Gorzkowski, Der Piastehn oder Bestimmung des Kreises Piasthens und Quadrats
Gorzkowski, Der Piastehn oder Bestimmung des Kreises Piasthens und Quadrats
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(Gorzkowski, Franciszek). Der Piastehn oder Bestimmung des Kreises Piasthens und Quadrats des Durchmessers desselben Kreises und desselben Piasthens. Leipzig, Paul Jacques Besson 1806. 4° (25,5 x 20 cm.). 62 S., [1] Bl. mit 1 gefalteten Kupfertafel. Interims-Umschlag der Zeit in moderner Pappkassette mit Deckelschild. Äußerst seltene Abhandlung zur Quadratur des Kreises des polnischen Landvermessers und Jacobiners F. Gorzkowsk (1760-1830). „Der verehrungswürdigen Mathematischen Gesellschaft in Hamburg zur näheren Prüfung eingereicht …“ – „Die Quadratur des Kreises ist ein klassisches Problem der Geometrie. Die Aufgabe besteht darin, aus einem gegebenen Kreis mit Zirkel und Lineal in endlich vielen Schritten ein Quadrat gleichen Flächeninhalts zu konstruieren, sprich die Konstruktion eines Quadrats mit der Seitenlänge p {displaystyle {sqrt {pi }}}. Sie ist äquivalent zur sogenannten Rektifikation des Kreises, also der Konstruktion einer geraden Strecke, die dem Kreisumfang entspricht. Das wiederum entspricht der Konstruktion der Kreiszahl p {displaystyle pi } (halber Kreisumfang) aus der Strecke, deren Länge gleich 1 {displaystyle 1} Längenmaßeinheit ist. Beschränkt man die Konstruktionsmittel auf Zirkel und Lineal, so ist die Aufgabe aufgrund der Transzendenz von p {displaystyle pi } unlösbar. Erst im Jahre 1882 konnte dies von dem deutschen Mathematiker Ferdinand von Lindemann bewiesen werden. Die Quadratur des Kreises gehört zu den populärsten Problemen der Mathematik. Jahrhundertelang suchten neben Mathematikern auch immer wieder Laien vergeblich nach einer Lösung. Der Begriff Quadratur des Kreises ist in vielen Sprachen zu einer Metapher für eine unlösbare Aufgabe geworden“ (Wikipedia). – Gorzkowski war „Teilnehmer des Kosciuszko-Aufstands, Mitglied des Jakobinerclubs, Verfechter der Verbindung des bewaffneten Kampfes für die polnische Unabhängigkeit mit der Beseitigung sozialer Ungleichheiten, der Abschaffung der Leibeigenschaft und der Pacht. Er wurde um 1760 in Ermland in eine Adelsfamilie geboren. Als Landvermesser unterstützte er die Verfassung vom 3. Mai und die Abschaffung der Leibeigenschaft . Er gehörte dem Polnischen Jakobinerklub an. Er beteiligte sich an der Planung und Vorbereitung des Kosciuszko – Aufstands , in dessen Verlauf er in Warschau kämpfte. Nach dem Scheitern des Aufstands gelangte er in das podlasische Dorf Cisie, wo er Anführer einer Verschwörung wurde. Diese war organisatorisch auf einem Pfarrnetzwerk aufgebaut und hatte einen bewaffneten Kampf für die Unabhängigkeit und, nach der Zerschlagung des „Wolfsclans“ – jener, die die Bauern ausbeuteten und zu denen Gorzkowski auch Priester zählte – die Einführung eines republikanischen Systems zum Ziel. Er betrachtete die Bauernschaft als wichtige politische Kraft. Im Rahmen seiner Aktivitäten verteilte er unter den ungebildeten Bauern Flugblätter mit Zeichnungen. Nachdem Gorzkowskis Agitation aufgedeckt worden war, wurde er 1797 zusammen mit seinen Mitstreitern verhaftet und von den österreichischen Behörden in Krakau inhaftiert. Nach langwierigen Ermittlungen wurde er 1802 zum Tode verurteilt. Kaiser Franz II. von Habsburg wandelte das Todesurteil in eine Verbannung um. Nach seiner Emigration 1807 ließ er sich in Warschau nieder und entwickelte ein Projekt zur Emanzipation der Bauern“ (Wikipedia aus dem Polnischen übersetzt). – Rücken etwas beschädigt, Umschlag fleckig und angestaubt, im Blattrand und die Kupfertafeln etwas braunfleckig, sonst gut erhalten.
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