Gottfried, Historische Chronick
Gottfried, Historische Chronick
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Gottfried, Johann Ludwig. Historische Chronick, oder Beschreibung der merckwürdigsten Geschichte, so sich von Anfang der Welt, bis auf das Jahr Christi 1619 zugetragen… Nach Ordnung der IV. Monarchien, mit beygefügter Jahr-Rechnung, in VIII. Theilen verfasset; auch mit 156 kleinen Portraits und 328 Merianischen Kupfer-Stichen gezieret. Nunmehro in vielen Stücken verbessert, und so wohl mit richtigen Marginalien, als einem neu-verfertigten vollständigen Register versehen. Erster Theil (von 3). 8 Teile in 1 Band. Frankfurt a. M., Philipp Heinrich Hutter 1743. Folio (35,5 x 21,5 cm.). [4] Bl. mit Titelblatt in Rot und Schwarz, 31 gestoch. Tafeln mit zus. 372 Portraits, [6] Bl., 1184 S., [71] Bl. mit 328 Kupferstichen im Text von Matthäus Merian. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild (in Englisch und goldgepr. Jahresangabe). Wüthrich III, 80. Vgl. Dahlmann-Waitz 278/50. Ebert 8722. Graesse III, 122. Lipperheide Ci 14 (Ausg. von 1674). (Alle frühere Ausgaben). – Achte und letzte deutsche Ausgabe der reich illustrierten, zuerst 1629-1630 erschienenen Weltchronik. Die Bände II und III erschienen 1745 und 1759 mit dem Titel „Fortgesetzte Historische Chronick…“ – „Obwohl die späteste Ausgabe, ist sie doch wegen der verbesserten Register und Texte die brauchbarste“ (Wüthrich). – Unter den Textkupfern viele von historischem Quellenwert, wie z. B. das des Prager Fenstersturzes, die Ansicht einer Druckwerkstatt, die faustähnliche Darstellung eines Gelehrten mit Höllenhund etc. – Der Theologe, Übersetzer, Autor, Herausgeber und Korrektor Johann Ludwig Gottfried (1584-1633) kam durch seine lateinische Nacherzählung von Ovids Metamorphosen in Oppenheim in Beziehung zum Verlagshaus de Bry und wirkte dort u. a. als Mitarbeiter von Matthaeus Merian dem Älteren. – Der Verleger Hutter kam in den Besitz vieler Kupferplatten des Hauses Merian, das in den Jahren um 1740 seine Tätigkeit einstellte. Zuerst veröffentlichte Hutter 1743 die Gottfried’sche Chronik neu mit der Bezeichnung ‚Erster Teil‘. Viele der Kupfer stammen aus Merians „Theatrum Europaeum“. – Einband berieben und am Kapital geringfügig eingerissen, ohne den Titelkupfer, Drucktitel alt aufgezogen und fleckig, einige meist restaurierte Randläsuren, stellenweise etwas braunfleckig, sonst sehr gut erhaltenes, bis auf das Frontispiz vollständiges Exemplar.
Unser Preis: EUR 1.200,-- |
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