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Beschreibung Gesamte Buchaufnahme |
Preis EUR |
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| Rey, Guido. Das Matterhorn. Vorwort von Edmondo de Amicis, geologische Erläuterungen von Vittorio Novarese. Deutsche Übersetzung von Otto Hauser. Mit 37 Zeichnungen von Eduardo Rubino und 11 Abbildungen nach photographischen Aufnahmen (des Verfassers, Emile Gos, J. Gaberell u. a.). Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt 1905. 4° (30 x 22,5 cm.). XI, 258 S., [1] Bl. mit 35 (15 montierten) Tafeln und Illustrationen im Text. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und Rückenvergoldung.
Dreyer 992. – Erste deutsche Ausgabe des schön ausgestatteten Werks. Die italienische Originalausgabe erschien 1904 in Mailand. – „Mit Guido Rey ( gestorben am 24. Juni 1935 ) hat Italien seinen grössten Bergsteiger verloren, und die gesamte alpine Welt ist um einen Bergschriftsteller und Bergdichter ärmer geworden, dem sich nur wenige an die Seite stellen lassen und dessen Werke nicht nur dem alpinen Schrifttum, sondern der klassischen Literatur seines Heimatlandes für immer angehören. Henry Bordeaux hat ihn mit Recht einen « General im Heere der Alpinisten » genannt. … Das letzte Jahrzehnt des Jahrhunderts steht für Rey unter dem Zeichen des Berges, dessen Name für immer mit dem seinen verknüpft ist: des Matterhorns. Von der Kuppe des Monte Bo hatte ihm Sella die blaue Pyramide gezeigt, die sich in der Ferne in kühnem Aufschwung über das weite Gipfelmeer erhob. Bei der Fahrt zur Punta dei Cors sah er den Cervino aus dem Valtournanche aus grösserer Nähe und empfing wieder einen überwältigenden Eindruck. Bald verdichtete sich das Interesse für den Berg zu dem Entschluss, ihn zu ersteigen: zwei Jahre später bereitet er mit einigen Freunden eine führerlose Begehung des Matterhorns vor, da trifft ihn die Nachricht vom Todessturz seines Bruders und lässt ihn die Fahrt sofort abbrechen. 1890 finden wir ihn wieder am Cervino; an Mummerys vergeblichen Versuch von 1880 anknüpfend, sucht er den Gipfel über den Furggengrat zu gewinnen. Innerhalb von acht Tagen kommt es zu fünf Versuchen; während des letzten gebietet ein Steinhagel vom Matterhornkopf auf der Furggenschulter Halt und lässt ihn das ganze Unternehmen als aussichtslos und unsinnig aufgeben. Aber der Dämon des Matterhorns war stärker als seine Vernunft und sein Wille: nachdem er das Hörn inzwischen von Zermatt nach Breuil überschritten und einen durch Wetterungunst vereitelten Versuch gemacht hatte, den Furggengrat im Abstieg zu begehen, nimmt er nach neun Jahren seine früheren Pläne wieder auf. Mit Antoine und Aimé Maquignaz steigt er zur Furggenschulter und lässt sich von Daniel Maquignaz, der mit zwei Begleitern auf dem gewöhnlichen Wege zum Gipfel gestiegen war, ein unterhalb der Spitze verankertes Seil zuwerfen. Mit seiner Hilfe klimmen sie bis auf fünfzehn Meter unter der oberen Gruppe empor, da gerät das Seil am letzten Überhang ins Pendeln, und sie müssen wieder zurück. Auch jetzt gibt sich Rey noch nicht geschlagen. Zwei Tage später ersteigt er den Gipfel über den italienischen Grat, geht auf der Furggenseite soweit wie möglich hinunter, befestigt dort eine Strickleiter und steigt auf ihr soweit ab, bis er den höchsten im Anstieg erreichten Punkt gewonnen hat. Damit war der Furggengrat in seiner ganzen Länge begangen. Eine Ersteigung « by fair means », wie sie Mummery vorgeschwebt hatte, war das freilich nicht, eher eine Niederlage, aber, wie er später bekennt, « diese Niederlage ist mir jetzt teurer als ein Sieg ». Die wirkliche Bezwingung des Furggengrats gelang bekanntlich erst 1911 Reys Landsmann Piacenza, der freilich in die Südflanke ausweichen musste; die erste Begehung bis zur Furggenschulter im Abstieg mit Ausweichen nach Norden wurde 1929 von Blanchet durchgeführt“ (Aus einem Nachruf von Paul Geissler im Jahrbuch des Schweizer Alpen Clubs 1936). – Einband etwas berieben, schönes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Alpen, Alpinismus, Alpinistik, Helvetica, Photographie, Schweiz |
120,-- | ![]() |
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| Pfau, Karl Fr(iedrich). Das Buch berühmter Buchhändler. Eine Sammlung von Lebensbildern berühmter Männer. Leipzig, Selbstverlag 1885. 152 S. mit 6 Porträts. Orig.-Leinenband mit Rücken- und Deckelvergoldung.
Erste Ausgabe. – Mit 14 Biographien von Aldus Manutius, Anton Koberger, Johann Frobeen, Philipp Ersamus Reich, Johann Philipp Palm, Johann Gottlieb Immanuel Breitkopf, Christoph Friedrich Nicolai, Georg Joachim Göschen, Johann Friedrich Cotta, Friedrich Christoph Perthes, Friedrich Arnold Brockhaus, Benedictus Gotthelf Teubner und Johann Jacob Weber. – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Buchhandel, Buchhändler |
30,-- | ![]() |
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| Banville, Théodore de. Les princesses. Compositions de Georges Rochegrosse. Paris, Librairie des Amateurs, A. et F. Ferroud 1904. 4° (28,4 x 19,8 cm.). VI S., [1] Bl., 42 S., [7] Bl. mit 24 (21 ganzs.) Radierungen von Eugène Decisy nach G. Rochegrosse. Grünblauer Halblederband mit goldgepr. Rückentitel, floraler Rückenvergoldung, Deckelfiletten und Kopfgoldschnitt (signiert: É(mile) Carayon, Orig.-Umschlag beigebunden).
Carteret IV, 56. Monod 934. – N° 299 sur 400 exemplaires sur vélin d’Arches. – „Une des meilleures illustrations de l’artiste“ (Carteret) qui est surtout une affaire de famille puisque la mère de Rochegrosse s’est remariée avec Banville en 1875. „Ainsi j’ai tenté la folle entreprise d’évoquer en vingt Sonnets les images de ces grandes Princesses aux lèvres de pourpre et aux prunelles mystérieuses, qui ont été à travers les âges le désir et les délices de tout le genre humain, ayant gardé ce privilège d’être adorées comme Déesses et aimées d’amour, alors que les siècles ont dispersé les derniers restes de la poussière qui fut celle de leurs corps superbes.“ – Demi maroquin bleu à coins liseré (reliure de l’époque signée Carayon), dos lisse à motifs floraux mosaïqués de maroquin rouge, tête dorée; signée É(mile) Carayon (1843-1912). – Très rares rousseurs, Très bon état. Schlagwörter: Art nouveau, Einbände, Einbandkunst, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Jugendstil, Nummerierte Bücher |
500,-- | ![]() |
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| Prondzynski, Ferdinand v. Versuch einer Kriegs-Theorie. Aus dem Gesichtspunkte des Subaltern-Officiers als Erfahrungs-Wissenschaft folgerecht dargestellt. Bielefeld, Velhagen & Klasing 1836. 8°. XVI, 504 S., [1] Bl. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und Rückenvergoldung.
Jähns III, 1468. – Erste Ausgabe. – Seltenes Lehr- und Handbuch für jüngere Offiziere. Der preussische General F. v. Prondzynski (1804-1871) begreift die Kriegführung nicht als starres mathematisches System, sondern als Erfahrungswissenschaft. Für ihn lässt sich Kriegführung nur durch logische Folgerungen aus realen Erlebnissen, Pragmatismus und praktischer Anwendung auf dem Schlachtfeld verstehen und erlernen. Das Buch entstand in einer Epoche, in der das preußische Militärdenken stark durch die napoleonischen Kriege und die Schriften von Carl von Clausewitz beeinflusst war. Während Clausewitz die philosophische und politische Natur des Krieges analysierte, lieferte Prondzynski das handwerkliche Gegenstück für die ausführende Ebene der Truppenführer. – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Militärgeschichte, Militaria, Militarismus, Preussen |
200,-- | ![]() |
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| Genet, Jean. Der Seiltänzer. Ein Gedicht. (Deutsch von Manon Grisebach). Hamburg, Merlin-Verlag (1963). Gr.-4° (34,5 x 24,5 cm.). 33 S., [1] Bl. mit 6 Illustrationen von Alexander Camaro. Illustr. Orig.-Leinenband.
Erste deutsche Ausgabe; eines von 500 num. Exemplaren (Gesamtausgabe 525 Exemplare). – Gutes Exemplar. Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Nummerierte Bücher |
35,-- | ![]() |
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| Stieler, Karl. Von Dahoam. In Bildern von Franz Defregger, Dichtungen. 2. Auflage. München, Franz Hanfstaengl o. J. (ca. 1885). 4°. [28] Bl. mit 23 mont. Orig.-Photographien nach Gemälden und 1 Portrait von F. Defregger (Albuminabzüge, ca. 12 x 10 cm.). Illustr. Orig.-Leinenband mit Goldschnitt.
Heidtmann, Wie das Photo ins Buch kam 406. – Wohl zweite illustrierte Ausgabe mit Mundart-Gedichten auf den Rückseiten der Trägerkartons; die erste Ausgabe erschien 1881 mit nur 18 Photographien. Die 3. Ausgabe erschien 1887 mit 25 Tafeln und die 4. Ausgabe erschien 1890 wieder mit 24 Photographien. – Franz Seraph Hanfstaengl (1804-1877) eröffnete 1852 zusammen mit seinem Schwager Moritz Eduard Lotze (1809-1890) sein „aristisch-photographisches Atelier“. Später zum bayr. Hoffotografen ernannt, porträtierte er zahlreiche berühmte Persönlichkeiten König Ludwig II von Bayern, O. v. Bismarck, Kaiserin Elisabeth von Österreich, F. Liszt, R. Wagner u.v.a. Auf der Pariser Weltausstellung 1855 gewann er eine Goldmedaille für die Vorführung retuschierter Fotografien und gilt als Erfinder der Negativretusche. – Deckel berieben und etwas fleckig, gutes Exemplar. Schlagwörter: Bavarica, Bayern, Bayrisch, Lyrik, Mundart, Original-Photographie |
100,-- | ![]() |
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| Parke, Thomas Heazle. My personal experiences in equatorial Africa. As medical officer of the Emin Pasha relief expedition. London, Sampson Low, Marston & Company 1891. Gr.-8° (23 x 14,5 cm.). XXVI, [1] Bl., 526, 32 S. mit Portrait-Frontispiz, 17 Holzstich-Tafeln und 1 gefalteten Karte. Pappband mit goldgepr. Rückenschild.
Czech 132. Hess/Coger 7533. Kainbacher 321. – Rare first edition. – The Irish physician, British Army officer T. H. Parke (1857-1893) „was invited by Edmund Musgrave Barttelot in January 1887 … to accompany him on the Emin Pasha Relief Expedition. The expedition would be led by Henry Morton Stanley, and would journey through the African wilderness in relief of Emin Pasha, an Egyptian administrator who had been cut off by Mahdist forces following the Siege of Khartoum. Parke was initially rejected by Stanley upon his arrival in Alexandria, but was invited by telegram a day later to join the expedition in Cairo.[6] On 25 February 1887, the expedition set off from Zanzibar in the east for the Congo in the east. The expedition lasted for three years and faced great difficulty, with the expedition of 812 men suffering from poor logistical planning and leadership. The rainforest was much larger than Stanley expected, leading much of the party to face starvation and disease. Parke, for his part, saved the lives of many in the party, including Stanley, who suffered from acute abdominal pain and a bout of sepsis. Stanley described Parke’s care as „ever striving, patient, cheerful and gentle…most assiduous in his application to my needs, and gentle as a woman in his ministrations“. Parke also treated Arthur Jephson for fever, and nursed Robert H. Nelson through starvation. Furthermore, after a conflict with the natives, Parke had to save William Grant Stairs by orally sucking the poison out of an arrow wound“ (Wikipedia). – The cover and endpapers have been professionally restored; the title page, foreword and table of contents show minor damage; otherwise in good condition. Schlagwörter: Africa, Afrika, Entdeckungsreisen, Travel |
240,-- | ![]() |
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| Struwwelpeter – Hoffmann, Heinrich. Strubbelpeter und andere Geschichten für kleine Leute. Meiringen, Walter Loepthien o. J. (1948). Gr.-8° (24,5 x 18 cm.). [16] Bl. mit farbigen Illustrationen von Werner Theiß. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband.
Rühle 235. Vgl. Baumgartner IV, 16. – Erste Ausgabe. – Im selben Jahr erschien noch eine wesentlich verkleinerte Ausgabe für den Christlichen Buchversand, Stuttgart. – „Inhaltlich nur gering veränderte Version,… Die Bilder zeigen zwar die bekannten Motive, sind aber „modernisiert“ und in der Darstellung gegenüber dem Original sehr unterschiedlich“ (R. Rühle). – Einband fleckig, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Struwwelpeter(iaden) |
40,-- | ![]() |
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| Struwwelpeteriade – Vigna, Erny. Die sieben Früchtchen. Ein Bilderbuch. Berlin-Grunewald, Hermann Klemm o. J. (1932). 4°. [20] Bl. mit farbigen Illustrationen. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband.
Klotz, Bilderbücher 6038/1. Rühle 406. – Einzige Ausgabe. – Text und Titel in Sütterlin-Schrift. – „Skurril und reizvoll in eigenwilliger Weise illustrierte struwwelpeternahe Struwwelpeteriade mit sechs Geschichten, die zum Teil ganz neue Unarten schildern. Die sieben unartigen Kinder landen als ‚Früchtchen‘ in einem Baum, von dem sie Knecht Ruprecht erst heruntersteigen läßt, wenn sie artig geworden sind“ (R. Rühle). – Deckel etwas fleckig und mehrfach gestempelt, zeitgenöss. Besitzvermerk, Innengelenk nach Bl. 12 angeplatzt, stellenweise etwas braunfleckig, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Struwwelpeter(iaden), Struwwelpetriade |
80,-- | ![]() |
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| Daisenberger, J(ohann) M(ichael, Hrsg.). Auswahl neuer Erfindungen, Entdeckungen und Verbesserungen in der Oekonomie, Stadt- und Landwirthschaft, Feldbau, Viehzucht, Gärtnerey, Bräuerey &c. Für Künstler, Fabrikanten, Handwerker, Güterbesitzer und Haushälter aller Gattung. 6 Bände. Stadtamhof, J. M. Daisenberger 1803(-1805). Kl.-8° (17,5 x 11 cm.). Mit 20 (7 handkol., 9 gefaltete) Kupfertafeln. Kalbslederbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern. (Sammlung neuer Erfindungen, Entdeckungen und Verbesserungen in der Oekonomie,… Erster und zweyter Theil).
Engelmann, Bibliotheca Oeconomica S. 14. Holzmann/Bohatta 3824. Humpert 711. – Vollständig sehr seltene Kompilation mit neuen Methoden zur Steigerung von Ernteerträgen, Fruchtfolgen oder Düngung, Ratschlägen zur Haltung und Pflege von Nutztieren, Konservierungsmethoden für Lebensmittel, Gartenbau- und Gesundheitsratschlägen sowie Verbesserungen beim Bierbrauen, Branntweinbrennen oder in handwerklichen Manufakturen. – Die kolorierten Tafeln mit Darstellung verschiedener Pflanzen und die dritte Kupfertafel in Band III zeigt einen „fliegenden Wanderer“ (einen kuriosen Flugapparat; Mann mit einem kleinen Fesselballon auf dem Kopf und zwei Seitenrudern). Der anonyme Verfasser beschreibt die Erfindung ausführlich und bemerkt am Ende: „Wir glauben nicht nöthig zu haben, unsere Leser nochmals auf die Vortheile aufmerksam zu machen, die diese Ausrüstung jedem Fußgänger darbiethen muß. Hoffentlich wird sie von Geschäftsmännern sowohl als Luftrittern mit Vergnügen ergriffen werden. Wohlfeiler als das geringste Fuhrwerk oder Reitpferd, in der Unterhaltung ihrer Kraft so genügsam und in ihrem Gebrauch so nützlich, wie vergnügend, kann sie unmöglich das nicht seltene Schicksal haben, zurückgesetzt zu werden; und wird mit dieser guten Absicht derselben haben wir nicht genug eilen können, unser Publikum mit ihr bekannt zu machen, besonders für Reisende über Ströme und Laaks zu gehen, wo unten an den Füßen noch dritte Korkplatten kommen.“ (S. 208). – J. M. Daisenberger (1772-nach 1848) betrieb seit 1799 eine Buchhandlung und einen Verlag in Stadtamhof; 1810 bis 1826 in Regensburg und später in Passau und in München. – Sehr schönes Exemplar der vollständig kaum auffindbaren Reihe. Schlagwörter: Agriculture, Economics, Erfindungen, Hausvater-Literatur, Hauswirtschaft, Inventions, Obstbau, Technik, Technikgeschichte |
1.200,-- | ![]() |
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| Winkler, K(arl) G(ottlieb) Th(eodor), (d. i. Theodor Hell). Des Maurers Leben. Dargestellt in neun Gesängen. Dresden, Selbstverlag 1816. 8°. XVI, 110 S. mit gestoch. Frontispiz und 9 gestoch. illustr. Zwischentiteln. Halblederband um 1880 mit goldgepr. Rückenschild, dekorativer Rückenvergoldung (Winkel und Zirkel) und Kopfgoldschnitt.
ADB XI, 693 f. Wolfstieg 26704. – Seltene erste Ausgabe. – Gesänge über Religion, Vaterlandsliebe, Bruderliebe, die Liebe zu den Schwestern, die Hallen, die Weihe, den Maurer in der Fremde etc. – Der Dramatiker und Dichter T. Hell (1775-1856) war sächsischer Hofrat, Opern-Regisseur und Theater-Intendant in Dresden. – Sehr schönes seitlich und unten unbeschnittenes Exemplar aus der berühmten Charlesworth Masonic Library in Hanley (heute ein Stadtteil von Stoke-on-Trent in der Grafschaft Staffordshire). Am 24. Oktober 1900 übergab James Charlesworth den Großteil seiner umfassenden Sammlung offiziell als Geschenk an die freimaurerische Gordon Lodge in Hanley. Dort wurde sie institutionalisiert und für die Mitglieder verwaltet. Für die Bestände wurde um die Jahrhundertwende ein eigener biografischer und bibliografischer Katalog gedruckt. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde die Bibliothek der Loge aufgelöst. Schlagwörter: Freimaurer, Freimaurerei |
320,-- | ![]() |
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| Araki, Nobuyoshi. Tokyo Love (Japanisch). Tokyo, Poplar Publishing (2008). 8°. [76] Bl. mit zahlr. Abbildungen. Orig.-Pappband mit illustr. Schutzumschlag und Bauchbinde (Obi, Bellyband).
Japanische Originalausgabe. – Die Aufnahmen zeigen Personen bei Sportveranstaltungen und anderen Freizeitbeschäftigungen in Tokio. – „Wie ein Getriebener hetzt er von Aufnahme zu Aufnahme, von Bild zu Bild. Wolkenhimmel, Blicke in die Badewanne, Katzen, Stadtansichten, immer wieder Blumen und natürlich Nackte – es scheint, als wolle der rastlose Bildersammler jeden Moment im Foto festhalten. Für Nobuyoshi Araki sind die unzähligen Aufnahmen, die er täglich macht, wie eine Art Tagebuch, das ‚die Vergangenheit ebenso beinhaltet wie die Projektion der Zukunft‘. Nicht selten belichtet er mehr als 80 Filme am Tag, denn je mehr Bilder er seiner Umgebung entreißt, desto eher erreicht seine Arbeit für ihn eine ‚kosmische Dimension‘ und wird zu einer Art ‚buddhistischem Mandala‘.“ (W. Baatz in Koetzle, Fotografie A-Z, S. 13). – Tadellos. Schlagwörter: Japan, Street photography, Tokio |
100,-- | ![]() |
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| Ubac – Skira, Albert et E. Tériade (Ed.). Minotaure. Revue artistique et littéraire. No. 11. Paris, Albert Skira 1938. 4°. [2] Bl., 66, (1) S. mit zahlr. Abbildungen. Farbig illustr. Orig.-Kartonumschlag (von Max Ernst).
Wichtiges Heft der bedeutenden Zeitschrift. – Mit 9 Fotografien von Raoul Ubac, davon 4 zu dem Artikel „Miroirs“ von Pierre Mabille und 5 zu dem Artikel „Eritis sicut dii…“ von Maurice Heine. Außerdem enthält das Heft eine Aufnahme von Brassai (nach Jacques Berthier) zu dem Beitrag „L’homme qui perd son ombre“ von Paul Recht und Reproduktioen von Arbeiten von André Masson, Georges Seurat, Hans Arp, Max Ernst, Yves Tanguy, Wolfgang Paalen, Botticelli, Piero di Cosimo und Bartolomeo Veneto. – Der in Köln geborene Fotograf R. Ubac (d. i. Rudolf Gustav Maria Ernst Ubach, 1910-1985) lebte und arbeitete seit 1929 mit Unterbrechungen in Paris. – „Wenn Man Ray versucht hatte, die Form durch ein vor das Objektiv geschobenes Prisma aufzulösen, so ist Ubac seinerseits der Ansicht, man müsse die Materie selbst zum sprechen bringen. Er entwickelt die Vorstellung, hinter dem schmalen Schleier, der die Dinge umhüllt, existiere eine andere Wirklichkeit im latenten Zustand. Fünfzig Jahre später wird Dieter Appelt das Prinzip für seine Serie überlagerter Gesichter wieder aufnehmen. Ubac schafft durch das Mittel des kontrollierten Zufalls und durch die Auflösung der Materie eine neue Bilderwelt“ (C. Bouqueret in Koetzle). – „Le Minotaure, die letzte bedeutende Zeitschrift des Surrealismus, zeigt die Bewegung in ihrer neuen Phase: der Surrealismus ist zu einer Bewegung geworden, dessen künstlerische Lehren allgemeine Anerkennung gefunden haben und die ungeheure Anziehung auf die dichterischen und künstlerischen Kräfte ausüben. Minotaure wird die luxuriöseste vielseitigste Zeitschrift und die mit der breitesten Wirkung“ (H. Bolliger). – Rücken restauriert, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Surrealismus, Zeitschrift |
200,-- | ![]() |
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| Seghers, Anna (d. i. Netty Radvanyi geb. Reiling). Das siebte Kreuz. Roman aus Hitlerdeutschland. Mexico, Editorial „El Libro Libre“ 1942 (Januar 1943). 8°. 468 S., [2] Bl. Orig.-Pappband mit Rücken- und Deckeltitel in Rot und Schwarz.
Sternfeld/Tiedemann 461. W.-G.² 13. – Erste Ausgabe. – Mit eigenhändiger signierter Widmung von A. Seghers „Gutes Neues Jahr! Anna Seghers“. Darunter eine Bleistiftnotiz von anderer Hand mit Zitat aus einem Brief von A. Seghers vom 5. 1. 1947 an Grete Katz, die vermutlich die Widmungsempfängerin ist. Grete Katz (1919-?) war die jüngste Schwester des Schriftstellers und Journalisten Otto Katz (1895-1952), der Mitarbeiter des 1942 gegründeten Emigranten-Verlag El libro libre in Mexiko war. – „Dieses Buch ist den toten und lebenden Antifaschisten Deutschlands gewidmet. Es verdankt sein Erscheinen in Mexiko der Freundschaft und gemeinsamen Arbeit deutscher und mexicanischer Schriftsteller, Kuenstler und Drucker“ (Anna Seghers). – „1938 begann Anna Seghers die Arbeit an ihrem Roman im Exil in Südfrankreich. Da sie keine Recherchen an den Örtlichkeiten des Romans durchführen konnte, griff sie auf eine Region als Schauplatz zurück, die sie als gebürtige Mainzerin kannte. Das von ihr zugrundegelegte Konzentrationslager Osthofen befand sich auf einem damals stillgelegten Fabrikgelände nahe Worms. Bereits 1939 erschien das erste Kapitel in der Moskauer Zeitschrift Internationale Literatur. 1942 wurde der komplette Roman in den USA in englischer Sprache und im mexikanischen Exilverlag El Libro Libre („Das Freie Buch“) in deutscher Sprache veröffentlicht. Ebenfalls 1942 wurde in den USA eine Comic-Fassung verlegt. Durch den Abdruck in zahlreichen Zeitungen Amerikas dürfte die complete pictorial version damals bis zu 20 Millionen Leser erreicht haben. 1944 erschien eine überarbeitete und gekürzte Ausgabe für die auf den europäischen Kriegsschauplatz entsandten US-Soldaten. Später wurde von Anna Seghers das weitere Leben einiger Romanfiguren in Erzählungen fortgeführt (Das Ende, Die Saboteure, Vierzig Jahre der Margarete Wolf)“ (Wikipedia). – Rücken etwas gebräunt, vorderes Gelenk in der Mitte leicht beschädigt, Deckel etwas angestaubt und leicht fleckig, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Exilliteratur, Signed books, Signierte Bücher, Weltkrieg <1939-1945>, Weltkrieg II, Widmungsexemplar |
1.800,-- | ![]() |
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| Altherr, Alfred. Marionetten. Mit textlichen Beiträgen von Hans Jelmoli und René Morax. Mit drei Original-Lithographien von Pierre Gauchat und E. G. Rüegg. Drei farbige und 30 Schwarz-Abbildungen. Erlenbach – Zürich, Eugen Rentsch (1926). 4°. 49 S., [2] Bl. mit 33 (3 farb.) Abbildungen und 3 Orig.-Farblithographien. Farbig illustr. Orig.-Pappband (von Ernst Gubler).
Einzige Ausgabe. – „Alfred Altherr, der Schöpfer des schweizerischen Marionettentheaters in Zürich, hat hier ein prachtvoll ausgestattetes und dennoch preiswertes Buch zusammengestellt. … Besonders bemerkenswert sind die wundervollen Inszenierungen der Oper „Meister Pedros Puppenspiel“ von Manuel de Falla, des Faustspiels sowie Donizettischer, Pergolesischer und Mozartscher Miniaturopern. Die Beispiele zielbewußten Stilschaffens, die sich freihalten von den Auswüchsen expressionistischer Launen, andererseits aber modernem Geschmack durchaus entgegenkommen, können allen Puppenspielern leuchtende Vorbilder sein. Wir können dem Verlag für diese kostbare Gabe dankbar sein“ (Puppentheater, Leipzig). – Gutes Exemplar. Schlagwörter: Helvetica, Marionette, Marionetten-Theater, Marionettenspiel, Puppentheater, Puppet theater, Zürich |
50,-- | ![]() |
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| (Scott, Walter). Waverley novels. 48 volumes. Edinburgh, Cadell & Company and London, Simkin and Marshall 1829-1833. Kl.-8° (16,5 x 10,5 cm.). Each volume with an engraved frontispiece and an engraved, illustrated title page. Contemporary half-leather bindings, each with two gold-embossed spine labels and decorative gold lettering on the spine.
The first complete and final edition of the novels; the „Opus Magnum“-Edition. – I. and II. Waverley; III. and IV. Guy Mannering; V. and VI. The Antiquary; VII. and VIII. Rob Roy; IX. and X. Black Dwarf; Old Mortality Vol. I and II; XI.-XIII. Heart of Midlothian Vol. I-III, Bride of Lammermoor Vol. I; XIV. Bride of Lammermoor Vol. II; XV. Legend of Montrose; XVI. and XVII. Ivanhoe; XVIII. and XIX. The Monastery; XX. and XXI. The Abbot; XXII. and XXIII. Kenilworth; XXIV. and XXV. The Pirate; XXVI. and XXVII. Fortunes of Nigel; XXVIII.-XXX. Peveril of the Peak; XXXI. and XXXII. Quentin Durward; XXXIII. and XXXIV. St. Ronan’s Well; XXXV. and XXXVI. Redgauntlet; XXXVII. The Betrothed; XXXVIII. The Talisman; XXXIX. and XL. Woodstock; XLI. Chronicles of the Canongate; XLII. and XLIII. Fair Maid of Perth; XLIV. and XLV. Anne of Geierstein; XLVI. and XLVII. Count Robert of Paris; XLVIII. The Surgeon’s Daughter. – Scott personally revised the texts for this edition and contributed extensive new introductions, notes and illustrations. As Sir Walter Scott died in September 1832, the final volumes published in 1833 became his direct literary legacy. The series was a colossal commercial triumph. By setting the price at just five shillings per volume, Cadell made the previously unaffordable novels accessible to a broad middle class for the first time and helped Scott to pay off his enormous debts. – “It was not least the language of Scott’s novels, with its alternation between direct, indirect and reported speech, between dialect, Latinised and formulaic prose, self-parodying diction and lyrical interludes, that fascinated readers abroad. Numerous poets admired Scott or engaged with his novelistic technique; in the German-speaking world, for example, Goethe, Hebbel, Fontane and Stifter; in France, Balzac, Vigny, Mérimée, Dumas and Hugo …” (Killy, Literaturlexikon XV, 91, translated from German). – Spines slightly rubbed, bookplates, frontispieces and title pages slightly brown-stained; a very fine, decoratively bound copy from this entirely rare series. Schlagwörter: Gesamtausgaben |
950,-- | ![]() |
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| Arp, Hans. Gesammelte Gedichte (1903-1957). (In Zusammenarbeit mit dem Autor herausgegeben von Marguerite Arp-Hagenbach, Peter Schifferli und Aimée Bleikasten). 3 Bände. Zürich, Verlag Die Arche 1963-1984. 8°. 248 S.; 246 S.; 266 S. mit 24 ganzs. Illustrationen von H. Arp. Orig.-Pappbände mit goldgepr. Rückentiteln und Linienvergoldung und farbig illustr. Schutzumschlägen.
Wilpert-Gühring² 32. – Erste Ausgabe. – „Die Welt Arps ist eine Welt der unaufhebbaren Widersprüche, aber er macht daraus keine Tragödie, sondern eine Groteske. Ein abgründiger Humor durchzieht die Dichtung Arps, aber ein Humor, der überall den Abgrund spüren läßt“ (Fritz Usinger). – Stempel auf den Vorsätzen, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Gesamtausgaben, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Lyrik |
140,-- | ![]() |
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| Lamorisse, Albert (Emanuel) und D(enys) Colomb de Daunant. Der weisse Hengst. „Crin Blanc“. Nach dem gleichnamigen Film. Frankfurt am Main, Rütten & Loening (1955). 4°. [24] Bl. mit Abbildungen nach Photographien. Illustr. Orig.-Halbleinenband mit illustr. Schutzumschlag.
LKJ II, 306. Weismann 275. – Erste deutsche Ausgabe mit Aufnahmen nach dem gleichnamigen Film von A. Lamorisse (1922-1970). – „Durchschlagenden Erfolg hatte L. 1953 mit „Crin Blanc“, der den Großen Preis des Festival von Cannes bekam… Der Film… erzählt von Folco, einem Fischerjungen, dem es gelingt, den stolzen, wilden Camarguehengst Weiße Mähne vor der Gefangenschaft zu bewahren, dabei aber mit dem Tier in der Rhone ertrinkt. Das Ende wird im Textbuch gemildert durch den Satz: „Und Crin Blanc trug Folco auf eine wundersame Insel, wo Kinder und Pferde immer Freunde sind“ (M.-L. Christadler in LKJ). – Schutzumschlag mit geringfügigen Randläsuren, Name auf Vorsatz, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Film, Pferde, Photobilderbücher, Photographie |
60,-- | ![]() |
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| Miró – Llorens Artigas, J(oseph), José Pierre, José Corredor-Matheos et Francoise Gaillard. Céramiques de (Joan) Miró et Artigas. Paris, Maeght Éditeur (1974). Quer-Gr.-4° (29 x 29,5 cm.). 228 S., [2] Bl. mit 365 teils farb. Abbildungen und 2 doppelblattgr. Orig.-Farblithographien. Orig.-Leinenband mit farbig illustr. Schutzumschlag.
Cramer 183. Maeght, Miró Lithograph V, 926 und 927. – Werkverzeichnis der Keramiken Mirós in Zusammenarbeit mit dem Keramiker Artigas. – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Catalogue raisonné, Catalogues raisonnés, Ceramics, Keramik, Original-Graphik, Werkverzeichnis, Werkverzeichnisse |
320,-- | ![]() |
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| (La Fontaine, Jean de., Denis Diderot, Claude-Joseph Dorat u. a.). Launigte Winter-Mährchen beym Camin zu erzählen. (Herausgeben und übersetzt von Carl August Serini). Ohne Ort und Druck (Basel, Carl August Serini) 1780. 8°. 4, S. 3-63 (″Ueber die Erzehlungskunst. Aus dem Französischen des Dorat und Diderot“), 283 S. (vollständig) mit Titelvignete und einigen Schmuckvignetten in Holzschnitt. Leinenband des 19. Jahrhunderts mit goldgepr. Rückentitel.
Hayn/Gotendorf VIII, 549. Hobrecker, Braunschweig 355. VD18 10680861. – Erste Ausgabe der seltenen Märchen-Sammlung für Erwachsene. – Serini veröffentlichte 1783 auch „Launigte Sommer-Mährchen bei langen Sommertagen zu erzählen“ (VD18 11885416). – „Enthält 42 versificirte (meist pikante) Erzählungen. Einige nach d. Französ. des Bouflers, Chamfort, La Fontaine, Saint-Gilles, Saint-Marc, Senecé, Vergier u. Voltaire, u. viele anonyme, u. a.: Die Matrone von Ephesus. Der Gürtel der Liebe. Der verliebte Demosthenes. Der schönste Reiz der Venus. Was den Damen gefällt. Die beichtende Nais. etc. etc. Besonders interessant ist S. 3-63 die Einleitung (nach Dorat und Diderot), welche einen guten Überblick über die französ. Novellistik des 17. und 18.Jahrh. giebt, aber nicht allen Exemplaren beigebunden zu sein scheint“ (Hayn/Gotendorf). – C. A. Serini (1733-1791) betrieb zwischen 1777 und 1791 eine bekannte eigene Offizin in Basel. Er verlegte einige wichtige Autoren der Aufklärung, darunter Karl Viktor von Bonstetten, Carl Ludwig Junker und Johann Georg Schlosser. – Vorderdeckel im oberen Rand fleckig, stellenweise leicht feuchtigkeitsfleckig, gutes Exemplar. Schlagwörter: Aufklärung, Erotica, Märchen |
320,-- | ![]() |
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| Clausewitz, Carl v. Vom Kriege. Hinterlassenes Werk. 2. Auflage. 3 Bände. Berlin, Ferd(inand) Dümmler 1853-1857. 8°. XXIV, 318 S., [1] Bl.; VI, 386 S.; VI, 330 S. Halbleinenband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und Romantikervergoldung (Band I) und Leinenbände der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und Linienvergoldung. (Hinterlassene Werke des Generals Carl von Clausewitz über Krieg und Kriegführung, 1.-3. Band).
Slg. Borst 1651, Anm. Jähns II, 2852 f. PMM 297. – Seltene zweite Ausgabe des erstmals 1832-34 erschienenen Klassikers der „Philosophie des Krieges“ (Carter/Muir). – „Dieses Werk mit seinen tausend Seiten nimmt unter den militärischen Schriften aller Zeiten und Zeiten und Völker einen einzigartigen Platz ein. Obwohl in ihm die Erkenntnisse aus den Kriegen Napoleons und denen der Französischen Revolution verwertet wurden, ist es doch weniger ein Handbuch für Strategie und Taktik als eine umfassende Untersuchung über die Grundprinzipien des Krieges. Der Krieg, So behauptete Clausewitz, müsse immer als politisches Instrument betrachtet werden; denn, so lautet sein berühmtester Aphorismus: „Krieg ist die fortgesetzte Staatspolitik mit anderen Mitteln.“ Er weist die Ansicht vom schädlichen Einfluß der Politik auf die Kriegsführung zurück, da Vor oder Nachteile des Einflusses ganz bei der Politik lägen. Ist die Politik gut, so kann sie sich auf die Kriegsführung nur vorteilhaft auswirken: die Siege der Französischen Revolution über zwanzig Jahre hinweg ergaben sich hauptsächlich aus der fehlerhaften Politik der gegnerischen Regierungen. … Sein Werk „Vom Kriege“ entstand aus einer Reihe von Aphorismen, die er zwischen 1816 -18 notierte und als Basis für seine Vorlesungen an der Akademie benützte. Nachdem er als Generalstabschef von Gneisenau wie dieser im polnischen Feldzug an der Cholera gestorben war wurde das Buch von seiner Frau als Kernstück seiner „Hinterlassenen Werke über Krieg und Kriegführung“ (10 Bände, 1832 bis 1837) veröffentlicht. Es fand sofort Anerkennung als eine der tiefsten Ausführungen über die Philosophie des Krieges – ein Rang, der ihm nie streitig gemacht wurde“ (Carter/Muir). – „Carl von Clausewitz, preußischer General und Militärtheoretiker, wird 1780 in Burg bei Magdeburg geboren. Er tritt 1792 in die preußische Armee ein, nimmt 1793/94, während der Koalitionskriege, am Rheinfeldzug teil und besucht anschließend die Militärakademie in Berlin. 1806 wird Clausewitz in der Doppelschlacht von Jena und Auerstedt von den Franzosen gefangengenommen. Zwei Jahre später kommt er im Zuge eines Gefangenenaustausches wieder frei und kehrt nach Preußen zurück. Dort erteilt er dem Kronprinzen «militärischen Unterricht» und ist gleichzeitig Inspekteur der Artillerie im Kriegsministerium. Er schließt sich dem Kreis um die Heeresreformer Scharnhorst und Gneisenau an und wirkt an der Durchführung der Heeresreform in Preußen mit. 1812 tritt er in russische Dienste und kämpft auf russischer Seite gegen Napoleon. Am Zustandekommen der Konvention von Tauroggen ist er 1812 maßgeblich beteiligt. Nach seinem Wiedereintritt in die preußische Armee 1815 nimmt er an der Schlacht von Waterloo teil. Von 1815 bis 1818 ist er Chef des Stabes beim Generalkommando in Koblenz. Von 1818 bis 1830 leitet er die Allgemeine Kriegsschule, die spätere Kriegsakademie, in Berlin. In dieser Zeit entsteht sein unvollendetes Hauptwerk «Vom Kriege». Während des polnischen Aufstands 1831 ist er Chef des Generalstabes der preußischen Observationsarmee in Posen. Er stirbt 1831 in Breslau“ (Bibliotheca Agustana, Augsburg). – Rücken am Fuß mit Resten von Bibliothekssignaturen, zeitgenöss. Besitzvermerk in Band II und III, stellenweise braunfleckig, wie meist ohne die 5 Karten, die wohl nur einem kleinen Teil der Auflage beigebunden wurden, gutes Exemplar. Schlagwörter: Militärgeschichte, Militaria, Militarismus, Military history, War |
450,-- | ![]() |
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| Lange, Ludwig. Original-Ansichten der vornehmsten Städte in Deutschland. Nach der Natur aufgenommen. In Stahl gestochen von Ernst & Carl Rauch, Joh(ann) Poppel, Gust(av) Ad(olf) Müller und andern deutschen Künstlern. Mit einem artistisch topographischen Text von Georg Lange. Band I-XVI (von 17). Darmstadt, Gustav Georg Lange 1832 – 1864. 4° (27 x 23,5 cm.). Mit 16 gestoch. illustr. Titelbl. und 954 (statt 955) Stahlstich-Ansichten. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückentiteln und Romantikervergoldung.
Andres I, 125. Schuchhard 49 A. – Fast vollständige Reihe des wichtigsten und wohl umfangreichsten deutschen Ansichtenwerks des 19. Jahrhunderts. Wie meist ohne den 1867 erschienenen Supplementband mit Nachträgen und neu gezeichneten Ansichten größerer Städte, die in den früheren Bänden entweder unvollständig waren oder deren Stadtbild sich durch die beginnende Industrialisierung und das Städtewachstum verändert hatte. – In Band XI fehlt die Ansicht Nr. 42 (Kohlmarkt in Braunschweig); in Band XIV fehlt Nr. 37 (Lüneburg), dafür ist eine nicht verzeichnete Ansicht (Stolberg) beigebunden; in Band XV fehlt Nr. 94 (Ballenstädt), dafür ist eine nicht verzeichnete Ansicht (Nienburg) beigebunden. Alle anderen Bände sind vollständig. – Einbände etwas berieben, die Ansicht „Das Palais Wallenstein in Prag“ in Band III stärker braunfleckig, sonst nur vereinzelt etwas braunfleckig, sehr schönes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Ansichten, Ansichtenwerke, Österreich |
5.000,-- | ![]() |
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| Schultheis, Friedrich. Der Ludwig-Kanal. Seine Entstehung und Bedeutung als Handels-Strasse. Mit 26 in Stahl gestochenen Ansichten von Alexander Marx. Nürnberg, ohne Verlagsangabe 1847. Quer-4° (21,5 x 31 cm.). Titel, XVI, 158 S. mit gestoch. illustr. Titelblatt, 26 Stahlstich-Ansichten und 1 gestoch. Karte. Marmorierter Pappband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild.
Lentner 8843. Pfeiffer 26701. Vgl. Engelmann I, 461. Nicht bei Pfister. – Mit schönen Ansichten aus dem Altmühltal, von Kelheim, Dietfurt, Schelleneck, Randeck, Riedenburg, Berching, Neumarkt, Nürnberg, Erlangen, Forchheim, Bamberg u. a. Orten entlang des Kanals. Mit lebhafter Figurenstaffage und hübschen allegorischen Bildeinfassungen. Am Beginn des langen Subskribentenverzeichnisses Ludwig I., König von Bayern, nebst Gemahlin, Kronprinz Maximilian usw. – „Der Ludwig-Donau-Main-Kanal (auch Ludwigskanal oder regional „Alter Kanal“ genannt) war im 19. und 20. Jahrhundert eine 172,4 km lange Wasserstraße zwischen der Donau bei Kelheim und dem Main bei Bamberg. Im weiteren Sinne war der zwischen 1836 und 1846 erbaute Kanal Teil einer schiffbaren Verbindung zwischen der Nordsee bei Rotterdam und dem Schwarzen Meer bei Constan?a. Durch die Überquerung der Europäischen Hauptwasserscheide nahm das ehrgeizige Bauvorhaben eine besondere Stellung ein. 100 Schleusen, teilweise in den Flüssen Altmühl und Regnitz, bewältigten insgesamt einen Höhenunterschied von 264 Metern (80 m Aufstieg von der Donau und 184 m Abstieg zum Main). Nachfolger des 1950 aufgelassenen Kanals ist der 1960 bis 1992 errichtete Main-Donau-Kanal“ (Wikipedia mit Abb. der Stahlstich-Karte aus dem Album). – Kapital, Fuß und Kanten etwas berieben, sehr schönes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Altmühltal, Ansichten, Ansichtenwerke, Bavarica, Bayern, Franken, Ludwig-Donau-Main-Kanal |
500,-- | ![]() |
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| Nietzsche, Friedrich. Werke – Kritische Gesamtausgabe. Begründet von Giorgio Colli und Mazzino Montinari. Weitergeführt von Wolfgang Müller-Lauter und Karl Pestalozzi. 32 Bände. Berlin, New York, Walter de Gruyter 1967-1995. 8°. Orig.-Leinenbände mit jeweils 2 goldgepr. Rückenschildern, 10 Bände mit Orig.-Schutzumschlägen.
Standard-Referenzwerk der modernen Nietzsche-Forschung. Die italienischen Philologen Giorgio Colli und Mazzino Montinari bereinigten Nietzsches Schriften und den Nachlass radikal von den ideologischen Fälschungen, Kürzungen und chronologischen Verzerrungen, die seine Schwester Elisabeth Förster-Nietzsche (insbesondere beim manipulierten Konstrukt „Der Wille zur Macht“) vorgenommen hatte. – I. Abteilung (1., 2. und 4. Band von 5), (1852–1869; Schriften, Gedichte, Tagebücher und Entwürfe aus Nietzsches Jugendzeit, Schulzeit in Schulpforta und seiner Studienzeit in Bonn und Leipzig). – II. Abteilung (5 Bände): Philologische Schriften (1867–1873; Wissenschaftliche Arbeiten aus Nietzsches Zeit als Professor für klassische Philologie in Basel). – III. Abteilung (5 in 6 Bänden): Werke und Fragmente (1869–1874; Die ersten großen philosophischen Veröffentlichungen und der zugehörige Nachlass). – IV. Abteilung (4 Bände): Werke und Fragmente (1875–1878, Übergangswerke und der Beginn von Nietzsches aphoristischer Phase). – V. Abteilung (2 Bände): Werke und Fragmente (1879–1882, Die Phase der „Freigeisterei“ und der Ausarbeitung der „Fröhlichen Wissenschaft“). – VI. Abteilung (4 Bände): Werke und Fragmente (1883–1885, Die Entstehung von Nietzsches wirkungsmächtigstem philosophischen Dichtwerk Also sprach Zarathustra, Teile I–IV, nebst den sehr umfangreichen, vorbereitenden Notizen und Entwürfen). – VII. Abteilung (4 in 5 Bänden): Werke und Fragmente (1885–1887, Das reife Spätwerk und die scharfe Abrechnung mit der traditionellen Moral). – VIII. Abteilung (3 Bände): Werke und Fragmente (1888–1889, Die hochexplosiven, fieberhaften Schriften des letzten produktiven Jahres vor seinem geistigen Zusammenbruch im Januar 1889). – Ohne die Bände I/3 (Nachgelassene Aufzeichnungen, Herbst 1862 – Sommer 1864), I/5 (Nachgelassene Aufzeichnungen Frühjahr 1868 – Herbst 1869), V/3 (Nachbericht zum ersten Band der fünften Abteilung „Morgenröthe“) und die erst 2001-2021 erschienene IX. Abteilung (Der späte handschriftliche Nachlass, 14 Bände). Schlagwörter: Gesamtausgaben |
980,-- | ![]() |
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| Schaeffer, Jacob Christian. Neuentdeckte Theile an Raupen und Zweyfaltern. Nebst der Verwandlung der Hauswurzraupe zum schönen Tagvogel mit rothen Augenspiegeln. Nebst zwo Kupfertafeln mit Figuren in Farben. Regensburg, Johann Leopold Montag 1754. Gr.-8° (23,5 x 19,5 cm.). [3] Bl., 54 S. und 2 handkol. gestoch. Tafeln mit 30 Abbildungen. Papierumschlag des 20. Jahrhunderts.
Hagen II, 112. Horn-Schenkling 19038. Nissen, ZBI 3633. VD18 10917985. – Erste Ausgabe. – Der Naturforscher, Technologe und Theologe J. C. Schaeffer (1718-1790) befasste sich 1752 mit einer Raupenplage, die Teile des damaligen Sachsen samt seiner Heimatstadt Querfurt heimgesucht hatte und versuchte außerdem, Präparationstechniken zu verbessern. Schaeffer gilt auch als Begründer der Pilzkunde in Deutschland und erforschte physikalische Fragestellungen der Elektrizitätslehre, der Farbenlehre und der Optik. Außerdem entwickelte er eine Waschmaschine für Haushalte und veröffentlichte in Regensburg 1765 revolutionäre Forschungen zu alternativen Rohstoffen in der Papierherstellung. – Titelblatt angestaubt und etwas fleckig, sonst meist nur im Blattrand etwas braunfleckig, gutes Exemplar. Schlagwörter: Butterflies, Entomologie, Entomology, Insects, Insekten, Schmetterlinge, Zoologie |
240,-- | ![]() |
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| Pjatakov, G(eorgi Leonidowitsch, Editor in Chief). USSR im Bau. Illustrierte Monatsschrift. (Erster Jahrgang) 1930. 9 Hefte (Heft 5/6, 7/8 und 10/11 als Doppel-Nr.). Moskau, State Publishing House of the RSFSR 1930. Folio (43 x 30 cm.). Mit zahlreichen Abbildungen. Orig.-Kartonumschläge.
Hellyer 860. Karasik/Heiting 17 ff. Parr/Badger I, 148 f. Rowell/Wye 242 f. – Erster Jahrgang des wichtigsten sowjetischen Propagandamagazins. Die Zeitscchrift erschien von 1930 bis 1949 monatlich in fünf Sprachen (Russisch, Englisch, Französisch, Spanisch und Deutsch). Jede Ausgabe war einem anderen Thema gewidmet, beispielsweise Lebensmittel- und Industrieproduktion, der Republik Georgien, dem sowjetischen Kino und Wahlen. – „In the early 1930s photo-reportage became the foundation of the magazine USSR in Construction that „was created as a publication for the popularization of large-scale construction projects by photographic means. But as the magazine grew and developed, the task of ‘popularization’ evolved into that of presenting Socialist reality with dramatic artistry.“ (L. Mezhericher, „Na putiakh k sotsialisticheskomu stiliu fotografii” [“On the way to a Socialist style of photography“], No. 2, p. 14). Well known Soviet designers and photographers worked on USSR in Construction. The industrial spirit of the magazine, expressed in compositionally sharp subjects, panoramas and dynamic shots evokes admiration even today and conveys the atmosphere of enthusiasm that carried along not just the photographers, but also the builders themselves. The creative scale of the construction engendered the photographic epic, a style of monumental artistic photography. The founders of this most successful and high-quality periodical were Gorky and Koltsov“ (Mikhail Karasik). – Umschläge teils etwas fleckig und am Rücken berieben, 3 Hefte mit Fehlstellen am Rücken, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Avantgarde, Magazines, Propaganda, Soviet Union, Zeitschriften |
2.000,-- | ![]() |
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| Pjatakov, G(eorgi Leonidowitsch, Editor in Chief). USSR im Bau. Illustrierte Monatsschrift. (Zweiter Jahrgang) 1931. 10 Hefte (Heft 1/2 und 7/8 als Doppel-Nr.). Moskau, State Publishing House of the RSFSR 1931. Folio (43 x 30 cm.). Mit zahlreichen Abbildungen. Orig.-Kartonumschläge (Heft 12 mit illustriertem Umschlag von John Heartfield).
Hellyer 860. Karasik/Heiting 17 ff. Parr/Badger I, 148 f. Rowell/Wye 242 f. – Zweiter Jahrgang des wichtigsten sowjetischen Propagandamagazins. Die Zeitscchrift erschien von 1930 bis 1949 monatlich in fünf Sprachen (Russisch, Englisch, Französisch, Spanisch und Deutsch). Jede Ausgabe war einem anderen Thema gewidmet, beispielsweise Lebensmittel- und Industrieproduktion, der Republik Georgien, dem sowjetischen Kino und Wahlen. – „In the early 1930s photo-reportage became the foundation of the magazine USSR in Construction that „was created as a publication for the popularization of large-scale construction projects by photographic means. But as the magazine grew and developed, the task of ‘popularization’ evolved into that of presenting Socialist reality with dramatic artistry.“ (L. Mezhericher, „Na putiakh k sotsialisticheskomu stiliu fotografii” [“On the way to a Socialist style of photography“], No. 2, p. 14). Well known Soviet designers and photographers worked on USSR in Construction. The industrial spirit of the magazine, expressed in compositionally sharp subjects, panoramas and dynamic shots evokes admiration even today and conveys the atmosphere of enthusiasm that carried along not just the photographers, but also the builders themselves. The creative scale of the construction engendered the photographic epic, a style of monumental artistic photography. The founders of this most successful and high-quality periodical were Gorky and Koltsov“ (Mikhail Karasik). – Umschlag von Heft 1/2 etwas angestaubt, sonst sehr schön erhalten. Schlagwörter: Avantgarde, Magazines, Propaganda, Soviet Union, Zeitschriften |
2.400,-- | ![]() |
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| Pjatakov, G(eorgi Leonidowitsch, Editor in Chief). USSR im Bau. Illustrierte Monatsschrift. (Dritter Jahrgang) 1932. 12 Hefte. Moskau, State Publishing House of the RSFSR 1932. Folio (43 x 30 cm.). Mit zahlreichen Abbildungen. Orig.-Kartonumschläge (Heft 1 mit illustr. Umschlag von N. Troschin).
Hellyer 860. Karasik/Heiting 17 ff. Parr/Badger I, 148 f. Rowell/Wye 242 f. – Dritter Jahrgang des wichtigsten sowjetischen Propagandamagazins. Die Zeitscchrift erschien von 1930 bis 1949 monatlich in fünf Sprachen (Russisch, Englisch, Französisch, Spanisch und Deutsch). Jede Ausgabe war einem anderen Thema gewidmet, beispielsweise Lebensmittel- und Industrieproduktion, der Republik Georgien, dem sowjetischen Kino und Wahlen. – „In the early 1930s photo-reportage became the foundation of the magazine USSR in Construction that „was created as a publication for the popularization of large-scale construction projects by photographic means. But as the magazine grew and developed, the task of ‘popularization’ evolved into that of presenting Socialist reality with dramatic artistry.“ (L. Mezhericher, „Na putiakh k sotsialisticheskomu stiliu fotografii” [“On the way to a Socialist style of photography“], No. 2, p. 14). Well known Soviet designers and photographers worked on USSR in Construction. The industrial spirit of the magazine, expressed in compositionally sharp subjects, panoramas and dynamic shots evokes admiration even today and conveys the atmosphere of enthusiasm that carried along not just the photographers, but also the builders themselves. The creative scale of the construction engendered the photographic epic, a style of monumental artistic photography. The founders of this most successful and high-quality periodical were Gorky and Koltsov“ (Mikhail Karasik). – Umschläge etwas berieben, alle Hefte sehr schön erhalten. Schlagwörter: Avantgarde, Magazines, Propaganda, Soviet Union, Zeitschriften |
3.200,-- | ![]() |
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| Pjatakov, G(eorgi Leonidowitsch, Editor in Chief). USSR im Bau. Illustrierte Monatsschrift. (Vierter Jahrgang) 1933. 12 Hefte. Moskau, State Publishing House of the RSFSR 1933. Folio (43 x 30 cm.). Mit zahlreichen Abbildungen, teils auf gefalteten Tafeln. Orig.-Kartonumschläge (Heft 2, 5, 9 und 12 mit illustr. Umschlägen von El Lissitzky und A. Rodchenko u. a.).
Hellyer 860. Karasik/Heiting 17 ff. Parr/Badger I, 148 f. Rowell/Wye 242 f. – Vierter Jahrgang des wichtigsten sowjetischen Propagandamagazins. Mit zwei von El Lissitzky und einer von A. Rodchenko gestalteten Nummern. Die Zeitschrift erschien von 1930 bis 1949 monatlich in fünf Sprachen (Russisch, Englisch, Französisch, Spanisch und Deutsch). Jede Ausgabe war einem anderen Thema gewidmet, beispielsweise Lebensmittel- und Industrieproduktion, der Republik Georgien, dem sowjetischen Kino und Wahlen. – „In the early 1930s photo-reportage became the foundation of the magazine USSR in Construction that „was created as a publication for the popularization of large-scale construction projects by photographic means. But as the magazine grew and developed, the task of ‘popularization’ evolved into that of presenting Socialist reality with dramatic artistry.“ (L. Mezhericher, „Na putiakh k sotsialisticheskomu stiliu fotografii” [“On the way to a Socialist style of photography“], No. 2, p. 14). Well known Soviet designers and photographers worked on USSR in Construction. The industrial spirit of the magazine, expressed in compositionally sharp subjects, panoramas and dynamic shots evokes admiration even today and conveys the atmosphere of enthusiasm that carried along not just the photographers, but also the builders themselves. The creative scale of the construction engendered the photographic epic, a style of monumental artistic photography. The founders of this most successful and high-quality periodical were Gorky and Koltsov“ (Mikhail Karasik). – Umschläge teils leicht berieben und etwas angestaubt, außergewöhnlich schön erhalten. Schlagwörter: Avantgarde, Magazines, Propaganda, Soviet Union, Zeitschriften |
3.400,-- | ![]() |
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| Pjatakov, G(eorgi Leonidowitsch, Editor in Chief). USSR im Bau. Illustrierte Monatsschrift. (Fünfter Jahrgang) 1934. 11 Hefte (Heft 7/8 als Doppelheft). Moskau, State Publishing House of the RSFSR 1934. Folio (43 x 30 cm.). Mit zahlreichen Abbildungen. Orig.-Kartonumschläge (Heft 1, 3, 6, 7/8 und 11 mit illustr. Umschlägen von I. Urasow (1), N. Troschin und El Lissitzki (6)).
Hellyer 860. Karasik/Heiting 17 ff. Parr/Badger I, 148 f. Rowell/Wye 242 f. – Fünfter Jahrgang des wichtigsten sowjetischen Propagandamagazins. Die Zeitschrift erschien von 1930 bis 1949 monatlich in fünf Sprachen (Russisch, Englisch, Französisch, Spanisch und Deutsch). Jede Ausgabe war einem anderen Thema gewidmet, beispielsweise Lebensmittel- und Industrieproduktion, der Republik Georgien, dem sowjetischen Kino und Wahlen. – „In the early 1930s photo-reportage became the foundation of the magazine USSR in Construction that „was created as a publication for the popularization of large-scale construction projects by photographic means. But as the magazine grew and developed, the task of ‘popularization’ evolved into that of presenting Socialist reality with dramatic artistry.“ (L. Mezhericher, „Na putiakh k sotsialisticheskomu stiliu fotografii” [“On the way to a Socialist style of photography“], No. 2, p. 14). Well known Soviet designers and photographers worked on USSR in Construction. The industrial spirit of the magazine, expressed in compositionally sharp subjects, panoramas and dynamic shots evokes admiration even today and conveys the atmosphere of enthusiasm that carried along not just the photographers, but also the builders themselves. The creative scale of the construction engendered the photographic epic, a style of monumental artistic photography. The founders of this most successful and high-quality periodical were Gorky and Koltsov“ (Mikhail Karasik). – Umschläge etwas berieben, alle Hefte sehr schön erhalten. Schlagwörter: Avantgarde, Magazines, Propaganda, Soviet Union, Zeitschriften |
2.800,-- | ![]() |
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| Kawabata, Ryushi (Cover art). Weekly Asahi (Photo Weekly). 3 special issues, November 22, 1934 „China affairs change report part 8“; December 17, 1938 „China affairs change 25th report“; August 25, 1942 „China affairs change report 21st“. Tokyo, Asahi Shimbun Company 1937-1942. Folio (39 x 26,5 cm.). 34, (2) pages each, with numerous illustrations based on photographs by Kageyama Masao, Otsuka Gen, Hashida Ken, Tabata Masa, Ueda Mutsuo. The publisher’s illustrated paper covers.
See Heiting/Ryuichi 99 ff. (″Shinajihen shashin zenshu, jo: Hokushi sensen“; Second Sino-Japanese War. Photographs Collection, Vol 1-6“ Tokyo 1937). – A rare Japanese weekly newspaper featuring photographic records from the Second Sino-Japanese War. – „On 7 July 1937, an incident occurred at the Marco Polo Bridge, during which Japanese and Chinese soldiers exchanged fire. Whether this incident was provoked by Japan is a matter of debate. This incident marked the start of the Second Sino-Japanese War. The Japanese had expected a swift victory, but the Second Battle of Shanghai lasted unexpectedly long and claimed numerous casualties. Around 200,000 Japanese and an unknown number of Chinese soldiers were embroiled in fierce street fighting. Casualties were very high on both sides; on the Kuomintang side, they are estimated at around one third of the soldiers fit for combat. Japan was not able to secure victory until mid-November, when the Japanese 10th Army landed in Hangzhou Bay and threatened to encircle the Chinese troops. … On 9 December 1941, China declared war on Germany, Italy and Japan. Until then, China had refrained from declaring war because, under international law, this would have allowed Japan to impose a blockade on all Chinese ports, thereby cutting off Chinese supplies by sea, and partly because an official declaration of war would have jeopardised American support due to US neutrality laws. The puppet regime (Reorganised Government of the Republic of China) installed by the Japanese in Nanjing under Wang Jingwei, in turn, declared war on the USA and the United Kingdom in 1943. In 1944, the Japanese went on the offensive once more and established a fragile land link between their conquered territories in northern and southern China“ (Wikipedia). – All issues are in very good condition. Schlagwörter: Documentary photography, Dokumentarfotografie, Dokumentarphotographie, Japan, Magazines, Second Sino-Japanese War, World War, 1939-1945, Zeitschriften |
450,-- | ![]() |
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| Victoria (Alexandrina Victoria, 1819-1901), Queen of the United Kingdom of Great Britain and Ireland. Signed dedication in French to Empress Eugénie (born Eugénie de Montijo, 1826-1920), dated „31. Janvier 1873“. In: C(harles) Grey. The early years of his Royal Highness the Prince Consort, compiled, under the direction of her Majesty the Queen. Fifth edition. London, Smith, Elder and Co. 1868. Gr.-8° (22 x 14 cm.). xxxi, 469, (1) p. with engraved portrait frontispiece (″Prince Albert at the age of four“). Contemporary leather binding with gold-stamped title on the spine, a crowned vignette, and five monograms (“AV”) on the covers; fillets on the covers and inner edges; and gold edges.
An important autograph by the most powerful woman of the 19th century, addressed to the wife of Napoleon III of France, Empress Eugénie. ″Pour ma chèr Soeur L’Impératrice Eugénie de la part de sa dévouée Soeur Victoria 31. Janvier 1873“. – After Napoleon III was taken prisoner at the Battle of Sedan during the Franco-Prussian War, Eugénie fled Paris on 5 September 1870 under dramatic circumstances, with the help of the dentist Thomas W. Evans. She first travelled by carriage to Deauville, then by boat to England. On 30 October, she visited Napoleon III at Wilhelmshöhe Palace in Kassel, where he was being held under arrest as a prisoner of war. From March 1871, she lived with her husband in exile in England. Napoleon III died on 9 January 1873, and Eugénie subsequently lived alternately in Farnborough, Hampshire, and at the villa ‘Cyrnos’ (the Greek name for Corsica) at Cap Martin near Monaco. – In addition: a handwritten signed letter from Empress Eugénie (Chislehurst, 2 December 1872. 18 x 11.2 cm. 3 pages. Double sheet) addressed to ‘ma chère Marquise’, in which she sends her a photograph she had requested. This is likely the third wife of Charles, Marquis de La Valette, who served under Napoleon III first as Minister of the Interior, then as Minister for Foreign Affairs, and finally as French Ambassador to London. This third wife, whom Charles had not married until 1871, was Georgiana Gabrielle de Flahaut de la Billarderie (1822–1907). She envied her for being able to spend the whole winter in Italy. Schlagwörter: Autographen, Autographs, Eugénie, Kaiserin von Frankreich, Great Britain, Grossbritannien, Victoria Alexandria, Königin von Groß Britannien |
12.000,-- | ![]() |
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| Lux, Joseph Aug(ust). Die Kunst des Amateurphotographen. 1. – 4. Tsd. Stuttgart, Strecker & Schröder 1910. 8°. 57, (7) S. mit 10 Textfiguren und 9 Portrait-Tafeln nach Fotografien von O(skar) v. Peteani. Illustr. Orig.-Pappband. (Kunst und Kultur, Band 8).
Heidtmann 3625. ÖBL V, 381 f. – Erste Ausgabe. – Frühe Veröffentlichung des Wiener Schriftstellers J. A. Lux (1871-1947). – Über den Münchner Fotograf O. v. Peteani ist nur bekannt, dass Emil Pirchan sein Exlibris gestaltete und er mit dem österreichischen Operntenor Eugen Reichsritter Peteani von Steinberg (1873–1913) und der bekannten Linzer Schriftstellerin und Grafikerin Maria von Peteani (1888-1960) verwandt war. – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Portrait photography, Portraitphotographie, Porträtfotografie, Porträtphotographie |
60,-- | ![]() |
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| Jenni, (Friedrich, Hrsg.). Der Gukkasten-Kalender. Für das Jahr, nicht der Gnade sondern hoffentlich des Rechts und der Vernunft 1846. Bern, (Friedrich) Jenni, Sohn 1845. 8°. 120 S. mit zahlr. Holzschnitt-Illustrationen. Einfacher Papierumschlag (typogr. vorderer Orig.-Umschlag beigebunden).
Silvia Tschopp, Der Kalender als Instrument politischer Agitation: Friedrich Jennis ›Gukkasten-Kalender‹ (1845/46), In: Jahrbuch für Kommunikationsgeschichte 13 (2011), S. 35 ff. – Zweiter und letzter Jahrgang des seltenen Schweizer Kalenders. – Mit den Beiträgen: „Politische Gedanken“, „Die Gesellschaft Jesu“, „Die deutsch-katholische Kirche“, „Der Konservative“, „Die Eisenbahnen in der Schweiz“, „Großherzogliches“, „Die Revision der Verfassung von Bern“, „Joseph Leu und die Freischarenzüge“ u. a. – „Der G. war ein typ. Vertreter der neuen illustrierten satir. Presse radikaler Prägung, die während der Regeneration entstand und regionale Verbreitung fand. Herausgegeben wurde er von Samuel Friedrich Jenni in Bern und von Martin Distelis Schüler Heinrich von Arx, der die meisten Karikaturen schuf. Das Wochenblatt im Quartformat kostete 15 Batzen pro Quartal. Vom 3.9.1840 bis 25.8.1842 wurde es im Umdruckverfahren hergestellt (handgeschrieben und lithografiert). Danach wurde für den Text das Buchdruckverfahren angewendet. Als in Bern erneut die Konservativen die Regierung übernahmen, wurde der G. im Jan. 1850, nach Jennis Tod, zu einem Oppositionsblatt mit dem Namen „Der neue G.“. Ende desselben Jahres wurde das Blatt eingestellt, doch erstand es sogleich neu als „Schweizerisches Charivari“ (1851-52). Dieses prangerte den Sittenzerfall und jede Form von polit. Extremismus an und nahm v.a. die Berner Konservativen und die Jesuiten aufs Korn“ (P. Kaenel in HLS-online). – Stellenweise etwas gebräunt, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Almanache, Taschenbücher, Kalender, Calendar, Helvetica, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Satire, Vormärz |
140,-- | ![]() |
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| Kobell, Franz v. Oberbayrische Lieder. Mit ihren Singweisen. Seiner Majestät des Königs für das bayerische Gebirgsvolk gesammelt und herausgegeben. Mit Bildern von A(rthur) v. Ramberg. 2. Auflage. München, Braun & Schneider 1871. 8°. 100 S., [1] Bl. mit Holzstich-Illustrationen und Musiknoten. Moderner Halbleinenband mit kalligraphischem Rücken- und Deckeltitel in Gold.
Rümann 1696. – Erschien zuerst 1860. In allen Auflagen selten. – Sammlung traditioneller Volkslieder, Jodler und „Gsangln“ aus dem oberbayerischen Raum. – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Bavarica, Bayern, Lieder, Mundart |
80,-- | ![]() |
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| Necker, (Jacques). Compte rendu au Roi. Au mois de Janvier 1781. Paris, L’Imprimerie Royal 1781. 4° (24,5 x 19,5 cm.). [2] Bl., 116 S. mit 1 mehrfach gefalteten Tabelle und 2 mehrfach gefalteten handkolorierten Karten (″Carte de Gabelles“ und „Carte des Traites“). Kalbslederband der Zeit.
Cioranescu 47908. Einaudi 4094. Goldsmiths 12183. Kress B. 360. – Zweiter Druck der ersten Ausgabe; der erste Druck erschien mit der Verlagsangabe „Imprimerie du Cabinet du Roi“ und enthält zusätzlich ein Portrait. – Ein Meilenstein der Finanz- und Handelsgeschichte. Mit dem vorliegenden zweiten Druck des „Compte rendu“ wurden erstmals die Staats-Finanzen Frankreichs einer breiten Öffentlichkeit präsentiert. „Zudem gab er Anlass zu großen Diskussionen, weil er für das aktuelle Jahr 1781 einen ordentlichen Überschuss konstatierte. Dieser Überschuss erschien vielen Zeitgenossen und Historikern nicht glaubhaft, weil das Frankreich des Ancien Régime mit ständigen Finanzproblemen zu kämpfen hatte und 1781 überdies seit drei Jahren am Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg gegen das Königreich Großbritannien teilnahm. … Der Compte rendu enthält einen Aufsatz, in welchem Necker Rechenschaft über seine bisherige Reformpolitik gibt, und den nachfolgenden eigentlichen Finanzbericht mit den Zahlen für das Jahr 1781“ (Wikipedia). – Der Genfer Bankier J. Necker (1732-1804) war 1777 bis 1781 und 1788 bis 1790 Finanzminister von Frankreich. – Einband etwas berieben und bestossen, Gelenke alt restauriert, eine Karte im Falz restauriert, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Aufklärung, Finance, Finanzgeschichte, France, Frankreich, Französische Revolution, French Revolution, Handel, Handelsgeschichte, Staatswissenschaften |
400,-- | ![]() |
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| L’Huilier, Simon (Antoine Jean). Polygonométrie ou de la mesure des figures rectilignes. Et abrégé d’isoperimétrie élémentaire ou de la dépendance mutuelle des grandeurs et des limites des figures. Geneve, Barde, Manget & Compagnie et Paris, Buisson 1789. 4° (26 x 19 cm.). IV, 124 S. mit 2 gefalteten Kupfertafeln. Interims-Pappband der Zeit.
ADB XVIII, 529. DSB VIII, 307. Gottwald/Ilgauds/Schlote, Lexikon bedeutender Mathematiker 287 f. Poggendorff I, 1447. – Sehr seltene erste Ausgabe. – S. A. J. L’Huilier (1750-1840), Professor für Mathematik in Tübingen und später in Genf, „schrieb ausgezeichnete Lehrbücher der Analysis, Algebra und Geometrie. Er leitete elementar die Reihendarstellung der trigonometrischen Funktionen und der Exponentialfunktion her, bewies als erster konstruktiv die Existenz transzendenter Zahlen, arbeitete über Wahrscheinlichkeitsrechnung und stellte Inhaltsformeln für Polygone und Polyeder auf, wobei er die Analogien zwischen euklidischer und sphärischer Geometrie betonte. Die L’Huiliersche Formel der ebenen Geometrie verbindet den Inkreisradius eines Dreiecks mit den Ankreisradien. Die L’Huiliersche Formel der sphärischen Geometrie bestimmt den Exzess eines Dreiecks aus seinen Seiten analog zur Heronischen Formel für ebene Dreiecke“ (P. Schreiber in Gottwald/Ilgauds/Schlote). – „Im Uebrigen hatten L’Huilier’s Arbeiten hauptsächlich die Erweiterung und Vertiefung der heutzutage als Polygonometrie und Polyedrometrie bezeichneten Disciplinen zum Zwecke. Hierher sind zu rechnen die Schrift „De relatione mutua capacitatis et terminorum figurarum geometrice considerata“ (Varsoviae 1782), hierher die „Polygonométrie, ou de la mesure des figures rectilignes et abrégé d’isopérimetrie élémentaire“ (Genève 1789), hierher endlich ein Aufsatz in den Berliner Memoiren für 1781 über die Gestalt der Bienenzellen und ein solcher in Gergonne’s Annalen für 1812 über den Euler’schen Lehrsatz von den eckigen Körpern. L’Huilier’s Namen trägt jene überaus elegante Formel der sphärischen Trigonometrie, welche den Inhalt eines Kugeldreieckes als Function von dessen drei Seiten darzustellen lehrt. Sein bedeutendster Schüler war Sturm“ (Günther in ADB). – Rücken erneuert, Deckel etwas angestaubt, gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Geodäsie, Geodesy, Geometrie, Geometry, Mathematics, Mathematik, Mathématiques |
400,-- | ![]() |
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| Madlinger, Ferdinand (d. i. Rudolf Wilhelm). Der rote Hauslehrer. Ein Roman in Briefen. Berlin, J. W. H. Dietz 1930. 8°. 170 S. Orig.-Kartonumschlag mit illustr. Schutzumschlag (von Will Faber).
Bosch/Ertz, Rudolf Wilhelm alias Ferdinand Madlinger. Annäherung an einen badischen Schriftsteller und Pädagogen in: Kraichgau 13, 1993, S. 263 ff. Emig/Schwarz/Zimmermann A 1118. Eymer 385. – Einzige Ausgabe, selten. – „Ein junger sozialistischer Lehrer bekommt Stellung als Hauslehrer bei einem Industriellen, dessen feingeistige Frau, von ihrem Mann vernachlässigt, sich in den jungen Idealisten verliebt. Auch sie findet Gegenliebe, muß aber zum Schluß erkennen, daß die Klassenunterscheidung Schranken aufzurichten vermag, an denen auch die Liebe sich die Flügel wund und krank schlägt“ (Klappentext). – Der bekannteste Roman des badischen Pädagogen und Schriftstellers R. Wilhelm (1880-1970), seit 1908 Professor für neue Sprachen an der Helmholtzschule in Karlsruhe und 1932 bis 1933 deren Direktor, wurde im April 1933 entlassen und emigrierte 1939 nach Kolumbien. Nach dem Zweiten Weltgrieg war Wilhelm Lehrbeauftragter an verschiedenen Schulen und der Universität in Bogota. – Der interessante Umschlag mit Foto-Montagen schuf der in Saarbrücken geborene Maler Will Faber (1901-1987). Faber ging nach seinem Studium in München (1924-1926) nach Berlin. „Dort befreundet er sich mit Käthe Kollwitz und Willi Jäckel. In seinem Schaffen orientiert sich Faber zu dieser Zeit stark am Expressionismus. 1934 verlässt Faber Deutschland und geht nach Barcelona. Dort beginnt Will Faber eine neue Phase in seiner Malerei. Inspiriert von den Kubisten, Futuristen und Dadaisten flechtet er einzelne Buchtstaben in seine Bilder ein und verwebt sie mit allen kalligraphischen und malerischen Details zu einem Ganzen. Ebenso fasziniert Faber der Kosmos. So setzt Faber in seinen Bildern die Elemente des kosmischen Chaos wieder zu Einem zusammen. Auf der Flucht vor dem spanischen Bürgerkrieg zieht Faber 1934 nach Ibiza. Dort stirbt Will Faber nach einen langen Schaffenweg mit zahlreichen Ausstellungen und Ehrungen auch außerhalb Europas 1987“ (Ketterer Kunst). – Randläsuren am Umschlag unauffällig restauriert, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Foto Schutzumschlag, Fotomontage, Photographic dust jacket, Sozialismus |
140,-- | ![]() |
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| Nietzsche, Friedrich. Jenseits von Gut und Böse. Vorspiel einer Philosophie der Zukunft. (Herausgeben von Oskar Weitzmann). Meersburg und Leipzig, F. W. Hendel (1938). Gr.-8°. 421, (2) S. Orig.-Pergamentband mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel (von H. Sperling und C. H. Schwabe).
Eines von 1425 num. Exemplaren der Liebhaberausgabe im dekorativen Ganzpergament-Handeinband. – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Nummerierte Bücher, Vorzugsausgaben |
140,-- | ![]() |
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| Gruber, Wenzel. Dissertatio inauguralis anatomica sistens Anatomiam monstri bicorporei (thoraco-gastro-didymi-singularis)… Prag, Theophil Haase, Söhne 1844. 4° (28,5 x 21,5 cm.). VI, [1] Bl., 52 S. und 6 lithogr. Tafeln. Marmorierter Pappband um 1900.
Hirsch/Hübotter II, 667. – Sehr seltener erster Druck der ersten Ausgabe mit lateinischem Titelblatt; der zweite Druck erschien mit dem Titel „Anatomie eines Monstrum Bicorporeum eigenthümlicher (Thoraco-Gastro-Didymus)“. – Die erste Veröffentlichung des böhmisch-russischen Anatomen W. Gruber (1814-1890). Gruber liefert eine präzise anatomische Beschreibung und Untersuchung einer seltenen, zweikörperigen Fehlbildung (Siamesische Zwillinge), medizinisch als Thoraco-Gastro-Didymus klassifiziert. – „Wenzel Gruber gelang es, gegen enorme Widerstände, den wissenschaftlich betriebenen Anatomie-Unterricht in Russland aufzubauen. Er verstand es, das ihm zur Verfügung stehende große Material menschlicher Leichen – insbesondere eine riesige Schädelsammlung – gezielt für seine Forschungen zu nützen und wichtige Details, Variationen und pathologische Abweichungen zu finden und exakt darzustellen. Gruber, der vielfach ausgezeichnet und geehrt wurde, galt zu seiner Zeit als bester Kenner dieses Sondergebiets. Nach Gruber (und dem schwedischen Anatom Roland Martin) ist die Martin-Gruber-Anastomose, eine Verbindung zwischen Nervus medianus und Nervus ulnaris, mitbenannt, die er in einer Fallserie beschrieb. 1859 beschrieb er als erster den später nach Primo Dorello benannten Dorello-Kanal“ (Wikipedia). – Tafel II vor Tafel I eingebunden, das erste und letzte Blatt etwas fleckig, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Anatomie, Anatomy, Missgeburten, Siamese twins, Siamesische Zwillinge |
280,-- | ![]() |
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| Heyfelder, (Johann Ferdinand). Die Heilquellen des Großherzogthums Baden, des Elsaß und des Wasgau. Mit den Ansichten von Rippoldsau und Petersthal. Stuttgart, Ebner & Seubert 1841. 8°. VIII, 232 S. mit 2 lithogr. Ansichten. Dunkelroter moderner Halblederband mit goldgepr. Rückentitel.
Hirsch-Hübotter III, 215. – Ein schöner ausführlicher Führer über die süddeutschen Bäder wie Wildbad und Liebenzell. Aber auch der Brunnen des Wilhelmsstifts in Tübingen wird erwähnt, desweiteren zahlreiche Sauerwasser-Quellen wie Imnau, die Eisenwasser-Quellen wie das Jordansbad bei Biberach, Salzwasser-Quellen wie Dürrheim, Thermen wie Baden-Baden etc. – Stempel auf dem Titel, durchgehend braunfleckig, die Tafeln sauber, gutes Exemplar. Schlagwörter: Baden-Württemberg, Badenia, Bäder, Bäderheilkunde, Balneologie, Balneology, Elsass |
200,-- | ![]() |
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| Moser, Heinrich Christoph. Die Torfwirthschaft im Fichtelgebirge. Nürnberg, Riegel und Wießner 1825. 8°. VII, 174 S., [1] Bl. mit lithogr. Titelvignette und 5 Abbildungen auf 2 gefalteten lithogr. Tafeln. Marmorierter Pappband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und Linienvergoldung.
Erste Ausgabe. Die Tafeln als „Tab. I-V“ bezeichnet sind hier auf 2 gefaltete Blätter gedruckt. Sie zeigen u. a. einen Grund- und Aufriß einer „Torfschupfe“ zur Aufbewahrung des Torfs; Torfgebäude im Kgl. Forstrevier Weißenstadt, Torfverkohlungsöfen; einen Kalksteinbrennofen, eingerichtet auf Torffeuerung und zugleich zum Brennen von Ziegelsteinen; eine Zeichnung des Torfziegelofens im Weißenstädter Revier. – Heinrich Christoph Moser (1771-1852), „Königl. Preuß. Forst-Kommissar in Bayreuth“, „veröffentlichte schon vor seinem Studium an der Universität Erlangen 1791 sein erstes noch anonym verfasstes Werk »Ueber Feld- und Gartenprodukte, mit Rücksicht auf das Klima in Deutschland«. Das war für Moser ein guter Start in seine bis zum hohen Alter mit großem Fleiß betriebene forstliche Schriftstellertätigkeit, konnten doch von Moser insgesamt elf Bücher und 17 Zeitschriftenbeiträge ermittelt werden. Schon diese elf Bücher zeichnen Moser als sehr produktiven forstlichen Schriftsteller aus. Darüber hinaus veröffentlichte er aber auch zu fast allen damals diskutierten forstwirtschaftlichen Problemen seine Standpunkte und praktische Erfahrungen als langjährig tätiger Forstmeister in den zeitgenössischen forstlichen Fachzeitschriften. Die Palette der von ihm behandelten Themen umfasste Forstorganisation, Forsttaxation (Forsteinrichtung), Forstkulturwesen (Waldbau), Forstschutz und Waldnebennutzungen. Mosers Hauptwerk war das Buch »Die Torfwirtschaft im Fichtelgebirge «, das 1825 erschienen ist und das damals im deutschen Forstwesen sehr gelobt wurde“ (B. Bendix, Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft 119). – Stellenweise etwas braunfleckig, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Bavarica, Fichtelgebirge, Köhlerei, Torfkohle |
180,-- | ![]() |
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| Krüger, Johann Gottlob. Naturlehre. Zweyter Theil (in 2 Teilen), welcher die Physiologie oder Lehre von dem Leben und der Gesundheit der Menschen in sich fasset, und mit accuraten Kupfer-Tabellen erläutert. 2 Teile in 1 Band. Halle im Magdeburgischen, Carl Herrmann Hemmerde 1742-1743. 8°. [4] Bl., 376 S.; [27] Bl., S. 377-786, [39] Bl. mit gestoch. Portrait, 2 gestoch. Titelvignetten und 21 gefaltete Kupfertafeln. Moderner Schweislederband.
ADB XVII, 231. Meusel VII, 382. Poggendorff I, 1322. – Erste Ausgabe. – In sich abgeschlossener zweiter Teil des dreiteiligen Hauptwerkes des Autors. Die hier nicht vorliegenden Teile I und III beinhalten die eigentliche „Naturlehre“ (1740) und die „Pathologie, oder Lehre von den Kranckheiten“ (1749). Ein später erschienener vierter Teil über die Chemie stammt nicht von Krüger. – Johann Gottlob Krüger (1715-1759) begann bereits „im Alter von 19 Jahren 1734 philosophische Vorlesungen an der Universität (Halle) zu halten, wurde 1737 Magister und, nachdem er seiner geschwächten Gesundheit wegen längere Zeit in Schlesien verweilt hatte, 1742 Doctor der Medicin, dann im folgenden Jahre Professor. Im J. 1751 wurde er als Professor der Philosophie und Medicin nach Helmstädt berufen“ (W. Heß in ADB). – Einband fachgerecht erneuert, die Tafeln teils mit restaurierten Randläsuren und braunfleckig, sonst nur stellenweise etwas braunfleckig und gebräunt, gutes Exemplar. Schlagwörter: Physiologie |
240,-- | ![]() |
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| (Duplessy, Joseph). Le guide indispensable du voyageur sur les chemins de fer de la Belgique. Ouvrage rédigé sur des documens authentiques. Bruxelles, E. Landoy 1845. Kl.-8° (17 x 13,5 cm.). [2] Bl., 278 S. mit 9 lithogr. Tafeln, 5 gefalteten Stadtplänen und 1 gefalteten Karte. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und Romantikervergoldung.
Erste Ausgabe des frühen belgischen Eisenbahn-Reiseführers. – Beigebunden: (Laven, Philipp). Guide de l’étranger à Trèves. Description de cette ville, de antiquités et de ses environs. Troisième édition. Trèves, Fr. Lintz 1861. [4] Bl., 112 S. – Beigebunden: Ditzler, Anton. Der Rhein von Cöln nach Mainz. The Rhine from Cologne to Mayence. Köln und Aachen, Ludwig, Kohnen o. J. (um 1850). 13, (3) S. und Stahlstich-Panorama des Rheinlaufs (ausgefaltet 16 x 140 cm.). – Das Panorama nach dem zweiten Segment durchgerissen, stellenweise etwas braunfleckig, gutes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Belgien, Belgium, Eisenbahn, Railroads, Reiseführer, Rhein, Trier |
160,-- | ![]() |
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| Rückleben, Hermann und Hermann Erbacher (Hrsg.). Die Evangelische Landeskirche in Baden im „Dritten Reich“. Quellen zu ihrer Geschichte. Im Auftrag des Evangelischen Oberkirchenrats Karlsruhe. 6 Bände. Karlsruhe, Evangelischer Presseverband für Baden 1991-2005. Gr.-8°. Orig.-Leinenbände. (Veröffentlichungen des Vereins für Kirchengeschichte in der Evangelischen Landeskirche in Baden, Band 43-62).
Neuwertiges Exemplar. Schlagwörter: Badenia, Geschichte, Nationalsozialismus |
70,-- | ![]() |
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| Fessler, (Ignaz Aurelius). (Sämmtliche Werke). 20 Bände (von 22) in 15. Karlsruhe 1800-1816. 8°. Mit 20 gestoch. Frontispizen und Titelblättern. Halbleinenbände um 1900 mit goldgepr. Rückentiteln.
Vgl. Goedeke V, 493 f. NDB V, 103 f. – Karlsruher Nachdruck der ersten Gesamtausgabe. – I-III. Marc Aurel (4 Teile); V. Alexander der Eroberer; VI. und VII. Die Alten und die neuen Spanier; IX. Abälard und Heloisa (Teil 2); X. Der Nachtwächter Benedict; XI. Attila, König der Hunnen; XIII/XIV. Mathias Corvinus, König der Hungarn; XV/XVI. Aristides und Themistocles; XVII/XVIII. Theresia; XIX. Bonaventura’s mystische Nächte; XX. Lotario oder der Hofnarr; XXI/XXII. Alonso. – I. A. Fessler (1756-1829) „verkehrte unter anderem mit Fichte, Jean Paul und Zacharias Werner und bahnte auf Reisen zahlreiche literarische Beziehungen an. 1803 kaufte er Gut Kleinwall bei Berlin und bewirtschaftete es neben reger literarischer Tätigkeit bis 1807. Durch französische Plünderungen ruiniert, wurde er durch Vermittlung eines seiner Schüler Lehrer der orientalischen Sprachen an der Alexander-Newsky-Akademie in Sankt Petersburg. Auch hier konnte er sich nicht behaupten. 1810 entlassen, kämpfte er mit Not, machte sich aber um die deutsche Kolonie sehr verdient. 1820 zum Superintendenten in Saratow ernannt, beendete er schließlich sein bewegtes Leben als Generalsuperintendent in Sankt Petersburg“ (G. Gugitz in NDB). – Band VIII und XII fehlen. – Gutes Exemplar. Schlagwörter: Gesamtausgaben |
160,-- | ![]() |
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| Tischner, Rudolf. Über Telepathie und Hellsehen. Experimentell-theoretische Untersuchungen. Wiesbaden, J. F. Bergmann 1920. Gr.-8°. [4] Bl., 125 S., 4 Tafeln, [1] Bl. Halbleinenband der Zeit (typogr. Orig.-Umschlag beigebunden). (Grenzfragen des Nerven- und Seelenlebens, Band 106).
Erste Ausgabe. – Der bekannte Augenarzt, Parapsychologe und Medizinhistoriker R. Tischner (1879-1961) beschäftigte sich intensiv mit parapsychologischen Phänomenen, der Telekinese, Telepathie und dem Okkultismus. Er führte in diesen Richtungen zahlreiche Versuche durch und verfasste zum Teil umfangreiche Werke darüber. Er gehörte zu den ersten Forschern im europäischen Raum, die den Begriff der „außersinnlichen Wahrnehmung“ (engl. extrasensory perception / ESP) prägten und nutzten, lange bevor dieser durch J. B. Rhine in den USA populär wurde. – Stempel auf dem Titel, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Hellsehen, Okkultismus / Geheimwissenschaften, Parapsychologie, Telepathie |
50,-- | ![]() |
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| Hoffmann, C(hristoph) L(udwig v.). Abhandlung von den Pocken. I. Erster Theil, worinn die Erzeugung der Pockenmaterie und andrer ansteckenden Krankheiten vor Augen geleget wird. – II. Von der Empfindlichkeit und Reizbarkeit der Theile; Als eine Einleitung zum zweyten Theile von den Pocken. – III. Anhang zum ersten Theile von den Pocken, worinn die angegebene Ursache von der Assimilation der ansteckenden Fiebermaterien ferner erwiesen und die Existenz der Pockendrüsen außer Zweifel gesetzt wird. – IV. Nachtrag zum Anhange des ersten Theiles von den pocken, worin die Recension, welche den Anhang beurtheilet, und in dem 33ten Bande der allgemeinen deutschen Bibliothek geliefert ist, beantwortet wird. 4 Teile in 1 Band. Münster und Hamm, Philipp Heinrich Perrenon und Kassel, Phillipp Otto Hampe 1770-1779. 8°. C, [2] Bl., 304 S., [1] Bl.; [6] Bl., 270 S.; [1] Bl., 108 S.; 19 S. mit 2 gestoch. Titelvignetten und 1 gefalteten Kupfertafel zu Teil III. Moderner Lederband mit goldgepr. Rückenschild.
Hirsch-Hübotter III, 241. Proksch I, 136. VD18 11078375. – Sehr seltene ausführliche Abhandlung des bedeutenden Münsteraner Mediziners. 1789 erschien noch ein zweiter Band „Pathologie der Pockenkrankheit“. – C. L. Hoffmann (1721-1807) wurde „bereits am 14.09.1763 (von) Maximilian Friedrich von Königsegg-Rothenfels, Kurfürst von Köln und Bischof von Münster, auf Empfehlung seines münsterischen Ministers Franz von Fürstenberg Hoffmann zum Leibarzt ernannt. Im Jahre 1764 trat der Gelehrte gegen ein Jahresgehalt von 200 Reichstalern offiziell in die Dienste des Hochstifts Münster. Er erhielt daneben aber auch ausreichend Gelegenheit für Nebeneinnahmen, vor allem in seiner ausgedehnten Praxis. Hoffmann oblag nun die Aufsicht und die Reform des Medizinalwesens im ausgedehnten Fürstbistum. … Hoffmanns Medizinalverordnung fand über die Grenzen des Fürstbistums hinweg hohe Anerkennung. Justus Möser hielt sie für ein auf ihrem Gebiete epochemachendes Werk, und die Osnabrücker Regierung bestellte 100 Exemplare, um ihre Einführung im dortigen Hochstift zu prüfen. … Neben seiner organisatorischen Tätigkeit in Münster und Kassel setzte Hoffmann auch seine Privatstudien fort, als deren Ergebnis eine ganze Reihe von Schriften während seiner Münsteraner Zeit entstanden. Seine Schrift „Vom Scharbock – womit der Skorbut gemeint ist –, von der Lustseuche und der Verhütung der Pocken im Angesichte …“ wurde oben bereits genannt. Die Pockenkrankheit war es, die ihn vor allem beschäftigte und über die er sich in mehreren Schriften ausließ, so vor allem in seinem Werk „Abhandlung von den Pocken: erster Theil, worin die Erzeugung der Pockenmaterie und anderer ansteckender Krankheiten vor Augen gelegt wird“, das 1770 in Münster und Hamm erschien. Zu Hoffmanns Zeiten mußte man sich mit einer sehr zweifelhaften Impfmethode, die man auch als Inokulation oder Variolation bezeichnete, begnügen. Die Methode bestand darin, daß man den Pockeneiter eines kranken Menschen auf einen gesunden übertrug und somit die Pocken auslöste. Der Kunst des Arztes war es nun anheimgestellt, für diese Impfung einen möglichst günstigen Zeitpunkt zu wählen, oder im Stil jener Zeit ausgedrückt, darauf zu achten, „daß die Luft gesund war“. Nur dann bestand die Chance für einen vollkommen gesunden Menschen, die Impfung unbeschadet zu überstehen und bei der nächsten Pockenepidemie, die vielleicht auch mit anderen Krankheiten einherging, eine Immunität zu besitzen. Durch die Forderung nach „gesunder Luft“ bei der Impfung zeigt sich deutlich die damalige Vorstellung, daß Krankheiten durch die Luft übertragen würden; das Vorhandensein von Bakterien und Viren war ja noch unbekannt“ (H. Terhalle ausfühlich im Internetportal Westfaelische-Geschichte). – Stempel auf dem Vorsatz und Titelblatt, durchgehend im oberen Blattrand teils stärker wasserfleckig, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Pocken, Pockenschutzimpfung |
350,-- | ![]() |
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| Darwin, Charles. Die Bewegungen und Lebensweise der kletternden Pflanzen. Aus dem Englischen übersetzt von J(ulius) Victor Carus. Stuttgart, E. Schweizerbart’sche Verlagshandlung (E. Koch) 1876. VIII, 160 S. mit 13 Holzschnitten. Halbleinenband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel.
Vgl. Freemann 860. – Erste deutsche Ausgabe. – Rücken etwas berieben, Stempel auf dem Vorsatz, stellenweise etwas braunfleckig, gutes Exemplar. Schlagwörter: Botanik, Botany |
60,-- | ![]() |
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| Kant, Immanuel. Logik. Ein Handbuch zu Vorlesungen. Königsberg, Friedrich Nicolovius 1800. 8°. XXIV, 232 S. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und Linienvergoldung.
Warda 207. Adickes 104. Ziegenfuß I, 642. – Erste Ausgabe (2. Druck), der von Gottlob Benjamin Jäsche bearbeiteten Logik-Vorlesungen Kants. – Einband etwas berieben, stellenweise leicht braunfleckig, gutes Exemplar. Schlagwörter: Logic, Logik |
200,-- | ![]() |
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