Struwwelpeteriade – Hobrecker, Rundfunk-Struwwelpeter
Struwwelpeteriade - Hobrecker, Rundfunk-Struwwelpeter
|
Struwwelpeteriade – Hobrecker, Karl (Max Stephan). Rundfunk-Struwwelpeter. Erfindung und Text von Karl Hobrecker. Zeichnung nach H(einrich) Hoffmann von M(aria ?) Aveirinós. Oldenburg i. O., Gerhard Stalling 1926. Kl.-8° (15,5 x 9 cm.). Leporello, [12] einseitig bedruckte Bl. mit farbigen Illustrationen. Farbig illustr. Orig.-Pappband. (Nürnberger Bilderbücher, Band 48). Baumgartner III, 14. Evers, Von Struwwelhitler bis Punkerpeter 8 f. Hobrecker, Braunschweig 3375. Hobrecker, Frankfurt 126. Klotz 2716/23. Liebert, Stalling 48. Oldenburg/Künstler 204. Pressler S. 204 (Abb. 132). Rühle I, 1186. Stuck-Villa II, 216. – Sehr seltene Struwwelpeter-Parodie auf die damals aufkommende Rundfunktechnik. – Mit Bildern und vierzeiligen Versen: Der Struwwelpeter; Der böse Friederich; Paulinchen; Der Mohr; Die Tintenbuben; Niklas; Der wilde Jäger; Der Daumenlutscher; Kaspar; Der Zappelphilipp; Hans (Guck-in-die-Luft) und Der fliegende Robert. – „Bei Hobreckers Struwwelpeter-Bilderbuch handelt es sich um die Verstrickung der bekannten Hoffmannschen Figuren in die Errungenschaften der Rundfunktechnik. Dabei geht es dem Autor nicht um eine durchgängige Handlung, die Figuren dienen vielmehr als Aufhänger für die verschiedenen, voneinander unabhängigen Vierzeiler. Die Zeichnungen Avierinos nehmen die Hoffmannschen Originale zur Grundlage, um sie dann durch die Ausstattung mit rundfunk-technischen Gerätschaften zu verfremden. Dort, wo dem Original-Struwwelpeter aufs unbändigste Haare und Fingernägel sprießen, zucken beim Rundfunk-Struwwelpeter grelle Blitze. Hobreckers durchweg positive Darstellung des neuen Mediums gipfelt in ‚Drum Melde-Niklas / warnend spricht: / Vergeßt nur die Bezahlung nicht!‘ (und) ‚Ja, ja, wer ehrlich / rundfunkt, / Wird nicht ins Tintenfaß getunkt‘ (und) ‚Der Mohr, die Tinten- / bubenschaft / Schwarzhörer sind es schauderhaft‘.“ (Oldenburg-Künstler). 1924/1925 erschien ein Vorabdruck mit 9 Illustrationen in „Die Arche Noah“, Jugendbeilage der Zeitschrift „Daheim“ (vgl. Rühle II, 1186 c). – Sehr gutes Exemplar.
Unser Preis: EUR 950,-- |


