NEUER E-KATALOG: Neueingänge Juni 2026 – Wir stellen aus: Rare Book Week Berlin. Internationale Messe für Bücher & Graphik 18.-20. September 2026, Kronprinzenpalais, Unter den Linden 3, 10717 Berlin, https://rarebookweek.berlin – Gemeinschaftskatalog zusammen mit Antiquariat Norbert Knöll, Lüneburg: POPKULTUR / POP CULTURE Bücher, Fotografien, Schallplatten und Graphik. (Print-Katalog bitte anfordern) – PHOTOGRAPHIE / PHOTOGRAPHY – wichtige Fotobücher von 1839 bis heute, darunter zahlreiche Widmungsexemplare und Bücher mit Orig.-Photographien (kann unter „Aktuelle Kataloge“ abgerufen werden). – Außerdem finden Sie Beiträge von uns im virtuellen „Schaufenster“ des Verbandes Deutscher Antiquare (VDA) https://schaufenster.antiquare.de/trefferliste.php?ID=22 (oder über „Links“ VDA) – Versandkosten ins Ausland auf Anfrage. – Besuchen Sie uns in unserem neuen Ladengeschäft in der Kaiserstrasse 99 in Karlsruhe (Mo.-Fr. 11-18 Uhr, Sam. 11-16 Uhr) mit einer reichen Auswahl seltener und schöner Bücher aus allen Gebieten, Graphik und Photographien. – Instagram: rarebookskarlsruhe

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Beschreibung
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1 Jagic, Vatroslav. Glagolitica. Würdigung neuentdeckter Fragmente. Wien, F. Tempsky 1890. 4°. 62 S. und 10 Tafeln. Orig.-Pappband mit Rückentitel. (Denkschriften der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Philosophisch-Historische Klasse, Band 38, Abh. 2).

NDB X, 298 f. – Erste Ausgabe der bahnbrechenden Arbeit des berühmten kroatisch-österreichischen Slawisten Vatroslav Jagic (1838-1923).Jagic analysiert und ediert frühe kroatisch-glagolitische Messbuch-Fragmente aus dem 12. Jahrhundert, was entscheidende neue Erkenntnisse zur Entwicklungsgeschichte der glagolitischen Schrift lieferte. – „J. gilt durch seine grundlegenden Arbeiten zur Geschichte der slaw. Sprachen und Literaturen sowie durch seine Textausgaben – als der eigentliche Begründer der modernen Slawistik. Wichtig sind seine kritischen Editionen zahlreicher bedeutender Denkmäler des Altkirchenslawischen, dessen Entstehung und Herkunft er im Zusammenhang damit endgültig löste. Ausgaben alter kroat. Dichter erschienen in den „Stari pisci hrvatski“, deren erste 5 Bände er selbst mitherausgab. Wertvolle Arbeiten verfaßte J. zur Geschichte speziell der südslaw. Literatur. Auf wissenschaftsgeschichtlichem Gebiet schuf er die ersten großen Arbeiten zur slaw. Philologie. Er war Herausgeber des ersten slawistischen „Grundrisses“ (Enciklopedija slavjanskoj filologii, begonnen in St. Petersburg 1903). Eine große Anzahl wertvoller Arbeiten erschienen zudem in der Zeitschrift „Književnik“, in dem „Rad“ der südslaw. Akademie, in deren „Starine“, ferner in den „Sitzungsberichten“ und „Denkschriften“ der Wiener Akademie“ (Gerda Bartl in NDB). – Zeitgenöss. Besitzvermerk auf dem Titelblatt, die Tafeln im Rand etwas fleckig, sonst sehr gut erhalten.

Schlagwörter: Philologie, Slawen, Slawistik, Sprachwissenschaften

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160,--  Bestellen
1 Vögeli, Hans Heinrich. Die Leibesübungen, hauptsächlich nach (Phokion Heinrich) Clias. Zürich, Meyer und Zeller 1843. 8°. XXXII, 229, (1) S., [10] Bl. mit 16 lithogr. Tafeln. Marmorierter Pappband der Zeit.

ADB LX, 140 f. – Erste und einzige Ausgabe. – Frühes Schweizer Turnerbuch, welches auf den gymnastischen Methoden des Turnpioniers Phokion Heinrich Clias (1782-1813) basiert. Das Buch war maßgeblich für die Etablierung des Schulturnens in der Schweiz. – H. H. Vögeli (1810-1874) war 1838 bis 1866 Lehrer, danach Privatdozent am Eidgenössischen Polytechnikum Zürich und seit 1870 ausserordentlicher Professor an der Universität Zürich. – P. H. Clias war seit 1810 „Turnlehrer in Gottstatt bei Biel, dann am Gymnasium und am Waisenhaus in Bern sowie am Institut Fellenberg in Hofwil. 1821 gründete er im Berner Marzili eine Schwimm- und Badeanstalt und wurde noch im gleichen Jahr an die königl. Militär- und Seemannsschule nach England berufen. 1824 kehrte er in die Schweiz zurück, 1832-35 sass er im Berner Grossrat. In den 1840er Jahren war C. in Frankreich tätig, ab 1848 lebte er wieder in der Schweiz. C. zählt zusammen mit Johannes Niggeler und Adolf Spiess zu den Begründern des Turnunterrichts in der Schweiz“ (T. Gmür in HLS). – Rücken und Kanten berieben, durchgehend etwas fingerfleckig, sonst gut erhalten.

Schlagwörter: Fitnesstraining, Gymnastik, Sport, Turnen

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100,--  Bestellen
1 Beier (auch Beyer), Adrian. Repetitio Tit. Cod. Just. Nulli licere in frenis et equestribus sellis & in baltheis Margaritas & Smaragdos & Hyacinthos aptare, & de artificibus Palatinis. XI. II. & affinium. Commentatio analytica & synthetica: scholastica & forensis: Von Hofe-Handwerkern. Vratislaviae (Bratislava), Johann Georg Steck 1692. Gr.-8° (20 x 15,5 cm.). [4] Bl., 232, 433 [i.e. 333] S., [50] Bl. mit Titel in Rot und Schwarz. Pergamentband der Zeit mit handschr. Rückentitel.

NDB II, 18 f. VD17 3:600166L. – Einzige Ausgabe, selten. – Interessante juristische Abhandlung warum es Handwerkern am Wiener Hof verboten ist Edelsteine zur Verzierung von Zaumzeug, Reitsätteln und Gürteln zu verwenden. Dabei ging es um die Strenge Abgrenzung der Zunftrechte (Gewerbeneid) und die landesfürstlichen Luxus- und Kleiderordnungen. Das Privileg der Goldschmiede: Die Verarbeitung von echten Edelsteinen, Perlen, Gold und Silber war ausschließlich den Goldschmieden und Juwelieren vorbehalten. Die Beschränkung der Gürtler: Gürtler, Riemer und Taschner durften zwar Gürtel, Schnallen und Wehrgehänge fertigen. Sie mussten dafür jedoch unedle Metalle (wie Messing, Bronze oder Kupferlegierungen) verwenden. Das Verbot schützte also das wirtschaftliche Monopol der Goldschmiede und sicherte gleichzeitig die optische Hierarchie der Stände in der barocken Residenzstadt. – A. Beier der Jüngere (1634-1698) „studierte in Jena, Leipzig, Wittenberg, Rostock und Leyden die Rechte, promovierte 1658 in Jena. 1670 wurde er Hofgerichtsadvokat, 1678 Syndikus der Stadt Jena, 1681 außerordentlicher und 1693 ordentlicher Professor der Institutionen und Pandekten, daneben Assessor im Schöppenstuhl und im Hofgericht. Neben den üblichen Arbeiten zum gemeinen Recht (darunter die Harmonia Struvio-Schnobeliana, 1663) verfaßte er zahlreiche Werke zum Handwerksrecht seiner Zeit sowie technologische Bücher über Werkzeuge, Werkstätten, Waren der Handwerker und ein „Allgemeines Handlungs-, Kunst-, Berg- und Lexikon (1722). B. galt bis zum Ende des 18. Jahrhunderts als der deutsche Handwerksjurist“ (W. Ebel in NDB). – Durchgehend teils stärker gebräunt und braunfleckig, sonst gut erhalten.
Single edition, rare. — An interesting legal treatise explaining why artisans at the Viennese court were prohibited from using gemstones to adorn bridles, saddles, and belts. The treatise addressed the strict demarcation between guild rights (the guild oath) and the sovereign’s regulations on luxury and dress. The privilege of goldsmiths: The working of genuine gemstones, pearls, gold, and silver was reserved exclusively for goldsmiths and jewelers. The Restrictions on Belt Makers: Belt makers, strap makers, and bag makers were permitted to produce belts, buckles, and sword hangers. However, they were required to use base metals (such as brass, bronze, or copper alloys) for these items. This prohibition thus protected the goldsmiths’ economic monopoly while simultaneously preserving the visual hierarchy of the estates in the Baroque royal capital. – A. Beier the Younger (1634–1698) “studied law in Jena, Leipzig, Wittenberg, Rostock, and Leiden, and received his doctorate in Jena in 1658. In 1670, he became a court attorney; in 1678, legal counsel to the city of Jena; in 1681, an associate professor, and in 1693, a full professor of Institutions and Pandects, while also serving as an assessor on the lay judges’ bench and at the court of appeal. In addition to his standard works on common law (including the *Harmonia Struvio-Schnobeliana*, 1663), he authored numerous works on the craft guild law of his time, as well as technical books on tools, workshops, and craftsmen’s goods, and a *General Lexicon of Commerce, Arts, Mining, and General Knowledge* (1722). B. was regarded as the “German crafts law expert” until the end of the 18th century (W. Ebel in NDB). – Throughout, the paper is partly more heavily browned and has brown spots; otherwise, it is in good condition.

Schlagwörter: Handwerk, Handwerksrecht, Jura, Wien, Zünfte

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350,--  Bestellen
1 Luginbühl, Berhard. Plastiken. (Katalog zur Ausstellung in der) Nationalgalerie Berlin, Staatliche Museen Preussischer Kulturbesitz, 21. Juni bis 14. August 1972; Kunsthaus Zürich, 29. März – 14. Mai 1972. (Vorworte: Werner Haftmann und Felix Baumann. 2., erweiterte Auflage. Berlin, Nationalgalerie 1972. 8° (17 x 17,5 cm.). [106] Bl. mit zahlr. Abbildungen. Orig.-Ringbuch mit Eisendeckeln und Schrauben mit Rücken- und Deckeltitel in Pappkarton.

Eines von 1000 Exemplaren im Metall-Ordner. – Mit Einlagen von Daniel Spoerri, Jean Tinguely und André Thomkins und den folierten Karten für die Luginbühl-Ausstellungen in Zürich und Berlin am Schluß. – Die Eisenscharniere wie meist etwas angerostet, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Bildhauerei, Concept-art, Konzeptkunst, Skulptur, Skulpturen

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50,--  Bestellen
1 Cetto, Bruno. Enzyklopädie der Pilze. Nomenklatorische und systematische Bearbeitung des Bildteils: Ewald Gerhardt. 4 Bände. München, BLV Verlagsgesellschaft (1987-1988). 8°. Mit zahlr. farbigen Abbildungen. Orig.-Pappbände mit farbig illustr. Schutzumschlägen.

I. Leistlinge, Korallen, Porlinge, Röhrlinge, Kremplinge u.a. – II. Schnecklinge, Trichterlinge, Ritterlinge, Rötlinge, Wulstlinge u.a. – III. Champignons, Schirmlinge, Tintlinge, Schüpplinge, Schleierlinge u.a. – IV. Täublinge, Milchlinge, Boviste, Morcheln, Becherlinge u.a. – Sehr gutes Exemplar des Standardwerks.

Schlagwörter: Botanik, Lexica, Mykologie, Pilze

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120,--  Bestellen
1 (Zahorowski, Jerome). Monita secreta patrvm Societatis Iesu. Nunc primum typis expressa. Romae [i. e. Erlangen] 1782. Kl.-8°. 72 S. Interims-Pappband der Zeit.

Naumann, Jesuitismus S. 443 ff. VD18 12302368. – Letzte Ausgabe im 18. Jahrhundert der berüchtigten Kampfschrift gegen die Jesuiten. Die „Monita secreta“ erschien zuerst 1615 in Krakau. Schon Bischof Lipski von Krakau hielt die Monita 1616 für eine Fälschung, wie später auch zahlreiche Historiker. – „Die Monita Secreta (auch bekannt als: Geheime Anweisungen der Jesuiten oder Geheime Anweisungen der Gesellschaft Jesu) ist ein angeblicher Kodex von Anweisungen Claudio Acquavivas, des fünften Generals der Gesellschaft Jesu, an ihre verschiedenen Oberen. Darin sollen Methoden zur Ausweitung der Macht und des Einflusses des Jesuitenordens dargelegt werden. Einige Gelehrte betrachten das Dokument als eine jesuitenfeindliche Fälschung. Laut der Monita sollen Jesuiten alle ihnen zur Verfügung stehenden Mittel nutzen, um Reichtum für den Orden zu erlangen. So werden sie beispielsweise angehalten, vielversprechende junge Männer für den Eintritt in den Orden zu gewinnen und sie zu ermutigen, ihm ihre Ländereien zu stiften; reiche Witwen sollen umworben und von einer Wiederverheiratung abgehalten werden. Alle Mittel sollen eingesetzt werden, um Jesuiten in Bischofsämter oder andere kirchliche Würden zu bringen und die Mitglieder anderer Orden zu diskreditieren, während die Welt davon überzeugt werden soll, dass die Gesellschaft von den reinsten und uneigennützigsten Motiven geleitet wird: Der Ruf derer, die den Orden verlassen, soll auf jede erdenkliche Weise angegriffen und verleumdet werden. … Auch im Jahr 1783 wurden wiederholt Versuche unternommen, das Interesse an dem Werk durch eine angebliche Neuentdeckung zu wecken“ (Wikipedia aus dem Englischen übersetzt). – Einband berieben, Exlibris, Stempel auf dem Titel, stellenweise etwas gebräunt, sonst gut erhalten.

Schlagwörter: Jesuiten, Ordensgeschichte, Schmähschrift

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220,--  Bestellen
1 Stieler, Ad(olf). Schul-Atlas über alle Theile der Erde und über das Weltgebäude. 46. Auflage, verbessert und vermehrt von Herm(ann) Berghaus. Gotha, Justus Perthes 1866. Quer-4° (24,5 x 32 cm.). Titelbl. und 33 Stahlstich-Karten mit Grenzkolorit. Halblederband der Zeit.

Espenhorst S. 115. – „Ab 1856 wurde die Zahl der Karten auf 32 Karten vermehrt; ab 1861 wurde eine Palästina-Karte zusätzlich angeboten, die aber noch nicht in die Blattzahl integriert war. Diese wurde erst 1865 umgestellt. Damals wurden Bl. 18 u. 19 auf einer Seite vereinigt, dafür erhielt die Palästina-Karte die Nr. 25 b, so daß sich insgesamt am Umfang des Atlasses nichts änderte…“ (J. Espenhorst). – Vorliegendes Exemplar enthält zusätzlich eine Karte von Baden. – Einband stärker berieben, Kapital und Fuß etwas beschädigt, die Frankreich-Karte unten im Falz eingerissen, die meisten Karten im w. Rand fingerfleckig, für einen Schul-Atlas noch gut erhalten.

Schlagwörter: Atlanten, Schul- und Lehrbücher

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180,--  Bestellen
1 Wandt, Heinrich (Louis). Etappe Gent. Streiflichter zum Zusammenbruch. I. Band. Berlin, Buchverlag der „Freien Presse“ o. J. (1920). 8°. 182 S., [1] Bl. Farbig illustr. Orig.-Pappband.

Seltene erste Ausgabe. – Dazu: Derselbe. Etappe Gent. Zweites Hunderttausend, erweiterte Ausgabe. Berlin, Wien, Agis-Verlag 1926. 8°. 176 S. Farbig illustr. Orig.-Kartonumschlag. – Derselbe. Etappe Gent. Streiflichter zum Zusammenbruch. Nie wieder Krieg. I. Band. 3. Auflage, 50. Tausend. Berlin, Buchverlag der „Freien Presse“ o. J. (um 1925). Kl.-8°. 182 S., [1] Bl. Orig.-Broschur. – Derselbe. Erotik und Spionage in der Etappe Gent. (Band II). Erste Ausgabe. Wien, Berlin 1928. 8°. 208 S. Illustr. Orig.-Kartonumschlag (von John Heartfield). – Derselbe. Das Justizverbrechen des Reichsgerichts an dem Verfasser der „Etappe Gent“. Berlin, Verlag „Der Syndikalist“ Fritz Kater 1926. Gr.-8°. 28 S. Illustr. Orig.-Kartonumschlag. – Derselbe. Der Gefangene von Potsdam. 2 Bände. Wien, Berlin, Agis-Verlag 1927. 8°. 206 S., [1] Bl.; 207, (1) S. Illustr. Orig.-Kartonumschläge. – Haufe/Rettej, Heartfield 97 f. (Band II). Holstein, Buchumschläge 438 ff. (Abbildungen von I, II, IV und V.). NDB XXVII, 402. – Interessante Sammlung zu dem bedeutendenen Enthüllungs- und Antikriegsbuch, welches in der Weimarer Republik einen der größten politischen Skandale auslöste. – H. L. Wandt (1890-1965) arbeitete 1912 „kurzzeitig als Redaktionssekretär der sozialdemokratischen Frauenzeitschrift „Die Gleichheit“. Noch im selben Jahr zum Militärdienst eingezogen, desertierte W. 1913 nach Paris. Im März 1914 stellte er sich, verbüßte acht Monate Haft in einem Militärgefängnis und kam nach seiner Entlassung an die Westfront. Im Frühjahr 1915 wurde W. als nicht mehr frontdienstfähig zur Etappen-Inspektion 4 nach Gent versetzt, wo er bis 1918 bei der Kriegszeitung der 4. Armee tätig war. Nach Kriegsende arbeitete er als Redakteur der linksradikalen Tageszeitung „Freie Presse“ in Berlin. In deren Verlag erschien 1920 W.s Buch „Etappe Gent, Streiflichter zum Zusammenbruch“ (zahlr. Nachdrr., niederl. u. franz. Übers.), in dem er am Beispiel namentlich genannter Offiziere und ihrer Verfehlungen die endemische Korruption der dt. Besatzungsherrschaft im belg. Etappengebiet anprangerte. Ein zweiter Band, der wegen seines von John Heartfield (1891–1968) gestalteten, als moralisch anstößig empfundenen Umschlags bald vom Markt genommen werden mußte, erschien 1928. … W.s Buch brachte ihm zahlreiche Beleidigungsklagen ehemaliger Offiziere ein. Nachdem der Oberreichsanwalt beim Reichsgericht im Okt. 1921 ein Verfahren wegen des Diebstahls von Akten aus dem Reichsarchiv eröffnet hatte, wurde W. bis Jan. 1922 in Haft genommen, dann jedoch aufgrund mangelnden Tatverdachts entlassen. Um weiterer justizieller Verfolgung zu entgehen, floh W. in das belg. besetzte Aachen, dann nach Belgien. 1923 wurde er in Düsseldorf verhaftet und des Landesverrats angeklagt. Die Verhandlung vor dem Reichsgericht im Dez. 1923 begann mit der Verlesung von Abschnitten aus „Etappe Gent“ durch den Richter, was verdeutlicht, daß W. letztlich wegen seiner kriegskritischen Veröffentlichungen vor Gericht stand. W. wurde zu sechs Jahren Zuchthaus verurteilt. Zeitungen in Belgien und den USA bezeichneten das Verfahren als „deutschen Dreyfusprozeß“. Öffentlicher Druck, u. a. durch den SPD-Abgeordneten Paul Levi (1883–1930) im Reichstag, führte dazu, daß W. 1926 begnadigt wurde“ (B. Ziemann in NDB). – Interessant ist besonders die „Einbandillustration des Pappbands in Rot, Schwarz und Lila mit provokanter Darstellung eines Offiziers, der mit einer Prostituierten Champagner trinkt“; die Umschlagillustration zu „Das Justizverbrechen…“ „Richter beim Versuch Justitia zu vergewaltigen“ sowie die „Photomontage über beide Deckel und Rücken in Rot und Schwarz von John Heartfield (vorn: Offizier mit Mädchen, rückseitig halbbekleidete Frau). Erste Fassung des Heartfield-Umschlags (wie hier vorliegend), der sofort nach Erscheinen der Zensur zum Opfer fiel“ (J. Holstein). – Umschläge und die Gelenke des Pappbands restauriert, sonst alle Bände von Alters- und Gebrauchsspuren abgesehen gut erhalten. – Zusammen 7 Bände; die Erstausgabe, die erste Fassung von Band II und die beiden Bände von „Der Gefangene…“ mit den illustr. Kartonumschlägen sehr selten.
An interesting collection related to this significant exposé and anti-war book (first published in 1920), which sparked one of the biggest political scandals of the Weimar Republic. — H. L. Wandt (1890–1965) worked “briefly as editorial secretary for the Social Democratic women’s magazine *Die Gleichheit*” in 1912. Drafted into military service that same year, W. deserted to Paris in 1913. In March 1914, he turned himself in, served eight months in a military prison, and was sent to the Western Front after his release. In the spring of 1915, W. was transferred to Rear Area Inspection Unit 4 in Ghent after being deemed unfit for frontline duty, where he worked for the 4th Army’s war newspaper until 1918. After the war ended, he worked as an editor for the radical left-wing daily newspaper “Freie Presse” in Berlin. In 1920, the newspaper’s publishing house released W.’s book *Etappe Gent, Streiflichter zum Zusammenbruch* (numerous reprints, Dutch and French translations), in which he denounced the endemic corruption of the German occupation regime in the Belgian rear area, using the examples of specifically named officers and their misconduct. A second volume, which had to be withdrawn from the market shortly after its release due to its cover—designed by John Heartfield (1891–1968) – which was deemed morally offensive, was published in 1928. … W.’s book led to numerous defamation lawsuits filed against him by former officers. After the Chief Prosecutor of the Reich Court opened proceedings in October 1921 regarding the theft of files from the Reich Archives, W. was detained until January 1922 but was then released due to lack of evidence. To avoid further legal prosecution, W. fled to Aachen, which was under Belgian occupation, and then to Belgium. In 1923, he was arrested in Düsseldorf and charged with treason. The trial before the Reich Court in December 1923 began with the judge reading excerpts from *Etappe Gent*, which made it clear that W. was ultimately on trial for his anti-war publications. W. was sentenced to six years in prison. Newspapers in Belgium and the United States described the trial as the “German Dreyfus Affair.” Public pressure, including from SPD member of parliament Paul Levi (1883–1930) in the Reichstag, led to W.’s pardon in 1926” (B. Ziemann in NDB). – Of particular interest is the “cover illustration of the hardcover book in red, black, and purple, featuring a provocative depiction of an officer drinking champagne with a prostitute”; the cover illustration for *Das Justizverbrechen…* “Judge Attempting to Rape Lady Justice,” as well as the “photomontage spanning both covers and the spine in red and black by John Heartfield (front: officer with a girl; back: half-clothed woman). First version of the Heartfield cover (as seen here), which fell victim to censorship immediately upon publication” (J. Holstein). – Covers and the hinges of the paperback binding have been restored; otherwise, all volumes are in good condition apart from signs of age and wear. – A total of 7 volumes; the paperback edition, the first version of Volume II, and the two volumes of “Der Gefangene…” with their illustrated cardboard covers are very rare.

Schlagwörter: Pazifismus, Weimarer Republik, Weltkrieg <1914-1918>, Weltkrieg I

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850,--  Bestellen
1 Callot – Kloss, Karl (Hrsg.). Balli di Sfessania. Ein Zyklus von 24 Kupfern des Jacques Callot (1592 – 1635). Wien, Artur Wolf (1919). 4° (30 x 28 cm.). [2] Bl. und 24 mont. Tafeln in „Relief-Gravüre“ auf kräftigem Bütten. Orig.-Halbleder-Flügelmappe mit goldgepr. Deckeltitel.

Nr. 44 von 100 Exemplaren auf kaiserlich Japan (Gesamtauflage 500 Exemplare). Neuausgabe der berühmten 1622 in Nancy vollendeten Serie mit 24 Radierungen nach den Originalen in der Hofbibliothek Wien. Jedes Blatt zeigt im Vordergrund zwei grotesk verzerre, dynamisch tanzende oder fechtende Theaterfiguren, deren Namen am unteren Rand eingraviert sind (z. B. Franca Trippa, Fritellino, Pulliciniello oder Cucurucu). – Die Inspiration zu „Balli di Sfessania“ beruht auf einer getanzten Spielart der Commedia del’ Arte, eingebettet in den mediterranen Alltag. 1813 sah E. T. A. Hofmann die graphische Folge und entdeckte in Callots phantastischem Realismus eine tiefe Seelenverwandtschaft. Auf der Grundlage von acht Blättern der Bilderfolge entstand Hofmanns „Prinzessin Brambilla“. – Rücken der Mappe restauriert, sonst sehr gut erhalten.

Schlagwörter: Nummerierte Bücher, Vorzugsausgaben

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240,--  Bestellen
1 Schopenhauer, Arthur. Werke in fünf Bänden. (Und). Reisetagebücher. – (Und). Beibuch zur Schopenhauer-Ausgabe. Nach den Ausgaben letzter Hand herausgegeben von Ludger Lütkehaus. Zusammen 7 Bände. Zürich, Haffmans Verlag 1988-1989. 8°. Orig.-Leinenbände mit Schutzumschlägen in Pappschubern mit farbig illustr. Deckelschild.

Erste Ausgabe der berühmten Werkausgabe mit dem oft fehlenden „Beibuch“ mit der Einleitung des Herausgebers und Übersetzung und Nachweis der Zitate, Schopenhauer-Chronik, Sach- und Namenregister von Michel Bodmer sowie dem Supplementband mit den Reisetagebüchern. Bände I und II. Die Welt als Wille und Vorstellung. – Band III. Kleinere Schriften. – Band IV und V. Parerga und Paralipomena. – Schutzumschläge von Band II und III am Kapital mit kl. Läsuren, sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Gesamtausgaben

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160,--  Bestellen
1 Van de Velde, Henry (1863-1957). Plakat „Tropon Eiweiss Nahrung“ 1897. Orig.-Farblithographie in vier Farben, verkleinerte Version aus der Zeitschrift ‚Pan‘, IV. Jahrgang, 1. Heft. Berlin 1898. Blattgr. 37 x 28 cm. Lithographie in Orange, Violett, Gelb und Grauschwarz auf chamoisfarbenem Maschinenbütten im Stein monogrammiert.

„In den 1890er Jahren nutzte Van de Velde die modische, stark stilisierte Formensprache des Jugendstils, um für ein so alltägliches Produkt wie einen Proteinextrakt auf Eibasis zu werben. Das späte 19. Jahrhundert war Zeuge einer Revolution in der industriellen Lebensmittelverarbeitung, die mit Kaffee, Kakao und einer Reihe von Fleisch- und Milchprodukten begann. Solche verarbeiteten Lebensmittel und ihre aufkeimenden Markenidentitäten wurden rasch zu einem festen Bestandteil des modernen Lebens und veränderten traditionelle Muster des Einkaufens, Kochens und der Lebensmittellagerung zu Hause“ (MoMA, New York). – Papierbedingt etwas gebräunt.
″In the 1890s Van de Velde used the fashionable, highly stylized language of Art Nouveau to advertise a product as mundane as an egg-based protein extract. The late nineteenth century witnessed a revolution in industrial-food processing, starting with coffee, cocoa, and a range of meat and dairy products. Such processed foods and their burgeoning brand identities rapidly became integral to modern living, transforming traditional patterns of shopping, cooking, and at-home food storage“ (MoMA, New York). – Slightly discolored due to the paper.

Schlagwörter: Jugendstil, Original-Graphik, Plakat, Werbung

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400,--  Bestellen
1 Hugo, Victor. Le Rhin. Illustrations par J(ean)-A(dolphe) Beauce et (Dieudonné-Auguste) Lancelot Paris, (J. Hetzel), Jules Bonaventure, imprimateur s. d. (1842). 4°. 160 S. mit 63 Holzstichen im Text. Dunkelgrüner Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel.

Carteret I, 412. Vicaire IV, 298. – Sehr seltener Erstdruck der Schilderung von Hugos 1838 bis 1840 unternommenen Rheinreisen. Das Buch erschien im selben Jahr mit dem Untertitel „Lettres à un ami“ bei J. Hetzel und basiert auf Hugos Reisen in den Jahren 1838, 1839 und 1840 sowie den Briefen, die er während dieser Reisen schrieb. Er bearbeitete und erweiterte die Briefe für die Veröffentlichung, wobei er historische Werke, Reiseführer, Sagen und Legenden heranzog, und fügte das ausführliche Schlusswort hinzu. Der vorliegende Erstdruck mit der Preisangabe „10 centimes“ enthält die ersten 23 Briefe mit 63 meist halbseitigen Holzstich-Ansichten von Reims (Cathédrale), Aix-La-Chapelle, Köln, Mainz, Rheinfels, Lorelei-Felsen, Oberwesel, Frankfurt am Main, Koblenz u.v.m.). – Ein Blatt mit größerem Einriß (S. 103/104 mit der Ansicht von Frankfurt), sonst sehr gut erhalten und dekorativ gebunden.
Très rare première édition du récit des voyages sur le Rhin entrepris par Hugo entre 1838 et 1840. Le livre a été publié la même année chez J. Hetzel sous le sous-titre « Lettres à un ami » ; il s’appuie sur les voyages de Hugo effectués en 1838, 1839 et 1840, ainsi que sur les lettres qu’il a écrites au cours de ces voyages. Il a remanié et enrichi ces lettres en vue de leur publication, en s’appuyant sur des ouvrages historiques, des guides touristiques, des contes et des légendes, et y a ajouté une postface détaillée. La présente première édition, dont le prix est indiqué comme étant de « 10 centimes », contient les 23 premières lettres accompagnées de 63 gravures sur bois, pour la plupart occupant une demi-page, représentant Reims (la cathédrale), Aix-la-Chapelle, Cologne, Mayence, le Rheinfels, le rocher de la Lorelei, Oberwesel, Francfort-sur-le-Main, Coblence et bien d’autres lieux encore. – Une feuille présentant une déchirure importante (p. 103/104 avec la vue de Francfort), sinon très bien conservée et reliée de manière décorative.

Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Reiseberichte, Reisebeschreibungen, Rhein

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160,--  Bestellen
1 Meyern (eig. Meyer), W(ilhelm) F(riedrich) v. Dya-Na-Sore oder: Die Wanderer. (Herausgegeben von Ernst Freiherr v. Feuchtersleben). 3., vollständige Original-Auflage. 5 Bände. Wien, Ignaz Klang 1840-1841. 8°. VIII, [1] Bl., 234 S.; Titel, 260 S.; 274 S., [1] Bl.; 258 S.; 305 S., [1] S. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückentiteln.

Ackermann V, 216. Bloch 2, 2135. Goedeke V, 460. Kosch X, 1013. NDB XVII, 397. Wolfstieg 41514. – Maßgebliche Ausgabe des bedeutenden utopischen Romans, gegenüber der ersten Ausgabe von 1787 wesentlich erweitert. – Von Schiller rezensiert, von Goethe gelesen und wohl von Nietzsche gedanklich ausgebeutet bietet Meyern als erster in unserer neueren Literatur die unheilschwangere Phantasmagorie eines spartanischen Heldenstaates, die in Sprachbildern von düsterer Schönheit noch heute ihren Zauber nicht verloren haben. Es „… findet sich hier viel Tiefes und Originelles, von einzigartigem, starkem Denkvermögen zeugend. Danach ist die Vergessenheit, in welche M. gesunken ist, als bitteres Unrecht zu beklagen. Seine Sprache ist ungemein kräftig, schwungvoll, ja fast dithyrambisch, reich an neuen, frischen Wortbildungen und Zusammensetzungen, kühnen Bildern und Wendungen, dabei knapp, präcis und in hohem Grade eindrucksvoll“ (Schönbach in der ADB). „Liest man, was Arno Schmidt in seinem Radio-Essay und Wolfgang Harich in seinem Jean-Paul-Buch über ‚Dya-Na-Sore’ zu sagen haben, will man nicht glauben, daß beide vom selben Gegenstand handeln. Meyerns politisches Ideal ist für Schmidt ‚das niedrigste, was es überhaupt geben kann: das Kriegerische!‚, für Harich aber ist es das höchste: das demokratischer Revolution … Daß mit dem l. Band von ‚Dya-Na-Sore‘ der Anfang eines politisch-brisanten Romans vorlag, wußten weder Schiller noch Schink, die ihn rezensierten … Bedenkt man, wann und wo dieser Roman geschrieben wurde, so ist das erstaunlich mutig und erklärt den Erfolg, den er trotz seiner künstlerischen Schwächen hatte. Doch vergeht einem die Freude an dieser demokratischen Literaturtradition, wenn man sieht, wie stark hier schon vorgebildet ist, was später einmal, 1933, ‚Nationale Revolution’ genannt werden wird: Vergottung des Staates, Elite-Denken, Nationalhaß, Militarismus und Verherrlichung des Krieges – alles das also, was Arno Schmidt dazu veranlaßte, den Roman für Wehrkreisbüchereien zu empfehlen“ (aus G. de Bruyns Nachwort‚ Taten und Tugenden. M. und sein deutsches Revolutionsmodell’ zur Neuausgabe von 1979, S. 951 ff.). – Rücken etwas berieben, Name auf den Vorsätzen, stellenweise etwas braunfleckig, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Freimaurer, Freimaurerei, Phantastik / Utopie

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200,--  Bestellen
1 Daelen, Eduard, Gustav Fritsch, Joseph Kirchner, Bruno Meyer, Victorien du Sauffay und Guy de Téramond. Die Schönheit des menschlichen Körpers. Mit Beiträgen von E. Daelen u. a. und 322 malerischen Aktstudien nach der Natur von B. Arthur, H. v. Behringer, C. O. Freytag, Ernst Schneider, W. Hartwig, Hans Hildebrand, Otto Schmidt, Gugliemo Plüschow, F(red) Boissonnas, W. Collins u. a. 2., um 225 Abbildungen vermehrte und textlich erweiterte Auflage. Düsseldorf, Ulrich & Steinbecher (1907). Gr.-4° (30 x 22,5 cm.). 315 S. mit 322 Abbildungen nach Fotografien im Text und auf Tafeln. Dunkelroter Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel und großem goldgepr. Medaillon auf dem Vorderdeckel.

Heidtmann 11123. – Erweiterte Neuausgabe des zuerst 1905 in Lieferungen erschienenen Werks. – „Die so lange und oft recht heftig diskutierte Frage: „Ist die Photographie ein Kunst?“ scheint mit der Zeit in ein ruhigeres Stadium einzutreten. Sie ist inzwischen so weit zur Klärung gediehen, daß nun die kühn Fortschreitende bereits die allgemeine Anerkennung ihres Bürgerrechts in der Kunst errungen hat, und daß sonach jede Erörterung über Kunst im allgemeinen für sie mit gilt. Und zwar braucht sie auch nicht mehr von Unverstand und Anmaßung sich nur als eine scheel angesehene Konkurrentin oder Stieftochter der Malerei betrachten zu lassen. Sie geht ihre eigenen Wege, sie hat zu einer besonderen, zu einer selbständigen Ausdrucksweise künstlerischer Naturempfindung sich emporgearbeitet, und damit reift nun die Zeit heran, auf interne Fragen näher einzugehen, die höhere und höchste Aufgaben der künstlerischen Darstellung ins Auge fassen. Eine der wichtigsten Fragen auf diesem Gebiete ist die: „Welche Bedeutung hat das Nackte in der Kunst?“ Es gibt kaum eine andere Zeitfrage, die der Aufklärung noch mehr bedürfte wie diese, da man nirgendwo so viel trübem Unverstand und Vorurteil begegnet wie hier, da nirgendwo die Meinungen sich schroffer gegenüberstehen“ (E. Daelen in Kapitel VII. „Das Nackte in der Photographie“, S. 140 f.). – Sehr gutes sauberes Exemplar.

Schlagwörter: Aktfotografie, Aktphotographie, Photography of the nude

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120,--  Bestellen
1 Klemm, (Johann) H(einrich). Die praktische Chemie des Kleidermachers sowie des Fleckenreinigers und Kunstwäschers. In mehr als hundert werthvollen chemisch-technischen Vortheilen … Dresden, Selbstverlag o. J. (1859). Gr.-8°. X, 99 S. Marmorierter Pappband der Zeit mit handschr. Rückenschild.

ADB LI, 204 ff. – Einzige Ausgabe, selten. – Der Bibliophile, Buchhändler und Verleger H. Klemm (1818-1886), Sohn eines Dorfschneiders, gründete nach einer Schneiderlehre 1844 zusammen mit seinem Bruder ein „Zeicheninstitut für Kleidermacher und begann eine rege, bis zu seinem Tode fortgesetzte Thätigkeit. Gleich sein erstes Werk „Vollständiges Lehrbuch der modernen Zuschneidekunst und Bearbeitung sämmtlicher Herrenkleider“ (Leipzig 1846) fand großen Beifall und erlebte zahlreiche Auflagen. 1847 erhielt er eine Aufforderung des Verlagsbuchhändlers Voigt in Weimar, die Redaction einer von diesem herausgegebenen Zeitschrift für Herrenmoden „Der Elegante“ zu übernehmen. K. folgte dieser Einladung und fand bald solches Wohlgefallen an seinem neuen Berufe, daß er beschloß, sich ganz der Schriftstellerei und dem Buchhandel zu widmen. 1850 siedelte er nach Dresden über, verheirathete sich und gründete unter der Firma „H. Klemms Verlag“ eine Verlagshandlung, indem er zunächst als Verleger seiner eigenen Schriften auftrat. … Durch die beträchtlichen Einkünfte aus seinen Zeitschriften und Lehrbüchern erwarb sich K. allmählich ein bedeutendes Vermögen, das ihn in den Stand setzte, sich uneingeschränkt seiner von Jugend auf gepflegten Liebhaberei des Büchersammelns zu widmen. Sein Hauptbestreben ging dahin, eine möglichst große Zahl von mittelalterlichen Handschriften und von Wiegendrucken aus der Zeit vor 1500, sowie die ersten Druckerzeugnisse möglichst vieler Druckorte zu erwerben. Indem er für diesen Zweck fast eine halbe Million Mark aufwendete, gelang es ihm, eine bedeutende, mehrere tausend zum Theil seltene Werke umfassende Sammlung zusammenzubringen, die sich unter dem Namen „Klemm’s bibliographisches Museum“ in Fachkreisen eines guten Rufes erfreute“ (V. Hantzsch in ADB). – Titelblatt oben mit Abschnitt (kein Textverlust), stellenweise etwas braunfleckig, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Chemie, Schneiderei

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80,--  Bestellen
1 Ledgard, Henry and Andrew Singer (Editors). Elementary BASIC, as chronicled by John H. Watson. (Learning to program your computer in Basic with Sherlock Holmes). New York, Random House (1982). 8°. XII, 264, (1) p. with frontispice (″The analytical engine“). Publisher’s half-linen binding with an illustrated dust jacket (by Richard Williams).

First edition of the early BASIC textbook. – The authors have Dr. Watson explain how Sherlock Holmes uses a fictional, steam-powered computer called the Analytical Engine to solve his criminal cases. Holmes translates the logical steps of an investigation into working BASIC programs. Leser lernen fundamentale Programmierkonzepte wie Schleifen, Bedingungen, Variablen und Arrays anhand von Detektivgeschichten. – The imperative programming language, which was developed in 1964 to make it easier for beginners to learn programming, was widely used on home computers in the 1980s and 1990s. – Stamp on the title page and bottom edge; a very good copy of the hardcover edition.

Schlagwörter: Computer, Computer science, Computer-Programm, Software

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50,--  Bestellen
1 Wrangell, (Otto Fabian v.). Landrath Wrangell’s Chronik von Ehstland. Nebst angehängten ehstländischen Capitulations-Punkten und Nystädter Friedensschluß. In Druck gegeben von C. J. A. Paucker. Dorpat, Heinrich Laakmann 1845. 8°. XIV, 234 S. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und Linienvergoldung.

Baltisches Biografisches Lexikon 890. – Sehr seltene erste und einzige Ausgabe. Das Werk gilt als die erste bedeutende glaubwürdige Chronik der Geschichte Livlands (Estland und Lettland). – „Die Ehstländische litterärische Gesellschaft zu Reval erstand unlängst aus dem Nachlasse des im Herbst des J. 1843 hieselbst verstorbenen Hrn. Dr. phil. Bernh. Gottlieb Wetterstrand unter einigen andern seltenen Schriften auch eine von der eigenen Hand des weiland Ehstländischen Landraths Otto Fabian von Wrangell geschriebene Chronik, deren Titel er in v. Recke’s und Napiersky’s Gelehrten- und Schriftsteller-Lexicon Bd. IV. S. 574 mit dem Zusatze bekannt gemacht: „Von 1695 bis 1726 schreibt der Verf. als Zeitgenosse ausführlicher und theilt manches Interessante mit.“ Bei näherer Kenntniß ergab sich denn auch dies nur als die eigene Arbeit des Herrn Landraths, die er an die ihm vorliegende frühere Arbeit des nicht lange vorher verstorbenen Oberlandgerichts- und Ritterschaft-Secretairen Adam Friedrich von Fischbach vom Jahre 1695, im 5. Buche, mit welchem diese sich endigt, angeknüpft hat. Diese führt nach den uns vorliegenden beiden gleichlautenden Handschriften den Titel: „Extract Einer Öhstnischen Chronika, welche soll abgefaßet haben Hr. Adam Friedrich von Fischbach E. Wohlgeb. Ritterschaft in Öhstland Secretarius“ …“ (S. V). – Der estländische Ritterschaftshauptmann, Landrat und Rittergutsbesitzer O. F. v. Wrangell (1655-1726) studierte von 1674 bis 1775 in Leipzig. Nach seinem Studium bereiste er Deutschland, Italien, Frankreich und Holland. 1676 stand er als Leutnant im Regiment des Grafen Königsmarck in französischen Militärdiensten. 1681 avancierte er zu Rittmeister und muss wenig später seinen Abschied erhalten haben. – Stellenweise etwas braunfleckig, gutes Exemplar.
Very rare first and only edition. The work is considered the first significant and credible chronicle of the history of Livonia (Estonia and Latvia). – “The Estonian Literary Society in Reval recently acquired, from the estate of Dr. phil. Bernh. Gottlieb Wetterstrand, who passed away here in the fall of 1843. Among several other rare writings, it includes a chronicle written in the hand of the late Estonian Provincial Councilor Otto Fabian von Wrangell, the title of which he publicized in v. Recke’s and Napiersky’s Lexicon of Scholars and Writers, Vol. IV, p. 574, with the following addition: “From 1695 to 1726, the author, as a contemporary, writes in greater detail and shares many interesting details.” Upon closer examination, it became clear that this was in fact the District Councilor’s own work, which he had appended to the earlier work from 1695 by Adam Friedrich von Fischbach—Secretary of the Higher Regional Court and the Knighthood, who had died not long before—in Book 5, where the latter work concludes. According to the two identical manuscripts in our possession, this work bears the title: “Extract from an Austrian Chronicle, which is said to have been composed by Mr. Adam Friedrich von Fischbach, His Excellency’s Secretary of the Knighthood in Austria” …” (p. V). – O. F. von Wrangell (1655–1726), an Estonian knight, district administrator, and owner of a knightly estate, studied in Leipzig from 1674 to 1775. After completing his studies, he traveled through Germany, Italy, France, and the Netherlands. In 1676, he served as a lieutenant in Count Königsmarck’s regiment in the French military. In 1681, he was promoted to cavalry captain and must have been discharged shortly thereafter. – Somewhat brown-stained in places; a good copy.

Schlagwörter: Baltic Provinces (Russia), Baltikum, Eesti, Estland, Estonia, Latvia, Lettland

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220,--  Bestellen
1 Grimm, (Jakob u. Wilhelm). Kinder- und Hausmärchen gesammelt durch die Brüder Grimm. Zeichnungen und farbige Blätter von Gerhard Oberländer. Mischauflage. 3 Bände. Hamburg, Ellermann 1961-1962. Gr.-8°. 279 S., 2 Bl.; 236 S., 2 Bl.; 242 S., 2 Bl. mit zusammen 44 Farbtafeln und zahlr. Illustrationen im Text. Orig.-Leinenbände mit farbig illustr. Schutzumschlägen.

Vgl. LKJ 587 f. Wegehaupt, Grimm S. 49 (mit Abb.). Woeller S. 16 (mit Abb.). – Band I und II in 3. und 2. Auflage; Band III in 1. Auflage. – In den Bildern des, unter den Kinderbuchillustratoren der sechziger Jahre herausragenden Künstlers, „tritt zur Federzeichnung eine kraftvolle Farbigkeit, die sich besonders in den Illustrationen zur Gesamtausgabe der „Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm“ (1958-1961) zu wirkungsvoll plakativer Leuchtkraft steigert“ (Horst Künnemann in LKJ). – Sehr gutes sauberes Exemplar.

Schlagwörter: Ellermann, Märchen u. Sagen

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90,--  Bestellen
1 Sammlung; Klassiker der deutschen Literatur des 18. und 19. Jahrhunderts. 51 Werke in 184 Bänden. Deutschland, Österreich und Schweiz 1769-1914.

Dabei: 1 Auerbach, Berthold (d. i. Moses Baruch Auerbacher). Gesammelte Schriften. Erste, neu durchgesehene Gesammtausgabe. 20 Bände in 10. Stuttgart und Augsburg, J. G. Cotta 1857-1858. 8°. Orig.-Halblederbände mit goldgepr. Rückentiteln und Rückenvergoldung. – Goedeke NF 520, 831. – Erste Gesamtausgabe. – 2 (Claudius, Matthias). Asmus omnia sua Secum portans, oder Sämmtliche Werke des Wandsbecker Bothen Erster und zweyter Theil. Hamburg, beym Verfasser und in Commission bey Fr. Perthes (1775). Kl.-8°. XVI, 232 S. mit Frontispiz und 2 Tafeln. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und reicher Rückenvergoldung. – Slg. Borst 304. Goedeke IV/1, 978, 8. – Erste Ausgabe. – Bis 1812 erschienen 8 Teile. – 3 Claudius, Matthias. Asmus omnia sua secum portans oder Sämmtliche Werke des Wandsbecker Bothen. 7. wohlfeile Auflage mit vielen Holzschnitten und Kupferstichen nach (Daniel) Chodowiecki. 8 Teile in 2 Bänden. Hamburg und Gotha, Friedrich und Andreas Perthes 1844. 8°. Orig.-Leinenbände mit Romantikervergoldung und goldgepr. Deckel-Vignetten. – Gutes Exemplar in den dekorativen Verlagseinbänden. – 4 Dickens, Charles. Große Erwartungen. Aus dem Englischen von Julius Seybt. 2 Teile in 1 Band. Leipzig, L. Wiedemann o. J. (1862). Kl.-8°. [2] Bl., 280 S.; [2] Bl., 250 S. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rückentitel und Romantikervergoldung. (Boz (Dickens) Gesammelte Werke, Band 25). – Erste Ausgabe dieser Übersetzung. – 5 Ebers, Georg (Moritz). Eine ägyptische Königstochter. Historischer Roman. 2. Auflage. 3 Bände. Stuttgart, Eduard Hallberger 1869. 8°. XVIII, 194 S.; 247 S.; 267 S. Orig.-Leinenbände mit goldgepr. Rückentiteln und Rückenvergoldung. – Kosch III, 768. – Der erste Roman des Berliner Ägyptologen und Schriftstellers G. M. Ebers (1837-1898) erschien zuerst 1864. – „Beginnend mit Eine ägyptische Königstochter (1864) verfasste Ebers zahlreiche historische Romane, die auf großes Leserinteresse stießen. Neben Felix Dahn galt er als der bedeutendste Vertreter des „Professorenromans“. Die Themen der Romane wählte er teilweise aus dem Umfeld seiner wissenschaftlichen Arbeit, also der ägyptischen Geschichte, aber auch aus anderen Epochen, z. B. dem Mittelalter“ (Wikipedia). – 6 Epigrammenlese aus Martial für die oberen Klassen gelehrter Schulen. Epigrammatische Anthologie aus griechischen und römischen Dichtern erstes (und) zweites Bändchen. 2 Teile in 1 Band. Frankfurt am Main, Varrentrapp und Wenner 1808. 8°. X, 131 S.; [2] Bl., 136 S., [2] Bl. Halblederband der Zeit. – 7 Gellert, C(hristian) F(ürchtegott). Fabeln und Erzählungen. In drey Büchern. Neue Auflage. 3 Teile in 1 Band. Frankfurt und Leipzig o. J. (um 1800). Kl.-8° XXXII, 221 S. Halblederband der Zeit mit Rückenvergoldung. – Vgl. Goedeke IV 26,7. – Erschien zuerst 1746-1748. – „Die Fabeln waren das einzige wirklich allgemein in allen Ständen gelesene poetische Buch des ganzen Jahrhunderts. Der Buchhändler Breitkopf hatte Bedenken gegen die Übernahme des Verlags, so daß Gellert seine Fabeln an Johann Wendler gab, der an Gellerts Schriften reich wurde“ (Goedeke). – 8 Gellert, C(hristian) F(ürchtegott). Sämmtliche Schriften. Mischauflage. Erster und fünfter bis siebenter Theil (von 10), 4 Bände. Berlin und Stettin, Joachim Pauli 1770-1776. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern und floraler Rückenvergoldung. – 9 Gelzer, Johann Heinrich. Die deutsche poetische Literatur seit Klopstock und Lessing. Nach ihren ethischen und religiösen Gesichtspunkten. Leipzig, Weidmann 1841. XII, 492 S. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und dezenter Rückenvergoldung. – 10 Goethe, (Johann Wolfgang v.). Goethe’s Werke. Sechster Band. Stuttgart und Tübingen, J. G. Cotta 1816. 8°. 458 S. Pappband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild. – Mit den Theaterstücken: Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand; Egmont; Stella; Clavigo. – 11 Goethe, Johann Wolfgang v. Schriften. Band I. Leiden des jungen Werthers. Erster und zweiter Theil. (Carlsruhe, Schmieder 1778). Kl.-8°. 300 S. Halblederband der Zeit. (Sammlung der besten deutschen prosaischen Schriftsteller und Dichter, Band 79). – Ohne den Haupttitel. – Rücken unten mit kl. Fehlstelle, Deckel fleckig, sonst gut erhalten. -12 Goethe, Johann Wolfgang v. Werke. Auswahl. 12 Teile in 6 Bänden. Stuttgart, J G. Cotta 1867. 8°. Orig.-Halblederbände mit Romantikervergoldung. – Vollständige erste Abteilung; insgesamt erschienen 36 Teile in 18 Bänden. – Mit den Gedichten und Liedern und den Hauptwerken (Reineke Fuchs, Faust, Wahlverwandtschaften, Wilhelm Meister, Wahrheit und Dichtung u. a.). – 13 Hauff, Wilhelm. Sämmtliche Werke. Mit des Dichters Leben von Gustav Schwab. Fünfte Gesammtausgabe. Zweiter Abdruck. Erster Band (von 5). Stuttgart, Rieger 1853. Kl.-8°. Halblederband der Zeit mit Romantikervergoldung. – Goedeke IX, 212 g. – 14 Hauff, Wilhelm. Sämmtliche Werke. Geordnet und mit einem Vorwort versehen von Gustav Schwab. 1.—9. Band und 16.-30. Band (von 36) in 8 Bänden. Stuttgart, Friedrich Brodhag 1830. 12° (13 x 8,5 cm.). Mit lithogr. Porträt-Frontispiz. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern und Rückenvergoldung. – Goedeke IX, 211, 23 a, alpha. – Erste Gesamtausgabe. – 15 Herder, Johann Gottfried v. Sämmtliche Werke. Zur schönen Literatur und Kunst. (Herausgegeben von Johannes v. Müller, Johann Georg Müller und Christian Gottlob Heyne). Erster bis neunzehnter Theil (von 20). Stuttgart und Tübingen, Cotta 1827-1830. Kl.-8°. Pappbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern und Linienvergoldung. – Goedeke IV 1, 737, 123. – Zweite Gesamtausgabe. – 16 Herder, Johann Gottfried v. Sämmtliche Werke. Zur Philosophie und Geschichte. (Herausgegeben von Johannes v. Müller, Johann Georg Müller und Christian Gottlob Heyne). Erster, Zweiter und sechzehner bis zweiundzwanzigster Theil (10 Bände von 22). Stuttgart und Tübingen, Cotta 1827-1830. Kl.-8°. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern und Rückenvergoldung. – Goedeke IV 1, 737, 123. – Zweite Gesamtausgabe. – 17 Herder, Johann Gottfried v. Sämmtliche Werke. Zur Religion und Theologie. (Herausgegeben von Johannes v. Müller, Johann Georg Müller und Christian Gottlob Heyne). Zweiter Theil und fünfzehnter bis achtzehnter Theil (5 Bände). Stuttgart und Tübingen, Cotta 1827-1830. Kl.-8°. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern und Rückenvergoldung. – Goedeke IV 1, 737, 123. – Zweite Gesamtausgabe. – 18 Hölty, Ludwig Christoph Heinrich. Gedichte. Besorgt durch seine Freunde Fried(ich) Leopold Grafen zu Stollberg und Johann Heinrich Voss. Carlsruhe, Bureau der deutschen Classiker 1823. 8°. XXXX, 166 S. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und Linienvergoldung. – 19 Homerus. Homers sämmtliche Werke. Herausgegeben von Abraham Voss. Erster Theil. Homers Ilias übersetzt von Friedrich Leopold Graf zu Stolberg. Neuer Abdruck. Leipzig, Imanuel Müller 1843. 8°. [4] Bl., 512 S. Pappband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und Linienvergoldung. – Abraham Voß hatte die erste Fassung von seines Vaters Odysseeübertragung (Hamburg, auf Kosten des Verfassers 1781) erstmals 1837 um dessen nachgelassene Anmerkungen vermehrt herausgegeben und ergänzt sie hier um Stolbergs Iliasübersetzung (Leipzig 1778), auf die J. H. Voß sich in seinem vorangestellten Widmungsgedicht bezieht. – 20 Iffland, August Wilhelm. (Theatralische Werke). Elise von Valberg. Ein Schauspiel in Fünf Aufzügen. – Die Mündel. Ein Schauspiel in fünf Aufzügen. – Albert von Thurneisen. Ein bürgerliches Trauerspiel in vier Aufzügen. – Die Jäger. Ein ländliches Sittengemälde in fünf Aufzügen. 4 Theaterstücke in 1 Band. Leipzig, Georg Joachim Göschen, Augsburg, o. Dr., Mannheim, Schwan und Berlin, Georg Jacob Decker 1785-1792. Kl.-8°. Pappband der Zeit mit Rückenschild. – Erste Ausgaben. – Sammelband mit vier Theaterstücken. – 21 Immermann, Karl (Leberecht). Münchhausen. Eine Geschichte in Arabesken. 2 Teile (von 4) in 1 Band. Berlin, A. Hofmann & Comp. 1858. IV, 228 S.; IV, 178 S., [1] Bl. Orig.-Leinenband mit Romantikervergoldung. – Immermanns berühmter satirischer Roman erschien zuerst 1838-1839. Dieses Hauptwerk des deutschen Vormärz verbindet fantastische Lügenmärchen mit einer scharfen sozialkritischen Satire auf die westfälische Agrargesellschaft. Berühmt wurde der Roman besonders durch den darin enthaltenen, eigenständigen Unterroman „Der Oberhof“, der die soziale Realität seiner Zeit abbildet. – 22 Jean Paul (d. i. Johann Paul Friedrich Richter). Ausgewählte Werke. 16 Bände in 8. Berlin, G. Reimer 1847-1849. 8°. Mit 1 gestoch. Porträt und gefaltetem Handchriften-Faksimile. Orig.-Leinenbände mit goldgepr. Rückentiteln und Romantikervergoldung. – Berend 173 a. – Erste Ausgabe der Sammlung. – 23 Kerner, Justinus. Kerners Werke. Auswahl in sechs Teilen. Herausgegeben und mit einem Lebensbild versehen von Raimond Pissin. 6 Teile in 2 Bänden. Berlin, Leipzig, Wien, Stuttgart, Deutsches Verlags-Haus Bong & Co. (1914). 8°. Mit 1 Portrait und 1 gefalt. Handschriften-Faksimile. Orig.-Halblederbände mit goldgepr. Rückentiteln und reicher Rückenvergoldung. (Goldene Klassiker-Bibliothek). – Erste Ausgabe der maßgeblichen Gesamtausgabe. – Schönes Exemplar in den prachtvollen Jugendstil-Einbänden. – 24 Klopstock, (Friedrich Gottlieb). Sämmtliche Werke. 11 (statt 12) Bände. Leipzig, Georg Joachim Göschen 1823. Kl.-8°. Halblederbände mit goldgepr. Rückenschildern und Rückenvergoldung. – Goedeke IV/1, 177, 57. – Erste Gesamtausgabe. – Band 10 fehlt. – 25 Körner, Theodor. Sämmtliche Werke. Neue Ausgabe. Vollständig in zwei Bänden. 2 Bände. Reutlingen, Fleischhauer und Spohn 1833-1834. Kl.-8°. 2 Bl., VI, 390 S.; 2 Bl., 544 S. Pappbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern und Linienvergoldung. – Vgl. Goedeke VII, 844, 31. Stellenweise etwas braunfl., gutes dekorativ gebundenes Exemplar. 26 Lessing, G(otthold) E(phraim). Gesammelte Werke. Neue rechtmäßige Ausgabe. 10 Bände in 5. Leipzig, G. J. Göschen 1855-1856. 8°. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückentiteln und Rückenvergoldung. – Goedeke IV/1, 344, 8. Seifert 9. 2. – Unveränderte zweite Auflage der zuerst 1841 erschienenen Gesamtausgabe. – Stellenweise etwas braunfleckig, gutes dekorativ gebundenes Exemplar. – 27 Mahlmann, Siegfried August. Sämmtliche Gedichte. Prachtausgabe mit vielen Illustrationen, Mahlmann’s Biographie und Portrait. 4. Auflage Leipzig, Renger (F. Volckmar) o. J. (1845). Kl.-8°. XXXVI, 134 S. mit Porträt-Frontispiz und Holzstich-Vignetten im Text. Orig.-Leinenband mit Romantikervergoldung. – Vgl. Goedeke V, 550, 10. – Erste illustrierte Ausgabe der zuerst 1825 erschienenen Gedicht-Sammlung. – 28 Maler-Müller, (Friedrich). Dichtungen. In zwei Theilen. Mit Einleitung herausgegeben von Hermann Hettner. 2 Teile in 1 Band. Leipzig, F. A. Brockhaus 1868. 8°. XVI, 242 S.; [3] Bl., 220 S. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und Linienvergoldung. (Bibliothek der Deutschen Nationalliteratur des achtzehnten und neunzehnten Jahrhunderts). – Meyer 258. – Die Ausgabe enthält die Idyllen, Lieder und Balladen des Maler-Dichters Friedrich Müller (1749 – 1825) sowie seine Dramen „Fausts Leben. Fragment“, „Golo und Genoveva“ und „Niobe“. – 29 Manzoni, Alessandro. Die Verlobten. Eine mailänder Geschichte aus dem siebzehnten Jahrhunderte. Aufgefunden und erneut aus dem Italienischen übersetzt von Eduard v. Bülow. 2. völlig umgearb. Auflage. 2 Bände Leipzig, F. A. Brockhaus 1837. 8°. XXIII, 426 S.; 432 S. Orig.-Leinenbände mit Romantikervergoldung. – Vgl. GV II, 398. – Zweite deutsche Ausgabe einer der bedeutendsten Romane der italienischen Literatur. – 30 Meyer, Conrad Ferdinand. Novellen. 15. Auflage. 2 Bände. Leipzig, H. Haessel 1900. 8°. [2] Bl., 354 S.; [3] Bl., 404 S. Orig.-Halblederbände mit goldgepr. Rückentitel und dezenter Rückenvergoldung. – Die berühmten Novellen erschienen zuerst 1885. – 31 Musäus, J(ohann) K(arl) A(ugust). Volksmährchen der Deutschen. Mit einem Vorwort von Fr(iedrich) Jacobs. Erster Theil (von 2). Stuttgart, A. F. Macklot 1829. Kl.-8°. Pappband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild. – Goedeke IV 1, 580, 5. – Dritte Auflage der zuerst 1804 bis 1805 erschienenen Kunstmärchen. Enthält die bekannten Märchen „Die Bücher der Chronika der drei Schwestern“, „Rolands Knappen“, „Legenden von Rübezahl“ und vier andere. – 32 Nürnberger, Joseph Emil. Ernste Dichtungen. Kempten, Tobias Dannheimer 1841. 369 S. mit gestoch. Portrait des Verfassers. Lederband der Zeit mit golgepr Rückentitel, Rücken- und Deckelvergoldung und Goldschnitt. – Goedeke X, 177, 15. – Erste Ausgabe. – 33 Ramler, Karl Wilhelm. Kurzgefaßte Mythologie oder Lehre von den fabelhaften Göttern, Halbgöttern und Helden des Alterthums. In zwey Theilen, nebst einem Anhange, welcher die Allegorie und ein vollständiges Register enthält. Vierte verbesserte Auflage. 2 Teile in 1 Band. Berlin, Maurer 1820. 8°. XVIII S., [1] Bl., 202 S.; [1] Bl., S. [223] – 570 mit 14 Kupfertafeln. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und dezenter Rückenvergoldung. – Goedeke IV1, 182, 54. – Zuerst 1790 erschienen; eines der populärsten Werke des „deutschen Horaz“. – Stelllenweise etwas braunfleckig, gutes dekorativ gebundenes Exemplar. – 34 Salis(-Seewis), J(ohann) G(audenz) v. Gedichte. Neue Auflage. Stuttgart, August Friedrich Macklot 1811. Kl.-8°. 132 S. Marmorierter Pappband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild, Rückenvergoldung und Deckel-Filetten. – Goedeke. V, 430. – Zuerst 1793 von F. Matthisson herausgegebenen Gedichte. – Der schweizer Lyriker J. G. v. Salis-Seewis (1762-1834), war 1779-89 Offizier in der Schweizer Garde des franz. Königs und hatte später hohe militär. Ämter in seiner Heimat inne. „Seine formsichere, wehmütig-zarte Lyrik besingt Natur und Heimat und verbindet eine an Hölty erinnernde Seelenstimmung mit Matthissons Klassizismus.“ – Dekorativ gebundenes Exemplar. – 35 Schiller, Friedrich. Sämmtliche Werke. (Herausgegeben von Christian Gottfried Körner). Mit Grossherzoglich Badischem gnädigsten Privilegio. 17 Bände (von 18). Carlsruhe, Büreau der deutschen Classiker 1823. 8°. Pappbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern. – Vgl. Goedeke V, 142. Trömel-Marcuse 4. – Karlsruher Nachdruck der ersten Gesamtausgabe. – Band 2 und 4 fehlen. – 36 Schiller, (Friedrich). Schillers Briefwechsel mit (Christian Gottfried) Körner. Von 1784 bis zum Tode Schillers. 4 Bände. Leipzig, Beit und Comp. 1847. 8°. Orig.-Leinenbände mit goldgepr. Rückentiteln und Romantikervergoldung. – Goedeke V, 110, 29. – Erste Ausgabe. – Christian Gottfried Körner war mit Schiller seit 1784, also dem Jahr, als der Dichter Mannheim verließ, eng befreundet. Er war der Herausgeber der ersten Schiller-Gesamtausgabe. – Schönes Exemplar in den dekorativen Verlagseinbänden. – 37 Schulze, Ernst. Cäcilie. Ein romantisches Gedicht in zwanzig Gesängen. 2 Bände. Leipzig, F. A. Brockhaus 1818. Kl.-8°. [4] Bl., XXIV, 378 S., [3] Bl.; [4] Bl., 368 S. Pappbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern und Linienvergoldung. – W.-G.² 4. – Erste Ausgabe. – 38 Seneca, L(ucius) A(nnaeus). Briefe des L. A. Seneka aus dem Lateinischen übersetzt und mit den über diese Verteutschung im Druck erschienenen Urtheilen und einer neuen Vorrede herausgegeben von Albrecht Christoph Kayser. Regensburg, Montagische Buchhandlung 1788. 8o. 15 S., [14] Bl., 224 S., [10] Bl. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und floraler Rückenvergoldung. – VD18 11465883. – Erste Ausgabe dieser Übersetzung. – 39 Shakespeare, William. William Shakspere’s dramatische Werke. Übersetzt und erläutert von Adelbert Keller und Moritz Rapp. Zweite Ausgabe. 8 Bände. Stuttgart, J. B. Metzler 1854. Kl.-8°. Halblederbände der Zeit mit jeweils 2 goldgepr. Rückenschildern und dezenter Rückenvergoldung. – Seltenere Shakespeare-Übersetzung von Adelbert Keller (1812-1883) und Moritz Rapp (1803-1883), jeweils mit kurzer Einführung zu jedem Drama. – „Von den Uebersetzungen ist die Shakespeare’s wegen großer Freiheit gegen das Original zu nennen; diese Freiheit geht bis zur Veränderung scenischer Anordnungen und des Schauplatzes sammt den Personennamen; was bei minder weltbekannten Stücken leichter ertragen wird, das wirkt z. B., wenn Ophelia der Correctheit des dänischen Kostüms halber zu einer Ingeborg wird, geradezu unerträglich“ (ADB 27, 298). – 40 (Sintenis, Christian Friedrich). Stunden für die Ewigkeit gelebt. Vom Verfasser von Hallo’s glücklichen Abend. Erster Theil (von 2). Frankfurt und Leipzig, 1792. 8°. 252 S. mit gestoch. Frontispiz. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und Linienvergoldung. – VD18 90421833. – Zweite Ausgabe des ersten Teils. – 41 Strauß, Friedrich. Glockentöne. Erinnerungen aus dem Leben eines jungen Geistlichen. 3. Auflage. 3 Teile in 2 Bänden. Elberfeld, Heinrich Büschler 1819. Kl.-8°. [8] Bl., 169 S., [2] Bl.; [2] Bl., 183 S., [2] Bl.; 268 S., [2] Bl. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern, Rückenvergoldung und Deckel-Filetten. – Goedeke X, 257. – Erschien zuerst 1815. – 42 Stutz, Jakob. Neue Sammlung der Gemälde aus dem Volksleben. Nach der Natur aufgenommen in gereimten Gesprächen Zürcherischer Mundart. Zürich, Schulthess 1832. 8°. X, 240 S. Pappband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild. – 43 Thümmel, M(oritz) A(ugust) v. Sämmtliche Werke. 8 Bände. Leipzig, G. J. Göschen 1853-1854 8°. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückentiteln und Linienvergoldung. – Vgl. Goedeke IV/1, 583, 25, 7 (erste Gesamtausgabe, ebda. 1811 ff.). – 44 Uhland, Ludwig. Gedichte. 45. Auflage. Stuttgart, Cotta 1863. 8°. XVI, 459 S., [2] Bl. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rückentitel und Rückenvergoldung. – 45 Uhland, Ludwig. Gedichte und Dramen. Volksausgabe. 2 Teile in 1 Band. Stuttgart, J. G. Cotta 1863. 8°. XIV, 277 S.; VIII, 259 S. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rückentitel und Linienvergoldung. – 46 Usteri, Johann Martin. Dichtungen in Versen und Prosa. Nebst einer Lebensbeschreibung des Verfassers herausgegeben von David Heß. 3 Bände. Berlin, G. Reimer 1831. 8°. XCVIII, 288 S.; IV, 414 S., [2] Bl.; III, 424 S., [1] Bl. mit lithogr. Frontispiz-Porträt. Orig.-Leinenbände mit goldgepr. Rückentiteln und Romantikervergoldung. – Slg. Borst 1642. Goedeke XII, 77, 21. – Erste Gesamtausgabe. – Der Mundart- und Idyllendichter Usteri hatte 1783/84 eine Deutschlandreise unternommen, in deren Verlauf er Goethe, Klopstock und Claudius kennenlernte. Er ist der Verfasser des berühmten Gedichtes „Freut euch des Lebens“ (I, 3-5), das von Nägeli vertont wurde. – 47 Uz, J(ohann) P(eter). Sämmtliche poetische Werke. Erster (und) zweyter Band. 2 Bände. Carlsruhe, Christian Gottlieb Schmieder 1776. 8°. [6] Bl., 269 S.; [2] Bl., 275, (1) S. mit wdh. Titelvignette und 6 gestoch. Kopfvignetten. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern und Linienvergoldung. – Vgl. Goedeke IV/1, 90, 7a. Hayn-Gotendorf VIII, 57. – Karlsruher Nachdruck der ersten Gesamtausgabe der Gedichte (Leipzig 1768). Der zweite Band mit den Briefen (S. 195 ff.). – Stellenweise etwas braunfleckig, gutes dekorativ gebundenes Exemplar. – 48 (Wieland, Christoph Martin). Der Goldne Spiegel, oder die Könige von Scheschian. Eine wahre Geschichte. Aus dem Scheschianischen übersetzt. Erster, dritter und vierter Theil (von 4) in 3 Bänden. Leipzig, M. G. Weidmanns Erben und Reich 1772. Kl.-8°. Mit 3 gestochenen Frontispizen und 3 gestochenen Titelvignetten von Geyser nach Mechau. Kalbslederbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern und reicher Rückenvergoldung. – Goedeke IV/1, 555, 66. Holzmann-Bohatta IV, 3260. VD18 11041021. – Erste Ausgabe des in der Tradition des antiken philosophisch-didaktischen Staatsromans stehenden Fürstenspiegels, erschienen in einer Auflage von 2500 Exemplaren. „Dieser Fürstenspiegel, mit dem Wieland seine ‚Hoffähigkeit‘ erweisen wollte, an der man nach den frivolen Verserzählungen seiner Jugend zweifelte, trug ihm 1772 die Berufung zum Erzieher Karl Augusts, des Sohnes der Herzogin Anna Amalia von Sachsen-Weimar ein“ (KLL III, 978 ff.). – 49 (Wieland, Christoph Martin). Der Goldne Spiegel, oder die Könige von Scheschian. Eine wahre Geschichte. Aus dem Scheschianischen übersetzt. Erster bis vierter Theil. 4 Bände. Carlsruhe, Christian Gottlieb Schmieder 1777. Kl.-8°. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern und floraler Rückenvergoldung. (Sammlung der besten deutschen prosaischen Schriftsteller, 52.-55. Theil). – Vgl. Goedeke IV/1, 555, 66. Holzmann-Bohatta IV, 3260. VD18 11041021. – In der Tradition des antiken philosophisch-didaktischen Staatsromans stehenden Fürstenspiegels, erschienen in einer Auflage von 2500 Exemplaren. „Dieser Fürstenspiegel, mit dem Wieland seine ‚Hoffähigkeit‘ erweisen wollte, an der man nach den frivolen Verserzählungen seiner Jugend zweifelte, trug ihm 1772 die Berufung zum Erzieher Karl Augusts, des Sohnes der Herzogin Anna Amalia von Sachsen-Weimar ein“ (KLL III, 978 ff.). – 50 (Wieland, Christoph Martin). Die Grazien. Carlsruhe, Christian Gottlieb Schmieder 1777. 8°. 346 S. mit Titelvignette in Holzschnitt. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und floraler Rückenvergoldung. (Sammlung der besten deutschen prosaischen Schriftsteller und Dichter, Band 51). – Vgl. Goedeke IV/I, 555, 63. – Karlsruher Nachdruck der Erstausgabe von 1770. – 51 Young, Edward. Klagen, oder Nachtgedanken über Leben, Tod, und Unsterblichkeit. Zweyter Band (von 5). 2., verb. Aufl. Braunschweig, Schröder Erben 1769. 8°. [1] Bl., 357 S. Kalbslederband der Zeit mit 2 goldgepr. Rückenschildern und reicher floraler Rückenvergoldung. – Alle Bände von Alters- und Gebrauchsspuren abgesehen gut erhalten und in zeitgenössischen Einbänden; repäsentative Sammlung.

Schlagwörter: Büchersammlung, Bücherwand

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1.600,--  Bestellen
1 Humboldt, Alexander v. Gesammelte Werke. Und: Bromme, Traugott (Hrsg.). Atlas zu Alex(ander) v. Humboldt’s Kosmos in zweiundvierzig Tafeln mit erläuterndem Texte. 12 in 6 Bänden und Atlas (zus. 7 Bände). Stuttgart, J. G. Cotta und Stuttgart, Krais und Hoffmann (1889) und (1851). Gr.-8° und Quer-4° (28,5 x 35 cm.). Mit 1 Portrait; [2] Bl., 136 S. und 39 handkolorierte Karten, 3 Tafeln in Lithographie und Stahlstich und 1 Holzschnitt im Text, sowie 1 lose beil. Farbtafel (Temperatur-Diagramm). Orig.-Halblederbände mit goldgepr. Rückenschild und Linienvergoldung und Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel und Romantikervergoldung.

Slg. Borst 2163. Goedeke VI, 263, 29. Sabin 33726. Sparrow 106. – Erste vollständige Werkausgabe mit dem sep. erschienenen Atlas zum Kosmos von T. Bromme. – Enthält: Band 1-4: Kosmos. Entwurf einer physischen Weltbeschreibung. Band 5-8: Reise in die Aequinoktial-Gegenden des neuen Kontinents. In deutscher Bearbeitung von H. Hauff. Band 9-10: Aus A. von Humboldts Versuch über den politischen Zustand des Königreichs Neuspanien. Band 11: Ansichten der Natur mit wissenschaftlichen Erläuterungen. Band 12: Aus A. von Humboldts Versuch über den politischen Zustand der Insel Cuba. Ein Lebensabriss. – Letzter Versuch einer zusammenfassenden Darstellung des Wissens einer Epoche. „Nur Humboldt konnte es wagen, diese Gesamtschau zur Anschauung zu bringen“ (so sein Verleger Cotta). – „This, the greatest work of one of the greatest men of the nineteenth century, includes some articles on America“ (J. Sabin zum Kosmos). – Rücken der Gesamtausgabe etwas berieben, sehr gutes Exemplar aus der Bibliothek Breslauer Physikers Ernst Pringsheim (1859-1917) mit dessen Exlibris. – Der Atlas, ebenfalls sehr gut erhalten und dekorativ gebunden, stammt aus der Bibliothek des Schach-Großmeisters und Karl May-Verlegers Lothar Maximilian Schmid (1928 -2013) mit dessen Exlibris.
- First complete edition of the works, including the separately published *Atlas to the Cosmos* by T. Bromme. – Contains: Volumes 1–4: *Cosmos: An Outline of a Physical Description of the World*. Volumes 5–8: *Journey to the Equinoctial Regions of the New Continent*. Adapted into German by H. Hauff. Volumes 9–10: From A. von Humboldt’s Essay on the Political Condition of the Kingdom of New Spain. Volume 11: Views of Nature with Scientific Explanations. Volume 12: From A. von Humboldt’s Essay on the Political Condition of the Island of Cuba. A Brief Biography. – The last attempt at a comprehensive presentation of the knowledge of an era. “Only Humboldt could dare to bring this comprehensive view to life” (according to his publisher Cotta). – “This, the greatest work of one of the greatest men of the nineteenth century, includes some articles on America” (J. Sabin on *Kosmos*). – Spine of the complete edition slightly rubbed; very fine copy from the library of the Breslau physicist Ernst Pringsheim (1859–1917) and bearing his bookplate. — The atlas, also in very good condition and decoratively bound, comes from the library of chess grandmaster and Karl May publisher Lothar Maximilian Schmid (1928–2013) and bears his bookplate.

Schlagwörter: Biologie, Botanik, Botany, Gesamtausgaben, Naturwissenschaften, Travel, Zoologie, Zoology

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1.600,--  Bestellen
1 Proust, Marcel. Auf der Suche nach der verlorenen Zeit. (Deutsch von Eva Rechel-Mertens). 10 Bände. (Frankfurt am Main, Suhrkamp (1979). Kl.-8°. Marmorierte Orig.-Pappbände mit goldgepr. Rückenschildern.

Gutes Exemplar.

Schlagwörter: Gesamtausgaben

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35,--  Bestellen
1 (Wieland, Christoph Martin). Agathon. (Motto) Quid Virtus et quid Sapientia possit. Erster bis vierter Theil. 4 Bände. Leipzig, Weidmanns Erben und Reich 1773 Kl.-8° (16,5 x 11 cm.). XVI, 358 S.; 316 S.; 304 S.; 286 S., [20] Bl. (Subskribenten-Verzeichnis) mit 1 gestoch. Titelvignetten von Christian Gottlieb Geyser und Jacob Wilhelm Mechau und 3 wdh. Titelvignetten in Holzschnitt. Halblederbände der Zeit mit jeweils 2 goldgepr. Rückenschildern und floraler Rückenvergoldung.

Slg. Borst 165 (Anm.). Deusch 28b, Goedeke IV/1, 552, 53. Günther/Zeilinger 574. Rümann 1248 (nennt nur die Vignette, die er irrtüml. Meil zuschreibt). VD18 1114467X. – Erste Ausgabe der umgearbeiteten Fassung der „Geschichte des Agathon“ (Frankfurt und Leipzig 1766-1767). – Die neue Ausgabe wurde inhaltlich um die „Geschichte der Danae“ und einen „Schluß des ganzen Werkes“ vermehrt. – „Wieland beseitigte ferner satirisch-polemische Stellen und Gegenwartsanspielungen, literarische Allusionen und Zitate, auch griff er unter dem Einfluss von F. Jacobi ändernd in den Dialog zwischen Hippias und Agathon ein. Neu hinzu kamen ferner der Vorbericht „Über das Historische im Agathon“ und die dazu gehörigen historischen Anmerkungen“ (Fritz Martini in Wieland Werke, München 1964, S. 891). – Im Subskribentenverzeichnis S. Gessner, „Doctor Göthe, in Frankfurt“, J. G. Herder, A. v. Kalb, „Madame Karschin, in Berlin“, „Professor Lichtenberg, in Göttingen“, F. Nicolai u. a. – Stellenweise etwas braunfleckig, schönes dekorativ gebundenes Exemplar.

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450,--  Bestellen
1 (Wieland, Christoph Martin). Musarion, oder die Philosophie der Grazien. Ein Gedicht, in drey Büchern. Leipzig, M. G. Weidmanns Erben und Reich 1769. Kl.-8° (16 x 9,5 cm.). Titel, XX, 128 S. mit gestoch. Titelvignette und 6 gestoch. Vignetten von Johann Stock nach Adam Friedrich Oeser. Halbpergamentband um 1900 mit goldgepr. Rückenschild und dezenter Rückenvergoldung.

Deusch 13 a. Goedeke IV/1, 553, 55. Hayn-Gotendorf VIII, 413. Holzmann-Bohatta III, 5550. Rümann 1256. – Erste illustrierte und erweiterte Ausgabe, nun mit der aufschlussreichen Vorrede an „Herrn Creyßsteuereinnehmer Weisse in Leipzig“. – „Zweifellos ist es – auch innerhalb Wielands Werk – eines der anmutigsten und reizvollsten Beispiele für Rokokopoesie“ (KLL 6522). – Exlibris, sauberes und dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher

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160,--  Bestellen
1 Anthing, (Johann Friedrich v.). Collection de cent silhouettes des personnes illustres et celebres. (Faksimile-Druck der Ausgabe, Gotha 1791. Mit einer Skizze von Carl Schüddekopf). Weimar, Gesellschaft der Bibliophilen 1913. 8°. [5] Bl., 100 zweifarbige Slihouetten, XV, (1) S. Halbpergamentband mit goldgepr. Rückenschild.

Vgl. Sander 27. – In kleiner Auflage erschienen. – J. H. v. Anthing (1753-1805) „gab sein Theologiestudium in Jena auf, um von 1783 an als Silhouettenzeichner die europäischen Höfe zu bereisen. Der Weimarische Hof ehrte ihn durch Verleihung des Ratstitels. Am 7.9.1789 nahm er dort den Schattenriß Goethes ab. (Abbildungen bei E. Schulte-Strathaus, Die Bildnisse Goethes, 1910, Taf. 72.) Goethe schrieb darunter in A.s Stammbuch die Verse: „Es mag ganz artig sein, wenn Gleich’ und Gleiche/In Proserpinens Park spazierengehn,/Doch besser scheint es mir, im Schattenreiche/Herrn A.s sich hier oben wiedersehn“. In gleicher Weise silhouettierte A. viele Fürstlichkeiten und Hofleute, u. a. auch Karl August und Anna Amalia, besonders aber Angehörige des russischen Kaiserhauses sowie die Mitglieder der Petersburger Akademie. Zur Wahl und Krönung Leopolds II. reiste er 1790 nach Frankfurt und veröffentlichte eine Beschreibung der Feierlichkeiten. Seine Tätigkeit erstreckte sich auch auf die Anfertigung kunstgewerblicher Gegenstände. 1791 ließ er einen Band mit 100 durch Kupferstich vervielfältigten Silhouetten drucken; zu Unrecht wird ihm jedoch die gleichzeitige Einführung ganzfiguriger Silhouetten zugeschrieben“ (A. Elschenbroich in NDB I, 314). – Sehr schönes Exemplar.

Schlagwörter: Faksimile, Schattenbilder, Scherenschnitte, Silhouetten

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70,--  Bestellen
01 Wessing, Koen. Chili september 1973. Amsterdam, De Bezige Bij 1973. 4° (24,5 x 20 cm.). [48] p. with 24 Duotone plates, most of which are double-sheet size. Original cardboard cover.

Auer 562. Gierstberg/Suermondt 124 f. Heiting, Dutch photo publications 498. Parr/Badger I, 22. Vgl. Fernández, The Latin American Photobook 102 (Torres, Neruda: entierro y testamento. Las Palmas 1973). – „The book begins with a double-page spread of a pile of burning papers. On the top a face can be glimpsed President Salvador Allende of Chile, overthrown by military revolt. Allende had been democratically elected, but the United States, in one of the most disreputable episodes in its recent history, deemed his socialist government a Marxist threat to American interests in South America. The CIA actively worked to destabilize the country and supported the military junta of General Augusto Pinochet, who seized power in September 1973. The far-from-bloodless coup leaves today’s Chile still trying to come to terms with the damage done to its democratic institutions over three decades ago. The Dutch photographer Koen Wessing was on the streets of Santiago immediately after the coup happened. His gritty documentary pictures were quickly published in this no-frills, extremely elegant photobook by De Bezige Bij, publisher of so many of the best Dutch photographic books. There are not many images in the book, but each is carefully considered, modest and succinct, spread across a double page in graphic gravure. Despite the difficulties of taking photographs in such a tense and difficult situation, Wessing never forgets the value of composition and lighting control. The main thrust of the book is the coup’s immediate aftermath, the shock and grief of the people, the rounding up of Allende’s supporters (or suspected supporters) by the army, and their herding into the now notorious National Stadium in Santiago, where many would be tortured and killed. Wessing vividly captures one of these executions, in a two-page sequence that forms the book’s climax“ (Martin Parr). – The cover is slightly discolored, as usual, but it’s a very good copy.

Schlagwörter: Chile, Politics and government, Politik, Santiago, South America, Street photography, Südamerika

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450,--  Bestellen
1 Engelhard, (Magdalene) Philippine, geborene Gatterer. Gedichte. Zwote Sammlung. Göttingen, Johann Christian Dieterich 1782. Kl.-8° (14,5 x 9 cm.). [12] Bl., 294 S., [3] Bl. mit 4 Kupfertafeln von D(aniel) Chodowiecki und E(rnst Ludwig) Riepenhausen und 4 gefaltete Musik-Beilagen. Halblederband mit goldgepr. Rückenschild und floraler Rückenvergoldung.

ADB VI, 136. Goedeke IV/1, 417, 36. VD18 8037123X. – Seltene erste Ausgabe der zweiten Gedicht-Sammlung mit einem umfangreichen Subskribenten-Verzeichnis (darunter auch Georg Christoph Lichtenberg). Die erste Sammlung erschien 1778. Enthält auch das 1779 entstandene Liebesgedicht „Mädgenklage“, in dem die Dichterin die ungleichen Lebens- und Entfaltungsmöglichkeiten von Männern und Frauen im 18. Jahrhundert pointiert kritisiert. (S. 157). – Philippine Engelhard (1756-1831) „veröffentlichte ab 1776 in den Vossischen und den Göttinger Musenalmanachen unter den Namen Rosalie, Juliane S. und Karoline eine Reihe von zart empfundenen, anmuthigen Liedern“ (ADB). – Später wurde Gottfried August Bürger ihr Mentor. – Die Illustrationen des Göttinger Zeichners und Kupferstechers E. L. Riepenhausen (1762-1840) gehören zu dessen frühesten Arbeiten. „Schon einem 1782 in Göttingen erschienenen Gedichtband waren als Illustrationen je zwei Kupferstiche des berühmten Chodowiecki und des jungen Riepenhausen beigelegt“ (Wikipedia). – „Die Zeitgenossen erkennen in Riepenhausen auch sehr bald einen durchaus brauchbaren Ersatzmann für den immer überlasteten Chodowiecki. […] Die Verleger bestellen bei ihm Buch-Illustrationen und vor allem Kalender-Kupfer“ (Otto Deneke, Ernst Riepenhausen, in Göttinger Künstler, Band 2, S. 68). – Einband teils stärker berieben, stellenweise braun- und fingerfleckig, noch gutes Exemplar mit den meist fehlenden Musikbeilagen.

Schlagwörter: Aufklärung, Frauenemanzipation, Frauenliteratur, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Lyrik

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360,--  Bestellen
1 Rabener, Gottlieb Wilhelm. Briefe, von ihm selbst gesammlet und nach seinem Tode, nebst einer Nachricht von seinem Leben und Schriften, herausgegeben von C(hristian) F(elix) Weiße. Leipzig, Dyck 1772. 8°. LXXXII, 304 S. Frontispiz (von Christian Gottlieb Geyser nach Jacob Wilhelm Mechau oder Adam Friedrich Oeser). Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und Linienvergoldung.

Goedeke IV1, 41, (5), 4. Rümann 882. VD18 90724232. – Erste Ausgabe. – Deckel etwas berieben, sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Briefe

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120,--  Bestellen
1 Pferschy, Othmar. Fotografla Türkiye. – La Turquie en image. – Turkey in Pictures. – Die Türkei im Bild. Ankara, Matbuat Umum Müdürlügü o. J. (1937). Quer-4° (25 x 34 cm.). [10] Bl. und 154 Duotone-Tafeln mit 5 Zwischentiteln. Hellroter Orig.-Leinenband mit Metallschrauben-Bindung, Schutzumschlag und Pappschuber.

Interessantes Propaganda-Album der „Neuen“ Republik Türkei. Mit viersprachigen Einleitungstexten in Türkisch, Französisch, Englisch und Deutsch. – Die Aufnahmen sind in fünf Abschnitte (A-F) gegliedert: A. Ankara (28 Fotos); B. Istanbul (23 Fotos); C. Städte und Landschaft (23 Fotos); D. Archäologie und Kunst (22 Fotos); E. Wirtschaft und Aufbau (44 Fotos) und F. Kultur und Mensch (14 Fotos). – „Das zentrale Argument, das die kemalistische Türkische Republik gegen den Begriff des „Alten“ im Osmanischen Reich vorbrachte, nämlich der Begriff des „Neuen“, zeigte sich in allen Bereichen, von der Industrie bis zur Kunst, vom gesellschaftlichen Leben bis zur Architektur. Um die durch die Revolutionen der Republik Türkei im Modernisierungsprozess zurückgelegten Fortschritte zu erkennen, ist es notwendig, die neue Ära angemessen darzustellen. Aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften im Druck- und Verlagswesen wurde die Fotografie als das Medium angesehen, das den „neuen“ Staat am besten vermitteln kann. Im „Fotoalbum der Türkei“ wurde die Fotografie als Mittel der Werbung und Propaganda eingesetzt, um die kemalistischen Revolutionen sowie das sich entwickelnde und wandelnde Gesicht der „jungen“ Türkei der ganzen Welt zu vermitteln. … Das „Fotoalbum der Türkei“ wurde mit Inhalten zusammengestellt, die alle materiellen und ideellen Aktivitäten der Republik der kemalistischen Türkischen Republik in den 13 Jahren von 1923 bis 1936 widerspiegeln. … Das Album „Türkiye mit Fotos“, das einen der Grundsteine des fotografischen Gedächtnisses der Republik darstellt, war Zeuge der Entstehung der „neuen Türkei“ durch die nacheinander vollzogenen Revolutionen der Republik“ (G. Talebazadeh Atalay, Fotografla Türkiye Albümü’nde (1937) kültür varliklari ve çagdas mimarlik 2022, übersetzt aus dem Türkischen). – Der Grazer Fotograf O. Pferschy (1898-1984) arbeitete von 1926 bis 1969 in Instanbul. – Sehr gutes Exemplar mit dem meist fehlenden Schutzumschlag und Pappschuber.
An interesting propaganda album of the “New” Republic of Turkey. With introductory texts in four languages: Turkish, French, English, and German. – The photographs are divided into five sections (A–F): A. Ankara (28 photos); B. Istanbul (23 photos); C. Cities and Landscape (23 photos); D. Archaeology and Art (22 photos); E. Economy and Reconstruction (44 photos); and F. Culture and People (14 photos). – “The central argument put forward by the Kemalist Republic of Turkey against the concept of the ‘old’ in the Ottoman Empire—namely, the concept of the ‘new’—was evident in all areas, from industry to art, from social life to architecture. To recognize the progress made in the modernization process through the revolutions of the Republic of Turkey, it is necessary to adequately portray the new era. Due to its unique characteristics in the fields of printing and publishing, photography was regarded as the medium best suited to convey the ‘new’ state. In the ‘Photo Album of Turkey,’ photography was used as a tool for advertising and propaganda to convey the Kemalist revolutions, as well as the evolving and changing face of ‘young’ Turkey, to the entire world. … The “Photo Album of Turkey” was compiled with content reflecting all the material and ideological activities of the Kemalist Turkish Republic during the 13 years from 1923 to 1936. … “The album *Türkiye mit Fotos*, which represents one of the cornerstones of the Republic’s photographic memory, bore witness to the emergence of the ‘new Turkey’ through the successive revolutions of the Republic.” (G. Talebazadeh Atalay, “Cultural Heritage and Contemporary Architecture in the Photographers’ Turkey Album (1937),” 2022, translated from Turkish). – The Graz-based photographer O. Pferschy (1898–1984) worked in Istanbul from 1926 to 1969. – A very fine copy with the dust jacket and cardboard slipcase, which are usually missing.

Schlagwörter: Propaganda, Türkei, Turkey

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450,--  Bestellen
1 Mynona (d. i. Salomo Friedländer). Die Bank der Spötter. Ein Unroman. 1. – 3. Tausend. München und Leipzig, Kurt Wolff (1919). 8°. 450 S., [1] Bl. Illustr. Orig.-Pappband (von Emil Preetorius).

Geerken 2.1.5. Raabe-Hannich 217, 5. – Erste Ausgabe. – „Für Alfred Kubin – Im Kabinett war eine Stille entstanden, wie sie nur zwei Tote mit vereinten Kräften bewerkstelligen können (Mynona: „Rosa, Schutzmannsfrau“)“ (Motto Seite 5). – Rücken etwas berieben, Gelenke unauffällig restauriert, vorderes Innengelenk etwas angeplatzt, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Expressionisme, Expressionismus

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50,--  Bestellen
1 Tadanori Yokoo. Adept arcana. Lisa Lyon by Tadanori Yokoo [based on the video „Adept Arcana / Lisa Lyon by Tadanori Yokoo“ produced by CBS/SONY groupe]. Tokyo, Parco (1985). 4°. 94 S., [1] Bl. mit mit 88 Farbtafeln. Illustr. Orig.-Kartonumschlag mit Bellyband (Obi) und Klarsicht-Schutzumschlag.

Erste Ausgabe. – Aktaufnahmen aus einem Video des japanischen Künstlers meist mit Farbeffekten verfremdet. – „Beeinflusst von der Pop Art und Bewegungen schließen seine Arbeiten Fotos, Stückchen aus der traditionellen japanischen Welt, aus der westlichen Welt und aus dem Buddhismus ein, oft alles zugleich in demselben Kunstwerk. Yokoo wurde im In- und Ausland vielfach prämiert. 1971 konnte er sich in einer Exklusiv-Schau im Museum of Modern Art in New York zeigen. … Einem breiten Publikum bekannt sind diverse Schallplattencover. Yokoo gestaltete beispielsweise von Santana die Alben Lotus (1974) und Amigos (1976), von Carlos Santana The Swing Of Delight (1980, nur ein Innenbild) und Divine Light (2001) sowie von Miles Davis Agharta (1975). Insbesondere dem opulent ausgestatteten Dreifachalbum Lotus mit seinen beiden Faltpostern dürfte er eine der aufwendigsten Aufmachungen in der Rockmusik mitgegeben haben“ (Wikipedia). – Tadellos.
First edition. — Still images from a video by the Japanese artist, mostly altered with color effects. – “Influenced by Pop Art and various art movements, his works incorporate photographs, elements from traditional Japanese culture, the Western world, and Buddhism—often all at once within the same artwork. Yokoo has received numerous awards both in Japan and abroad. In 1971, he was featured in a solo exhibition at the Museum of Modern Art in New York. … He is known to a wide audience for his various album covers. For example, Yokoo designed Santana’s albums *Lotus* (1974) and *Amigos* (1976), Carlos Santana’s *The Swing of Delight* (1980, only an inside image) and *Divine Light* (2001), as well as Miles Davis’s *Agharta* (1975). “In particular, the lavishly produced triple album *Lotus*, with its two fold-out posters, is likely one of the most elaborate releases in rock music” (Wikipedia). – Very good copy.

Schlagwörter: Aktfotografie, Aktphotographie, Photography of the nude, Pop art, Videokunst

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80,--  Bestellen
1 Leng, Heinrich und O(skar) L(udwig) B(ernhard) Wolff. Neues französisch-deutsches und deutsch-französisches Wörterbuch – Nouveau Dictionnaire Francais-Allemand et Allemand-Francais. nach dem Plane des Französischen Wörterbuchs der Herren Noël und Chapsal und den besten und neuesten Hülfsmitteln, … bearbeitet. 2 Bände. Weimar, Landes-Industrie-Comptoir 1844. Gr.-8° (23,7 x 14 cm.). X, 1330, 94 S.; [2] Bl., 1693 S. mit 4 gefalteten Tabellen. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern.

Nicht bei Zaunmüller. – Seltenes, zuerst 1832 bis 1841 erschienenes monumentales Wörterbuch, das auf dem berühmten Wörterbuch von François Noël (1756-1841) und Charles-Pierre Chapsal (1787-1858) basiert. – Rückenschild von Band II mit kl. Fehlstellen, Vorsätze erneuert, stellenweise etwas braunfleckig, sehr gutes dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Philologie, Wörterbücher

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140,--  Bestellen
1 Seghers, Anna. Transit. Roman. Konstanz, Curt Weller & Co. 1948. 315, (5) S. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband von Curth Georg Becker.

W.-G.² 22. – Erste deutsche Buchausgabe; die spanische Originalausgabe erschien 1944 in Mexiko. Die deutsche Originalfassung erschien erstmals 1947 in der Berliner Zeitung. – Papierbedingt wie immer etwas gebräunt, sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Exil

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40,--  Bestellen
1 Macrobius, Ambrosius Theodosius et Cicero, Marcus Tullius. Consularis in Somnium Scipionis, libri II. Eiusdem Saturnaliorum libri VII. Nunc denuo recogniti, et multis in locis aucti. Köln, Johann Soter 1527. 12° (14 x 9,3 cm.). [24] Bl., 463 S. mit Druckermarke auf dem Titel, einigen illustr. Initialen und 7 Holzschnitten, darunter 1 Weltkarte von Anton Woensam von Worms.. Pergamentband unter Verwendung eines Manuskriptblatts aus dem 18. Jahrhundert.

Adams M 61. Graesse IV, 330 Anm. Merlo, Woensam 514, 541, 542. VD16 C 3640. – Dritte Kölner Ausgabe des Kommentar zu Ciceros „Somnium Scipionis“, aus dem 6. Buch von „De re publica“. – Mit vier wichtigen Vorbesitzern, den Philosophen: I. Jacob Bernays (1824-1881) – II. Otto Neurath (1882-1945) – III. Herbert Spiegelberg (1904-1990) und IV. Ferdinand Bulle (1886-1943). Die Eintragungen von O. Neurath mit den Zusätzen „Münchener Angeden Rens 1919“ und „XAIPE O.N.MCMV“; die Eintragungen von H. Spiegelberg und F. Bulle von derselben Hand datiert „XII 1936“ und „MCMXXXVI“. – Berühmt ist vor allem die Weltkarte, deren südliche Hemisphäre von einem Großkontinent bedeckt ist, der die Inschrift „Perysta temperata, antipodum nobis incognita, frigida“ trägt und sich damit in die Reihe der fast mythischen Vorstellungen von einem großen Südkontinent einreiht. Die übrigen Textholzschnitte zeigen schematische Modelle und Sphären. – Einband berieben und bestoßen, vorderes Innengelenk etwas angeplatzt, Buch-Händlermarke eines Münchner Antiquariats auf dem Innendeckel, seitlich knapp beschnitten (minimaler Buchstabenverlust bei den gedruckten Anmerkungen), insgesamt gut erhaltenes Exemplar mit interessanter Provenienz.
Third Cologne edition of the commentary on Cicero’s “Somnium Scipionis,” from Book 6 of “De re publica.” – With four notable previous owners, all philosophers: I. Jacob Bernays (1824–1881) – II. Otto Neurath (1882–1945) – III. Herbert Spiegelberg (1904–1990) and IV. Ferdinand Bulle (1886–1943). The inscriptions by O. Neurath include the additions “Münchener Angeden Rens 1919” and “XAIPE O.N.MCMV”; the inscriptions by H. Spiegelberg and F. Bulle, written in the same hand, are dated “XII 1936” and “MCMXXXVI.” – Most famous of all is the world map, whose southern hemisphere is covered by a large continent bearing the inscription “Perysta temperata, antipodum nobis incognita, frigida,” thus joining the ranks of the almost mythical conceptions of a great southern continent. The remaining woodcut illustrations depict schematic models and spheres. – Binding scuffed and bumped; front inner joint slightly split; bookseller’s stamp from a Munich antiquarian bookstore on the inside cover; edges slightly trimmed (minimal loss of text in the printed notes); overall, a well-preserved copy with an interesting provenance.

Schlagwörter: Antike, Astronomie, Astronomy, Cosmology, Kosmologie, Neuplatonismus, Philosophie, Philosophy

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2.400,--  Bestellen
1 Diesel, Rudolf (Christian Karl). Die Entstehung des Dieselmotors. Berlin, Julius Springer 1913. 4° (28 x 20 cm.). [2] Bl., 158 S. mit 83 Abbildungen im Text und 3 gefaltete Tafeln. Typogr. Orig.-Kartonumschlag.

NDB III, 660 ff. – Erste Buchausgabe der Schrift über den 1893 von Rudolf Diesel erfundenen Verbrennungsmotor. – „Zwischen 1893 und 1897 verwirklichte D. in der Maschinenfabrik Augsburg den Dieselmotor. Der Direktor dieses Werkes, H. Buz, war von D.s Erfindung und Persönlichkeit überzeugt und gewährte ihm jegliche Hilfe. Krupp beteiligte sich an der Finanzierung. Nach unsäglichem Arbeitsaufwand und vielen Fehlschlägen war um die Wende 1896/97 ein Motor entstanden, der sich sofort als die weitaus beste Wärmekraftmaschine erwies. Sie lief mit Petroleum und bald mit Rohöl, das in rasch zunehmendem Maße in der ganzen Welt gefördert wurde, so daß die neue Maschine durchaus der Zeitlage entsprach. Die Welt begriff, daß es sich um ein technisches Ereignis von epochemachender Bedeutung handelte; D. wurde mit einem Schlage berühmt und reich“ (Eugen Diesel in NDB). – Vorderes Gelenk am Fuss etwas eingerissen, Exlibris und zeitgenöss. Besitzvermerk auf dem Titelblatt, sehr gutes unbeschnittenes Exemplar.

Schlagwörter: Automobil-/Motorradliteratur, Automobiltechnik, Dieselmotor, Maschinen, Maschinenbau, Motorenbau

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280,--  Bestellen
1 Wimmer, Friedrich. Flora von Schlesien preussischen und österreichischen Antheils oder vom oberen Oder- und Weichsel-Quellen-Gebiet. Nach natürlichen Familien mit Hinweisung auf das Linné’sche System. Dritte Bearbeitung. Breslau, Ferdinand Hirt 1857. 8°. LXXIX, 695, (1) S. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rückentitel und Linienvergoldung.

Stafleu-Cowan 17.918. – Erschien zuerst 1827-1829. – Zeitgenössischer Besitzvermerk, stellenweise etwas braunfleckig, sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Botanik, Botany, Schlesien, Silesia

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150,--  Bestellen
1 Wright, Frances. Gesellschaftsleben und Sitten in den vereinigten Staaten von Amerika. Geschildert in einer Sammlung von Briefen an einen Freund in England während der Jahre 1818, 1819 und 1820. Aus dem Englischen von Constantia v. B. 2 Teile in 1 Band. Berlin, Carl August Stuhr 1824. Kl.-8° (16,5 x 10,5 cm.). XII, 239 S.; Titel, 242 S., [1] Bl. Pappband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild.

Engelmann 216. Vgl. James/Boyer, Notable American Women III, 675 ff. – Sehr seltene erste deutsche Ausgabe von „Views of Society and Manners in America“ (New York 1821). – Die englisch-US-amerikanische Sozialrevolutionärin und Schriftstellerin Francis Wright (genant Fanny, 1795-1852) „war eine Rebellin von unerhörtem Mut und analytischer Kraft. Sie war ihrer Zeit so weit voraus, daß manche ihrer Einsichten und Forderungen noch heute revolutionär wirken. Sie war die erste Frau, die in den Vereinigten Staaten öffentlich gegen die Sklaverei protestierte und zu einer großen Menschenmenge über Frauenrechte sprach. … Fanny hatte mit zwei Jahren ihre – wohlhabenden – Eltern verloren und wurde zusammen mit ihrer Schwester Camilla von Verwandten aufgezogen. Sie las viel, besonders über die USA, und begann früh zu schreiben. 1818 schiffte sie sich mit Camilla nach Amerika ein und kehrte 1820 zurück. Ihre enthusiastischen Briefe an eine Freundin, publiziert unter dem Titel Views of Society and Manners in America, gehören zu den berühmtesten Reisebeschreibungen des frühen 19. Jahrhunderts. 1825 begann ihr Kampf gegen die “Pestilenz” der Sklaverei, die sie schon in ihrem Reisebuch als “abscheulich über alle Vorstellungskraft” gebrandmarkt hatte. In der Nähe von Memphis gründete sie die Siedlung Nashoba, um aller Welt zu demonstrieren, wie SklavInnen ausgebildet und anschließend in verantwortlicher Weise freigelassen werden könnten. Das Unternehmen scheiterte, aber es gelang Wright unter großen persönlichen Opfern, dreißig SklavInnen freizukaufen und ihnen Unterkunft und Arbeit zu verschaffen. Ihre liberale Wochenzeitung, den Free Enquirer, nutzte sie, ähnlich wie ihre Vortragstourneen, um für die Rechte der ArbeiterInnen, für ein besseres Schulsystem, gegen klerikale Anmaßung, Rassismus und die Institution der Ehe zu kämpfen. 1830 kehrte sie mit der kränkelnden Camilla nach Europa zurück. Nach dem Tod ihrer lebenslangen Gefährtin heiratete Fanny einen Arzt und gebar zwei Töchter, von denen eine, Frances Sylva, überlebte. Die nächsten beiden Jahrzehnte waren privat wie beruflich eher mühevoll als spektakulär. 1850 ließ sie sich scheiden; Sylva blieb bei ihrem Vater. Zwei Jahre später starb Fanny Wright an den Folgen eines Sturzes“ (Luise F. Putsch, fembio, Frauenbiographieforschung anlässlich des 230. Geburtstag am 6. September 2025). – „Wir sollten nicht danach fragen, ob eine Mutter eine Ehefrau oder ein Vater ein Ehemann ist, sondern ob die Eltern den Wesen, die sie in die Welt gesetzt haben, all das bieten können, was das Leben schön macht“ (F. Wright). – Rücken etwas berieben und am Kapital fleckig, stellenweise etwas braunfleckig, sehr gut erhaltenes Exemplar.

Schlagwörter: Americana, Frauen, Frauenemanzipation, Frauenliteratur, Frauenrechte, Nordamerika, United States, USA

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500,--  Bestellen
1 Caraccioli, (Louis-Antoine de). La jouissance avec soi-même. Derniere édition, corrigée & augmentée par l’auteur. Liege, Jean-Francois Bassompierre 1764. Kl.-8° (17 x 10,5 cm.). XX, 404 S. mit Titel in Rot und Schwarz. Kalbslederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und floraler Rücken- und Deckelvergoldung.

VD18 15295915. – Erschien zuerst 1759 als Ergänzung zu La Conversation avec soi-même (1758). – Sehr schönes dekorativ gebundenes Exemplar aus der Bibliothek des berühmten Schach-Spielers und Karl-May-Verlegers Lothar Schmid (1928-2013) mit dessen Exlibris.

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240,--  Bestellen
1 Salat, Jakob. Die Philosophie mit Obskuranten und Sophisten im Kampfe. Ein Nachtrag zu der Schrift „Auch die Aufklärung hat ihre Gefahren“. Herausgegeben von einem Freunde der Aufklärung und der Philosophie. – (Beigebunden: Derselbe). Ueber den neuesten Idealismus der Herren Schellin und Hegel. Kritiken, nebst Auszügen aus Briefen etc. über die eigentliche Tendenz dieser Philosophey. Herausgegeben von einem Freunde der Philosophie. 2 Werke in 1 Band. Ulm, Wohler 1802 und München und Leipzig, Kummer 1803. Kl.-8° (17,5 x 10,5 cm.). 116 S.; [4] Bl., 208 S. Halblederband der Zeit mit 2 goldgepr. Rückenschildern und reicher floraler Rückenvergoldung.

ADB XXX, 194. Ziegenfuß II, 403. – Erste Ausgaben. – Jakob Salat (1766-1851), Schüler von Sailer und Christoph Schmid, war Pfarrer und seit 1802 Professor der Moral- und Pastoraltheologie in München als Nachfolger Mutschelles. 1808 Prof. in Lanshut, auch mit allgemein philosophischen Vorlesungen betraut. Von 1827 an Privatgelehrter in Landshut. – „Salat geht als Philosoph aus von der Glaubens- und Erkenntnislehre Jacobis und erstrebt Weiterbildung seiner Gedanken. Allem Glauben und allem Wissen geht das objektive Göttliche voran, das die Vernunft aufzufassen, wahrzunehmen vermag. Um aber diese Fähigkeit einer Wahrnehmung des Göttlichen zu besitzen, kann sie nur gradweise, nicht wesentlich von ihm verschieden sein. Grundlage aller Erkenntnis ist die Anerkennung dieses Göttlichen durch den Willen. Es gibt nur eine Art der wahren Erkenntnis, die übersinnliche. S. lehrt die Identität von Religion und Moral. Das Schöne ist Ausstrahlung des einen Göttlichen, sofern es auf die Phantasie in Verbindung mit dem Gefühl wirkt. So leitet S. das Wahre, Gute und Schöne aus seiner Idee des Göttlichen oder des Absoluten her. – Neben Jacobi war Kant von Einfluß auf S.; Hegel und Schelling haben an ihm einen heftigen Gegner“ (W. Ziegenfuss). – Durchgehend etwas braunfleckig, sonst sehr gut erhalten und dekorativ gebunden.

Schlagwörter: Aufklärung

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380,--  Bestellen
1 Bratvold, Gunnar (Editor). Mobilia. No. 180, July 1970. Kunst + Industri. – Art + Industry. – Kunst + Industrie. – L’art + L’industrie. (Redigeret af Per Arnoldi, Gunnar Aagaard Andersen og Torben Schmidt). Snekkersten, Mobilia 1970. 4° (25,7 x 25,7 cm.). [46] Bl. (inkl. Umschlag) mit zahlr. teils farbige Tafeln und Beilagen. Orig.-Broschurumschlag.

Interessantes Sonder-Heft der bedeutendsten dänischen Design-Zeitschrift. Text in Dänisch, Englisch, Deutsch und Französisch. Mit den Beilagen: die Worte Det Paene in vertikale Streifen geschnitten; drei Farbmuster zwischen Japanpapier; 5 Tafeln im rechten Rand mit künstlichen Abrissen; 9 teils gefaltete Tafeln in Rasterdruck mit Motiven von Arman, Meret Oppenheim, Andy Warhol, Jasper Johns, César Bouillotte, Claes Oldenburg, Pablo Picasso und Marcel Duchamp; 4 Farbtafeln mit den Aufdrucken White/Black, Red, Blue und Yellow sowie Kunststoff-Haarbüschel (Polsterwolle, zu einem Interview mit Susanne Ussing und Carsten Hoff „Alternative Räume“). „Zerrissene Seiten, Walzenflecken, Farbabdrucke, Wollfetzen sind originale Urkunden von Gunnar Aagaard Andersen, Arnoldi, Carsten Hoff und Susanne Ussing.“ – Das wegweisende internationales Magazin für skandinavisches Design, Möbelkunst und Industriedesign wurde 1955 gegründet. – Umschlag etwas gebräunt und am Kapital und Fuss geringfügig beschädigt, sonst sehr gut erhalten.
An interesting special issue of Denmark’s leading design magazine. Text in Danish, English, German, and French. Includes the following inserts: the words Det Paene cut into vertical strips; three color swatches between sheets of Japanese paper; 5 plates in the right margin with simulated tears; 9 partially folded plates in halftone print featuring motifs by Arman, Meret Oppenheim, Andy Warhol, Jasper Johns, César Bouillotte, Claes Oldenburg, Pablo Picasso, and Marcel Duchamp; 4 color plates with the imprints “White/Black,” “Red,” “Blue,” and “Yellow,” as well as tufts of synthetic hair (upholstery wool, accompanying an interview with Susanne Ussing and Carsten Hoff titled “Alternative Spaces”). “Torn pages, roller marks, ink prints, and scraps of wool are original works by Gunnar Aagaard Andersen, Arnoldi, Carsten Hoff, and Susanne Ussing.” – The pioneering international magazine for Scandinavian design, furniture art, and industrial design was founded in 1955. – Cover slightly discolored and slightly damaged at the top and bottom edges; otherwise in very good condition.

Schlagwörter: Avantgarde, Design, Möbel, Zeitschriften

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120,--  Bestellen
1 Wirtky, (Walter) J(ohannes). Huai Te Yue Han Na Si Wo Te Ji. Shanghai. Stuttgart, Süddeutsche Lichtdruck-Anstalt o. J. (um 1930). Quer-8° (21 x 30 cm.). [15] Bl. mit 73 Abbildungen in Heliogravure. Orig.-Kartonumschlag mit Kordel-Heftung.

Sehr seltene Foto-Dokumentation aus dem Shanghai der 1920er Jahre. Bildunterschriften in Deutsch und Englisch. – Mit interessanten Aufnahmen bedeutender Gebäude und aus dem Volksleben. Eine Foto-Strecke dokumentiert Straßenhändler in der Avenue Edward VII: „Strassen Küche“, „Holz-Oel-Händler“, „Briefschreiber“, „Wandrollen-Händler“, „Wahrsager“, „Mahjong-Spiel-Schnitzer“ und „Mahjong-Spieler“, „Ichang-Laden“ und „Gaukler“. Weitere Aufnahmen mit Straßenszenen aus Nantao (Vogelmarkt, Spielwaren-Verkäufer etc.), Rickschas im Schneetreiben, einer Kinder-Bücherei, Tee-Häuser, Drachen-Fest der Anamiten, Drach-Boot-Fest, Chinesische Hochzeit u. a. m. – Der Schweizer (?) Fotograf W. J. Wirtky (1894-1934) arbeitete wohl in den 1920er Jahren in Shanghai. – Umschlag etwas angestaubt, sonst sehr gut erhalten.
A very rare photo collection from 1920s Shanghai. Captions in German and English. It features interesting photographs of notable buildings and scenes from everyday life. A photo series documents street vendors on Edward VII Avenue: “Street Kitchen,” “Wood and Oil Vendor,” “Letter Writer,” “Wall Scroll Vendor,” “Fortune Teller,” “Mahjong Carver” and “Mahjong Players,” “Ichang Shop,” and “Street Performer.” Additional photographs feature street scenes from Nantao (bird market, toy vendors, etc.), rickshaws in a snowstorm, a children’s library, teahouses, the Anamite Dragon Festival, the Dragon Boat Festival, a Chinese wedding, and much more. – The Swiss (?) photographer W. J. Wirtky (1894–1934) likely worked in Shanghai during the 1920s. – The cover is slightly dusty, but otherwise in very good condition.

Schlagwörter: China, Shanghai

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450,--  Bestellen
1 Meyer, Elard Hugo. Badisches Volksleben im neunzehnten Jahrhundert. Strassburg, Karl J. Trübner 1900. 8°. XII, 628 S. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel und Wappen auf dem Rücken und Vorderdeckel.

Erste Ausgabe des wichtigsten Quellenwerks zur badischen Volkskunde im 19. Jahrhundert. Das Buch basiert auf einer groß angelegten Fragebogenerhebung aus dem Jahr 1894 und dient bis heute als fundamentale Quelle für die Erforschung der regionalen Kultur und des Alltagslebens im ehemaligen Großherzogtum Baden. Behandelt werden Brauchtum, Feste, Aberglaube, ländliche Arbeitswelten, soziale Strukturen sowie die materielle Volkskultur im Baden des 19. Jahrhunderts. – Schönes Exlibris und zeitgenössische Widmung, schönes Exemplar im dekorativen Verlagseinband.

Schlagwörter: Baden-Württemberg, Badenia, Volkskultur, Volkskunde

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140,--  Bestellen
1 Hirsch, Fritz. Der Weg zur Kunst. Unter besonderer Berücksichtigung des Studiums der Baukunst. Heidelberg, Carl Winter 1922. GR.-8°. 74 S. Orig.-Kartonumschlag mit Deckelschild.

Badische Biographien, Neue Folge, I, 174. – Erste Ausgabe, selten. – Mit eigenhändiger Widmung von Fritz Hirsch „Zur Confirmation die innigsten Segenswünsche ! der Verfasser“. – Der badische Bauhistoriker und Architekt Fritz Hirsch (eig. Friedrich, 1871-1938) gilt als Pionier der staatlichen Denkmalpflege. – „1900 arbeitete er nach dem bestandenen zweiten Staatsexamen als Regierungsbaumeister (Assessor) in Heidelberg, 1905 als Bezirksbauinspektor in Bruchsal. Die umfangreiche Sanierung von Schloss und Peterskirche Bruchsal unter seiner Leitung bis 1909 war wegweisend für die moderne staatliche Bau- und Kunstdenkmalpflege. Er brach radikal mit dem romantisierenden und eklektischen Arbeitsstil des Historismus und setzte an dessen Stelle vor allem exaktes Quellenstudium sowie Analyse und Dokumentation des Vorgefundenen. So rekonstruierte er mit Hilfe von Farbresten und Archivalien die farbigen barocken Fassaden. Ab 1913 lebte Fritz Hirsch mit seiner Familie in Karlsruhe und war als Hochbautechnischer Referent beim Badischen Finanzministerium verantwortlich für die Restaurierung u. a. von Schloss und Schlossgarten in Schwetzingen, Schloss und Hofkirche in Rastatt, Stadtkirche und Münze in Karlsruhe sowie des Konstanzer Münsters. 1918 stieg er zum Ministerialrat beim Badischen Finanzministerium auf. Ab 1920 hatte er eine Honorarprofessur an der Technischen Hochschule Karlsruhe inne und lehrte dort Geschichte der Architektur und Christliche Kunst. In Baden war er auch Bauberater für den Evangelischen Oberkirchenrat. Ab 1921 wohnte die Familie im um 1850 von Heinrich Hübsch entworfenen Wohnhaus des Hofgartendirektors zwischen Staatlicher Kunsthalle und Botanischem Garten in Karlsruhe“ (Wikipedia). – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Architekturgeschichte, Badenia, Baugeschichte, Signierte Bücher, Widmungsexemplar

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80,--  Bestellen
1 Wrangell, (Otto Fabian v.). Landrath Wrangell’s Chronik von Ehstland. Nebst angehängten ehstländischen Capitulations-Punkten und Nystädter Friedensschluß. In Druck gegeben von C. J. A. Paucker. Dorpat, Heinrich Laakmann 1845. 8°. XIV, 234 S. Halblederband (typogr. Orig.-Umschlag beigebunden).

Baltisches Biografisches Lexikon 890. – Sehr seltene erste und einzige Ausgabe. Das Werk gilt als die erste bedeutende glaubwürdige Chronik der Geschichte Livlands (Estland und Lettland). – „Die Ehstländische litterärische Gesellschaft zu Reval erstand unlängst aus dem Nachlasse des im Herbst des J. 1843 hieselbst verstorbenen Hrn. Dr. phil. Bernh. Gottlieb Wetterstrand unter einigen andern seltenen Schriften auch eine von der eigenen Hand des weiland Ehstländischen Landraths Otto Fabian von Wrangell geschriebene Chronik, deren Titel er in v. Recke’s und Napiersky’s Gelehrten- und Schriftsteller-Lexicon Bd. IV. S. 574 mit dem Zusatze bekannt gemacht: „Von 1695 bis 1726 schreibt der Verf. als Zeitgenosse ausführlicher und theilt manches Interessante mit.“ Bei näherer Kenntniß ergab sich denn auch dies nur als die eigene Arbeit des Herrn Landraths, die er an die ihm vorliegende frühere Arbeit des nicht lange vorher verstorbenen Oberlandgerichts- und Ritterschaft-Secretairen Adam Friedrich von Fischbach vom Jahre 1695, im 5. Buche, mit welchem diese sich endigt, angeknüpft hat. Diese führt nach den uns vorliegenden beiden gleichlautenden Handschriften den Titel: „Extract Einer Öhstnischen Chronika, welche soll abgefaßet haben Hr. Adam Friedrich von Fischbach E. Wohlgeb. Ritterschaft in Öhstland Secretarius“ …“ (S. V). – Der estländische Ritterschaftshauptmann, Landrat und Rittergutsbesitzer O. F. v. Wrangell (1655-1726) studierte von 1674 bis 1775 in Leipzig. Nach seinem Studium bereiste er Deutschland, Italien, Frankreich und Holland. 1676 stand er als Leutnant im Regiment des Grafen Königsmarck in französischen Militärdiensten. 1681 avancierte er zu Rittmeister und muss wenig später seinen Abschied erhalten haben. – Stellenweise etwas braunfleckig, gutes seitlich und unten unbeschnittenes Exemplar.
Very rare first and only edition. The work is considered the first significant and credible chronicle of the history of Livonia (Estonia and Latvia). – “The Estonian Literary Society in Reval recently acquired, from the estate of Dr. phil. Bernh. Gottlieb Wetterstrand, who passed away here in the fall of 1843. Among several other rare writings, it includes a chronicle written in the hand of the late Estonian Provincial Councilor Otto Fabian von Wrangell, the title of which he publicized in v. Recke’s and Napiersky’s Lexicon of Scholars and Writers, Vol. IV, p. 574, with the following addition: “From 1695 to 1726, the author, as a contemporary, writes in greater detail and shares many interesting details.” Upon closer examination, it became clear that this was in fact the District Councilor’s own work, which he had appended to the earlier work from 1695 by Adam Friedrich von Fischbach—Secretary of the Higher Regional Court and the Knighthood, who had died not long before—in Book 5, where the latter work concludes. According to the two identical manuscripts in our possession, this work bears the title: “Extract from an Austrian Chronicle, which is said to have been composed by Mr. Adam Friedrich von Fischbach, His Excellency’s Secretary of the Knighthood in Austria” …” (p. V). – O. F. von Wrangell (1655–1726), an Estonian knight, district administrator, and owner of a knightly estate, studied in Leipzig from 1674 to 1775. After completing his studies, he traveled through Germany, Italy, France, and the Netherlands. In 1676, he served as a lieutenant in Count Königsmarck’s regiment in the French military. In 1681, he was promoted to cavalry captain and must have been discharged shortly thereafter. – Somewhat brown-stained in places; a good copy, uncut on the sides and bottom.

Schlagwörter: Baltic Provinces (Russia), Baltikum, Eesti, Estland, Estonia, Latvia, Lettland

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240,--  Bestellen
1 Martin, Camille und Hans Bernoulli (Red.). Städtebau in der Schweiz. Grundlagen. Herausgegeben vom Bund Schweizer Architekten. Berlin, Ernst Wasmuth (1929). 4°. [2] Bl., 78 S., [1] Bl. mit 20 Abbildungen und 70 (60 farblithogr.) Stadtplänen und Karten. Orig.-Leinenband mit Rücken- und Deckeltitel in Weiß und Schwarz.

Einzige Ausgabe. – Standardwerk zum Städtebau der Zwischenkriegszeit in der Schweiz. – Mit Beiträgen von Arnold Hoechel (Fliegerbilder), Felix Villars (Die Elemente des Aufbaues), Maurice Braillard (Öffentl. u. privater Grundbesitz), Albert Bodmer (Verkehr), Hans Bernoulli (Strassenbilder), Frédéric Gilliard (Nutzungsplan), Konrad Hippenmeier (Grünflächen) und Carl Brüschweiler (Bevölkerungsdichte und Städtewachstum). – Rückentitel berieben, sonst sehr gut erhaltenes Exemplar der gebundenen Ausgabe.

Schlagwörter: Helvetica, Schweiz, Städtebau, Switzerland, Urban landscape architecture, Urban planning

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180,--  Bestellen
1 Einband – Art Déco-Wildleder-Einband um 1930 mit Kalbleder-Intarsien im Vorderdeckel und goldgepr. Rückentitel. Inhalt: Ramuz, Charles Ferdinand. Aline. Histoire. 10e édition. Paris, Bernard Grasset 1927. 8° (19 x 12,5 cm.). 206 S., [1] Bl. Typogr. Orig.-Umschlag beigebunden.

Dekorativer Einband im typischen Art Déco-Stil mit Leder-Intarsien in Stufen- und Pfeil-Design.

Schlagwörter: Art Déco, Einbände, Einbandkunst

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100,--  Bestellen
1 Einband – Signierter weinroter Maroquinband um 1890 mit dekorativer Rücken- , Deckel-, Steh- und Innenkantenvergoldung und Goldschnitt (signiert: J. Weber). Inhalt: Leudeville, Emmanuel de. La grace du renouvellement par l’union en Jésus, Marie, Joseph. Troisième édition. Paris, Librairie Catholique internationale 1887. 8° (19 x 13,2 cm.). 144 S. mit gestoch. Frontispiz.

Prachtvoller signierter Bordüren-Einband im Dentelle-Stil. – Sehr gut erhalten.

Schlagwörter: Einbände, Einbandkunst, Signierte Bücher, Theologie

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240,--  Bestellen
1 Chaplin – Ausleger, Gerhard. Charlie Chaplin. Hamburg, Pfadweiser Verlag 1924. 8°. 37, (1) S. mit 1 mont. Portrait. Illustr. Orig.-Kartonumschlag.

Erste und einzige Ausgabe, selten. – Auslegers Text ist auch eine polemische Kritik der bestehenden Verhältnisse: „Zustände! Zustände zum Kotzen! Kino ist heute: Spekulation, Unkunst, Kitsch … Das Kino sollte man nicht besuchen; außer wenn der Amerikaner Charlie Chaplin seine genialischen Harlekinaden … agiert.“ – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Biographie, Filmgeschichte, Filmkomiker, Filmkritik, Filmkunst

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120,--  Bestellen
1 Meyern (eig. Meyer), W(ilhelm) F(riedrich) v. Dya-Na-Sore oder: Die Wanderer. (Herausgegeben von Ernst Freiherr v. Feuchtersleben). 3., vollständige Original-Auflage. 5 Bände. Wien, Ignaz Klang 1840-1841. 8°. VIII, [1] Bl., 234 S.; Titel, 260 S.; 274 S., [1] Bl.; 258 S.; 305 S., [1] S. Halbleinenbände der Zeit mit goldgepr. Rückentiteln und dezenter Rückenvergoldung.

Ackermann V, 216. Bloch 2, 2135. Goedeke V, 460. Kosch X, 1013. NDB XVII, 397. Wolfstieg 41514. – Maßgebliche Ausgabe des bedeutenden utopischen Romans, gegenüber der ersten Ausgabe von 1787 wesentlich erweitert. – Von Schiller rezensiert, von Goethe gelesen und wohl von Nietzsche gedanklich ausgebeutet bietet Meyern als erster in unserer neueren Literatur die unheilschwangere Phantasmagorie eines spartanischen Heldenstaates, die in Sprachbildern von düsterer Schönheit noch heute ihren Zauber nicht verloren haben. Es „… findet sich hier viel Tiefes und Originelles, von einzigartigem, starkem Denkvermögen zeugend. Danach ist die Vergessenheit, in welche M. gesunken ist, als bitteres Unrecht zu beklagen. Seine Sprache ist ungemein kräftig, schwungvoll, ja fast dithyrambisch, reich an neuen, frischen Wortbildungen und Zusammensetzungen, kühnen Bildern und Wendungen, dabei knapp, präcis und in hohem Grade eindrucksvoll“ (Schönbach in der ADB). „Liest man, was Arno Schmidt in seinem Radio-Essay und Wolfgang Harich in seinem Jean-Paul-Buch über ‚Dya-Na-Sore’ zu sagen haben, will man nicht glauben, daß beide vom selben Gegenstand handeln. Meyerns politisches Ideal ist für Schmidt ‚das niedrigste, was es überhaupt geben kann: das Kriegerische!‚, für Harich aber ist es das höchste: das demokratischer Revolution … Daß mit dem l. Band von ‚Dya-Na-Sore‘ der Anfang eines politisch-brisanten Romans vorlag, wußten weder Schiller noch Schink, die ihn rezensierten … Bedenkt man, wann und wo dieser Roman geschrieben wurde, so ist das erstaunlich mutig und erklärt den Erfolg, den er trotz seiner künstlerischen Schwächen hatte. Doch vergeht einem die Freude an dieser demokratischen Literaturtradition, wenn man sieht, wie stark hier schon vorgebildet ist, was später einmal, 1933, ‚Nationale Revolution’ genannt werden wird: Vergottung des Staates, Elite-Denken, Nationalhaß, Militarismus und Verherrlichung des Krieges – alles das also, was Arno Schmidt dazu veranlaßte, den Roman für Wehrkreisbüchereien zu empfehlen“ (aus G. de Bruyns Nachwort‚ Taten und Tugenden. M. und sein deutsches Revolutionsmodell’ zur Neuausgabe von 1979, S. 951 ff.). – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Freimaurer, Freimaurerei, Phantastik / Utopie

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240,--  Bestellen
1 Schmid von Schwarzenhorn – (Schmid, Robert, Hrsg.). Memorial. Deßjenigen so von der Edlen Schmidisch Schwartzenhonischen Familia zufinden. (Zürich, Selbstverlag 1957). 8°. 35 S., [2] Bl. mit mont. Farbtafel (Wappen). Halbpergamentband mit goldgepr. Rückenschild und Kopfgoldschnitt (von Th. Henningsen) in Pappschuber.

Eines von 100 num. Exemplaren. – Bibliophiler Druck in 10 Punkt Schwabacher auf Bütten. – Freiherr Johann Rudolf Schmid von Schwarzenhorn (1590-1667) stammt aus Stein am Rhein, welches seit 1484 mit Zürich und der Eidgenossenschaft verbündet war. Schmid, der seit 1657 auch Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft war, spielte als Diplomat, kaiserl. Rat und Resident der osmanischen Pforte in Wien Mitte des 17. Jahrhunderts eine wichtige Rolle. Zu Schmid vgl. ausführlich T. Vetter in ADB XXXI, 695 ff. – Schönes Exemplar.

Schlagwörter: Genealogie, Helvetica, Nummerierte Bücher, Privatdruck, Schweiz, Türkenkriege

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80,--  Bestellen
1 Brade, L(udwig). Illustriertes Buchbinderbuch. Ein Lehr- und Handbuch der gesamten Buchbinderei und aller in dieses Fach einschlagenden Techniken. Gänzlich umgearbeitet von Paul Kersten. 8., vermehrte und verbesserte Auflage. Halle, Saale, Knapp 1926. Gr.-8°. VIII, 276 S. mit 185 Textillustrationen und 8 Tafeln mit 22 Abbildungen künstlerischer Einbände und 40 Original-Marmorpapiermuster. Moderner Halbledereinband mit goldgepr. Rückenschild.

Sehr gutes Exemplar der besten Ausgabe des Standardwerks.

Schlagwörter: Buchbinderei

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160,--  Bestellen
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