Bader, Badenia. Karlsruhe 1839-1844
Bader, Badenia. Karlsruhe 1839-1844
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Bader, Josef (Hrsg.). Badenia oder das badische Land und Volk. Eine Zeitschrift ür vaterländische Geschichte und Landeskunde mit Karten, Lithographien und colorirten Abbildungen von Landestrachten. In Verbindung mit mehreren Freunden des Vaterlandes herausgegeben. Erster bis dritter Jahrgang. 3 Bände in 2. Karlruhe und Freiburg, Herder 1839-1844. 8°. VIII, [1] Bl., IV, [1] Bl., 20, 290 S.; IV, [1] Bl., 320 S.; [2] Bl., 300 S. mit 2 gefalteten Stadtplänen (Karlsruhe und Konstanz), 6 teils grenzkolorierte gefaltete Karten, 39 gestochene oder lithogr. Tafeln, davon 30 Ansichten und 7 (6 handkolorierte) Trachten-Tafeln in Aquatinta-Radierung. Halblederbände der Zeit mit Romantikervergoldung. Diesch 3992. Engelmann 296. Kirchner 7333. Lautenschlager I, 638. Lipperheide Dfb 6-8. – Vollständige erste Serie der wichtigsten Zeitschrift zur Volks- und Landeskunde des Großherzogtums Baden. 1859 bis 1866 erschien drei weitere Jahrgänge. – „Das von dem badischen Archivar am Generallandesarchiv Karlsruhe Josef Bader herausgegebene Periodikum verstand sich zunächst, wie aus dem Untertitel der ersten drei Jahrgänge hervorgeht, als Zeitschrift für vaterländische Geschichte und Landeskunde, mit Karten, Lithographien und colorirten Abbildungen von Landestrachten. Programmatisch ging es dem Herausgeber darum, der „Reihe gelehrter Erzeugnisse“ zur „einheimische(n) Geschichte und Landeskunde“ eine „populäre Verarbeitung derselben“ an die Seite zu stellen. Die auf der Titelseite zunächst nach Jahrgängen hochgezählte Zeitschrift war dem Herausgeber zufolge mit diesem Konzept erfolgreich, wie sich an „einer ungewöhnlich starken Abnahme und eines sehr ermunternden Beifalles unter allen Klassen unserer Bevölkerung“ gezeigt habe, sie sei jedoch „in Folge der seit 1845 eingetretenen Mißjahre und politischen Wirren unterbrochen“ worden“ (Wikipedia). – J. Bader (1805-1883) war Archivrat am Großherzogl. Badischen General-Landesarchiv. „Neben den archivalischen Publicationen verdankt man B. eine Reihe kleiner Monographien aus dem Gebiete der badischen Haus- und Landesgeschichte und eine große Zahl von Arbeiten, die sich an der Grenze der Wissenschaftlichkeit und einer anziehenden Popularisirung gelehrter Themata bewegen. Er hatte eine sehr feine Empfindung für das, was von der Ausbeute gelehrter Forschung einen größeren Leserkreis zu fesseln vermag“ (F. v. Weech in ADB XLVI, 182 f.). – Einbände etwas berieben und bestoßen, Rückenbezug mit größeren Fehlstellen, stellenweise etwas braunfleckig, sonst gut erhaltenes Exemplar mit allen Tafeln und Karten.
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