Gesamtbestand
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Beschreibung Gesamte Buchaufnahme |
Preis EUR |
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| (Becher, Georg Christoph oder A. Sturm). Geheimes Jäger-Cabinet, darinnen die nöthigsten Wissenschaften so zur Jägerey gehörig nebst Siebenzig geheimen und bishero meist verborgen gewesenen Jäger-Künsten enthalten. Welchem zuletzt noch mit beygefüget Des Klugen Haus-Vaters nützliche und nöthige Rechts- und andere Formularien. 5 Teile in 1 Band. Leipzig, Jacob Schuster 1721. 12° (14 x 7,5 cm.). [4] Bl., 1110 (statt 1142) S., [56] Bl. mit 2 Titelbl. in Rot und Schwarz, 1 mehrfach gefalteten Holzschnitt-Tafel in Rot und Schwarz und zahlr. Holzschnitten im Text. Pappband der Zeit.
Vgl. Kress 5416 (Ausgabe 1755), Dünnhaupt I, Becher, 455 F 25. Humpert 201 (Ausgabe 1709). VD18 10513221 (Ausgabe von 1701). – Noch frühe Ausgabe des seltenen Hausvaterbuchs, welches zuerst 1685 mit dem Titel „Kluger Hauß-Vater, verständige Hauß-Mutter,…“ erschien. Vorliegende Ausgabe mit dem Nebentitel „Gründliche Nachricht von der Viehe-Zucht, zum Ackerbau, Wiesewachs und Fischerey, samt genauer Ausrechnung aller hierzu benöthigten Unkosten, … Vormahls auf gnädigste Verordnung eines seiner Gottesfurcht und Haushalten Erfahrenheit halber weltberuhmten Fürstens entworffen, anitzo aber als eine nützliche Zugabe Des Klugen Haus-Vaters zum Druck befördert“. – Dünnhaupt vermerkt, daß der Verleger das Werk dem berühmten Alchimisten, Wirtschaftswissenschaftler und Universalgelehrten Johann Joachim Becher (1635-1682) zuschreibt, der sich dadurch bessere Absatzmöglichkeiten erwartete, was letztlich auch erfüllt wurde, erschienen doch in der Folge zahlreiche, jeweils erweiterte Neuauflagen. Tatsächlich handelt es sich bei dem Autor wohl um einen gewissen A. Sturm, wie auch schon Jöcher vermutet: „Unterschiebung des geschäftstüchtigen Leipziger Verlegers, der aus B’s Namen Kapital zu schlagen suchte. Nach Adelung soll der wahre Autor ‚ein gewisser Sturm‘ (A. Sturm?) gewesen sein. Das oft aufgelegte Werk hat jedenfalls mit Becher nichts zu tun, obwohl sein Name in den meisten Drucken als Autor angegeben wird“ (Dünnhaupt). – Mit interessanten Kapiteln über die Land- und Forstwirtschaft und Haushaltung von Landgütern. Darunter im ersten Teil: „Von Bienen“ (S. 150-229)´; „Vom Weine, …“ (S. 227-229); „Von Maltz-machen und Bierbrauen“ (S. 230-254) – im zweiten Teil: „Darinnen der vollkommene Land-Medicus…“ (S. 313 ff.); „Von Mutter-Beschwerungen und mancherley Zufällen der Sechs-Wöchnerinnen…“ (S. 475 ff.). – Im dritten Teil: Der wohlerfahrene „Roß– und Vieh-Artzt“ (S. 551 ff.); „Bericht von der Fischerey“ (S. 757 ff.). – Im vierten Teil: „Des Edlen Weydmannns geheimes Jäger-Cabinet…“ (S. 825-1016). – Im fünften Teil: „Der vollständige Land-Advocat…“ (S. 1017 ff.). – Die schöne Holzschnitt-Tafel (im rechten Rand knapp beschnitten) mit Darstellungen zu den wichtigsten Kapiteln. – Einband berieben, etwas bestoßen und mit Japanpapier kaschiert, Bindung stellenweise gelockert, die S. 433/434, 551/552 (″Von Mutter-Beschwerungen…“), 601/602 und 623-648 (″Rind-Viehe“ und „Schaaf-Artzt“) fehlen, durchgehend gebräunt und teils stärker fleckig, insgesamt gut erhaltenes Exemplar des beliebten Handbuchs. Schlagwörter: Forstwirtschaft, Hausvater-Literatur, Landwirtschaft, Medizin, Viehzucht |
450,-- | ![]() |
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| Jean Paul, (d. i. Johann Paul Friedrich Richter). Geist- und kraftvollste Stellen aus dessen sämmtlichen Werken mit biographischen und historischen, wie auch Eigennamen- und Fremdwörter-Erklärungen von Franz Xaver Wißhofer. 13 Teile in 7 Bänden. Graz, Franz Ferstl’sche Buchhandlung Johann Lorenz Greiner 1834-1836. 12° (13,5 x 9,5 cm.). Mit gestoch. Portrait im Supplement-Band (XIII). Dunkelgrüne Pappbände der Zeit mit goldgepr. Rückentiteln und Linienvergoldung in modernem Pappschuber. (Deutschlands Geist und Kraft in Schrift und Sprache, Eine Auswahl der sinnreichsten Stellen aus den Werken deutscher Musterschriftsteller…).
Seltene Gesamtausgabe mit dem oft fehlenden Supplement-Band. – Der Herausgeber F. X. Wißhofer (biogr. Daten unbekannt) war nach Meusel „zu Ende der Neunziger-Jahre Magistratssyndicus zu Rohrbach in Oesterreich ob der Enns; nach Kehrein von 1802 bis 1809 Syndicus zu Schärding. Am 14. Jänner 1810 von der französischen Landesadministration zu Ried zum Justizrath ernannt, mußte er als solcher am 4. Juli 1810 dem Stifte Ranshofen am Inn dessen Aufhebung ankündigen. Am 14. September 1810 hatte aber die französische Regierung zu Ried bereits ein Ende. Die weiteren Schicksale Wißhofer’s, der nach den damals üblichen Vorgängen als früherer französischer Beamter unter der neuen österreichischen Regierung kaum wieder eine Anstellung gefunden haben dürfte, sind uns unbekannt. Kehrein führt nun an, daß derselbe den „Linzer Musen-Almanach“ (Linz 1805 und 1806) herausgegeben habe. … Wohl aber finde ich Wißhofer verzeichnet als Herausgeber des „Magazins des Schönen und Nützlichen zum Vergnügen und Unterricht. Mit Musikstücken fürs Clavier von Caspar Lachner, k. k. Tabak- und Siegelgefällen-Cameralhauptverleger“, I. Jahrg. 1798; II. Jahrg., 1. Bd. 1799. Immerhin ist aber der Titel „Linzer Musen-Almanach“ nicht nur möglich, sondern sogar wahrscheinlich, da der Verleger von den ihm übrig gebliebenen Exemplaren des „Magazins“ eine neue (Titel-) Auflage, unter dem veränderten Titel „Linzer Musen-Almanach“ veranstaltet haben dürfte“ (Kehrein (Joseph). Biographisch-literarisches Lexikon der katholischen deutschen Dichter, Volks- und Jugendschriftsteller im 19. Jahrhundert II, 260 und Meusel S. 1059 zit. nach BLKÖ LVII, 135 ff.). – Stellenweise etwas braunfleckig, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Gesamtausgaben |
120,-- | ![]() |
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| Sontag, Susan. On photography. Sixth printing. New York, Farrar, Straus and Giroux (1978). 8°. (7), 207 p. Publisher’s linen binding with an illustrated dust jacket.
Lederman/Yatskevich, What they saw 346. Roosens/Salu 2624. – Signed by Susan Sontag. – „Susan Sontag’s On Photography, a text-based work that does not include photographic illustrations, is a collection of six essays originally published in the New York Review of Books between 1973 and 1977. Written in a modernist style that crosses the boundaries between high and low culture, Sontag explores the power of photography and its unlimited authority in society from both a historical and 1970s perspective. With a background in English and philosophy and no formal training in art or photography, Sontag posits that a photograph is a perceived reality, a way of preserving the past while also holding on to the present. Referencing Plato’s allegory of the cave in the book’s first essay, she observes that photographs are perceived as representations of reality more than other art forms; and that the more pervasive photography becomes, the more photography shapes reality and how the world is seen. In the book’s successive essays, Sontag examines the representation of America by photographers, moving on to discussions of shock imagery, commodification in photography and the role images play in everyday life. On Photography remains one of the most celebrated books on the subject of photography, and has become essential reading for anyone involved in the field or study of photography“ (Anna Jacobsen in Lederman/Yatskevich). – Impeccable. Schlagwörter: Foto-Philosophie, Fotografiegeschichte, Photo Essays, Photo-Philosophy, Photography literature, Signed books, Signierte Bücher |
320,-- | ![]() |
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| Oud, J(acobus) J(ohannes) P(ieter). Holländische Architektur. 2. Auflage. München, Albert Langen (1929). Gr.-8°. 107, (1) S. mit 55 Abbildungen. Gelber Orig.-Leinenband. (Bauhausbücher, herausgeben von Walter Gropius und L. Moholy-Nagy, Band 10).
Bolliger, Dokumentations Bibliothek I, 39, II, 25, III, 10, IV, 10h, 11 und VI, 74. Jaeger 0778. Wingler 563. – Typographie und Einband von Lazlo Moholy-Nagy. – Vorgestellt werden neben Werken der holländischen Architekten Oud, Rietveld, de Klerk, Mart Stam auch Bauten von Gropius und Le Corbusier. – Rücken teils stärker berieben und restauriert, Stempel auf dem Vortitel, sonst gutes Exemplar. Schlagwörter: Bauhaus, Neues Bauen, Niederlande, Signierte Bücher, Widmungsexemplar |
300,-- | ![]() |
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| Paris – Hautecoeur, Albert. Paris et ses environs. 36 mont. Orig.-Photographien (Aluminabzüge, jeweils ca. 18,5 x 12 cm.) auf starkem Karton. Paris, Selbstverlag o. J. (1892 ?). Quer-8° (18,5 x 26,5 cm.). 18 Bl. Weinroter Orig.-Halblederband mit goldgepr. Rücken- u. Deckeltitel, Rückenvergoldung, goldgepr. Stadtwappen und Goldschnitt.
Koetzle, Eyes on Paris 10 f. (51 Photos). – Dekorative Aufnahmen meist mit reicher Personenstaffage: Perspective des Sept Pontes prise de Saint-Gervais, Le Nouveau Louvre, Musée du Louvre – la Galerie d’Apollon, La Rue de Rivoli, Le Jardin du Palais Royal, L’Avenue de l’Opéra, La Place Vendôme, La Place de la Concorde, L’Avenue des Champs-Elysées, L’Arc de Triumphe, Le Palais du Trocadéro, Le Pont Alexandre, La Tour Eiffel, Le Dôme de l’Hotel des Invalides, Le Tombeau de Napoléon 1er (Hôtel des Invalides), L’Eglise de la Madeleine, Le Boulevard de la Madelaine, Le Boulevard des Capucines, L’Opéra, Le Foyer Publie de l’Opéra, La Place de la Bourse, La Porte Saint-Denis, La Rue du Temple & La Place de la Republique, Colonne Commémorative des Journées de Juillet 1830, L’Hotel de Ville, La Tour Saint-Jacques, Le Pont au Change & le Palais de Justice, La Sainte-Chapelle XIIIe Siecle, L’Eglise Notre-Dame (2), Le Panthéon, Le Palais du Luxembourg, Le Grand Lac, La Cascade (Bois de Boulogne), Facade Principale (Versailles), Les Grandes Eaux du Bassin de Latone (Parc de Versailles). – Albert Hautecoeur (1848-1905 ?) und sein Bruder Edouard (1847-1904) übernammen das Fotoatelier (12, Boulevard des Capucines, Paris) von ihrem Vater Eugène Hautecoeur (1822-1870). 1889 veröffentlichten sie das „Album de la Exposition Universal de París“ mit Aufnahmen von Neurdein frères. Albert Hautecoeur war 1878 bis 1905 Mitglied des Chambre syndicale de la photographie. – Gelenke etwas berieben, Vorsatz und das erste Foto mit handschr. Vermerk „1892 Paris ohne Autos“ und „Das Paris meines Vaters“, sehr schönes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Ansichten, Ansichtenwerke, Original-Photographie, Paris |
400,-- | ![]() |
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| Rich, Claudius James. Memoir on the ruins of Babylon. (And): Second memoir on Babylon containing an inquiry into the correspondence between the ancient descriptions of Babylon and the remains still visible on the site. Sugested by the „Remarks“ of Major Rennel published in the Archaeologia. Second edition and first edition. 2 volumes. London, Longman, Hurst, Orme, and Brown 1816 and 1818. Gr.-8° (24,5 x 15,5 cm.). IV, 67, (1) p.; [2], 60 p. with 6 (3 folded) engraved plates. Contemporary cardboard bindings.
DNB XLVIII, 114 ff. Zenker, Bibliotheca Orientalis II, 535 and 536. – Very rare set of Rich’s famous archaeological investigations on the ruins of Babylon. – “As early as the age of nine [Rich’s] curiosity was aroused by some Arabic manuscripts, and he applied himself with eagerness to various oriental languages… Before he was 24 he was appointed the East India Company’s resident at Baghdad… For six years he lived at Baghdad, collecting materials in his leisure time for a history and statistical account of the Pashalik… An excursion to Babylon in 1811 bore fruit in the Memoir on the Ruins of Babylon, originally contributed to the ‘Mines d’Orient,’ but reprinted at London in 1815, and amplified, after a second visit to the site, in the Second Memoir on Babylon” (DNB). – „When he visited the ruins of ancient Babylon on 10 December 1811, a new passion for antiquity was kindled within him, to which he would devote all his energy. In 1812, he carried out surveys and excavations in Babylon and the surrounding area, which he published two years later in the form of a topographical study in *Fundgruben*, a journal edited in Vienna by his personal friend Joseph von Hammer-Purgstall. Following a dispute with Major Rennell, they agreed on the location of the ruins of Babylon on the eastern bank of the Euphrates, and Rich incorporated his suggestions into „A Second Narrative“. … Rich discovered a number of small objects from sarcophagi near the ‘Mujelibé’ (palace) and excavated the ‘Lion of Babylon’, which the Australian Henry Layard was to rediscover 40 years later. He also dug a shaft into the hill at Tell Ibrahim Khalil and collected inscribed mud bricks. … Although he spent only 10 days in Babylon, he uncovered numerous artefacts that were to occupy scholars for a long time to come“ (Wikipedia). – The spine of the second volume has been professionally repaired; both volumes bear bookplates; slightly stained in places, but otherwise in good condition. Schlagwörter: Antike, Archaeology, Archäologie, Babylon, Irak |
1.000,-- | ![]() |
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| Rich, Claudius James. Narrative of a journey to the site of Babylon in 1811. Memoir on the ruins … Remarks on the topography of ancient Babylon, in reference to the memoir: Second memoir of the ruins; in reference to Rennell’s remarks. With narrative of a journey to Persepolis: now first printed, with hitherto unpubl. cuneiform inscriptions copied at Persepolis. Edited by his widow. London, Duncan & Malcolm 1839. 8°. XLII, 324 p. with an engraved frontispiece, 1 woodcut illustration and 26 engraved plates, some of which are folded. Modern leather binding with a gold-embossed title on the spine.
DNB XLVIII, 114 ff. Lowndes IV, 2084. – First complete edition of Rich’s archaeological investigations on the ruins of Babylon. – Claudius James Rich (1787-1821) „passed his childhood at Bristol. As early as the age of nine his curiosity was aroused by some Arabic manuscripts, and he applied himself with eagerness to various oriental languages. In 1803, by the influence of friends, he was appointed a cadet in the East India Company’s service. … After several journeys into the interior of Asia Minor he was appointed assistant to Colonel Missett, the new consul-general in Egypt, and in this post perfected himself in Arabic, and amused himself by acquiring the skill in horsemanship and the use of the lance and scimitar in which the Mamlûks were past masters. From Egypt he travelled in Mamlûk disguise over a great part of Syria and Palestine, visited Damascus in the pilgrimage time, and even ventured to enter the great mosque, undetected. … For six years he lived at Baghdad, collecting materials in his leisure time for a history and statistical account of the Pashalik. Some of his researches may be traced in papers contributed to the ‘Mines d’Orient’, at Vienna. An excursion to Babylon in 1811 bore fruit in the ‘Memoir on the Ruins of Babylon,’ originally contributed to the ‘Mines d’Orient,’ but reprinted at London in 1815 (3rd edit. 1818), and amplified, after a second visit to the site, in the ‘Second Memoir on Babylon’ (London, 1818). In 1813 ill-health compelled Rich and his wife to go for change of air to Constantinople, where he stayed with Sir Robert Liston [q. v.], the ambassador, and in 1814 he prolonged his journey through the Balkan provinces to Vienna, and thence to Paris, then in the hands of the allies. Upon his return through Asia Minor and Mesopotamia to Baghdad, he resumed his studies and collections, made his second visit to Babylon, and in 1820, being again in bad health, travelled in Kurdistan“ (S. Lane-Poole in DNB). – Slightly browned throughout and with faint brown spots in places; a very fine copy. Schlagwörter: Archaeology, Archäologie, Babylon, Irak |
750,-- | ![]() |
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| Haensel, Carl. Über den Irrtum. Eine Kritik unserer Anschauungen. Berlin, S. Fischer 1941. 8°. 249, (3) S. Orig.-Pappband.
Baden-Württembergische Biographien VI, 160 ff. – Erste Ausgabe des philosophischen Großessays. Der Jurist, Bergsteiger und Schriftsteller (1889-1968) wurde bekannt durch seinen „Tatsachenroman“ „Der Kampf ums Matterhorn“ (1929), der zweimal mit Luis Trenker in der Hauptrolle verfilmt wurde. – Sehr gutes Exemplar. |
30,-- | ![]() |
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| (Casetti, Walter und Walther Wäldele, Hrsg.). Die Albtalbahn. Denkschrift der Stadt Karlsruhe zur Verbesserung der Verkehrsbedienung ihrer südlichen Stadtteile und des Albtales durch Umgestaltung der Bahn. Karlsruhe, Stadt-Karlsruhe o. J. (1955). 4° (30 x 21,5 cm.). Hektographiertes Typoskript, Titel, 28 S., [1] Bl., 12 teils gefaltete Tafeln, [29] Bl. (Anlagen). Orig.-Halbleineneinband.
Die Denkschrift der Stadt Karlsruhe von 1955 zur Albtalbahn war der historische Wendepunkt zur Rettung und Modernisierung der Bahnstrecke und legte den Grundstein für das weltweit bekannte Karlsruher Modell. Sie verglich alle machbaren Varianten, um den desolaten Zustand der damaligen Schmalspurbahn zu beheben und die südlichen Stadtteile sowie das Albtal verkehrstechnisch neu zu erschließen. Auf Basis der Denkschrift wurde am 2. März 1957 der Vertrag zur Gründung der Albtalbahn-Verkehrsgesellschaft (AVG). – Walter Casetti war Mitte der 1950er-Jahre Direktor der Verkehrsbetriebe Karlsruhe. „Das von ihm geleitete Straßenbahnamt (die damaligen städtischen Verkehrsbetriebe) war direkt für die technische Ausarbeitung der 1955er-Denkschrift zuständig. Casetti und seine Ingenieure entwarfen das wegweisende Konzept, die Albtalbahn zu verstaatlichen, auf Normalspur umzubauen und direkt an das Karlsruher Straßenbahnnetz anzuschließen“ (Stadtlexikon Karlsruhe). – Walther Wäldele (1921-2003) war als Leiter des städtischen Bauressorts ab Mitte der 1950er-Jahre für die übergeordneten planerischen und baurechtlichen Rahmenbedingungen der städtischen Infrastruktur zuständig und 1966 bis 1983 Erster Bürgermeister von Karlsruhe. – Tadellos. Schlagwörter: Albtalbahn, Baden-Württemberg, Badenia, Eisenbahn, Karlsruhe |
140,-- | ![]() |
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| Neujahrsblätter – Sammelband mit 52 Neujahrsblättern. Der Tugend und Wissenschaft liebenden Jugend gewidmet von der Stadt-Bibliothek in Zürich. 52 Hefte in 1 Band. Zürich Stadtbibliothek 1756-1841. Gr.-8° (22 x 18 cm.). Mit 52 gestochenen Tafeln. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und Romantikervergoldung.
Rohr, Neujahrsblätter S. 7 ff. Slg. Hürlimann 244 (Jahrgänge 1759-99). – Umfangreiche Sammlung der seltenen Jahresgaben für Jugendliche. Enthält die Blätter für die Jahre 1759, 1762, 1763, 1765, 1772-1775, 1797-1841. – Die Jahrgänge 1759 und 1762 mit Radierungen von Salomon Gessner zu Texten von J. R. Werdmüller und F. W. Zachariä; die Jahrgänge 1765 bis 1775 mit Kupfern von Joh. Balthasar Bullinger zu Texten von Salomon Hirzel (meist Darstellungen aus der Schweizer Geschichte); Die Jahrgänge 1797 bis 1800 mit Radierungen von J. U. Schellenberg nach Martin Usteri und Texten von J. H. Füssli; Die Jahrgänge 1801 bis 1815 mit Kupfern von H. Lips nach M. Usteri zu Texten von Salomon Hirzel; ab 1816 wechseln historische Begebenheiten mit Biographien (mit Porträts), die Kupfer und Radierungen stammen von M. Usteri, M. Esslinger, Franz Hegi, C.F. Irminger, H. Meyer und R. Denzler; Jahrgang 1831 mit lithogr. Porträt der Lady Jane Gray von J. Brodtmann nach Hans Holbein. – „Der einzigartige Brauch der Publikation von Neujahrsblättern für die Jugend Zürichs, viel später von verschiedenen anderen schweizerischen und einigen deutschen Orten übernommen, reicht in der Entstehungszeit bis zur Mitte des 17. Jh. zurück… Es war damals Sitte, dass die Kinder von Mitgliedern kultureller Gesellschaften und Institutionen am Berchtoldstag einen Geldbetrag zum Beheizen der gesellschaftseigenen Trinkstuben überbrachten… Bei dieser Gelegenheit wurden die Kinder mit Kuchen oder dem klassischen Gebäck der Zürcher, den „Tirggeli“ und mit Veltlinerwein bewirtet. Die Bewirtung wurde später von der Bürgerbibliothek durch die Uebergabe eines Neujahrsblattes ersetzt und damit die Einrichtung der Neujahrsblätter begründet… Die illustrierten Blätter in dieser bilderarmen Zeit müssen die Jugendlichen von damals stark beeindruckt und erfreut haben. Sie gehören in Bezug auf die allgemeine Kinderliteratur zu den frühesten Kinder-Periodica“ (H. Rohr in Zürcher Neujahrsblätter. Beschreibendes Verzeichnis. Zürich 1971). – Rücken und Gelenke etwas berieben, sehr gut erhaltene Sammlung in einem dekorativen zeitgenössischen Einband. Schlagwörter: Helvetica, Neujahrsblätter, Schweizer Kinderbücher, Switzerland |
650,-- | ![]() |
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| Geist, Rudolf (Johann). Der anonyme Krieg. Heilbronn a. N., Leipzig, Prag u. a. Verlag Internationale Buchpresse (1928). 8°. [4] Bl., 427, (1) S., [2] Bl. Orig.-Leinenband.
Erste Ausgabe des expressionistischen Antikriegsromans des Wiener Schriftstellers Rudolf Geist (1900-1957). – „Schon seit frühester Kindheit, nachdem er sich autodidaktisch das Lesen und Schreiben beigebracht hatte, verfasste er Gedichte und kurze Texte. Nach seiner Lehre zum Bäcker und dem Fronteinzug im 1. WK, der ihn bis zum Lebensende zu einem überzeugten Pazifisten machte, lebte er einige Jahre im Untergrund in Wien. 1922 beschloss er freier Schriftsteller zu werden, zwischen 1926 und 1938 arbeitete er in Deutschland und Wien als Lektor bei Verlagen, gründete Zeitschriften, literarische Vereine und Lesekreise und publizierte seine literarischen Werke. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurden seine Bücher verboten und teilweise verbrannt. 1938 wurde er wegen „Kommunistischer Mundpropaganda“ verhaftet und wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zu 15 Monaten Gefängnis verurteilt. Nach dem Krieg widmete sich Rudolf Geist aktiv dem Wiederaufbau, legte Romane, Gedichte, Theaterstücke, Filmbücher wie auch politische, philosophische und literarische Essays und Arbeiten vor. In seinem Verlag publizierte er u.a. zwei Werke des amerikanischen Autors Upton Sinclair“ (Österreichische Nationalbibliothek). – Einband leicht braunfleckig und etwas berieben, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Pazifismus, Weltkrieg <1914-1918>, Weltkrieg I |
100,-- | ![]() |
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| Grundmayr, Franz. Lexikon der Römischkatholischen Kirchengebräuche. Augsburg, Johann Baptist Merz 1801. [2] Bl., 321 S. Interims-Pappband der Zeit.
ADB X, 35 f. – Erste Ausgabe. – F. Grundmayr (1750-1823) „wirkte mit großem Eifer den Grundsätzen der Encyklopädisten entgegen, die auch in Bayern vielfach Eingang gefunden hatten. Im J. 1811 wurde er auf Betreiben des französischen Gesandten zu München verhaftet und nach der Festung Oberhaus nächst Passau verbracht, weil er sich als den Verfasser gewisser durch den Druck verbreiteter Gebete bekannte, in denen man eine Kritik der Willkürherrschaft Napoleons zu entdecken glaubte. Es ist wol anzunehmen, daß ihn nur der bald eingetretene Umschwung der Zeitverhältnisse vor einem schlimmeren Loose bewahrte. Als mit dem J. 1813 Napoleon’s Einfluß auf Baiern gebrochen war, scheint man des Gefangenen auf Oberhaus vergessen zu haben; erst drei Jahre später, 1816, wurde er aus seiner Haft entlassen“ (G. Westermayer in ADB). – Einband etwas angestaubt und fleckig, Stempel auf dem Titelblatt, stellenweise etwas braunfleckig, gutes Exemplar. Schlagwörter: Katholische Kirche, Lexica, Liturgie, Liturgiegeschichte |
50,-- | ![]() |
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| W(orthington), T(homas), (Editor). Rosarivm siue psalterivm (Rosarium sive psalterium) beatae virginis Mariae. Cum alijs piis exercitijs, ut in Præfatione notatur a T. W. A. editum. Antverpiae (Antwerpen), Johannes Keerberg 1602. 12° (14,5 x 8,5 cm.). [12] Bl., 215 S. mit gestoch. illustr. Titel, 18 Kupfertafeln und 3 gestoch. Vignetten von Jan Collaert nach Marten de Vos. Pergamentband der Zeit.
Graesse VI, 327. – Zweite Ausgabe des zuerst 1600 bei Keerberg erschienenen Rosenkranz-Psalters. Mit den schönen Kupferstichen von Jan Collaer (II, 1561 oder 1566-1627 oder 1628) nach Zeichnungen des flämischen Altmeisters Marten de Vos (auch Maerten de Vos, 1532-1603). Andere Ausgaben enthalten bis zu 35 Kupferstiche; die vorliegende Ausgabe ist jedoch mit den 18 Tafeln und 3 Vignetten vollständig, die alle rückseitig auf Textseiten gedruckt sind. – Der Herausgeber T. Worthington (1549-1627) „wurde nach dem Tod von Dr. Richard Barrett (30. Mai 1599) am 28. Juni vom Kardinalprotektor zum Präsidenten des Douai College ernannt, hauptsächlich durch den Einfluss von Robert Persons, nachdem der Kandidat des Weltklerus abgelehnt worden war. Die ihm übertragene Aufgabe war schwierig, und er scheint nicht die nötige Charakterstärke besessen zu haben. Seit der Rückkehr des Colleges aus Reims im Jahr 1593 hatten sich dessen Schwierigkeiten stetig verschärft, was sich negativ auf die Disziplin auswirkte. Bereits 1596 hatte Worthington selbst eine Denkschrift an den Kardinalprotektor zum Zustand des Römischen Kollegs gerichtet, in der er auf den Niedergang von Douai hinwies, den er den Neuerungen von Dr. Barrett zuschrieb. Seine Präsidentschaft begann daher mit einer päpstlichen Visitation des Kollegs, in deren Folge in Rom neue Statuten ausgearbeitet wurden. Es wurde festgelegt, dass nicht mehr als sechzig Personen von der Stiftung unterstützt werden sollten, dass kein Student zugelassen werden sollte, der nicht für den Rhetorikunterricht geeignet war, und dass alle Studenten verpflichtet waren, zu gegebener Zeit einen Eid auf den Empfang der Priesterweihe abzulegen“ (Wikipedia). – Einband etwas fleckig, sehr gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Barockliteratur, Baroque, Emblemata, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Theologie |
600,-- | ![]() |
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| Noldus, Cecile (geb. 1961 in Breda). (Orchester der Dinge). Folge mit 6 C-Prints auf Fujicolor Crystal Archive Paper, alle verso mit Goldstift signiert. (Hamburg, Griffelkunst-Vereinigung 1998). 40 x 30 cm.
Griffelkunst, Verzeichnis der Editionen 292 C1-C6. – „Welcome to my Universe of Living Things! I am Cecile Noldus, and people call me animator, visual artist, animation filmer, workshop facilitator, event enricher, or simply artist. I am the creator of stories in which things come to life, read more tagging on to my childhood devotions, when I would roam the forests near my home in Brabant, in the Netherlands. To me, plants, stones, and insects all have animistic souls. They tell me stories. They always have. For as long as I can remember I have been trying to connect with these creatures by shaping them out of trash and objects to then animate them, giving them a soul. Recalling the mystic forests of my childhood, I draw, paint or create secret gardens out of various materials, mainly mixed textiles because of its softness and flexibility. I extended my world by sewing dadaistic costumes that can be worn by me or by the audience for performances or animation films. They seem inspired by my hometown hero Hieronymus Bosch; they are manic, colourful, mysterious and brave“ (Cacile Noldus 2024). – Ohne die illustr. Mappe mit dem Titel. Schlagwörter: Original-Photographie, Signierte Photographie |
240,-- | ![]() |
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| Mark, Mary Ellen. Ward 81. Photographs. Text by Karen Folger Jacobs. With an introduction by Milos Forman. Designed by Arne Lewis. New York, Simon and Schuster (1979). Quer-8° (20 x 28 cm.).. 96 p. with 82 duotone plates. Illustrated original cardboard softcover.
Koetzle, Fotografen A-Z 253. Lederman/Yatskevitch, What they saw 255. – First edition. – „In February 1975, photographer Mary Elen Mark and writer and social scientist Karen Folger Jacobs were given permission to live on Ward 81, the women’s security ward of the Oregon State Hospital. During their thirty-sixday stay, Mark photographed, and Jacobs interviewed the ward’s residents, women deemed highly disturbed and a danger to themselves and others. Purposely choosing not to review case files before their visit, Jacobs and Mark interacted with the patients in their daily routines. They were less interested in documenting their mental illness than learning about the women themselves. The resulting book, Ward 81, portrays the women, their mental illness’ contradictions and the institutional response to their treatment and care. Mark first learned of the Oregon State Hospital and the women in Ward 81 in 1974 when she was sent to photograph the cast on the set of One Flew Over the Cuckoo’s Nest, Milos Forman’s 1975 film based on Ken Kesey’s novel about patients in a psychiatric hospital. She vowed to return, and after a year-long request process, she and Jacobs installed themse Ives in the ward. The impact of their time on the ward was significant, with Jacobs stating in the book’s epilogue, „We felt the degeneration of our own bodies and the erosion of our self-confidence. We were horrified at the thought of what we might become after a year or two of confinement and therapy on Ward 81.“ The book contains eighty-two black-and white photographs, with an essay by Jacobs serving as an introduction to the visual flow. In it, she notes that women captured in Mark’s photographs could be in almost any institutional setting, but closer examination reveals their scars and signs of physical abuse, often self-inflicted“ (C. M. Riley in Lederman/Yatskevitch). – A very fine copy. Schlagwörter: Portrait photography, Portraitphotographie, Porträtfotografie, Porträtphotographie |
240,-- | ![]() |
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| Lexica – Jablonski, Johann Theodor. Allgemeines Lexicon der Künste und Wissenschaften, oder deutliche Beschreibung des Reiches der Natur, der Himmel und himmlichen Körper, der Luft, der Erde, nebst den bekannten Gewächsen, der Thiere, Steine und Erzte, des Meeres und der darinnen lebenden Geschöpfe; Ingleichen aller menschlichen Handlungen, Staats- Rechts- Kriegs- Polizey- Haushaltungs- und gelehrten Geschäffte, Handthierungen und Gewerbe, sammt einer Erklärung der dabey vorkommenden Kunst-Wörter und Redens-Arten. Neue, um die Hälfte vermehrte, und durchgehends verbesserte Auflage. 2 Teile in 1 Band. Königsberg und Leipzig, Johann Heinrich Hartung 1748. 4° (24,5 x 21 cm.). [3] Bl., 1456 S,, [21] (statt 22) Bl. mit Titelblatt in Rot und Schwarz mit gestoch. Titelvignette, 3 (2 ganzs.) Kupferstiche und ca. 140 meist schematischen Holzschnitten im Text. Halblederband der Zeit.
Slg. Seemann 336. Zischka S. 5: „Das erste allgemeine Lexikon… Vorläufer der Konversationslexika“. – Die vorliegende zweite Ausgabe mit mehr als dem doppelten Umfang, gegenüber der ersten Auflage von 1721. – „Zahlrreiche Quer- und Literaturverweise machen das Werk auch heute zu einer wertvollen Quelle für Themen dieser Zeit. Zwei Register am Schluß (lateinisch und französisch mit deutscher Übersetzung) erleichtern die Handhabung und erhöhen den Gebrauchswert beträchtlich“ (M. Peche). – Einband etwas berieben, die Deckel stärker, Innengelenke vor den Titelbl. angeplatzt, Titelblatt stärker fleckig, das letzte Registerblatt (P-Z) fehlt, stellenweise etwas braunfleckig, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Lexica |
450,-- | ![]() |
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| Hartig, Georg Ludwig. Lexicon für Jäger und Jagdfreunde. Oder waidmännisches Conversations-Lexikon. Nebst 21 Zeichnungen. 2. Ausgabe. Berlin, Nicolai 1852. 8°. IV, 600 S., [1] Bl. mit 2 lithogr. Tafeln. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rückentitel, Rückenvergoldung und goldgepr. Deckel-Illustration.
ADB X, 659 ff. Lindner 11.0859.03. – Zuerst 1836 erschienenes Jagdlexikon, zusammengestellt von Georg Ludwig Hartig (1764-1837), „einer der bedeutendsten Koryphäen der Forstwissenschaft“ (ADB). – Die hier vorliegende zweite Ausgabe wurde von seinem Sohn Theodor Hartig (1805-1880) herausgegeben. – Name auf dem Titelblatt, stellenweise etwas braunfleckig, gutes Exemplar im dekorativen Verlagseinband. Schlagwörter: Jagd, Jäger, Lexica |
160,-- | ![]() |
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| Dombrowski, Ernst von. Die Birsch auf Rot-, Dam-, Reh-, Schwarz- und Gamswild. Neudamm, J. Neumann 1903. 8°. 227, (1) S., [8] Bl. mit 8 Tafeln und Buchschmuck nach Zeichnungen und Gemälden des Verfassers. Weinroter Lederband mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel und gepr. Deckelbild.
Nicht bei Mantel. – Erste Ausgabe. – Ernst v. Dombrowski (1862-1917) war seit 1887 Chefredakteur des „Weidmann“ und seit 1891 Hofjägermeister des Fürsten Reuß. – Schönes Exemplar in einem dekorativen Handeinband und Verwendung der Orig.-Deckelvignette. |
120,-- | ![]() |
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| Tschudi, Friedrich v. Das Tierleben der Alpenwelt. Naturansichten und Tierzeichnungen aus dem schweizerischen Gebirge. Illustriert von E. Rittmeyer und W. Georgy. 11., durchgesehene Auflage, herausgegeben von C. Keller. Lpz., Weber 1890. XVII, (1), 582 S. mit Porträt und zahlr. Tafeln nach Holzstichen. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel und goldgepr. Deckel-Illustration.
Vorderes Gelenk am Kapital geringfügig beschädigt, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Alpen, Alpenpflanzen, Alpenvorland, Zoologie |
40,-- | ![]() |
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| Bernhard, Thomas und Klaus Zylla. Die Irren – Die Häftlinge. Gedichte. Klaus Zylla, Zeichnungen. Berlin, Edition der Galerie auf Zeit (1994, Übermalung 2001). Imperial-Quer-Folio (78 x 52,5 cm.). 29 (6 farbigen handübermalten) signierten Siebdrucken. Orig.-Halbleinen-Flügelmappe mit handschr. Deckeltitel.
Eines von 80 Exemplaren; im Impressum von Klaus Zylla signiert, datiert und nummeriert. – „Klaus Zylla begann unter Pseudonym „Bazillus“ mit dem Druck sogenannter Samisdat-Künstlerbücher in eigener Werkstatt in Berlin-Friedrichshain. Diese entstanden, teilweise in Zusammenarbeit, mit Texten u.A. von Georg-Büchner-Preiträgern Marcel Beyer, Durs Grünbein, Oskar Pastior, Thomas Bernhard, Wolfgang Hilbig, und Heiner Müller. Seit dieser Zeit sind insgesamt über 100 verschiedene Künstlerbücher in Auflage unter 103 Stück, in verschiedenen Druckverfahren oder als gemalte Unikatbücher enstanden“ (zyllas(dot)com). – „… die Künstlerbücher, führen einen Dialog zwischen Gezeichnetem und Geschriebenem. In der Tradition der Grafik-Lyrik-Unikate stehend, vergegenwärtigen sie ein letztes Stück Kunst als Haltung, so wie es zu DDR-Zeiten subkulturell authentisch war. In den achtziger Jahren stand eine ganze Generation junger ostdeutscher Dichter am Rande des offiziellen Literaturbetriebs, nur weil sie furchtlos versuchten, „das Unausgesprochene sprechbar zu machen“, wie Stefan Döring sagt, einer der Vertreter dieser Strömung. Weil die Staatsverlage sie ausgrenzten, schufen sich die jungen Worterneuerer ihr eigenes kommunikatives System. Im Hinblick auf die staatliche Macht war dies die Position des Außerhalb, nicht jene des Dafür oder des Dagegen, die die Abweichung in Gang setzte“ (Christoph Tannert, Katalog Klaus Zylla, Dresdner Bank, Frankfurt am Main, 1992). – Mit Ausstellungs-Plakat (70 x 50 cm.) und Orig.-Farbphotographie „Klaus Zylla und der Schauspieler Otto Sander zur Buchpremiere von „Die Irren – Die Häftlinge“ im Dezember 1994 in der Galerie auf Zeit Berlin-Mitte“ von Thomas Günther (45 x 30 cm.). Schlagwörter: Artist’s Book, Artists’ books, Künstlerbuch, Nummerierte Bücher, Unikat |
1.400,-- | ![]() |
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| Pizzighelli, G(uiseppe und Arthur Baron v. Hübl). Handbuch der Photographie für Amateure und Touristen. I. Die photographischen Apparate. II. Die photographischen Prozesse. III. Die Anwendungen der Photographie. 2. Auflage. 3 Bände. Halle, Wilhelm Knapp 1891-1892. Gr.-8°. XII, 485 S.; XII, 539 S.; X, 496, 9, 28 S., 4 Bl., 15, 7, 15 S. mit 1036 Abb. im Text und auf teils gefalt. Tafeln. Weinrote Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückentiteln und dezenter Rückenvergoldung.
Heidtmann 3582. – „Mit seiner außerordentlich fein differenzierten Halbtonskala lieferte der Platindruck, nach der Kalotypie die schönsten Abzüge. Sein silbergrauer Ton war vor allem bei Photographen beliebt, die ein mehr als durchschnittliches ästhetisches Empfinden besaßen. Zwei österreichische Offiziere, Hauptmann Giuseppe Pizzighelli und Arthur Baron von Hübl, modifizierten das Verfahren dahin, daß das Bild nicht mehr entwickelt, sondern ganz auskopiert wurde. Mit ihrem Handbuch (1882), das auch in englischen und französischen Übersetzungen erschien, trugen sie entschieden zur Popularität des Platindrucks bei. Aufgrund der ständig steigenden Preise des Edelmetalls (die Unze Platin kostete 1878 noch fünfundzwanzig Shilling, 1891 aber schon sechzig Shilling, zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch mehr) mußte das Verfahren jedoch eingestellt werden“ (H. Gernsheim, Geschichte der Photographie, S. 416). – Exemplar des vollständig seltenen Werks. Schlagwörter: Fototechnik, Photographic equipment, Photographic technology, Technik |
380,-- | ![]() |
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| Optatus Milevitanus. Sancti Optati Afri Milevitani Episcopi, De Schismate Donatistarum libri septem ad manuscritos codices et veteres editiones collati, et innumeris in locis emendati. Lutetiae Parisiorum (Paris), Andreas Pralard 1700. Folio (40 x 25,5 cm.). [11] Bl., CIV, 601 (recte 597), (1) S. mit Titelblatt in Rot und Schwarz mit gestoch. Titelvignette und 1 mehrfach gefalteten gestoch. Karte von Nord-Afrika. Halbleinerband um 1900.
BBKL, V, 1226 ff. Brunet IV, 196 f. Ebert 15164. Graesse, V, 30. Wetzer-Welte IX, 932. – „Bonne édition où l’on trouve à la suite du texte les notes de tous les éditeurs d’Optat“ (Brunet). – „Neue und gute Rec. nach 5 Mss., mit den Noten aller früheren Herausgg., welche in dieser Ausg. nach dem Texte folgen“ (Ebert). – „Optatus, Bischof von Mileve in Numidien, verfaßte um 370 ein gegen den Donatismus gerichtetes Werk… Die angehängte Urkundensammlung aus den Jahren 330-347 ist ebenfalls für die Geschichte jener Häresie wichtig“ (Tusculum Lexikon). – Einband angestaubt, Exlibris einer New Yorker Bibliothek auf dem Innendeckel, die Karte in einem Falz etwas eingerissen, stellenweise etwas braunfleckig, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Kirchenväter, Theologie |
200,-- | ![]() |
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| Schultze-Naumburg, Paul. Kulturarbeiten. Band IV: Staedtebau. Herausgegeben vom Kunstwart. München, Georg D. W. Callwey o. J. (1912). 8°. VII, 443, (1) S., [2] Bl. mit 288 Abbildungen. Orig.-Leinenband.
Erste Ausgabe. – „Mit der Publikation der Kulturarbeiten verfolgte Paul Schultze-Naumburg (1869-1949) das Ziel „der entsetzlichen Verheerung unseres Landes auf allen Gebieten sichtbarer Kultur entgegenzuarbeiten“ nach Verrohung der Lebensweise und „Verfalls der Baukunst“ durch die fortschreitende Industrialisierung und äußerte Kritik an der „kranken Großstadt“. Des Weiteren will er „durch Anschauung eine Reihe von Fragen vor denen erörtern, die heute Städte anlegen lassen: Laien“ (Schultze-Naumburg 1906: VI). Die besondere Art der Argumentation durch Bebilderung mit Beispiel und Gegenbeispiel wenden wir dabei wie der Autor selbst auf die Straßenzüge und Plätze Weimars an“ (Bauhaus-Universität Weimar). – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Städtebau |
50,-- | ![]() |
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| Hauber, Georg. Das Gamswild. München, Piloty & Loehle 1924. 4° (25 x 8 cm.). 122 S. mit zahlr. Abbildungen und 7 Tafeln. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband.
Erste Ausgabe. – Wichtiges historisches Referenzwerk zur Ökologie, Geschichte und Jagd des Gamswildes im Alpenraum. Mit wertvollen historischen Aufzeichnungen über frühe Wildseuchen und die Gamsräude im Berchtesgadener Land im 18. und 19. Jahrhundert. – Schönes zeitgenöss. Exlibris, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Alpen, Gams-Jagd, Zoologie |
50,-- | ![]() |
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| Tschudi, Friedrich v. Das Thierleben der Alpenwelt. Naturansichten und Tierzeichnungen aus dem schweizerischen Gebirge. Illustriert von E. Rittmeyer und W. Georgy. 6, verbesserte Auflage. Leipzig, J. J. Weber 1861. Gr.-8°. XV, (1), 571, (1) S. mit Portrait, Frontispiz und 24 getönten Holzstich-Tafeln. Blindgepr. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rückentitel und goldgepr. Deckel-Illustration.
ADB XXXVIII, 744 ff. Mantel II, 490. Nissen, ZBI 4178. Souhart 468. – Erschien zuerst 1853. – „Die reifste und schönste Frucht dieser schriftstellerischen Thätigkeit war aber das in seiner Art classische Werk: „Das Thierleben der Alpenwelt“, welches im J. 1853 in erster Auflage erschien und den Namen seines Verfassers in kurzer Zeit über die ganze gebildete Welt trug“ (H. Wartmann in ADB). – Der Schweizer Politiker, Theologe und Naturforscher F. v. Tschudi (2820-1886) hat auch einen erfolgreichen Reiseführer (Der Schweizerführer, St. Gallen 1855) und Werke zur Land- und Alpenwirtschaft veröffentlicht. – Stellenweise etwas braunfleckig, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Alpen, Alpenpflanzen, Alpenvorland, Jagd, Zoologie |
70,-- | ![]() |
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| (Iselin, Isaak). Träume eines Menschenfreundes. Erster (und) zweyter Theil 2 Bände. Karlsruhe, Christian Gottlieb Schmieder 1784. 8°. XVI, 288 S.; [2] Bl., 369 S. mit 1 gefalt. Tabelle in Band I. Kalbslederbände der Zeit mit jeweils 2 goldgepr. Rückenschildern und reicher floraler Rückenvergoldung. (Sammlung der besten deutschen prosaischen Schriftsteller und Dichter, 140. und 141. Theil).
Goed. IV, 1, 478, 14. Goldsmith 11382. Humpert 12691. NDB X, 188 f. Palgrave II, 459. VD18 80203159 und 80203167. – Zweite Ausgabe der zuerst 1776 unter diesem Titel erschienenen neuen Ausgabe des 1772 veröffentlichten Werks „Versuch über die gesellige Ordnung“, einer „sozialphilosophisch-ökonomischen Untersuchung über die alles entscheidende Frage des Menschen: die nach seiner Glückseligkeit.“ – Der Schweizer Geschichtsphilosoph und sozialpolitischer Publizist Isaak Iselin (1728-1782) „gehört zu den ersten Theoretikern der Ethnologie – wird die Geschichte als fortschreitende Entwicklung des Menschen zur Humanität dargestellt. Mit Voltaire (1765) und Ferguson (1766) begründet I. damit die geschichtsphilosophische Sicht der späteren Aufklärung. Er galt von nun an als einer der führenden Publizisten im deutschen Sprachbereich. … Zu Beginn der 70er Jahre hatte er im Agroliberalismus der franz. Physiokraten die Bestätigung eigener ökonomischer Überzeugungen gewonnen. Er hoffte, mit dem „Versuch über die gesellige Ordnung“ (1772) diese Lehre im deutschen Sprachraum bekannt machen zu können. Darum zog er auch J. A. Schlettwein 1776/77 nach Basel. Mit Dupont und Le Trosne stand er in persönlicher Verbindung. Um die physiokratischen Ideen und weitere pädagogische, religiöse und sozialpolitische Reformen in ein breiteres Publikum zu tragen, gab er in Anlehnung an das Modell der physiokratischen „Ephémérides du citoyen“ die „Ephemeriden der Menschheit“ (1776-78, 1780-82, weitergef. v. W. G. Becker bis 1786) heraus, welche bald zu den führenden deuschsprachigen Zeitschriften gehörten. Eine Zusammenfassung und Neubearbeitung seiner wichtigsten Publikationen bilden die „Träume eines Menschenfreundes“ (1776, ²1784). Auch wenn I. noch das Scheitern der physiokratischen und der philanthropinischen Bewegungen miterleben mußte, blieben doch seine freiheitlichen Konzeptionen nicht ohne Wirkung auf die vorrevolutionäre Epoche“ (U. Im Hof in NDB). – Monogrammstempel auf dem Titelblatt, stellenweise etwas braunfleckig, schönes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Philosophie, Philosophy, Physiocracy, Physiokratie, Staatsphilosophie, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften |
650,-- | ![]() |
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| Adenauer, Konrad. Erinnerungen 1945-1963. 4 Bände. Stuttgart, Deutsche Verlagsanstalt (1965-1968). Gr.-8°. Mit zahlr. Abbildungen auf Tafeln. Orig.-Lederbände mit goldgepr. Rückentiteln und Deckelsignaturen
Erste Ausgaben. – Gutes Exemplar der schönen Ganzlederausgaben. Schlagwörter: Adenauer, Konrad, Autobiographie, Biographie, Bundeskanzler (BRD) |
120,-- | ![]() |
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| Droste-Hülshoff, Annette v. Sämtliche Werke. (Band) 1 (von 2). (Nach dem Text der Originaldrucke und der Handschriften herausgegeben von Günther Weydt und Winfried Woesler). München, Winkler (1973). 8°. 903, (1) S. Dunkelgrüner Orig.-Lederband mit goldgepr. Rückentitel, Linienvergoldung und Kopfgoldschnitt.
Sehr gutes Exemplar der schönen Ganzlederausgabe. Schlagwörter: Gesamtausgaben |
40,-- | ![]() |
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| Eupel, J(ohann) Chr(istian). Vollständiges und unentbehrliches Allgemeines Kochbuch für alle deutsche Hausmütter, Haushälterinnen, … Welches deutlich und gründlich lehrt, alle Arten Speisen zu fertigen, … Erster (und) zweiter Theil. 2., vermehrte und wohlfeilere Ausgabe und 1. Ausgabe (Band II). 2 Bände. Gotha und Erfurt, Henning 1826 und 1822. 8°. XVI, 232 S., [8] Bl.; XIV, 232 S. Moderner marmorierter Pappband mit goldgepr. Rückenschild und Pappband der Zeit.
Weiss 986. – Vollständig sehr seltenes Kochbuch des sächsischen Hof-Konditors J. C. Eupel. Erschien auch unter dem Titel „Das grosse Thüringisch-Erfurtische Kochbuch“. Der zweite Teil enthält ausschließlich Rezepte für Backwaren, Desserts, Getränke und Essige. Die Eupel bereits ein Jahr vorher in seinem mehrfach aufgelegten Kondorei-Buch „Der vollkommene Conditor…“ (Sonderhausen 1821) veröffentlicht hat. – Einband von Band I fachgerecht erneuert und stellenweise teils stärker braunfleckig; Einband von Band II berieben und bestoßen, durchgehend teils stärker fleckig, einige Blätter oben eselsohrig und die letzten Seiten mir mehreren alten Monogramm-Stempeln, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Backen, Bäckerei / Konditorei, Backrezepte, Kochbücher |
350,-- | ![]() |
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| Murer, Jacob. Jacob Murers Weissenauer Chronik des Bauernkrieges von 1525. (ZA Ms 54 Fürstlich Waldburg-Zeil’sches Gesamtarchiv Leutkirch). Herausgegeben von Günther Franz unter Mitarbeit von Werner Fleischhauer. Faksimile. 2 Bände (Faksimile und Kommentar). Sigmaringen, Jan Thorbecke (1977). Gr.-4° (33 x 24 cm.). [25] Bl. mit 11 doppelblattgr. Federzeichnungen (farbiges Voll-Faksimle); 63 S. mit 4 Tafeln und 2 Karten. Farbig illustr. Orig.-Halbpergamentband und Orig.-Pappband in Schuber.
Eines von 1000 num. Exemplaren. – Die Weißenauer Chronik verfasst von Jacob Murer (1468-1533), dem damaligen Abt des Prämonstratenserklosters Weißenau bei Ravensburg. Das Werk schildert die dramatischen Aufstände in Oberschwaben aus der Perspektive der betroffenen Klosterobrigkeit und gilt wegen seiner visuellen Darstellung als einzigartiges Zeugnis dieser Epoche. – „Bei der bildlichen Darstellung gibt es einige Besonderheiten: Die Chronik spiegelt eine reine Männerwelt wider – Frauen und Kinder kommen in ihr nicht vor. Dies ist – neben der starken Beschränkung auf die Geschehnisse in der Umgebung des Klosters – eine Auswahl, die der Chronist getroffen hat. Auch die geografischen Gegebenheiten wurden so angepasst, dass sie dramatisch in Szene gesetzt werden konnten. Damit wurden zusammenhängende Ereignisse, die eigentlich räumlich voneinander getrennt waren, trotzdem auf einem Papierbogen dargestellt“ (J. Gießler, Landesarchiv Baden Württemberg). – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Bauernkrieg, Faksimile, Nummerierte Bücher |
250,-- | ![]() |
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| Hofbauer, Ludwig. Der Pestkrieg. Ein Zukunftsroman. Regensburg, Ludwig Rath 1927. 8°. 350 S., [1] Bl. Orig.-Leinenband.
Bloch 2/1502. – Erste Ausgabe. – Von L. Hofbauer auf dem Vortitel signiert „L. Hofbauer, Schwandorf i. Bayern“. -Science-Fiction- und Katastrophenroman; Eine geheime asiatische und amerikanische Organisation versucht, mithilfe von künstlich gezüchteten Pestkulturen die Weltherrschaft zu erringen. Bevor die Seuche eingedämmt werden kann, fallen Hunderttausende Menschen dem biologischen Krieg zum Opfer. Am Ende steht der utopische beziehungsweise dystopische Neuanfang einer vermeintlich gestärkten Gesellschaft. – Der Roman gilt in der Karl-May-Forschung als vermeintliche Quelle für die reale Existenz Winnetous; Ludwig Hofbauer schreibt S. 82, Winnetou sei keine reine Phantasiegestalt, sondern eine historisch reale Person gewesen: „Mein Großvater hatte als Häuptling der Apachen in den Bergen des Westens einen guten Namen. Sie haben von Winnetou, dem großen Häuptling, gehört. Ein Deutscher hat vor Jahrzehnten viel von ihm geschrieben…“ – Hofbauer „stützt sich dabei auf historische Briefe des deutschen Auswanderers Fritz Saul aus den Jahren 1869/1870. Saul schrieb damals aus Nordamerika an seinen Bruder in Deutschland und behauptete, den echten Apachenhäuptling Winnetou im Südwesten der USA persönlich gekannt zu haben. Da Karl Mays erster großer Winnetou-Roman erst 1893 erschien, löste diese Erwähnung in einem Dokument aus dem Jahr 1869 unter Karl-May-Anhängern eine Sensation aus. Es entstand kurzzeitig die Theorie, Karl May habe seine Figur nach einem realen Vorbild geformt oder alte Reiseberichte als Quelle genutzt. Der Karl May Verleger E. A. Schmid veröffentlichte im Karl-May-Jahrbuch 1929 die Ergebnisse der Nachforschungen, demnach hatte Fritz Saul sich wohl geirrt. Er hatte in Arizona sehr wahrscheinlich mit dem realen Apachen-Häuptling Chief Victorio zu tun (dem Nachfolger von Cochise) und brachte diesen Jahrzehnte später fälschlicherweise mit Karl Mays berühmter Romanfigur in Verbindung. Winnetou bleibt somit eine reine Erfindung Karl Mays. Hofbauers „Pestkrieg“ ging dadurch jedoch als eines der kuriosesten Fundstücke in die literaturwissenschaftliche Geschichte der Karl-May-Forschung ein“ (Karl-May Gesellschaft). – Rücken etwas berieben, Deckel leicht fleckig, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Phantastik / Utopie, Phantastische Literatur, Signed books, Signierte Bücher |
70,-- | ![]() |
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| Küster, Julius. Das Automobil und seine Behandlung. Leipzig, G. Schönfeld 1905. Kl.-8° (17 x 11 cm.). 181 S. mit 70 Abbildungen. Farbig illustr. Orig.-Leinenband.
Seltene erste Ausgabe des frühen Standardwerks. Mit einem Anhang: „Elektromobil und Dampfwagen“ (S. 172 ff.). – Einband stellenweise berieben, Besitzvermerk auf dem Titel, stellenweise etwas braunfleckig, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Automobil-/Motorradliteratur, Automobiltechnik |
60,-- | ![]() |
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| Das protestantische Freymaurerklerikat. Aus den eigenen Schriften und ungedruckten Papieren desselben gezogen. Mit Protokollen. Ohne Ort und Druck (Greiz, Henning) 1788. 8°. 136 S. Pappband der Zeit.
Kloss 2734. VD18 10603794. Nicht bei Wolfstieg. – Sehr seltene kirchenkritische Streitschrift der Aufklärung. Mit den „Beylagen zum protestantische Freymaurerklerikat oder Belege zur Geschichte der Gesellschaft reiner Lehre und wahrer Gottseligkeit. Nach ihren ungedruckten handschriftlichen Originalen.“ – Der anonyme Verfasser bezieht sich dabei wohl auf die von Johann August Urlsperger (1728-1806) 1780 in Basel gegründete „Deutsche Gesellschaft thätiger Beförderer reiner Lehre und wahrer Gottseligkeit“ (Deutsche Christentumsgesellschaft). – „Sie wurde zum Sammelbecken pietistisch-gegenaufklärerischer Kräfte, in dem sich im gesamten dt. Sprachraum zahlreiche, miteinander vernetzte „Partikulargesellschaften“ zusammenschlossen, die v. a. von mittelständischen, überkonfessionell gesinnten Laien getragen wurden. Zu U.s Bedauern verwarf sie schon 1785 die ursprünglich apologetisch-theol. Zielsetzung und konzentrierte sich ausschließlich auf die zweite Ausrichtung, die Erbauung und missionarisch-karitative Arbeit. U. entfremdete sich zunehmend von der Dt. Christentumsgesellschaft und verfolgte nach 1790 die Errichtung eines theol. Seminars, wozu er vermutlich sogar Ks. Franz II./I. zu gewinnen suchte. Am Lebensende verarmt und gesundheitlich zerrüttet, siedelte er 1796 mit seiner kranken Gattin nach Oettingen im Ries über. Er starb auf einer Reise nach England im Hamburger Freimaurerhospital“ (W. Raupp in NDB XXVI, 671 ff.). – „Und obgleich die Satzungen und Grundzüge der Gesellschaft von U. mit solcher Mäßigung und Weisheit abgefaßt waren, daß ein Blatt wie die Fliegenden Blätter für Toleranz und Aufklärung in Dessau, das sich die Mühe gab, die grundlegenden Schriften in wesentlich erschöpfenden Auszügen abzudrucken, nichts dagegen einzuwenden vermochte, so hinderte das nicht daran, daß alsbald gegen U. und seine Gründung von den tonangebenden kritischen Organen, wie von Nicolai und der Allgem. D. Bibliothek, der Berliner Monatsschrift, der allgem. (Jenaischen) Litteraturzeitung oder in anonymen Pamphleten, wie in: ‚Ueber Jesuitismus, Lavaterianismus und Urlspergerianismus‘. Krakau (Nürnberg) 1787, ‚Das protestantische Freymaurerklerikat‘, 1788, die schlimmsten und thörichtsten Anklagen und Verdächtigungen von geheimer jesuitischer Leitung, hierarchischem Streben, allgemeiner Religionsvereinigung, fanatischem Unchristenthum, Feindschaft gegen den Culturfortschritt erhoben wurden, ganz abgesehen von Beleidigungen und pöbelhaften Schmähungen, an denen es auch nicht fehlte“ (E. Jacobs in ADB XXXIX, 355 ff.). – Einband etwas berieben, vorderes Gelenk im oberen Drittel mit Wurmspuren, stellenweise etwas braunfleckig, gutes Exemplar. Schlagwörter: Aufklärung, Freimaurer, Freimaurerei, Masonica, Protestantismus |
600,-- | ![]() |
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| Almanach – Dieterich, Heinrich (Hrsg.). Göttingisches Taschenbuch zum Nutzen und Vergnügen. Für das Jahr 1812. Göttingen, Heinrich Dieterich (1811). Kl.-8° (16,5 x 8,5 cm. Titel, 64, 170, 38 S., [1] Bl. mit gestoch. Frontispiz und 12 (2 gefaltete) Kupfertafeln, 2 Modetafeln von Ernst Ludwig Riepenhausen und 10 nach W(illiam) Hogarth. Moderner Pappband mit Brokatpapierbezug.
Köhring 156. Lanckoronska/Rümann S. 15. Musenalm 170. – Vorletzter Jahrgang des seit dem Jahr 1776 erscheinenden und aufgrund seines häufig sarkastischen Inhalts sehr beliebten Göttinger Taschenbuchs. – Mit der Fortsetzung der „Hogarthische(n) Skizze“ und 10 satirischen Kupfertafeln des berühmten englischen Karikaturisten, darunter die bekannten Stiche „Die Advocaten und Notare (The Attorneys and Notaries)“, „Die Quacksalber (The Mock-doctors)“, „Der Tanz (The Dance)“ und „Die Kunst des Faustkampfs oder Boxens (Broughton, Slack and Figg)“. – Mit zusammen 72 Beiträgen (vollständige Inhaltsangabe bei Musenalm). – Gutes, teils unbeschnittenes Exemplar. Schlagwörter: Almanache, Taschenbücher, Kalender, Boxen, Boxsport, Illustrated books, Illustrierte Bücher |
240,-- | ![]() |
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| Almanach – (Rittler, Franz). Der Freund des schönen Geschlechts. Taschenbuch für das Jahr 1836. Wien, Heinrich Buchholz (1835). 12° (11,3 x 7,3 cm). [13] Bl., 126 S., [1] Bl. mit gestoch. Frontispiz, gestoch. Titel und 12 (6 handkol.) Kupfertafeln. Blindgepr. Orig.-Pappband mit Deckelfiletten, goldgepr. Deckelvignette und Goldschnitt.
Goedeke VIII, 61, 68 a. Köhring S. 48. Lanckoronska/Rümann S. 64. Musenalm 988. – Schön ausgestatteter beliebter Taschenkalender, der von 1804 bis 1848 erschien. – Mit 6 handkol. Modekupfern und 6 Kupfertafeln von J. Langer nach J. v. Perger. – Einband etwas berieben, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Almanache, Taschenbücher, Kalender, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Mode |
240,-- | ![]() |
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| Kraus, Karl. Weltgericht. 2 Bände. Leipzig, Verlag der Schriften von Karl Kraus (Kurt Wolff) 1919. 8°. 251 S.; 336 S. mit 3 Tafeln und 1 gefalteten Faksimile. Orig.-Pappbände.
Kerry EA 36. W.-G.² 26. – Erste Ausgabe. – „Dem Andenken an Franz Grüner, Franz Janowitz, Stefan Fridezko, Franz Koch“ gewidmet. – „Seiner dramatischen Vergegenwärtigung des Kriegsgeschehens, den Letzten Tagen der Menschheit, hat Karl Kraus in demselben Jahr, als das Drama in erster Fassung erschien, 1919, mit den beiden Bänden von Weltgericht die essayistische Chronik seiner Kriegsaufsätze an die Seite gestellt. Auch in diesen Schriften dienen authentische Dokumentation und stringente Reflexion einer ebenso ausgreifenden Darstellung wie tiefschürfenden Erklärung der Katastrophe – wobei vor allem den »Bilanzknechten« und »Schlachtbankiers« der Presse, als den wahren Urhebern des Krieges, der Prozeß gemacht wird. Das Buch enthält einige der schneidendsten Satiren von Karl Kraus (Die Laufkatze, Die Fundverheimlichung) und mit dem abschließenden Nachruf auf die Donaumonarchie, »dem stärksten Kriegsfluch, der in deutscher Sprache geschrieben wurde«, ein Meisterwerk politischer Publizistik, vergleichbar nur der Dritten Walpurgisnacht von 1933. Das Ganze ist heute so aktuell wie vor siebzig Jahren: ein Lehr- und Lesebuch des kämpferischen Pazifismus“ (Suhrkamp zu einer Neuausgabe). – Vorderes Innengelenk von Band II leicht angeplatzt, sonst gut erhalten. |
40,-- | ![]() |
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| Busoni – Ježower, Ignaz (Hrsg.). Venedig. (Einführung). Berlin, B. Behr 1908. Kl.-8° (17 x 13 cm.). XX S. Einfacher Papierumschlag. (Poetische Cicerone: Städte und Länder in der Dichtung, Band 1).
Mit eigenhändiger Widmung und Brief von I. Ježower für den italienischen Pianisten und Komponisten Ferruccio Busoni (1866-1924). „Lichterfelde W – Karlstr. 80, 8. November 1908. Sehr geehrter Herr! Ich übersende Ihnen und Ihrer Frau Gemahlin die Einleitung, die ich dem Venedig Buche vorangestellt habe. Ich würde mich freuen, wenn Sie mit der kleinen Arbeit zufrieden sein würden. Mit besten Grüssen, ganz ergebenst – Ignaz Ježower.“ – Einleitung zur ersten Veröffentlichung des Berliner polnisch-deutschen Kulturhistorikers, Schriftstellers und Übersetzers I. Ježower (1878-1942). Die Anthologie erschien im selben Jahr mit Dichtungen von Friedrich Adler, Andre Chenier, Felix Dahn, Benno Geiger, Robert Hamerling, Hermann Lingg, Alfred Meissner, Richard Monckton Milnes, Thomas Moore, Alfred Musset, Anton Renk, August Wilhelm Schlegel, Lorenzo Stecchetti, Heinrich Stieglitz, Theodor Suse, Jaroslav Vrchlicky sowie venezianischen Volksliedern. – Ježower war mit George Grosz, Else Lasker-Schüler, Alfred Döblin, Kurt Schwitters und anderen Künstlern befreundet. Zusammen mit Franz Hessel übersetzte und edierte er die Memoiren „Histoire de ma vie“ des Giacomo Casanova (1725–1798). Sein wichtigstes Werk ist eine umfassende Traumanthologie, Das Buch der Träume. Er wurde mit Transport 8, Zug Da 44 am 13. Januar 1942 von Berlin nach Riga deportiert und dort ermordet. Schlagwörter: Autographen, Widmungsexemplar |
100,-- | ![]() |
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| Grass, Günter. Die Blechtrommel. Roman. (Gütersloh und Stuttgart), Bertelsmann und Europäischer Buch- und Phonoclub (um 1965). 8°. 571, (2) S. Orig.-Leinenband mit farbig illustr. Schutzumschlag.
KLL I, 1685. – Von G. Grass auf dem Titelblatt signiert. – Grass erhält den seit 1955 nicht mehr vergebenen Preis der „Gruppe 47“ als siebenter Preisträger und 1999 den Nobelpreis für Literatur, weil er – so die Begründung der Jury – „in munterschwarzen Fabeln das vergessene Gesicht der Geschichte gezeichnet hat“. – Die „Blechtrommel“ wird zum größten literarischen Erfolg der deutschen Nachkriegsliteratur. – „Günter Grass brachte das hervor, was kein Deutscher seit Thomas Mann hervorgebracht hatte: Aufregung in der internationalen literarischen Welt. Grass erbeitet mit einem Ausmaß an theatralischer Erfindungsgabe, das von Goethe … bis zu Ionesco reicht. Die Blechtrommel ist ein überwältigend ungleichmäßiges Prachtexemplar von einem Roman…“ (New York Times Book Review). – Schutzumschlag restauriert, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Signierte Bücher |
140,-- | ![]() |
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| Santo-Domingo, (Joseph Hippolyte de). Paris, wie es ist. Für deutsche Leser bearbeitet von F(erdinand) Philippi. Dresden, P.G. Hilscher 1826. – Beigebunden: Derselbe. London wie es ist oder Gemälde der Sitten, Gebräuche und Charakterzüge der Engländer; Anekdoten und Bemerkungen, diese Nation und ihre Regierung betreffend. Eine Fortsetzung der Sittengemälde „Rom“ und „Paris wie es ist.“ Von Santo Domingo. Frei übersetzt von M-r (d. i. Eduard Lehmann). Leipzig, Magazin für Industrie und Literatur 1826. VIII, 196 S. – Beigebunden: (Brisset, Mathurin Joseph). Madrid wie es ist oder Bemerkungen über die Sitten und Gebräuche der Spanier im Anfange des neunzehnten Jahrhunderts. Aus dem Französischen frei übersetzt von Gustav Sellen (d. i. Ludwig v. Alvensleben). 3 Werke in 1 Band. Leipzig, Magazin für Industrie und Literatur 1826. 8°. VIII, 270 S., [1] Bl. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und Rückenvergoldung.
I. Engelmann II, 461. Hayn/Gotendorf V, 546. – II. Engelmann II, 211. Hayn/Gotendorf VI, 516. – III. Engelmann II, 653. Hayn/Gotendorf IV, 341. – Erste deutsche Ausgaben. – Sammelband mit drei seltenen „Sittengemälden“ aus den europäischen Metropolen Paris, London und Madrid in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. – Stellenweise etwas braunfleckig, sonst sehr gut erhalten und dekorativ gebunden. Schlagwörter: Kulturgeographie, Kulturgeschichte, London, Madrid, Paris |
240,-- | ![]() |
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| Jagemann, Ludwig v. Deutsche Städte und deutsche Männer. Nebst Betrachtungen über Kunst, Leben und Wissenschaft. Reiseskizzen aus den Jahren 1837-1840. 2 Bände. Leipzig, Robert Binder 1842. 8°. IV, 217 S., [2] Bl.; VI, 266 S., [1] Bl. Olivgrüne Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückentiteln und Rückenvergoldung.
ADB XIII, 643 ff. Weech, Badische Biographien I, 421 f. Engelmann 432 (nur spätere Ausgaben). – Erste Ausgabe, selten. – I. „Zur Physiognomik deutscher Hauptstädte und Reiseglossen“. – II. „Zur Charakteristik deutscher Männer“. – Der badische Jurist L. v. Jagemann (1805-1853) war seit 1843 Justizministerialrath und wichtiger Strafrechts-Reformer des 19. Jarhunderts. „Der reiche Schatz seines allgemeinen Wissens machte ihn zum Mittelpunkt kunstliebender Kreise und führte ihn zum belletristischen Schaffen hin; insbesondere bietet von seinen Arbeiten letzterer Gattung eine Skizze seiner Reiseeindrücke aus Deutschland und Oesterreich, welche 1846 in 2 Bänden unter dem Titel „Deutsche Männer und deutsche Städte, nebst Betrachtungen über Kunst, Leben und Wissenschaft“ erschien, interessante, damals zeitgenössische Bilder dar. Allein seine eigentliche Bedeutung besteht in der Förderung, welche er theoretisch und praktisch als Schriftsteller und Beamter der Pflege des Strafrechts, des Gefängnißwesens und des Civil- und Straf-Processes angedeihen ließ“ (v. Jagemann in ADB). – Sehr schönes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Biographie, Reiseberichte, Reisebeschreibung, Reisebeschreibungen |
160,-- | ![]() |
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| Möhler, Johann Adam. Symbolism: or, exposition of the doctrinal differences between catholics and Protestants, as evidenced by their symbolical writings. Translated from the German, with a memoir of the author … by James Burton Robertson. 2 Bände. London, Charles Dolman 1843. Gr.-8° (22,5 x 14 cm.). CXXXIV, 361, X S., [2] Bl.; Titel, 358 S., [2] Bl. Kalbslederbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern, reicher floraler Rückenvergoldung und Deckel-Filetten.
ADB XXII, 59 ff. – Sehr seltene erste englische Übersetzung von Möhlers „Symbolik oder Darstellung der dogmatischen Gegensätze der Katholiken und Protestanten nach ihren öffentlichen Bekenntnisschriften“ (Mainz 1832). – Der berühmte Tübinger Theologe J. A. Möhler (1796-1838) war seit 1826 Professor in Tübingen und später in München. – „Jener ältere confessionelle Kampf führte ihn auf den nicht minder heftigen und in der Sache noch weit umfassenderen Kampf der neueren Zeit, der ihm zunächst in seinen Vorlesungen über die Unterscheidungslehren der Katholiken und Protestanten näher trat. Das führte ihn zu seiner dritten und bei weitem wichtigeren Schrift „Symbolik oder Darstellung der dogmatischen Gegensätze der Katholiken und Protestanten nach ihren öffentlichen Bekenntnißschriften“, Mainz 1832, die alsbald Aufsehen erregte, in den Jahren 1832–1838 fünf Auflagen erlebte und mehrere Entgegnungen hervorrief, besonders die Schrift von Professor F. C. Baur: „Der Gegensatz des Katholicismus und Protestantismus nach den Principien und Hauptdogmen der beiden Lehrbegriffe“, Tübingen 1834, welcher letzteren M. seine Schrift „Neue Untersuchungen der Lehrgegensätze zwischen den Katholiken und Protestanten“, Mainz 1834–1835, entgegensetzte. In diesen drei Schriften findet man von dem großen Kampf der letzten drei Jahrhunderte die ausführlichste, beiderseits mit den betreffenden Belegstellen begleitete Darstellung, wovon wir nur bemerken wollen, daß Baur von seinem Gegner nachgewiesen ist, daß er mehrere entscheidende Stellen aus den symbolischen Büchern seiner eignen Partei unbeachtet gelassen hat. Dieses findet zum Theil wol seine Erklärung darin, daß Baur bekanntlich nicht blos den Gegensatz zwischen dem Katholicismus und Protestantismus, sondern auch den Gegensatz zwischen dem alten und neuen Protestantismus aufs schärfste darzustellen bemüht gewesen ist, so daß er z. B. selbst von dem neuen Testament nur drei oder höchstens vier kleinere Theile als ächt beibehalten hat“ (A. Lutterbeck in ADB). – Sehr schönes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Ecumenical Theology (study of denominations), Ökumenische Theologie (Konfessionskunde) |
200,-- | ![]() |
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| Luntz, Adolf (Wien 1875 – Karlsruhe 1934). 3 Original-Skizzenbücher. Mit zusammen 26 Bleistift-Zeichnungen und 13 Aquarellen bzw. kolorierte Bleistift-Zeichnungen. 3 Bände. Karlsruhe 1889-1919. 8° (19,5 x 12 cm.). Zusammen 39 lose Blatt (meist 18,5 x 11,5 cm.). Halbleinenbände der Zeit.
Vorwiegend Lanschaftsstudien alle signiert und teils datiert. – Zwei Skizzenbücher mit handschr. Deckeltiteln „Singen 1911, Kleinsteinbach 1913, Gochsheim 1912“ und „Donautal 1909, Horb 1909-1919, Kleinsteinbach 1911.“ Die Aquarelle und kolorierten Zeichnungen mit Orts-Ansichten, Landschaftsstudien und einen Hundekopf. – „Luntz war einer von fünf Söhnen des Wiener Architekten Viktor Luntz, den er häufig auf seinen Kunstreisen begleitete. Dadurch inspiriert trat er nach Abschluss seiner Gymnasialzeit 1892 in die Wiener Kunstakademie ein. Im ersten Jahr war Fritz L’Allemand sein Lehrer, bis dieser 1893 in den Ruhestand trat. Anschließend war Luntz Schüler bei William Unger und Eduard Peithner von Lichtenfels. Luntz studierte in Wien bis 1897. Anlässlich einer Ausstellung, die der Karlsruher Akademieprofessor Gustav Schönleber in Wien hatte, kam es zu einer Begegnung mit dem Meister, und Luntz wechselte an die Karlsruher Kunstakademie, wo er bei Gustav Schönleber Meisterschüler wurde. Luntz begleitete Schönleber auf Studienreisen nach Oberitalien, Holland, Belgien, an die Ostsee sowie in die nähere Heimat des fränkischen, schwäbischen und alemannischen Raumes. … Im Jahre 1905 ließ sich Adolf Luntz als freier Maler in Karlsruhe nieder. Er war Mitglied im Deutschen Künstlerbund. Luntz starb nach langer Krankheit am 14. Februar 1934 in Karlsruhe“ (Wikipedia). Schlagwörter: Original-Aquarell, Originalzeichnung, Skizzenbuch, Skizzenbücher |
400,-- | ![]() |
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| Meštrovic – Strzygowski, Josef (Einleitung). Ivan Meštrovic. Ausstellung des Österreichischen Kulturbundes im Hagenbund, Wien, Oktober 1935. Wien, Hagenbund 1935. 8°. [22] S. mit 12 (11 ganzs.) Abbildungen. Illustr. Orig.-Kartonumschlag.
Sehr seltener Katalog der Hagenbund-Ausstellung des kroatischen Bildhauers und Architekten I. Meštrovic (1883-1962) in der Wiener Zedlitzhalle. – „Nach seinem Studium in den Jahren 1907 bis 1909 an der Kunstakademie Wien, wo er den Stil der Wiener Secession kennenlernte, lebte Meštrovic einige Jahre in Paris. Zwischen den beiden Weltkriegen lehrte er als Kunstprofessor an der Kunstakademie Zagreb. In dieser Zeit schuf er unter anderem das Strossmayer-Denkmal in Zagreb, das Denkmal Grgur Ninski in Split und das Indianer-Denkmal in Chicago. Mestrovic nahm 1907, 1914 und 1942 an der Biennale di Venezia teil. Im Zweiten Weltkrieg wurde er nach der italienischen Okkupation verhaftet und monatelang in Zagreb in Einzelhaft gefangen gehalten. Schließlich konnte er mit seiner Frau und zwei Söhnen via eine Zwischenstation in Rom nach Genf in der Schweiz weiterreisen. Im Jahr 1947 emigrierte Meštrovic in die USA. 1956 wurde er in die American Academy of Arts and Letters gewählt. Bereits seit 1949 war er assoziiertes Mitglied der Königlichen Akademie von Belgien“ (Wikipedia). – Sehr gut erhalten. Schlagwörter: Bildhauerei, Hagenbund Wien, Skulptur, Skulpturen |
120,-- | ![]() |
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| Dickens, Charles. The life and adventures of Martin Chuzzlewit. With illustrations by Phiz (d. i. Hablot Knight Browne). London, Chapman and Hall 1844. Gr.-8° (22 x 13 cm.). XIV, [1] Bl. (″Errata“), 624 S. mit gestoch. Frontispiz und illustr. Titel und 38 Radierungen. Moderner Halblederband mit goldgepr. Rückenschild, 5 unechten Bünden, Linienvergoldung und Goldschnitt.
Eckel 71 ff. Hatton-Cleaver S. 183 ff. Rümann, Das illustr. Buch im 19. Jhdt., S. 82. – Erster Druck der ersten Buchausgabe (Titelvignette mit dem Steckbrief „£ 100 Reward“ und das „£“-Symbol ist nicht auf dem Erratablatt erwähnt). – Dickens bereiste 1842 im Auftrag seiner Verleger die Vereinigten Staaten. Voller Enthusiasmus aufgebrochen, war er bald von den vorgefundenen Zuständen enttäuscht. Nach einem Aufenthalt in „Cairo, einem Elendsnest am Zusammenfluß von Ohio und Mississippi, das durch den Grundstücksschwindel der ‚Cairo Company‘ traurige Berühmtheit erlangt hatte (zu den Geschädigten soll Dickens selbst gehört haben), schwand seine Amerikabegeisterung vollends“ (KNLL). – „Dickens’ funniest novel“ (William Boyd). – „Considered the last of his picaresque novels. It was originally serialised between January 1843 and July 1844. While he was writing it, Dickens told a friend that he thought it was his best work thus far, but it was one of his least popular novels, judged by sales of the monthly instalments. Characters in this novel gained fame, including Pecksniff and Mrs Gamp. Like nearly all of Dickens’s novels, Martin Chuzzlewit was first published in monthly instalments. Early sales of the monthly parts were lower than those of previous works, so Dickens changed the plot to send the title character to the United States. Dickens had visited America in 1842 in part as a failed attempt to get the US publishers to honour international copyright laws. He satirized the country as a place filled with self-promoting hucksters, eager to sell land sight unseen. He also unfavourably highlighted slavery and featured characters with racist attitudes and a propensity to violence. In later editions, and in his second visit 24 years later to a much-changed US, he made clear in a speech that it was satire and not a balanced image of the nation and then included that speech in all future editions“ (Wikipedia). – Frontispiz, das illustrierte Titelblatt und die Tafeln im Rand teils stärker braunfleckig, sonst gutes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, USA |
140,-- | ![]() |
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| (Mairobert, Mathieu François Pidanzat de). Anecdotes sur Madame la Comtesse Du Barri. (Nouv. ed. corr. & augm.). Ohne Ort und Druck (Paris ?) 1776. 8°. 336 S. Kalbslederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und floraler Rückenvergoldung.
Barbier I, 188 c. Gay-Lem I, 217. Vgl. Cioranescu 50044 ff. und VD18 12551295 (seitengleiche Ausgabe mit dem Zusatz „maîtresse de Louis XV.“). – Erschien zuerst 1775. – Die berühmte, anonym zu Lebzeiten erschienene Biographie der Gräfin Dubarry, Maitresse von Ludwig XV., die 1793 auf beheiss Rohespierres hingerichtet wurde. – Vereinzelt leicht braunfleckig, gutes Exemplar. Schlagwörter: Biographie, France, Frankreich, Französische Revolution |
100,-- | ![]() |
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| Connell, Will. About Photography. New York, T. J. Maloney Co. (1949). 4°. 64 S. mit teils doppelblattgr. Abbildungen. Illustr. Orig.-Kartonumschlag.
First edition. – „This little book is written for the knowledgable… The book will probably do nobody any good, because those who need it won’t understand it, and those who understand it won’t need it…“ (W. Connell in his introduction). – „Will Connell (1898-1961) was an influential photographer, teacher, and author in Southern California known for his often-satirical “modern pictorialist” style, commercial photography work, and mentorship of a generation of photographers. … Connell’s glamour shots of stars such as Myrna Loy, as well as his growing body of art photography, reveal pictorialist influence, and his work was often exhibited at salons and exhibitions throughout the United States. In the 1930s, Connell began working as a photographer for magazines including the Saturday Evening Post, Colliers, Time, and Vogue, started teaching photography at Art Center College, and continued work at the Los Angeles studio he opened in 1925. Connell spent the rest of his life in Los Angeles, teaching, judging work, producing commercial work, and writing, notably, his „Counsel by Connell“ column in US Camera, which he authored for 15 years“ (National Museum of American History, Washington). – Rücken leicht berieben, gutes Exemplar. Schlagwörter: Commercial photography |
70,-- | ![]() |
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| Meyerowitz, Joel. St. Louis & The Arch. Photographs. Preface by James N. Wood. Boston, Little, Brown & Co. (1980). Quer-4° (24,5 x 27,5 cm.). 112 p. with 107 color plates. Publisher’s linen binding with a color-illustrated dust jacket.
Koetzle, Fotografen A-Z 267. – Erste Ausgabe der zweiten Veröffentlichung. Von Joel Meyerowitz signiert. – Der New Yorker Fotograf J. Meyerowitz (geb. 1938), „Hauptvertreter der ‚new color photography‘ seit den 60er Jahren in den USA“ (H.-M. Koetzle), „hat sich beständig um Ehrlichkeit sowohl seinem Thema wie seinen eigenen Emotionen gegenüber bemüht. Seine Absicht beim Bildermachen ist es, ‚meine Gefühle angesichts des Themas einzufangen‘. Die so entstehende Arbeit … vermittelt eine positive und optimistische Haltung zur Welt, wie sie durch seine Linse zu sehen ist. Meyerowitz’ Blick ist nie durch formale Erwägungen bestimmt. Schönheit in seinen Fotografien entsteht durch den Ausdruck des menschlichen Gehalts des Motivs. Seine Bilder berühren uns mehr durch ihre Poesie denn durch ihre Komposition“ (Jim Wood in Koetzle). – Schutzumschlag am Kapital und den oberen Ecken mit Knickspuren, gutes Exemplar. Schlagwörter: Color photography, Farbfotografie, Farbphotographie, Signed books, Signierte Bücher, USA |
200,-- | ![]() |
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| Soth, Alec. Sleeping by the Mississippi. Essays by Partricia Hampl and Anne Wilkes Tucker. Third edition. Göttingen, Steidl (2008). 4° (28 x 29 cm.). [120] S. mit 46 Farbtafeln. Orig.-Leinenband mit farbigem Deckelbild.
Koetzle, Fotografen A-Z 376. – Von Alec Soth auf dem Titelblatt signiert. – „Evolving from a series of road trips along the Mississippi River, Robert Frank’s The Americans. Like Frank’s classic book, Sleeping by the Mississippi merges a documentary style with a poetic sensibility. The Mississippi is less the subject of the book than its organizing structure. Not bound by a rigid concept or ideology, the series is created out of a quintessentially American spirit of wanderlust“ (Steidl). – „Mit erzählerisch-dokumentarischem Hintergrund entwickelt Soth in seinen Langzeitstudien eine eigene ästhetische und künstlerische Sprache. Als Mitglied der Fotografenvereinigung und -agentur Magnum (seit 2004) ist er ein typisches Beispiel für eine disziplinübergreifende Erweiterung, die sich nicht mehr in die Bereiche der „angewandten“ oder „künstlerischen“ Fotografie aufgliedern lässt“ (F. Hoffmann in Koetzle). – Neuwertiges Exemplar. Schlagwörter: Color photography, Farbfotografie, Farbphotographie, Mississippi River Valley, Signed books, Signierte Bücher, Soth, Alec, USA |
240,-- | ![]() |
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| Spanos, (Demetrios) and (Panagiotis) Tsitsias. Territory of Lourenço Marques. Lourenço Marques, Spanos & Tsitsias not dated (ca.1910). Quer-8° (18 x 23,5 cm.). Title page and 18 color plates (collotypes). Publishers cardboard hardcover.
First and only edition. – The photos show: Public Park, passenger landing pier at Marracuene near Lourenço Marques, Port Melville, Inyack Island, Marracuene near Lourenço Marques, On the Umbeluzi River, Fishing village at Inyack Island, Moodie’s Creek near Barberton, Transvaal, Native Village Huts at Umbeluzi near Lourenço Marques and others. – The territory featured in these works is the former district and colonial capital of Lourenço Marques in Portuguese East Africa, which was renamed Maputo after Mozambique’s independence in 1975. Geographically, the territory is situated on the northern bank of the Espírito Santo Estuary at Delagoa Bay (Indian Ocean). The historical district and city historically spanned the immediate coastal region, acting as a major port and railway terminus connecting the hinterlands of South Africa (Transvaal) and Swaziland to the sea. – The two photographers, Demetrios Spanos and Panagiotis Tsitsias, were Greek immigrants who ran a well-known photography studio, a postcard publishing company, and a general store in Lourenço Marques (now Maputo). For their famous albums, they traveled throughout the region, documenting the architecture of the colonial city, everyday life, and the traditions of the local population. In addition to bound photo albums, they produced hundreds of numbered postcards (Postais de Moçambique), which today are valuable historical documents for research and popular collector’s items. They were part of a small group of early European professional photographers in Mozambique – much like the better-known Lazarus brothers, with whom they shaped the market for colonial photography around the turn of the century. – In very good condition. Schlagwörter: Africa, Afrika, Color photography, Farbfotografie, Farbphotographie, Kolonialismus, Kolonien, Maputo, Mozambique |
320,-- | ![]() |
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| Yukichi – Barral i Altet, Xavier (Hrsg.). Watabe Yukichi – a criminal investigation. From the Wilson Center Center of Photography. (Text by Titus Boeder). Paris, Éditions Xavier Barral – Le Bal (2011). 4°. [98] S. mit 69 Duotone-Tafeln. Orig.-Leinenband mit Deckelschild und Deckelbild.
Parr/Badger III, 116. – First edition. – „On 14 January 1958, the disfigured and amputated body of a man was discovered near Lake Sembako in Japan. Two investigators from Tokyo came to help out the local police in order to resolve what at first appeared to be a banal case, but which proved to be more complex. For the first time, a photographer was authorised to accompany the police to document the investigation. Watabe followed the inspector as he questioned witnesses (workers in a tannery factory, local police officers etc.) and pounded the streets of the most insalubrious neighbourhoods in Tokyo – its bars, bridges, alleyways and hospitals – in search of the killer. Watabe’s images record much more than simply a police investigation, they reveal Tokyo in the 1950s in a way that has rarely been shown“ (Éditions Xavier Barral). – The book’s design and production fit the mood completely, with Japanese folded pages and printing achieving something close to tha told sooty gravure look. It is a perfect re-creation of a 1950s or 60s Japanes photobook, without being a simple pastiche. And as a perfect bonus, Watabe’s photographs are so good, far better than the standard reportage job one might have expected“ (Martin Parr). – Yukichi Watabe was a Japanese photographer born in Sakata City, Yamagata Prefecture in 1924. 1943, he joined Tokyo Kogakusha, a photography studio, and became a freelance photographer in 1950. 1992, he was awarded the Medal with Purple Ribbon. 1993, he died. – Copy in like-new condition. Schlagwörter: Crime, Japan, Kriminalfall, Kriminalgeschichte |
100,-- | ![]() |
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