Richelieu, Traitté de la perfection du Chrestien
Richelieu, Traitté de la perfection du Chrestien
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Richelieu, (Armand Jean du Plessis) de. Traitté de la perfection du Chrestien. Seconde édition. Paris, Anthoine Vitré 1647. 4° (25 x 19 cm.). [10] Bl., 488 S., [2] Bl. mit gestoch. illustr. Titel, 65 gestoch. Vignetten und 47 gestoch. Initialen (von Claude Mellan). Kalbslederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild, floraler Rückenvergoldung und zweifachen Deckel-Fileten. Cioranescu III, 58641. Goldsmith, Catalogue of French Books 1601–1700 846.l.12. Nicht bei Brunet und Graesse. – Zweite Ausgabe des zuerst 1646 posthum erschienenen Hauptwerks des berühmten französischen Kardinals und Politikers. Ein theologischer Bestseller in Frankreich im 17. Jahrhundert. Das 1639 fertiggestellte Werk knüpft an sein erstes pastorales Werk an, „Die Unterweisung des Christen“ (1618), das er verfasste, als er Bischof von Luçon war. Das Werk entstand inmitten der heftigsten theologischen Debatten des Grand Siècle. Während der Jansenismus (vertreten durch Antoine Arnauld und das Kloster Port-Royal) eine extreme Strenge lehrte und den Zugang zur Kommunion stark einschränken wollte, positionierte sich Richelieu in seinem Traktat als pragmatischer Seelsorger, der den häufigen Empfang der Sakramente als Weg zur Vollkommenheit empfahl. Richelieu predigt hier eine „Spiritualität der Pflicht“, bei der die Perfektion des Christen nicht in der Weltflucht, sondern im rationalen, gottgefälligen Handeln innerhalb seines Standes liegt. – Mit virtuosem Buchschmuck des Kupferstechers, Zeichners und Malers Claude Mellan (1598-1688) der 1637 von König Louis XIII. zum „Graveur du Roi“ (königlichen Kupferstecher) ernannt wurde und in engem Kontakt mit Richelieu und Mazarin stand. – Einband berieben, Gelenke am Kapital etwas angeplatzt, gutes sauberes und breitrandiges Exemplar des prachtvollen Barockwerks.
Unser Preis: EUR 400,-- |
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