Spieß, Die Lehre der Turnkunst
Spieß, Die Lehre der Turnkunst
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Spiess, (Karl) Adolf. Die Lehre der Turnkunst. I. Das Turnen in den Freiübungen für beide Geschlechter. – II. Das Turnen in den Hangübungen für beide Geschlechter. – III. Das Turnen in den Stemmübungen für beide Geschlechter. – IV. Das Turnen in den Gemeinübungen in einer Lehre von den Ordnungsverhältnissen bei den Gliederungen einer Mehrzahl für beide Geschlechter. 4 Teile in 3 Bänden Basel, Schweighauser 1842-1846 und 1867. 8°. XII, 167, (1) S.; XV, 231 S.; XVI, 348 S., [1] Bl.; XVI, 230 S. mit 145 Text-Holzschnitten und 4 gefalteten lithogr. Tafeln. Halbleinenband mit goldgepr. Rückentitel, Halbpergamentband der Zeit mit handschr. Rückentitel und Marmorierter Pappband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild. ADB XXXV, 173 ff. NDB XXIV, 693 f. – Band I in 2. Auflage; Band II-IV in erster Ausgabe. Hauptwerks des „eigentliche(n) Begründer(s) des deutschen Schulturnens“ (Sander in ADB) K. A. Spiess (1810-1858). – Als vierter Teil erschien noch die „Freiübungen“. – „1816-1828 besuchte Adolf Spiess das von seinem Vater in Offenbach am Main (Hessen) gegründete Institut, in dem täglich Turnunterricht erteilt wurde. 1828-1832 studierte er in Giessen und Halle Theologie. Turnen war in fast allen deutschen Ländern untersagt, weil die Turnvereine als Brutstätten nationalistischer Aktivitäten galten. Daher wurde Spiess 1832 zuerst Hauslehrer in Assenheim und wanderte dann in die Schweiz aus. In Burgdorf, wo 1833 Friedrich Froebel unterrichtete, erteilte der stark von Friedrich Ludwig Jahn beeinflusste Spiess Zeichen-, Geschichts- und Turnunterricht. Ab 1835 gab er auch Turnstunden am Primarlehrerseminar in Münchenbuchsee, 1844 am Gymnasium und am Waisenhaus in Basel und 1845 an der dortigen Töchterschule. Zurück in Deutschland, war er 1848-1855 Turnlehrer in Darmstadt, wo er 1852 den Bau der ersten Schulturnhalle Hessens veranlasste. Spiess’ Methode berücksichtigte beide Geschlechter und zielte auf Gehorsam und Disziplin. Sein Schaffen bedeutete einen Meilenstein für die Entwicklung des Schulturnens in der Schweiz und in Deutschland“ (Jean-Claude Bussard in HLS). – Band I mit Bibliotheks-Signatur auf dem Rücken und Stempel auf dem Titel, Band II und III in einem Band, Stempel auf dem Titel, die ersten Bl. und die Tafeln teils wasserrandig, stellenweise braunfleckig, Band IV, Einband etwas berieben, Stempel auf dem Titel und stellenweise braunfleckig, gutes, vollständig sehr seltenes Exemplar des wichtigen Werks zur Geschichte des Schulsports.
Unser Preis: EUR 240,-- |


