NEUER E-KATALOG: Neueingänge Juni 2026 – Wir stellen aus: Rare Book Week Berlin. Internationale Messe für Bücher & Graphik 18.-20. September 2026, Kronprinzenpalais, Unter den Linden 3, 10717 Berlin, https://rarebookweek.berlin – Gemeinschaftskatalog zusammen mit Antiquariat Norbert Knöll, Lüneburg: POPKULTUR / POP CULTURE Bücher, Fotografien, Schallplatten und Graphik. – PHOTOGRAPHIE / PHOTOGRAPHY – wichtige Fotobücher von 1839 bis heute, darunter zahlreiche Widmungsexemplare und Bücher mit Orig.-Photographien (kann unter „Aktuelle Kataloge“ abgerufen werden). – Außerdem finden Sie Beiträge von uns im virtuellen „Schaufenster“ des Verbandes Deutscher Antiquare (VDA) https://schaufenster.antiquare.de/trefferliste.php?ID=22 (oder über „Links“ VDA) – Versandkosten ins Ausland auf Anfrage. – Besuchen Sie uns in unserem neuen Ladengeschäft in der Kaiserstrasse 99 in Karlsruhe (Mo.-Fr. 11-18 Uhr, Sam. 11-16 Uhr) mit einer reichen Auswahl seltener und schöner Bücher aus allen Gebieten, Graphik und Photographien. – Instagram: rarebookskarlsruhe

Emblemata

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Beschreibung
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1 Cats, Jacob. Sinn-reicher Wercke und Gedichte. Dritter Theil, oder: Spiegel der alten und neuen Zeit, in sich haltend 1. Die Erziehung der Kinder … II. Grund-Regeln vor Ehe-Leute … III. Staats-Sachen, Ehren-Ämpter … (Aus dem Niederländischen übersetzt und herausgegeben von Barthold Feind d. J.). Hamburg, Thomas von Wierings Erben 1711. 8° (20 x 12 cm.). [10] Bl., 408 S. mit Titel in Rot und Schwarz, doppelblattgr. gestoch. Frontispiz und 16 Kupfertafeln mit zus. 128 Abbildungen von Adriaen Pietersz. van de Venne. Pergamentband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild.

Dünnhaupt (Feind) IX, 1450, 33. Goedeke (Feind) III, 335 f. Hayn-Gotendorf I, 574. Jantz I, 965. VD18 14420422. Nicht bei Praz und Landwehr. – Teil III aus der achtbändigen Gesamtausgabe die erst 1717 beendet wurde. Die niederländische Originalausgabe von „Spiegel der alten und neuen Zeit…“ erschien bereits 1632 mit dem Titel „Spiegel van den ouden ende nieuwen tijdt“. – Der „Spiegel der alten und neuen Zeit…“ bildet das Herzstück des dritten Teils. Die deutsche Fassung behält die didaktische Dreiteilung des Originals bei, wurde aber für das deutschsprachige Publikum inhaltlich erweitert. Eine Besonderheit der Ausgabe von 1711 ist der enorme wissenschaftliche Apparat. Die Sprichwörter und Embleme wurden mit „auserlesensten Anmerckungen“ aus den Werken von spanischen, lateinischen, deutschen, englischen, französischen und griechischen Moralisten angereichert. Es handelt sich also nicht um eine reine Übersetzung, sondern um ein europäisches Kompendium der Lebensweisheit. – Der Herausgeber B. Feind (1678-1721) war seit „1705 auch Herausgeber der Hamburger „Relationes curiosae“. Durch seine ebenso scharfen wie treffenden Pamphlete, die er als Anhänger der Ratsautorität und eines gemäßigten Pietismus gegen die von der orthodoxen Geistlichkeit aufgestachelte extrem demokratische Partei richtete, erhitzte er die Gemüter derart, dass die Bürgerschaft in tumultuarischen Verfahren 1707, während F. in Frankreich weilte, die Verbrennung einiger seiner Schriften auf dem ehrlosen Block und seine eigene Stadtverweisung erzwang; 8 Ratsherren, die sich diesen Beschlüssen nicht fügen wollten, wurden ihres Amtes entsetzt. Erst eine kaiserliche Kommission unter Graf Schönborn führte in 4jähriger Arbeit mit Hilfe einer Verfassungsreform eine allgemeine Befriedung durch. F., bis dahin Hauslehrer in Stade, kehrte 1708 nach Hamburg zurück und wurde 1709 völlig rehabilitiert. Während des Nordischen Krieges verhafteten ihn die Dänen als schwedisch Parteigänger auf einer Reise 1717 und gaben ihn erst nach Jahresfrist wieder frei“ (H. Reincke in NDB V, 60 f.). – Rückenschild mit kleiner Fehlstelle, stellenweise etwas braun- und fingerfleckig, sehr gutes Exemplar.
Part III of the eight-volume complete edition, which was not finished until 1717. The original Dutch edition of „Spiegel der alten und neuen Zeit…“ appeared as early as 1632 under the title „Spiegel van den ouden ende nieuwen tijdt“. – „Spiegel der alten und neuen Zeit…“ forms the core of the third part. The German version retains the original’s tripartite didactic structure but has been expanded in content for the German-speaking audience. A distinctive feature of the 1711 edition is its extensive scholarly apparatus; the proverbs and emblems are enriched with „choice annotations“ drawn from the works of Spanish, Latin, German, English, French, and Greek moralists. Thus, it is not merely a translation, but a European compendium of worldly wisdom. – Spine label with a small loss; some scattered brown spotting and finger-soiling; a very good copy.

Schlagwörter: Barockliteratur, Baroque, Emblem books, German, Emblemata, Illustrated books, Illustrierte Bücher

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500,--  Bestellen
1 W(orthington), T(homas), (Editor). Rosarivm siue psalterivm (Rosarium sive psalterium) beatae virginis Mariae. Cum alijs piis exercitijs, ut in Præfatione notatur a T. W. A. editum. Antverpiae (Antwerpen), Johannes Keerberg 1602. 12° (14,5 x 8,5 cm.). [12] Bl., 215 S. mit gestoch. illustr. Titel, 18 Kupfertafeln und 3 gestoch. Vignetten von Jan Collaert nach Marten de Vos. Pergamentband der Zeit.

Graesse VI, 327. – Zweite Ausgabe des zuerst 1600 bei Keerberg erschienenen Rosenkranz-Psalters. Mit den schönen Kupferstichen von Jan Collaer (II, 1561 oder 1566-1627 oder 1628) nach Zeichnungen des flämischen Altmeisters Marten de Vos (auch Maerten de Vos, 1532-1603). Andere Ausgaben enthalten bis zu 35 Kupferstiche; die vorliegende Ausgabe ist jedoch mit den 18 Tafeln und 3 Vignetten vollständig, die alle rückseitig auf Textseiten gedruckt sind. – Der Herausgeber T. Worthington (1549-1627) „wurde nach dem Tod von Dr. Richard Barrett (30. Mai 1599) am 28. Juni vom Kardinalprotektor zum Präsidenten des Douai College ernannt, hauptsächlich durch den Einfluss von Robert Persons, nachdem der Kandidat des Weltklerus abgelehnt worden war. Die ihm übertragene Aufgabe war schwierig, und er scheint nicht die nötige Charakterstärke besessen zu haben. Seit der Rückkehr des Colleges aus Reims im Jahr 1593 hatten sich dessen Schwierigkeiten stetig verschärft, was sich negativ auf die Disziplin auswirkte. Bereits 1596 hatte Worthington selbst eine Denkschrift an den Kardinalprotektor zum Zustand des Römischen Kollegs gerichtet, in der er auf den Niedergang von Douai hinwies, den er den Neuerungen von Dr. Barrett zuschrieb. Seine Präsidentschaft begann daher mit einer päpstlichen Visitation des Kollegs, in deren Folge in Rom neue Statuten ausgearbeitet wurden. Es wurde festgelegt, dass nicht mehr als sechzig Personen von der Stiftung unterstützt werden sollten, dass kein Student zugelassen werden sollte, der nicht für den Rhetorikunterricht geeignet war, und dass alle Studenten verpflichtet waren, zu gegebener Zeit einen Eid auf den Empfang der Priesterweihe abzulegen“ (Wikipedia). – Einband etwas fleckig, sehr gutes sauberes Exemplar.
Second edition of the Rosary Psalter, first published by Keerberg in 1600. Featuring the beautiful copperplate engravings by Jan Collaer (II, 1561 or 1566–1627 or 1628) after drawings by the Flemish Old Master Marten de Vos (also Maerten de Vos, 1532–1603). The first edition contains up to 35 copperplate engravings; however, this edition is complete with its 18 plates and 3 vignettes, all of which are printed on the reverse of text pages. – The editor, T. Worthington (1549–1627), ‘was appointed President of Douai College by the Cardinal Protector on 28 June, following the death of Dr Richard Barrett (30 May 1599), chiefly through the influence of Robert Persons, after the candidate put forward by the secular clergy had been rejected. The task entrusted to him was difficult, and he does not appear to have possessed the necessary strength of character. Since the College’s return from Reims in 1593, its difficulties had steadily worsened, which had a negative impact on discipline. As early as 1596, Worthington himself had addressed a memorandum to the Cardinal Protector concerning the state of the Roman College, in which he drew attention to the decline of Douai, which he attributed to the reforms introduced by Dr Barrett. His presidency therefore began with a papal visitation of the college, following which new statutes were drawn up in Rome. It was stipulated that no more than sixty people should be supported by the foundation, that no student should be admitted who was not suited to the study of rhetoric, and that all students were obliged to take an oath at the appropriate time to receive priestly ordination” (Wikipedia). – Cover slightly stained, a very good, clean copy.

Schlagwörter: Barockliteratur, Baroque, Emblemata, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Theologie

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600,--  Bestellen
1 Marolles, Michel de. Tableaux du temple des muses. Tirez du cabinet de feu Mr. Faverau, conseiller du roy en sa cour des aydes & gravez en tailles-douces par les meilleurs maistr s de son temps pour representer les vertus & les vices sur les plus illustres fables de l’antiquité. Avec les descriptions remarques & annotations composées. Paris, Antoine de Sommaville 1655. Folio (35 x 26 cm.). [10] Bl.,477 (recte 475), (9) S. mit gestoch. Frontispiz, gestoch. Portrait und 58 Kupfertafeln von Theodor Matham, Cornelis Bloemaert und Nicolas Langlois nach Abraham van Diepenbeeck, Jacques Favereau und Pierre Brebiette. Moderner Halbpergamentband.

Brunet, III, 1143. Duportal, 261. Landwehr VI, 502. Vgl. Praz 413. – Erste Ausgabe des berühmten französischen Barockwerks. – Die schönen Kupfertafeln gehören nach Ansicht von Duportal zu den besten der damaligen Zeit. Die Motive aus der antiken Mythologie mit altgriechischen Bildunterschriften, zeigen neben Atlas, der den Himmel auf seinen Schultern trägt, auch den Kampf mit der Hydra aus Ovids Metamorphosen und Daphne. – Abraham van Diepenbeeck (1596-1675) war ein Schüler von P. P. Rubens. – „L’ouvrage de l’abbé de Marolles, paru à Paris en 1655, et dédié à la reine de Pologne, Marie-Louise de Gonzague, est l’un des livres parus au XVIIe siècle les plus importants pour l’étude de la mythologie dans les lettres à ce moment. Il se présente comme un in-folio de plus de 500 pages, illustré de 58 gravures en pleine page. L’abbé de Marolles fit longtemps partie de la Maison de la future reine de Pologne. L’histoire de cette oeuvre imposante est complexe…“ (J. Vanuxem, La Mythologie dans „Le temple des muses“ de l’abbé de Marolles. Au XXIVe Congrès de l’Association, le 26 juillet 1972, S. 295). – Einband und Vorsätze fachgerecht erneuert, ein Eckabriß im w. Rand einer Tafel und wenige Randeinrisse im Text restauriert, durchgehend etwas braunfleckig und gebräunt, gutes Exemplar.
Première édition du célèbre ouvrage baroque français. Selon Duportal, les magnifiques gravures sur cuivre comptent parmi les meilleures de l’époque. Les motifs tirés de la mythologie antique, accompagnés de légendes en grec ancien, représentent Atlas portant le ciel sur ses épaules, le combat contre l’Hydre tiré des Métamorphoses d’Ovide et Daphné. – Abraham van Diepenbeeck (1596-1675) était un élève de P. P. Rubens. – « L’ouvrage de l’abbé de Marolles, paru à Paris en 1655 et dédié à la reine de Pologne, Marie-Louise de Gonzague, est l’un des livres publiés au XVIIe siècle les plus importants pour l’étude de la mythologie dans les lettres à cette époque. Il se présente comme un in-folio de plus de 500 pages, illustré de 58 gravures en pleine page. L’abbé de Marolles fit longtemps partie de la Maison de la future reine de Pologne. L’histoire de cette oeuvre imposante est complexe… » (J. Vanuxem, La Mythologie dans « Le temple des muses » de l’abbé de Marolles. Au XXIVe Congrès de l’Association, le 26 juillet 1972, p. 295). – Reliure et gardes renouvelées dans les règles de l’art, un coin abîmé dans la marge droite d’une planche et quelques déchirures marginales dans le texte restaurées, quelques taches brunes et brunissement sur l’ensemble, bon exemplaire.

Schlagwörter: Antike, Barockliteratur, Emblemata, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Mythologie, Mythology, Classical, in art

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2.800,--  Bestellen
1 La Rue, Charles de. Idyllia. Tertia editio auctior. Paris, Simon Bernard 1672. Kl.-8° (14,5 x 9 cm.). 108 S. mit gestoch. Titelvignette, 7 ganzs. emblematischen Kupfern sowie 9 gestoch. Kopf- u. 4 gestoch. Schlußvignetten von (Louis) Cossin. Kalbslederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und dekorativer Rückenvergoldung.

De Backer/S. VII, 291, 10. Goldsmith L 462. Landwehr 457. Praz S. 396. – Dritte Ausgabe dieses schönen Emblemwerks mit lateinischen Versen, gegenüber der Erstausgabe von 1669 um 2 weitere Embleme vermehrt. – Rücken am Kapital und Fuß unauffällig restauriert, sehr schönes sauberes und dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Emblemata, Emblematik, Emblemliteratur, Theologie

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450,--  Bestellen
1 Drexel, Jeremias. Zodiacus Christianus locupletatus seu signa XII Divinæ prædestina tionis totidem symbolis explicata. Coloniae Agrippinae (Köln), Cornelius für Egmondt 1634. 12° (11,2 x 6 cm.). [3] Bl., 152 S., [1] Bl. mit illustr. gestoch. Titel u. 12 Kupfertafeln (von Raphael Sadeler). Prgt. d. Zt.

De Backer/S. III, 184. Dünnhaupt 5.18. Landwehr 230. Praz S. 319. VD17 12:101683W. – Erschien zuerst 1618 in München. – „Entgegen dem Titel kein astrologisches Werk; vielmehr interpretiert D. hier die 12 Tierkreiszeichen als Symbole göttlicher Prädestination“ (Dünnhaupt). – Rücken im unteren Drittel beschädigt, alter Besitzvermerk a. T., durchgehend etwas gebräunt, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Astrologie, Aszetik, Emblemata, Theologie

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320,--  Bestellen
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