Haydée – Woihsyk. Marcia Haydée. Stgt. 1987
Haydée - Woihsyk. Marcia Haydée. Stgt. 1987
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Haydée – Woihsyk, Rainer (Hrsg.). Marcia Haydée. Einführung Klaus Geitel. Grußwort Lothar Späth. Texte Maurice Béjart, Richard Cragun, John Neumeier. Stuttgart und Zürich, Belser Verlag (1987). 4°. 24 S. mit 112 Duotone-Tafeln von Michael Dannemann, Sabine Feil, Hannes Kilian, Leslie E. Spatt, Charles Tandy und Bernhard Widmann. Orig.-Pappband mit farbig illustr. Schutzumschlag. Erste Ausgabe. – Mit eigenhändiger Widmung von M. Haydée für Frankfurter Tanzpädagogin Angela Schmidt. – „Der Name Marcia Haydée ist unlösbar mit dem Aufstieg des Stuttgarter Balletts an die Weltspitze sowie seinem Direktor John Cranko verbunden. Als sie nach ihrer Ausbildung an der Royal Ballet School in London, ersten Auftritten am Theater ihrer Heimatstadt Rio, einem vierjährigen Engagement in der Grande Compagnie du Marquis de Cuevas zum Vortanzen nach Stuttgart kam, beeindruckte sie Cranko sofort, obwohl sie in dieser Zeit noch keine ausgefeilte Technik besaß, übergewichtig war und es ihr an Erfahrung fehlte. Er muß ihr großes darstellerisches Können erahnt haben, das ihr gleichermaßen bei tragischen wie komischen Stücken zugute kommt. Haydée wurde Crankos Muse und inspirierte ihn zu seinen schönsten Werken. Unvergeßlich ihre Julia, ihre Tatjana aus Onegin oder Katharina aus Der Widerspenstigen Zähmung oder – in der Choreographie von John Neumeier – die Kameliendame und Blanche aus Endstation Sehnsucht (um nur einige ihrer Rollen zu nennen). … Das Stuttgarter Ballett mit Haydée erobert in den 60er Jahren nacheinander die Hochburgen Leningrad, Moskau, New York, London und begeistert während seiner Tourneen Menschen auf der ganzen Welt. Nach dem plötzlichen Tod Crankos 1973 bietet man Haydée seine Nachfolge an, die sie jedoch erst drei Jahre später annimmt. Sie bemüht sich um die Bewahrung seiner Choreographien und pflegt auch seinen familiären Führungsstil: Mutter der Compagnie nennen ihre TänzerInnen sie. Gleichzeitig fördert sie Talente und gibt jungen Choreographen, z.B. William Forsythe, Gelegenheit, am Stuttgarter Theater zu inszenieren. In den 80er Jahren entwickelt sich eine intensive Zusammenarbeit mit Maurice Béjart, den sie als Tänzerin ähnlich inspiriert wie seinerzeit Cranko. Haydée startet schließlich eine neue Karriere als Choreographin. … 1996 verkündet sie ihr Ausscheiden als Ballettdirektorin. Zwei Jahre zieht sie sich zurück, doch sie kann ohne den Tanz nicht leben. Sie kehrt nicht als Ballerina auf die Bühne zurück, sondern erobert sich mit dem brasilianischen Tänzer Ismael Ivo als Partner das Tanztheater“ (A. v. Hoop in fembio(dot)org). – Die Widmungsempfängerin A. Schmidt war seit Anfang der 2000er Jahre Professorin für Klassischen Tanz, Repertoire und Variationen an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main (HfMDK). – Sehr gutes Exemplar.
Unser Preis: EUR 100,-- |
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