Riemann, Geschichte der Musiktheorie im IX. – XIX. Jahrhundert
Riemann, Geschichte der Musiktheorie im IX. - XIX. Jahrhundert
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Riemann, (Karl Wilhelm Julius) Hugo. Geschichte der Musiktheorie im IX. – XIX. Jahrhundert. Leipzig, Max Hesse 1898. 8°. XX, 529, (3) S. mit zahlr. Musikbeispielen. Orig.-Halbleinenband mit goldgepr. Rückentitel und dezenter Rückenvergoldung. NDB XXI, 592 ff. – Erste Ausgabe. – Der Musikwissenschaftler und -pädagoge und Komponist K. W. J. H. Riemann (1849-1919) „ist einer der Begründer der modernen universitären Musikwissenschaft. In dem Bestreben, diese als umfassendes System zu etablieren, versuchte er insbesondere, alle Einzeldisziplinen miteinander zu verbinden. R. unterschied zwischen Inhalt und Form der Musik. Tonhöhe, -stärke und Geschwindigkeit von Tonhöhen- und Tonstärkeveränderungen bezeichnete er als elementare Faktoren, die den musikalischen Ausdruck und damit den Inhalt konstituieren. Als formgebende Prinzipien sah er Harmonik und Rhythmik bzw. Metrik; durch sie avanciert das klangliche Geschehen erst zur musikalischen Kunst. Für R. konnte nur die Form von Musik sinnvoll Gegenstand der Lehre werden, woraus sich die Fülle von Werken zu Harmonielehre und Rhythmik bzw. Metrik erklärt. R.s Wissen hierüber mündete in seine Phrasierungslehre. Obwohl sich selbst Nietzsche der Idee einer syntaktischen Gliederung des musikalischen Geschehens nicht verschließen konnte, wurde dieses von R. mit Nachdruck betriebene Forschungsfeld heftig von Zeitgenossen attackiert. Erst um 1900 begann R. mit seinen umfassenden musikhistoriographischen Studien und Publikationen“ (M. Arntz in NDB). – Stempel eines dänischen Musikverlags auf dem Titelblatt, gutes Exemplar.
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