Weislinger, Friß Vogel, oder stirb!
Weislinger, Friß Vogel, oder stirb!
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Weislinger, Johann Nicolaus. Friß Vogel, oder stirb! Das ist: Ein, wegen dem wichtigen Glaubens-Articul deß Christenthums, von der wahren Kirchen, mit allen uncatholischen Prädicanten, scharff vorgenommenes Examen und Tortur, Worinnen Sie (Krafft deren unwidersprechlichen Zeugnussen der H. Schrifft, des H. Augustini, des Luthers und Augspurgischen Confeßion) endlich aus Noth getrungen, bekennen müssen …; In zwey Theil ordentlich abgetheilet, mit einer, an gehörigem Orte, einverleibten Lebens-Beschreibung Lutheri und Melanchtonis, nebst beygefügtem gründlichen Bericht von der öffters umgegossenen Augspurgischen Confeßion, sambt einer weitläufftig ausgeführten, sehr merckwürdigen Vorred … Nach verschiedenen unrichtigen Nachdrucken, von dem Authore mit vielem nöthigen Zusatz, einigen raren Kupffern, und kurtzen Anhang, diese Edition betreffend, verbessert und selbst corrigiret. Strasburg, D. Lerse 1726. Kl.-8° (15,5 x 10 cm.). [34] Bl., CCCCLXX, 618 S. mit doppelblattgr. gestoch. Frontispiz und doppelblattgr. Titel in Rot und Schwarz. Lederband der Zeit. Hayn-Got. IV, 327. Jantz 2658. Seebaß/Edelmann I, 1091 und II, 949. VD18 14770040. Wetzer-Welte XII, 1285 f. – Hauptwerk des elsässischen Theologen, der wegen seiner scharfen Auseinandersetzungen mit dem Protestantismus auch in katholischen Kreisen umstritten war. – „Sehr derbe, oft unflätige antilutherische Schmähschrift“ (Hayn-Gotendorf). – „Erstaunlich belesen und in den Schriften seiner Gegener ‚trefflich orientiert‘, sammelt Weislinger ’zunächst ein großes Arsenal aller möglichen, meist aus dem Zusammenhang gerissenen Spott- und Schimpfreden und derbe Angriffe Luthers (und mehrerer anderer lutherischer oder reformierter ‚Praedikanten‘) auf das Papsttum, um sie zu widerlegen, bzw sie an Grobheit zu übertrumpfen. … Eine Menge Sprichwörter, Redensarten und volkstümliche Reimereien sind eingestreut, auch öfters deutsche Verse (oder gereimte Übersetzungen) Weislingers, die machmal derbkomische Parodien auf Lutherische und andere Lieder sind“ (A. Seebaß). – „It is characteristic for the author that the Foreword is 470 pages long. In this controversialist, immoderation in content as well as extent reaches ultimates, his longest and most wildly vituperative ‚pamphlet‘ filling 4 thick volumes. The present briefer work was his best known, it first appeared 1717“ (Jantz). – Kapital und Fuß mit Fehlstellen, vorderes Gelenk angeplatzt, Schließen fehlen, wie in anderen bekannten Exemplaren sind hier keine zusätzlichen Kupfertafeln beigebunden, Titelblatt unten knapp beschnitten, sonst gut erhalten.
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