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Militärgeschichte

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1 Clausewitz, Carl v. Vom Kriege. Hinterlassenes Werk. 2. Auflage. 3 Bände. Berlin, Ferd(inand) Dümmler 1853-1857. 8°. XXIV, 318 S., [1] Bl.; VI, 386 S.; VI, 330 S. Halbleinenband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und Romantikervergoldung (Band I) und Leinenbände der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und Linienvergoldung. (Hinterlassene Werke des Generals Carl von Clausewitz über Krieg und Kriegführung, 1.-3. Band).

Slg. Borst 1651, Anm. Jahns 2852 f. PMM 297. – Seltene zweite Ausgabe des erstmals 1832-34 erschienenen Klassikers der „Philosophie des Krieges“ (Carter/Muir). – Dieses Werk mit seinen tausend Seiten nimmt unter den militärischen Schriften aller Zeiten und Zeiten und Völker einen einzigartigen Platz ein. Obwohl in ihm die Erkenntnisse aus den Kriegen Napoleons und denen der Französischen Revolution verwertet wurden, ist es doch weniger ein Handbuch für Strategie und Taktik als eine umfassende Untersuchung über die Grundprinzipien des Krieges. Der Krieg, So behauptete Clausewitz, müsse immer als politisches Instrument betrachtet werden; denn, so lautet sein berühmtester Aphorismus: „Krieg ist die fortgesetzte Staatspolitik mit anderen Mitteln.“ Er weist die Ansicht vom schädlichen Einfluß der Politik auf die Kriegsführung zurück, da Vor oder Nachteile des Einflusses ganz bei der Politik lägen. Ist die Politik gut, so kann sie sich auf die Kriegsführung nur vorteilhaft auswirken: die Siege der Französischen Revolution über zwanzig Jahre hinweg ergaben sich hauptsächlich aus der fehlerhaften Politik der gegnerischen Regierungen. … Sein Werk „Vom Kriege“ entstand aus einer Reihe von Aphorismen, die er zwischen 1816 -18 notierte und als Basis für seine Vorlesungen an der Akademie benützte. Nachdem er als Generalstabschef von Gneisenau wie dieser im polnischen Feldzug an der Cholera gestorben war wurde das Buch von seiner Frau als Kernstück seiner „Hinterlassenen Werke über Krieg und Kriegführung“ (10 Bände, 1832 bis 1837) veröffentlicht. Es fand sofort Anerkennung als eine der tiefsten Ausführungen über die Philosophie des Krieges – ein Rang, der ihm nie streitig gemacht wurde“ (Carter/Muir). – „Carl von Clausewitz, preußischer General und Militärtheoretiker, wird 1780 in Burg bei Magdeburg geboren. Er tritt 1792 in die preußische Armee ein, nimmt 1793/94, während der Koalitionskriege, am Rheinfeldzug teil und besucht anschließend die Militärakademie in Berlin. 1806 wird Clausewitz in der Doppelschlacht von Jena und Auerstedt von den Franzosen gefangengenommen. Zwei Jahre später kommt er im Zuge eines Gefangenenaustausches wieder frei und kehrt nach Preußen zurück. Dort erteilt er dem Kronprinzen «militärischen Unterricht» und ist gleichzeitig Inspekteur der Artillerie im Kriegsministerium. Er schließt sich dem Kreis um die Heeresreformer Scharnhorst und Gneisenau an und wirkt an der Durchführung der Heeresreform in Preußen mit. 1812 tritt er in russische Dienste und kämpft auf russischer Seite gegen Napoleon. Am Zustandekommen der Konvention von Tauroggen ist er 1812 maßgeblich beteiligt. Nach seinem Wiedereintritt in die preußische Armee 1815 nimmt er an der Schlacht von Waterloo teil. Von 1815 bis 1818 ist er Chef des Stabes beim Generalkommando in Koblenz. Von 1818 bis 1830 leitet er die Allgemeine Kriegsschule, die spätere Kriegsakademie, in Berlin. In dieser Zeit entsteht sein unvollendetes Hauptwerk «Vom Kriege». Während des polnischen Aufstands 1831 ist er Chef des Generalstabes der preußischen Observationsarmee in Posen. Er stirbt 1831 in Breslau“ (Bibliotheca Agustana, Augsburg). – Rücken am Fuß mit Resten von Bibliothekssignaturen, zeitgenöss. Besitzvermerk in Band II und III, stellenweise braunfleckig, wie meist ohne die 5 Karten, die wohl nur einem kleinen Teil der Auflage beigebunden wurden, gutes Exemplar.
A rare second edition of the classic *Philosophy of War* (Carter/Muir), first published in 1832–34. – This thousand-page work occupies a unique place amongst military writings of all ages, eras and nations. Although it draws on the lessons learnt from the Napoleonic Wars and those of the French Revolution, it is less a handbook on strategy and tactics than a comprehensive study of the fundamental principles of war. War, Clausewitz argued, must always be regarded as a political instrument; for, as his most famous aphorism states: ‘War is the continuation of state policy by other means. ’ He rejects the view that politics has a harmful influence on the conduct of war, since the advantages or disadvantages of that influence lie entirely with politics itself. If politics is sound, it can only have a beneficial effect on the conduct of war: the victories of the French Revolution over a period of twenty years resulted chiefly from the flawed policies of the opposing governments. … His work *On War* grew out of a series of aphorisms which he jotted down between 1816 and 1818 and used as the basis for his lectures at the Academy. After he, like Gneisenau, had died of cholera during the Polish campaign whilst serving as Chief of the General Staff, the book was published by his wife as the centrepiece of his *Posthumous Works on War and Warfare* (10 volumes, 1832 to 1837). It was immediately recognised as one of the most profound treatises on the philosophy of war – a status that has never been disputed” (Carter/Muir). – „Carl von Clausewitz, a Prussian general and military theorist, was born in Burg near Magdeburg in 1780. He joined the Prussian Army in 1792, took part in the Rhine Campaign in 1793–94 during the Coalition Wars, and subsequently attended the Military Academy in Berlin. In 1806, Clausewitz was taken prisoner by the French during the twin battles of Jena and Auerstedt. Two years later, he was released as part of a prisoner exchange and returned to Prussia. There, he provided the Crown Prince with ‘military instruction’ whilst also serving as Inspector of Artillery at the Ministry of War. He joined the circle around the army reformers Scharnhorst and Gneisenau and played a part in implementing the army reform in Prussia. In 1812, he entered Russian service and fought on the Russian side against Napoleon. He played a key role in the conclusion of the Convention of Tauroggen in 1812. After rejoining the Prussian Army in 1815, he took part in the Battle of Waterloo. From 1815 to 1818, he served as Chief of Staff at the General Command in Koblenz. From 1818 to 1830, he headed the General War School, later known as the War Academy, in Berlin. It was during this period that he wrote his unfinished magnum opus *On War*. During the Polish Uprising of 1831, he served as Chief of the General Staff of the Prussian Observation Army in Posen. He died in Breslau in 1831” (Bibliotheca Agustana, Augsburg). – Spine at the foot bears traces of library call numbers; contemporary owner’s inscription in Volumes II and III; brown staining in places; as is usually the case, the 5 maps are missing, having presumably been bound in only a small proportion of the print run; a good copy.

Schlagwörter: Militärgeschichte, Militaria, Militarismus, Military history, War

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