Koch und Seitz, Das Heidelberger Schloß
Koch und Seitz, Das Heidelberger Schloß
|
Koch, Julius und Fritz Seitz. Das Heidelberger Schloß. Mit Genehmigung des Grossherzoglich badischen Ministeriums der Finanzen herausgegeben. Erste (und) zweite Abtheilung. 2 Bände (Text und Tafelband). Darmstadt, Arnold Bergsträsser (1887)-1891. Imperial-Folio (44,5 x 33 cm.). V, 134 S. mit 38 Abbildungen im Text; [4] Bl., 60 doppelblattgr. Tafeln in Lichtdruck. Orig.-Leinenband und Orig.-Halblederband. Lautenschlager II, 23348. – Einzige Ausgabe, sehr selten. – Das Monumentalwerk gilt bis heute als eine der präzisesten historischen Bestandsaufnahmen der Heidelberger Schlossanlage. – „Als Folge der Napoleonischen Kriege zu Beginn des 19. Jahrhunderts entstand in den deutschen Ländern ein zunehmender Patriotismus. Nach dem Sieg über Frankreich und der Gründung des Deutschen Reichs 1871 sollte die nationale Größe Deutschlands auch in seinen mächtigen Bauwerken sichtbar werden. Das durch französische Truppen zerstörte Schloss Heidelberg bot sich nach Ansicht vieler Zeitgenossen als Nationaldenkmal an. Der Wiederaufbau wurde beschlossen. 1883 richteten die badischen Behörden ein Schlossbaubüro ein. Die Architekten Julius Koch und Fritz Seitz dokumentierten in einem umfangreichen Planwerk den Zustand der Schlossruine. Das Abschlussgutachten von 1891 lehnte überraschenderweise den Wiederaufbau ab und empfahl, nur technische Schutzmaßnahmen durchzuführen. Viele Menschen sehnten sich jedoch nach einer Wiederherstellung des alten Glanzes. Es entzündete sich ein heftiger Streit in Politik und Fachwelt um das weitere Vorgehen. … Der große deutsche Kunsthistoriker Georg Dehio prägte damals den Satz: „Konservieren, nicht restaurieren!“. Diese Meinung setzte sich durch. Trotz hitziger Debatten blieben weitere Rekonstruktionspläne in der Schublade. Die übrigen Gebäude wurden lediglich in ihrem Bestand gesichert. Der Friedrichsbau ist das einzige Zeugnis für den Wunsch nach Wiederaufbau“ (schloss-heidelberg(dot)de). – Rücken des Textbands etwas fleckig, Stempel auf den Titelblättern, sehr gutes sauberes Exemplar.
Unser Preis: EUR 800,-- |
|



