Gottfried von Strassburg, Werke
Gottfried von Strassburg, Werke
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Gottfried von Strassburg. Werke. Aus den beßten Handschriften mit Einleitung und Wörterbuch. Herausgegeben von Friedr(ich) Heinr(ich) von der Hagen. 2 Bände. Breslau, Max und Komp. 1823. 8°. XIV, 321 S.; 461, (3) S. mit gestoch. Frontispiz von Ludwig Meyer. Weinrote Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückentiteln und Linienvergoldung. ADB X, 335. Goedeke I, 100, 42. NDB VII, 476 ff. – Erste Ausgabe. – I. Tristan und Isolde mit Ulrichs von Turheim Fortsetzung. – II. Heinrichs von Friberg Fortsetzung von Gottfrieds Tristan. Gottfrieds Minnelieder. Die alten französischen, englischen, walisischen und spanischen Gedichte von Tristan und Isolde. Die Texte werden durch ein 139 Seiten umfassendes Wörterbuch erschlossen. – F. H. von der Hagen (1780-1856), „seit 1801 als Referendar am Kammergericht in Berlin, wurde er durch A. W. Schlegels Vorlesungen im Winter 1803/04 zum Studium des Nibelungenlieds geführt. Johannes von Müller förderte seine Bemühungen, indem er ihm Zugang zu Handschriften verschaffte. Schon die Proben einer „Erneuung“ des Nibelungenlieds in der „Eunomia“ 1805 weckten Goethes Aufmerksamkeit; die erste Ausgabe (Der Nibelungen Lied, 1807) veranlaßte ihn zu Stegreifübersetzungen des Liedes, die er in seiner Mittwochsgesellschaft gab. Die Briefe H.s und seines Freundes Johann Gustav Büsching an Goethe haben in den folgenden Jahren viel dazu beigetragen, Goethes Hinwendung zur altdeutschen Poesie und Kunst mit immer neuen Anregungen zu bereichern. … Sprachlich gab er eine Zwischenform von Mittelhochdeutsch und neuhochdeutscher Übersetzung, die Wilhelm Grimms heftige Kritik hervorrief. Der Gegensatz zwischen den Brüdern Grimm und H. sowie späterhin der zwischen Karl Lachmann und H. beruhte vornehmlich auf der autodidaktischen Verfahrensweise H.s bei der Edition mittelalterlicher Texte, die ihm zeitlebens eigentümlich blieb. Ihm kam es auf die stoffliche Erschließung an, kaum auf die philologisch-kritische Wiederherstellung der historisch getreuen Sprachgestalt. 1810 wurde H. nach mehrmaligem eigenem Antrag zum außerordentlichen Professor der deutschen Sprache und Literatur an der neu gegründeten Universität Berlin ernannt, von wo er jedoch schon im folgenden Jahr Büsching nach Breslau folgte. Dort war er als Bibliothekar und als außerordentlicher Professor an der Universität tätig“ (A. Elschenbroich in NDB). – Schönes Exemplar aus der Bibliothek des elsässischen Politikers Eduard Freiherr von Türckheim (1829-1909) mit dessen Wappen-Exlibris.
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