Textor, Grundzüge zur Lehre der chirurgischen Operationen, welche mit bewaffnete…
Textor, Grundzüge zur Lehre der chirurgischen Operationen, welche mit bewaffnete
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Textor, (Joseph) Cajetan v. Grundzüge zur Lehre der chirurgischen Operationen, welche mit bewaffneter Hand unternommen werden. Würzburg, Stahel’sche Buchhandlung 1835. 8°. XIV, 447 S., [1] Bl. mit 7 Abbildungen auf 4 gestoch. ausfaltbaren Tafeln. Pappband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild. Hirsch/Hübotter V, 527 f. NDB XXVI, 64. – Erste Ausgabe. – J. C. v. Cajetan (1782-1860), seit 1816 Professor an der Universität Würzburg, war einer der bedeutendsten Chirurgen seiner Zeit. „Auf operativem Gebiet führte T. die Amputation mit Deckung durch Hautlappen wieder ein, wagte sich an die diffizilen Exartikulationen (Absetzung eines Gliedes in einem Gelenk durch Eröffnung und Durchschneidung der Gelenkbänder, ohne Durchtrennung des Knochens), den Radikalschnitt beim Wasserbruch, die Resektionen (Ausschneidungen der Knochen) bei Gangrän und an die Operation bei Nekrosen. Eine wichtige Voraussetzung für T.s Erfolge war die Fortentwicklung chirurgischer Instrumente und Apparaturen zur Fixation und Korrektur von Knochen bzw. Frakturen. Sein Schüler Bernhard Heine (1800–46), der später als Mechaniker und Orthopäde v. a. mit seinem Osteotom berühmt wurde, entwickelte u. a. eine Extensionsmaschine, mit der T. bereits 1816 einen doppelten Oberschenkelbruch ohne jede Verkürzung heilte. … T.s Hauptbedeutung liegt auf dem Gebiet der Knochen- und Gelenkchirurgie, wo er als Meister der Resektionen und der Osteotomie galt. Noch heute kennt man in der Chirurgie den sog. Textorschnitt, einen Bogenschnitt zur Totalresektion des Kniegelenks“ (W. E. Gerabek in NDB). – Einband berieben, Frontispiz fehlt, stellenweise gebräunt und etwas braunfleckig.
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