NEUER E-KATALOG: Neueingänge September 2026 – Wir stellen aus: Polycopies Photobook-Fair, Paris, Bateau Concorde-Atlantique – Port de Solferino, 11.-15. November 2026, [http://www.polycopies.net/] – Gemeinschaftskatalog zusammen mit Antiquariat Norbert Knöll, Lüneburg: POPKULTUR / POP CULTURE Bücher, Fotografien, Schallplatten und Graphik. – PHOTOGRAPHIE / PHOTOGRAPHY – wichtige Fotobücher von 1839 bis heute, darunter zahlreiche Widmungsexemplare und Bücher mit Orig.-Photographien (kann unter „Aktuelle Kataloge“ abgerufen werden). – Außerdem finden Sie Beiträge von uns im virtuellen „Schaufenster“ des Verbandes Deutscher Antiquare (VDA) [https://schaufenster.antiquare.de/trefferliste.php?ID=22] (oder über „Links“ VDA) – Versandkosten ins Ausland auf Anfrage. – Besuchen Sie uns in unserem neuen Ladengeschäft in der Kaiserstrasse 99 in Karlsruhe (Mo.-Fr. 11-18 Uhr, Sam. 11-16 Uhr) mit einer reichen Auswahl seltener und schöner Bücher aus allen Gebieten, Graphik und Photographien. – Instagram: rarebookskarlsruhe – NEW E-CATALOGUE: New arrivals August 2026 – We are exhibiting at: Polycopies Photobook Fair, Paris, Bateau Concorde-Atlantique – Port de Solferino, 11–15 November 2026, http://www.polycopies.net/ – Joint catalogue with Antiquariat Norbert Knöll, Lüneburg: POP CULTURE – books, photographs, records and prints. – PHOTOGRAPHY – important photobooks from 1839 to the present day, including numerous signed copies and books containing original photographs (available under ‘Current Catalogues’). – You will also find our listings in the virtual ‘shop window’ of the Association of German Antiquarian Booksellers (VDA) at https://schaufenster.antiquare.de/trefferliste.php?ID=22 (or via the ‘Links’ section on the VDA website) – postage costs for international orders available on request. – Visit us at our new shop at Kaiserstrasse 99 in Karlsruhe (Mon–Fri 11am–6pm, Sat 11am–4pm), where you’ll find a rich selection of rare and beautiful books from all subject areas, as well as prints and photographs. – Instagram: rarebookskarlsruhe

Spoerl, Die Feuerzangenbowle

Spoerl, Die Feuerzangenbowle

Spoerl, Heinrich (und Hans Reimann). Die Feuerzangenbowle. Eine Lausbüberei in der Kleinstadt. 1.-20. Tausend. Düsseldorf, Verlag der Mittag-Bücherei o. J. (1933). 8°. 189 S., [2] Bl. Orig.-Halbleinenband. (Romane der Mittag-Bücherei).

Sehr seltene erste Ausgabe des Romans, der durch die Verfilmung 1944 mit Heinz Rühmann berühmt wurde. Unzensierte Urfassung mit in späteren Ausgaben und der Verfilmung geänderten Stellen. So wurde der Ort der Handlung „Oderwitz“ (S. 14) später in „Babenberg“ geändert und die Erwähnung von Albert Einstein (S. 137) getilgt und Marlene Dietrich (S. 160) durch Eleonore Duse ersetzt. – „Spoerl versuchte sich bereits in den 1920er Jahren als Schriftsteller. 1926 erarbeitete er zusammen mit seinem Freund Hans Müller-Schlösser eine Fortsetzung von dessen Erfolgsstück Schneider Wibbel. 1928 entwarf er eine Kriminalkomödie mit dem Titel Der Seitensprung, die er ein Jahr später dem Schauspielhaus in Düsseldorf anbot. Nach der Ablehnung suchte er sich einen Arbeitspartner, der den Text theaterwirksam bearbeiten sollte. Dies war der Leipziger Satiriker und Humorist Hans Reimann, der die gemeinsame Fassung unter dem Titel Der beschleunigte Personenzug im Gustav Kiepenheuer Bühnenvertrieb unterbrachte. Danach arbeitete Spoerl an verschiedenen Projektideen und Entwürfen, wovon er Reimann in zahlreichen Briefen berichtete, darunter auch Der Maulkorb. Zu einer Zusammenarbeit kam es aber erst wieder während eines gemeinsamen Urlaubs am Starnberger See, wo unter anderem das Exposé für einen Tonfilm mit dem Arbeitstitel Der Flegel entstand. Reimann, der über gute Beziehungen verfügte, bot es mehreren Filmproduktionsfirmen an. Weil diese Pläne scheiterten, arbeitete Spoerl den Text zu einem Roman um, den er Die Feuerzangenbowle betitelte und für den er nur noch wenige Anregungen von Reimann übernahm, von denen er die meisten in einer späteren Auflage strich. Reimann glaubte nicht an den Erfolg des Romans und distanzierte sich davon. Tatsächlich bot ihn Spoerl zunächst ohne Erfolg mehreren Verlagen an. Erst 1933 gelang es seiner Ehefrau Trude aufgrund ihrer freundschaftlichen Beziehungen zur Düsseldorfer Verlegerfamilie Droste, den Text unterzubringen. Nach einem Abdruck im Mittag erschien die Buchausgabe der Feuerzangenbowle zunächst im Verlag der Mittag-Bücherei, Industrieverlag Düsseldorf, aus dem später der Droste Verlag hervorging; den Umschlag gestaltete Otto Pankok. Nach Spoerls Zeitungs- und Bucherfolg gelang es nun auch Reimann, eine Produktionsfirma für den Stoff zu interessieren. Ende 1933 erwarb Cicero-Film die Filmrechte. Das Drehbuch verfasste Reimann zusammen mit Robert A. Stemmle, dem Regisseur des Films, der wenige Monate später unter dem Titel So ein Flegel herauskam, mit Heinz Rühmann in einer Doppelrolle. Spoerl war daran nicht beteiligt“ (Wikipedia). – Deckel und Vorsätze etwas braunfleckig, gutes Exemplar.

Unser Preis: EUR 240,-- 

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