NEUER E-KATALOG: Neueingänge März 2026 – PHOTOGRAPHIE / PHOTOGRAPHY – Fotobücher / Photobooks. Mit einem Anhang von Antiquariat Knöll, Lüneburg. (Print-Katalog, Anfang Mai). – Wir stellen aus: Bücher-Sonntag, Börse für antiquarische Bücher, So. 17. Mai 2026, Haus Hofmannsthal, Reisnerstrasse 37, 1030 Wien – Salon de la Bibliophilie, du jeudi 28 mai au dimanche 31 mai 2026, Saint Sulpice, Paris, https://www.foire-saint-sulpice.fr – Gemeinschaftskatalog zusammen mit Antiquariat Norbert Knöll, Lüneburg: POPKULTUR / POP CULTURE Bücher, Fotografien, Schallplatten und Graphik. (Print-Katalog bitte anfordern) – PHOTOGRAPHIE / PHOTOGRAPHY – wichtige Fotobücher von 1839 bis heute, darunter zahlreiche Widmungsexemplare und Bücher mit Orig.-Photographien (kann unter „Aktuelle Kataloge“ abgerufen werden). – Außerdem finden Sie Beiträge von uns im virtuellen „Schaufenster“ des Verbandes Deutscher Antiquare (VDA) https://schaufenster.antiquare.de/trefferliste.php?ID=22 (oder über „Links“ VDA) – Versandkosten ins Ausland auf Anfrage. – Besuchen Sie uns in unserem neuen Ladengeschäft in der Kaiserstrasse 99 in Karlsruhe (Mo.-Fr. 11-18 Uhr, Sam. 11-16 Uhr) mit einer reichen Auswahl seltener und schöner Bücher aus allen Gebieten, Graphik und Photographien. – Instagram: rarebookskarlsruhe

Liesegang, Ferrotypie

Liesegang, Ferrotypie

(Liesegang, Eduard). Ferrotypie. Ein amerikanisches Verfahren, direct positive Collodionbilder auf Blechplatten anzufertigen. 7. Auflage. Düsseldorf, Ed. Liesegang o. J. (1875). 8°. 29, (1) S. mit 1 Holzschnitt im Text. Heftstreifen. (Liesegang’s Bibliothek für Photographen, Band 20).

Heidtmann 3507 und Rossens/Salu 3878 (verz. beide nur 7. bis 12. Auflage von 1898). – Wohl erste Ausgabe mit diesem Titel, sehr selten. – „Theoretisch ließen sich Kollodiumpositive auf allerlei schwarzen Materialien herstellen, praktisch aber zeigte sich, daß Leder allzuoft rissig wurde und schwarzes Papier nicht fest genug war. Als einzig brauchbares Material erwies sich, neben Glas, schwarzes oder schokoladenbraunes emailliertes Blech (Ferrotypie). … Die Ferrotypie geht zurück auf den französischen Pädagogen und Amateurphotographen Adolphe Alexandre Martin. 1853 legte er der Académie des Sciences in Paris ein Memorandum vor, in dem er die Herstellung von Direktpositiven auf Blech beschreibt. In England wurde ein Ferrotypie-Patent im Dezember 1856 an William Kloen aus Birmingham und Daniel Jones aus Liverpool erteilt. Der Londoner C. T. Masterman stellte emaillierte Blechplatten in verschiedenen Größen her, in Formaten von 6,3 x 5 bis 25,5 × 35,5 cm. Diese Platten hatte sich Professor Hamilton Smith aus Gambier, Ohio, im Februar 1856 patentieren lassen, seine Rechte verkaufte er jedoch bald darauf an den ehemaligen Geschäftspartner Peter Neff und dessen Vater. Beide entwickelten die Erfindung weiter und führten sie unter dem Namen „Melainotypic“ der kommerziellen Nutzung zu. Der Name „Ferrotypie“ (lat. ferrum = Eisen) geht auf den amerikanischen Hersteller der Blechplatte, Victor M. Griswold, zurück. In Amerika erlangten Ferrotypien nach 1860 vor allem bei drittklassigen Photographen große Beliebtheit. Man sammelte solche Bilder in Alben oder ließ sie als Porträts, zu beliebigem Format zurechtgeschnitten, in Broschen, Medaillons oder Manschettenknöpfen ein“ (H. Gernsheim, Geschichte der Photographie, S. 289 f.). – Titelblatt etwas angestaubt und fleckig, sonst gut erhalten.

Unser Preis: EUR 180,--