Duchamp, Rotoreliefs
Duchamp, Rotoreliefs
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Duchamp, Marcel. Rotoreliefs. Set mit 6 Rotoreliefs. Köln, Gebr. König Postkartenverlag (1987). 15 x 15 cm. 6 Kartonscheiben, doppelseitig mit farbigen Offsetlithographien bedruckt (Durchmesser 14,5 cm.). Typographisch bedruckter Transparentpapier-Umschlag. Broken Music p.126. Kaufmann u. a. Marcel Duchamp. 100 Fragen.100 Antworten Nr. 26. Schwarz, The Complete Works of Marcel Duchamp Nr. 441 b. – In kleiner Auflage erschienene Faksimileedition der Multiples. – „Die mit der Wortneuschöpfung ‚Rotoreliefs‘ betitelten sechs beidseitig bedruckten ‚optischen Scheiben‘ bot Duchamp 1935 auf einer Erfindermesse in Paris, dem Concours Lépine, für 15 Francs zum Kauf an. Allerdings ohne Erfolg, er wurde lediglich drei Sets los, zwei davon gingen an Freunde. Von Henri-Pierre Roché ist die darauf folgende Erkenntnis Duchamps überliefert: ‚Fehler, zu hundert Prozent. Zumindest ist es klar.‘ Bei der Konzeption der ‚Rotoreliefs‘ dachte Duchamp daran, eine Art Spielzeug herzustellen. Das Set aus sechs Scheiben mit Spiralformationen, die teilweise aus dem 1925/26 entwickelten Film „Anémic Cinéma“ stammten, produzierte er gemeinsam mit Henri-Pierre Roché in einer Auflagenhöhe von 500 Stück. Ursprünglich sollten die Scheiben auf einem Grammophonteller mit einer Geschwindigkeit von 33 Umdrehungen pro Minute abgespielt werden. Die ‚Rotoreliefs‘ gingen auf eine Beobachtung zurück, die der Künstler bereits 1925/26 im Film ‚Anémic Cinéma‘ umgesetzt hatte: Kreise, die auf einer sich auf einem Grammophon drehenden Platte aufgebracht wurden, erzeugen einen dreidimensionalen Effekt – sie werden ein ‚rotierendes Relief‘“ (Katalog zur Marcel Duchamp Ausstellung in der Staatsgalerie Stuttgart 23. 11. 2018 – 10. 3. 2019). – Tadellos.
Unser Preis: EUR 950,-- |


