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Beschreibung Gesamte Buchaufnahme |
Preis EUR |
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| Lange, Friedrich Albert. Geschichte des Materialismus und Kritik seiner Bedeutung in der Gegenwart. 2 Teile in 1 Band. Iserlohn, Baedeker 1866. 8°. XVI, 563, (1) S. Hldr. d. Zt. mit goldgepr. Rückentitel u. Rückenverg.
Slg. Borst 2969. Eisler 383 (″von großer Wirkung“). NDB XIII, 555 ff. Ziegenfuß II, 14. Vgl. Stammhammer III, 190. – Erste Ausgabe, eine der meistbeachteten und wichtigsten philosophischen Abhandlungen des 19. Jahrhunderts und eines der ersten Bücher, das dem Neukantianismus zum Durchbruch verholfen hat. – „… bis heute ein informatives und reichhaltiges Standardwerk über die Geschichte des europäischen Materialismus geblieben …“ (KNLL IX, 996 f.). – Das philos. Hauptwerk Langes hat auch Nietzsche anfangs stark beeinflußt, der in einem Brief an Hermann Muschacke schreibt: „Ohne Zweifel war es das bedeutendste philosophische Werk, das in den letzten hundert Jahren erschienen ist.“ – „Nachhaltige Wirkung übte, (der Philosoph, Pädagoge und Sozialpolitiker F. A.) Lange (1828-1875) mit seiner „Geschichte des Materialismus…“ aus, einem der einflußreichsten philosophischen Bücher in der 2. Hälfte des 19. Jh. Im Gang durch die Philosophiegeschichte von der Antike bis zur Schwelle des 19. Jh. weist er auf die materialistischen Strömungen in den jeweiligen Epochen hin und zeigt, wie sich der philosophische Materialismus in Verbindung mit dem naturwissenschaftlichen Kenntnisstand wandelt. Nach seiner Meinung eröffnen materialistische Hypothesen dem Naturwissenschaftler stets die größte Aussicht auf neue Entdeckungen. Er warnt aber vor der Annahme, daß die Materie „wie sie unseren Sinnen erscheint, die letzte Lösung aller Rätsel der Natur enthalte“; die Materialisten glaubten das zwar nicht, verhielten sich jedoch so, als ob es so wäre „und warten, bis ihnen aus den positiven Wissenschaften selbst eine Nötigung zu anderen Annahmen“ entgegentrete. Für den Kampf gegen die Bedrohung von Freiheit und Gerechtigkeit empfiehlt L. den ethischen Idealismus, nachdem er zu beweisen versucht hat, daß die Geschichte des Materialismus in Wahrheit eine Rechtfertigung des Idealismus sei, insofern „der transzendentale Idealismus die Überwindung und das Ende des Materialismus ist“ (Cohen). Trotz der Ablehnung der philosophischen Position des Materialismus gehört L.s „Geschichte des Materialismus“ zu jenen Werken, mit denen sich auch die marxistischen Denker ernsthaft auseinandersetzen“ (F. Holz in NDB). – N.a.T., Vorsätze u. Titelblatt etwas braunfleckig, sehr gutes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Materialismus, Staatsphilosophie |
320,-- | ![]() |
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| Sartre, Jean-Paul. Réflexions sur la question juive. Paris, Morihien 1946. 8°. 198 S., [1] Bl. OKart.
Erste Ausgabe. – Eines von 3000 Exemplaren auf Vélin Alfa. – Rückendeckel etwas gebräunt, gutes Exemplar. Schlagwörter: Judaica, Judaism |
80,-- | ![]() |
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| Vaihinger, Hans. Hartmann, Dühring und Lange. Zur Geschichte der deutschen Philosophie im 19. Jahrhundert. Ein kritischer Essay. Iserlohn, J. Baedeker 1876. 8°. XII, 235 S. Hln. mit goldgepr. Rückentitel.
Ziegenfuß II, 767 f. – Erste Ausgabe der ersten Veröffentlichung. – H. Vaihingers (1852-1933) „philosophische Bedeutung beruht auf seiner Begründung und selbstständigen Ausgestaltung einer Lehre von den Fiktionen (″Fiktionalismus“), die er in seiner „Philosophie des Als-Ob“ (1911) systematisch gliedert. V. bezeichnet seine philosophische Grundeinstellung als „positivistischen Idealismus“ oder „idealistischen Posivismus“ (W. Ziegenfuss). – Stellenweise Buntstiftanstreichungen im weißen Rand, gutes Exemplar. |
90,-- | ![]() |
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| Kopp, Cornelia u. Marie Renz. Die Geschichte vom Baby. Mit Schnitten zu 6 Kleidern und Wäsche für ein 36 cm großes Puppenkind. Zeichnungen von Käte Ohmann. Leipzig, Otto Beyer o. J. (ca. 1929). 4°. 11, (1) S. mit zahlr. Illustrationen u. 2 gefalt. Schnittmusterbogen. Farbig illustr. OHln. (Beyers lustige Puppenschneiderei, Heft 1).
Seltene Anleitung zur Puppenschneiderei. Laut einer Verlagsanzeige auf der letzten Seite erschienen 6 Hefte der Reihe. Deckeltitel in Sütterlin-Schrift. – Einband etwas angestaubt, die Schnittmuster gebräunt und mit Randläsuren, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Puppen, Puppenbilderbücher, Puppenschneiderei |
60,-- | ![]() |
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| Frisch, Max (1911-1991, Schweizer Schriftsteller und Architekt). Original-Portrait-Photographie von Mario Dondero (1928-2015). Rom 1962. 30 x 23,5 cm.
Eindrucksvolles Portrait des berühmten schweizer Schriftstellers im Hintergrund, mit Blick auf die Dächer von Rom. Rückseitig mit Stempel des Photographen Mario Dondero, der für zahlreiche Agenturen und Zeitungen arbeitete und viele berühmte Schriftsteller und Intellektuelle portraitierte (Roland Topor, Claude Mauriac, Daniel Pennac, Yashar Kemal, Nathalie Sarraute, Samuel Beckett, Alain Robbe-Grillet, Claude Simon, Jérôme Lindon, Robert Pinget, Claude Ollier). – Vintage. Schlagwörter: Literatur, Porträtphotographie |
250,-- | ![]() |
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| Hockney, David (geb. 1937, britischer Maler, Grafiker, Bühnenbildner und Fotograf). 2 Orig.-Farbphotographien und 1 Schwarzweißphotographie auf Kodak-Papier. Los Angeles, BMW AG 1995. Jeweils ca. 24 x 18 cm.
Pressefotos anlässlich der Auftragsarbeit eines BMW 850 CSi, BMW Art Car 1995. Die beiden Farbfotos mit Porträts des Künstlers; der Schwarzweissabzug zeigt den Künstler beim Bemalen des Autos und das bemalte Fahrzeug. Die 1975 auf Anregung des Rennfahrers Hervé Poulain entstandene „Kunstsammlung“ der BMW Art Cars umfasst Auto-Kunstwerke von A. Calder, R. Liechtenstein, F. Stella, E. Fuchs, A. R. Penck u. a. – Hockneys „Palette reicht bis zu Bühnenbildern, Autolackierungen und Kunstwerken mit Fax- oder Multimedia-Medien. Alleine diese Vielfalt der Medien lässt eine Begeisterung Hockneys für Technologie erkennen“ (Wikipedia). – „Das Automobil sei schöner als die Nike von Samothrake, behaupteten die italienischen Futuristen am Anfang dieses Jahrhunderts. Jetzt, fast neunzig Jahre später, steht diese Behauptung einmal mehr auf dem Prüfstand. Ist das industriell gefertigte Auto an sich schon ein Kunstwerk, oder läßt erst der Eingriff des Künstlers, wie David Hockney, die Industrieform zum Kunstwerk werden?“ (U. Luckhardt in der beil. Presse-Mittelung). Schlagwörter: Automobil, Kunst, Original-Photographie, Pop art |
100,-- | ![]() |
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| Lennon – Fordham, Peter. Lennon, John Winston (1940-1980) und Yoko Ono Lennon (geb. 1933). Orig.-Portraitphotographie (Silbergelatine, 27 x 22 cm.). Tittenhurst Park, Ascot 1971.
John und Yoko auf einer Wiese in Tittenhurst Park. Abzug von 1999. Rückseitig von Peter Fordham signiert. – Der engl. Fotograf P. Fordham begleitete John Lennon und Yoko Ono jahrelang. Sein bekanntestes Foto zeigt John am weißen Flügel während der Aufnahme zu „Imagine“. Die Aufnahme von Fordham wurde auch für das Cover zum Soundtrack des Films „Imagine“ verwendet. – Rückseitig mit dem Stempel einer Londoner Presse-Agentur. Schlagwörter: Musik, Original-Photographie, Pop-Kultur, Portrait, Portrait photography, Porträtfotografie, Porträtphotographie, Rock music, Rock- und Popmusik, Signierte Photographie |
500,-- | ![]() |
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| McCartney – Bailey, David (Royston, geb. 1938). Sir Paul McCartney. Orig.-Portraitphotographie (Silbergelatine, 27 x 22 cm.). London 1967.
Abzug vom 4. Dez. 1998. Interessantes Portrait von Paul mit seinem Spiegelbild. – D. Bailey, „Britischer Kultfotograf der 60er Jahre“ (H.-M. Koetzle), war seit 1960 Vertragsfotograf bei Vogue, daneben freischaffend tätig für zahlreiche Zeitschriften (Daily Express, Elle, Glamour u.a.). – „Die Einordnung Baileys als Zentralfigur der Popkultur der1960er Jahre beruht mehr auf dem sozialen Milieu sowie den Themen seiner Porträts als auf einem ausdruck seiner Arbeit als solcher. Bewusst distanzierte er sich von dem Bild des durch die USA propagierten ‚swinging London‘ … Ende 1964 befand sich Baileys Haltung zur Modefotografie bereits im Wandel. Langeweile und Ernüchterung schlichen sich ein. Seinerzeit arbeitete er an jenen Porträts, die im Folgenden als David Bailey’s Box of Pin-ups erscheinen sollten und eine Diversifierung seines Schaffens einleiteten, die erst in den 1970ern voll zur Geltung kam“ (M. Harrison in Koetzle, Lexikon der Fotografen S. 30). – Rückseitig mit Stempel des Fotografen und einer englischen Presseagentur. Schlagwörter: Original-Photographie, Pop music, Pop-Kultur, Popmusik, Portrait photography, Portraitphotographie, Porträtfotografie, Porträtphotographie |
400,-- | ![]() |
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| Andersen, Hans Christian. Das häßliche Entlein. Ein Märchen. Die Neubearbeitung des deutschsprachigen Textes besorgte Ursula Isler-Hungerbühler. Zürich u. Stuttgart, Artemis (1959). Gr.-4°. [16] Bl. mit teils farb. u. doppels. Illustrationen von Helen Kasser. Farbig illustr. OHln.
Bilderwelt 841. Muck II, 2160. SBI 418 u. S. 43. Weismann 87. – Erste Ausgabe. – Hervorragend illustriertes Märchenbilderbuch. Die Grafikerin und Malerin H. Kasser (geb. 1913) arbeitete nach ihrer Ausbildung in Zürich und Paris zunächst als Gebrauchsgrafikerin und wendete sich dann der Malerei und Illustration zu. „Die Hauptfiguren ihrer Bilderbücher sind Tiere, die an japanische Tuschzeichnungen erinnern, zuweilen auch an Zeichnungen von Hans Fischer“ (V. Rutschmann). – Gutes Exemplar. Schlagwörter: Artemis, Märchen, Märchenbilderbücher, Schweizer Kinderbücher |
40,-- | ![]() |
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| Terentius Afer, Publius. Publii Terentii Comoediae sex. Post optimas editiones emendatae. Accedunt, Aelli Donati, commentarius integer. Cum selectis guieti & variorum notis… Leiden, Hack 1669. Kl.-8°. Gestoch. illustr. Titel, [23] Bl., 864 S., [30] Bl. (Index). Prgt. d. Zt. mit goldgepr. Rückenschild.
Ebert 22511 Anmerkung. Graesse VI/2, 59. Schweiger II, 1065. – Zuerst 1644 bei Hack erschienene reich kommentierte Ausgabe. – Kapital mit kl. Fehlstelle, schönes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Altphilologie, Antike, Komödie, Schul- und Lehrbücher |
120,-- | ![]() |
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| Ziegler, Adolf. Die Uroscopie am Krankenbette. Zum Gebrauch für Aerzte. Zweite revidirte Aufl. Erlangen, Ferdinand Enke 1865. Gr.-8°. VIII, 80 S. Mod. Pbd.
Exlibris, St. a. T., stellenw. etwas stockfl., gutes Exemplar. Schlagwörter: Harn, Harnschau, Urin, Urologie |
40,-- | ![]() |
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| Mulder, Gerrit J. Liebig’s Frage sittlich und wissenschaftlich geprüft. (Aus dem Holländischen.) Frankfurt a. M., Schmerber 1846. 8°. 169 S. Späterer Pbd. mit goldgepr. Rückensch. (Neue Beiträge zur Geschichte des Proteins).
Erste deutsche Ausgabe. – N. u. St. a. T., gutes Exemplar. Schlagwörter: Chemie, Erstausgaben, Proteine |
30,-- | ![]() |
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| Mani, Nikolaus. Die historischen Grundlagen der Leberforschung. I. Teil: Die Vorstellungen über Anatomie, Physiologie und Pathologie der Leber in der Antike. Basel, Stuttgart, Schwabe & Co. 1959. Gr.-8°. 111 S. OKart. (Basler Veröffentlichungen zur Geschichte der Medizin und der Biologie, Band 9).
Erste Ausgabe. – Gutes Exemplar. Schlagwörter: Leber, Lebererkrankungen, Leberkrankheit, Medizingeschichte, Stoffwechsel |
24,-- | ![]() |
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| Cassianus, Johannes. Opera omnia. Cum commentariis Alardi Gazaei. Ab eodem denuo recognita, commentariis ipsis tertia parte auctoribus illustrior reddita; Novoque insuper in libros de incarnatione, qui desiderabatur, commentario locupletata. Leipzig, Wetstein & Smith 1733. Folio (37 x 23,5 cm.). [10] Bl., 832 S., [12] Bl. mit Titel in Rot u. Schwarz u. Titelvignette in Holzschnitt. Ldr. d. Zt. mit goldgepr. Rückenschild u. reicher floraler Rückenvergoldung.
Graesse II, 62 Anm. VD18 1225990X. Vgl. BBKL I, 951 ff. – Zuerst 1628 erschiene Gesamtausgabe bearbeitet von Aard Gazet (1566-1626). Benedikt von Nursia benutzte die monastischen Schriften des Cassianus (um 360-435) in seiner Regel. – J. Cassianus „lebte anfangs als Mönch in Bethlehem, wurde nach langen Reisen zum Priester geweiht und gründete in Marseille ein Mönchs- und Nonnenkloster. Außer einer gegen Nestorios gerichteten Schrift über die Natur Christi verfaßte er ein Werk „Über die Mönchserziehung und über Heilmittel gegen die Hauptsünden“ (De institutis monachorum et de octo principalium vitiorum remediis) und „Unterredungen“ (Collationes) über philosophische Fragen; die darin enthaltene Lehre von der Willensfreiheit wurde auf dem Konzil von Arausio (s. Caesarius von Arles) veruteilt. Von Benedikt und Cassiodor zur Lektüre empfohlen, hatte C. eine lange Nachwirkung; sein Stil zeichnet sich aus durch klassizistische Reinheit und Fülle der Ausdrucksmittel“ (Tusculum Lexikon). – Rücken am Fuß etwas beschädigt, Deckel teils mit Fehlstellen am Bezug, Kanten berieben, St. a T., durchgehend etwas gebräunt u. etwas braunfleckig, gutes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Antike, Gesamtausgaben, Kirchengeschichte, Philosophical theology, Philosophie |
240,-- | ![]() |
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| Seegen, J(osef). Gesammelte Abhandlungen über Zuckerbildung in der Leber. Berlin, Hirschwald 1904. 8°. XX, 492 S. mit zahlr. Tabellen u. Diagrammen. Hln. der Zeit mit goldgepr. Rückentitel u. Linienverg.
ÖBL XII, 99. – Erste und einzige Ausgabe. – „Als bleibendes Verdienst S.s ist festzuhalten, daß ihm der Nachweis gelang, die Zuckerbildung sei ein vitaler, an das Leben der Leberzelle gebundener Vorgang und daß er die Zuckerbildung aus Eiweiß und Fett entdeckte. Die Ergebnisse seiner über mehr als 40 Jahre (1860-1904) betriebenen Forschungen über den Stoffwechsel, die S. in zahlreichen Arbeiten in verschiedenen Fachorganen niedergelegt hat, publ. er gesammelt in den „Studien über Stoffwechsel im Tierkörper“, 1887, und in „Gesammelte Abhandlungen über Zuckerbildung in der Leber“, 1904. Nachdem S. 1893 das Lehramt an der Wr. Univ. zurückgelegt hatte, wurde er 1901 zum korr. Mitgl. der k. Akad. der Wiss. in Wien gewählt. 1910 wurde S. zu Ehren ein von Kauffung (s. d.) geschaffenes Denkmal in den Arkaden der Univ. Wien enthüllt“ (H. Leitner in ÖBL). – Kanten- u. Ecken etwas berieben u. bestossen, Titelblatt minimal braunfl., gutes Exemplar. Schlagwörter: Biologie, Diabetes mellitus, Medicine, Medizingeschichte, Physiologie, Stoffwechsel, Zucker, Zuckerstoffwechsel |
90,-- | ![]() |
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| Chotjewitz, Peter O(tto). Roman. Ein Anpassungsmuster. Darmstadt, Joseph Melzer (1968). 4°. 248 S. mit zahlr. Abb. nach Fotos von Gunter Rambow. Farbig illustr. Orig.-Kartonumschlag.
Erste Ausgabe. – Die Photographien sind auf dünnes Transparentpapier gedruckt. – P. O. Chotjewitz (1934-2010) „arbeitete u.a. über H.C. Artmann und die Wiener Dichtergruppe und beteiligte sich an Aktionen der „Fluxus“ und Happening-Bewegung, es kam zur Zusammenarbeit mit Wolf Vostell. 1965 legte er die zweite juristische Staatsprüfung ab. Danach war er aber nicht als Jurist tätig, sondern entschied sich für ein Leben als Schriftsteller. 1965 hatte er eine Lesung bei der Gruppe 47 in Berlin. 1966 hatte er auf seiner ersten USA-Reise Begegnungen mit Künstlern der „Something Else-Press“ um Dick Higgins, Emett Williams und hatte eine Lesung bei der Gruppe 47 in Princeton. Danach arbeitete er für Giacomo Feltrinelli: er erstellte in seinem Auftrag eine Untersuchung über jugendliche Rebellen. Von 1967 bis 1973 lebte er in Rom, zunächst mit einem Stipendium der Villa Massimo. 1969 gab er seinen Wohnsitz in Deutschland auf, er lernte Dario Fo kennen und den Kreis der „Novissimi“ und die (literarische) „Gruppe 63“. Er beschäftigte sich mit der „Südfrage“ und unternahm Reisen nach Süditalien, Schwerpunkt Sizilien. 1971 inszenierte Grüber am Bremer Theater sein Stück: „Weltmeisterschaft im Klassenkampf“. 1973 kehrte er mit der Familie in die Bundesrepublik Deutschland zurück. In den 1970er Jahren war Peter O. Chotjewitz politisch stark engagiert, 1974 beantragte er die Zulassung zur Anwaltschaft und zu anwaltschaftlichen Tätigkeiten, um als Wahlverteidiger Andreas Baader und Peter-Paul Zahl zu vertreten und gründete einen Hilfsfonds für politische Gefangene“ (Literaturport). – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Photographie, Studentenbewegung |
40,-- | ![]() |
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| Hlubek, F(ranz) X(aver) W(ilhelm) v. Beleuchtung der Organischen Chemie des Herrn Dr. J. Liebig in ihrer Anwendung auf Agricultur und Physiologie. Grätz, A. Leykam 1842. 8°. X, 72 S. u. 3 gefalt. Tabellen. Moderner Pbd. mit mont. Orig.-Umschlag.
NDB IX, 278 f. – Erste u. einzige Ausgabe. – „H. wurde damit als ein Meister der Bodenstatik, als der damaligen Theorie der Bodenfruchtbarkeit anerkannt. Er geriet infolgedessen nach dem Erscheinen des Hauptwerks Liebigs „Die organische Chemie in ihrer Anwendung auf Agricultur und Physiologie“ (1840), in einen scharfen Gegensatz zu diesem. Die Auseinandersetzung zwischen Liebig als dem Schöpfer der Mineraltheorie und den Anhängern der Humustheorie wurde in zum Teil polemischer, von Liebig in autoritärer Form geführt. Brennpunkt des Streites war der Kohlenstoff- und Stickstoffhaushalt der Böden. Die landwirtschaftliche Praxis nahm überwiegend für die „Stickstöffler“ Partei, während die agrikulturchemische Forschung noch in den Kinderschuhen steckte. Während sich Liebig in der Folge gegenüber der Schule der Bodenstatik durchsetzte, wurde diese, und damit auch H., durch das spätere Einlenken Liebigs gerechtfertigt. 1846 erschien H.s Hauptwerk, eine 2bändige „Landwirtschaftslehre in ihrem ganzen Umfang…“ (²3 Bände, 1851–53). Im selben Jahre trat er auch als Politiker hervor, und zwar als impulsiver Vorkämpfer eines freien, unbelasteten Bauernstandes.“ (Sigmund Frauendorfer in NDB). – Stellenw. geringf. stockfl., gutes Exemplar. Schlagwörter: Agrarchemie, Chemie, Landwirtschaft |
90,-- | ![]() |
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| Ruetz, Michael. Fotos. (Katalog zur Ausstellung in der Galerie Mikro Berlin, Dezember 1969 – Januar 1970]. Ottersweiler, B & K Offsetdruck 1969. Folio (42 x 30 cm.). [16] Bl. (inkl. Umschlag) mit ca. 50 teils doppelblattgr. Abb. Heftstreifen in Orig.-Pappkassette mit kreisrund ausgestanztem Deckelfenster.
Heidtmann 20156. Koetzle 383 f. – Von M. Ruetz auf S. 3 signiert. – Erste selbständige Veröffentlichung des „Bildchronist(en) der deutschen Studentenbewegung um 1968“ (H.-M. Koetzle). – „Michael Ruetz’ bilder sind zugleich Denk- und Anschauungsbilder, sinnfällige Demonstrationen dessen, was Rudolf Arnheim als ‚anschauliches Denken‘ begreift. – Der große van Eyck steht am Anfang der Sehschule, die sich in der Fotografie vollendet hat. Michael Ruetz indessen schlägt die Brücke zu Seherfahrungen, die sich noch niemand so recht vorzustellen vermag. – Vergleichbar ist sein Projekt TIMESCAPE in Anspruch und Ausmaß nur dem künstlerischen Werk von Hanne Darboven“ (K. Honnef in Koetzle). – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Berlin, Reportage-Photographie, Signierte Bücher, Studentenbewegung |
120,-- | ![]() |
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| Wunderlich – Jensen, Jens Christian. Paul Wunderlich eine Werkmonographie. Mit Beiträgen von Max Bens und Philippe Roberts-Jones. (Offenbach), Huber (1980). Gr.-4°. 255 (1) S. mit zahlr. teils ganzs. und farb. Abb. OLn. mit farbig illustr. OU. (Paul Wunderlich. Das malerische, graphische und plastische Werk, Band I).
Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Catalogue raisonné, Catalogues raisonnés, Werkverzeichnis, Werkverzeichnisse |
30,-- | ![]() |
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| Bonnard – Bouvet, Francis. (Pierre) Bonnard. L’oeuvre gravé. Catalogue complet. Préface d’Antoine Terrasse. Paris, Flammarion (1981). 4°. 351, (1) S. mit zahlr. teils farb. Abb. OLn. mit farbig illustr. OU.
Arntz II, 21. – Schutzumschlag am Kapital geringf. beschädigt, gutes Exemplar. Schlagwörter: Catalogue raisonné, Catalogues raisonnés, Werkverzeichnis, Werkverzeichnisse |
50,-- | ![]() |
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| Estève – Francastel, Pierre. (Maurice) Estève. (Paris), Éditions Galanis (1956). 4°. 168 S., 2 Bl. mit zahlr. teils farb. und mont. Tafeln. OLn.
Rücken etwas aufgehellt, gutes Exemplar. |
30,-- | ![]() |
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| Rouault – Chapon, François. Le livre des livres de (Georges) Rouault. The illustrated books by Rouault. Monaco, André Sauret et Michèle Trinckvel (1992). 4°. 247, (1) S. mit zahlr. teils farb. Abb. OLn. mit farbig illustr. OU.
Schutzumschlag im oberen Rand stellenweise gering beschädigt, gutes Exemplar. Schlagwörter: Bibliographie, Catalogue raisonné, Catalogues raisonnés, Künstlerbuch, Werkverzeichnis, Werkverzeichnisse |
40,-- | ![]() |
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| (Fetzer, Carl August Friedrich). Der Flagellantismus und die Jesuitenbeichte. Historisch-psychologische Geschichte der Geisselungs-Institute, Kloster-Züchtigungen und Beichtstuhl-Verirrungen aller Zeiten. Nach dem Italienischen des Giovanni Frusta. Leipzig, o. Dr. um 1870. 8°. VIII, 260 S. Moderner Pbd. mit goldgepr. Rückenschild.
Hayn-Gotendorf II, 291. Weller, Pseud. 217. – Nachdruck der ersten Ausgabe, Leipzig 1834. – Der Stuttgarter Jurist und liberale Politiker C. A. F. Fetzer (1809-1885) arbeitete seit 1835 als Anwalt. Ab 1848 war er vom Landtag gewähltes ordentliches, ab 1880 stellvertretendes ständisches Mitglied des württembergischen Staatsgerichtshofes. – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Faksimile, Sozialgeschichte |
50,-- | ![]() |
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| Knobel Paul. Schöne alte Biertrinkgefässe. Die Sammlung der Brauerei Hürlimann AG. Zürich, Brauerei Hürlimann AG (1983). 8°. 103 S. mit zahlr. meist farb. Abb. Weinrotes OLdr. mit goldgepr. Deckeltitel u. Deckelornamentik in Orig.-Leinenschuber.
Die Sammlung präsentiert Trinkgefässe aus Zinn, Silber, Fayence, Porzellan, Steingut, Glas, Elfenbein, Holz und Stein aus allen Zeiten. – Schönes Exemplar im dekorativen Handeinband. Schlagwörter: Bier, Bierbrauerei, Bierkrüge |
60,-- | ![]() |
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| Nay – Scheibler, Aurel. Ernst Wilhelm Nay. Werkverzeichnis der Ölgemälde. Einführung von Siegfried Gohr. Herausgegeben vom Museum Ludwig, Köln. 2 Bände. Köln, DuMont (1990). 4°. 414 S.; 376 S. mit zahlr. teils farb. Abb. OLn. mit farbig illustr. OU. in Orig.-Leinenschuber.
Neuwertiges Exemplar. Schlagwörter: Catalogue raisonné, Catalogues raisonnés, Werkverzeichnis, Werkverzeichnisse |
90,-- | ![]() |
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| Tuggener, Jakob. Fabrik. Ein Bildepos der Technik. (Mit einem Vorwort von Arnold Burgauer). Erlenbach, Rotapfel-Verlag 1943. 4°. VI S. u. 87 (15 doppelblattgr.) Heliogravüren auf 52 Bl. OLn. mit OU. (von Pierre Gauchat).
Auer 300. Heidtmann 6036. Heiting/Jaeger I, 143 f. Koetzle 466 f. The Open Book 134. Parr/Badger I, 144. Schweizer Fotobücher 136 ff. – Erste Ausgabe. – Jakob Tuggeneres (1904-1988) bildepochales Werk gilt als einer der wichtigsten Beiträge zum Thema Industriephotographie der Schweiz. – „Wenn ‚Fabrik‘ heute als Meilenstein in der Geschichte des Fotobuchs dasteht, so nicht in erster Linie deshalb, weil es Schweizer Technikgeschichte dokumentiert, und schon gar nicht, weil es einen optimistischen Zeitgeist der 1950er Jahre vorwegnähme, sondern weil es ein herausragendes künstlerisches Statement mit einem aktuellen Zeitbezug darstellt, und dass auch unter optimaler Nutzung der Möglichkeiten des Fotobuchs. In diesem Sinne steht ‚Fabrik‘ in einer Linie zwischen Bill Brandts ‚The English at Home‘ von 1936 und Robert Franks ‚The Americans‘ von 1959“ (M. Gasser in Schweizer Fotobücher). – „Swiss neutrality enabled Jak Tuggener to practice modernist documentary photography freely, and he makes a fine job of it in this book, employing several different modes to great effect. As Arnold Burgauer cogently states in his introduction, Tuggener is a jack-of-all-trades: he exhibits, ‚the sharp eye of the hunter, the dreamy eye of the painter; he can be a realist, a formalist, ronatic, theatrical, sureal.‘ Tuggener moves effortlessly between large-format lucidity and grainy, blurred impressionism, in a book that is a decade ahead of its time. It points the way, in the darkest days of World War II, to the bright new economic future that Western Europe would enjoy after the conflict, when technological advances irrevocably changed the workplace“ (Parr/Badger). – Einband leicht stockfleckig, Schutzumschlag am Kapital unauffällig restauriert, das blaue Beilagenblatt (Tafelverzeichnis) fehlt, sehr gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Industrial Photopraphy, Industriephotographie, Schweiz, Switzerland |
1.000,-- | ![]() |
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| Blossfeldt, Karl. Wundergarten der Natur. Neue Bilddokumentation schöner Pflanzenformen. Berlin, Verlag für Kunstwissenschaft o. J. (1932). 4°. Portfolio, XIII, (3) S. u. 137 Abb. auf 120 num. Bildtafeln in Kupfertiefdruck. Dunkelrote Orig.-Flügelmappe mit Deckeltitel und Deckelvignette (Entwurf: Curt Siebert).
Heidtmann 14481. Heiting/Jaeger I, 194 ff. (mit mehreren Abb.). The Open Book 106 f. – Erste Ausgabe des berühmten Werks in der seltenen Portfolio-Ausgabe. – „Dass hier die hohe Qualität des ersten Bandes beibehalten werden konnte, liegt daran, dass trotz des Verlagswechsels erneut die Graphische Anstalt Ganymed in Berlin mit der Druckherstellung beauftragt wurde… Gleich zu Beginn des Abbildungsteils fallen erste Unterschiede zu ‚Urformen der Kunst‘ ins Auge. Die Pflanzen bilden fast immer einen stärkeren Kontrast zum Hintergrund, was daran liegt, dass dieser, im Gegensatz zum vorherrschenden Grau des ersten Bildbandes häufig schwarz oder weiß gehalten ist. Dadurch geraten die Licht-Schatten-Kontraste insgesamt wesentlich eindrücklicher, die Pflanzen wirken folglich noch plastischer… Überhaupt tauchen nur wenige Seiten mit zwei oder drei Fotografien auf… Abgesehen davon, dass diese neue Form der Anordnung sich mehr den botanischen Gegebenheiten anpasst, entspricht sie in ihrer Klarheit und Strenge auch wesentlich deutlicher dem Stil der Neuen Sachlichkeit. Diese Feststellung darf im Übrigen für den gesamten zweiten Bildband gelten“ (B. Hammers in Heiting/Jaeger). – „Blossfeldts Aufnahmen zeigen in starker Vergrößerung pflanzliche Details und organische Formbildungen, die Bezüge zu dekorativen Elementen und ornamentalen Formen der Kunstgeschichte deutlich machen. Diese fotografischen Arbeiten beeinflussten Renger-Patzsch und Finsler“ (R. Mißelbeck S. 25). – Vorderdeckel etwas angestaubt und im unteren Rand leicht fleckig, von leichten Gebrauchssp. abgesehen, sehr gutes vollständiges und sauberes Exemplar. Schlagwörter: Botanik, Botany |
2.200,-- | ![]() |
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| Joly, (Guy). Mémoires. Pour servir d’éclaircissement & de suite aux memoires de M. le C. de Retz. 2 Teile in 1 Band. Rotterdam, hértiers de Leers 1718. Kl.-8° (16 x 10 cm.). Titel in Rot u. Schwarz, 267 S.; Titel in Rot u. Schwarz, 254 S. Ldr. d. Zt. mit goldgepr. Rückensch., reicher Rückenvergoldung, Deckelfiletten u. Wappen-Supralibros.
Seltene erste Ausgabe der Erinnerungen des Pariser Richters G. Joly (?-1678). Joly arbeitete nach seinem Studium als Berater im Châtelet de Paris; seit 1667 arbeitete er für den Hof und verteidigte besonders die Rechte der Königin gegen die Verträge des königlichen Anwalts Stockmans. Die vorliegenden Memoiren verfasste er 1643 bis 1665 ein Jahr nach denen des Kardinal Retz. Sein Onkel der Schriftsteller Claude Joly (1607-1700) übersetzte die Memoiren ins Lateinische. – Gelenke stellenweise restauriert, schönes dekorativ gebundenes Exemplar aus der Schloss-Bibliothek des Grafen Bellanger, seigneur de Nanteuil La Fosse (?-1740). Schlagwörter: Frankreich, Politics and government, Politik |
220,-- | ![]() |
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| Junquières, (Jean Baptiste de). Caquet-Bonbec, la poule à ma tante. Paris, Rignoux 1824. 12° (12 x 7,5 cm.). VI, 112 S. mit gestoch. Frontispiz. Weinroter Maroquin-Lederband mit goldgepr. Rückentitel, dekorativer Rücken-, Deckel- u. Innenkantenvergoldung.
Vgl. Gay I, 475. – Zuerst 1763 erschienene galante Versdichtung des französischen Burlesque-Dichters J.-B. de Junquières (1713-1786). – Der Verfasser war Leutnant und von 1768 bis 1771 Bürgermeister der Stadt Senlis. – Stellenweise braunfleckig, sehr schönes Exemplar in einem prachtvollen Handeinband. Schlagwörter: Einbände, Erotica |
120,-- | ![]() |
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| Gos, Charles. Voyageurs illustres en Suisse. Dessins au lavis originaux par Frédéric Traffelet. Préface de Giuseppe Motta. Berne, Staempfli & Cie 1937. Folio (34,5 x 26 cm.). VIII, 119 S. mit 25 Tafeln. OHprgt. mit goldgepr. Rückentitel mit Japanpapier-Schutzumschlag und Orig.-Pappkassette mit Deckelschild.
Eines von 150 num. Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Papier d’Arches. Im Druckvermerk von C. Gos und F. Traffelet signiert. – Erschien anlässlich der Weltausstellung in Paris. – Die Tafeln illustrieren Schweizer-Reisen von Klopstock, Wieland, Goethe, Mme de Stael, A. von Droste-Hülshoff, Stendhal, H. von Kleist, Chateaubriand, Lamartine, Shelley u. a. – Sehr schönes Exemplar. Schlagwörter: Helvetica, Nummerierte Bücher, Schweiz, Signierte Bücher |
90,-- | ![]() |
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| Stadtmüller, Klaus. Anmerkungen zu einem Narren. Radierungen: Claus Jürgen Pfeiffer. Typographie: Valeska Zabel. Kassel, Typographie Werkstatt der Gesamthochschule (1975). 4° (32 x 32 cm.). [5] Bl. u. 5 signierte und datierte Orig.-Radierungen. Orig.-Pappkassette mit Deckelschild.
Eines von nur 50 Exemplaren (″e.A.“). – Die Kassette etwas angestaubt, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Nummerierte Bücher, Signierte Bücher, Signierte Künstler-Graphik |
90,-- | ![]() |
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| Fürst, Anna. Marianne Strüf. Ein wirthschaftliches Haus- und Lesebuch für Frauen und Töchter jeden Standes. 3., verb. u. verm. Aufl. 2 Teile in 1 Band. Stuttgart, P. Balz u. Wien, Carl Gerold 1840. 8°. 4 Bl., 471 (1) S., 1 Bl.; V, 234 S. mit 2 lithogr. Frontisp. Typogr. OPbd.
Methler 1998. Weiss 1146. Vgl. Horn-A. 433 (2 Teile 1835). Nicht bei Drexel u. Georg. – Teil 1 mit dem Nebentitel: „Anleitung zu einer geregelten Beaufsichtigung und Führung einer städtischen und ländlichen Hauswirthschaft für Frauen und Töchter jeden Standes…“ 1842 erschien noch die 3. Auflage des 3. Teils (″Marianne Strüf’s vollständiges Kochbuch für alle Stände“). – „Anna Fürst trat 1835 mit ihrem in Romanform als Seitenstück zu J. E. Fürsts (ihrem Vater) „Simon Strüf“ verfaßtem Werk „Marianne Strüf. Ein wirthschaftliches Haus- und Lesebuch für Frauen und Töchter jeden Standes“ an die Öffentlichkeit. Die Autorin widmete das Haus- und Lebensbuch „ihrem theuersten Vater … aus kindlicher Ehrfurcht und Dankbarkeit“, von „dessen Maximen geleitet“ sie ihr Werk schuf. Anna Fürst, die Frauendorfer Gutsbesitzerstochter: Meinem Buch liegen „die neuesten und sichersten Erfahrungen in der eigenen Wirtschaft meines Vaters“ zugrunde“ (E. Methler). – Einband etwas berieben und fleckig, durchgehend stockfleckig, gutes Exemplar im seltenen Originaleinband. Schlagwörter: Kochbücher |
120,-- | ![]() |
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| Marine – Goussier, (Louis Jacques) et (Jacques Renaud) Benard. Marine. Contenant 37 planches sous les No. 1 à 25, qui par les planches doubles, triples & quadruples, équivalent à 52. (Und): Marine, évolutions navales. 2 Teile in 1 Band. Paris (1787). Folio (39 x 26 cm.). 12 S., 37 (5 doppelblattgr., 4 gefalt.) Kupfertafeln; [1] Bl., 7 Kupfertafeln. Marmorierter Papierumschlag.
Graesse II, 389. – Interessante Folge von 44 Kupfertafeln aus der berühmten Encyclopedie von Denis Diderot und Jean Le Rond d’Alembert (″Encyclopédie, ou dictionnaire raisonné des sciences, des art et des métiers…“) zur Marine und Schiffsbau. – Die schönen großformatiken Tafeln zeigen prächtige Segelschiffe, ihren Bau und verschiedene Flaggen, die Tafeln im Anhang veranschaulichen die Navigation auf See. – Der franz. Kupferstecher J. R. Bénard (eig. 1731-1794) hat mindestens 1500 Tafeln für die Encyclopedie gestochen; davon zahlreiche nach Vorlagen des Mathematikers und Zeichners L.-J. Goussier (1722-1799). Goussier wurde 1747 von d’Alembert für die Encyclopédie gewonnen und die Arbeit von Handwerksbetrieben in ganz Frankreich dokumentiert. – Rücken etwas berieben, Umschlag mit geringen Randläsuren, Textteil etwas braunfleckig, wenige Tafel im rechten Rand etwas wasserfleckig, sonst gut erhaltene Folge. Schlagwörter: Marine, Schiffahrt, Schiffbau, Schiffe, Schifffahrt |
450,-- | ![]() |
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| (Moreau, Jean-Victor-Marie). Actenmäßige Geschichte der lezten Verschwörung gegen die Republik und den ersten Consul, jezigen Kaiser der Franken, und der darauf erfolgten Criminal-Procedur. Herausgegeben von Constantin v. Schönebeck. Köln, Heinrich Rommerskirchen 1805. Kl.-8°. Titel, IV, 507 S., [2] Bl. Etwas späterer Hln. mit goldgepr. Rückentitel u. Linienvergoldung. (Moreau’s Leben und Feldzüge, Theil 2).
Erste Ausgabe, selten. – J.-V. Moreau (1763-1813), Obergeneral der Französischen Armee, stand im krassen Gegensatz zu Napoleon, der ihn wegen seiner republikanischen Gesinnung und seiner Kriegserfolge haßte. 1804 wurde er in die Cadoualsche Verschwörung verwickelt, verhaftet, zu 2 Jahren Haft verurteilt und von Napoleon zu dauernder Verbannung „begnadigt“. Er ging 1805 nach Nordamerika. Im Frühjahr 1813 folgte er einer Einladung des russischen Zaren, mit ihm gegen Napoleon zu kämpfen. – St.a.V., durchgehend braunfleckig, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Napoleon I. Frankreich, Kaiser, Napoleonica |
120,-- | ![]() |
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| Knapp, F(riedrich Ludwig). Lehrbuch der chemischen Technologie, zum Unterricht und Selbststudium. 2 Bände. Braunschweig, Vieweg u. Sohn 1847. XIV, 655 S., 1 Bl.; XIX, S. 5-895, (1) S. mit 2 gefalt. Tafeln u. zahlr. Holzstichen im Text. Hldr. d. Zt. mit goldgepr. Rückentiteln und Rückenvergoldung.
Ferchl 277. NDB XII, 151. Poggendorff I, 1279. – Erste Ausgabe. – F. L. Knapp (1814-1904), ein Schüler Liebigs und Prof. der Technologie in Giessen und München, wurde durch vorliegendes Werk „zum Bahnbrecher für die chemische Technologie als einen eigenständigen Wissenszweig; wie auch in seinem Unterricht lehnte er sich darin nicht an die allgemeine Chemie an, sondern ordnete den Stoff nach Industriezweigen (die verschiedenen Gebiete der Technik, die sich auf Verbrennungsvorgänge gründen; die Technologie von Tonwaren, Mörtel, Kalk usw., bis hin zu Nahrungsmitteln und zum Bekleidungswesen)“ (W. Schneider in NDB). – Deckel etwas berieben, sehr gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Chemie / Alchemie |
120,-- | ![]() |
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| Ehmcke, F(ritz) H(elmuth). Persönliches und Sachliches. Gesammelte Aufsätze und Arbeiten aus fünfundzwanzig Jahren. Zu seinem fünfzigsten Geburtstag herausgegeben 1928. Berlin, Hermann Reckendorf 1928. Gr.-8°. 248 S. mit zahlr. teils farb. Abb. OLn. mit goldgepr. Rückentitel u. Deckelsignatur.
Der Graphiker, Buchkünstler und Architekt F. H. Ehmcke (1878-1965) lehrte seit 1903 an den Kunstgewerbeschulen in Düsseldorf, München und Zürich. „Von 1924 bis 1925 leitete er den Bund Deutscher Gebrauchsgraphiker. Zwischen 1913 und 1934 betrieb er in München ein eigenes buchkünstlerisches Unternehmen, die Rupprecht Presse. … Seine Beschäftigung mit der Schriftgestaltung wurde zentraler Gegenstand seines praktischen und theoretischen Schaffens. Er schuf ab 1907 für verschiedene Schriftgießereien Antiqua- und Fraktur-Schriften. Die 1909/1910 erschienen Ehmcke-Antiqua und Ehmcke-Kursiv sind wahrscheinlich die einzigen Schriften mit versalem langen s. Sie haben ebenso versale Formen für ß, ch und ck und sind heute für Computer unter dem Namen Carlton erhältlich.[4] Zusammen mit Rudolf Koch und der „Offenbacher Gruppe“ an den Technischen Lehranstalten Offenbach erreichte Ehmcke, dass die Schrifterziehung in das Ausbildungsprogramm der allgemeinbildenden Schulen aufgenommen wurde. An den Kunstgewerbe- und Fachschulen wurde der methodische Schriftunterricht für ornamentale und dekorative Schrift obligatorisch. 1963 wurde Ehmcke mit dem Gutenberg-Preis der Stadt Leipzig ausgezeichnet“ (Wikipedia). – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Architektur, Buchkunst, Typographie |
50,-- | ![]() |
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| Heller, Joseph. Praktisches Handbuch für Kupferstichsammler. Oder Lexicon der vorzüglichsten und beliebtesten Kupferstecher, Formschneider, Lithographen etc.etc. Nebst Angabe ihrer besten und gesuchtesten Blätter, der Verschiedenheit der Abdrücke, des Maasses, der Laden- und antquarischen Preise, sowie der Versteigerungspreise derselben in den bedeutendsten Auctionen Deutschlands und des Auslandes. 2., gänzlich umgearb. und stark vermehrte Auflage. Leipzig, T. O. Weigel 1850. 8°. 945 S. mit gestoch. Porträt. Hldr. d. Zt. mit goldgepr. Rückentitel u. Romantikervergoldung.
Zischka 116. – Beste Ausgabe des wichtigen Künstler-Lexikons. – Stellenweise stärker stockfleckig, gutes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Engravers, Engraving, Kupferstecher, Kupferstich |
80,-- | ![]() |
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| Metzner, Wolfgang u. Paul Raabe (Hrsg.). Das illustrierte Fabelbuch. I. Timm, Regine. Spiegel kultureller Wandlungen. – II. Bodemann, Ulrike. Katalog der illustrierten Fabelausgaben 1461-1990. Bearbeitet von Brigitta vom Lehn und Maria Platte. 2 Bände. Hamburg, Maximilian-Gesellschaft 1998. 4°. XIII, 426 S.; XVII, 299, (1) S. mit zahlr. Abb. OLn. mit Rücken- u. Deckelschildern in Orig-Pappschuber.
Sehr gutes Exemplar des reich kommentierten Standardwerks. Schlagwörter: Bibliographie, Fabeln, Illustrated books, Illustrierte Bücher |
60,-- | ![]() |
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| Margarete von Navarra (Marguerite de Navarre). Das Heptameron. Die Erzählungen der Königin Margarete von Navarra. Mit den Kupfern von (Siegmund) Freudeberg und (Balthasar Anton) Dunker. (Deutsch von Käthe Rosenberg). 3 Bände. Berlin, Propyläen-Verlag (1924). 8°. (4), 374, (2) S.; (4), 399 (1) S.; (4), 321, (3) S. mit Illustrationen nach Kupferstichen im Text und auf 73 Tafeln. Weinrote OHldr. mit goldgepr. Rückensch., Rückenvergoldung, goldgepr. Deckelvignetten u. Kopfgoldschnitt (Entwurf: Hugo Steiner-Prag).
Die Illustrationen schuf S. Freudenberg (1745-1801) für die Ausgabe Bern 1780-1782. – „Ihren literarischen Ruhm erlangte Margarete durch das 1542 begonnene Heptaméron, eine Novellensammlung mit Rahmenhandlung, die wie praktisch alle Novellensammlungen der Zeit in der Tradition des Decamerone von Giovanni Boccaccio (um 1350) steht“ (Wikipedia). – Schönes Exemplar. Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher |
90,-- | ![]() |
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| Zapf, Georg Wilhelm. Augsburgs Buchdruckergeschichte nebst den Jahrbüchern derselben. Erster (und) zweyter Theil. Vom Jahre 1468 bis auf das Jahr 1530. Verfasset, herausgegeben und mit literarischen Anmerkungen erläutert. 2 Bände. Augsburg, Conrad Heinrich Stage 1786-1791. Gr. 8°. [8] Bl., XLVIII, 220 S.; [4] Bl., XVI, 263 S., [8] (1 w.) Bl. mit gestoch. Titelvign., 8 Kupfertafeln, 2 Textkupfern u. mehreren Holzschnitt-Vignetten. Moderne Hln. mit goldgepr. Rückentiteln.
Bestermann 3400. Bigmore-W. III, 111 (dat. versehentl. 1788 für Band I). – Erste Ausgabe. – Band I behandelt den Zeitraum 1468 bis 1500, Band II den von 1501 bis 1530. Beigegeben ist auch ein „historisch-literarisches Verzeichnis“ der Augsburger Inkunabeln. – N.a.T., gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Augsburg, Bavarica, Bibliographie, Buchdruck, Inkunabeln |
220,-- | ![]() |
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| Mendel – Studia Mendeliana. Ad centesimum diem natalem Gregorii Mendelii a grata patria celebrandum. Brunae (Brünn), Typos 1923. Gr.-8°. 414 S., [1] Bl. mit zahlr. Abb. im Text und auf Tafeln. Hln. mit goldgepr. Rückentitel (Orig.-Umschlag beigebunden).
Mit Beiträgen in Englisch, Tschechisch und Deutsch von E. B. Babcock, W. Bateson, A. Brosek, R. Goldschmidt, A. C. Hagedoorn, R. C. Punnett, M. Hartmann, H. Prell u.v.a. – Gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Botanik, Botany, Genetik, Mendel, Gregor |
70,-- | ![]() |
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| (Steinmann, Friedrich Arnold). Spaziergang durch Kraehwinkel. Von dem quiescirenden Runkel-Rüben Commissions-Assessor Sperling. Reutlingen, Fleischhauer 1821. [2] Bl., 109 S. mit Holzschnitt-Titelvignette. Späterer Hln.
ADB XXXV, 744 ff. Hayn-G. VII, 373 (gibt A. Glaßbrenner als Verfasser an). – Erste und einzige Ausgabe. – Seltene „amüsante Satire auf Kleinstädterei. Unter den Sehenswürdigkeiten Krähwinckels wird auch sein Theater, Prof. Knochenbrocks ‚Zopf-Kabinett‘ und das ‚Tabaceum‘ geschildert“ (Hayn-Got.). – 1822 erschien noch ein zweiter Teil. – Wohl Erstlingswerk des in Cleve geborenen Schriftstellers und Politikers F. A. Steinmann (1801-1875). Steinmann, ein Schul- und Studienfreund Heines und später durch seine Plagiate von Dichtungen Heines berüchtigt, studierte seit 1819 Jura in Bonn und setzte sein Studium 1822 in Heidelberg fort. „Steinmann’s Eigenart spricht sich am deutlichsten in seinen halb social- und culturhistorischen, halb humoristisch-satirischen Beiträgen zur Beurtheilung zeitgenössischer preußischer Verhältnisse aus“ (L. Fränkel in ADB). – Stellenweise etwas braunfleckig und gebräunt, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Satire |
150,-- | ![]() |
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| Spiess, Christian Heinrich. Biographien der Wahnsinnigen. Erstes (bis) viertes Bändchen. 4 Teile in 2 Bänden. Leipzig, o. Dr. 1796 u. 1810. Kl.-8°. VI, [1] Bl., 208 S.; Titel, 184 S.; Titel, 204 S., [1] Bl.; Titel, 165, (1) S. mit gestoch. Frontispiz in Band III. Hldr. d. Zt. mit goldgepr. Rückensch. u. Rückenvergoldung.
ADB XXXV, 177. Appell, Die Ritter-, Räuber- und Schauerromantik S. 35 ff. Goedeke V, 507, 22. NDB XXIV, 694 f. Rost, Bibliographie des Selbstmords 3430. – Band I u. II in zweiter Ausgabe; Band III u. IV in dritter Ausgabe. Erschien zuerst 1786. – „Diese zwischen Dokumentation und Fiktion changierenden Fallgeschichten leisten über ihren Unterhaltungswert hinaus einen wichtigen Beitrag zur Anthropologie der Aufklärung. Sie zeigen, daß Werther kein Einzelfall blieb, Suizid vielmehr zum brennenden Modethema des melancholischen Zeitalters wurde: Theologen, Philosophen, Mediziner, Kriminalpsychologen, Historiker, Juristen und eben Literaten wandten sich diesem uralten Tabu im Zeichen der Säkularisation intensiv zu. Auch Karl Philipp Moritz baute für seine programmatische Erfahrungsseelenkunde auf die »Geschichte der Missethäter und der Selbstmörder« als vorzüglichsten Stoff. Spieß liefert dafür beängstigende und rührende Beispiele, die seinen Lesern unerwartete Einblicke in die sozialen und psychologischen Motive von Suizidenten gewähren: Liebe, Ehrgeiz, Armut, Wollust, Schwermut, Todesangst lauten die Rubriken der Sammlung. Unaufdringlich und geschickt fügt Spieß so seine moraldidaktischen Absichten in ein unterhaltsames Genre ein, das im Gegensatz zu zahlreichen Abhandlungen über Selbstmord das große Publikum wirklich erreichte und aufklärte“ (Wallstein-Verlag zur Neuausgabe 2005). – Der Schauspieler, Dramatiker und Autor C. H. Spieß (1755-1799) „hat in seinem kurzen Leben seit dem Jahre 1782 als Roman- und Schauspieldichter eine staunenswerthe Fruchtbarkeit entwickelt und sich bei seinen Zeitgenossen einer ungewöhnlichen Beliebtheit erfreut. Verstand er doch ausgezeichnet, in seinen Ritter-, Räuber- und Geisterromanen seine Leser mit Schauder zu erfüllen, da er in der Erfindung und Ausführung von gräßlichen und widrigen Stoffen eine wahre Virtuosität besaß. Unter seinen Werken treffen wir u. a. auch Biographien von Selbstmördern und Wahnsinnigen“ (H. A. Lier in ADB). – Deckel berieben (bei Band III u. IV stärker, Rückendeckel mit Fehlstellen am Bezugspapier, Rücken mit Wurmspuren), N.u.St.a.T. von Teil III, Band III u. IV durchgehend etwas braun- u. fingerfleckig, Band I u. II fast fleckenfrei, insgesamt noch gutes Exemplar. Schlagwörter: Selbstmord, Suizid, Trivialliteratur, Trivialroman |
280,-- | ![]() |
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| Dürer – Hirth, G(eorg, Hrsg.). Albrecht Dürer’s Randzeichnungen zum Gebetbuche des Kaisers Maximilian I. Nebst den acht Zeichnungen von anderer Hand. Phototypische Reproduction der Originalzeichnungen in der Schatzkammer der Kgl. Bayerischen Hof- und Staatsbibliothek zu München. 4. Aufl. München, G. Hirth 1907. Folio (40,5 x 31 cm.). [60] Bl. mit 53 Illustrationen, in Rot, Grün und Braun gedruckt. OHprgt. mit goldgepr. Rückentitel, Rückenvergoldung u. Kopfgoldschnitt.
Kanten etwas berieben, gutes Exemplar der schönen Halbpergament-Ausgabe. |
90,-- | ![]() |
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| Häusser, Ludwig. Denkwürdigkeiten zur Geschichte der Badischen Revolution. Heidelberg, Winter 1851. 8°. VI, 678 S., 1 Bl. Hldr. d. Zt. mit goldgepr. Rückentitel u. Romantikervergoldung.
Dahlmann-Waitz 11704. Lautenschlager 8022. – Erste Ausgabe. – Der Heidelberger Historiker L. Häusser (1818-1867) gehörte zum Kreis um Karl Mathy. Er war 1848 und 1860-65 Abgeordneter der badischen Zweiten Kammer. 1850 Mitglied des Unionsparlaments. Häusser wirkte durch seine Schriften nachhaltig auf die Diskriminierung der republikanischen Bewegung der Jahre 1848/49 im Sinne der Konstitutionellen ein. – Rücken etwas berieben, Titelblatt u. Schnitt etwas braunfleckig, gutes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Badenia, Revolution 1848, Revolution 48/49, Winter |
120,-- | ![]() |
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| Tasso, Torquato. La Hierusalem delivrée. Poeme heroique traduit en vers Francois par (Michel) Le Clerc. Paris, Denis Thierry 1667. 4° (29,5 x 23 cm.). [6] Bl., 235 S. mit gestoch. Frontispiz, gestoch. Titelvignette (Ansicht von Paris) u. 5 Kupfertafeln. Ldr. d. Zt. mit goldgepr. Rückenschild u. floraler Rückenvergoldung.
Erste Ausgabe der französischen Versübertragung der ersten fünf Gesänge. Erschien gleichzeitig auch bei Claude Barbin. – Hauptwerk des Pariser Bühnenautors und Übersetzers Michel Le Clerc (1622-1691). Mit detaillreichen Barock-Illustrationen eines unbekannten Künstlers. – Gelenke stellenweise angeplatzt, gestoch. Wappen-Exlibris, Frontispiz im w. Rand hinterlegt, durchgehend im oberen Blattrand wasserfleckig, die Tafeln nur im w. Rand betroffen, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Barockliteratur, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Literatur |
250,-- | ![]() |
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| Stürzenacker, August. Das Kurhaus in Baden-Baden und dessen Neubau. 1912 – 1917. Karlsruhe i.B., C. F. Müller 1918. 4°. 70 S. mit Frontispiz, 14 Tafeln u. zahlr. Abb. OHln. mit goldgepr. Deckeltitel.
Erste Ausgabe. – Sehr gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Baden-Baden, Badenia |
50,-- | ![]() |
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| Zednicek, Walter. Adolf Loos. Vierzig Photographien. Mit einem Essay von Friedrich Kurrent. Wien, Edition Tusch 1984. 32,5 x 31,5 cm. 15, 40 S. mit zahlr. Abb. OLn. mit illustr. OU.
Einzige Ausgabe. – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Architektur, Architekturphotographie |
80,-- | ![]() |
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| Nouveau manuel de la cuisinière bourgeoise et économique. Contenant les meilleurs procédés pour faire une excellente cuisine a très bon marché. … Revu par un ancien cordon bleu. Paris, Bernardin-Bechet 1860. 8°. [2] Bl., 332 S. mit 1 gefalt. lithogr. Tafel u. einigen Holzschnitt-Vignetten. Moderner Hldr. mit goldgepr. Rückenschild (typogr. Orig.-Umschlag beigebunden).
Erste Ausgabe mit diesem Titel. Vielleicht handelt es sich um eine neu bearbeitetete Ausgabe von „La cuisinière bourgeoise contenant…“ von Mlle. Thérèse (Paris 1840, vgl. Vicaire Sp. 833). – Sehr schönes sauberes und dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Kochbücher |
120,-- | ![]() |
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| Köhler, Louis. Der Klavierunterricht. Studien, Erfahrungen und Rathschläge. 2., verbesserte und vermehrte Auflage. Leipzig, J. J. Weber 1861. Kl.-8°. XII, 300 S. mit Musikbeispielen. Ln. d. Zt. mit goldgepr. Rückenschild.
NDB XII, 307 ff. – Erweiterte und verbesserte Ausgabe des interessanten Lehrbuchs. – L. Köhler (1820-1886) „ließ sich 1845 als 2. Dirigent des Stadttheaters und Leiter des Sängervereins in Königsberg nieder. – Hier erkannte K. seine eigentliche Lebensaufgabe als Klavierpädagoge und Musikschriftsteller und konzentrierte sich seit 1847 ausschließlich auf diese Tätigkeiten. Mit seinem Klavierunterricht war er so erfolgreich, daß er ihn bereits seit 1856 in „Zirkeln“ erteilen mußte. Dabei war ihm eine einseitige technische Ausrichtung fremd, vielmehr ging es ihm um eine breite musikalische Ausbildung seiner Schüler, zu denen unter anderem die Komponisten Adolf Jensen, Hermann Goetz und Alfred Reisenauer gehörten“ (T.-M. Langner in NDB). – Einband etwas angestaubt, Rückenschild mit kl. Fehlstellen, gutes Exemplar. Schlagwörter: Klavier, Klavierunterricht |
60,-- | ![]() |
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