Laurière, De l’origine du droit d’amortissement
Laurière, De l'origine du droit d'amortissement
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L(aurière), Eusèbe (Jacques) de. De l’origine du droit d’amortissement. Paris, Jerôme Bobin 1692. Kl-8° (17 x 10 cm.). [6] Bl., 212 S., [1] Bl., 75 S., [1] Bl., 52 S. Moderner Halblederband mit Rückenvergoldung. Barbier III, 745. – Erste Ausgabe der ersten Veröffentlichung des bedeutenden franz. Juristen E. J. de Laurière (1659-1728), der zusammen mit Claude Berroyer und Claude-Alexis Loger später die „Ordonnances des rois de France de la troisième race, recueillies par ordre chronologique“ herausgegeben hat (Paris 1723-1728). – „Personne n’a plus approfondi que Laurière la jurisprudence et l’origine des lois“ (Voltaire). – Unter der Amortisation verstand man damals die steuerliche oder rechtliche Ablösung bzw. Genehmigung, die erforderlich war, wenn Grundbesitz an die „tote Hand“ (mainmorte) – meistens die Kirche oder Klöster – übertragen wurde. Da die Kirche keine Erbschaftsteuern zahlte und Besitztümer dauerhaft behielt, entgingen dem König und den Lehnsherren fortlaufend Einnahmen. Laurière untersuchte die historische Entwicklung dieses Rechtsinstituts, um die Vorrechte der Krone und des weltlichen Rechts gegenüber den Ansprüchen der Kirche historisch-juristisch zu begründen. Es markiert den Beginn seiner juristischen Karriere, in deren Verlauf er zu einem der wichtigsten Kompilatoren und Editoren des alten französischen Gewohnheitsrechts (Coutumes) aufstieg. – Einband fachgerecht erneuert, gutes Exemplar.
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