Bernatzik, Zwischen Weissem Nil und Belgisch-Kongo
Bernatzik, Zwischen Weissem Nil und Belgisch-Kongo
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Bernatzik, Hugo Adolf. Zwischen Weissem Nil und Belgisch-Kongo. Mit Beiträgen von Otto Reche, Bernhard Struck und Hellmut Antonius. Wien, L. W. Seidel & Sohn 1929. Gr.-4° (33 x 26 cm.). 139 S. und 204 Abbildungen auf 140 Lichtdrucktafeln, sowie 1 Karte (Frontispiz). Orig.-Leinenband mit illustr. Schutzumschlag. Kainbacher 44. NDB II, 103. – Erste Ausgabe der ersten Veröffentlichung des Wiener Ethnologen und Fotografen H. A. Bernatzik (1897-1953). – „Im Frühjahr 1918 begann Bernatzik ein Medizinstudium an der Universität Wien, das er 1920 aus finanziellen Gründen abbrach. Nach dem Abiturientenlehrgang an der Hochschule für Welthandel in Wien betätigte er sich unternehmerisch als Anlageberater und Manager für seine Verwandten. Die wichtigsten Firmengründungen waren Tochtergesellschaften der Farbenfabrik Marx in Gaaden bei Mödling. Finanziell unabhängig, begann Bernatzik 1930 wieder zu studieren, wechselte aber nun zu Ethnologie, Anthropologie und Psychologie; Juni 1932 Dr. phil. an der Universität Wien mit der Dissertation „Monographie der Kassanga“. Wegen methodischer Diskrepanzen zur Wiener Kulturkreistheorie habilitierte sich Bernatzik im Mai 1936 mit der Arbeit „Das Leben des Individuums und die Entwicklung des Kindes auf Owa Raha und Owa Riki“ für Völkerkunde an der Universität Graz. 1939 wurde er dort zum Dozenten und 1940 zum außerplanmäßigen Professor ernannt. Mitbedingt durch den Tod seiner ersten Frau unternahm Bernatzik immer ausgedehntere Reisen, u. a. nach Nordwestafrika (1923), Ägypten und Somalia (1925), in den anglo-ägyptischen Sudan (1927), nach Portugiesisch-Guinea (1930–31, gemeinsam mit dem Anthropologen Bernhard Struck), auf die Britischen Salomonen, nach Britisch-Neuguinea und Bali (1932–33) sowie nach Burma, Thailand und Französisch-Indochina (1936–37). Dabei beschäftigte er sich zunächst mit Tierbeobachtungen und der Jagd, doch ab 1927 rückte die Ethnographie in den Mittelpunkt seines Interesses. Über seine Reisen berichtete er in lebendig geschriebenen und mit exzellenten Fotografien ausgestatteten Büchern, die noch heute übersetzt werden, auf Lichtbildervorträgen und in Radiosendungen.“ (Peter Rohrbacher in ÖBL online). – Der meist fehlende Schutzumschlag mit kleinen Randläsuren, sehr gutes Exemplar.
Unser Preis: EUR 750,-- |
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