Breton, Pompeia
Breton, Pompeia
|
Breton, (François Pierre Hippolyte) Ernest. Pompeia. Décrite et dessinée, suivie d’une notice sur Herculanum. Séconde édition. Paris, Gide et Baudry 1855. 4° (27 x 18 cm.). [2] Bl., 372 S. mit 9 getönten Holzstich-Tafeln, einigen holzstichen im Text und 1 gefalteten lithogr. Plan. Weinroter Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und dekorativer Rücken- und Deckelvergoldung. Zweite Ausgabe, gegenüber der ersten Ausgabe aus demselben Jahr um 20 Seiten erweitert. – Der Maler, Illustrator, Schriftsteller und Archäologe E. Breton (1812-1875) studierte Kunst unter anderen bei Regnier, Watelet und Champin. Bereits 1829 bereiste er Italien. 1854 besuchte er die Ausgrabungen in Pompeji und Herculaneum. Da viele der damals freigelegten Wandmalereien, Inschriften und Pflasterungen durch Witterung und frühen Tourismus kurz nach der Freilegung verblassten oder zerstört wurden, ist seine Dokumentation heute eine unersetzliche Primärquelle für die Archäologie. Da Breton sowohl ausgebildeter Künstler als auch Archäologe war, vereint das Werk wissenschaftliche Präzision (wie detaillierte Grundrisse und topografische Pläne) mit ästhetisch hochwertigen Holzstichen. Er fertigte die Zeichnungen vor Ort meist selbst an und verknüpfte seine Beschreibungen systematisch mit anderen großen Dokumentationswerken seiner Epoche (wie dem monumentalen Bildwerk von Henri Roux Ainé). Das in späteren Auflagen immer wieder erweiterte Buch trug maßgeblich dazu bei, die Faszination für die verschütteten Vesuv-Städte im Europa des 19. Jahrhunderts zu popularisieren und den archäologischen Tourismus anzukurbeln. – Nur vereinzelt etwas braunfleckig, sehr schönes dekorativ gebundenes Exemplar.
Unser Preis: EUR 140,-- |
|



