p.; VII, 460 p.; VIII, 512 p.; VIII, 522 p. with a total of 38 illustrations. Publisher’s green cloth bindings with gilt-stamped spine titles and cover vignettes.
Stafleu 5657. Uellner 1086. Volbracht, MykoLibri 1321. – Rare first edition, including the fourth volume, which is usually missing. – English municipal library bookplates in all volumes; a good copy. Schlagwörter: Botanik, Botany, Mycology, Mykologie, Pilze |
200,-- | ![]() |
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| Eschenburg, Johann Joachim. Ueber W(illiam) Shakspeare. Mit Shakspears Bildniß. Zürich, Orell, Geßner & Füßli 1787. 8°. [2] Bl., 683, (3) S. mit gestoch. Portrait-Frontispiz von Johann Ulrich Schellenberg. Halblederband der Zeit mit 2 goldgepr. Rückenschildern und Rückenvergoldung.
ADB IV, 347. Goedeke IV/1, 672, 16. Meyen, Eschenburg 174 u. S. 47 f. VD18 10211357. – Erste Ausgabe. – „Als Quintessenz seiner Shakespeare-Studien veröffentlichte Eschenburg 1787 eine Monographie über den Dichter, die erneut den Beweis eminenten Wissens und der Gründlichkeit erbringt, mit der Eschenburg ans Werk zu gehen pflegte … Besonders hervorzuheben ist, daß Eschenburg dieser ersten deutschen Shakespeare-Monographie eine Bibliographie beigefügt hat, in der er die englischen Originalausgaben aufführte, die Umarbeitungen, Nachahmungen und Übersetzungen, aber auch die Kommentare und kritischen Schriften über den Dichter. Überaus wertvoll ist das letzte Kapitel, in dem Eschenburg die bis dahin vernachlässigten und verkannten Sonette Shakespeares behandelt und eine Auswahl im Original und Übersetzung gebracht hat. Eschenburgs Monographie steht am Anfang der eigentlichen Shakespeare-Philologie in Deutschland … Als wohlabgewogene, gründliche und umfassende Untersuchung verdient sie die vollste Anerkennung“ (Fritz Meyen). – Deckel berieben, Titelblatt mit gelöschtem Besitzvermerk, stellenweise etwas braunfleckig, gutes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Biographie, Biography, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaft, Shakespeare, William |
320,-- | ![]() |
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| (Wilhelm, Gottlieb Tobias). Unterhaltungen aus der Naturgeschichte der Vögel. Zweyter Theil (von 2). Augsburg, M(artin) Engelbrecht 1795. Kl.-8° 17 x 10,5 cm.). Gestoch. illustr. Titel, [10] Bl., 384 S., [4] Bl. mit 46 handkolorierten Kupfertafeln. Halblederband der Zeit.
Nissen, IVB 988. Nissen ZBI 4408. Schlenker 384.1. – Erste Ausgabe. Das Gesamtwerk besteht insgesamt aus 27 Bänden, wovon die Bände IV-V den Vögeln gewidmet sind. – Gottlieb Tobias Wilhelms (1758-1811) Unterhaltungen aus der Naturgeschichte erfreuten sich besonders beim bürgerlichen Lesepublikum großer Beliebtheit. Gattungstypische bildliche Darstellungen von Tieren, Pflanzen und Mineralien wurden hier mit erklärendem Text kombiniert. – „Ein Handbuch bester Art … Durch seinen Umfang und seine Farbtafeln ragt das monumentale Werk Wilhelms unter anderen zeitgenössischen hervor“ (Nissen). – Rücken stärker berieben, nur vereinzelt leicht braunfleckig, gutes Exemplar. Schlagwörter: Biologie, Ornithologie, Ornithology, Vögel, Zoologie |
450,-- | ![]() |
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| Hemeling, Johann. Neu-vermehrter vollkommener Rechenmeister, Oder Selbst-lehrendes Rechen-Buch. Das ist: die Edle Rechen-Kunst, beydes nach allgemein- und kurtzer Art, (welche etliche, unter dem Nahmen Welsch- oder Italische Practica verstehen wollen) nebenst, wie nicht allein die Geometrische Quadrat-Cubic-Zentifens- und mehr folgend, sondern auch die Arithmetische Polygonal-Columnar-Pyramidal-Central-Pyrgoidal- und dergleichen Zahlen zu finden, samt der allerkünstlichsten Regul Coss- oder Algebra, derogestaltet deutlich erkläret, daß ein geschickter Verstand, ohne mündlichen Unterricht, selbige daraus erlernen und fassen kann. Allen dero Kunst-Begierigen und zu Nutz und Dienst mit Gottes Hülfe beschrieben. aufs neue mit Fleiß übersehen, und von allen Fehlern corrigiret, auch mit einem neuen Anhange, wie die schweresten Aufgaben zu solviren, vermehret. Franckfurt und Leipzig, ohne Druck 1737. [16] Bl., 1228, 138 (statt 140) S. mit Titelblatt in Rot und Schwarz mit 2 S. Musiknoten (″Anfangs-Lied“) und einigen Tabellen. Pergamentband der Zeit.
DBE IV, 577. Katalog: Maß, Zahl und Gewicht, Wolfenbüttel Herzog August Bibliothek 1989, 9.1 (Anm.). VD18 13394770. – Vorletzte Ausgabe der zuerst 1655 mit dem Titel „Selbstlehrende Rechneschuel“ erschienenen Rechenschule. Das beliebte Rechenbuch des Schreib- und Rechenmeisters Hemeling (1610-1684) erlebte über ein Jahrhundert lang zahlreiche Auflagen. Der als Adam Riese Niedersachsens gefeierte, kaiserlich gekrönte Poet und Schreibmeister „trug mit seinen Rechenbüchern, in denen die eigentlichen Rechenoperationen oft nur eine untergeordnete Rolle einnahmen, wie alle Schreibmeister des 16. und 17. Jh., maßgeblich zur Verbreitung der Schriftkultur bei“ (DBE). – „Als Schüler besaß Carl Friedrich Gauss Johann Hemelings Kleines Rechenbuch und zwar die Auflage von 1669“ (Katalog HAB Wolfenbüttel S. 218). – Getreu seinem Motto „Rechnen kann in vielen Sachen klug geschickt und witzig machen“ war er einer der herausragenden Vertreter der arithmetischen Poesie. – Vorsätze stärker angestaubt und fleckig, das letzte Blatt (S. 139/140, „Zugab-Rechnung“) fehlt, stellenweise etwas braunfleckig und gebräunt, insgesamt sehr gut erhalten. Schlagwörter: Arithmetic, Arithmetik, Mathematics, Mathematik, Schul- und Lehrbücher |
280,-- | ![]() |
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| Kant, Immanuel. Anthropologie in pragmatischer Hinsicht abgefaßt. Zweyte verbesserte Auflage. Königsberg, Friedrich Nicolovius 1800. 8°. XIV S., [1] Bl., 332 S. Pappband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild.
Adickes 98. Slg. Borst 814. VD18 11356103. Warda 198. Ziegenfuss I, 613 ff. – „The second edition is essentially more correct and exact“ (Adickes). – Einband etwas berieben, durchgehend braunfleckig und stellenweise Rotstift-Anstreichungen im Blattrand, gutes Exemplar aus der Bilbliothek von Charlotte Louise Caroline v. Oertzen (1764-1833), Ehefrau von Bernhard Joachim v. Bülow (1747-1826), mit eigenhändigem Besitzvermerk auf dem Titelblatt. Schlagwörter: Psychologie |
120,-- | ![]() |
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| Vilanova (de Rosselló, Ramon) de. Capítulo del Toisón de Oro. Celebrado en Barcelona el año 1519. Estudio historico por el Conde de Vilanova. Ilustraciones, heraldica y direccion de Felix Domenech y Roura. Barcelona, (Gráficas Juan Sallent) 1930. Folio (34,5 x 26 cm.). 185, (1) págs. con un gran número de grabados en dorado y color, 45 láminas fuera de texto, 51 grabados intercalados en el texto, viñetas en color. Encuadernación original en media piel de color rojo vino, con el título del lomo estampado en oro y líneas doradas y corte de oro en la cabeza. (Exposición Internacional de Barcelona).
Palau 365700. – N.º 15 de 190 ejemplares numerados, en papel de hilo con filigrana especial. – Tratado profusamente ilustrado sobre el año clave de 1519 en la historia de la Orden del Toisón de Oro. Tras la muerte del emperador Maximiliano I en enero de 1519, el cargo de Gran Maestre pasó a manos de su nieto, Carlos V, quien continuó dirigiendo la Orden como un poderoso instrumento de dominio dinástico de los Habsburgo. Ese mismo año, poco antes de partir hacia Alemania para la elección del rey, Carlos V celebró un importante capítulo de la Orden en la catedral de Barcelona. – La documentació del fons personal de Ramon de Rosselló (1876-1936), dipositada a l’Arxiu Històric de la Ciutat de Barcelona, està directament relacionada amb l’organització de l’Exposició Internacional de Barcelona de 1929. El govern va encarregar a Ramon de Rosselló i Donato, comte de Vilanova, dur a terme les gestions necessàries per aconseguir el retorn a Espanya de peces del tresor del Toisó d’Or. La documentació generada i rebuda per Ramon de Rosselló durant l’exercici d’aquell encàrrec està integrada per originals i còpies de lletres, factures, notes, inventaris, impresos, entre altres tipus de documentació, generats per gestions realitzades des de diversos punts geogràfics: Barcelona, Madrid, Bèlgica, Roma, Viena, amb l’objectiu de reunir a Barcelona objectes de l’Orde del Toisó d’Or per ser mostrats a l’Exposició Internacional. – Un ejemplar muy bonito. Schlagwörter: Espana, Faksimile, Karl V., Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, Maximilian I., Nummerierte Bücher, Orden vom Goldenen Vlies, Order of the Golden Fleece, Spain, Spanien |
340,-- | ![]() |
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| Papiertheater – (Grimm, Jakob und Wilhelm). Aschenbrödel. Rom, Leipzig, Casa Editrice Mediterranea, W. Krenn (1943). Quer-Gr.-8°. 6 farbige Szenen auf 5 Ebenen mit Rahmen von Raimondo Centurione nach Zeichnungen von Mario Zampini als Rondell aufstellbar; und „Textbuch“, 13, (1) S. mit 2 Abbildungen. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband mit Schließe. (Krenn Theater Album, Nr. 1).
Laub 59. – Erste deutsche Ausgabe. Die italienische Originalausgabe erschien 1942 in Mailand. – Interessantes italienisches Spiel-Bilderbuch (″Sternbilderbuch“ P. Laub). Mit kurzem Text auf dem unteren Teil der Rahmen. Laut einer Bedienungsanleitung im hier fehlenden Textheft, sollte das Buch in aufgeklapptem Zustand auf eine Metallstange gesteckt werden und so drehbar sein. Außerdem sollen die Szenen von oben mit einer Lampe beleuchtet werden. – „Die Raumwirkung des Buchtheaters wird durch eine Oberbeleuchtung verstärkt“ (G. Hoppensack zu Dornröschen, Ebda. 1943). – Kanten etwas berieben, zeitgenöss. Widmung auf dem Vorsatz, sehr gutes Exemplar mit dem oft fehlenden Textheft. Schlagwörter: Ital. Kinderbücher, Märchenbilderbücher, Papierspielzeug, Papiertheater, Spielbilderbücher |
240,-- | ![]() |
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| Müller, Joh(ann Heinrich Jacob). Lehrbuch der kosmischen Physik. (Und): Atlas zum Lehrbuch der kosmischen Physik. 2. Ausgabe der 2. wesentlich verb. und verm. Auflage und 2. wesentl. verm. Auflage. 2 Bände. Braunschweig, Vieweg und Sohn 1865. 8° und Gr.-8°. XVII, 567, 46 S., [1] Bl. mit 316 Text-Holzstichen; [3] Bl. und 33 teils gefaltete, doppelblattgr. und farbige Tafeln. Halblederband der Zeit und Halbleinenband der Zeit. (Lehrbuch der Physik und Meteorologie, 3. Band).
DSB IX, 566. – Rücken des Textbands teils stärker berieben, die ersten Blätter und die Tafeln des Atlas-Bandes braunfleckig, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Astronomie, Astronomy |
60,-- | ![]() |
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| Perrin, Jean (Baptiste). Les atomes. Paris, Félix Alcan 1913. 8°. XVI, 295, (1) p. avec 13 figures. Publishers typographic paper wrappers. (Nouvelle Collection Scientifique).
DSB X, 525. Nye, Molecular Reality S. 157 ff. – Rare first edition. – „Perrin most fondamental conclusion that he had finally uncovered irrefutable proof for the real existence of atoms – contrary to the assertions and expectations of Ostwald, Mach and others – was soon universally accepted and popularized in his book ‚Les atomes‘ (1913). He received the Nobel Prize in 1926“ (DSB). – „The publication of this book loomed as a MILESTONE in Perrin’s own career, as well as in the history of the physical sciences. It marked the alliance of a plethora of superficially unrelated phenomena, as well as the incorporation of the common denominator among them into the normal working assumptions of physics and chemistry. First published in 1913, the book was in its fourth edition in 1914 already and was translated into English, German, Polish, Russian, Serbian and Japanese. The response to the publication was an almost unanimous crescendo of applause“ (W. Alicke, Catalogue 269, 475). – Fine copy. Schlagwörter: Chemie, Chemistry, Physics, Physik |
600,-- | ![]() |
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| Bertall (d. i. Charles Albert d’Arnoult). La comédie de notre temps. Études au crayon et à la plume. Deuxième serie (sur 3). Les enfants, les jeunes, les mûrs, les vieux. Paris, E. Plon et Cie 1875. 4° . [2] Bl., 652 S. mit Frontispiz und 105 teils ganzs. Holzschnitt-Illustrationen. Weinroter Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel, dekorativer Rückenvergoldung und Goldschnitt.
Carteret III, 89. Sander 87 u. 88. Vicaire, I, 438 f. – Première édition. – „In den zahlreichen Vignetten der zweibändigen „Comédie du notre temps“ (Paris 1874-1875) erreichte der Künstler noch einmal seine einstige Höhe“ (Rümann, Das illustr. Buch des 19. Jhdts. 193). – Sehr schönes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Karikatur, Satire |
100,-- | ![]() |
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| Chevreul, (Michel) E(ugène). Die Farbenharmonie. Mit besonderer Rücksicht auf den gleichzeitigen Contrast in ihrer Anwendung in der Malerei, in der decorativen Kunst, bei der Ausschmückung der Wohnräume, sowie in Kostüm & Toilette ; mit 9 Farbentafeln, entworfen von Joh. Hirrlinger. 2., gänzlich umgearb. Auflage, herausgegeben von F(ranz) Jännicke. Stuttgart, Paul Neff 1878. 8°. VIII, 275 S. mit handkolorierten Tafeln von Joh(ann) Hirrlinger. Halbleinenband der Zeit.
DSB III, 241. Poggendorff I, 433. Vgl. Norman Coll. 979 (franz. Originalausgabe von 1839). – Deutsche Ausgabe von Chevreuls Hauptwerk zur Farbenharmonie. – „In addition to the chemical aspects of dyeing Chevreul made an intensive study of the principles governing the contrast of colors, which resulted in his monumental De la loi … the most influential of his many books. This book was the outcome of his discovery that the apparent intensity and vigor of colors depended less on the pigmentation of the material used than on the hue of the neighboring fabric. After many experiments on colour contrast Chevreul formulated for the first time the general principles and effects of simultaneous contrast, the modification in hue and tone that occurs when juxtaposed colors are seen simultaneously“ (DSB). – Der Chemiker Chevreul (1786-1889) leitete seit 1824 die Färberei der Kgl. Gobelin-Manufaktur und hatte ab 1830 eine Professur für Chemie inne. Das vorliegende Werk beeinflußte weniger die Optik als die Malerei, darunter vor allem die Impressionisten G. Seurat und P. Signac. – Durchgehend etwas braunfleckig und papierbedingt gebräunt, die Tafeln nur im Rand etwas fleckig. Schlagwörter: Chemie, Chemistry, Color in art, Farben, Farbenlehre, Farbharmonie, Farbherstellung, Färberei, Optics, Optik |
160,-- | ![]() |
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| (Becher, Georg Christoph oder A. Sturm). Geheimes Jäger-Cabinet, darinnen die nöthigsten Wissenschaften so zur Jägerey gehörig nebst Siebenzig geheimen und bishero meist verborgen gewesenen Jäger-Künsten enthalten. Welchem zuletzt noch mit beygefüget Des Klugen Haus-Vaters nützliche und nöthige Rechts- und andere Formularien. 5 Teile in 1 Band. Leipzig, Jacob Schuster 1721. 12° (14 x 7,5 cm.). [4] Bl., 1110 (statt 1142) S., [56] Bl. mit 2 Titelbl. in Rot und Schwarz, 1 mehrfach gefalteten Holzschnitt-Tafel in Rot und Schwarz und zahlr. Holzschnitten im Text. Pappband der Zeit.
Vgl. Kress 5416 (Ausgabe 1755), Dünnhaupt I, Becher, 455 F 25. Humpert 201 (Ausgabe 1709). VD18 10513221 (Ausgabe von 1701). – Noch frühe Ausgabe des seltenen Hausvaterbuchs, welches zuerst 1685 mit dem Titel „Kluger Hauß-Vater, verständige Hauß-Mutter,…“ erschien. Vorliegende Ausgabe mit dem Nebentitel „Gründliche Nachricht von der Viehe-Zucht, zum Ackerbau, Wiesewachs und Fischerey, samt genauer Ausrechnung aller hierzu benöthigten Unkosten, … Vormahls auf gnädigste Verordnung eines seiner Gottesfurcht und Haushalten Erfahrenheit halber weltberuhmten Fürstens entworffen, anitzo aber als eine nützliche Zugabe Des Klugen Haus-Vaters zum Druck befördert“. – Dünnhaupt vermerkt, daß der Verleger das Werk dem berühmten Alchimisten, Wirtschaftswissenschaftler und Universalgelehrten Johann Joachim Becher (1635-1682) zuschreibt, der sich dadurch bessere Absatzmöglichkeiten erwartete, was letztlich auch erfüllt wurde, erschienen doch in der Folge zahlreiche, jeweils erweiterte Neuauflagen. Tatsächlich handelt es sich bei dem Autor wohl um einen gewissen A. Sturm, wie auch schon Jöcher vermutet: „Unterschiebung des geschäftstüchtigen Leipziger Verlegers, der aus B’s Namen Kapital zu schlagen suchte. Nach Adelung soll der wahre Autor ‚ein gewisser Sturm‘ (A. Sturm?) gewesen sein. Das oft aufgelegte Werk hat jedenfalls mit Becher nichts zu tun, obwohl sein Name in den meisten Drucken als Autor angegeben wird“ (Dünnhaupt). – Mit interessanten Kapiteln über die Land- und Forstwirtschaft und Haushaltung von Landgütern. Darunter im ersten Teil: „Von Bienen“ (S. 150-229)´; „Vom Weine, …“ (S. 227-229); „Von Maltz-machen und Bierbrauen“ (S. 230-254) – im zweiten Teil: „Darinnen der vollkommene Land-Medicus…“ (S. 313 ff.); „Von Mutter-Beschwerungen und mancherley Zufällen der Sechs-Wöchnerinnen…“ (S. 475 ff.). – Im dritten Teil: Der wohlerfahrene „Roß– und Vieh-Artzt“ (S. 551 ff.); „Bericht von der Fischerey“ (S. 757 ff.). – Im vierten Teil: „Des Edlen Weydmannns geheimes Jäger-Cabinet…“ (S. 825-1016). – Im fünften Teil: „Der vollständige Land-Advocat…“ (S. 1017 ff.). – Die schöne Holzschnitt-Tafel (im rechten Rand knapp beschnitten) mit Darstellungen zu den wichtigsten Kapiteln. – Einband berieben, etwas bestoßen und mit Japanpapier kaschiert, Bindung stellenweise gelockert, die S. 433/434, 551/552 (″Von Mutter-Beschwerungen…“), 601/602 und 623-648 (″Rind-Viehe“ und „Schaaf-Artzt“) fehlen, durchgehend gebräunt und teils stärker fleckig, insgesamt gut erhaltenes Exemplar des beliebten Handbuchs. Schlagwörter: Forstwirtschaft, Hausvater-Literatur, Landwirtschaft, Medizin, Viehzucht |
450,-- | ![]() |
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| Sontag, Susan. On photography. Sixth printing. New York, Farrar, Straus and Giroux (1978). 8°. (7), 207 p. Publisher’s linen binding with an illustrated dust jacket.
Lederman/Yatskevich, What they saw 346. Roosens/Salu 2624. – Signed by Susan Sontag. – „Susan Sontag’s On Photography, a text-based work that does not include photographic illustrations, is a collection of six essays originally published in the New York Review of Books between 1973 and 1977. Written in a modernist style that crosses the boundaries between high and low culture, Sontag explores the power of photography and its unlimited authority in society from both a historical and 1970s perspective. With a background in English and philosophy and no formal training in art or photography, Sontag posits that a photograph is a perceived reality, a way of preserving the past while also holding on to the present. Referencing Plato’s allegory of the cave in the book’s first essay, she observes that photographs are perceived as representations of reality more than other art forms; and that the more pervasive photography becomes, the more photography shapes reality and how the world is seen. In the book’s successive essays, Sontag examines the representation of America by photographers, moving on to discussions of shock imagery, commodification in photography and the role images play in everyday life. On Photography remains one of the most celebrated books on the subject of photography, and has become essential reading for anyone involved in the field or study of photography“ (Anna Jacobsen in Lederman/Yatskevich). – Dust jacket on the back cover with a small tear; a very fine copy. Schlagwörter: Foto-Philosophie, Fotografiegeschichte, Photo Essays, Photo-Philosophy, Photography literature, Signed books, Signierte Bücher |
320,-- | ![]() |
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| Oud, J(acobus) J(ohannes) P(ieter). Holländische Architektur. 2. Auflage. München, Albert Langen (1929). Gr.-8°. 107, (1) S. mit 55 Abbildungen. Gelber Orig.-Leinenband. (Bauhausbücher, herausgeben von Walter Gropius und L. Moholy-Nagy, Band 10).
Bolliger, Dokumentations Bibliothek I, 39, II, 25, III, 10, IV, 10h, 11 und VI, 74. Jaeger 0778. Wingler 563. – Typographie und Einband von Lazlo Moholy-Nagy. – Vorgestellt werden neben Werken der holländischen Architekten Oud, Rietveld, de Klerk, Mart Stam auch Bauten von Gropius und Le Corbusier. – Rücken teils stärker berieben und restauriert, Stempel auf dem Vortitel, sonst gutes Exemplar. Schlagwörter: Bauhaus, Neues Bauen, Niederlande |
300,-- | ![]() |
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| Rich, Claudius James. Memoir on the ruins of Babylon. (And): Second memoir on Babylon containing an inquiry into the correspondence between the ancient descriptions of Babylon and the remains still visible on the site. Sugested by the „Remarks“ of Major Rennel published in the Archaeologia. Second edition and first edition. 2 volumes. London, Longman, Hurst, Orme, and Brown 1816 and 1818. Gr.-8° (24,5 x 15,5 cm.). IV, 67, (1) p.; [2], 60 p. with 6 (3 folded) engraved plates. Contemporary cardboard bindings.
DNB XLVIII, 114 ff. Zenker, Bibliotheca Orientalis II, 535 and 536. – Very rare set of Rich’s famous archaeological investigations on the ruins of Babylon. – “As early as the age of nine [Rich’s] curiosity was aroused by some Arabic manuscripts, and he applied himself with eagerness to various oriental languages… Before he was 24 he was appointed the East India Company’s resident at Baghdad… For six years he lived at Baghdad, collecting materials in his leisure time for a history and statistical account of the Pashalik… An excursion to Babylon in 1811 bore fruit in the Memoir on the Ruins of Babylon, originally contributed to the ‘Mines d’Orient,’ but reprinted at London in 1815, and amplified, after a second visit to the site, in the Second Memoir on Babylon” (DNB). – „When he visited the ruins of ancient Babylon on 10 December 1811, a new passion for antiquity was kindled within him, to which he would devote all his energy. In 1812, he carried out surveys and excavations in Babylon and the surrounding area, which he published two years later in the form of a topographical study in *Fundgruben*, a journal edited in Vienna by his personal friend Joseph von Hammer-Purgstall. Following a dispute with Major Rennell, they agreed on the location of the ruins of Babylon on the eastern bank of the Euphrates, and Rich incorporated his suggestions into „A Second Narrative“. … Rich discovered a number of small objects from sarcophagi near the ‘Mujelibé’ (palace) and excavated the ‘Lion of Babylon’, which the Australian Henry Layard was to rediscover 40 years later. He also dug a shaft into the hill at Tell Ibrahim Khalil and collected inscribed mud bricks. … Although he spent only 10 days in Babylon, he uncovered numerous artefacts that were to occupy scholars for a long time to come“ (Wikipedia). – The spine of the second volume has been professionally repaired; both volumes bear bookplates; slightly stained in places, but otherwise in good condition. Schlagwörter: Antike, Archaeology, Archäologie, Babylon, Irak |
1.000,-- | ![]() |
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| Rich, Claudius James. Narrative of a journey to the site of Babylon in 1811. Memoir on the ruins … Remarks on the topography of ancient Babylon, in reference to the memoir: Second memoir of the ruins; in reference to Rennell’s remarks. With narrative of a journey to Persepolis: now first printed, with hitherto unpubl. cuneiform inscriptions copied at Persepolis. Edited by his widow. London, Duncan & Malcolm 1839. 8°. XLII, 324 p. with an engraved frontispiece, 1 woodcut illustration and 26 engraved plates, some of which are folded. Modern leather binding with a gold-embossed title on the spine.
DNB XLVIII, 114 ff. Lowndes IV, 2084. – First complete edition of Rich’s archaeological investigations on the ruins of Babylon. – Claudius James Rich (1787-1821) „passed his childhood at Bristol. As early as the age of nine his curiosity was aroused by some Arabic manuscripts, and he applied himself with eagerness to various oriental languages. In 1803, by the influence of friends, he was appointed a cadet in the East India Company’s service. … After several journeys into the interior of Asia Minor he was appointed assistant to Colonel Missett, the new consul-general in Egypt, and in this post perfected himself in Arabic, and amused himself by acquiring the skill in horsemanship and the use of the lance and scimitar in which the Mamlûks were past masters. From Egypt he travelled in Mamlûk disguise over a great part of Syria and Palestine, visited Damascus in the pilgrimage time, and even ventured to enter the great mosque, undetected. … For six years he lived at Baghdad, collecting materials in his leisure time for a history and statistical account of the Pashalik. Some of his researches may be traced in papers contributed to the ‘Mines d’Orient’, at Vienna. An excursion to Babylon in 1811 bore fruit in the ‘Memoir on the Ruins of Babylon,’ originally contributed to the ‘Mines d’Orient,’ but reprinted at London in 1815 (3rd edit. 1818), and amplified, after a second visit to the site, in the ‘Second Memoir on Babylon’ (London, 1818). In 1813 ill-health compelled Rich and his wife to go for change of air to Constantinople, where he stayed with Sir Robert Liston [q. v.], the ambassador, and in 1814 he prolonged his journey through the Balkan provinces to Vienna, and thence to Paris, then in the hands of the allies. Upon his return through Asia Minor and Mesopotamia to Baghdad, he resumed his studies and collections, made his second visit to Babylon, and in 1820, being again in bad health, travelled in Kurdistan“ (S. Lane-Poole in DNB). – Slightly browned throughout and with faint brown spots in places; a very fine copy. Schlagwörter: Archaeology, Archäologie, Babylon, Irak |
750,-- | ![]() |
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| Haensel, Carl. Über den Irrtum. Eine Kritik unserer Anschauungen. Berlin, S. Fischer 1941. 8°. 249, (3) S. Orig.-Pappband.
Baden-Württembergische Biographien VI, 160 ff. – Erste Ausgabe des philosophischen Großessays. Der Jurist, Bergsteiger und Schriftsteller (1889-1968) wurde bekannt durch seinen „Tatsachenroman“ „Der Kampf ums Matterhorn“ (1929), der zweimal mit Luis Trenker in der Hauptrolle verfilmt wurde. – Sehr gutes Exemplar. |
30,-- | ![]() |
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| (Casetti, Walter und Walther Wäldele, Hrsg.). Die Albtalbahn. Denkschrift der Stadt Karlsruhe zur Verbesserung der Verkehrsbedienung ihrer südlichen Stadtteile und des Albtales durch Umgestaltung der Bahn. Karlsruhe, Stadt-Karlsruhe o. J. (1955). 4° (30 x 21,5 cm.). Hektographiertes Typoskript, Titel, 28 S., [1] Bl., 12 teils gefaltete Tafeln, [29] Bl. (Anlagen). Orig.-Halbleineneinband.
Die Denkschrift der Stadt Karlsruhe von 1955 zur Albtalbahn war der historische Wendepunkt zur Rettung und Modernisierung der Bahnstrecke und legte den Grundstein für das weltweit bekannte Karlsruher Modell. Sie verglich alle machbaren Varianten, um den desolaten Zustand der damaligen Schmalspurbahn zu beheben und die südlichen Stadtteile sowie das Albtal verkehrstechnisch neu zu erschließen. Auf Basis der Denkschrift wurde am 2. März 1957 der Vertrag zur Gründung der Albtalbahn-Verkehrsgesellschaft (AVG). – Walter Casetti war Mitte der 1950er-Jahre Direktor der Verkehrsbetriebe Karlsruhe. „Das von ihm geleitete Straßenbahnamt (die damaligen städtischen Verkehrsbetriebe) war direkt für die technische Ausarbeitung der 1955er-Denkschrift zuständig. Casetti und seine Ingenieure entwarfen das wegweisende Konzept, die Albtalbahn zu verstaatlichen, auf Normalspur umzubauen und direkt an das Karlsruher Straßenbahnnetz anzuschließen“ (Stadtlexikon Karlsruhe). – Walther Wäldele (1921-2003) war als Leiter des städtischen Bauressorts ab Mitte der 1950er-Jahre für die übergeordneten planerischen und baurechtlichen Rahmenbedingungen der städtischen Infrastruktur zuständig und 1966 bis 1983 Erster Bürgermeister von Karlsruhe. – Tadellos. Schlagwörter: Albtalbahn, Baden-Württemberg, Badenia, Eisenbahn, Karlsruhe |
140,-- | ![]() |
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| Neujahrsblätter – Sammelband mit 52 Neujahrsblättern. Der Tugend und Wissenschaft liebenden Jugend gewidmet von der Stadt-Bibliothek in Zürich. 52 Hefte in 1 Band. Zürich Stadtbibliothek 1756-1841. Gr.-8° (22 x 18 cm.). Mit 52 gestochenen Tafeln. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und Romantikervergoldung.
Rohr, Neujahrsblätter S. 7 ff. Slg. Hürlimann 244 (Jahrgänge 1759-99). – Umfangreiche Sammlung der seltenen Jahresgaben für Jugendliche. Enthält die Blätter für die Jahre 1759, 1762, 1763, 1765, 1772-1775, 1797-1841. – Die Jahrgänge 1759 und 1762 mit Radierungen von Salomon Gessner zu Texten von J. R. Werdmüller und F. W. Zachariä; die Jahrgänge 1765 bis 1775 mit Kupfern von Joh. Balthasar Bullinger zu Texten von Salomon Hirzel (meist Darstellungen aus der Schweizer Geschichte); Die Jahrgänge 1797 bis 1800 mit Radierungen von J. U. Schellenberg nach Martin Usteri und Texten von J. H. Füssli; Die Jahrgänge 1801 bis 1815 mit Kupfern von H. Lips nach M. Usteri zu Texten von Salomon Hirzel; ab 1816 wechseln historische Begebenheiten mit Biographien (mit Porträts), die Kupfer und Radierungen stammen von M. Usteri, M. Esslinger, Franz Hegi, C.F. Irminger, H. Meyer und R. Denzler; Jahrgang 1831 mit lithogr. Porträt der Lady Jane Gray von J. Brodtmann nach Hans Holbein. – „Der einzigartige Brauch der Publikation von Neujahrsblättern für die Jugend Zürichs, viel später von verschiedenen anderen schweizerischen und einigen deutschen Orten übernommen, reicht in der Entstehungszeit bis zur Mitte des 17. Jh. zurück… Es war damals Sitte, dass die Kinder von Mitgliedern kultureller Gesellschaften und Institutionen am Berchtoldstag einen Geldbetrag zum Beheizen der gesellschaftseigenen Trinkstuben überbrachten… Bei dieser Gelegenheit wurden die Kinder mit Kuchen oder dem klassischen Gebäck der Zürcher, den „Tirggeli“ und mit Veltlinerwein bewirtet. Die Bewirtung wurde später von der Bürgerbibliothek durch die Uebergabe eines Neujahrsblattes ersetzt und damit die Einrichtung der Neujahrsblätter begründet… Die illustrierten Blätter in dieser bilderarmen Zeit müssen die Jugendlichen von damals stark beeindruckt und erfreut haben. Sie gehören in Bezug auf die allgemeine Kinderliteratur zu den frühesten Kinder-Periodica“ (H. Rohr in Zürcher Neujahrsblätter. Beschreibendes Verzeichnis. Zürich 1971). – Rücken und Gelenke etwas berieben, sehr gut erhaltene Sammlung in einem dekorativen zeitgenössischen Einband. Schlagwörter: Helvetica, Neujahrsblätter, Schweizer Kinderbücher, Switzerland |
650,-- | ![]() |
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| Geist, Rudolf (Johann). Der anonyme Krieg. Heilbronn a. N., Leipzig, Prag u. a. Verlag Internationale Buchpresse (1928). 8°. [4] Bl., 427, (1) S., [2] Bl. Orig.-Leinenband.
Erste Ausgabe des expressionistischen Antikriegsromans des Wiener Schriftstellers Rudolf Geist (1900-1957). – „Schon seit frühester Kindheit, nachdem er sich autodidaktisch das Lesen und Schreiben beigebracht hatte, verfasste er Gedichte und kurze Texte. Nach seiner Lehre zum Bäcker und dem Fronteinzug im 1. WK, der ihn bis zum Lebensende zu einem überzeugten Pazifisten machte, lebte er einige Jahre im Untergrund in Wien. 1922 beschloss er freier Schriftsteller zu werden, zwischen 1926 und 1938 arbeitete er in Deutschland und Wien als Lektor bei Verlagen, gründete Zeitschriften, literarische Vereine und Lesekreise und publizierte seine literarischen Werke. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurden seine Bücher verboten und teilweise verbrannt. 1938 wurde er wegen „Kommunistischer Mundpropaganda“ verhaftet und wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zu 15 Monaten Gefängnis verurteilt. Nach dem Krieg widmete sich Rudolf Geist aktiv dem Wiederaufbau, legte Romane, Gedichte, Theaterstücke, Filmbücher wie auch politische, philosophische und literarische Essays und Arbeiten vor. In seinem Verlag publizierte er u.a. zwei Werke des amerikanischen Autors Upton Sinclair“ (Österreichische Nationalbibliothek). – Einband leicht braunfleckig und etwas berieben, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Pazifismus, Weltkrieg <1914-1918>, Weltkrieg I |
100,-- | ![]() |
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| Grundmayr, Franz. Lexikon der Römischkatholischen Kirchengebräuche. Augsburg, Johann Baptist Merz 1801. [2] Bl., 321 S. Interims-Pappband der Zeit.
ADB X, 35 f. – Erste Ausgabe. – F. Grundmayr (1750-1823) „wirkte mit großem Eifer den Grundsätzen der Encyklopädisten entgegen, die auch in Bayern vielfach Eingang gefunden hatten. Im J. 1811 wurde er auf Betreiben des französischen Gesandten zu München verhaftet und nach der Festung Oberhaus nächst Passau verbracht, weil er sich als den Verfasser gewisser durch den Druck verbreiteter Gebete bekannte, in denen man eine Kritik der Willkürherrschaft Napoleons zu entdecken glaubte. Es ist wol anzunehmen, daß ihn nur der bald eingetretene Umschwung der Zeitverhältnisse vor einem schlimmeren Loose bewahrte. Als mit dem J. 1813 Napoleon’s Einfluß auf Baiern gebrochen war, scheint man des Gefangenen auf Oberhaus vergessen zu haben; erst drei Jahre später, 1816, wurde er aus seiner Haft entlassen“ (G. Westermayer in ADB). – Einband etwas angestaubt und fleckig, Stempel auf dem Titelblatt, stellenweise etwas braunfleckig, gutes Exemplar. Schlagwörter: Katholische Kirche, Lexica, Liturgie, Liturgiegeschichte |
50,-- | ![]() |
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| W(orthington), T(homas), (Editor). Rosarivm siue psalterivm (Rosarium sive psalterium) beatae virginis Mariae. Cum alijs piis exercitijs, ut in Præfatione notatur a T. W. A. editum. Antverpiae (Antwerpen), Johannes Keerberg 1602. 12° (14,5 x 8,5 cm.). [12] Bl., 215 S. mit gestoch. illustr. Titel, 18 Kupfertafeln und 3 gestoch. Vignetten von Jan Collaert nach Marten de Vos. Pergamentband der Zeit.
Graesse VI, 327. – Zweite Ausgabe des zuerst 1600 bei Keerberg erschienenen Rosenkranz-Psalters. Mit den schönen Kupferstichen von Jan Collaer (II, 1561 oder 1566-1627 oder 1628) nach Zeichnungen des flämischen Altmeisters Marten de Vos (auch Maerten de Vos, 1532-1603). Andere Ausgaben enthalten bis zu 35 Kupferstiche; die vorliegende Ausgabe ist jedoch mit den 18 Tafeln und 3 Vignetten vollständig, die alle rückseitig auf Textseiten gedruckt sind. – Der Herausgeber T. Worthington (1549-1627) „wurde nach dem Tod von Dr. Richard Barrett (30. Mai 1599) am 28. Juni vom Kardinalprotektor zum Präsidenten des Douai College ernannt, hauptsächlich durch den Einfluss von Robert Persons, nachdem der Kandidat des Weltklerus abgelehnt worden war. Die ihm übertragene Aufgabe war schwierig, und er scheint nicht die nötige Charakterstärke besessen zu haben. Seit der Rückkehr des Colleges aus Reims im Jahr 1593 hatten sich dessen Schwierigkeiten stetig verschärft, was sich negativ auf die Disziplin auswirkte. Bereits 1596 hatte Worthington selbst eine Denkschrift an den Kardinalprotektor zum Zustand des Römischen Kollegs gerichtet, in der er auf den Niedergang von Douai hinwies, den er den Neuerungen von Dr. Barrett zuschrieb. Seine Präsidentschaft begann daher mit einer päpstlichen Visitation des Kollegs, in deren Folge in Rom neue Statuten ausgearbeitet wurden. Es wurde festgelegt, dass nicht mehr als sechzig Personen von der Stiftung unterstützt werden sollten, dass kein Student zugelassen werden sollte, der nicht für den Rhetorikunterricht geeignet war, und dass alle Studenten verpflichtet waren, zu gegebener Zeit einen Eid auf den Empfang der Priesterweihe abzulegen“ (Wikipedia). – Einband etwas fleckig, sehr gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Barockliteratur, Baroque, Emblemata, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Theologie |
600,-- | ![]() |
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| Noldus, Cecile (geb. 1961 in Breda). (Orchester der Dinge). Folge mit 6 C-Prints auf Fujicolor Crystal Archive Paper, alle verso mit Goldstift signiert. (Hamburg, Griffelkunst-Vereinigung 1998). 40 x 30 cm.
Griffelkunst, Verzeichnis der Editionen 292 C1-C6. – „Welcome to my Universe of Living Things! I am Cecile Noldus, and people call me animator, visual artist, animation filmer, workshop facilitator, event enricher, or simply artist. I am the creator of stories in which things come to life, read more tagging on to my childhood devotions, when I would roam the forests near my home in Brabant, in the Netherlands. To me, plants, stones, and insects all have animistic souls. They tell me stories. They always have. For as long as I can remember I have been trying to connect with these creatures by shaping them out of trash and objects to then animate them, giving them a soul. Recalling the mystic forests of my childhood, I draw, paint or create secret gardens out of various materials, mainly mixed textiles because of its softness and flexibility. I extended my world by sewing dadaistic costumes that can be worn by me or by the audience for performances or animation films. They seem inspired by my hometown hero Hieronymus Bosch; they are manic, colourful, mysterious and brave“ (Cacile Noldus 2024). – Ohne die illustr. Mappe mit dem Titel. Schlagwörter: Original-Photographie, Signierte Photographie |
240,-- | ![]() |
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| Mark, Mary Ellen. Ward 81. Photographs. Text by Karen Folger Jacobs. With an introduction by Milos Forman. Designed by Arne Lewis. New York, Simon and Schuster (1979). Quer-8° (20 x 28 cm.).. 96 p. with 82 duotone plates. Illustrated original cardboard softcover.
Koetzle, Fotografen A-Z 253. Lederman/Yatskevitch, What they saw 255. – First edition. – „In February 1975, photographer Mary Elen Mark and writer and social scientist Karen Folger Jacobs were given permission to live on Ward 81, the women’s security ward of the Oregon State Hospital. During their thirty-sixday stay, Mark photographed, and Jacobs interviewed the ward’s residents, women deemed highly disturbed and a danger to themselves and others. Purposely choosing not to review case files before their visit, Jacobs and Mark interacted with the patients in their daily routines. They were less interested in documenting their mental illness than learning about the women themselves. The resulting book, Ward 81, portrays the women, their mental illness’ contradictions and the institutional response to their treatment and care. Mark first learned of the Oregon State Hospital and the women in Ward 81 in 1974 when she was sent to photograph the cast on the set of One Flew Over the Cuckoo’s Nest, Milos Forman’s 1975 film based on Ken Kesey’s novel about patients in a psychiatric hospital. She vowed to return, and after a year-long request process, she and Jacobs installed themse Ives in the ward. The impact of their time on the ward was significant, with Jacobs stating in the book’s epilogue, „We felt the degeneration of our own bodies and the erosion of our self-confidence. We were horrified at the thought of what we might become after a year or two of confinement and therapy on Ward 81.“ The book contains eighty-two black-and white photographs, with an essay by Jacobs serving as an introduction to the visual flow. In it, she notes that women captured in Mark’s photographs could be in almost any institutional setting, but closer examination reveals their scars and signs of physical abuse, often self-inflicted“ (C. M. Riley in Lederman/Yatskevitch). – A very fine copy. Schlagwörter: Portrait photography, Portraitphotographie, Porträtfotografie, Porträtphotographie |
240,-- | ![]() |
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| Guido de Columnis. Der Trojanische Krieg (Historia destructionis Troiae). Faksimile des Codex 2773 der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien. 2 Bände (Faksimile und Kommentarband). Gütersloh und München, Coron Exklusiv (2007). Folio (39 x 29 cm.). [239] Bl. (farbiges Voll-Faksimile) mit 334 Miniaturen in Gold und Farben; 184 S., [1] Bl. mit 16 Farbtafeln. Weinroter Originaloasenziegenlederband mit ornamentaler Verzierung in Gold-, Farb- und Blindprägung und vier Messingschließen und Orig.-Leinenband mit farbigem Deckelbild in Plexiglas-Kassette.
Eines von 998 numerierten Exemplaren. Mit dem Kommentar von G. Suckale-Redlefsen und R. Suckale. – Das prächtige Faksimile enthält die eigens für diese Handschrift aus dem 15. Jahrhundert übersetzte deutsche Fassung von Columnis’ „Historia destructionis Troiae“. – Die schönen Miniaturen mit höfischen Szenen aus dem Mittelalter, bilden eine Art „Bilderroman“ und stammen zum Teil von Meister Martin. Der Faksimile-Einband entstand nach einem Einband des Codex 2683 aus der Werkstatt des Salzburger Buchkünstlers Ulrich Schreier aus dem Jahr 1481, heute im Besitz der Österreichischen Nationalbibliothek. – Orig.-Rechnung über 14000 € liegt bei. – Tadellos. Schlagwörter: Book painting, Buchmalerei, Faksimile, Handschriften, Middle Ages, Mittelalter, Nummerierte Bücher, Troja, Troy |
1.200,-- | ![]() |
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| Lexica – Jablonski, Johann Theodor. Allgemeines Lexicon der Künste und Wissenschaften, oder deutliche Beschreibung des Reiches der Natur, der Himmel und himmlichen Körper, der Luft, der Erde, nebst den bekannten Gewächsen, der Thiere, Steine und Erzte, des Meeres und der darinnen lebenden Geschöpfe; Ingleichen aller menschlichen Handlungen, Staats- Rechts- Kriegs- Polizey- Haushaltungs- und gelehrten Geschäffte, Handthierungen und Gewerbe, sammt einer Erklärung der dabey vorkommenden Kunst-Wörter und Redens-Arten. Neue, um die Hälfte vermehrte, und durchgehends verbesserte Auflage. 2 Teile in 1 Band. Königsberg und Leipzig, Johann Heinrich Hartung 1748. 4° (24,5 x 21 cm.). [3] Bl., 1456 S,, [21] (statt 22) Bl. mit Titelblatt in Rot und Schwarz mit gestoch. Titelvignette, 3 (2 ganzs.) Kupferstiche und ca. 140 meist schematischen Holzschnitten im Text. Halblederband der Zeit.
Slg. Seemann 336. Zischka S. 5: „Das erste allgemeine Lexikon… Vorläufer der Konversationslexika“. – Die vorliegende zweite Ausgabe mit mehr als dem doppelten Umfang, gegenüber der ersten Auflage von 1721. – „Zahlrreiche Quer- und Literaturverweise machen das Werk auch heute zu einer wertvollen Quelle für Themen dieser Zeit. Zwei Register am Schluß (lateinisch und französisch mit deutscher Übersetzung) erleichtern die Handhabung und erhöhen den Gebrauchswert beträchtlich“ (M. Peche). – Einband etwas berieben, die Deckel stärker, Innengelenke vor den Titelbl. angeplatzt, Titelblatt stärker fleckig, das letzte Registerblatt (P-Z) fehlt, stellenweise etwas braunfleckig, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Lexica |
450,-- | ![]() |
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| Hartig, Georg Ludwig. Lexicon für Jäger und Jagdfreunde. Oder waidmännisches Conversations-Lexikon. Nebst 21 Zeichnungen. 2. Ausgabe. Berlin, Nicolai 1852. 8°. IV, 600 S., [1] Bl. mit 2 lithogr. Tafeln. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rückentitel, Rückenvergoldung und goldgepr. Deckel-Illustration.
ADB X, 659 ff. Lindner 11.0859.03. – Zuerst 1836 erschienenes Jagdlexikon, zusammengestellt von Georg Ludwig Hartig (1764-1837), „einer der bedeutendsten Koryphäen der Forstwissenschaft“ (ADB). – Die hier vorliegende zweite Ausgabe wurde von seinem Sohn Theodor Hartig (1805-1880) herausgegeben. – Name auf dem Titelblatt, stellenweise etwas braunfleckig, gutes Exemplar im dekorativen Verlagseinband. Schlagwörter: Jagd, Jäger, Lexica |
160,-- | ![]() |
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| Dombrowski, Ernst von. Die Birsch auf Rot-, Dam-, Reh-, Schwarz- und Gamswild. Neudamm, J. Neumann 1903. 8°. 227, (1) S., [8] Bl. mit 8 Tafeln und Buchschmuck nach Zeichnungen und Gemälden des Verfassers. Weinroter Lederband mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel und gepr. Deckelbild.
Nicht bei Mantel. – Erste Ausgabe. – Ernst v. Dombrowski (1862-1917) war seit 1887 Chefredakteur des „Weidmann“ und seit 1891 Hofjägermeister des Fürsten Reuß. – Schönes Exemplar in einem dekorativen Handeinband und Verwendung der Orig.-Deckelvignette. |
120,-- | ![]() |
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| Tschudi, Friedrich v. Das Tierleben der Alpenwelt. Naturansichten und Tierzeichnungen aus dem schweizerischen Gebirge. Illustriert von E. Rittmeyer und W. Georgy. 11., durchgesehene Auflage, herausgegeben von C. Keller. Lpz., Weber 1890. XVII, (1), 582 S. mit Porträt und zahlr. Tafeln nach Holzstichen. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel und goldgepr. Deckel-Illustration.
Vorderes Gelenk am Kapital geringfügig beschädigt, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Alpen, Alpenpflanzen, Alpenvorland, Zoologie |
40,-- | ![]() |
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| Bernhard, Thomas und Klaus Zylla. Die Irren – Die Häftlinge. Gedichte. Klaus Zylla, Zeichnungen. Berlin, Edition der Galerie auf Zeit (1994, Übermalung 2001). Imperial-Quer-Folio (78 x 52,5 cm.). 29 (6 farbigen handübermalten) signierten Siebdrucken. Orig.-Halbleinen-Flügelmappe mit handschr. Deckeltitel.
Eines von 80 Exemplaren; im Impressum von Klaus Zylla signiert, datiert und nummeriert. – „Klaus Zylla begann unter Pseudonym „Bazillus“ mit dem Druck sogenannter Samisdat-Künstlerbücher in eigener Werkstatt in Berlin-Friedrichshain. Diese entstanden, teilweise in Zusammenarbeit, mit Texten u.A. von Georg-Büchner-Preiträgern Marcel Beyer, Durs Grünbein, Oskar Pastior, Thomas Bernhard, Wolfgang Hilbig, und Heiner Müller. Seit dieser Zeit sind insgesamt über 100 verschiedene Künstlerbücher in Auflage unter 103 Stück, in verschiedenen Druckverfahren oder als gemalte Unikatbücher enstanden“ (zyllas(dot)com). – „… die Künstlerbücher, führen einen Dialog zwischen Gezeichnetem und Geschriebenem. In der Tradition der Grafik-Lyrik-Unikate stehend, vergegenwärtigen sie ein letztes Stück Kunst als Haltung, so wie es zu DDR-Zeiten subkulturell authentisch war. In den achtziger Jahren stand eine ganze Generation junger ostdeutscher Dichter am Rande des offiziellen Literaturbetriebs, nur weil sie furchtlos versuchten, „das Unausgesprochene sprechbar zu machen“, wie Stefan Döring sagt, einer der Vertreter dieser Strömung. Weil die Staatsverlage sie ausgrenzten, schufen sich die jungen Worterneuerer ihr eigenes kommunikatives System. Im Hinblick auf die staatliche Macht war dies die Position des Außerhalb, nicht jene des Dafür oder des Dagegen, die die Abweichung in Gang setzte“ (Christoph Tannert, Katalog Klaus Zylla, Dresdner Bank, Frankfurt am Main, 1992). – Mit Ausstellungs-Plakat (70 x 50 cm.) und Orig.-Farbphotographie „Klaus Zylla und der Schauspieler Otto Sander zur Buchpremiere von „Die Irren – Die Häftlinge“ im Dezember 1994 in der Galerie auf Zeit Berlin-Mitte“ von Thomas Günther (45 x 30 cm.). Schlagwörter: Artist’s Book, Artists’ books, Künstlerbuch, Nummerierte Bücher, Unikat |
1.400,-- | ![]() |
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| Pizzighelli, G(uiseppe und Arthur Baron v. Hübl). Handbuch der Photographie für Amateure und Touristen. I. Die photographischen Apparate. II. Die photographischen Prozesse. III. Die Anwendungen der Photographie. 2. Auflage. 3 Bände. Halle, Wilhelm Knapp 1891-1892. Gr.-8°. XII, 485 S.; XII, 539 S.; X, 496, 9, 28 S., 4 Bl., 15, 7, 15 S. mit 1036 Abb. im Text und auf teils gefalt. Tafeln. Weinrote Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückentiteln und dezenter Rückenvergoldung.
Heidtmann 3582. – „Mit seiner außerordentlich fein differenzierten Halbtonskala lieferte der Platindruck, nach der Kalotypie die schönsten Abzüge. Sein silbergrauer Ton war vor allem bei Photographen beliebt, die ein mehr als durchschnittliches ästhetisches Empfinden besaßen. Zwei österreichische Offiziere, Hauptmann Giuseppe Pizzighelli und Arthur Baron von Hübl, modifizierten das Verfahren dahin, daß das Bild nicht mehr entwickelt, sondern ganz auskopiert wurde. Mit ihrem Handbuch (1882), das auch in englischen und französischen Übersetzungen erschien, trugen sie entschieden zur Popularität des Platindrucks bei. Aufgrund der ständig steigenden Preise des Edelmetalls (die Unze Platin kostete 1878 noch fünfundzwanzig Shilling, 1891 aber schon sechzig Shilling, zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch mehr) mußte das Verfahren jedoch eingestellt werden“ (H. Gernsheim, Geschichte der Photographie, S. 416). – Exemplar des vollständig seltenen Werks. Schlagwörter: Fototechnik, Photographic equipment, Photographic technology, Technik |
380,-- | ![]() |
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| Optatus Milevitanus. Sancti Optati Afri Milevitani Episcopi, De Schismate Donatistarum libri septem ad manuscritos codices et veteres editiones collati, et innumeris in locis emendati. Lutetiae Parisiorum (Paris), Andreas Pralard 1700. Folio (40 x 25,5 cm.). [11] Bl., CIV, 601 (recte 597), (1) S. mit Titelblatt in Rot und Schwarz mit gestoch. Titelvignette und 1 mehrfach gefalteten gestoch. Karte von Nord-Afrika. Halbleinerband um 1900.
BBKL, V, 1226 ff. Brunet IV, 196 f. Ebert 15164. Graesse, V, 30. Wetzer-Welte IX, 932. – „Bonne édition où l’on trouve à la suite du texte les notes de tous les éditeurs d’Optat“ (Brunet). – „Neue und gute Rec. nach 5 Mss., mit den Noten aller früheren Herausgg., welche in dieser Ausg. nach dem Texte folgen“ (Ebert). – „Optatus, Bischof von Mileve in Numidien, verfaßte um 370 ein gegen den Donatismus gerichtetes Werk… Die angehängte Urkundensammlung aus den Jahren 330-347 ist ebenfalls für die Geschichte jener Häresie wichtig“ (Tusculum Lexikon). – Einband angestaubt, Exlibris einer New Yorker Bibliothek auf dem Innendeckel, die Karte in einem Falz etwas eingerissen, stellenweise etwas braunfleckig, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Kirchenväter, Theologie |
200,-- | ![]() |
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| Schultze-Naumburg, Paul. Kulturarbeiten. Band IV: Staedtebau. Herausgegeben vom Kunstwart. München, Georg D. W. Callwey o. J. (1912). 8°. VII, 443, (1) S., [2] Bl. mit 288 Abbildungen. Orig.-Leinenband.
Erste Ausgabe. – „Mit der Publikation der Kulturarbeiten verfolgte Paul Schultze-Naumburg (1869-1949) das Ziel „der entsetzlichen Verheerung unseres Landes auf allen Gebieten sichtbarer Kultur entgegenzuarbeiten“ nach Verrohung der Lebensweise und „Verfalls der Baukunst“ durch die fortschreitende Industrialisierung und äußerte Kritik an der „kranken Großstadt“. Des Weiteren will er „durch Anschauung eine Reihe von Fragen vor denen erörtern, die heute Städte anlegen lassen: Laien“ (Schultze-Naumburg 1906: VI). Die besondere Art der Argumentation durch Bebilderung mit Beispiel und Gegenbeispiel wenden wir dabei wie der Autor selbst auf die Straßenzüge und Plätze Weimars an“ (Bauhaus-Universität Weimar). – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Städtebau |
50,-- | ![]() |
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| Tschudi, Friedrich v. Das Thierleben der Alpenwelt. Naturansichten und Tierzeichnungen aus dem schweizerischen Gebirge. Illustriert von E. Rittmeyer und W. Georgy. 6, verbesserte Auflage. Leipzig, J. J. Weber 1861. Gr.-8°. XV, (1), 571, (1) S. mit Portrait, Frontispiz und 24 getönten Holzstich-Tafeln. Blindgepr. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rückentitel und goldgepr. Deckel-Illustration.
ADB XXXVIII, 744 ff. Mantel II, 490. Nissen, ZBI 4178. Souhart 468. – Erschien zuerst 1853. – „Die reifste und schönste Frucht dieser schriftstellerischen Thätigkeit war aber das in seiner Art classische Werk: „Das Thierleben der Alpenwelt“, welches im J. 1853 in erster Auflage erschien und den Namen seines Verfassers in kurzer Zeit über die ganze gebildete Welt trug“ (H. Wartmann in ADB). – Der Schweizer Politiker, Theologe und Naturforscher F. v. Tschudi (2820-1886) hat auch einen erfolgreichen Reiseführer (Der Schweizerführer, St. Gallen 1855) und Werke zur Land- und Alpenwirtschaft veröffentlicht. – Stellenweise etwas braunfleckig, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Alpen, Alpenpflanzen, Alpenvorland, Jagd, Zoologie |
70,-- | ![]() |
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| (Iselin, Isaak). Träume eines Menschenfreundes. Erster (und) zweyter Theil 2 Bände. Karlsruhe, Christian Gottlieb Schmieder 1784. 8°. XVI, 288 S.; [2] Bl., 369 S. mit 1 gefalt. Tabelle in Band I. Kalbslederbände der Zeit mit jeweils 2 goldgepr. Rückenschildern und reicher floraler Rückenvergoldung. (Sammlung der besten deutschen prosaischen Schriftsteller und Dichter, 140. und 141. Theil).
Goed. IV, 1, 478, 14. Goldsmith 11382. Humpert 12691. NDB X, 188 f. Palgrave II, 459. VD18 80203159 und 80203167. – Zweite Ausgabe der zuerst 1776 unter diesem Titel erschienenen neuen Ausgabe des 1772 veröffentlichten Werks „Versuch über die gesellige Ordnung“, einer „sozialphilosophisch-ökonomischen Untersuchung über die alles entscheidende Frage des Menschen: die nach seiner Glückseligkeit.“ – Der Schweizer Geschichtsphilosoph und sozialpolitischer Publizist Isaak Iselin (1728-1782) „gehört zu den ersten Theoretikern der Ethnologie – wird die Geschichte als fortschreitende Entwicklung des Menschen zur Humanität dargestellt. Mit Voltaire (1765) und Ferguson (1766) begründet I. damit die geschichtsphilosophische Sicht der späteren Aufklärung. Er galt von nun an als einer der führenden Publizisten im deutschen Sprachbereich. … Zu Beginn der 70er Jahre hatte er im Agroliberalismus der franz. Physiokraten die Bestätigung eigener ökonomischer Überzeugungen gewonnen. Er hoffte, mit dem „Versuch über die gesellige Ordnung“ (1772) diese Lehre im deutschen Sprachraum bekannt machen zu können. Darum zog er auch J. A. Schlettwein 1776/77 nach Basel. Mit Dupont und Le Trosne stand er in persönlicher Verbindung. Um die physiokratischen Ideen und weitere pädagogische, religiöse und sozialpolitische Reformen in ein breiteres Publikum zu tragen, gab er in Anlehnung an das Modell der physiokratischen „Ephémérides du citoyen“ die „Ephemeriden der Menschheit“ (1776-78, 1780-82, weitergef. v. W. G. Becker bis 1786) heraus, welche bald zu den führenden deuschsprachigen Zeitschriften gehörten. Eine Zusammenfassung und Neubearbeitung seiner wichtigsten Publikationen bilden die „Träume eines Menschenfreundes“ (1776, ²1784). Auch wenn I. noch das Scheitern der physiokratischen und der philanthropinischen Bewegungen miterleben mußte, blieben doch seine freiheitlichen Konzeptionen nicht ohne Wirkung auf die vorrevolutionäre Epoche“ (U. Im Hof in NDB). – Monogrammstempel auf dem Titelblatt, stellenweise etwas braunfleckig, schönes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Philosophie, Philosophy, Physiocracy, Physiokratie, Staatsphilosophie, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften |
650,-- | ![]() |
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| Droste-Hülshoff, Annette v. Sämtliche Werke. (Band) 1 (von 2). (Nach dem Text der Originaldrucke und der Handschriften herausgegeben von Günther Weydt und Winfried Woesler). München, Winkler (1973). 8°. 903, (1) S. Dunkelgrüner Orig.-Lederband mit goldgepr. Rückentitel, Linienvergoldung und Kopfgoldschnitt.
Sehr gutes Exemplar der schönen Ganzlederausgabe. Schlagwörter: Gesamtausgaben |
40,-- | ![]() |
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| Eupel, J(ohann) Chr(istian). Vollständiges und unentbehrliches Allgemeines Kochbuch für alle deutsche Hausmütter, Haushälterinnen, … Welches deutlich und gründlich lehrt, alle Arten Speisen zu fertigen, … Erster (und) zweiter Theil. 2., vermehrte und wohlfeilere Ausgabe und 1. Ausgabe (Band II). 2 Bände. Gotha und Erfurt, Henning 1826 und 1822. 8°. XVI, 232 S., [8] Bl.; XIV, 232 S. Moderner marmorierter Pappband mit goldgepr. Rückenschild und Pappband der Zeit.
Weiss 986. – Vollständig sehr seltenes Kochbuch des sächsischen Hof-Konditors J. C. Eupel. Erschien auch unter dem Titel „Das grosse Thüringisch-Erfurtische Kochbuch“. Der zweite Teil enthält ausschließlich Rezepte für Backwaren, Desserts, Getränke und Essige. Die Eupel bereits ein Jahr vorher in seinem mehrfach aufgelegten Kondorei-Buch „Der vollkommene Conditor…“ (Sonderhausen 1821) veröffentlicht hat. – Einband von Band I fachgerecht erneuert und stellenweise teils stärker braunfleckig; Einband von Band II berieben und bestoßen, durchgehend teils stärker fleckig, einige Blätter oben eselsohrig und die letzten Seiten mir mehreren alten Monogramm-Stempeln, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Backen, Bäckerei / Konditorei, Backrezepte, Kochbücher |
350,-- | ![]() |
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| Murer, Jacob. Jacob Murers Weissenauer Chronik des Bauernkrieges von 1525. (ZA Ms 54 Fürstlich Waldburg-Zeil’sches Gesamtarchiv Leutkirch). Herausgegeben von Günther Franz unter Mitarbeit von Werner Fleischhauer. Faksimile. 2 Bände (Faksimile und Kommentar). Sigmaringen, Jan Thorbecke (1977). Gr.-4° (33 x 24 cm.). [25] Bl. mit 11 doppelblattgr. Federzeichnungen (farbiges Voll-Faksimle); 63 S. mit 4 Tafeln und 2 Karten. Farbig illustr. Orig.-Halbpergamentband und Orig.-Pappband in Schuber.
Eines von 1000 num. Exemplaren. – Die Weißenauer Chronik verfasst von Jacob Murer (1468-1533), dem damaligen Abt des Prämonstratenserklosters Weißenau bei Ravensburg. Das Werk schildert die dramatischen Aufstände in Oberschwaben aus der Perspektive der betroffenen Klosterobrigkeit und gilt wegen seiner visuellen Darstellung als einzigartiges Zeugnis dieser Epoche. – „Bei der bildlichen Darstellung gibt es einige Besonderheiten: Die Chronik spiegelt eine reine Männerwelt wider – Frauen und Kinder kommen in ihr nicht vor. Dies ist – neben der starken Beschränkung auf die Geschehnisse in der Umgebung des Klosters – eine Auswahl, die der Chronist getroffen hat. Auch die geografischen Gegebenheiten wurden so angepasst, dass sie dramatisch in Szene gesetzt werden konnten. Damit wurden zusammenhängende Ereignisse, die eigentlich räumlich voneinander getrennt waren, trotzdem auf einem Papierbogen dargestellt“ (J. Gießler, Landesarchiv Baden Württemberg). – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Bauernkrieg, Faksimile, Nummerierte Bücher |
250,-- | ![]() |
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| Hofbauer, Ludwig. Der Pestkrieg. Ein Zukunftsroman. Regensburg, Ludwig Rath 1927. 8°. 350 S., [1] Bl. Orig.-Leinenband.
Bloch 2/1502. – Erste Ausgabe. – Von L. Hofbauer auf dem Vortitel signiert „L. Hofbauer, Schwandorf i. Bayern“. -Science-Fiction- und Katastrophenroman; Eine geheime asiatische und amerikanische Organisation versucht, mithilfe von künstlich gezüchteten Pestkulturen die Weltherrschaft zu erringen. Bevor die Seuche eingedämmt werden kann, fallen Hunderttausende Menschen dem biologischen Krieg zum Opfer. Am Ende steht der utopische beziehungsweise dystopische Neuanfang einer vermeintlich gestärkten Gesellschaft. – Der Roman gilt in der Karl-May-Forschung als vermeintliche Quelle für die reale Existenz Winnetous; Ludwig Hofbauer schreibt S. 82, Winnetou sei keine reine Phantasiegestalt, sondern eine historisch reale Person gewesen: „Mein Großvater hatte als Häuptling der Apachen in den Bergen des Westens einen guten Namen. Sie haben von Winnetou, dem großen Häuptling, gehört. Ein Deutscher hat vor Jahrzehnten viel von ihm geschrieben…“ – Hofbauer „stützt sich dabei auf historische Briefe des deutschen Auswanderers Fritz Saul aus den Jahren 1869/1870. Saul schrieb damals aus Nordamerika an seinen Bruder in Deutschland und behauptete, den echten Apachenhäuptling Winnetou im Südwesten der USA persönlich gekannt zu haben. Da Karl Mays erster großer Winnetou-Roman erst 1893 erschien, löste diese Erwähnung in einem Dokument aus dem Jahr 1869 unter Karl-May-Anhängern eine Sensation aus. Es entstand kurzzeitig die Theorie, Karl May habe seine Figur nach einem realen Vorbild geformt oder alte Reiseberichte als Quelle genutzt. Der Karl May Verleger E. A. Schmid veröffentlichte im Karl-May-Jahrbuch 1929 die Ergebnisse der Nachforschungen, demnach hatte Fritz Saul sich wohl geirrt. Er hatte in Arizona sehr wahrscheinlich mit dem realen Apachen-Häuptling Chief Victorio zu tun (dem Nachfolger von Cochise) und brachte diesen Jahrzehnte später fälschlicherweise mit Karl Mays berühmter Romanfigur in Verbindung. Winnetou bleibt somit eine reine Erfindung Karl Mays. Hofbauers „Pestkrieg“ ging dadurch jedoch als eines der kuriosesten Fundstücke in die literaturwissenschaftliche Geschichte der Karl-May-Forschung ein“ (Karl-May Gesellschaft). – Rücken etwas berieben, Deckel leicht fleckig, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Phantastik / Utopie, Phantastische Literatur, Signed books, Signierte Bücher |
70,-- | ![]() |
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| Küster, Julius. Das Automobil und seine Behandlung. Leipzig, G. Schönfeld 1905. Kl.-8° (17 x 11 cm.). 181 S. mit 70 Abbildungen. Farbig illustr. Orig.-Leinenband.
Seltene erste Ausgabe des frühen Standardwerks. Mit einem Anhang: „Elektromobil und Dampfwagen“ (S. 172 ff.). – Einband stellenweise berieben, Besitzvermerk auf dem Titel, stellenweise etwas braunfleckig, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Automobil-/Motorradliteratur, Automobiltechnik |
60,-- | ![]() |
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| Das protestantische Freymaurerklerikat. Aus den eigenen Schriften und ungedruckten Papieren desselben gezogen. Mit Protokollen. Ohne Ort und Druck (Greiz, Henning) 1788. 8°. 136 S. Pappband der Zeit.
Kloss 2734. VD18 10603794. Nicht bei Wolfstieg. – Sehr seltene kirchenkritische Streitschrift der Aufklärung. Mit den „Beylagen zum protestantische Freymaurerklerikat oder Belege zur Geschichte der Gesellschaft reiner Lehre und wahrer Gottseligkeit. Nach ihren ungedruckten handschriftlichen Originalen.“ – Der anonyme Verfasser bezieht sich dabei wohl auf die von Johann August Urlsperger (1728-1806) 1780 in Basel gegründete „Deutsche Gesellschaft thätiger Beförderer reiner Lehre und wahrer Gottseligkeit“ (Deutsche Christentumsgesellschaft). – „Sie wurde zum Sammelbecken pietistisch-gegenaufklärerischer Kräfte, in dem sich im gesamten dt. Sprachraum zahlreiche, miteinander vernetzte „Partikulargesellschaften“ zusammenschlossen, die v. a. von mittelständischen, überkonfessionell gesinnten Laien getragen wurden. Zu U.s Bedauern verwarf sie schon 1785 die ursprünglich apologetisch-theol. Zielsetzung und konzentrierte sich ausschließlich auf die zweite Ausrichtung, die Erbauung und missionarisch-karitative Arbeit. U. entfremdete sich zunehmend von der Dt. Christentumsgesellschaft und verfolgte nach 1790 die Errichtung eines theol. Seminars, wozu er vermutlich sogar Ks. Franz II./I. zu gewinnen suchte. Am Lebensende verarmt und gesundheitlich zerrüttet, siedelte er 1796 mit seiner kranken Gattin nach Oettingen im Ries über. Er starb auf einer Reise nach England im Hamburger Freimaurerhospital“ (W. Raupp in NDB XXVI, 671 ff.). – „Und obgleich die Satzungen und Grundzüge der Gesellschaft von U. mit solcher Mäßigung und Weisheit abgefaßt waren, daß ein Blatt wie die Fliegenden Blätter für Toleranz und Aufklärung in Dessau, das sich die Mühe gab, die grundlegenden Schriften in wesentlich erschöpfenden Auszügen abzudrucken, nichts dagegen einzuwenden vermochte, so hinderte das nicht daran, daß alsbald gegen U. und seine Gründung von den tonangebenden kritischen Organen, wie von Nicolai und der Allgem. D. Bibliothek, der Berliner Monatsschrift, der allgem. (Jenaischen) Litteraturzeitung oder in anonymen Pamphleten, wie in: ‚Ueber Jesuitismus, Lavaterianismus und Urlspergerianismus‘. Krakau (Nürnberg) 1787, ‚Das protestantische Freymaurerklerikat‘, 1788, die schlimmsten und thörichtsten Anklagen und Verdächtigungen von geheimer jesuitischer Leitung, hierarchischem Streben, allgemeiner Religionsvereinigung, fanatischem Unchristenthum, Feindschaft gegen den Culturfortschritt erhoben wurden, ganz abgesehen von Beleidigungen und pöbelhaften Schmähungen, an denen es auch nicht fehlte“ (E. Jacobs in ADB XXXIX, 355 ff.). – Einband etwas berieben, vorderes Gelenk im oberen Drittel mit Wurmspuren, stellenweise etwas braunfleckig, gutes Exemplar. Schlagwörter: Aufklärung, Freimaurer, Freimaurerei, Masonica, Protestantismus |
600,-- | ![]() |
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| Almanach – Dieterich, Heinrich (Hrsg.). Göttingisches Taschenbuch zum Nutzen und Vergnügen. Für das Jahr 1812. Göttingen, Heinrich Dieterich (1811). Kl.-8° (16,5 x 8,5 cm. Titel, 64, 170, 38 S., [1] Bl. mit gestoch. Frontispiz und 12 (2 gefaltete) Kupfertafeln, 2 Modetafeln von Ernst Ludwig Riepenhausen und 10 nach W(illiam) Hogarth. Moderner Pappband mit Brokatpapierbezug.
Köhring 156. Lanckoronska/Rümann S. 15. Musenalm 170. – Vorletzter Jahrgang des seit dem Jahr 1776 erscheinenden und aufgrund seines häufig sarkastischen Inhalts sehr beliebten Göttinger Taschenbuchs. – Mit der Fortsetzung der „Hogarthische(n) Skizze“ und 10 satirischen Kupfertafeln des berühmten englischen Karikaturisten, darunter die bekannten Stiche „Die Advocaten und Notare (The Attorneys and Notaries)“, „Die Quacksalber (The Mock-doctors)“, „Der Tanz (The Dance)“ und „Die Kunst des Faustkampfs oder Boxens (Broughton, Slack and Figg)“. – Mit zusammen 72 Beiträgen (vollständige Inhaltsangabe bei Musenalm). – Gutes, teils unbeschnittenes Exemplar. Schlagwörter: Almanache, Taschenbücher, Kalender, Boxen, Boxsport, Illustrated books, Illustrierte Bücher |
240,-- | ![]() |
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| Almanach – (Rittler, Franz). Der Freund des schönen Geschlechts. Taschenbuch für das Jahr 1836. Wien, Heinrich Buchholz (1835). 12° (11,3 x 7,3 cm). [13] Bl., 126 S., [1] Bl. mit gestoch. Frontispiz, gestoch. Titel und 12 (6 handkol.) Kupfertafeln. Blindgepr. Orig.-Pappband mit Deckelfiletten, goldgepr. Deckelvignette und Goldschnitt.
Goedeke VIII, 61, 68 a. Köhring S. 48. Lanckoronska/Rümann S. 64. Musenalm 988. – Schön ausgestatteter beliebter Taschenkalender, der von 1804 bis 1848 erschien. – Mit 6 handkol. Modekupfern und 6 Kupfertafeln von J. Langer nach J. v. Perger. – Einband etwas berieben, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Almanache, Taschenbücher, Kalender, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Mode |
240,-- | ![]() |
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| Kraus, Karl. Weltgericht. 2 Bände. Leipzig, Verlag der Schriften von Karl Kraus (Kurt Wolff) 1919. 8°. 251 S.; 336 S. mit 3 Tafeln und 1 gefalteten Faksimile. Orig.-Pappbände.
Kerry EA 36. W.-G.² 26. – Erste Ausgabe. – „Dem Andenken an Franz Grüner, Franz Janowitz, Stefan Fridezko, Franz Koch“ gewidmet. – „Seiner dramatischen Vergegenwärtigung des Kriegsgeschehens, den Letzten Tagen der Menschheit, hat Karl Kraus in demselben Jahr, als das Drama in erster Fassung erschien, 1919, mit den beiden Bänden von Weltgericht die essayistische Chronik seiner Kriegsaufsätze an die Seite gestellt. Auch in diesen Schriften dienen authentische Dokumentation und stringente Reflexion einer ebenso ausgreifenden Darstellung wie tiefschürfenden Erklärung der Katastrophe – wobei vor allem den »Bilanzknechten« und »Schlachtbankiers« der Presse, als den wahren Urhebern des Krieges, der Prozeß gemacht wird. Das Buch enthält einige der schneidendsten Satiren von Karl Kraus (Die Laufkatze, Die Fundverheimlichung) und mit dem abschließenden Nachruf auf die Donaumonarchie, »dem stärksten Kriegsfluch, der in deutscher Sprache geschrieben wurde«, ein Meisterwerk politischer Publizistik, vergleichbar nur der Dritten Walpurgisnacht von 1933. Das Ganze ist heute so aktuell wie vor siebzig Jahren: ein Lehr- und Lesebuch des kämpferischen Pazifismus“ (Suhrkamp zu einer Neuausgabe). – Vorderes Innengelenk von Band II leicht angeplatzt, sonst gut erhalten. |
40,-- | ![]() |
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