Oekonomische Vorschläge zur Verbesserung der Moor und Sandgegenden
Oekonomische Vorschläge zur Verbesserung der Moor und Sandgegenden
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Oekonomische Vorschläge zur Verbesserung der Moor und Sandgegenden. Altona und Leipzig, In Kommißion bey J. H. Kaven 1792. 8°. [6] Bl., XVI S., [6] Bl., 307 S. Interimskarton der Zeit. VD18 12718874. – Seltenes Werk zur sogenannten Melioration (Bodenverbesserung) und landwirtschaftlichen Binnenkolonisation in Norddeutschland. Unter dem Einfluss des Merkantilismus und der Physiokratie versuchte der Staat, bislang unfruchtbare „Wüsteneien“ (wie die Geest-Sandböden und ausgedehnten Moore) urbar zu machen, um die Nahrungsmittelproduktion zu steigern, unabhängig von Importen zu werden und neue Steuereinnahmen zu generieren. Obwohl die Vorschläge von 1792 theoretisch schlüssig waren, scheiterten viele dieser frühen Projekte in Schleswig-Holstein und den Altonaer Randgebieten in den ersten Jahrzehnten. Es fehlte schlicht an ausreichendem Viehdünger, an tiefen Eisenpflügen (um den harten „Ortstein“ im Sandboden zu durchbrechen) und an Transportmitteln für den großflächigen Mergeltransport. Erst ein Jahrhundert später, mit der Einführung von künstlichem Mineraldünger und Dampfpflügen im späten 19. Jahrhundert, wurden diese ökonomischen Visionen vollends Realität. – Umschlag angestaubt, durchgehend braunfleckig und etwas gebräunt.
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