Literatur und Literaturwissenschaft / Illustrierte Bücher / Pressendrucke
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Beschreibung Gesamte Buchaufnahme |
Preis EUR |
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| Jenni, (Friedrich, Hrsg.). Der Gukkasten-Kalender. Für das Jahr, nicht der Gnade sondern hoffentlich des Rechts und der Vernunft 1846. Bern, (Friedrich) Jenni, Sohn 1845. 8°. 120 S. mit zahlr. Holzschnitt-Illustrationen. Einfacher Papierumschlag (typogr. vorderer Orig.-Umschlag beigebunden).
Silvia Tschopp, Der Kalender als Instrument politischer Agitation: Friedrich Jennis ›Gukkasten-Kalender‹ (1845/46), In: Jahrbuch für Kommunikationsgeschichte 13 (2011), S. 35 ff. – Zweiter und letzter Jahrgang des seltenen Schweizer Kalenders. – Mit den Beiträgen: „Politische Gedanken“, „Die Gesellschaft Jesu“, „Die deutsch-katholische Kirche“, „Der Konservative“, „Die Eisenbahnen in der Schweiz“, „Großherzogliches“, „Die Revision der Verfassung von Bern“, „Joseph Leu und die Freischarenzüge“ u. a. – „Der G. war ein typ. Vertreter der neuen illustrierten satir. Presse radikaler Prägung, die während der Regeneration entstand und regionale Verbreitung fand. Herausgegeben wurde er von Samuel Friedrich Jenni in Bern und von Martin Distelis Schüler Heinrich von Arx, der die meisten Karikaturen schuf. Das Wochenblatt im Quartformat kostete 15 Batzen pro Quartal. Vom 3.9.1840 bis 25.8.1842 wurde es im Umdruckverfahren hergestellt (handgeschrieben und lithografiert). Danach wurde für den Text das Buchdruckverfahren angewendet. Als in Bern erneut die Konservativen die Regierung übernahmen, wurde der G. im Jan. 1850, nach Jennis Tod, zu einem Oppositionsblatt mit dem Namen „Der neue G.“. Ende desselben Jahres wurde das Blatt eingestellt, doch erstand es sogleich neu als „Schweizerisches Charivari“ (1851-52). Dieses prangerte den Sittenzerfall und jede Form von polit. Extremismus an und nahm v.a. die Berner Konservativen und die Jesuiten aufs Korn“ (P. Kaenel in HLS-online). – Stellenweise etwas gebräunt, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Almanache, Taschenbücher, Kalender, Calendar, Helvetica, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Satire, Vormärz |
140,-- | ![]() |
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| Kobell, Franz v. Oberbayrische Lieder. Mit ihren Singweisen. Seiner Majestät des Königs für das bayerische Gebirgsvolk gesammelt und herausgegeben. Mit Bildern von A(rthur) v. Ramberg. 2. Auflage. München, Braun & Schneider 1871. 8°. 100 S., [1] Bl. mit Holzstich-Illustrationen und Musiknoten. Moderner Halbleinenband mit kalligraphischem Rücken- und Deckeltitel in Gold.
Rümann 1696. – Erschien zuerst 1860. In allen Auflagen selten. – Sammlung traditioneller Volkslieder, Jodler und „Gsangln“ aus dem oberbayerischen Raum. – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Bavarica, Bayern, Lieder, Mundart |
80,-- | ![]() |
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| Madlinger, Ferdinand (d. i. Rudolf Wilhelm). Der rote Hauslehrer. Ein Roman in Briefen. Berlin, J. W. H. Dietz 1930. 8°. 170 S. Orig.-Kartonumschlag mit illustr. Schutzumschlag (von Will Faber).
Bosch/Ertz, Rudolf Wilhelm alias Ferdinand Madlinger. Annäherung an einen badischen Schriftsteller und Pädagogen in: Kraichgau 13, 1993, S. 263 ff. Emig/Schwarz/Zimmermann A 1118. Eymer 385. – Einzige Ausgabe, selten. – „Ein junger sozialistischer Lehrer bekommt Stellung als Hauslehrer bei einem Industriellen, dessen feingeistige Frau, von ihrem Mann vernachlässigt, sich in den jungen Idealisten verliebt. Auch sie findet Gegenliebe, muß aber zum Schluß erkennen, daß die Klassenunterscheidung Schranken aufzurichten vermag, an denen auch die Liebe sich die Flügel wund und krank schlägt“ (Klappentext). – Der bekannteste Roman des badischen Pädagogen und Schriftstellers R. Wilhelm (1880-1970), seit 1908 Professor für neue Sprachen an der Helmholtzschule in Karlsruhe und 1932 bis 1933 deren Direktor, wurde im April 1933 entlassen und emigrierte 1939 nach Kolumbien. Nach dem Zweiten Weltgrieg war Wilhelm Lehrbeauftragter an verschiedenen Schulen und der Universität in Bogota. – Der interessante Umschlag mit Foto-Montagen schuf der in Saarbrücken geborene Maler Will Faber (1901-1987). Faber ging nach seinem Studium in München (1924-1926) nach Berlin. „Dort befreundet er sich mit Käthe Kollwitz und Willi Jäckel. In seinem Schaffen orientiert sich Faber zu dieser Zeit stark am Expressionismus. 1934 verlässt Faber Deutschland und geht nach Barcelona. Dort beginnt Will Faber eine neue Phase in seiner Malerei. Inspiriert von den Kubisten, Futuristen und Dadaisten flechtet er einzelne Buchtstaben in seine Bilder ein und verwebt sie mit allen kalligraphischen und malerischen Details zu einem Ganzen. Ebenso fasziniert Faber der Kosmos. So setzt Faber in seinen Bildern die Elemente des kosmischen Chaos wieder zu Einem zusammen. Auf der Flucht vor dem spanischen Bürgerkrieg zieht Faber 1934 nach Ibiza. Dort stirbt Will Faber nach einen langen Schaffenweg mit zahlreichen Ausstellungen und Ehrungen auch außerhalb Europas 1987“ (Ketterer Kunst). – Randläsuren am Umschlag unauffällig restauriert, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Foto Schutzumschlag, Fotomontage, Photographic dust jacket, Sozialismus |
140,-- | ![]() |
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| Schiller, Friedrich. Sämtliche Werke. (Auf Grund der Originaldrucke herausgegeben von Gerhard Fricke und Herbert G. Göpfert in Verbindung mit Herbert Stubenrauch). 4., durchgesehene Auflage. 5 Bände. München, Carl Hanser (1965-1967). 8°. Graublaue Orig.-Lederbände mit goldgepr. Rückentiteln, Deckel-Monogramm und Kopfgoldschnitt.
Sehr gutes Exemplar der schönen Lederausgabe. Schlagwörter: Dünndruck-Ausgaben, Gesamtausgaben |
120,-- | ![]() |
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| Fessler, (Ignaz Aurelius). (Sämmtliche Werke). 20 Bände (von 22) in 15. Karlsruhe 1800-1816. 8°. Mit 20 gestoch. Frontispizen und Titelblättern. Halbleinenbände um 1900 mit goldgepr. Rückentiteln.
Vgl. Goedeke V, 493 f. NDB V, 103 f. – Karlsruher Nachdruck der ersten Gesamtausgabe. – I-III. Marc Aurel (4 Teile); V. Alexander der Eroberer; VI. und VII. Die Alten und die neuen Spanier; IX. Abälard und Heloisa (Teil 2); X. Der Nachtwächter Benedict; XI. Attila, König der Hunnen; XIII/XIV. Mathias Corvinus, König der Hungarn; XV/XVI. Aristides und Themistocles; XVII/XVIII. Theresia; XIX. Bonaventura’s mystische Nächte; XX. Lotario oder der Hofnarr; XXI/XXII. Alonso. – I. A. Fessler (1756-1829) „verkehrte unter anderem mit Fichte, Jean Paul und Zacharias Werner und bahnte auf Reisen zahlreiche literarische Beziehungen an. 1803 kaufte er Gut Kleinwall bei Berlin und bewirtschaftete es neben reger literarischer Tätigkeit bis 1807. Durch französische Plünderungen ruiniert, wurde er durch Vermittlung eines seiner Schüler Lehrer der orientalischen Sprachen an der Alexander-Newsky-Akademie in Sankt Petersburg. Auch hier konnte er sich nicht behaupten. 1810 entlassen, kämpfte er mit Not, machte sich aber um die deutsche Kolonie sehr verdient. 1820 zum Superintendenten in Saratow ernannt, beendete er schließlich sein bewegtes Leben als Generalsuperintendent in Sankt Petersburg“ (G. Gugitz in NDB). – Band VIII und XII fehlen. – Gutes Exemplar. Schlagwörter: Gesamtausgaben |
160,-- | ![]() |
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| Gellert, C(hristian) F(ürchtegott). Sämmtliche Fabeln und Erzählungen. Neueste Original-Ausgabe. 3 Teile in 1 Band. Leipzig, Hahn 1823. 8°. XXX, 232 S. mit gestoch. Frontispiz von Böttger nach J. H. Ramberg. Halblederband der Zeit. mit goldgepr. Rückenschild und Rückenvergoldung.
Goedeke IV/1, 78. – Später erschien auch eine illustrierte Ausgabe mit 12 Kupfertafeln nach Ramberg. Gellerts Fabeln erschienen erstmals 1745 und mit Chodowieckis Illustrationen 1775 bis 1776. – Deckel etwas berieben, schönes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Fabeln |
50,-- | ![]() |
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| Hoffmann, E(rnst) T(heodor) A(madeus). Das Fräulein von Scuderi. Erzählung aus dem Zeitalter Ludwigs des Vierzehnten. Illustriert von Fritz Fischer. Heidenheim, Erich Hoffmann (1958). Gr.-8°. 183 S. mit teils ganzs. Illustrationen. Orig.-Pappband. (Maecenas Liebhaberdrucke).
Liebhaber-Ausgabe auf Zerkall-Bütten. – Einband leicht gebräunt, gutes Exemplar. Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher |
30,-- | ![]() |
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| Krumsdorf, Edwin. Das Lachen des großen Pan. Und andere panische Geschichten. Illustriert mit 8 Original-Lithographien von Elfriede Weidenhaus. Wiesbaden, Zikaden-Presse (Klaus Burkhardt) (1959). Imperial-Folio (45 x 30 cm.). [10] Bl. mit 8 Orig.-Lithographien. Farbig illustr. Orig.-Pappband. (Erster Druck der Zikadenpresse).
Spindler 121, 58. – Eines von 500 num. Exemplaren; von E. Weidenhaus im Druckvermerk signiert. – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Erotica, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Pressendrucke |
80,-- | ![]() |
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| Heberle, Irene. Echo. Kleine Lieder. Berlin-Zehlendorf, Fritz Heyder (1921). Kl.-8° (16 x 11 cm.). 30 S., [1] Bl. Illustr. Orig.-Halbleinenband (von Alfred Kubin).
Erste Ausgabe; mit eigenhändiger Widmung von I. Heberle. – Irene Heberle (1878-1949) war die Schwester der Exlibriskünstlerin Mathilde Ade (1877-1953) und Ehefrau des Passauer Juristen Max Heberle (1864-1927). Ihre Tochter Brunhilde Heberle (1896-1918) war mit dem Schriftsteller Klabund (Alfred Henschke, 1890-1928) verheiratet. – „Sehr früh und ermuntert durch ihren zukünftigen Schwiegersohn Klabund fängt Irenen Heberle an, selbst Gedichte zu schreiben. Aus Briefen von Fredi an Irene Heberle und ihren Mann lassen sich Veröffentlichungen derselben verfolgen. So schreibt Klabund aus Zürich im Oktober 1916, dass er Gedichte von ihr an die Zeitschrift „Die Jugend“ weitergegeben hat, und diese sie im November zur Veröffentlichung angenommen hat. „…ich gestatte mir die Mitteilung, dass die „Jugend“ von Ihren Gedichten auf meine Empfehlung eines der hübschesten akzeptiert hat. Das Honorar wird Ihnen in den nächsten Tagen zugehen. Ich werde mich freuen, wenn Sie mit der „Jugend“ in dauernder Verbindung bleiben. Nur würde ich Ihnen empfehlen, nicht zu oft Verse zu senden. Vielleicht probieren Sie’s auch mal mit „kleiner Prosa.“ Anlässlich der Hochzeit ihrer Tochter Brunhilde erscheint im Verlag J.F. Matthes, Passau 1918 von Irene Heberle der Gedichtband „Mein Kind“ in einer Kleinauflage von 250 Stück. („meiner Tochter eine Hochzeitsgabe“) … Und 1921 erscheint im Verlag Fritz Heyder in Berlin-Zehlendorf der Gedichtband „Echo – Kleine Lieder“ von Irene Heberle zum Andenken ihrer verstorbenen Tochter, die Umschlagzeichnung steuert Alfred Kubin bei. Und weil mich diese Gedichte sehr berührt haben, füge ich sie hier ein. Zwischen dem Ehepaar Heberle und Alfred Kubin bestand eine sehr enge Freundschaft. „Kubin schickte immer wieder seine Publikationen als Ausdruck ihrer künstlerisch-literarischen Verbundenheit an das Ehepaar“, so Wilfried Hartleb“ (Hartmut Deckert, Ich würde sterben, hätte ich nicht das Wort, klabund(dot)eu). – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Lyrik, Signierte Bücher, Widmungsexemplar |
120,-- | ![]() |
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| Eschenburg, Johann Joachim. Ueber W(illiam) Shakspeare. Mit Shakspears Bildniß. Zürich, Orell, Geßner & Füßli 1787. 8°. [2] Bl., 683, (3) S. mit gestoch. Portrait-Frontispiz von Johann Ulrich Schellenberg. Halblederband der Zeit mit 2 goldgepr. Rückenschildern und Rückenvergoldung.
ADB IV, 347. Goedeke IV/1, 672, 16. Meyen, Eschenburg 174 u. S. 47 f. VD18 10211357. – Erste Ausgabe. – „Als Quintessenz seiner Shakespeare-Studien veröffentlichte Eschenburg 1787 eine Monographie über den Dichter, die erneut den Beweis eminenten Wissens und der Gründlichkeit erbringt, mit der Eschenburg ans Werk zu gehen pflegte … Besonders hervorzuheben ist, daß Eschenburg dieser ersten deutschen Shakespeare-Monographie eine Bibliographie beigefügt hat, in der er die englischen Originalausgaben aufführte, die Umarbeitungen, Nachahmungen und Übersetzungen, aber auch die Kommentare und kritischen Schriften über den Dichter. Überaus wertvoll ist das letzte Kapitel, in dem Eschenburg die bis dahin vernachlässigten und verkannten Sonette Shakespeares behandelt und eine Auswahl im Original und Übersetzung gebracht hat. Eschenburgs Monographie steht am Anfang der eigentlichen Shakespeare-Philologie in Deutschland … Als wohlabgewogene, gründliche und umfassende Untersuchung verdient sie die vollste Anerkennung“ (Fritz Meyen). – Deckel berieben, Titelblatt mit gelöschtem Besitzvermerk, stellenweise etwas braunfleckig, gutes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Biographie, Biography, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaft, Shakespeare, William |
320,-- | ![]() |
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| Cats, Jacob. Sinn-reicher Wercke und Gedichte. Dritter Theil, oder: Spiegel der alten und neuen Zeit, in sich haltend 1. Die Erziehung der Kinder … II. Grund-Regeln vor Ehe-Leute … III. Staats-Sachen, Ehren-Ämpter … (Aus dem Niederländischen übersetzt und herausgegeben von Barthold Feind d. J.). Hamburg, Thomas von Wierings Erben 1711. 8° (20 x 12 cm.). [10] Bl., 408 S. mit Titel in Rot und Schwarz, doppelblattgr. gestoch. Frontispiz und 16 Kupfertafeln mit zus. 128 Abbildungen von Adriaen Pietersz. van de Venne. Pergamentband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild.
Dünnhaupt (Feind) IX, 1450, 33. Goedeke (Feind) III, 335 f. Hayn-Gotendorf I, 574. Jantz I, 965. VD18 14420422. Nicht bei Praz und Landwehr. – Teil III aus der achtbändigen Gesamtausgabe die erst 1717 beendet wurde. Die niederländische Originalausgabe von „Spiegel der alten und neuen Zeit…“ erschien bereits 1632 mit dem Titel „Spiegel van den ouden ende nieuwen tijdt“. – Der „Spiegel der alten und neuen Zeit…“ bildet das Herzstück des dritten Teils. Die deutsche Fassung behält die didaktische Dreiteilung des Originals bei, wurde aber für das deutschsprachige Publikum inhaltlich erweitert. Eine Besonderheit der Ausgabe von 1711 ist der enorme wissenschaftliche Apparat. Die Sprichwörter und Embleme wurden mit „auserlesensten Anmerckungen“ aus den Werken von spanischen, lateinischen, deutschen, englischen, französischen und griechischen Moralisten angereichert. Es handelt sich also nicht um eine reine Übersetzung, sondern um ein europäisches Kompendium der Lebensweisheit. – Der Herausgeber B. Feind (1678-1721) war seit „1705 auch Herausgeber der Hamburger „Relationes curiosae“. Durch seine ebenso scharfen wie treffenden Pamphlete, die er als Anhänger der Ratsautorität und eines gemäßigten Pietismus gegen die von der orthodoxen Geistlichkeit aufgestachelte extrem demokratische Partei richtete, erhitzte er die Gemüter derart, dass die Bürgerschaft in tumultuarischen Verfahren 1707, während F. in Frankreich weilte, die Verbrennung einiger seiner Schriften auf dem ehrlosen Block und seine eigene Stadtverweisung erzwang; 8 Ratsherren, die sich diesen Beschlüssen nicht fügen wollten, wurden ihres Amtes entsetzt. Erst eine kaiserliche Kommission unter Graf Schönborn führte in 4jähriger Arbeit mit Hilfe einer Verfassungsreform eine allgemeine Befriedung durch. F., bis dahin Hauslehrer in Stade, kehrte 1708 nach Hamburg zurück und wurde 1709 völlig rehabilitiert. Während des Nordischen Krieges verhafteten ihn die Dänen als schwedisch Parteigänger auf einer Reise 1717 und gaben ihn erst nach Jahresfrist wieder frei“ (H. Reincke in NDB V, 60 f.). – Rückenschild mit kleiner Fehlstelle, stellenweise etwas braun- und fingerfleckig, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Barockliteratur, Baroque, Emblem books, German, Emblemata, Illustrated books, Illustrierte Bücher |
500,-- | ![]() |
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| Lening, Fritz (d. i. Fritz Schmidt). Dree Wiehnachten. ’Ne Geschichte in märkische Mundart. Stuttgart, J. G. Cotta 1885. 8°. V, 448 S. Weinroter Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel, Rücken- und Deckelvergoldung und schwarzgepr. Deckelornamentik.
Erste Ausgabe, selten. – „Schmidt is 1827 in Kotzen boren un hett Bueree lehrt. 1858 is he vun Kotzen na Milow ümtagen un hett dor in’n Holthannel arbeidt. 1883 is he noch wedder ümtagen na Radnau, wo he 1888 doodbleven is un ok begraven liggt. Sien eenzig Book Dree Wiehnachten dat 1885 rutkamen is, is een vun de bedüdensten Warken in’n märkischen Dialekt vun dat Plattdüütsche“ (Wikipedia). – Das hintere freie Vorsatzblatt mit größerem Ausriß, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Havelland, Mundart, Plattdeutsch, Weihnachten |
120,-- | ![]() |
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| Boccaccio, Giovanni. Contes de J. Bocace. Traduction nouvelle (par Antoine Sabatier de Castres), enrichie de belles gravures. 10 parties en 6 volumes. Londres (i. e. Paris, Poncelin) 1779. 8° (19,5 x 12,5 cm.). Avec un frontispice gravé dans le premier volume, 107 planches sur cuivre de Vidal après Gravelot, Boucher, Eisen, et d’autres et plusieurs vignettes en tête de chapitre. Reliures d’époque en veau avec pièces de titre dorées au dos, décors floraux dorés sur les dos, filets dorés sur les plats et tranches dorées.
Cohen/De Ricci 16. Gay-Lemonnier I, 830. Sander 183. – Seltene Oktavausgabe; erschien zuerst 1757-1761 mit dem Titel „Le Decameron“ in 5 Bänden in der Übersetzung von A. Le Mâcon. – „Dem Boccaccio … hat Gravelot eine ganze Anzahl seiner schönsten Blätter beigesteuert. Man sieht hier, wie auch bei späterer Gelegenheit, wie sehr ihm lustspielhafte Szenen liegen. Diese Illustration Gravelots wirkte nicht nur durch ihre künstlerische Qualität sensationell, sondern auch durch einen bei diesem Meister bisher ungewohnten Umfang“ (Slg. Fürstenberg S. 78 zur Ausgabe 1757-1761). – Rücken etwas berieben, Kapital von Teil III und IV und Fuss von Teil I etwas bestoßen, sonst gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher |
400,-- | ![]() |
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| Quevedo y Villegas, Francisco (Gómez) de. Les oeuvres. Premiere Partie: Contenante le Coureur de nuit ou l’Avanturier nocturne, l’Avanturier Buscon, & les Lettres du Chevalier de l’ Epargne. (Et) seconde partie: contenante les Sept Visions; de l’Alguasil Demoniaque, de la ort, du jugement final, des foux amoureux du monde en son interieur, de l’enfer, & de l’enfer refomé. Nouvelle traduction de l’Espagnol en Francois par le Sr. Raclots Parisien, & enrichie de figures en taille douce. 2 volumes. Brusselles (Brüssel), Josse de Grieck 1700. Kl.-8° (16 x 9,5 cm.). Titel, 528 S., [7] Bl.; Titel, 420 S. mit 2 Titelbl. in Rot und Schwarz, 2 gestoch. Frontispizen und 29 Kupfertafeln. Lederbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern.
Brunet IV, 1017. – Zweite französische Gesamtausgabe der Werke des spanischen Satirikers Francisco Gómez de Quevedo Villegas y Santibáñez Cevallos (1580-1645). – Quevedo war ein Meister des Conceptismo, der Benutzung von Doppelsinnigkeiten, um intelligenten Witz zu zeigen. Bekannt wurde er durch satirische Schriften, die er um 1606 verfasst hatte, jedoch erst 1627 unter dem Titel Sueños („Träume“) in Saragossa veröffentlichte. Seine reichhaltigen Lebenserfahrungen lieferten Quevedo den Stoff für seine Satiren und Schelmengeschichten. Daneben schrieb er Gedichte und einige religiöse und erotische Erzählungen. Quevedo war einer der bekanntesten Schriftsteller im Madrid der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts, als sich der Niedergang des spanischen Siglo de Oro abzuzeichnen begann. Andreas Dorschel zufolge ist Quevedos Werk erfüllt von „Skepsis gegen kollektive Macht“; es suche „einer immer noch vorwiegend mit ihrem längst brüchig gewordenen imperialen Programm befassten Gesellschaft eine aufs Individuum bezogene Alternative“ anzubieten. Diese Alternative erwächst aus Ernüchterung, ja Enttäuschung: „Geschichte besteht darin, dass Menschen aus den Trümmern des Alten ihr Neues bauen und so nur weiterer Zerstörung das Materíal liefern“.“ (A. Dorschel, ‚Herrsche in Dir selbst‘, in: Süddeutsche Zeitung Nr. 32 (9. Februar 2004), S. 14). – „Bis heute ist er der größte Künstler der hispanischen Literatur geblieben. Wie Joyce, wie Goethe, wie Shakespeare, wie Dante, wie kein anderer Schriftsteller ist Francisco de Quevedo weniger ein Mensch als eine weite und komplexe Literatur“ (Jorge Luis Borges). – Rückenvergoldung stärker oxidiert, Gelenke berieben, Fuß von Band II mit kl. Fehlstelle, stellenweise etwas braunfleckig, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Barockliteratur, Baroque, Gesamtausgaben, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Satire |
480,-- | ![]() |
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| Bertall (d. i. Charles Albert d’Arnoult). La comédie de notre temps. Études au crayon et à la plume. Deuxième serie (sur 3). Les enfants, les jeunes, les mûrs, les vieux. Paris, E. Plon et Cie 1875. 4° . [2] Bl., 652 S. mit Frontispiz und 105 teils ganzs. Holzschnitt-Illustrationen. Weinroter Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel, dekorativer Rückenvergoldung und Goldschnitt.
Carteret III, 89. Sander 87 u. 88. Vicaire, I, 438 f. – Première édition. – „In den zahlreichen Vignetten der zweibändigen „Comédie du notre temps“ (Paris 1874-1875) erreichte der Künstler noch einmal seine einstige Höhe“ (Rümann, Das illustr. Buch des 19. Jhdts. 193). – Sehr schönes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Karikatur, Satire |
100,-- | ![]() |
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| Jean Paul, (d. i. Johann Paul Friedrich Richter). Geist- und kraftvollste Stellen aus dessen sämmtlichen Werken mit biographischen und historischen, wie auch Eigennamen- und Fremdwörter-Erklärungen von Franz Xaver Wißhofer. 13 Teile in 7 Bänden. Graz, Franz Ferstl’sche Buchhandlung Johann Lorenz Greiner 1834-1836. 12° (13,5 x 9,5 cm.). Mit gestoch. Portrait im Supplement-Band (XIII). Dunkelgrüne Pappbände der Zeit mit goldgepr. Rückentiteln und Linienvergoldung in modernem Pappschuber. (Deutschlands Geist und Kraft in Schrift und Sprache, Eine Auswahl der sinnreichsten Stellen aus den Werken deutscher Musterschriftsteller…).
Seltene Gesamtausgabe mit dem oft fehlenden Supplement-Band. – Der Herausgeber F. X. Wißhofer (biogr. Daten unbekannt) war nach Meusel „zu Ende der Neunziger-Jahre Magistratssyndicus zu Rohrbach in Oesterreich ob der Enns; nach Kehrein von 1802 bis 1809 Syndicus zu Schärding. Am 14. Jänner 1810 von der französischen Landesadministration zu Ried zum Justizrath ernannt, mußte er als solcher am 4. Juli 1810 dem Stifte Ranshofen am Inn dessen Aufhebung ankündigen. Am 14. September 1810 hatte aber die französische Regierung zu Ried bereits ein Ende. Die weiteren Schicksale Wißhofer’s, der nach den damals üblichen Vorgängen als früherer französischer Beamter unter der neuen österreichischen Regierung kaum wieder eine Anstellung gefunden haben dürfte, sind uns unbekannt. Kehrein führt nun an, daß derselbe den „Linzer Musen-Almanach“ (Linz 1805 und 1806) herausgegeben habe. … Wohl aber finde ich Wißhofer verzeichnet als Herausgeber des „Magazins des Schönen und Nützlichen zum Vergnügen und Unterricht. Mit Musikstücken fürs Clavier von Caspar Lachner, k. k. Tabak- und Siegelgefällen-Cameralhauptverleger“, I. Jahrg. 1798; II. Jahrg., 1. Bd. 1799. Immerhin ist aber der Titel „Linzer Musen-Almanach“ nicht nur möglich, sondern sogar wahrscheinlich, da der Verleger von den ihm übrig gebliebenen Exemplaren des „Magazins“ eine neue (Titel-) Auflage, unter dem veränderten Titel „Linzer Musen-Almanach“ veranstaltet haben dürfte“ (Kehrein (Joseph). Biographisch-literarisches Lexikon der katholischen deutschen Dichter, Volks- und Jugendschriftsteller im 19. Jahrhundert II, 260 und Meusel S. 1059 zit. nach BLKÖ LVII, 135 ff.). – Stellenweise etwas braunfleckig, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Gesamtausgaben |
120,-- | ![]() |
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| Geist, Rudolf (Johann). Der anonyme Krieg. Heilbronn a. N., Leipzig, Prag u. a. Verlag Internationale Buchpresse (1928). 8°. [4] Bl., 427, (1) S., [2] Bl. Orig.-Leinenband.
Erste Ausgabe des expressionistischen Antikriegsromans des Wiener Schriftstellers Rudolf Geist (1900-1957). – „Schon seit frühester Kindheit, nachdem er sich autodidaktisch das Lesen und Schreiben beigebracht hatte, verfasste er Gedichte und kurze Texte. Nach seiner Lehre zum Bäcker und dem Fronteinzug im 1. WK, der ihn bis zum Lebensende zu einem überzeugten Pazifisten machte, lebte er einige Jahre im Untergrund in Wien. 1922 beschloss er freier Schriftsteller zu werden, zwischen 1926 und 1938 arbeitete er in Deutschland und Wien als Lektor bei Verlagen, gründete Zeitschriften, literarische Vereine und Lesekreise und publizierte seine literarischen Werke. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurden seine Bücher verboten und teilweise verbrannt. 1938 wurde er wegen „Kommunistischer Mundpropaganda“ verhaftet und wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zu 15 Monaten Gefängnis verurteilt. Nach dem Krieg widmete sich Rudolf Geist aktiv dem Wiederaufbau, legte Romane, Gedichte, Theaterstücke, Filmbücher wie auch politische, philosophische und literarische Essays und Arbeiten vor. In seinem Verlag publizierte er u.a. zwei Werke des amerikanischen Autors Upton Sinclair“ (Österreichische Nationalbibliothek). – Einband leicht braunfleckig und etwas berieben, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Pazifismus, Weltkrieg <1914-1918>, Weltkrieg I |
100,-- | ![]() |
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| Droste-Hülshoff, Annette v. Sämtliche Werke. (Band) 1 (von 2). (Nach dem Text der Originaldrucke und der Handschriften herausgegeben von Günther Weydt und Winfried Woesler). München, Winkler (1973). 8°. 903, (1) S. Dunkelgrüner Orig.-Lederband mit goldgepr. Rückentitel, Linienvergoldung und Kopfgoldschnitt.
Sehr gutes Exemplar der schönen Ganzlederausgabe. Schlagwörter: Gesamtausgaben |
40,-- | ![]() |
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| Storm, Theodor. Sämtliche Werke in zwei Bänden. [Mit einem Nachwort von Johannes Klein]. 2 Bände. München, Winkler (1967). 8°. 1193, (3) S.; 1048, (4) S. Hellbraune Orig.-Lederbände mit goldgepr. Rückentiteln, Linienvergoldung, Deckelsignaturen und Kopfgoldschnitt. (Winkler Weltliteratur Dünndruck Ausgabe).
Sehr gutes Exemplar der schönen Ganzlederausgabe. Schlagwörter: Gesamtausgaben |
90,-- | ![]() |
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| Hofbauer, Ludwig. Der Pestkrieg. Ein Zukunftsroman. Regensburg, Ludwig Rath 1927. 8°. 350 S., [1] Bl. Orig.-Leinenband.
Bloch 2/1502. – Erste Ausgabe. – Von L. Hofbauer auf dem Vortitel signiert „L. Hofbauer, Schwandorf i. Bayern“. -Science-Fiction- und Katastrophenroman; Eine geheime asiatische und amerikanische Organisation versucht, mithilfe von künstlich gezüchteten Pestkulturen die Weltherrschaft zu erringen. Bevor die Seuche eingedämmt werden kann, fallen Hunderttausende Menschen dem biologischen Krieg zum Opfer. Am Ende steht der utopische beziehungsweise dystopische Neuanfang einer vermeintlich gestärkten Gesellschaft. – Der Roman gilt in der Karl-May-Forschung als vermeintliche Quelle für die reale Existenz Winnetous; Ludwig Hofbauer schreibt S. 82, Winnetou sei keine reine Phantasiegestalt, sondern eine historisch reale Person gewesen: „Mein Großvater hatte als Häuptling der Apachen in den Bergen des Westens einen guten Namen. Sie haben von Winnetou, dem großen Häuptling, gehört. Ein Deutscher hat vor Jahrzehnten viel von ihm geschrieben…“ – Hofbauer „stützt sich dabei auf historische Briefe des deutschen Auswanderers Fritz Saul aus den Jahren 1869/1870. Saul schrieb damals aus Nordamerika an seinen Bruder in Deutschland und behauptete, den echten Apachenhäuptling Winnetou im Südwesten der USA persönlich gekannt zu haben. Da Karl Mays erster großer Winnetou-Roman erst 1893 erschien, löste diese Erwähnung in einem Dokument aus dem Jahr 1869 unter Karl-May-Anhängern eine Sensation aus. Es entstand kurzzeitig die Theorie, Karl May habe seine Figur nach einem realen Vorbild geformt oder alte Reiseberichte als Quelle genutzt. Der Karl May Verleger E. A. Schmid veröffentlichte im Karl-May-Jahrbuch 1929 die Ergebnisse der Nachforschungen, demnach hatte Fritz Saul sich wohl geirrt. Er hatte in Arizona sehr wahrscheinlich mit dem realen Apachen-Häuptling Chief Victorio zu tun (dem Nachfolger von Cochise) und brachte diesen Jahrzehnte später fälschlicherweise mit Karl Mays berühmter Romanfigur in Verbindung. Winnetou bleibt somit eine reine Erfindung Karl Mays. Hofbauers „Pestkrieg“ ging dadurch jedoch als eines der kuriosesten Fundstücke in die literaturwissenschaftliche Geschichte der Karl-May-Forschung ein“ (Karl-May Gesellschaft). – Rücken etwas berieben, Deckel leicht fleckig, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Phantastik / Utopie, Phantastische Literatur, Signed books, Signierte Bücher |
70,-- | ![]() |
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| Almanach – Dieterich, Heinrich (Hrsg.). Göttingisches Taschenbuch zum Nutzen und Vergnügen. Für das Jahr 1812. Göttingen, Heinrich Dieterich (1811). Kl.-8° (16,5 x 8,5 cm. Titel, 64, 170, 38 S., [1] Bl. mit gestoch. Frontispiz und 12 (2 gefaltete) Kupfertafeln, 2 Modetafeln von Ernst Ludwig Riepenhausen und 10 nach W(illiam) Hogarth. Moderner Pappband mit Brokatpapierbezug.
Köhring 156. Lanckoronska/Rümann S. 15. Musenalm 170. – Vorletzter Jahrgang des seit dem Jahr 1776 erscheinenden und aufgrund seines häufig sarkastischen Inhalts sehr beliebten Göttinger Taschenbuchs. – Mit der Fortsetzung der „Hogarthische(n) Skizze“ und 10 satirischen Kupfertafeln des berühmten englischen Karikaturisten, darunter die bekannten Stiche „Die Advocaten und Notare (The Attorneys and Notaries)“, „Die Quacksalber (The Mock-doctors)“, „Der Tanz (The Dance)“ und „Die Kunst des Faustkampfs oder Boxens (Broughton, Slack and Figg)“. – Mit zusammen 72 Beiträgen (vollständige Inhaltsangabe bei Musenalm). – Gutes, teils unbeschnittenes Exemplar. Schlagwörter: Almanache, Taschenbücher, Kalender, Boxen, Boxsport, Illustrated books, Illustrierte Bücher |
240,-- | ![]() |
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| Almanach – (Rittler, Franz). Der Freund des schönen Geschlechts. Taschenbuch für das Jahr 1836. Wien, Heinrich Buchholz (1835). 12° (11,3 x 7,3 cm). [13] Bl., 126 S., [1] Bl. mit gestoch. Frontispiz, gestoch. Titel und 12 (6 handkol.) Kupfertafeln. Blindgepr. Orig.-Pappband mit Deckelfiletten, goldgepr. Deckelvignette und Goldschnitt.
Goedeke VIII, 61, 68 a. Köhring S. 48. Lanckoronska/Rümann S. 64. Musenalm 988. – Schön ausgestatteter beliebter Taschenkalender, der von 1804 bis 1848 erschien. – Mit 6 handkol. Modekupfern und 6 Kupfertafeln von J. Langer nach J. v. Perger. – Einband etwas berieben, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Almanache, Taschenbücher, Kalender, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Mode |
240,-- | ![]() |
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| Kraus, Karl. Weltgericht. 2 Bände. Leipzig, Verlag der Schriften von Karl Kraus (Kurt Wolff) 1919. 8°. 251 S.; 336 S. mit 3 Tafeln und 1 gefalteten Faksimile. Orig.-Pappbände.
Kerry EA 36. W.-G.² 26. – Erste Ausgabe. – „Dem Andenken an Franz Grüner, Franz Janowitz, Stefan Fridezko, Franz Koch“ gewidmet. – „Seiner dramatischen Vergegenwärtigung des Kriegsgeschehens, den Letzten Tagen der Menschheit, hat Karl Kraus in demselben Jahr, als das Drama in erster Fassung erschien, 1919, mit den beiden Bänden von Weltgericht die essayistische Chronik seiner Kriegsaufsätze an die Seite gestellt. Auch in diesen Schriften dienen authentische Dokumentation und stringente Reflexion einer ebenso ausgreifenden Darstellung wie tiefschürfenden Erklärung der Katastrophe – wobei vor allem den »Bilanzknechten« und »Schlachtbankiers« der Presse, als den wahren Urhebern des Krieges, der Prozeß gemacht wird. Das Buch enthält einige der schneidendsten Satiren von Karl Kraus (Die Laufkatze, Die Fundverheimlichung) und mit dem abschließenden Nachruf auf die Donaumonarchie, »dem stärksten Kriegsfluch, der in deutscher Sprache geschrieben wurde«, ein Meisterwerk politischer Publizistik, vergleichbar nur der Dritten Walpurgisnacht von 1933. Das Ganze ist heute so aktuell wie vor siebzig Jahren: ein Lehr- und Lesebuch des kämpferischen Pazifismus“ (Suhrkamp zu einer Neuausgabe). – Vorderes Innengelenk von Band II leicht angeplatzt, sonst gut erhalten. |
40,-- | ![]() |
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| Busoni – Ježower, Ignaz (Hrsg.). Venedig. (Einführung). Berlin, B. Behr 1908. Kl.-8° (17 x 13 cm.). XX S. Einfacher Papierumschlag. (Poetische Cicerone: Städte und Länder in der Dichtung, Band 1).
Mit eigenhändiger Widmung und Brief von I. Ježower für den italienischen Pianisten und Komponisten Ferruccio Busoni (1866-1924). „Lichterfelde W – Karlstr. 80, 8. November 1908. Sehr geehrter Herr! Ich übersende Ihnen und Ihrer Frau Gemahlin die Einleitung, die ich dem Venedig Buche vorangestellt habe. Ich würde mich freuen, wenn Sie mit der kleinen Arbeit zufrieden sein würden. Mit besten Grüssen, ganz ergebenst – Ignaz Ježower.“ – Einleitung zur ersten Veröffentlichung des Berliner polnisch-deutschen Kulturhistorikers, Schriftstellers und Übersetzers I. Ježower (1878-1942). Die Anthologie erschien im selben Jahr mit Dichtungen von Friedrich Adler, Andre Chenier, Felix Dahn, Benno Geiger, Robert Hamerling, Hermann Lingg, Alfred Meissner, Richard Monckton Milnes, Thomas Moore, Alfred Musset, Anton Renk, August Wilhelm Schlegel, Lorenzo Stecchetti, Heinrich Stieglitz, Theodor Suse, Jaroslav Vrchlicky sowie venezianischen Volksliedern. – Ježower war mit George Grosz, Else Lasker-Schüler, Alfred Döblin, Kurt Schwitters und anderen Künstlern befreundet. Zusammen mit Franz Hessel übersetzte und edierte er die Memoiren „Histoire de ma vie“ des Giacomo Casanova (1725–1798). Sein wichtigstes Werk ist eine umfassende Traumanthologie, Das Buch der Träume. Er wurde mit Transport 8, Zug Da 44 am 13. Januar 1942 von Berlin nach Riga deportiert und dort ermordet. Schlagwörter: Autographen, Widmungsexemplar |
100,-- | ![]() |
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| Grass, Günter. Die Blechtrommel. Roman. (Gütersloh und Stuttgart), Bertelsmann und Europäischer Buch- und Phonoclub (um 1965). 8°. 571, (2) S. Orig.-Leinenband mit farbig illustr. Schutzumschlag.
KLL I, 1685. – Von G. Grass auf dem Titelblatt signiert. – Grass erhält den seit 1955 nicht mehr vergebenen Preis der „Gruppe 47“ als siebenter Preisträger und 1999 den Nobelpreis für Literatur, weil er – so die Begründung der Jury – „in munterschwarzen Fabeln das vergessene Gesicht der Geschichte gezeichnet hat“. – Die „Blechtrommel“ wird zum größten literarischen Erfolg der deutschen Nachkriegsliteratur. – „Günter Grass brachte das hervor, was kein Deutscher seit Thomas Mann hervorgebracht hatte: Aufregung in der internationalen literarischen Welt. Grass erbeitet mit einem Ausmaß an theatralischer Erfindungsgabe, das von Goethe … bis zu Ionesco reicht. Die Blechtrommel ist ein überwältigend ungleichmäßiges Prachtexemplar von einem Roman…“ (New York Times Book Review). – Schutzumschlag restauriert, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Signierte Bücher |
140,-- | ![]() |
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| Jagemann, Ludwig v. Deutsche Städte und deutsche Männer. Nebst Betrachtungen über Kunst, Leben und Wissenschaft. Reiseskizzen aus den Jahren 1837-1840. 2 Bände. Leipzig, Robert Binder 1842. 8°. IV, 217 S., [2] Bl.; VI, 266 S., [1] Bl. Olivgrüne Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückentiteln und Rückenvergoldung.
ADB XIII, 643 ff. Weech, Badische Biographien I, 421 f. Engelmann 432 (nur spätere Ausgaben). – Erste Ausgabe, selten. – I. „Zur Physiognomik deutscher Hauptstädte und Reiseglossen“. – II. „Zur Charakteristik deutscher Männer“. – Der badische Jurist L. v. Jagemann (1805-1853) war seit 1843 Justizministerialrath und wichtiger Strafrechts-Reformer des 19. Jarhunderts. „Der reiche Schatz seines allgemeinen Wissens machte ihn zum Mittelpunkt kunstliebender Kreise und führte ihn zum belletristischen Schaffen hin; insbesondere bietet von seinen Arbeiten letzterer Gattung eine Skizze seiner Reiseeindrücke aus Deutschland und Oesterreich, welche 1846 in 2 Bänden unter dem Titel „Deutsche Männer und deutsche Städte, nebst Betrachtungen über Kunst, Leben und Wissenschaft“ erschien, interessante, damals zeitgenössische Bilder dar. Allein seine eigentliche Bedeutung besteht in der Förderung, welche er theoretisch und praktisch als Schriftsteller und Beamter der Pflege des Strafrechts, des Gefängnißwesens und des Civil- und Straf-Processes angedeihen ließ“ (v. Jagemann in ADB). – Sehr schönes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Biographie, Reiseberichte, Reisebeschreibung, Reisebeschreibungen |
160,-- | ![]() |
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| Dickens, Charles. The life and adventures of Martin Chuzzlewit. With illustrations by Phiz (d. i. Hablot Knight Browne). London, Chapman and Hall 1844. Gr.-8° (22 x 13 cm.). XIV, [1] Bl. (″Errata“), 624 S. mit gestoch. Frontispiz und illustr. Titel und 38 Radierungen. Moderner Halblederband mit goldgepr. Rückenschild, 5 unechten Bünden, Linienvergoldung und Goldschnitt.
Eckel 71 ff. Hatton-Cleaver S. 183 ff. Rümann, Das illustr. Buch im 19. Jhdt., S. 82. – Erster Druck der ersten Buchausgabe (Titelvignette mit dem Steckbrief „£ 100 Reward“ und das „£“-Symbol ist nicht auf dem Erratablatt erwähnt). – Dickens bereiste 1842 im Auftrag seiner Verleger die Vereinigten Staaten. Voller Enthusiasmus aufgebrochen, war er bald von den vorgefundenen Zuständen enttäuscht. Nach einem Aufenthalt in „Cairo, einem Elendsnest am Zusammenfluß von Ohio und Mississippi, das durch den Grundstücksschwindel der ‚Cairo Company‘ traurige Berühmtheit erlangt hatte (zu den Geschädigten soll Dickens selbst gehört haben), schwand seine Amerikabegeisterung vollends“ (KNLL). – „Dickens’ funniest novel“ (William Boyd). – „Considered the last of his picaresque novels. It was originally serialised between January 1843 and July 1844. While he was writing it, Dickens told a friend that he thought it was his best work thus far, but it was one of his least popular novels, judged by sales of the monthly instalments. Characters in this novel gained fame, including Pecksniff and Mrs Gamp. Like nearly all of Dickens’s novels, Martin Chuzzlewit was first published in monthly instalments. Early sales of the monthly parts were lower than those of previous works, so Dickens changed the plot to send the title character to the United States. Dickens had visited America in 1842 in part as a failed attempt to get the US publishers to honour international copyright laws. He satirized the country as a place filled with self-promoting hucksters, eager to sell land sight unseen. He also unfavourably highlighted slavery and featured characters with racist attitudes and a propensity to violence. In later editions, and in his second visit 24 years later to a much-changed US, he made clear in a speech that it was satire and not a balanced image of the nation and then included that speech in all future editions“ (Wikipedia). – Frontispiz, das illustrierte Titelblatt und die Tafeln im Rand teils stärker braunfleckig, sonst gutes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, USA |
140,-- | ![]() |
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| Goethe, Johann Wolfgang v. (eig. Otto Philipp Zaunschliffer). Juristische Abhandlung über die Flöhe (de pulicibus). 2. Auflage. Altona, Verlags-Bureau 1864. Kl.-8° (16 x 12 cm.). IV, 97, (1) S. mit Frontispiz und 1 ganzs. Holzschnitt-Illustration (von J. P. Lyser) am Ende. Orig.-Broschurumschlag.
Goed. IV,3, 813, 6d. Hayn-G. II, 639. Rümann 1287. – Erste illustrierte Ausgabe; erschien auch mit 14 weiteren Holzschnitten. Die erste Auflage erschien 1839. – Gelehrtenscherz, Goethe untergeschoben. Bereits 1683 in Marburg als Dissertation veröffentlicht. Inhaltlich weitgehend identisch mit der 1702 in Dresden unter dem Titel „Curiöse Gedanken. Vom Flöhen“ unter dem Pseudonym Opizii Jocoserii erschienenen Schrift des Rechtsgelehrten O. P. Zaunschliffer (1653-1729). – Umschlag angestaubt und etwas fleckig, stellenweise etwas braunfleckig, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Curiosa, Illustrated books, Illustrierte Bücher |
80,-- | ![]() |
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| Strachwitz, Moritz (Karl Wilhelm Anton) v. Neue Gedichte. Breslau, Eduard Trewendt 1848. 8°. VIII, 240 S. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel, Romantikervergoldung und Deckel-Filetten.
ADB XXXVI, 482. Slg. Borst 2323. W.-G.² 2. – Erste Ausgabe. – M. v. Strachwitz (1822-1847) „ist ausschließlich Lyriker in den beiden Sammlungen seiner poetischen Erzeugnisse: „Lieder eines Erwachenden“ (1842) und „Neue Gedichte“ (1848); auch die epischen Motive in den Romanzen unterliegen der lyrischen Grundstimmung, obwohl er sich höchst wahrscheinlich, nach den Ansätzen in den erzählenden Poesien, gerade zu einem hervorragenden Balladendichter entwickelt haben würde. Verwunderlich bleibt in all seinen Versgebilden die vorbildliche Pflege der Form, welch letztere sich in einzelnen Nummern bis zu classischer Vollendung erhebt. Stets wirkt ein frischer, meist ein großer Zug, ein Zug von Begeisterung in den Worten des Dichters. Allenthalben keck und unabhängig, wirst er allen griesgrämlichen Leuten, allen Krämer-, Bedientenseelen, allem Philister- und Spießbürgerthum den Fehdehandschuh hin“ (Ludwig Fränkel in ADB). – Kanten etwas berieben, sehr schönes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Lyrik, Mythologie, Revolution, 1848-1849 |
100,-- | ![]() |
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| Holitscher, Arthur. Der Narrenführer durch Paris und London. Mit fünfzehn Holzschnitten von Frans Masereel. Berlin, S. Fischer (1927). 8°. Titel, 201, (5) S. mit 15 Illustrationen. Illustr. Orig.-Leinenband.
Holstein, Buchumschläge 263. Ritter C a 31. – Seltene zweite Fassung des zuerst 1925 mit dem Titel „Der Narrenbaedeker. Aufzeichnungen aus Paris und London“ erschienen satirisch-zeitkritischen Reiseführers. Der Titel musste auf Einspruch des Verlages Karl Baedeker geändert werden. – „Das XX. Jahrhundert ist das Jahrhundert des Speed; die Entwicklung bewegte sich von der Postkutsche sehr rasch zum Aeroplan vorwärts; ich möchte wissen, was von unserer Zivilisation übrigbliebe, wollten wir die Schnelligkeit, mit der wir von einem Ort zum andern gelangen können, zugleich mit Jazz und Taylorsystem, Gasbomben und anderen Beschleunigungsmitteln, aus unserer Zivilisation wegdenken, abziehen oder streichen. Die große Stadt ist ein einziges Verkehrshindernis. Sie ist unter die Räder der Entwicklung geraten, erledigt, muß verschwinden. Die große Stadt leidet in den Hauptverkehrsadern, besonders um die Stunde der Verdauung, an Kongestionen; sie wird bald an Apoplexie sterben. Man hat sie unterbohrt; die Klistierspritzen der Metro-Untergrundzüge erleichtern sie indes nur ungenügend; an den Straßenecken stauen sich alle zehn Schritte weit Autokolonnen, Omnibusparks; lebende Semaphoren in Schutzmannstracht lenken sie mit Signalen: halt, vorwärts, zurück; nützt alles nichts, die Stadt, ein lebendes Wesen, unterliegt den Gesetzen des Kreislaufs; Embolien wirken auf die Dauer tödlich auf sie wie auf den Menschen“ (S. 7 f. zum Verkehr in Paris). – A. Holitscher (1869-1941) übt bissige Kritik an den politischen Wirren, dem kapitalistischen Großstadtleben sowie der sozialen Ungleichheit in Paris und London der frühen 1920er-Jahre. – Mit kongenialen expresssionistischen Holzschnitten von F. Masereel, die Figuren und Szenen oft leicht karikiert oder grotesk verzerrt dargestellt, um den „Irrsinn“ der Gesellschaft hervorzuheben. – Vorderes Innengelenk geringfügig angeplatzt, sonst sehr gut erhalten. Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Reiseführer |
160,-- | ![]() |
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| Goethe, J(ohann) W(olfgang) v. Reineke Fuchs. In zwölf Gesängen. Unter des Duchlauchtigsten, Deutschen Bundes schützenden Privilegien. Stuttgart und Tübingen, J. G. Cotta 1832. 8°. 229 S. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und Rückenvergoldung.
Fischer, Cotta-Bibliographie 2180. Hagen 429. – Eines von 1000 Exemplaren. Die letzte zu Goethes Lebzeiten erschienene Ausgabe. – Goethe übersetzte den alten, bis ins Mittelalter zurückreichenden Fabelstoff im Jahr 1793 während des Ersten Koalitionskrieges in Hexameter-Verse. Er nutzte die Arbeit als Ablenkung von den politischen Unruhen der Französischen Revolution. – Rücken etwas berieben, stellenweise etwas braunfleckig, gutes Exemplar. Schlagwörter: Fabeln, Reineke Fuchs |
70,-- | ![]() |
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| Almanach – Schütze, St(ephan) (Hrsg.). Taschenbuch für das Jahr 1825. Der Liebe und Freundschaft gewidmet. Frankfurt a. M., F. Wilmans (1824). 12° (12 x 8,5 cm.). Gestoch. Frontispiz, gestoch. Titel, [1] Bl., 302 S. mit 13 Kupfertafeln. Halbleinenband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und Romantikervergoldung.
Goedeke VIII, 53. Köhring S. 134. Lanckoronska-Rümann S. 71 f. Musenalm 392. – „Das 1800-1841 im Verlag von Gerhard Friedrich Wilmans (1764-1830) erschienene Taschenbuch gehörte zu den erfolgreichsten Unternehmungen dieser Art. Die buchkünstlerische Gestaltung und inhaltliche Ausrichtung der Bändchen erinnerte an die von Wilhelm Gottlieb Becker (1753-1813) herausgegebene Reihe mit dem Titel Taschenbuch und Almanach zum geselligen Vergnügen“ (Y.-G. Mix, Kalender? Ey, wie viel Kalender! Literarische Almanache zwischen Rokoko und Klassizismus. Ausstellung im Zeughaus der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel, Nr. 319 ff.). – Gutes Exemplar. Schlagwörter: Almanache, Taschenbücher, Kalender, Romantik |
50,-- | ![]() |
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| Becker, Jurek (eig. Georg B.). Jakob der Lügner. 7. Auflage. Rostock, Hinstorff 1984. 8°. 233, (1) S. Orig.-Leinenband mit Schutzumschlag (von Lothar Reher).
Von Jurek Becker signiert und datiert „13. 11. 92“. – Der 1969 veröffentlichte Roman „gilt als eines der erfolgreichsten Bücher der DDR-Literatur. Der darauf basierende Film war die einzige Filmproduktion der DDR, die für einen Oscar nominiert wurde. … Jakob der Lügner war ursprünglich als Kinofilm angelegt. 1963 wurde Beckers Exposé von der DEFA angenommen. Er arbeitete dann zwei Jahre an dem Drehbuch, das im Februar 1966 in den Produktionsplan der DEFA aufgenommen wurde. Die Produktion wurde jedoch noch vor Beginn der Dreharbeiten im Sommer 1966 abgebrochen, nachdem der beteiligte Regisseur Frank Beyer für seinen Film „Spur der Steine“ von der staatlichen Zensur aus der DEFA verbannt wurde und jahrelang nicht mehr an Filmproduktionen arbeiten durfte. In den folgenden Jahren arbeitete Becker den Stoff zum Roman um, der schließlich 1969 in der DDR beim Aufbau Verlag und 1970 in der Bundesrepublik beim Luchterhand-Verlag (als Eröffnungsband der Reihe Sammlung Luchterhand) erschien“ (Wikipedia). – J. Becker (1937-1997) wurde zusammen mit seinen Eltern nach dem deutschen Überfall auf Polen 1939 ins Ghetto von Lódz deportiert. 1944 kam er mit seiner Mutter, Anette Bekker, zunächst in das KZ Ravensbrück und später nach Sachsenhausen bzw. ins KZ-Außenlager Königs Wusterhausen. Dort wurde er am 26. April 1945 durch die Rote Armee befreit. – Schutzumschlag mit geringf. Randläsuren, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Signierte Bücher |
100,-- | ![]() |
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| Goffin, Robert. Pérou. (Édité par les amis de l’auteur). Bruges, Desclée, Deuwer et Cie (Inprimé) s. d. (1940). Gr.-8° (21,5 x 17,5 cm.). 18 S., [1] Bl. Illustr. Orig.-Broschurumschlag.
Eines von 200 num. Exemplaren. – Mit eigenhändiger Widmung von R. Goffin für Man Ray. – Die letzte Veröffentlichung Goffins in Belgien, bevor er im Mai 1940 in die USA emigrierte. Nachdem er in Belgien die antifaschistische Wochenzeitung Alerte gegründet und sich vehement gegen das Nazi-Regime ausgesprochen hatte, musste er nach dem deutschen Einfall über Frankreich, Spanien und Portugal nach New York fliehen. Er verbrachte dort die Kriegsjahre im Exil und kehrte 1945 nach Belgien zurück. Eine erste, rein touristische USA-Reise unternahm er bereits im Jahr 1939. – Der belgische Jurist und Schriftsteller R. Goffin (1898-1984) gründete bereits 1921 „die Literaturzeitung La Lanterne sourde; auch lud er Blaise Cendrars und Jean Cocteau nach Brüssel ein. 1922 publizierte er einen weiteren Gedichtband mit dem Titel Jazz Bands (Vorwort Jules Romains) – viele weitere Gedichtbände folgten bis 1982. Im Jahr 1923 wurde er Anwalt am Berufungsgericht in Brüssel; 1928 heiratete er. Nebenberuflich befasste er sich mit Jazz und veröffentlichte 1932 Aux Frontiers du Jazz (Éditions Sagittaire, Paris), das häufig als erstes ernstzunehmendes Werk zum Jazz angesehen wird (noch vor den Büchern der Franzosen Hugues Panassié und Charles Delaunay). Er war schon im Vorfeld der Besetzung durch die deutschen Truppen ein Gegner der Faschisten, der sich für die Aufgabe der Neutralität Belgiens und Kampf an der Seite Frankreichs einsetzte“ (Wikipedia). – Tadellos. Schlagwörter: Nummerierte Bücher, Signierte Bücher, Widmungsexemplar |
320,-- | ![]() |
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| Keller, Gottfried. Sieben Legenden. Zürich, Regierungsrat des Kantons Zürich (1956). 8°. 137 S., [1] Bl. mit Frontispiz und Illustrationen von Charles Hug. Orig.-Pergamentband mit goldgepr. Rückenschild und Kopfgoldschnitt in marmoriertem Pappschuber.
Eines von 700 num. Exemplaren; von C. Hug im Druckvermerk signiert. – Schönes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Nummerierte Bücher, Signierte Bücher |
60,-- | ![]() |
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| Joyce, James. Ulysses. New York, Random House (1946). XVII, 767, (1) S. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rückentitel (Einbandgestaltung: Ernst Reichl). (The modern library of the world’s best books).
Rücken etwas angestaubt, gutes Exemplar. |
30,-- | ![]() |
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| Wandt, Heinrich (Louis). Etappe Gent. Streiflichter zum Zusammenbruch. I. Band. Berlin, Buchverlag der „Freien Presse“ o. J. (1920). 8°. 182 S., [1] Bl. Farbig illustr. Orig.-Pappband.
Seltene erste Ausgabe. – Dazu: Derselbe. Etappe Gent. Zweites Hunderttausend, erweiterte Ausgabe. Berlin, Wien, Agis-Verlag 1926. 8°. 176 S. Farbig illustr. Orig.-Kartonumschlag. – Derselbe. Etappe Gent. 240.-250 Tsd. Wien, Agis-Verlag 1926. 8°. 176 S. Orig.-Leinenband. Mit eigenhändiger Widmung von H. L. Wandt „Dem Genossen Willy Schick zum freundlichen Gedenken…″. – Derselbe. Etappe Gent. Streiflichter zum Zusammenbruch. Nie wieder Krieg. I. Band. 3. Auflage, 50. Tausend. Berlin, Buchverlag der „Freien Presse“ o. J. (um 1925). Kl.-8°. 182 S., [1] Bl. Orig.-Broschur. – Derselbe. Erotik und Spionage in der Etappe Gent. (Band II). Erste Ausgabe. Wien, Berlin 1928. 8°. 208 S. Illustr. Orig.-Kartonumschlag (von John Heartfield). – Derselbe. Das Justizverbrechen des Reichsgerichts an dem Verfasser der „Etappe Gent“. Berlin, Verlag „Der Syndikalist“ Fritz Kater 1926. Gr.-8°. 28 S. Illustr. Orig.-Kartonumschlag. – Derselbe. Der Gefangene von Potsdam. 2 Bände. Wien, Berlin, Agis-Verlag 1927. 8°. 206 S., [1] Bl.; 207, (1) S. Illustr. Orig.-Kartonumschläge. – Haufe/Rettej, Heartfield 97 f. (Band II). Holstein, Buchumschläge 438 ff. (Abbildungen von I, II, IV und V.). NDB XXVII, 402. – Interessante Sammlung zu dem bedeutendenen Enthüllungs- und Antikriegsbuch, welches in der Weimarer Republik einen der größten politischen Skandale auslöste. – H. L. Wandt (1890-1965) arbeitete 1912 „kurzzeitig als Redaktionssekretär der sozialdemokratischen Frauenzeitschrift „Die Gleichheit“. Noch im selben Jahr zum Militärdienst eingezogen, desertierte W. 1913 nach Paris. Im März 1914 stellte er sich, verbüßte acht Monate Haft in einem Militärgefängnis und kam nach seiner Entlassung an die Westfront. Im Frühjahr 1915 wurde W. als nicht mehr frontdienstfähig zur Etappen-Inspektion 4 nach Gent versetzt, wo er bis 1918 bei der Kriegszeitung der 4. Armee tätig war. Nach Kriegsende arbeitete er als Redakteur der linksradikalen Tageszeitung „Freie Presse“ in Berlin. In deren Verlag erschien 1920 W.s Buch „Etappe Gent, Streiflichter zum Zusammenbruch“ (zahlr. Nachdrr., niederl. u. franz. Übers.), in dem er am Beispiel namentlich genannter Offiziere und ihrer Verfehlungen die endemische Korruption der dt. Besatzungsherrschaft im belg. Etappengebiet anprangerte. Ein zweiter Band, der wegen seines von John Heartfield (1891–1968) gestalteten, als moralisch anstößig empfundenen Umschlags bald vom Markt genommen werden mußte, erschien 1928. … W.s Buch brachte ihm zahlreiche Beleidigungsklagen ehemaliger Offiziere ein. Nachdem der Oberreichsanwalt beim Reichsgericht im Okt. 1921 ein Verfahren wegen des Diebstahls von Akten aus dem Reichsarchiv eröffnet hatte, wurde W. bis Jan. 1922 in Haft genommen, dann jedoch aufgrund mangelnden Tatverdachts entlassen. Um weiterer justizieller Verfolgung zu entgehen, floh W. in das belg. besetzte Aachen, dann nach Belgien. 1923 wurde er in Düsseldorf verhaftet und des Landesverrats angeklagt. Die Verhandlung vor dem Reichsgericht im Dez. 1923 begann mit der Verlesung von Abschnitten aus „Etappe Gent“ durch den Richter, was verdeutlicht, daß W. letztlich wegen seiner kriegskritischen Veröffentlichungen vor Gericht stand. W. wurde zu sechs Jahren Zuchthaus verurteilt. Zeitungen in Belgien und den USA bezeichneten das Verfahren als „deutschen Dreyfusprozeß“. Öffentlicher Druck, u. a. durch den SPD-Abgeordneten Paul Levi (1883–1930) im Reichstag, führte dazu, daß W. 1926 begnadigt wurde“ (B. Ziemann in NDB). – Interessant ist besonders die „Einbandillustration des Pappbands in Rot, Schwarz und Lila mit provokanter Darstellung eines Offiziers, der mit einer Prostituierten Champagner trinkt“; die Umschlagillustration zu „Das Justizverbrechen…“ „Richter beim Versuch Justitia zu vergewaltigen“ sowie die „Photomontage über beide Deckel und Rücken in Rot und Schwarz von John Heartfield (vorn: Offizier mit Mädchen, rückseitig halbbekleidete Frau). Erste Fassung des Heartfield-Umschlags (wie hier vorliegend), der sofort nach Erscheinen der Zensur zum Opfer fiel“ (J. Holstein). – Umschläge und die Gelenke des Pappbands restauriert, sonst alle Bände von Alters- und Gebrauchsspuren abgesehen gut erhalten. – Zusammen 7 Bände; die Erstausgabe, die erste Fassung von Band II und die beiden Bände von „Der Gefangene…“ mit den illustr. Kartonumschlägen sehr selten. Schlagwörter: Pazifismus, Signed books, Signierte Bücher, Weimarer Republik, Weltkrieg <1914-1918>, Weltkrieg I, Widmungsexemplar |
1.000,-- | ![]() |
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| Hugo, Victor. Le Rhin. Illustrations par J(ean)-A(dolphe) Beauce et (Dieudonné-Auguste) Lancelot Paris, (J. Hetzel), Jules Bonaventure, imprimateur s. d. (1842). 4°. 160 S. mit 63 Holzstichen im Text. Dunkelgrüner Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel.
Carteret I, 412. Vicaire IV, 298. – Sehr seltener Erstdruck der Schilderung von Hugos 1838 bis 1840 unternommenen Rheinreisen. Das Buch erschien im selben Jahr mit dem Untertitel „Lettres à un ami“ bei J. Hetzel und basiert auf Hugos Reisen in den Jahren 1838, 1839 und 1840 sowie den Briefen, die er während dieser Reisen schrieb. Er bearbeitete und erweiterte die Briefe für die Veröffentlichung, wobei er historische Werke, Reiseführer, Sagen und Legenden heranzog, und fügte das ausführliche Schlusswort hinzu. Der vorliegende Erstdruck mit der Preisangabe „10 centimes“ enthält die ersten 23 Briefe mit 63 meist halbseitigen Holzstich-Ansichten von Reims (Cathédrale), Aix-La-Chapelle, Köln, Mainz, Rheinfels, Lorelei-Felsen, Oberwesel, Frankfurt am Main, Koblenz u.v.m.). – Ein Blatt mit größerem Einriß (S. 103/104 mit der Ansicht von Frankfurt), sonst sehr gut erhalten und dekorativ gebunden. Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Reiseberichte, Reisebeschreibungen, Rhein |
160,-- | ![]() |
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| Sammlung; Klassiker der deutschen Literatur des 18. und 19. Jahrhunderts. 51 Werke in 184 Bänden. Deutschland, Österreich und Schweiz 1769-1914.
Dabei: 1 Auerbach, Berthold (d. i. Moses Baruch Auerbacher). Gesammelte Schriften. Erste, neu durchgesehene Gesammtausgabe. 20 Bände in 10. Stuttgart und Augsburg, J. G. Cotta 1857-1858. 8°. Orig.-Halblederbände mit goldgepr. Rückentiteln und Rückenvergoldung. – Goedeke NF 520, 831. – Erste Gesamtausgabe. – 2 (Claudius, Matthias). Asmus omnia sua Secum portans, oder Sämmtliche Werke des Wandsbecker Bothen Erster und zweyter Theil. Hamburg, beym Verfasser und in Commission bey Fr. Perthes (1775). Kl.-8°. XVI, 232 S. mit Frontispiz und 2 Tafeln. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und reicher Rückenvergoldung. – Slg. Borst 304. Goedeke IV/1, 978, 8. – Erste Ausgabe. – Bis 1812 erschienen 8 Teile. – 3 Claudius, Matthias. Asmus omnia sua secum portans oder Sämmtliche Werke des Wandsbecker Bothen. 7. wohlfeile Auflage mit vielen Holzschnitten und Kupferstichen nach (Daniel) Chodowiecki. 8 Teile in 2 Bänden. Hamburg und Gotha, Friedrich und Andreas Perthes 1844. 8°. Orig.-Leinenbände mit Romantikervergoldung und goldgepr. Deckel-Vignetten. – Gutes Exemplar in den dekorativen Verlagseinbänden. – 4 Dickens, Charles. Große Erwartungen. Aus dem Englischen von Julius Seybt. 2 Teile in 1 Band. Leipzig, L. Wiedemann o. J. (1862). Kl.-8°. [2] Bl., 280 S.; [2] Bl., 250 S. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rückentitel und Romantikervergoldung. (Boz (Dickens) Gesammelte Werke, Band 25). – Erste Ausgabe dieser Übersetzung. – 5 Ebers, Georg (Moritz). Eine ägyptische Königstochter. Historischer Roman. 2. Auflage. 3 Bände. Stuttgart, Eduard Hallberger 1869. 8°. XVIII, 194 S.; 247 S.; 267 S. Orig.-Leinenbände mit goldgepr. Rückentiteln und Rückenvergoldung. – Kosch III, 768. – Der erste Roman des Berliner Ägyptologen und Schriftstellers G. M. Ebers (1837-1898) erschien zuerst 1864. – „Beginnend mit Eine ägyptische Königstochter (1864) verfasste Ebers zahlreiche historische Romane, die auf großes Leserinteresse stießen. Neben Felix Dahn galt er als der bedeutendste Vertreter des „Professorenromans“. Die Themen der Romane wählte er teilweise aus dem Umfeld seiner wissenschaftlichen Arbeit, also der ägyptischen Geschichte, aber auch aus anderen Epochen, z. B. dem Mittelalter“ (Wikipedia). – 6 Epigrammenlese aus Martial für die oberen Klassen gelehrter Schulen. Epigrammatische Anthologie aus griechischen und römischen Dichtern erstes (und) zweites Bändchen. 2 Teile in 1 Band. Frankfurt am Main, Varrentrapp und Wenner 1808. 8°. X, 131 S.; [2] Bl., 136 S., [2] Bl. Halblederband der Zeit. – 7 Gellert, C(hristian) F(ürchtegott). Fabeln und Erzählungen. In drey Büchern. Neue Auflage. 3 Teile in 1 Band. Frankfurt und Leipzig o. J. (um 1800). Kl.-8° XXXII, 221 S. Halblederband der Zeit mit Rückenvergoldung. – Vgl. Goedeke IV 26,7. – Erschien zuerst 1746-1748. – „Die Fabeln waren das einzige wirklich allgemein in allen Ständen gelesene poetische Buch des ganzen Jahrhunderts. Der Buchhändler Breitkopf hatte Bedenken gegen die Übernahme des Verlags, so daß Gellert seine Fabeln an Johann Wendler gab, der an Gellerts Schriften reich wurde“ (Goedeke). – 8 Gellert, C(hristian) F(ürchtegott). Sämmtliche Schriften. Mischauflage. Erster und fünfter bis siebenter Theil (von 10), 4 Bände. Berlin und Stettin, Joachim Pauli 1770-1776. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern und floraler Rückenvergoldung. – 9 Gelzer, Johann Heinrich. Die deutsche poetische Literatur seit Klopstock und Lessing. Nach ihren ethischen und religiösen Gesichtspunkten. Leipzig, Weidmann 1841. XII, 492 S. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und dezenter Rückenvergoldung. – 10 Goethe, (Johann Wolfgang v.). Goethe’s Werke. Sechster Band. Stuttgart und Tübingen, J. G. Cotta 1816. 8°. 458 S. Pappband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild. – Mit den Theaterstücken: Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand; Egmont; Stella; Clavigo. – 11 Goethe, Johann Wolfgang v. Schriften. Band I. Leiden des jungen Werthers. Erster und zweiter Theil. (Carlsruhe, Schmieder 1778). Kl.-8°. 300 S. Halblederband der Zeit. (Sammlung der besten deutschen prosaischen Schriftsteller und Dichter, Band 79). – Ohne den Haupttitel. – Rücken unten mit kl. Fehlstelle, Deckel fleckig, sonst gut erhalten. -12 Goethe, Johann Wolfgang v. Werke. Auswahl. 12 Teile in 6 Bänden. Stuttgart, J G. Cotta 1867. 8°. Orig.-Halblederbände mit Romantikervergoldung. – Vollständige erste Abteilung; insgesamt erschienen 36 Teile in 18 Bänden. – Mit den Gedichten und Liedern und den Hauptwerken (Reineke Fuchs, Faust, Wahlverwandtschaften, Wilhelm Meister, Wahrheit und Dichtung u. a.). – 13 Hauff, Wilhelm. Sämmtliche Werke. Mit des Dichters Leben von Gustav Schwab. Fünfte Gesammtausgabe. Zweiter Abdruck. Erster Band (von 5). Stuttgart, Rieger 1853. Kl.-8°. Halblederband der Zeit mit Romantikervergoldung. – Goedeke IX, 212 g. – 14 Hauff, Wilhelm. Sämmtliche Werke. Geordnet und mit einem Vorwort versehen von Gustav Schwab. 1.—9. Band und 16.-30. Band (von 36) in 8 Bänden. Stuttgart, Friedrich Brodhag 1830. 12° (13 x 8,5 cm.). Mit lithogr. Porträt-Frontispiz. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern und Rückenvergoldung. – Goedeke IX, 211, 23 a, alpha. – Erste Gesamtausgabe. – 15 Herder, Johann Gottfried v. Sämmtliche Werke. Zur schönen Literatur und Kunst. (Herausgegeben von Johannes v. Müller, Johann Georg Müller und Christian Gottlob Heyne). Erster bis neunzehnter Theil (von 20). Stuttgart und Tübingen, Cotta 1827-1830. Kl.-8°. Pappbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern und Linienvergoldung. – Goedeke IV 1, 737, 123. – Zweite Gesamtausgabe. – 16 Herder, Johann Gottfried v. Sämmtliche Werke. Zur Philosophie und Geschichte. (Herausgegeben von Johannes v. Müller, Johann Georg Müller und Christian Gottlob Heyne). Erster, Zweiter und sechzehner bis zweiundzwanzigster Theil (10 Bände von 22). Stuttgart und Tübingen, Cotta 1827-1830. Kl.-8°. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern und Rückenvergoldung. – Goedeke IV 1, 737, 123. – Zweite Gesamtausgabe. – 17 Herder, Johann Gottfried v. Sämmtliche Werke. Zur Religion und Theologie. (Herausgegeben von Johannes v. Müller, Johann Georg Müller und Christian Gottlob Heyne). Zweiter Theil und fünfzehnter bis achtzehnter Theil (5 Bände). Stuttgart und Tübingen, Cotta 1827-1830. Kl.-8°. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern und Rückenvergoldung. – Goedeke IV 1, 737, 123. – Zweite Gesamtausgabe. – 18 Hölty, Ludwig Christoph Heinrich. Gedichte. Besorgt durch seine Freunde Fried(ich) Leopold Grafen zu Stollberg und Johann Heinrich Voss. Carlsruhe, Bureau der deutschen Classiker 1823. 8°. XXXX, 166 S. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und Linienvergoldung. – 19 Homerus. Homers sämmtliche Werke. Herausgegeben von Abraham Voss. Erster Theil. Homers Ilias übersetzt von Friedrich Leopold Graf zu Stolberg. Neuer Abdruck. Leipzig, Imanuel Müller 1843. 8°. [4] Bl., 512 S. Pappband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und Linienvergoldung. – Abraham Voß hatte die erste Fassung von seines Vaters Odysseeübertragung (Hamburg, auf Kosten des Verfassers 1781) erstmals 1837 um dessen nachgelassene Anmerkungen vermehrt herausgegeben und ergänzt sie hier um Stolbergs Iliasübersetzung (Leipzig 1778), auf die J. H. Voß sich in seinem vorangestellten Widmungsgedicht bezieht. – 20 Iffland, August Wilhelm. (Theatralische Werke). Elise von Valberg. Ein Schauspiel in Fünf Aufzügen. – Die Mündel. Ein Schauspiel in fünf Aufzügen. – Albert von Thurneisen. Ein bürgerliches Trauerspiel in vier Aufzügen. – Die Jäger. Ein ländliches Sittengemälde in fünf Aufzügen. 4 Theaterstücke in 1 Band. Leipzig, Georg Joachim Göschen, Augsburg, o. Dr., Mannheim, Schwan und Berlin, Georg Jacob Decker 1785-1792. Kl.-8°. Pappband der Zeit mit Rückenschild. – Erste Ausgaben. – Sammelband mit vier Theaterstücken. – 21 Immermann, Karl (Leberecht). Münchhausen. Eine Geschichte in Arabesken. 2 Teile (von 4) in 1 Band. Berlin, A. Hofmann & Comp. 1858. IV, 228 S.; IV, 178 S., [1] Bl. Orig.-Leinenband mit Romantikervergoldung. – Immermanns berühmter satirischer Roman erschien zuerst 1838-1839. Dieses Hauptwerk des deutschen Vormärz verbindet fantastische Lügenmärchen mit einer scharfen sozialkritischen Satire auf die westfälische Agrargesellschaft. Berühmt wurde der Roman besonders durch den darin enthaltenen, eigenständigen Unterroman „Der Oberhof“, der die soziale Realität seiner Zeit abbildet. – 22 Jean Paul (d. i. Johann Paul Friedrich Richter). Ausgewählte Werke. 16 Bände in 8. Berlin, G. Reimer 1847-1849. 8°. Mit 1 gestoch. Porträt und gefaltetem Handchriften-Faksimile. Orig.-Leinenbände mit goldgepr. Rückentiteln und Romantikervergoldung. – Berend 173 a. – Erste Ausgabe der Sammlung. – 23 Kerner, Justinus. Kerners Werke. Auswahl in sechs Teilen. Herausgegeben und mit einem Lebensbild versehen von Raimond Pissin. 6 Teile in 2 Bänden. Berlin, Leipzig, Wien, Stuttgart, Deutsches Verlags-Haus Bong & Co. (1914). 8°. Mit 1 Portrait und 1 gefalt. Handschriften-Faksimile. Orig.-Halblederbände mit goldgepr. Rückentiteln und reicher Rückenvergoldung. (Goldene Klassiker-Bibliothek). – Erste Ausgabe der maßgeblichen Gesamtausgabe. – Schönes Exemplar in den prachtvollen Jugendstil-Einbänden. – 24 Klopstock, (Friedrich Gottlieb). Sämmtliche Werke. 11 (statt 12) Bände. Leipzig, Georg Joachim Göschen 1823. Kl.-8°. Halblederbände mit goldgepr. Rückenschildern und Rückenvergoldung. – Goedeke IV/1, 177, 57. – Erste Gesamtausgabe. – Band 10 fehlt. – 25 Körner, Theodor. Sämmtliche Werke. Neue Ausgabe. Vollständig in zwei Bänden. 2 Bände. Reutlingen, Fleischhauer und Spohn 1833-1834. Kl.-8°. 2 Bl., VI, 390 S.; 2 Bl., 544 S. Pappbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern und Linienvergoldung. – Vgl. Goedeke VII, 844, 31. Stellenweise etwas braunfl., gutes dekorativ gebundenes Exemplar. 26 Lessing, G(otthold) E(phraim). Gesammelte Werke. Neue rechtmäßige Ausgabe. 10 Bände in 5. Leipzig, G. J. Göschen 1855-1856. 8°. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückentiteln und Rückenvergoldung. – Goedeke IV/1, 344, 8. Seifert 9. 2. – Unveränderte zweite Auflage der zuerst 1841 erschienenen Gesamtausgabe. – Stellenweise etwas braunfleckig, gutes dekorativ gebundenes Exemplar. – 27 Mahlmann, Siegfried August. Sämmtliche Gedichte. Prachtausgabe mit vielen Illustrationen, Mahlmann’s Biographie und Portrait. 4. Auflage Leipzig, Renger (F. Volckmar) o. J. (1845). Kl.-8°. XXXVI, 134 S. mit Porträt-Frontispiz und Holzstich-Vignetten im Text. Orig.-Leinenband mit Romantikervergoldung. – Vgl. Goedeke V, 550, 10. – Erste illustrierte Ausgabe der zuerst 1825 erschienenen Gedicht-Sammlung. – 28 Maler-Müller, (Friedrich). Dichtungen. In zwei Theilen. Mit Einleitung herausgegeben von Hermann Hettner. 2 Teile in 1 Band. Leipzig, F. A. Brockhaus 1868. 8°. XVI, 242 S.; [3] Bl., 220 S. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und Linienvergoldung. (Bibliothek der Deutschen Nationalliteratur des achtzehnten und neunzehnten Jahrhunderts). – Meyer 258. – Die Ausgabe enthält die Idyllen, Lieder und Balladen des Maler-Dichters Friedrich Müller (1749 – 1825) sowie seine Dramen „Fausts Leben. Fragment“, „Golo und Genoveva“ und „Niobe“. – 29 Manzoni, Alessandro. Die Verlobten. Eine mailänder Geschichte aus dem siebzehnten Jahrhunderte. Aufgefunden und erneut aus dem Italienischen übersetzt von Eduard v. Bülow. 2. völlig umgearb. Auflage. 2 Bände Leipzig, F. A. Brockhaus 1837. 8°. XXIII, 426 S.; 432 S. Orig.-Leinenbände mit Romantikervergoldung. – Vgl. GV II, 398. – Zweite deutsche Ausgabe einer der bedeutendsten Romane der italienischen Literatur. – 30 Meyer, Conrad Ferdinand. Novellen. 15. Auflage. 2 Bände. Leipzig, H. Haessel 1900. 8°. [2] Bl., 354 S.; [3] Bl., 404 S. Orig.-Halblederbände mit goldgepr. Rückentitel und dezenter Rückenvergoldung. – Die berühmten Novellen erschienen zuerst 1885. – 31 Musäus, J(ohann) K(arl) A(ugust). Volksmährchen der Deutschen. Mit einem Vorwort von Fr(iedrich) Jacobs. Erster Theil (von 2). Stuttgart, A. F. Macklot 1829. Kl.-8°. Pappband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild. – Goedeke IV 1, 580, 5. – Dritte Auflage der zuerst 1804 bis 1805 erschienenen Kunstmärchen. Enthält die bekannten Märchen „Die Bücher der Chronika der drei Schwestern“, „Rolands Knappen“, „Legenden von Rübezahl“ und vier andere. – 32 Nürnberger, Joseph Emil. Ernste Dichtungen. Kempten, Tobias Dannheimer 1841. 369 S. mit gestoch. Portrait des Verfassers. Lederband der Zeit mit golgepr Rückentitel, Rücken- und Deckelvergoldung und Goldschnitt. – Goedeke X, 177, 15. – Erste Ausgabe. – 33 Ramler, Karl Wilhelm. Kurzgefaßte Mythologie oder Lehre von den fabelhaften Göttern, Halbgöttern und Helden des Alterthums. In zwey Theilen, nebst einem Anhange, welcher die Allegorie und ein vollständiges Register enthält. Vierte verbesserte Auflage. 2 Teile in 1 Band. Berlin, Maurer 1820. 8°. XVIII S., [1] Bl., 202 S.; [1] Bl., S. [223] – 570 mit 14 Kupfertafeln. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und dezenter Rückenvergoldung. – Goedeke IV1, 182, 54. – Zuerst 1790 erschienen; eines der populärsten Werke des „deutschen Horaz“. – Stelllenweise etwas braunfleckig, gutes dekorativ gebundenes Exemplar. – 34 Salis(-Seewis), J(ohann) G(audenz) v. Gedichte. Neue Auflage. Stuttgart, August Friedrich Macklot 1811. Kl.-8°. 132 S. Marmorierter Pappband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild, Rückenvergoldung und Deckel-Filetten. – Goedeke. V, 430. – Zuerst 1793 von F. Matthisson herausgegebenen Gedichte. – Der schweizer Lyriker J. G. v. Salis-Seewis (1762-1834), war 1779-89 Offizier in der Schweizer Garde des franz. Königs und hatte später hohe militär. Ämter in seiner Heimat inne. „Seine formsichere, wehmütig-zarte Lyrik besingt Natur und Heimat und verbindet eine an Hölty erinnernde Seelenstimmung mit Matthissons Klassizismus.“ – Dekorativ gebundenes Exemplar. – 35 Schiller, Friedrich. Sämmtliche Werke. (Herausgegeben von Christian Gottfried Körner). Mit Grossherzoglich Badischem gnädigsten Privilegio. 17 Bände (von 18). Carlsruhe, Büreau der deutschen Classiker 1823. 8°. Pappbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern. – Vgl. Goedeke V, 142. Trömel-Marcuse 4. – Karlsruher Nachdruck der ersten Gesamtausgabe. – Band 2 und 4 fehlen. – 36 Schiller, (Friedrich). Schillers Briefwechsel mit (Christian Gottfried) Körner. Von 1784 bis zum Tode Schillers. 4 Bände. Leipzig, Beit und Comp. 1847. 8°. Orig.-Leinenbände mit goldgepr. Rückentiteln und Romantikervergoldung. – Goedeke V, 110, 29. – Erste Ausgabe. – Christian Gottfried Körner war mit Schiller seit 1784, also dem Jahr, als der Dichter Mannheim verließ, eng befreundet. Er war der Herausgeber der ersten Schiller-Gesamtausgabe. – Schönes Exemplar in den dekorativen Verlagseinbänden. – 37 Schulze, Ernst. Cäcilie. Ein romantisches Gedicht in zwanzig Gesängen. 2 Bände. Leipzig, F. A. Brockhaus 1818. Kl.-8°. [4] Bl., XXIV, 378 S., [3] Bl.; [4] Bl., 368 S. Pappbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern und Linienvergoldung. – W.-G.² 4. – Erste Ausgabe. – 38 Seneca, L(ucius) A(nnaeus). Briefe des L. A. Seneka aus dem Lateinischen übersetzt und mit den über diese Verteutschung im Druck erschienenen Urtheilen und einer neuen Vorrede herausgegeben von Albrecht Christoph Kayser. Regensburg, Montagische Buchhandlung 1788. 8o. 15 S., [14] Bl., 224 S., [10] Bl. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und floraler Rückenvergoldung. – VD18 11465883. – Erste Ausgabe dieser Übersetzung. – 39 Shakespeare, William. William Shakspere’s dramatische Werke. Übersetzt und erläutert von Adelbert Keller und Moritz Rapp. Zweite Ausgabe. 8 Bände. Stuttgart, J. B. Metzler 1854. Kl.-8°. Halblederbände der Zeit mit jeweils 2 goldgepr. Rückenschildern und dezenter Rückenvergoldung. – Seltenere Shakespeare-Übersetzung von Adelbert Keller (1812-1883) und Moritz Rapp (1803-1883), jeweils mit kurzer Einführung zu jedem Drama. – „Von den Uebersetzungen ist die Shakespeare’s wegen großer Freiheit gegen das Original zu nennen; diese Freiheit geht bis zur Veränderung scenischer Anordnungen und des Schauplatzes sammt den Personennamen; was bei minder weltbekannten Stücken leichter ertragen wird, das wirkt z. B., wenn Ophelia der Correctheit des dänischen Kostüms halber zu einer Ingeborg wird, geradezu unerträglich“ (ADB 27, 298). – 40 (Sintenis, Christian Friedrich). Stunden für die Ewigkeit gelebt. Vom Verfasser von Hallo’s glücklichen Abend. Erster Theil (von 2). Frankfurt und Leipzig, 1792. 8°. 252 S. mit gestoch. Frontispiz. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und Linienvergoldung. – VD18 90421833. – Zweite Ausgabe des ersten Teils. – 41 Strauß, Friedrich. Glockentöne. Erinnerungen aus dem Leben eines jungen Geistlichen. 3. Auflage. 3 Teile in 2 Bänden. Elberfeld, Heinrich Büschler 1819. Kl.-8°. [8] Bl., 169 S., [2] Bl.; [2] Bl., 183 S., [2] Bl.; 268 S., [2] Bl. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern, Rückenvergoldung und Deckel-Filetten. – Goedeke X, 257. – Erschien zuerst 1815. – 42 Stutz, Jakob. Neue Sammlung der Gemälde aus dem Volksleben. Nach der Natur aufgenommen in gereimten Gesprächen Zürcherischer Mundart. Zürich, Schulthess 1832. 8°. X, 240 S. Pappband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild. – 43 Thümmel, M(oritz) A(ugust) v. Sämmtliche Werke. 8 Bände. Leipzig, G. J. Göschen 1853-1854 8°. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückentiteln und Linienvergoldung. – Vgl. Goedeke IV/1, 583, 25, 7 (erste Gesamtausgabe, ebda. 1811 ff.). – 44 Uhland, Ludwig. Gedichte. 45. Auflage. Stuttgart, Cotta 1863. 8°. XVI, 459 S., [2] Bl. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rückentitel und Rückenvergoldung. – 45 Uhland, Ludwig. Gedichte und Dramen. Volksausgabe. 2 Teile in 1 Band. Stuttgart, J. G. Cotta 1863. 8°. XIV, 277 S.; VIII, 259 S. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rückentitel und Linienvergoldung. – 46 Usteri, Johann Martin. Dichtungen in Versen und Prosa. Nebst einer Lebensbeschreibung des Verfassers herausgegeben von David Heß. 3 Bände. Berlin, G. Reimer 1831. 8°. XCVIII, 288 S.; IV, 414 S., [2] Bl.; III, 424 S., [1] Bl. mit lithogr. Frontispiz-Porträt. Orig.-Leinenbände mit goldgepr. Rückentiteln und Romantikervergoldung. – Slg. Borst 1642. Goedeke XII, 77, 21. – Erste Gesamtausgabe. – Der Mundart- und Idyllendichter Usteri hatte 1783/84 eine Deutschlandreise unternommen, in deren Verlauf er Goethe, Klopstock und Claudius kennenlernte. Er ist der Verfasser des berühmten Gedichtes „Freut euch des Lebens“ (I, 3-5), das von Nägeli vertont wurde. – 47 Uz, J(ohann) P(eter). Sämmtliche poetische Werke. Erster (und) zweyter Band. 2 Bände. Carlsruhe, Christian Gottlieb Schmieder 1776. 8°. [6] Bl., 269 S.; [2] Bl., 275, (1) S. mit wdh. Titelvignette und 6 gestoch. Kopfvignetten. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern und Linienvergoldung. – Vgl. Goedeke IV/1, 90, 7a. Hayn-Gotendorf VIII, 57. – Karlsruher Nachdruck der ersten Gesamtausgabe der Gedichte (Leipzig 1768). Der zweite Band mit den Briefen (S. 195 ff.). – Stellenweise etwas braunfleckig, gutes dekorativ gebundenes Exemplar. – 48 (Wieland, Christoph Martin). Der Goldne Spiegel, oder die Könige von Scheschian. Eine wahre Geschichte. Aus dem Scheschianischen übersetzt. Erster, dritter und vierter Theil (von 4) in 3 Bänden. Leipzig, M. G. Weidmanns Erben und Reich 1772. Kl.-8°. Mit 3 gestochenen Frontispizen und 3 gestochenen Titelvignetten von Geyser nach Mechau. Kalbslederbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern und reicher Rückenvergoldung. – Goedeke IV/1, 555, 66. Holzmann-Bohatta IV, 3260. VD18 11041021. – Erste Ausgabe des in der Tradition des antiken philosophisch-didaktischen Staatsromans stehenden Fürstenspiegels, erschienen in einer Auflage von 2500 Exemplaren. „Dieser Fürstenspiegel, mit dem Wieland seine ‚Hoffähigkeit‘ erweisen wollte, an der man nach den frivolen Verserzählungen seiner Jugend zweifelte, trug ihm 1772 die Berufung zum Erzieher Karl Augusts, des Sohnes der Herzogin Anna Amalia von Sachsen-Weimar ein“ (KLL III, 978 ff.). – 49 (Wieland, Christoph Martin). Der Goldne Spiegel, oder die Könige von Scheschian. Eine wahre Geschichte. Aus dem Scheschianischen übersetzt. Erster bis vierter Theil. 4 Bände. Carlsruhe, Christian Gottlieb Schmieder 1777. Kl.-8°. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern und floraler Rückenvergoldung. (Sammlung der besten deutschen prosaischen Schriftsteller, 52.-55. Theil). – Vgl. Goedeke IV/1, 555, 66. Holzmann-Bohatta IV, 3260. VD18 11041021. – In der Tradition des antiken philosophisch-didaktischen Staatsromans stehenden Fürstenspiegels, erschienen in einer Auflage von 2500 Exemplaren. „Dieser Fürstenspiegel, mit dem Wieland seine ‚Hoffähigkeit‘ erweisen wollte, an der man nach den frivolen Verserzählungen seiner Jugend zweifelte, trug ihm 1772 die Berufung zum Erzieher Karl Augusts, des Sohnes der Herzogin Anna Amalia von Sachsen-Weimar ein“ (KLL III, 978 ff.). – 50 (Wieland, Christoph Martin). Die Grazien. Carlsruhe, Christian Gottlieb Schmieder 1777. 8°. 346 S. mit Titelvignette in Holzschnitt. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und floraler Rückenvergoldung. (Sammlung der besten deutschen prosaischen Schriftsteller und Dichter, Band 51). – Vgl. Goedeke IV/I, 555, 63. – Karlsruher Nachdruck der Erstausgabe von 1770. – 51 Young, Edward. Klagen, oder Nachtgedanken über Leben, Tod, und Unsterblichkeit. Zweyter Band (von 5). 2., verb. Aufl. Braunschweig, Schröder Erben 1769. 8°. [1] Bl., 357 S. Kalbslederband der Zeit mit 2 goldgepr. Rückenschildern und reicher floraler Rückenvergoldung. – Alle Bände von Alters- und Gebrauchsspuren abgesehen gut erhalten und in zeitgenössischen Einbänden; repäsentative Sammlung. Schlagwörter: Büchersammlung, Bücherwand |
1.600,-- | ![]() |
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| (Wieland, Christoph Martin). Agathon. (Motto) Quid Virtus et quid Sapientia possit. Erster bis vierter Theil. 4 Bände. Leipzig, Weidmanns Erben und Reich 1773 Kl.-8° (16,5 x 11 cm.). XVI, 358 S.; 316 S.; 304 S.; 286 S., [20] Bl. (Subskribenten-Verzeichnis) mit 1 gestoch. Titelvignetten von Christian Gottlieb Geyser und Jacob Wilhelm Mechau und 3 wdh. Titelvignetten in Holzschnitt. Halblederbände der Zeit mit jeweils 2 goldgepr. Rückenschildern und floraler Rückenvergoldung.
Slg. Borst 165 (Anm.). Deusch 28b, Goedeke IV/1, 552, 53. Günther/Zeilinger 574. Rümann 1248 (nennt nur die Vignette, die er irrtüml. Meil zuschreibt). VD18 1114467X. – Erste Ausgabe der umgearbeiteten Fassung der „Geschichte des Agathon“ (Frankfurt und Leipzig 1766-1767). – Die neue Ausgabe wurde inhaltlich um die „Geschichte der Danae“ und einen „Schluß des ganzen Werkes“ vermehrt. – „Wieland beseitigte ferner satirisch-polemische Stellen und Gegenwartsanspielungen, literarische Allusionen und Zitate, auch griff er unter dem Einfluss von F. Jacobi ändernd in den Dialog zwischen Hippias und Agathon ein. Neu hinzu kamen ferner der Vorbericht „Über das Historische im Agathon“ und die dazu gehörigen historischen Anmerkungen“ (Fritz Martini in Wieland Werke, München 1964, S. 891). – Im Subskribentenverzeichnis S. Gessner, „Doctor Göthe, in Frankfurt“, J. G. Herder, A. v. Kalb, „Madame Karschin, in Berlin“, „Professor Lichtenberg, in Göttingen“, F. Nicolai u. a. – Stellenweise etwas braunfleckig, schönes dekorativ gebundenes Exemplar. |
450,-- | ![]() |
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| (Wieland, Christoph Martin). Musarion, oder die Philosophie der Grazien. Ein Gedicht, in drey Büchern. Leipzig, M. G. Weidmanns Erben und Reich 1769. Kl.-8° (16 x 9,5 cm.). Titel, XX, 128 S. mit gestoch. Titelvignette und 6 gestoch. Vignetten von Johann Stock nach Adam Friedrich Oeser. Halbpergamentband um 1900 mit goldgepr. Rückenschild und dezenter Rückenvergoldung.
Deusch 13 a. Goedeke IV/1, 553, 55. Hayn-Gotendorf VIII, 413. Holzmann-Bohatta III, 5550. Rümann 1256. – Erste illustrierte und erweiterte Ausgabe, nun mit der aufschlussreichen Vorrede an „Herrn Creyßsteuereinnehmer Weisse in Leipzig“. – „Zweifellos ist es – auch innerhalb Wielands Werk – eines der anmutigsten und reizvollsten Beispiele für Rokokopoesie“ (KLL 6522). – Exlibris, sauberes und dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher |
160,-- | ![]() |
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| Engelhard, (Magdalene) Philippine, geborene Gatterer. Gedichte. Zwote Sammlung. Göttingen, Johann Christian Dieterich 1782. Kl.-8° (14,5 x 9 cm.). [12] Bl., 294 S., [3] Bl. mit 4 Kupfertafeln von D(aniel) Chodowiecki und E(rnst Ludwig) Riepenhausen und 4 gefaltete Musik-Beilagen. Halblederband mit goldgepr. Rückenschild und floraler Rückenvergoldung.
ADB VI, 136. Goedeke IV/1, 417, 36. VD18 8037123X. – Seltene erste Ausgabe der zweiten Gedicht-Sammlung mit einem umfangreichen Subskribenten-Verzeichnis (darunter auch Georg Christoph Lichtenberg). Die erste Sammlung erschien 1778. Enthält auch das 1779 entstandene Liebesgedicht „Mädgenklage“, in dem die Dichterin die ungleichen Lebens- und Entfaltungsmöglichkeiten von Männern und Frauen im 18. Jahrhundert pointiert kritisiert. (S. 157). – Philippine Engelhard (1756-1831) „veröffentlichte ab 1776 in den Vossischen und den Göttinger Musenalmanachen unter den Namen Rosalie, Juliane S. und Karoline eine Reihe von zart empfundenen, anmuthigen Liedern“ (ADB). – Später wurde Gottfried August Bürger ihr Mentor. – Die Illustrationen des Göttinger Zeichners und Kupferstechers E. L. Riepenhausen (1762-1840) gehören zu dessen frühesten Arbeiten. „Schon einem 1782 in Göttingen erschienenen Gedichtband waren als Illustrationen je zwei Kupferstiche des berühmten Chodowiecki und des jungen Riepenhausen beigelegt“ (Wikipedia). – „Die Zeitgenossen erkennen in Riepenhausen auch sehr bald einen durchaus brauchbaren Ersatzmann für den immer überlasteten Chodowiecki. […] Die Verleger bestellen bei ihm Buch-Illustrationen und vor allem Kalender-Kupfer“ (Otto Deneke, Ernst Riepenhausen, in Göttinger Künstler, Band 2, S. 68). – Einband teils stärker berieben, stellenweise braun- und fingerfleckig, noch gutes Exemplar mit den meist fehlenden Musikbeilagen. Schlagwörter: Aufklärung, Frauenemanzipation, Frauenliteratur, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Lyrik |
360,-- | ![]() |
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| Rabener, Gottlieb Wilhelm. Briefe, von ihm selbst gesammlet und nach seinem Tode, nebst einer Nachricht von seinem Leben und Schriften, herausgegeben von C(hristian) F(elix) Weiße. Leipzig, Dyck 1772. 8°. LXXXII, 304 S. Frontispiz (von Christian Gottlieb Geyser nach Jacob Wilhelm Mechau oder Adam Friedrich Oeser). Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und Linienvergoldung.
Goedeke IV1, 41, (5), 4. Rümann 882. VD18 90724232. – Erste Ausgabe. – Deckel etwas berieben, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Briefe |
120,-- | ![]() |
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| Mynona (d. i. Salomo Friedländer). Die Bank der Spötter. Ein Unroman. 1. – 3. Tausend. München und Leipzig, Kurt Wolff (1919). 8°. 450 S., [1] Bl. Illustr. Orig.-Pappband (von Emil Preetorius).
Geerken 2.1.5. Raabe-Hannich 217, 5. – Erste Ausgabe. – „Für Alfred Kubin – Im Kabinett war eine Stille entstanden, wie sie nur zwei Tote mit vereinten Kräften bewerkstelligen können (Mynona: „Rosa, Schutzmannsfrau“)“ (Motto Seite 5). – Rücken etwas berieben, Gelenke unauffällig restauriert, vorderes Innengelenk etwas angeplatzt, gutes Exemplar. Schlagwörter: Expressionisme, Expressionismus |
50,-- | ![]() |
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| Franklin Bibliothek. (Klassiker der Weltliteratur). 22 Bände der Reihe. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1980-1984). 8°. Farbige Orig.-Lederbände über 3 oder 4 Bünden mit ornamentaler Rücken- und Deckelvergoldung, Moirévorsätzen und Goldschnitt.
Dabei: Hesse, Hermann. Der Steppenwolf. Illustriert von Anthony Canham. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek 1983. 8°. 243 S. mit 8 ganzseitigen Illustrationen. – Voltaire (d. i. Francois Marie Arouet). Candide. Mit Illustrationen von Anthoni Clavé. (Vollständige Ausgabe aus dem Französischen übertragen von Walter Widmer). Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1981). 8°. 159, (1) S. mit ganzseitigen Illustrationen. – Döblin, Alfred. Berlin Alexanderplatz. Mit Illustrationen von George Grosz. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1982). 8°. 419, (1) S. mit ganzseitigen Illustrationen. – Heine, Heinrich. Reisebilder. Mit Illustrationen von Theodor Hosemann. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1983). 8°. 515, (1) S. mit ganzseitigen Illustrationen. – Flaubert, Gustave. Madame Bovary. Mit Illustrationen nach Albert Fourié. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1982). 8°. 435, (1) S. mit ganzseitigen Illustrationen. – Ibsen, Henrik. Dramen. Mit Illustrationen von Edvard Munch. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1982). 8°. 391 S. mit ganzseitigen Illustrationen. – Keller, Gottfried. Der grüne Heinrich. Mit Zeichnungen von Gottfried Keller. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1983). 8°. 803, (1) S. mit Frontispiz und 10 Abbildungen auf Tafeln. – Stendhal (d. i. Marie-Henri Beyle). Rot und Schwarz. Chronik aus dem Jahr 1830. Mit Illustrationen von Mette Ivers. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1983). 8°. 611, (1) S. mit ganzs. Illustrationen. – Homer. Odyssee. Illustriert von W. T. Mars. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1981). 8°. XIII, 399 S. mit ganzs. Illustrationen. – Shakespeare. Dramen. Mit Illustrationen von Johann Heinrich Füßli. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1981). 8°. 651, (1) S. mit ganzs. Illustrationen. – Dickens, Charles. Große Erwartungen. Mit Illustrationen von F. W. Pailthorpe. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1980). 8°. 523, (1) S. mit ganzs. Illustrationen. – Tschechow, Anton. Ausgewählte Erzählungen. Mit Gemälden von Kukryniksy. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1982). 8°. 412 S. mit ganzs. Illustrationen. – James, Henry. Die Gesandten. Mit Gemälden von Jean Béraud. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1984). 8°. 475, (1) S. mit ganzs. Illustrationen. – Fielding, Henry. Die Geschichte des Tom Jones eines Findlings. Mit Illustrationen von Thomas Rowlandson. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1982). 8°. 993, (1) S. mit ganzs. Illustrationen. – Gogol, Nikolai. Die toten Seelen. Mit Illustrationen von Alexander Agin. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1984). 8°. 479 S. mit ganzs. Illustrationen. – Fontane, Theodor. Effi Briest. Mit Illustrationen von Wilhelm Busch. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1982). 8°. 351 S. mit ganzs. farbigen Illustrationen. – Hemingway, Ernest. In einem anderem Land. Illustratriert von Bernard Fuchs. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1981). 8°. 348 S. mit ganzs. farbigen Illustrationen. – Faulkner, William. Licht im August. Illustratriert von Milt Kobayashi. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1981). 8°. 348 S. mit ganzs. farbigen Illustrationen. – Balzac, Honoré de. Vater Goriot. Mit Illustrationen von Albert Lynch. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1981). 8°. 404, (1) S. mit ganzs. Illustrationen. – Schiller, Friedrich v. Ausgewählte Dramen. Mit Illustrationen von Johann Heinrich Ramberg. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1981). 8°. 550 S. mit ganzs. Illustrationen. – Deutsche Gedichte. Eine Auswahl der schönsten deutschen Gedichte 1780-1900. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1981). 8°. 497 S. – Moliere. Ausgewählte Komödien. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1983). 8°. 496 S. – Insgesamt erschienen 50 Bände der deutschen Reihe. – Tadellose Exemplare dieser aufwendig ausgestatteten Ausgaben. Schlagwörter: Weltliteratur |
550,-- | ![]() |
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| Herder, J(ohann) G(ottfried) v. Zerstreute Blätter. Erste (bis) sechste Sammlung. 2., durchgesehene Ausgabe. 6 Bände. Gotha, Carl Wilhelm Ettinger 1791-1811. Kl.-8°. Hellgrüne Pappbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern, Rückenvergoldung und Goldschnitt.
Goedeke IV/1, 730 f., 82. Günther/Volgina/Seifert 772-777. Schulte-Strathaus 50. – Erschien zuerst 1785 bis 1797. Von der „vierten Sammlung“ erschien keine Neuauflage, so dass der vierte Band im Erstdruck vorliegt (ebenso der sechste Band). – Sechs Studien-Sammlungen zu verschiedensten Themen, u. a. „Über die Seelenwanderung“, „Blumen aus der griechischen Anthologie“, „Nachruf auf G. E. Lessing“, „Bilder und Träume“, „Über Bild, Dichtung und Fabel“, „Blätter der Vorzeit“, „Persepolis“, „Blumen aus morgenländischen Dichtern gesammlet“, „Über die menschliche Unsterblichkeit“, „Einige vaterländische Gespräche“ und „Cäcilia“. – Rücken etwas nachgedunkelt und leicht berieben, stellenweise etwas braunfleckig, gutes dekorativ gebundenes Exemplar. |
200,-- | ![]() |
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| Lichtenberg, Georg Christoph. Schriften und Briefe. Herausgegeben von Wolfgang Promies. 4 in 6 Bänden. (Frankfurt a. M.), Zweitausendeins (1994). 8°. Orig.-Leinenbände mit Schutzumschlägen.
Lizenzausgabe des Carl Hanser Verlages. – Schönes Exemplar. Schlagwörter: Gesamtausgaben, Philosophie |
30,-- | ![]() |
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| Nooteboom, Cees. Absinth und Ambre Solaire. Fünf Erzählungen. Graphik: Svato Zapletal. Aus dem Niederländischen von Helga van Beuningen. Hamburg, Svato-Verlag 2000. 4°. 56 S., [2] Bl. mit 15 (3 ganzs.) Farblithographien. Farbig illustr. Orig.-Leinenband mit Pappschuber.
Eines von 175 num. Exemplaren der Ausgabe C (Gesamtauflage 200 Exemplare); von Svato Zapletal im Druckvermerk signiert. – Schönes Exemplar. Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Nummerierte Bücher, Signierte Bücher |
100,-- | ![]() |
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| Lönnrot, Elias (Compiler). Kalevala (Russian). Finnish national epic (Translated by Leonid Belsky, edited by Dmitry Bubrkh, preface by Ivan Maisky and illustrated by Pavel Filonov). Moscow, Leningrad, Academia 1933. 4° (25,3 x 18,5 cm.). XIX, (1), 329, (2) p. with color frontispiece, title pages in black and blue, 10 plates, 52 vignettes in the text, with small illustrated frames. Publisher’s illustrated linen binding with color-illustrated dust jacket. (Treasures of world literature).
Rowell/Wye, The Russian Avatgarde Book 247. Schmidt, Russische Graphik des XIX. und XX. Jahrhunderts. Eine Berliner Privatsammlung. Leipzig, 1967, p. 86. – First russian edition marking one hundred years since the publication of the Finnish epic „Kalevala“ – a rich collection of legends, stories, ballads and songs collected and edited from Finnish folklore by Elias Lönnrot in 1835. – The edition was prepared by students of the „School of Analytical Art“ in Leningrad under Pavel Filonov (1883-1941). Filonov, one of the most prominent artists of the Russian avant-garde, was personally involved in all the book design processes, and his students prepared the plates and illustrations under his direct guidance. Filonov traveled extensively through Russia, the Near East and western Europe. Between 1910 and 1914 he exhibited often with the Union of Youth and he met and collaborated with the leaders of Russian literary Futurism, including Vladimir Mayakovsky, Velimir Khlebnikov and Aleksey Kruchonykh. Filonov’s work was influenced by Russian folk and primitive art, Medieval Russian wall painting, Dürer, Bosch and Bruegel, Vasily Surikov, Konstantin Savitsky and by the work of the Symbolist Mikhail Vrubel. – Title page and the following two pages have corners trimmed at the top (no loss of text); a very well-preserved copy with a very good dust jacket. Schlagwörter: Avantgarde, Illustrated books, Illustrierte Bücher |
1.200,-- | ![]() |
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| Hackländer, F(riedrich) W(ilhelm Ritter v.). Werke. Erste Gesammt-Ausgabe. 3. Auflage und 1. Auflage. Band I-XXXIV (in 17 von 60). Stuttgart, Adolph Krabbe 1860-1875. Kl.-8°. Weinrote Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückentiteln und Linienvergoldung.
Der am 01.11.1816 in Burtscheid bei Aachen geborene Schriftsteller und Journalist war wohl der beliebteste und erfolgreichste Autor um 1850 in Deutschland. Seine unterhaltsamen Bücher werden auch heute noch sehr geschätzt. – So hat auch Arno Schmidt mit seinem Werk „Abend mit Goldrand“ (1975) viele neuere Arbeiten über Hackländer angeregt. Eine der Hauptfiguren in Schmidts Roman namens Eugen Forbach, ist Hackländer-Kenner und Sammler. – Nachdem Hackländer bereits 1842 den Freiherrn v. Taubenheim auf seiner Reise ins heilige Land begleitet hatte, ernannte ihn 1843 der König von Württemberg zum Sekretär und Reisebegleiter des Kronprinzen Karl. Aus seinen Erfahrungen auf den Reisen und als Soldat und Kriegsberichterstatter schöpfte er den Stoff für seine fesselnden Bücher. In den Werken Hackländers wird das gesellschaftliche Leben aller Schichten im 19. Jahrhundert geschildert. – Rücken etwas berieben, stellenweise leicht braunfleckig, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Gesamtausgaben |
120,-- | ![]() |
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