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Schmähschrift

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1 (Zahorowski, Jerome). Monita secreta patrvm Societatis Iesu. Nunc primum typis expressa. Romae [i. e. Erlangen] 1782. Kl.-8°. 72 S. Interims-Pappband der Zeit.

Naumann, Jesuitismus S. 443 ff. VD18 12302368. – Letzte Ausgabe im 18. Jahrhundert der berüchtigten Kampfschrift gegen die Jesuiten. Die „Monita secreta“ erschien zuerst 1615 in Krakau. Schon Bischof Lipski von Krakau hielt die Monita 1616 für eine Fälschung, wie später auch zahlreiche Historiker. – „Die Monita Secreta (auch bekannt als: Geheime Anweisungen der Jesuiten oder Geheime Anweisungen der Gesellschaft Jesu) ist ein angeblicher Kodex von Anweisungen Claudio Acquavivas, des fünften Generals der Gesellschaft Jesu, an ihre verschiedenen Oberen. Darin sollen Methoden zur Ausweitung der Macht und des Einflusses des Jesuitenordens dargelegt werden. Einige Gelehrte betrachten das Dokument als eine jesuitenfeindliche Fälschung. Laut der Monita sollen Jesuiten alle ihnen zur Verfügung stehenden Mittel nutzen, um Reichtum für den Orden zu erlangen. So werden sie beispielsweise angehalten, vielversprechende junge Männer für den Eintritt in den Orden zu gewinnen und sie zu ermutigen, ihm ihre Ländereien zu stiften; reiche Witwen sollen umworben und von einer Wiederverheiratung abgehalten werden. Alle Mittel sollen eingesetzt werden, um Jesuiten in Bischofsämter oder andere kirchliche Würden zu bringen und die Mitglieder anderer Orden zu diskreditieren, während die Welt davon überzeugt werden soll, dass die Gesellschaft von den reinsten und uneigennützigsten Motiven geleitet wird: Der Ruf derer, die den Orden verlassen, soll auf jede erdenkliche Weise angegriffen und verleumdet werden. … Auch im Jahr 1783 wurden wiederholt Versuche unternommen, das Interesse an dem Werk durch eine angebliche Neuentdeckung zu wecken“ (Wikipedia aus dem Englischen übersetzt). – Einband berieben, Exlibris, Stempel auf dem Titel, stellenweise etwas gebräunt, sonst gut erhalten.

Schlagwörter: Jesuiten, Ordensgeschichte, Schmähschrift

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