Silberschmuck
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Preis EUR |
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| Lettré, Emil. Goldschmied in Berlin. Kleinodien. Die farbigen Beilagen sind nach Originalen in Naturgrösse gezeichnet. Berlin, Druck Otto von Holten für den Verlag Erich Reiss (1922). Kl.-8° (14 x 10 cm.). 36 S., [1] Bl. mit 9 handkolorierten lithogr. Tafeln, darunter 1 Tafel mit Farbschemata. Orig.-Halbpergamentband mit goldgepr. Deckeltitel und goldgepr. Deckelvignette (Fisch) auf dem Rückendeckel.
NDB XIV, 359 f. – Nr. 342 von 1000 Exemplaren. – Seltener Privatdruck; die schönen Tafeln zeigen acht Schmuckstücke in Originalgröße und ein Farbschemata. – Der Hanauer Gold- und Silberschmied E. Lettré (1876-1954) „wurde von A. Messel zur Mitarbeit am Kronprinzensilber herangezogen, arbeitete für verschiedene Auftraggeber, auch nach fremden Entwürfen (z. B. von Eduard Pfeiffer). Es entstanden Sportpreise im Auftrage des Kaisers, Becher für das Direktorium der Firma Krupp anläßlich des 100jährigen Firmenbestehens. Eine Einladung zur Übersiedlung in die Künstlerkolonie Darmstadt lehnte L. ab. Seit 1933 leitete er für anderthalb Jahre die Zeichenakademie Hanau, behielt dabei jedoch seinen Wohnsitz in Berlin. L. erhielt größere Staatsaufträge auch nach 1933, 1936/37 stattete er die Botschaft in London mit Geräten und Tafelsilber aus. Ausstellungen seiner Werke fanden 1926 in Paris, 1934 in Hanau, 1950 in Düsseldorf und 1976 in Köln statt. – Stilistisch war L. in seiner Lehrzeit noch vom Historismus und der Serienfertigung bestimmt. Die Erfahrungen der Wanderjahre führten zu einem mehr spielerischen Umgang mit den historischen Vorbildern. Wichtige Anregungen empfing L. auch von Schmuck und Gerät der großen Museen, von Ornamentstichen des 16. Jh. und dem engl. Silber des 17. und frühen 18. Jh. Zur Formenwelt des Jugendstils hatte er keine Beziehung; bevorzugt verwendete er einfache, geometrische Formen und glatte, unverzierte Flächen. In ihrer Materialgerechtigkeit und Klarheit wirkten L.s Werke wegweisend. L.s künstlerisches Ideal war zeitlose Eleganz. Viele seiner Werke lassen sich daher schwer datieren, und man kann kaum nachvollziehen, daß so Unterschiedliches aus einer Hand stammt“ (C.-W. Schümann in NDB). – Deckel etwas berieben, zeitgenöss. Besitzvermerk, sonst sehr gut erhalten. Schlagwörter: Gold- und Silberschmiedekunst, Goldschmuck, Jewellery, Nummerierte Bücher, Privatdruck, Schmuck, Silberschmuck |
600,-- | ![]() |
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