Gesamtbestand
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Beschreibung Gesamte Buchaufnahme |
Preis EUR |
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| Bacon – Alley, Ronald. Francis Bacon. Catalogue Raisonne and documentation by Ronald Alley. Introduction by John Rothenstein. London, Thames & Hudson (1964). 4°. 292 S. mit 287 (27 farbigen und montierten) Tafeln. Orig.-Leinenband mit farbig illustr. Schutzumschlag und Japanpapier-Schutzumschlag.
Sehr gutes Exemplar. – Fine copy with very good dust jacket and halftransparent paper dust wrapper. Schlagwörter: Catalogue raisonné, Catalogues raisonnés, Werkverzeichnis, Werkverzeichnisse |
350,-- | ![]() |
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| Zweig, Arnold. Das Beil von Wandsbek. Roman 1938 – 1943. Stockholm, Neuer Verlag (1947). 8°. 682 S., [3] Bl. Orig.-Leinenband mit 2 goldgepr. Rückenschildern.
Sternfeld/Tiedemann 568. W.-G.² 59. – Erste deutsche Ausgabe. Neubearbeitung der hebräischen Originalausgabe von 1943. – Sehr gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Exil, Exilliteratur, Nationalsozialismus |
40,-- | ![]() |
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| Aalto – Fleig, Karl (Hrsg.). Alvar Aalto. (Vorwort Hans Girsberger, Einleitung Göran Schildt). Zürich, Editions Girsberger und Stuttgart, Karl Krämer o. J. (1963). Quer-Gr.-8° (23,5 x 28,3 cm.). 271 S. mit zahlr. Abbildungen und Grundrissen. Orig.-Leinenband mit Schutzumschlag.
Erste Ausgabe des ersten Werkverzeichnisses. – Texte in Deutsch, Französisch und Englisch. – Der meist fehlende Schutzumschlag mit kleinem Randeinriss am Vorderdeckel, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Catalogue raisonné, Catalogues raisonnés, Werkverzeichnis, Werkverzeichnisse |
80,-- | ![]() |
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| Breuer – Jones, Cranston (Légendes et introduction). Marcel Breuer. Réalisations et projets 1921-1962. (Traduction en francais par Janine Flitz). Paris, Èditions Vincent, Fréal & Cie. (1963). Quer-4° (22,5 x 28 cm.). [264] S. mit zahlr., teils farbigen Abbildungen und Grundrissen. Orig.-Leinenband mit illustr. Schutzumschlag.
Erste französische Ausgabe; die amerikanische Orig.-Ausgabe erschien gleichzeitig mit der deutschen Ausgabe 1962. – Schutzumschlag mit kleinem Randeinriss am Vorderdeckel, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Bauhaus, Catalogue raisonné, Catalogues raisonnés, Werkverzeichnis, Werkverzeichnisse |
120,-- | ![]() |
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| Popova – Sarabianov (Sarab’janov), Dmitrij V(adimirovic) and Natalia L. Adaskina. (Liubov Sergeevna) Popova. Translated from the Russian by Marian Schwartz. New York, Harry N. Abrams (1990). Gr.-4° (32 x 27 cm.). 396 S. mit 133 Farbtafeln und 300 Abbildungen. Orig.-Leinenband mit farbig illustr. Schutzumschlag.
Erste englische Ausgabe. – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Avantgarde, Constructivism (Art), Konstruktivismus, Russian Avantgarde |
60,-- | ![]() |
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| Guillaumin – Serret, Georges et Dominique Fabiani. Armand Guillaumin 1841 – 1927. Catalogue raisonné de l’oeuvre peint. Précédé de Armand Guillaumin dans son temps par Raymond Schmit. Paris, Editions Mayer (1971). 4°. 569 S., [1] Bl. mit 847 teils farbige und montierte Abbildungen. Orig.-Kunstledereinband mit goldgepr. Rückentitel und farbigem Deckelbild.
Maßgebliches Werkverzeichnis mit Abbildungen aller Gemälde Guillaumins. – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Catalogue raisonné, Catalogues raisonnés, Impressionism, Impressionismus, Werkverzeichnis, Werkverzeichnisse |
500,-- | ![]() |
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| Lawrence, D(avid) H(erbert). Lady Chatterley’s Lover. Hamburg, Paris, Bologna, The Odyssey Press (1933). 8°. 359, (3) S. Orig.-Kartonumschlag. (The Albatross modern continental Library, 56).
Seltene Taschenbuch-Ausgabe der dritten Fassung des berühmten erotischen Romans; herausgegeben und mit einem offenen Brief von Frida Lawrence vom 26. Januar 1933. – „Not to be Introduced into the British Empire or the U.S.A“. – „L. begann seinen letzten Roman im Okt. 1926 in Italien. Ende Februar des folgenden Jahres lag die erste Fassung vor (die unter dem Titel „The First Lady Chatterley“ erstmals veröffentlicht wurde), eine verhältnismäßig kurze Skizze mit starken politischen Akzenten, die L. noch im Sommer desselben Jahres umarbeitete. In einer erneuten Revision 1927 bis Jan. 1928) bemühte sich der Autor um größere Plausibilität der Handlung. In allen Barbeitungen fällt die zunehmende Offenheit in der Darstellung der Liebesszenen auf. 1928 erschien die dritte und endgültige Version als Privatdruck in Florenz. Von ihm nicht autorisierte Nachdrucke veranlaßten L., 1929 in Paris eine Volksausgabe herauszugeben“ (KLL). – „In “Accumulated Mail” (1925) Lawrence wrote that “it’s no fun, writing unpopular books” (RDP 239). But generally he was keen to see his books sold. When Lady Chatterley’s Lover (1928) was widely pirated he sought to beat the pirates at their own game by arranging for the so-called “Paris Popular Edition” of Lady Chatterley’s Lover to be published there in 1929 with an initial print run of 3000 copies. It was quickly followed by second and third printings of the same quantity. Lawrence’s wish is confirmed by Frieda Lawrence in her “open letter” prefixed to the Odyssey Press edition of the book published in 1933, where she stated that Lawrence “wanted to reach the people he voiced and from whom he came”. This paper will explore the intended audience of the Florence first edition, bearing in mind the print run of only 1000 copies. It will then look at Lawrence’s view of the piracies, with some illustrations of those, and then consider whether the Paris Popular Edition marked a rethink by Lawrence of who the intended audience was or whether it was a natural progression from the Florence first edition. Finally, comparisons will be made with other editions of Lawrence’s books that were considered to be “popular’’ editions“ (J. Long, D.H. Lawrence, Lady Chatterley’s Lover and “Popular” Editions, Études Lawrenciennes [Online] 54, 2022). – Rücken etwas aufgehellt, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Erotica |
100,-- | ![]() |
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| Hoffmann, E(rnst) T(heodor) A(madeus). Juristische Arbeiten. Herausgegeben und erläutert von Friedrich Schnapp. München, Winkler Verlag (1973). 8°. 610 S. Orig.-Leinenband mit Schutzumschlag.
„Der wichtigste und umfangreichste Teil des Buches besteht aus mehr als 100 Schriftstücken, die Hoffmann als Mitglied der ‚Königlichen Immediat-Untersuchungs-Kommission zur Ermittlung hochverräterischer Verbindungen und anderer gefährlicher Umtriebe‘ in den Jahren 1819-1820 verfasst hat und die nahezu alle unbekannt waren. Darunter befinden sich so brisante Stücke wie Hoffmanns Gutachten zum Landesverratsprozess gegen den Turnvater Jahn“ (F. Schnapp). – Sehr gutes Exemplar. |
30,-- | ![]() |
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| Puhlmann, Gerhard, (Max Ittenbach) u. a. Die Stalinallee. Nationales Aufbauprogramm 1952. Berlin, Verlag der Nation (1952). Folio (34,5 x 25 cm.). [102] Bl. mit 286 Abbildungen, 3 Fotomontagen und Illustrationen. Orig.-Halbleinenband.
Parr/Badger I, 182. – Erste Ausgabe des seltenen Propaganda-Fotobuchs über die Berliner Prachtstraße. – Das Werk „sollte einen Beitrag dazu leisten, die Überlegenheit des Sozialismus darzustellen und zeigen, wie der sozialistische Staat für die Arbeiterklasse sorgt, indem großzügig anspruchsvolle Wohnungen gebaut werden. Das Entstehen der Straße sollte ursprünglich nur filmdokumentarisch begleitet werden. Da Gerhard Puhlmann aber den Architekten Professor Hermann Henselmann persönlich kannte, verantwortlich für die Wohnbebauung am Strausberger Platz und den ersten Abschnitt der Stalinallee, sicherte er sich den Auftrag für die fotografische Begleitung des gesamten Bauvorhabens und konnte so die ganze Bandbreite seines Könnens auf brillante Weise unter Beweis stellen. Die hohe Qualität von Puhlmanns Arbeit an diesem Projekt wurde geehrt mit dem Nationalpreis 1. Klasse, verbunden mit einem Geldpreis von 100.000 Mark. 1953 betrug das durchschnittliche Monatseinkommen in der DDR laut Rententabelle 324 Mark“ (Zu einer Neuausgabe im Berlin Story Verlag 2022). – „Propaganda-Fotobücher gibt es in allen Formen, Größen und Ideologien. Manchmal erzählen sie Halbwahrheiten, manchmal lügen sie unverhohlen, manchmal sind sie so sachlich wie Unternehmensberichte. Gerhard Puhlmanns fotografische Dokumentation des viel gepriesenen Wiederaufbauprojekts der DDR gehört zwar eindeutig zur letzteren Kategorie, den harmlosesten Propagandabüchern, lobt aber dennoch eindeutig die Vorzüge des Vorhabens. Die Stalinallee, die 1961 (als Stalins Name in Ungnade fiel) in Frankfurter Allee und Karl-Marx-Allee umbenannt wurde, war das wichtigste städtebauliche Projekt, das in Ost-Berlin durchgeführt wurde. Dieser riesige, 75 bis 80 Meter breite Ost-West-Boulevard endete am Alexanderplatz, dem Zentrum des sowjetisch besetzten Berlins. Entworfen von einem Team unter der Leitung des ostdeutschen Architekten Heinrich Henselmann, war es ein äußerst ehrgeiziges Projekt, dessen erste Phase in Puhlmanns Buch liebevoll dokumentiert wurde“ (M. Parr). – Deckel etwas angestaubt, gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Berlin, Propaganda, Städtebau |
280,-- | ![]() |
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| Cartier-Bresson, Henri. Images à la sauvette. Photographies. Paris, Éditions Verve (1952). Folio (37 x 28 cm.). [148] S. mit 126 Duotone-Tafeln. Farbig illustr. Orig.-Pappband (von Henri Matisse) und Japan-Papierschutzumschlag.
Auer 343. Koetzle, Fotografen A-Z 66 f. Roth, The book of 101 books 134. Sinibaldi/Couturier 99. Vgl. Parr/Badger I, 207 f. und Roth, The Open Book 154 f. (beide parallel erschienene amerikanische Ausgabe „The Decisive Moment“, „because their publication in the United States made Cartier-Bresson an international superstar“). – Erste Ausgabe. – Mit eigenhändiger Widmung von H. Cartier-Bresson „à Monsieur Hans Saebens avec mon trés cordial souvenir Henri Cartier-Bresson, Hamburg 1952“ und 2 Orig.-Portraitphotographien von H. Cartier-Bresson. – Der Bremer Maler, Grafiker und Fotograf Hans Saebens (1895-1969) lebte im Künstlerdorf Worpswede bei Bremen und begann bereits 1932 mit der Leica zu fotografieren. – „Seit Oskar Barnacks Erfindung der Leica, jener Kleinbildkamera, die durch ihre reduzierte Größe den Fotografen mitten ins Geschehen rückte und ihm ermöglichte, direkt unter seinen Motiven zu arbeiten, war die moderne Bildreportage geboren. Der Fotograf wurde nun flexibel, die Kamera ermöglichte es ihm, aus dem Geschehen heraus seine Bilder zu schießen und ohne zu auffällig zu werden, den Decisive Moment, den entscheidenden Moment, auszunutzen. Henri Cartier-Bresson, den Saebens 1953 in Hamburg traf, hatte im Jahr zuvor die Theorie des Decisive Moment aufgestellt. „Für mich besteht das Wesen der Fotografie in der Fähigkeit, in Bruchteilen einer Sekunde Bedeutung und Gewicht eines Ereignisses zu erfassen und gleichzeitig in eine Form zu bannen, die das Wesen dieses Geschehens gültig ausdrückt“, schreibt Cartier-Bresson (In: Leica-Fotografie 1953, Heft 1, S. 4). Und damit nutzte er – im Gegensatz zu Saebens – die Möglichkeiten aus, die die Leica dem Fotografen bietet“ (Wikipedia). – „Strictly speaking … a monograph of Cartier-Bresson’s best work, but it has overriding unifying factors that elevate it into … one of the greatest of all photobooks …“ (Parr/Badger). – Henri Cartier-Bresson (1908–2004) gilt als der Wegbereiter des modernen Fotojournalismus. Gemeinsam mit Robert Capa und David »Chim« Seymour gründete er 1947 die Fotografenkooperative und -Agentur „Magnum“. Sein Blick für das Skurrile im Alltag war legendär. Er fotografierte unter anderem in Spanien, Kamerun, Italien, Indien, Pakistan, China, Mexiko und den USA. – Sehr gutes Exemplar mit bedeutender Provienz. Schlagwörter: Signierte Bücher, Widmungsexemplar |
6.000,-- | ![]() |
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| Klein, William New York. Life is good for you and good in New York Trance witness Reveals: Trance Witness Revels. London, Photography Magazine (1956). 4°. 192 p. with 188 Pictures on plates and Booklet (16 p., „Delay may be serious now free…“). Original cloth binding with color illustrated dust jacket. (Album Petite Planète, Vol. 1).
Auer 365. Parr/Badger I, 243. Roth, The Book of 801 Books 140 ff. Roth, The Open Book 165 f. – First edition in England (“Imprimé en Suisse”). The first printing of the first edition was published by Editions du Seul in Paris. – „By virtue of its preface, written by Jack Kerouac, Robert Frank’s The Americans is usually regarded as the epitome of the Beat photobook. But William Klein’s magnum opus, Life is good for you and good in New York Trance witness Reveals: Trance Witness Revels, a book with Beat mantra for a title, surely has the edge in this regard. This is partly because it was the earlier model, partly because it is less political and more exuberant, and impotantly, because its conception is so complete – photographs, layout, design, topography, ‚found‘ ephemera coalescing into what is in effect one of the first great ‚Pop‘ books. … Klein’s masterpiece reminds us that much great, serious art is often about play, archieved simply by experimenting with the possibilities of the material. Forget trance and witness – the revels are the thing“ (Parr/Badger). – „With no interest from American publishers, Klein went back to Paris and set to work on a graphic design that was as aggressive and idiosyncratic as its photos. „I saw the book as a tabloid gone berserk, gross, over-inked, brutal layout, bull-horn headlines,“ he wrote in its radically revised 1995 edition. „This is what New York deserved and would get.“ Published in France, Italy, and England, but not in America, Life is good for you and good in New York was a sensation“ (A. Roth). – Dust jacket on the back cover with a repaired tear along the edge; a very good copy. Schlagwörter: New York, Pop art, Pop-Kultur, Street photography |
2.200,-- | ![]() |
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| Wienbarg, L(udolf Christian). Aesthetische Feldzüge. Dem jungen Deutschland gewidmet. Hamburg, Hoffmann und Campe 1834. 8°. Halblederband um 1900 mit goldgepr. Rückentitel und Linienvergoldung.
ADB XLII, 419 f. Slg. Borst 1740. Hamburger Schriftstellerlexikon VIII, 26. Houben I, 605 ff. Kayser, Hamburger Bücher 110. – Sehr seltene erste Ausgabe der Vorlesungen des Altonaer Philosophen, Philologen und Journalist, welche er 1833 als Privatdozent an der Kieler Universität hielt. Wienbargs Hauptwerk, die wichtigste theoretische und zugleich programmatische Schrift des „Jungen Deutschland“. Das Werk prägte den Namen einer ganzen Epoche, mit seiner Einleitung hat Wienbarg ganz wesentlich zur Verbreitung des Begriffs beigetragen. – 1835 gründete L. C. Wienbarg (1802-1872) in Frankfurt am Main zusammen mit Karl „Gutzkow die Zeitschrift „Deutsche Revue“, die jedoch bald staatlich unterdrückt ward. Seine Schriften wurden vom Bundestag verboten und er aus Frankfurt polizeilich ausgewiesen. Nachdem er sich nun eine Zeit lang in den Rheinlanden aufgehalten, kehrte er nach Hamburg zurück, wo er bei der Redaction der Börsenhalle betheiligt war und namentlich von 1842 bis 1846 die Hamburger litterarischen und kritischen Blätter redigirte. Hier beschäftigte ihn schon stark die schleswig-holsteinische Sache und 1848 machte er den schleswig-holsteinischen Krieg als Freiwilliger mit. Nach diesem Kriege lebte er wieder in Altona und Hamburg vielfach schriftstellerisch beschäftigt“ (E. C. Carstens in ADB). – Gelenke und Kanten berieben, stellenweise braunfleckig und im unteren Blattrand wasserrandig, sonst gut erhaltenes Exemplar aus der Bibliothek des bekannten Schriftstellers Otto Erich Hartleben (1864-1905) mit dessen eigenhändigem Besitzvermerk vom Juni 1883. Schlagwörter: Aesthetics, Ästhetik, Das junge Deutschland, Hamburg, Verbotene Bücher, Vormärz |
450,-- | ![]() |
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| (Dorat, Claude-Joseph). Les baisers, précédés du mois de mai. Den Haag et Paris, Delalain 1771. 8°. 186 S., [3] Bl. (Verlagsanzeigen) mit gestoch. Titelvignette, gestoch. Titelkupfer, 1 Kupfertafel und 45 gestoch. Vignetten nach Eisen und Marillier sowie einigen Holzschnittvignetten. Weinroter Maroquinledereinband des 19. Jahrhunderts mit goldgepr. Rückenschild, floraler Rücken- u. Deckelvergoldung, Innenkantenvergoldung sowie Kopfgoldschnitt.
Vgl. Gay-L. I, 344. Cohen-de Ricci 308-310. Sander 495. – Zweite Ausgabe in Okatv-Format. Die erste Oktav-Ausgabe erschien gleichzeitig mit der Quartausgabe 1770. Eines der schönsten französischen Bücher des ausgehenden 18. Jahrhunderts. – Diese vollständigste Fassung mit den beiden Kupfertafeln und 45 Vignetten, „die, bis auf zwei Ausnahmen, von Eisen stammen und zu dem Feinsten zählen, was die französische Kunst auf diesem Gebiet hervorgebracht hat. Man kann hier bereits von einer vollendeten Durchbildung des Louis-XVI-Stils in der Kunst Eisens sprechen“ (Fürstenberg 91/92). – Enthalt ferner neben dem Gedicht von Dorat auf den Seiten 135-186: „Imitations de plusieurs poetes latines“, mit hübschen Holzschnittvignetten. – Gelenke und Kanten geringfügig berieben, sehr schönes sauberes Exemplar in einem prachtvollen Einband im Rokoko-Stil. Schlagwörter: Einbände, Erotica, Erotik, Illustrated books, Illustrierte Bücher |
320,-- | ![]() |
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| Lem, Stanislaw. Biblioteka XXI wieku (polnisch, Bibliothek des 21. Jahrhunderts). Kraków (Krakau), Wydawn. Literackie (1986). 8°. 105, (6) S. Orig.-Kartonumschlag.
Seltene erste Ausgabe. – „Die „Bibliothek des 21. Jahrhunderts“ ist eine Sammlung fiktiver Rezensionen und Einleitungen zu nicht existierenden Büchern, in der der Autor zunächst meisterhaft zeitgenössische literarische Stile parodiert, um sich anschließend in das Abenteuer der Schaffung apokrypher Konzepte von Welt und Mensch zu stürzen, die in das Reich endlos sprudelnder Texte und – manchmal verrückter – Ideen vordringen. Diese Ideen gleiten mal in groteske Absurdität ab – mal erweisen sie sich als scharfsinnige Prognose für zukünftige Zustände unserer Zivilisation“ (solaris(dot)lem(dot)pl, übersetzt aus dem polnischen). – „Ich glaube, dass mit den Jahren meine Ungeduld gegenüber der gewissenhaften, handwerklichen und langsamen Ausarbeitung einer Geschichte immer größer wurde. Um die Erleuchtung einer Idee in eine Erzählung zu verwandeln, muss man sich furchtbar abmühen, und zwar in einer Weise, die über das Intellektuelle hinausgeht. Das war einer der Hauptgründe, warum ich so grausame Abkürzungen genommen habe, wie sie diese Bücher waren. In diesen Büchern habe ich versucht, verschiedene Stile nachzuahmen: den Stil einer Rezension, eines Vortrags, einer Rede, einer Dankesrede (eines Nobelpreisträgers) und dergleichen. Diese Erfahrungen sind wie „Kisten“, die, übereinandergestapelt, eine Treppe bilden, über die ich in das Stockwerk geklettert bin, von dem aus der Golem spricht“ (S. Lem). – Gelenke, Kapital und Fuß leicht berieben, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Bibliographie, Bibliography, Imaginary books and libraries, Phantastik / Utopie, Science Fiction, Technology and civilization |
140,-- | ![]() |
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| Rieger, Erwin (Übersetzung). Aucassin und Nicolette. (Eine französische Dichtung des 13. Jahrhunderts in der Übertragung von Erwin Rieger … Die Satzanordnung und Ausschmücking des Druckwerkes mit Originalholzschnitten ist von Rudolf Junk …). Wien, Avalun-Verlag (1919). Folio (34,5 x 24,5 cm.). [1] w. Bl., [32] Bl., [1] w. Bl. mit 30 ornamentalen Orig.-Holzschnitten in Dunkelrot von Rudolf Junk und 1 sep. Textbl. vom Übersetzer. Orig.-Halbledereinband mit goldgepr. Deckeltitel und Deckelornamentik, sowie Kopfgoldschnitt in Pappschuber (von Carl Scheibe, Wien). (Vierter Avalun-Druck).
Rodenberg 331. – Eines von 380 num. Exemplaren (GA 385 Ex.). – Gegenüber dem Druckvermerk von R. Junk signiert. – „Dieses Sonderwerk wurde nach dem Plane von Arthur Rößler… auf bestem weißen Handschöpfpapier zweifarbig gedruckt und in goldbraunem Dogleder mit Echtgoldprägung und Goldschnitt handgebunden in der Handbindewerkstatt von Carl Scheibe in Wien.“ – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Illustrierte Bücher, Nummerierte Bücher, Pressendrucke, Signierte Bücher |
200,-- | ![]() |
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| (Westenrieder, Lorenz v. (Hrsg.). Historischer Kalender für 1790. München, J. Lindauer (1789). 12° (13,5 x 8,5 cm.). [13] Bl., 262 S. mit gestoch. illustr. Titel und 12 Kupfertafeln von (J(ohann) M(ichael) Mettenleiter). Lederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und reicher Rückenvergoldung.
Baumgärtel 206. Köhring 174. Lanckoronska-Rumann 20. – Seltener 4. Jahrgang des von dem Münchener Geschichtsschreiber Lorenz v. Westenrieder (1748-1829) herausgegebenen historischen Almananchs. – Die beiden ersten Jahrgange 1787-88 waren noch unter dem Titel „Baierisch- historischer Calender oder Jahrbuch der merkwürdigsten baierischen Begebenheiten“ erschienen. – „Der künstlerische Schmuck, aus artigen Frontispizen und historischen Kupfern bestehend, stammt von dem „bayrischen Chodowiecki“ J. M. Mettenleiter“ (Lanckoronska-Rumann). Unter den Tafeln im vorliegenden Jahrgang historische Szenen: „Die Hanse macht Deutschland reich und mächtig und beginnt in Deutschlad zu herrschen 1241 hört auf 1630“, „Conradin wird zu Neapel enthauptet 1268“, „Die Buchdruckerkunst wird der Welt mit getheilt 1462“, „Erste Beschäftigung der Universitäten 1347-1550“, „Zustand der Geistescultur zu anfang dieses Jahrhunderts“ (Moritatensänger) u. a. – Einband teils stärker berieben, sonst gutes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Almanache, Taschenbücher, Kalender |
140,-- | ![]() |
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| Collin, Heinrich Joseph v. Sämmtliche Werke. (Herausgegeben und mit einer Biographie von Matthäus v. Collin und mit einem Nachruf von Moritz Graf v. Dietrichstein). 6 Bände. Wien, Anton Strauß 1812-1814. 8°. Mit 6 gestoch. Frontispizen von F. John und 1 gefalteten Kupfertafel (Collins Grabmal). Typogr. Orig.-Pappbände.
Goed. VI, 107, 13. NDB III, 323. W.-G² 14. – Erste Gesamtausgabe. – „Seine Bedeutung liegt aber zweifellos im dramatischen Bereich, wo er nach zaghaft dilettierenden Versuchen mit seinem „Regulus“ (1801) eine beachtenswerte Leistung vollbrachte. Das dramatische Werk C.s stellt eine interessante und noch viel zu wenig untersuchte Episode in der Sonderentwicklung des österreichischen Dramas dar. In der Tradition vom barocken (Volks-)Theater bis hin zu Grillparzer und Raimund bedeutete es jenen verhängnisvollen Umweg über (Corneille)-Racine-(Gottsched)-Lessing, der glücklicherweise ohne Nachfolge (Friedrich Halm?) geblieben ist. Mehr in der Gesinnung als in der Formgebung machte sich der Einfluß des röm.-französischen Barockheroismus (trotz ausdrücklicher Gegnerschaft!) bei ihm geltend, wofür seine Dramen sprechende Beispiele sind. C. stand mit den bedeutendsten Zeitgenossen in persönlichem und brieflichem Verkehr; 1807 komponierte Beethoven zu seinem „Coriolan“ (1802) die berühmte Ouvertüre“ (Kurt Vancsa in NDB). – Einbände etwas angestaubt, Rücken von Band VI im unteren Drittel mit Fehlstelle am Bezugspapier, Exlibris, stellenweise braunfleckig, sehr gutes Exemplar in den seltenen Verlagseinbänden. Schlagwörter: Dramen, Gesamtausgaben |
280,-- | ![]() |
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| Struwwelpeteriade – Hobrecker, Karl (Max Stephan). Rundfunk-Struwwelpeter. Erfindung und Text von Karl Hobrecker. Zeichnung nach H(einrich) Hoffmann von M(aria ?) Aveirinós. Oldenburg i. O., Gerhard Stalling 1926. Kl.-8° (15,5 x 9 cm.). Leporello, [12] einseitig bedruckte Bl. mit farbigen Illustrationen. Farbig illustr. Orig.-Pappband. (Nürnberger Bilderbücher, Band 48).
Baumgartner III, 14. Evers, Von Struwwelhitler bis Punkerpeter 8 f. Hobrecker, Braunschweig 3375. Hobrecker, Frankfurt 126. Klotz 2716/23. Liebert, Stalling 48. Oldenburg/Künstler 204. Pressler S. 204 (Abb. 132). Rühle I, 1186. Stuck-Villa II, 216. – Sehr seltene Struwwelpeter-Parodie auf die damals aufkommende Rundfunktechnik. – Mit Bildern und vierzeiligen Versen: Der Struwwelpeter; Der böse Friederich; Paulinchen; Der Mohr; Die Tintenbuben; Niklas; Der wilde Jäger; Der Daumenlutscher; Kaspar; Der Zappelphilipp; Hans (Guck-in-die-Luft) und Der fliegende Robert. – „Bei Hobreckers Struwwelpeter-Bilderbuch handelt es sich um die Verstrickung der bekannten Hoffmannschen Figuren in die Errungenschaften der Rundfunktechnik. Dabei geht es dem Autor nicht um eine durchgängige Handlung, die Figuren dienen vielmehr als Aufhänger für die verschiedenen, voneinander unabhängigen Vierzeiler. Die Zeichnungen Avierinos nehmen die Hoffmannschen Originale zur Grundlage, um sie dann durch die Ausstattung mit rundfunk-technischen Gerätschaften zu verfremden. Dort, wo dem Original-Struwwelpeter aufs unbändigste Haare und Fingernägel sprießen, zucken beim Rundfunk-Struwwelpeter grelle Blitze. Hobreckers durchweg positive Darstellung des neuen Mediums gipfelt in ‚Drum Melde-Niklas / warnend spricht: / Vergeßt nur die Bezahlung nicht!‘ (und) ‚Ja, ja, wer ehrlich / rundfunkt, / Wird nicht ins Tintenfaß getunkt‘ (und) ‚Der Mohr, die Tinten- / bubenschaft / Schwarzhörer sind es schauderhaft‘.“ (Oldenburg-Künstler). 1924/1925 erschien ein Vorabdruck mit 9 Illustrationen in „Die Arche Noah“, Jugendbeilage der Zeitschrift „Daheim“ (vgl. Rühle II, 1186 c). – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Rundfunk, Rundfunkgeschichte, Struwwelpeter(iaden), Struwwelpetriade, Technik |
950,-- | ![]() |
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| Levitt, Helen. A way of seeing. Photographs of New York, with an essay by James Agee. New York, The Viking Press (1965). Quer-8° (19 x 23 cm.). [4] Bl., 78 S. mit 51 Duotone-Tafeln. Illustr. Orig.-Kartonumschlag.
Auer 447. Koetzle, Fotografen A-Z 234. Lederman/Yatskevich 167. Parr/Badger II, 252. Roth, The Book of 101 Books 178 f. Roth, The Open Book 214 f. – „Special Museum of Modern Art (softcover) Edition“. – „Published in 1965, Helen Levitt’s celebrated A Way ofSeeing is a record of an earlier time, capturing New York City street scenes from the late 1930s and 1940s. Originally planned for publication in 1946 by Reynolds and Hitchcock, the project was infinitely delayed after one of the firm’s partners died. It was picked up again in 1964 by The Viking Press and published a year later, though by this point James Agee, who wrote the book’s introductory essay, had died. A Way of Seeing documents minor-key human drama, children playing and the vitality of life on the streets of underserved communities before the postwar “urban renewal.” These photographs represent Levitt’s earliest decades as a photographer in the working-class neighborhoods of Spanish Harlem and the Lower East Side. The book’s design, by Marvin Hoshino, is elegant and restrained, giving each black-and-white photograph central placement on the page, allowing the subtle drama and careful composition of each frame to unfold on its own. Woven into a fluid narrative through their sequencing in the book, these pictures show children’s playfulness with revealing immediacy and capture subtleties of the adults’ interactions, as well as the tenderness of gazes and choreographies of bodies in urban spaces“ (P. V. Kupfer in Lederman/Yatskevich). – Edges slightly rubbed, a very good copy. Schlagwörter: New York, Street photography, USA |
280,-- | ![]() |
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| (Solms-Hohensolms-Lich), E(mma Fürstin zu). Wie Pumpelmann entstanden ist. Deutsche Handschrift auf Papier. (Lich) 11. Juni 1927. Gr.-8° (22 x 17,5 cm.). [18] Bl. mit eigenhändiger Widmung und 16 (12 aquarellierte) Tuschezeichnungen mit kalligraphischen Versen in Rot und Schwarz. Orig.-Pappband mit farbigem Deckelschild.
Originalmanuskript zu dem im selben Jahr bei Kindt in Giessen gedruckten Bilderbuch (Exemplar liegt bei). – Mit der Widmung auf dem Vorsatz „Für meinen lieben Enkel Philipp zu seinem dreijährigen Geburtstag am IIten Juli 1927 von seiner Großmama „E.“ – „Angeregt durch mancherlei Beschäftigung mit meinem dreijährigen Enkel, kam ich auf den Gedanken, den bekannten Kinderreim: „Punkt, Punkt, Komma, Strich, Fertig ist der Pampelmann“, weiter auszubauen und aus dem ersten Punkt einen ganzen „Pampelmann“ entstehen zu lassen. Die Zahl meiner Enkel hat sich seitdem beträchtlich vermehrt und alle Haben viel Spaß daran, das so entstandene Buch „Pumpelmann“ anzusehen und, während sie die unter der Zeichnung stehenden Worte hersagen, auch die betreffenden Striche dazu zu machen. Groß ist das Vergnügen, wenn dann am Schluß des Buches ein selber hergestellter Pumpelmann entstanden ist. Um auch anderen Kindern diese lustige Beschäftigung zu verschaffen, will ich das Buch nun in die Welt hinausschicken“ (E. zu Solms-Hohensolms-Lich im Vorwort zur gedruckten Ausgabe). – Emma Fürstin zu Solms-Hohensolms-Lich, Prinzessin zu Stolberg-Wernigerode (1875-1956) war die Gattin von Carl Fürst zu Solms-Hohensolms-Lich (1866-1920) und die Tochter von Otto zu Stolberg-Wernigerode (1837-1896), der Vizekanzler unter Otto von Bismarck war. – Rücken der gedruckten Ausgabe am Fuß mit kl. Fehlstelle, sonst beide Bände von Gebrauchs- und Altersspuren abgesehen gut erhalten. Schlagwörter: Bilderbuch-Manusskript, Handschriften, Originale, Originalzeichnung |
750,-- | ![]() |
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| Doisneau, Robert. 1, 2, 3, 4, 5. Compter en s’amusant. (Conçu et mis en page par Albert Plécy). Lausanne, La Guilde du Livre et Editions Clairefontaine (1955). 4°. [15] Bl. mit 12 Duetone-Tafeln und 12 farbig illustr. Ziffern. Orig.-Pappband mit illustr. Schutzumschlag.
Bilderwelt 2701. Koetzle, Fotografen A-Z 98. Parr/Badger I, 187 ff. (mit Abb.). – Seltene erste Ausgabe des berühmten Photo-Bilderbuchs zum Zählen lernen. – Auf witzig-spielerische und humorvolle Art und Weise werden Menschen, Tiere und Dinge aus der Kinderwelt dargestellt, um zum Zählen von 1 bis 12 zu animieren. – Exemplar mit der Umschlag-Darstellung eines Kleinkinds, das seine Zehen zählt; es gab auch eine Variante mit der Darstellung von 2 hoch gehaltenen Kinderhänden mit Blumenköpfen auf den Fingern. Die im selben Jahr erschiene deutsche Ausgabe mit einer Aufnahme des Eiffelturms auf dem Umschlag. – „Die Arbeiten von Robert Doisneau stellen eine der eindruckvollsten Leistungen der als ‚humanistische Reportage‘ bekannten Richtung der Fotografie dar. … Doisneaus Fotos sind das Ergebnis von Geduld, Reflexion, komplitzenhafter Teilnahme und Betroffensein. Mit ihren weitgehend urbanen Inhalten erfassen sie aber auch ein bestimmendes Element der Moderne“ (P. Hamilton in Koetzle). – Schutzumschlag am Rücken geringf. berieben, sehr gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Französische Kinderbücher, Juvenile literature, Photobilderbücher, Photographic children books, Photographie, Rechenbücher |
320,-- | ![]() |
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| Skowraneck – (Thielert, Max, Vorwort). Lebende Marmorgruppen (Lebende Marmor-Bildwerke). (Dargestellt an den Schönheit-Abenden in Berlin von Olga Desmond und Adolf Salge). (Steglitz-Berlin, Neue Photographische Gesellschaft A.G.) o. J. (1908). Gr.-8° (23 x 15,5 cm.). Portfolio, 10 (statt 11) Orig.-Photographien (Bromsilber-Abzüge, 22 x 14,5 cm.) von Otto Skowraneck (auch Skowranek). Orig.-Halbleinen-Flügelmappe mit Deckeltitel und Deckelvignette.
Heidtmann 18739. Vgl. Derra de Moroda 164 (Schwertertanz). – Im selben Jahr wie das berühmte Portfolio „Schwertertanz“ erschienen. Mit Aktaufnahmen der Tänzerin Olga Desmond und des Athleten Adolf Salge, mit weiß gepuderter Haut als „Marmor-Skulpturen“, wie den „Raub der Sabinerinnen“, „Das Weib oder die Vase“ oder „Die badende Psyche“. – Die Tänzerin Olga Desmond (1890-1964), „Preußens nackte Venus“ (J. E. Runge), „in einer Reihe mit Adorée Villani und der berüchtigten Mata Hari, begeisterte das Berliner Publikum mit „gewagten“ Nackttänzen“ (Müller/Stöckmann: „… jeder Mensch ist ein Tänzer“ S. 26 f.). 1907 begründete sie mit Karl Vanselow die sogenannten „Schönheit-Abende zur Förderung der Nacktkultur“ und trat erstmals in Berlin vor 1400 Zuschauern auf, später auch in Dresden, Leipzig, Breslau und St. Petersburg. Die Tanz- und Pantomime-Vorführungen verursachten Stürme der Entrüstung. 1909 wurden ihre Auftritte im Berliner Wintergarten polizeilich verboten und sorgten für einen Skandal, der sogar den Preußischen Landtag beschäftigte. Nach dem Ersten Weltkrieg machte O. Desmond als Fim- und Theaterschauspielerin Karriere. Olga Desmond trat mit ihrem Partner Adolf Salge von „The Seldoms“ u. a. in London, St. Petersburg, Warschau, Wien, Budapest und Paris auf. – „1894 begann die Neue Photographische Gesellschaft (N.P.G.) in Berlin-Schöneberg mit der Verarbeitung von Bromsilbergelatine-Entwicklungspapieren. Das Fotopapier war seit 1880 auf dem Markt und damit längst bekannt, aber erst die N.P.G. entwickelte unter der Bezeichnung „Kilometer-Photographie“ ein Verfahren, es für die Massenanfertigung zu nutzen. Dies hatte inerhalb kürzester Zeit immense Folgen für das gesamte Fotografiegewerbe“ (Karin Walter, Aktuelle Bilder vom laufenden Band, Die Postkartenproduktion der N.P.G., S. 56 ff. in Gütgemann-Holtz, Neue Photographische Gesellschaft Steglitz). – Vorderdeckel etwas braunfleckig, ohne das Textheft, außerdem fehlt eine Aufnahme der bekleideten O. Desmond, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Aktfotografie, Aktphotographie, Photography of the nude |
1.200,-- | ![]() |
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| Luedecke, Heinz. Williams’ neues Autobuch oder Wer gewinnt die Wette? Gezeichnet von Oscar Nerlinger. Fotos von Christian Nicolai. Potsdam, Williams & Co. o. J. (1939). Quer-4° (23,5 x 32 cm.). 38 S. mit illustr. Titel und 16 Farbtafeln mit Fotomontagen sowie einer Tafel mit Verkehrszeichen. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband.
Flechtmann, Williamsverlag 61. Nicht bei Heidtmann. – Einzige Ausgabe des interessanten Bilderbuchs. Die Tafeln mit einmontierten Fotografien von 51 verschiedenen Fahrzeugen (PKW, LKW und Busse), darunter Adler Trumpf, BMW 326 und 328, DKW Meisterklasse, Fiat 500 Topolino, Ford Eifel, Graham Special, VW KDF (Ur-Käfer), Mercedes 500, Maybach Zeppelin, Morris MG Sport, Opel Kapitän, LKW und Busse von Borgward, Büssing, Ford, Henschel und M.A.N. sowie Rennwagen von Autounion und Mercedes. Alle abgebildeten Fahrzeuge mit den technischen Daten und teils mit Preisangaben in Reichsmark. – Der im April 1924 in Berlin von Edith Jacobsen (geb. Schiffer, 1891-1935), Edith Weinreich-Williams und Annie Williams (geb. Ball) gegründete Verlag Williams & Co. war besonders mit seinen Kinderbuch-Klassikern Pu der Bär von A. A. Milne und Emil und die Detektive von Erich Kästner in den späten 1920er Jahren erfolgreich. „1933 musste Edith Jacobsohn über Wien und die Schweiz nach England emigrieren. Sie überließ die Geschäftsführung ihrer Mitarbeiterin Cecilie Dressler. Im selben Jahr kaufte Kurt Leo Maschler, damals schon Inhaber mehrerer Verlage, den Verlag Williams & Co. Zwei Jahre später gründete er zusätzlich in Basel den Atrium Verlag, damit Erich Kästner, dessen Texte inzwischen in Deutschland verboten waren, seine Bücher weiterhin veröffentlichen konnte. Fast alle Rechte des Williams-Verlags übertrug Maschler, um sie vor den Nationalsozialisten zu schützen, an den Atrium-Verlag in der Schweiz. Cecile Dressler erwarb 1936 von Maschler Anteile am Verlag, der jetzt für einige Jahre unter der Bezeichnung Williams-Verlag, Inhaberin Cecilie Dressler firmierte. 1941 erfolgte eine Umbenennung in Cecilie Dressler Verlag. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Cecilie Dressler Eigentümerin des Verlages, der 1971 von der Verlagsgruppe Friedrich Oetinger übernommen wurde“ (Wikipedia). – Deckel leicht angestaubt, sonst sehr gut erhalten. Schlagwörter: Automobil-/Motorradliteratur, Photobilderbücher, Photographic children books, Photographie, Verkehrs-Bilderbücher |
480,-- | ![]() |
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| Behmer – Dahlke, Paul (Übertragung). Buddha. (Auswahl aus dem Pali-Kanon). Berlin, Otto v. Holten (1920-1922). Folio (36 x 27 cm.). 262 S., 1 Bl. mit farbigem und vergoldetem Doppeltitel und Buchschmuck von Marcus Behmer. Originalpergamentband mit farbig intarsiertem und vergoldeten Deckelschild sowie reicher Rücken-, Deckel-, Innenkantenvergoldung und Kopfgoldschnitt (signiert P. A. Demeter, Hellerau) in Orig.-Pappschuber in Grün u. Gold.
Erlemann X, 5. Rodenberg S. 446. Schauer II, 44. Nicht bei Haucke. – Exemplar 108 von 225 Exemplaren auf Zanders-Bütten (GA 251 Exemplare). – Prächtig ausgestattete Ausgabe dieser Auswahl aus dem Pali-Kanon. Die Pali-Überlieferung, eine Sammlung von Dialogen und Lehrvorträgen Buddhas, gehört zum ältesten Schriftgut des Buddhismus. – Die gesamte künstlerische Gestaltung, der Buchschmuck, große Zierinitialen, prachtvolle Titel- und Zwischentitelblätter mit Bordüren, alle farbig und teils in Gold gedruckt, stammt von Marcus Behmer. – Entwurf der Deckelintarsie und Bemalung der Vorsatzpapiere von Max Schwerdtfeger. – Gedruckt bei Otto v. Holten unter der Aufsicht von Marcus Behmer. – Sehr schönes sauberes Exemplar dieses Meisterwerks der Jugendstil-Buchkunst. Schlagwörter: Einbände, Illustrated books, Illustration of books, Jugendstil, Nummerierte Bücher, Pressendrucke |
1.600,-- | ![]() |
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| Becher, Bernd und Hilla. Anonyme Skulpturen. Eine Typologie technischer Bauten. Düsseldorf, Art-Press Verlag 1970. 4°. [108] Bl. mit 194 Schwarz-Weiß-Fotografien auf Tafeln. Orig.-Leinenband mit illustr. Schutzumschlag.
Auer 518. Dickel, Künstlerbücher 77 ff. Heidtmann 11816. Parr/Badger II, 266. Roth, The Book of 101 Books 194 f. Roth, The Open Book 258 f. – Erste Ausgabe der ersten Buchveröffentlichung von Bernd und Hilla Becher, eines der wichtigsten Fotobücher der Moderne. – Mit Aufnahmen von Kalk- und Hochöfen, Kühl-, Förder- und Wassertürmen sowie Gasbehältern und Silos. – „Mit der Publikation ihrer Photographien von ausgewählten Industriebauten in Buchform nutzten Bernd und Hilla Becher 1970 erstmals ein Medium, das die sukzessive Betrachtung gegenüber der simultanen ihrer in Ausstellungen gezeigten Photo-Tableaux gleichen Inhalts privilegiert“ (H. Dickel). – „The extensive series that the Bechers later made for Schirmer/Mosel and MIT Press, while preserving the aesthetic rigour of their earlier work, emphasizes the documentary aspect, and has a particular archival, historical value. Anonyme Skulpturen, though it hardly neglects the informational importance of their practice, seems much more about making an aesthetic statement and establishing the artists’ position in late twentieth-century art. All their books are polemical, but this represents their primary artistic credo. For those who are more interested in the Bechers as artists than as industrial archaeologists, this is the one to have on one’s shelf“ (Parr/Badger). – Neuwertiges Exemplar. Schlagwörter: Architektur, Architekturphotographie, Industrie, Industriephotographie |
1.600,-- | ![]() |
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| Seger, Gerhart H. Dictatorship, war, disaster. History of the Nazi regime. Oberaudorf, Raumbild-Verlag 1957. 8°. 103 S. und 300 Stereo-Photographien und Stereo-Betrachter aus Metall. Farbig illustr. Orig.-Halbleinen-Kassette in Pappschuber.
Heidtmann 18654 (dat. ca. 1954). Schönstein-Katalog, Deutsches Historisches Museum 4.20 (dat. ca. 1958). – Sehr seltene Nachkriegs-Publikation für den amerikanischen Markt. – Sehr gut erhalten und vollständig. Schlagwörter: Raumbild, Raumbildalben, Stereophotographie, Stereoscope, Stereoskopie, Weltkrieg <1939-1945>, Weltkrieg II |
1.200,-- | ![]() |
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| Hartleben, Otto Erich. Hanna Jagert. Comödie. Berlin, S. Fischer 1893. 8°. 110 S., [1] S. Illustr. Orig.-Leinenband mit Jugendstil-Ornamentik.
NDB VII, 720 f. W.-G.² 9. – Erste Ausgabe, selten. – „H.s wesentliche Bedeutung liegt in der kunstvoll lockeren Prosa hingeplauderter Geschichten von lächelndem Humor, die einen neuen Ton in die deutsche Erzählkunst brachten, ihm den Namen eines „deutschen Maupassant“ eintrugen, vor allem aber auch Fontanesche Züge aufweisen“ (C. F. W. Behl in NDB). – Sehr schönes Exemplar aus der Bibliothek der Schwester des Autors, der Malerin Annemarie Pallat (1875-1972) mit deren Jugendstil-Exlibris (von Franz Hein). Schlagwörter: Dramen, Jugendstil, Komödie |
70,-- | ![]() |
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| Stereo-Photographie – Espezel, Pierre de. Paris relief. Histoire de Paris des origines à nos jours. Accompagnée d’initiales ornées, de culs-de-lampe, de huit qadrichromies hors-texte et de cent vues stéréoscopiques originales. Paris, Chantecler s. d. (1945). 4°. 80 S., [4] Bl. mit 8 Farbtafeln, einigen Abb. im Text, 99 (statt 100) Stereo-Photographien, aufklappbarem Stereo-Betrachter aus Metall, 1 Bl. (Anleitung) und 1 gefalt. Stadtplan. Gelber Orig.-Leinenband über Holzdeckeln mit zweifarb. Rücken- und Deckeltitel.
Heiting/Jaeger I, 472 (mit Abb. von 4 verschiedenfarb. Einbandvarianten). – Seltenes Raumbild-Album im Stil des Münchner Schönstein-Verlags. – Einband etwas berieben, Innengelenke restauriert, Bild 26 fehlt, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Paris, Raumbildalben, Stereophotographie |
450,-- | ![]() |
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| Stereo-Photographie – Orlovius, Heinz. Fliegen und Siegen. Ein Raumbildwerk von unserer Luftwaffe. München, Schönstein-Verlag o. J. (1942). 4°. 87, (1) S. mit 8 Farbtafeln und 100 Orig.-Stereo-Photographien sowie aufklappbarer Metall-Stereo-Betrachter. Hellblauer Orig.-Halbleinenband über Holzdeckeln mit Rücken- und Deckeltitel.
Heiting/Jaeger I, 456 ff. – „In den neun Jahren zwischen 1935 bis 1943 sind 26 Raumbildbände erschienen. Aufgrund ihres hohen Ausstattungsstandards und der geringen Auflagenhöhen von durchschnittlich 2.500 bis 3.000 Exemplaren waren diese Bücher mit Preisen zwischen RM 18 und RM 36 eine kostspielige Anschaffung und richteten sich damit an einen solventen Leserkreis“ (S.Fitzner in Heiting/Jaeger). – Das vorliegende Album erschien in drei verschiedenfarbigen Einbandvarianten (Hellbraun, Hellblau und Dunkelgrün). – Einband etwas berieben, Stempel auf dem Vorsatz, gutes Exemplar. Schlagwörter: Luft- u. Raumfahrt, Luftfahrt, Original-Photographie, Raumbild, Raumbildalben, Stereophotographie |
350,-- | ![]() |
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| Meissen, Conny. Thomas schreibt aus Mexiko. Berlin, Atlantis Verlag (1938). Gr.-8°. 48 S. mit 4 Farbtafeln und Illustrationen im Text. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband mit farbig illustr. Schutzumschlag.
Slg. Hürlimann 930. LKJ II, 463. – Erste Ausgabe. – „Durch Bild und Text versucht M., immer wieder auf die Umwelt, Kenntnisse und Erfahrungen ihrer kindlichen Leser rekurrierend, Informationen über ferne Kontinente… und deren Bewohner zu vermitteln und durch den „Blick für die fremde Art“ zur Toleranz und Völkerverständigung beizutragen…“ (R. Rauter in LKJ). – Conny Meissen (1887-1961), Verfasserin der berühmten „Männchen“-Bilderbücher, wanderte in den dreißiger Jahren nach Mexiko aus. – Schutzumschlag etwas angestaubt und mit geringf. Randläsuren, gutes Exemplar. Schlagwörter: Geographie, Mexiko |
60,-- | ![]() |
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| Metzner, Antonie. Die sich selbst belehrende Köchin, oder allgemeines deutsches Kochbuch für bürgerliche Haushaltungen. Enthaltend gründliche und allgemein verständliche Anweisungen … 8., verbesserte Auflage. Quedlinburg, Leipzig, Basse 1841. 8°. XIV, 256 S. mit 2 lithogr. Tafeln. Pappband der Zeit mit lithogr. Rückenschild.
Horn/Arndt 523 f. Weiss 2541. – Die Tafeln mit Anweisungen zum Tranchieren und Tafelanordnungen. – Einband berieben und bestoßen, stellenweise braunfleckig (Titelblatt stärker) und gebräunt, noch gutes Exemplar. Schlagwörter: Kochbücher |
100,-- | ![]() |
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| Wolleh, Lothar (Hrsg.). Art Scene Düsseldorf. Beuys, Gerstner, Graubner, Heerich, Klapheck, Kriwet, Luther, Mack, Palermo. Stuttgart, Belser Verlag (1971). Folio (40,5 x 40,5 cm.). [58] Bl. mit 1 signierten Offset-Portrait von Joseph Beuys mit Stempel „Hauptstrom″ und teils doppelblattgr. Duotone-Tafeln mit 8 bedruckten Japanpapier-Tafeln dazwischen gebunden. Weißer Orig.-Leineneinband, der vordere Deckel mit ausgestanztem Schriftzug „Art“.
Schellmann 34 a. – Eines von 150 römisch numerierten Exemplaren. – Aufwendige fotografische Dokumentation mit signierter und gestempelter Porträtfotografie von Joseph Beuys. – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Concept-art, Konzeptkunst, Kunst, Signierte Bücher |
1.500,-- | ![]() |
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| Schröder, Christel Matthias (Hrsg.). Klassiker des Protestantismus. 8 Bände. Bremen, Carl Schünemann 1962-1967. 8°. Orig.-Leinenbände mit Schutzumschlägen. (Sammlung Dieterich).
I. Wegbereiter der Reformation. – II. Der Glaube der Reformatoren. – III. Reformatorische Verkündigung und Lebensordnung. – IV. Der linke Flügel der Reformation. – V. Der Protestantismus des 17. Jahrhunderts. – VI. Das Zeitalter des Pietismus. – VII. Das Zeitalter der Aufklärung. – VIII. Der Protestantismus im 19. und 20. Jahrhhundert. – Schutzumschläge mit leichten Gebrauchs- und Altersspuren, gutes Exemplar der gebundenen Ausgabe. Schlagwörter: Evangelische Theologie, Protestantismus, Reformation |
40,-- | ![]() |
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| Bloem, Walter (Julius Gustav). Vormarsch. Jubiläums-Ausgabe, 100. Tausend. Leipzig, Grethlein & Co. o. J. (um 1920). 8°. 373, (2) S. mit Portrait des Verfassers. Orig.-Halblederband mit goldgepr. Rückentitel und dezenter Rückenvergoldung.
NDB II, 312. – Eines von 1000 num. Exemplaren der Jubiläums-Ausgabe. – Erschien zuerst 1916. – W. Bloem (1868-1951) war 1911-14 „Dramaturg am Stuttgarter Hoftheater, nachdem er schon vorher am Neuen Theater in Berlin eine gleiche Tätigkeit ausgeübt hatte. Sein größter Erfolg war die Trilogie über den Krieg von 1870/71: „Das eiserne Jahr“, „Volk wider Volk“, „Die Schmiede der Zukunft“ (1911-13). An beiden Weltkriegen nahm B. als Kompanie- bzw. Bataillonsführer teil und wurde mehrmals verwundet. An seinem 65. Geburtstag erhielt er die Goethemedaille. Seine Romane, die von betont vaterländischer Gesinnung und dem Glauben an die Mission des Reiches getragen sind, haben eine Gesamtauflage von 2 Millionen erreicht“ (G. Werner in NDB). – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Autobiographie, Nummerierte Bücher, Weltkrieg <1914-1918>, Weltkrieg I |
50,-- | ![]() |
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| Mozart, Wolfgang Amadeus. XXX Gesaenge mit Begleitung des Pianoforte. Leipzig, Breitkopf und Härtel o. J. (um 1810). Quer-4° (23 x 33 cm.). 90 S. mit gestoch. illustr. Titelblatt mit Vignette von (W. Böhm) nach Kininger und Musiknoten in Typendruck. Halbleinenband der Zeit. (Oeuvres complettes I, Cahier V, Platten-Nr. 2263).
Haberkamp S. 9 und 409 ff. Hoboken Nr. 701 und 715. RISM A/I M 7317. – Späterer Druck der ersten Ausgabe von 1799. – Beigbunden: Mozart, Wolfgang Amadeus (zugeschrieben). Minna’s Augen aus Blumauers Gedichten für das Pianoforte in Musik gesetzt. Prag, Ernest Schödl o. J. (um 1800). 3 S. mit gestoch Tite. Platten-Nr. E.S.N. 136. – Fälschlich Mozart zugeschriebene Komposition von August Eberhard Müller (1767-1817). Erschien zuerst 1795 bei Günther & Böhme in Hamburg. Vgl. KV Anhang 249 (KV 6 Anh. C 8.09). – Deckel und Kanten berieben, durchgehend braunfleckig. Schlagwörter: Lied, Lieder |
140,-- | ![]() |
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| Koch, Rudolf. Das Blumenbuch. Zeichnungen von Rudolf Koch, in Holz geschnitten von Fritz Kredel. 3 Bände. Leipzig, Insel-Verlag (1929-1930). Gr.-4° (31 x 23,5 cm.). 250, (16) S. mit 250 handkolorierten Orig.-Holzschnitten. Pergamentbände in Pappschuber.
Salter, Kredel 1.11.2 (mit Abb.). Sarkowski 950. Schauer II, 36 (mit Abb.). Nicht bei Rodenberg. – Erste Ausgabe. – Eins von 1000 Exemplaren. Das wohl schönste Blumen- und Kräuterbuch des 20. Jahrhunderts. – Druck der Mainzer Presse von Sommer 1929 bis August 1930, zeitgleich erschien ein geringfügig abweichender Druck der Ernst Ludwig-Presse für die Mitglieder deren Freundeskreises. Die Bildunterschriften und Texte wurden aus der von Kleukens entworfenen Shakespeare-Type gesetzt. Die Handkolorierung besorgte Emil Wöllner, die Namen der Blumen bestimmte Hans Heil. Die Pflanzen sind nach Jahreszeiten und Standorten sortiert. – Sehr schönes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Blumen, Pressendrucke, Wild flowers |
1.200,-- | ![]() |
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| Rolling Stones – Wyman, Bill und Richard Havers. Bill Wymans Rolling Stones Story. (Übersetzung: Markus Diedrich, Hans Freundl, Werner Horwath, Christian Kennerknecht und Inga-Brita Thiele. Redaktion: Petra Kirchmann und Janette Schroeder). Starnberg, Dorling Kindersley (2002). Gr.-4°. 512 S. mit über 3000 meist farb. Abb. Farbig illustrierter Orig.-Pappband mit farbig illustr. Orig.-Schutzumschlag.
Erste deutsche Ausgabe. – Von Bill Wyman signiert. – „Keith Richards von den Rolling Stones prophezeite einst, dass man die „größte Band der Welt“ nur im Sarg verlassen könne. Doch Bill Wyman, der Bassist und stille Mann im Hintergrund, strafte ihn Anfang der 90er-Jahre Lügen. Da beschloss Wyman, sich nicht mehr das exzessive Leben eines Rock-Musikers anzutun. Er lebt heute bei bester Gesundheit in London, kümmert sich um seine Familie und seine Sammlungen. Seit jeher hat er gesammelt. „Im Krieg lebte ich in London bei meiner Großmutter“, erzählte er kürzlich in München bei einer Pressekonferenz. „Sie besaß großartige Sammlungen von Briefmarken und Münzen und gab sie an mich weiter. Ich hebe alles auf. Für später, nicht für mich, für meine Kinder. Sie werden das brauchen, wenn ich nicht mehr bin. Mein Sohn betreut bereits die Website meiner Sammlung.“ Nun hat er mit Bill Wymans Rolling Stones Story einen wunderbaren und liebevoll gestalteten Bildband über seine Schätze veröffentlicht. Alles, ob Fotos, Instrumente, Eintrittskarten, Autogramme, Fan-Post, Tour-Plakate, Schlüsselanhänger oder Zeitungsausschnitte, hat Bill Wyman dazu aus seinem 35 Jahre langen Leben als Rolling Stone zusammengetragen. Und er lädt ein zu einer sagenhaften Zeitreise von den ersten harten Tagen als Rhythm- und Blues-Combo bis hin zum Gipfel der Popularität. Unterlegt ist das Ganze mit hunderten von Kommentaren von Experten, Freunden, Fans und Familienangehörigen. Nichts wird verklärt, nichts ausgelassen, ob Drogenexzesse, Frauengeschichten oder Steuervergehen — Wymans offene, mit sich selbst ehrliche Art sowie sein Humor lassen dieses Buch zu einer aufregenden (Pop-)Kulturgeschichte der letzten vier Jahrzehnte werden. Ein Muss nicht nur für Rolling-Stones-Fans!“ (Teresa Pieschacón Raphael). – Sehr gutes Exemplar. – First German edition; signed by Bill Wyman. Schlagwörter: Pop music, Pop-Kultur, Popmusik, Rock music, Rolling Stones, Signed books, Signierte Bücher |
320,-- | ![]() |
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| Herder, Johann Gottfried v. Der Cid nach spanischen Romanzen. Mit Randzeichnungen von Eugen Neureuther. Stuttgart und Tübingen, J. G. Cotta 1838. 4° (25,5 x 17,5 cm.). [3] Bl., 238 S. mit illustr. Titel und 75 Holzschnitt-Illustrationen. Schwarzbrauner Lederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel, Rücken- und Deckelvergoldung und Innenkantenvergoldung (signiert: Kostelezki).
Rümann 1443. – Erste illustrierte Ausgabe. – „Das für uns wichtigste Werk Neureuthers aber sind seine Zeichnungen zu Herders ‚Cid‘ … es ist neben Schwinds ‚Freund Hein‘ das erste bedeutende Holzschnittbuch Deutschlands. In diesen Zeichnungen ist das Wesen der Illustration vorbildlich erfaßt, sie bevormunden nicht den Dichter und sind nicht sklavisch vom Text abhängig. Neureuthers Arabesken-Stil war dazu vortrefflich geeignet“ (Rümann, Das illustrierte Buch S. 295 ff.). – „Lieber als den Dichter H. würdigt man den Nachdichter, besonders fremder Volkslieder und des „Cid“ (1802 f.), und den Prosaisten, wobei man neben der rhythmisch und bildhaft überhöhten Prosa (die H. selbst historisch und psychologisch reflektiert und bewußt einsetzt) der Bückeburger Schriften nicht die Prägnanz der frühen und die ausgewogene Mittellage der Weimarer Arbeiten vergessen darf“ (H.-W. Jäger in NDB VIII, 595 ff.). – Nur vereinzelt leicht braunfleckig, sehr schönes Exemplar in einem dekorativen signierten Handeinband. Schlagwörter: Einbände, Einbandkunst, Illustrated books, Illustrierte Bücher |
200,-- | ![]() |
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| Pratchett, Terry and Neil Gaiman. Good omens. The nice and accurate prophecies of Agnes Nutter, witch. Illustrated with line drawings and colour plates by Paul Kidby. London, Dunmanifestin (2019). Gr.-4° (31 x 23,7 cm.). 278 S. mit 20 Farbtafeln und Illustrationen von Paul Kidby. Illustr. Orig.-Pappband in Buch-Kassette in Schlangenleder-Optik.
Eines von 1655 num. Exemplaren; von Paul Kidby signiert. – One of 1655 limited copies. Stunning collectors’ hardback in a snakeskin effect solander box, with metallic red page edges, 20 colour illustrations with additional pencil illustrations. Numbered tipped-in sheet signed by Paul Kidby. – „Working with Terry was a life-enriching experience for me, both professionally and personally. He had so much to say and do, books to write, orang-utans to save, campaigns to wage. His creative energy was irrepressible, always questing and dynamic – brimming over with ideas and plots that needed pinning down. Never one to sit back, Terry had so much that he wanted to achieve, and in the final years, as he was all too aware, there just wasn’t enough time. If I could speak to Terry again, I’d thank him for writing the books that are my greatest source of creative inspiration, and for the belief and encouragement he showed by giving me the fantastic opportunity to illustrate his writing. I’d thank him for the laughs and friendship we shared too. I remember snippets of our conversations about folklore, astronomy, gardening and recipes for nettle soup. We shared an affinity for the chalk downlands where we both lived for a time, the landscape seemed to exert a creative energy for us both. My dog and I tramped many of the ancient drove roads that traverse the grassy backbone of the downs, I knew well the wide skies, the far-reaching views and the leaping hare that he described. Blue butterflies, skylarks, soaring buzzards and harebells in the close-cropped turf were all observed on my walks, and many a flint and fossil weighted my pockets – including the shepherd’s crown“ (Paul Kidby). Schlagwörter: Fantasy, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Nummerierte Bücher, Phantastik / Utopie, Signed books, Signierte Bücher, Vorzugsausgaben |
500,-- | ![]() |
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| Jahnn – Italiaander, Rolf (Hrsg.). Hans Henny Jahnn. (Festschrift zum 60. Geburtstag). Hamburg-Wandsbek, Hanseatische Druckanstalt (1954). 8°. 64 S. mit 1 mont. Portrait. Orig.-Pappband.
Mit eigenhändiger Widmung von H. H. Jahnn „Für Ursula (Trede) herzlich Henny Weihnachten 1954“. – Mit Beiträgen von Frank Thiess, Hans Wolffheim, Walter Muschg, Gustaf Gründgens, Herbert Ihring, Ludwig Benninghoff, Thomas Mann, Bertolt Brecht, Hans Erich Nossack, Alfred Döblin, Ernst Kreuder, Pascual Jordan, Rudolf Maack, Günther Ramin, Fritz Weißenfels, Peter Huchel und dem Herausgeber. – Die Widmungsempfängerin Ursula Trede (1904-?) war die Mutter von Jahnns Patensohn, dem deutsch-dänischer Komponisten, Cembalisten und Pianisten Yngve Jan Trede (1933-2010). – Gutes Exemplar. Schlagwörter: Signierte Bücher, Widmungsexemplar |
180,-- | ![]() |
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| Lennon – Norman, Philip. John Lennon. Die Biographie. Aus dem Englischen von Reinhard Kreissl. München, Droemer 2008. 230 mm x 155 mm. 1021, (1) S. mit 27 Tafeln. Illustr. Orig.-Pappband mit blindgepr. illustr. Schutzumschlag in Pappschuber.
Eines von 333 num. Exemplaren der „limitierten und numerierten Sammler-Edition … im geprägten und veredelten Schmuckschuber, Buchblock mit Rundumfarbschnitt, zweifarbig geprägtem Einband, mit extra breitem Lesebändchen und sonderveredeltem Schutzumschlag“. – „Ein Muss für alle Beatles-Fans: das biographische Meisterwerk über die größte Legende der Popmusik – John Lennon. Philip Norman liefert ein facettenreiches Porträt des Gründers der Beatles, der mit seinen genialen Songs Musikgeschichte schrieb. Eine grandiose Hommage an die Pop-Ikone.“ (Droemer Verlag). – Philip Norman, Jahrgang 1943, war als Musikjournalist u.a. für die Sunday Times tätig. Sein erstes Buch, die Beatles-Biografie SHOUT!, war auf Anhieb ein Bestseller, weitere erfolgreiche Werke über John Lennon, Elton John und Mick Jagger folgten. Norman trat außerdem als Autor von Romanen und Theaterstücken in Erscheinung. Er lebt mit seiner Familie in London. – Unterer Schnitt mit Mängelstempel (Aufhebung der Buchpreisbindung), neuwertiges Exemplar. Schlagwörter: Beatles, Biographie, Biography, Nummerierte Bücher, Pop music, Pop-Kultur, Rock music |
60,-- | ![]() |
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| Janosch (d. i. Horst Eckert). Gemälde & Grafik. Wilhelm-Busch-Museum Hannover, 19.10.1980 – 11.1.1981. Stadt- und Schifffahrtsmuseum Kiel, 15.2. – 19.4.1981. Stadtgeschichtliches Museen Nürnberg, Dürerhaus, 1.5. – 28.6.1981. Gifkendorf, Merlin-Verlag (1980). 4° (24 x 19 cm.). 95 S.mit zahlr. farbigen Abbildungen und 1 signierter und nummerierten Orig.-Farbradierung (″Kleine Hochzeitsmappe“, Blatt III, 11 x 13 cm.). Orig.-Pappband.
Eines von 175 num. Exemplaren der Vorzugsausgabe (Gesamtauflage 300 Exemplare); mit 1 signierten Farbradierung von Janosch. – „Janosch wurde 1931 im oberschlesischen Zabrze, damals Hindenburg, geboren und lebt seit 1980 auf Teneriffa. Über 200 Kinderbücher und zahlreiche Bücher für Erwachsene sind von ihm erschienen. Die meisten davon wurden in andere Sprachen übersetzt. Janosch erhielt im Laufe der letzten Jahrzehnte wiederholt Preise, darunter auch den Deutschen Kinderbuchpreis, den Panama-Orden und das Deutsche Bundesverdienstkreuz. Von 2013 bis 2019 antwortete Janosch einmal wöchentlich mit Bild und Text auf eine zeitaktuelle Frage im ZEIT-Magazin. Die Zusammenarbeit zwischen Janosch und dem Merlin Verlag begann im Jahr 1977 mit Janoschs Teilnahme an Merlins legendärer Volkslieder-Edition“ (Merlin Verlag). – Neuwertiges Exemplar. Schlagwörter: Catalogue raisonné, Catalogues raisonnés, Nummerierte Bücher, Original-Graphik, Signierte Künstler-Graphik, Vorzugsausgaben, Werkverzeichnis, Werkverzeichnisse |
320,-- | ![]() |
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| Freud, Sigm(und). Die Traumdeutung. 3. vermehrte Auflage. Leipzig und Wien, Franz Deuticke 1911. Gr.-8° (22,3 x 15,5 cm.). IX, (1), 414 S., [2] Bl. Orig.-Leinenband mit Jugendstil-Ornamentik.
Carter/Muir, PMM 389. Garrison-Morton 4980. Grinstein 277. – Mit dem Motto nach Virgil auf dem Titelblatt: „Flectere si nequeo superos, acheronta movebo“ (″Wenn mich der Himmel nicht hört, dann ruf’ ich die Hölle zur Hilfe“). – „Die Traumdeutung“, faßte Freud 1909 zusammen, „ist die Via regia zur Kenntnis des Unbewussten im Seelenleben.“ – „Daß von diesem schwer lesbaren Buche noch vor Vollendung des ersten Jahrzehnts eine zweite Auflage notwendig geworden ist, verdanke ich nicht dem Interesse der Fachkreise, an die ich mich in den vorstehenden Sätzen gewendet hatte. Meine Kollegen von der Psychiatrie scheinen sich keine Mühe gegeben zu haben, über das anfängliche Befremden hinauszukommen, welches meine neuartige Auffassung des Traumes erwecken konnte, und die Philosophen von Beruf, die nun einmal gewöhnt sind, die Probleme des Traumlebens als Anhang zu den Bewußtseinszuständen mit einigen – meist den nämlichen – Sätzen abzuhandeln, haben offenbar nicht bemerkt, daß man gerade an diesem Ende allerlei hervorziehen könne, was zu einer gründlichen Umgestaltung unserer psychologischen Lehren führen muß. Das Verhalten der wissenschaftlichen Buchkritik konnte nur die Erwartung berechtigen, daß Totgeschwiegenwerden das Schicksal dieses meines Werkes sein müsse; auch die kleine Schar von wackeren Anhängern, die meiner Führung in der ärztlichen Handhabung der Psychoanalyse folgen und nach meinem Beispiel Träume deuten, um diese Deutung in der Behandlung von Neurotikern zu verwerten, hätte die erste Auflage des Buches nicht erschöpft. So fühle ich mich denn jenem weiteren Kreise von Gebildeten und Wißbegierigen verpflichtet, deren Teilnahme mir die Aufforderung verschafft hat, die schwierige und für so vieles grundlegende Arbeit nach neun Jahren von neuem vorzunehmen“ (Freud aus seinem Vorwort zur zweiten Auflage, das er im Sommer 1908 in Berchtesgaden schrieb). – „Herr Otto Rank hat mir bei der Auswahl der Zusätze wertvolle Dienste geleistet und die Revision der Druckbogen allein besorgt. Ich bin ihm und vielen anderen für ihre Beiträge und Berichtigungen zu Dank verpflichtet“ (Vorwort zur 3. Auflage). – „His book represents the first attempt at a serious scientific study of the phenomenon of dreams, and Freud always regarded it as his greatest effort. (…) It is somewhat fitting that the first year of the twentieth century should witness the publication of Freud’s landmark work probing the human mind. Judged by its originality, impact, and influence, his work ranks as high as any in the history of science“ (Bruno, The Tradition of Science, S. 167 f.). – Einband stärker berieben und angestaubt, Titelblatt mit restauriertem Eckabriss (minimaler Textverlust bei der Verlagsangabe, sonst gut erhaltenes Exemplar im seltenen Verlagseinband). – The cover is heavily scuffed and dusty; the title page has a restored corner tear (minimal loss of text in the publisher’s information); otherwise, this is a well-preserved copy in a rare publisher’s binding. Schlagwörter: Psychologie, Psychology, Traumdeutung |
320,-- | ![]() |
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| Fibel – Gärtner, Emil und Eduard Gerweck (Hrsg.). Kinderfibel. Bühl, Konkordia (1943). Gr.-8°. 96 S. mit 73 farbigen Illustrationen von Karl Geitz. Illustr. Orig.-Halbleinenband.
May-Schweitzer 137. Vgl. Waldschmidt 117 (Ausg. von 1942 mit Abb.). – Erschien zuerst 1935. – „Die Leselernmethode dieser Fibel ist eine Mischung aus analytisch-synthetischer Methode und Ganzheitsmethode… Politisch zählt diese Fibel zu den weniger militanten Erstleseschriften. Zwar tragen alle Jungs die braunen Hemden der Hitlerjugend, aber auf allzu starke Propaganda hat man verzichtet. Textlich basiert die Fibel zum großen Teil auf Kinderliedern und Reimen, die fast alle traditionelles Fibelgut sind“ (May/Schweitzer). – Einband leicht braunfleckig, papierbedingt etwas gebräunt, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Fibeln, Schul- und Lehrbücher |
60,-- | ![]() |
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| Fibel – Zimmermann, Otto. Hansa-Fibel. Erstes Lesebuch für Hamburger Kinder. Ausgabe K I. 8. Auflage. Braunschweig und Hamburg, Georg Westermann 1926. 8°. Titel, VIII, 104 S. mit farbigen Illustrationen von Eugen Osswald. Illustr. Orig.-Halbleinenband.
Vgl. Bilderwelt 1962. May-Schweitzer 103 (mit 3 Abb.). Müller 82. Ries 762, 24. Waldschmidt 90 (mit Abb. S. 51). – „Die „Hansa-Fibel“ ist ein Meilenstein deutscher Fibelgeschichte. Sie ist Vorbild für eine Vielzahl anderer Fibeln geworden. Sie hat Figuren, Typen, Motive und Szenen geschaffen, die immer wieder aufgegriffen und variiert worden sind. Die Fibel spiegelt die aufgeklärte und psychologisch bewußte und geschulte Pädagogik der zwanziger Jahre wieder. Ursprünglich für die Hamburger Schulen konzipiert fand sie in ganz Deutschland Verbreitung und Nachahmung“ (May-Schweitzer). – „Nach Zimmermann soll die Fibel sowohl für den Synthetiker als auch den Analytiker zu gebrauchen sein. Der letzte möge die ersten Seiten überschlagen… Daß die Bilder nicht nur der Lautvermittlung dienen sollen, sondern auch den Kindern Spaß und Freude machen werden, sieht man ihnen an“ (Havekost-Klattenhoff C-22). – Sehr gutes Exemplar der berühmten Fibel. Schlagwörter: Fibeln, Hamburg, Schul- und Lehrbücher |
60,-- | ![]() |
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| Harbou, Thea (Gabriele) v. Metropolis. Roman. Berlin, August Scherl (1926). 8°. 273, (1) S., [3] Bl. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel, Rückenvergoldung und farbig illustr. Schutzumschlag von W(ilhelm Albert Walter) Reimann.
Barron 3-23. Bleiler, Science-Fiction 1940. Holstein S. 211 (kart. Ausgabe). Kosch VII, 318 f. NDB VII, 645 f. Rössler, Filmfieber S. 116. – Erste Ausgabe. – T. G. v. Harbou (1888-1954) „verzichtete in ihren Romanen auf Psychologie und Charakterzeichnung zugunsten einer schwülstig pathetischen Seelenschilderung und eines packenden Handlungsablaufes. – Wesentlich ist ihre Arbeit als Drehbuchautorin. Der zum Monumentalen neigende, teils architektonisch strenge, teils phantastische und legendenhafte Stil der Stummfilme Fritz Langs ist von ihr entscheidend mitbestimmt worden. … Ihre hervorragende Begabung, eine Handlung in die Bildersprache des Films zu übersetzen, erweist sich besonders bei der Bearbeitung literarischer Werke. … H. hat einen wesentlichen Einfluß auf die Entwicklung des deutschen Films ausgeübt, sie ist keineswegs nur eine vielbeschäftigte Routineschreiberin“ (R. Burgmer in NDB). – Mit dem seltenen Schutzumschlag des Malers, Filmarchitekten und Drehbuchautors W. A. W. Reimann (1887-1936), der bereits 1919 die Kulissen und Kostüme für den expressionistischen Film-Klassiker „Das Cabinet des Dr. Caligari“ entworfen hat. – Der Schutzumschlag am Kapital unauffällig restauriert und an den Kanten geringf. berieben, außergewöhnlich schönes und sauberes Exemplar. – The dust jacket unobtrusively restored at the spine and slightly rubbed at the edges, an exceptionally nice and clean copy. Schlagwörter: Expressionismus, Film, Pop-Kultur, Science Fiction |
4.500,-- | ![]() |
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| Weininger, Otto. Taschenbuch und Briefe an einen Freund. Leipzig, Wien, E. P. Tal & Co. 1919. 8°. [1] Bl., 102 S., [1] Bl. mit 1 Portrait und 1 Brief-Faksimile. Orig.-Pappband.
Ziegenfuss II, 847. – Erste Ausgabe. – Der Wiener Philosoph O. Weininger (1880-1903), der besonders durch sein Hauptwerk „Geschlecht und Charakter“ berühmt wurde und zahlreiche andere Denker seiner Zeit beeinflusste, „entwickelte die Theorie von der psychisch-physischen Bisexualität des Menschen. Neben der Pschologie und Metaphysik der Geschlechter beschäftigt ihn die Psychologie des Genies“ (W. Ziegenfuss). – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Briefe, Briefwechsel, Homosexualität, Wien |
60,-- | ![]() |
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| Weininger, Otto. Über die letzten Dinge. Mit einem biografischen Vorwort von Moritz Rappaport. 2. veränderte Auflage. Wien, Wilhelm Braumüller 1907. 8°. XXIII, [1] Bl., 178 S. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel und Jugendstil-Ornamentik.
Ziegenfuss II, 847. – Zweite veränderte Auflage des posthum veröffentlichten Werks; die erste Ausgabe erschien 1904, im Jahr nach Weiningers Freitod. – Der Wiener Philosoph O. Weininger (1880-1903), der besonders durch sein Hauptwerk „Geschlecht und Charakter“ berühmt wurde und zahlreiche andere Denker seiner Zeit beeinflusste, „entwickelte die Theorie von der psychisch-physischen Bisexualität des Menschen. Neben der Pschologie und Metaphysik der Geschlechter beschäftigt ihn die Psychologie des Genies“ (W. Ziegenfuss). – Weiningers Philosophie war stark von Immanuel Kant geprägt, wies aber auch starke antisemitische und misogyne Züge auf. Im Jahre 1903, im Alter von 23 Jahren, nahm sich Otto Weininger in Beethovens Sterbehaus in Wien das Leben. – Sehr schönes Exemplar im dekorativen Jugendstil-Einband. Schlagwörter: Homosexualität, Judaica, Psychologie, Soziologie |
75,-- | ![]() |
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| Lafontaine, Marie-Jo. Babylon babies. Herausgegeben von Bernd Barde. (Texte von: Christine Buci-Glucksmann, Hawa Djabali, Simon Njami, Paul Ardenne, Romuald Hazoumé). Ostfildern-Ruit, Hatje Cantz (2003). 4°. 248 S. mit 96 Farbtafeln. Orig.-Pappband.
„Seit ihrem legendären Auftritt bei der documenta 8 1987 mit der Video-Installation »Les larmes d’acier« (Stählerne Tränen) zählt die belgische Foto- und Videokünstlerin Marie-Jo Lafontaine zu den angesehensten zeitgenössischen Künstlerinnen überhaupt. In ihren neueren Werkeinheiten befasst sie sich häufig mit übergreifenden Themen wie Identität, Stadt, den Erlebnisraum von großen Metropolen, Jugend und Jugendkultur. So auch in ihrer jüngsten Serie »Babylon Babies«, die großformatige Porträtfotos von Jugendlichen vor intensivfarbigen monochromen Hintergründen umfasst. Mit dieser Serie setzt die Künstlerin ihre in den letzten Jahren geschaffene Ikonographie von Kindern und Jugendlichen fort, die jenseits der üblichen Klischees liegen. Die Betrachter werden mit eigenständigen jungen Menschen konfrontiert, deren fotografische Präsentation jedoch jeden Kontext verweigert und deshalb auch offen für Projektionen ist“ (Hatje Cantz). – Tadellos. Schlagwörter: Portrait photography, Portraitphotographie, Porträtfotografie, Porträtphotographie |
40,-- | ![]() |
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| Macé, Gérard. Éthiopie. Le livre et l’ombrelle. (Avec une citation de Werner Herzog). Cognac, Le Temps qu’il fait (2006). Gr.-8° (24 x 16,5 cm.). 107, (4) S. mit 52 Duotone-Tafeln und 1 signierten Orig.-Photographie (Silbergelatine, 22 x 15 cm.). Orig.-Kartonumschlag mit illustr. Schutzumschlag.
Eines von 30 Exemplaren „h.c.“ mit signiertem Original-Abzug (Umschlag-Foto „Ethiopie, le livre et l’ombrelle“) und signierter eigenhändiger Widmung von G. Macé „Pour Esther Woerdehoff …“. – L’un des 30 exemplaires « h.c. » avec tirage original signé (photo de couverture « Ethiopie, le livre et l’ombrelle ») et dédicace manuscrite signée par G. Macé « Pour Esther Woerdehoff … ». – „Avec Le livre et l’ombrelle (…), nous partons du côté de Lalibela et de la fascinante Eglise éthiopienne, plus ancienne que Rome et Byzance, puisque c’est la deuxième Eglise nationale, précédée de très peu par l’Arménie, au début du quatrième siècle. Et son histoire autonome, sa théologie particulière sont attestées par les manuscrits en guèze, lus inlassablement par un clergé qui vit encore au milieu d’un peuple illettré. L’Ethiopie, pays hautement civilisé, c’est le squelette de Lucy, mais aussi un territoire de déserts et de hautes montagnes qui ensorcelle le voyageur par la force de ses rites et des regards.“ (Fabien Ribery). – „Gérard Macé est né en 1946 a Paris. Aux éditions Gallimard (collection “Le Chemin”, puis collection “Le Promeneur”), il a publie depuis 1974 des proses narratives et poétiques, comme Bois dormant, Le dernier des Egyptiens, la série intitulee Colportage, ou plus récemment Illusions sur mesure. À l’image poétique, il ajoute ’image photographique depuis 1997, comme en témoignent La photographie sans appareil et Mirages et solitiudes, parus aux éditiomns Le temps qu’il fait“ (Editeur). – „Gérard Macé, 1946 in Paris geboren, veröffentlichte ab 1974 zahlreiche Werke, die zwischen Dichtung und Essay stehen. Gegenstand seiner Bücher ist oft die Sprache, sei es die literarische Sprache, sei es die zu entziffernde Sprache der Hieroglyphen (»Le Dernier des Égyptiens«, 1988) oder das Chinesische und seine Kultur. Seit 1997 arbeitet er auch als Fotograf. Macé erhielt 1980 den Prix Femina Vacaresco, 2002 den Prix Roger Caillois und 2008 den Grand Prix de Poésie der Académie française für sein dichterisches Lebenswerk“ (Hanser Verlag). Schlagwörter: Africa, Afrika, Äthiopien, Original-Photographie, Signed books, Signierte Bücher, Signierte Photographie, Vorzugsausgaben, Widmungsexemplar |
320,-- | ![]() |
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