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Schlesische Kriege

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Friedrich II., König von Preußen – (Stille, Christoph Ludwig v.). Les campagnes du Roi de Prusse. Avec des réflexions sur les causes des évènemens. 2 Teile in 1 Band. Amsterdam (eig. Hannover) 1763. Kl.-8° (15,5 x 9,5 cm.). [4] Bl., 139 S., S. 140-228 mit Titel in Rot und Schwarz. Kalbslederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und floraler Rückenvergoldung.

ADB XXXVI, 240 ff. Holzmann/Bohatta 8681. Vgl. Holzmann/Bohatta 3137 und VD18 11288167 (beide dt. Übersetzung). – Wohl zweite französische Ausgabe; erschien zuerst 1762. Es erschien auch eine deutsche Übersetzung mit dem Titel „Die Feldzüge des Königs nebst Betrachtungen über die Ursachen der vorgefallenen Begebenheiten“ (Hannover 1762); außerdem eine englische Übersetzung. – Der preussische General und Dichter C. L. v. Stille (1696-1752) begleitete im ersten schlesischen Krieg den König. „Dieser Übergab ihm am 22. November 1743 das Kürassier-Regiment Nr. 6 (Eugen von Anhalt). Am 6. März 1744 wurde er zum Generalmajor ernannt. 1745 bildete er die Vorhut und vertrieb den österreichischen General Nadasdy nach Böhmen. In der Schlacht bei Hohenfriedberg wurde er an der Hand verwundet, kämpfte in der Schlacht bei Soor und begleitete der König nach Dresden. 1746 wurde er Amtshauptmann von Kartzig und Himmelstädt. 1750 bekam er überdies das neue Gut Schwabach. Die Urkunden bekam er vom König persönlich. Er war ein häufiger Gesellschafter des Königs in Potsdam“ (Wikipedia). – „In der „éloge du Général de Still“, die Friedrich nun verfaßte und in der Akademie der Wissenschaften vorlesen ließ, heißt es unter anderen: „Il étoit de ce petit nombre de gens, qui ne devroient jamais mourir“. Die éloge dürfte als eine um so mehr berechtigte Sühne anzusehen sein, da der König über Stille’s strategische Schriftstellerei gewiß näher unterrichtet war als wir. Droysen forschte derselben nach, und selbst in dem Büchlein über St. von Richard Fisch ist, wie dieser dem Unterzeichneten mittheilt, noch nicht erwähnt Stille’s 1762 erschienene Schrift „Les campagnes du roi, avec des causes des réflexions sur les causes des évènements“ (deux parties, un vol.). Die Vorarbeiten, die St. während seiner letzten Lebenszeit zu einem Werke über die Cavallerie gemacht hatte, wurden von allen Seiten gerühmt. Pauli vergleicht ihn wegen seiner gleichen Tüchtigkeit als Fußsoldat und Reiter mit Tarquinius Priscus“ (H. Pröhle in ADB). – Sehr schönes dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Friedrich II., König von Preußen, Schlesische Kriege

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