Bellmer, Photographien
Bellmer, Photographien
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Bellmer, Hans. Photographien. (Mit einem Text von Alain Sayag. Aus dem Französischen übertragen von Rudolf Kimmig). München, Schirmer/Mosel (1984). 4°. 150 S. mit zahlr. teils farb. Abbildungen. Orig.-Pappband mit illustr. Schutzumschlag. Erste deutsche Ausgabe. – Bellmer begann seit 1933 „zwei menschengroße, seltsame, nackte Puppen zu konstruieren … Danach baute er sie langsam wieder auseinander, und dabei fotografierte er sie. Bellmers Puppen sahen ein bisschen nach verdrängten SM-Fantasien aus, ein bisschen nach Konzentrationslager, und es gibt Leute, die sagen, diese Fotos gehörten zu den besten und krankesten Bildern, die sich ein Künstler im letzten Jahrhundert vom Leben gemacht hatte“ (M. Biller, Bellmers böse Puppen, in Die Zeit 18/2008). – „Bei den Puppen aus den 30er Jahren, den ineinander verschlungenen Körpern von 1945/46 oder der Serie mit der gefesselten Unica aus dem Jahr´1958 handelt es sich immer um die gleiche, leidenschaftlich verfolgte Zielgebung. … Bellmer war nicht nur, um Michel Tourniers schöne Formulierung aufzunehmen, ein begnadeter Fotograf, sondern auch ein schöpferischer Mensch, dessen künstlerische Ambitionen ‚Heilmittel, Kompensation für eine bestimmte Lebensunfähigkeit‘ waren“ (A. Sayag in Koetzle, Fotografen A-Z, S. 32). – Sehr gutes Exemplar.
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