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NEUER E-KATALOG: Neueingänge Januar 2023 (kann unter „Aktuelle Kataloge“ abgerufen werden). – Außerdem finden Sie Beiträge von uns im virtuellen „Schaufenster“ des Verbandes Deutscher Antiquare (VDA) https://schaufenster.antiquare.de/trefferliste.php?ID=22 (oder über „Links“ VDA) und in den Online-Katalogen „Meisterwerke der Einbandkunst“ und „Photographie“, abrufbar auf abooks.de – Für alle Direkt-Bestellungen aus Deutschland fallen keine Versandkosten an. Versandkosten ins Ausland auf Anfrage. – Wir wünschen allen Bücherfreunden ein schönes Neues Jahr.

Autobiographie

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Beschreibung
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EUR
1 Wagner, Wolfgang. Lebens-Akte. Autobiographie. 1. Aufl. München, Knaus 1994. Gr.-8°. 508 S. mit Abb. OLn. mit farbig illustr. OU.

Mit Signatur von Wolfgang Wagner auf dem Vorsatz. – Schutzumschlag mit Gebrauchsspuren ( Randläsuren), sonst sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Autobiographie, Biographie, Oper, Signierte Bücher, Theater

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40,--  Bestellen
001 Serner, Walter. „Ich …“. (Herausgegeben von Thomas Milch und Handjörg Möbius). Heidelberg Walter-Serner-Archiv 1985. 4°. [4] Bl. u. 11 mont. Orig.-Photographien (Silbergelatine, 23 x 17 cm.) „nach den historischen Vorlagen auf Bristolkarton kaschiert“. Orig.-Leinen-Buchkassette mit silbergepr. Deckelsignatur.

Eines von 99 num. Exemplaren. – Mit der 1925 zuerst veröffentlichten Selbstbiographie Serners und 11 Handabzügen nach historischen Vorlagen. – „Obwohl S. schon früh enge Beziehungen zu Zürcher Dadaisten wie Hugo Ball und Tristan Tzara unterhielt, beteiligte er sich erst seit 1918 an dieser Kunstbewegung. Seine Schrift „Letzte Lockerung manifest dada“ (1918 verfaßt, 1920 vollständig publiziert) gilt als eines der wichtigsten literarischen Dada-Dokumente. … Höhepunkt ist S.s Roman „Die Tigerin“ (1925), in dem ein Pariser Gaunerpaar die Liebe zur Hochstapelei rechtfertigt, um nicht Opfer eines existentiellen „Leerlaufens“ zu werden. Alfred Döblin nannte den Roman ein „ausgezeichnetes Kunstwerk“. Bis heute kaum beachtet blieb die Qualität von S.s erotischen Schilderungen, die mit denen Georges Batailles und Pierre Klossowskis zu vergleichen sind. S.s Werke wurden von den Nationalsozialisten verboten. S. zog sich nach dem „Anschluß“ Österreichs mit seiner Frau nach Prag zurück, von wo aus er im Aug. 1942 in das Ghetto Theresienstadt überstellt wurde. Noch im selben Monat erfolgte die Deportation in den Osten, wo S. vermutlich in einer mobilen Gaskammer ermordet wurde“ (A. Puff-Trojan in NDB XXIV, 270 f.). – Kassette etwas berieben.

Schlagwörter: Autobiographie, Dada, Dadaismus, Expressionismus, Literatur, Nummerierte Bücher, Original-Photographie, Portrait photography, Portraitphotographie, Porträtfotografie, Porträtphotographie

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500,--  Bestellen
1 Gide, André. Autobiographisches. 4 Bände. Frankfurt am Main, Büchergilde Gutenberg 1989-1990. 8°. OLn. mit OU.

Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Autobiographie, Gide, André, Tagebuch

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40,--  Bestellen
1 Schmid, Daniel. A smuggler’s life. With Texts by Shiguehiko Hasumi, Gary Indiana, Stefan Zweifel, Werner Oechslin. (Zürich), Edition Dino Simonett (1999). Gr.-8°. 223, (1), XXX S. mit zahlr. teils farb. Abb. Farbig illustr. OPbd.

Erste Ausgabe. – Eines von 3000 num. Exemplaren. – „Daniel Schmid studierte immer noch, als der von der Filmakademie abgewiesene Rainer Werner Fassbinder seinen Film „Liebe ist kälter als der Tod“ herausbrachte. Der ärgerte seinen Freund Schmid damit: „Was machst du in der blöden Schule? Das ist ja nur eine Ausrede, weil du keine Filme machen willst, auch nicht kannst und nicht möchtest, weil du ein verwöhnter Schweizer bist.“ Doch Daniel Schmid hat es geschafft, und ist früh in der Nacht auf Sonntag mit 64 Jahren gestorben. „A smugglers Life“ – Das Leben eines Schmugglers, so nannte Daniel Schmid seine Autobiografie, die erst vor ein paar Jahren erschienen ist. Es ist eine ungewöhnliche Autobiografie, ein Buch ohne Worte. Die Bilder seines Lebens hat er darin versammelt: Photographien seiner Lebensstationen – zusammen mit Fassbinder auf dem roten Teppich von Cannes, das Hotel der Eltern, Begegnung mit Bertolucci, Filmbilder, Vorbilder wie Douglas Sirk und Erich von Stroheim, außerdem jede Menge Fundstücke: Postkarten, Kinderzeichnungen, Schnappschüsse seltsamer Augenblicke. Das Titelphoto aber gehört Ingrid Caven. In ihrem Mundwinkel eine Zigarette. Sie schaut in den Spiegel und aus dem kreisrunden Spiegel zurück. Ein Filmbild aus „La Paloma“ Schmids frühem Meisterwerk von 1974. Und die Geburtssekunde eines Leinwandmythos. Ingrid Caven ist Leinwandgöttin und Zitat aller Filmdiven zuvor. Nicht sich selbst platzierte Daniel Schmid auf den Titel, sondern diejenige seiner Schöpfungen auf die er besonders stolz ist: auf die Leinwandikone Ingrid Caven. Mit ihr drehte er fünf Filme und inszenierte 1978 ihr Pigalle-Soloprogramm. Der Mann der in ihr alle verehrungswürdigen Frauen verkörpert sah, liebte in Wahrheit Männer – unter anderen, den Mann mit dem Ingrid Caven verheiratet war: Rainer Werner Fassbinder“ (J. Schnelle, Nachruf im Deutschlandfunk am 7. 8. 2006). – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Autobiographie, Film, Nummerierte Bücher

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60,--  Bestellen
1 Nadar (d. i. Gaspard-Félix Tournachon). Quand j’étais étudiant. Paris, Michel Lévy Frères 1856. 8°. [3] Bl., 281, (1) S. Hln. d. Zt. mit goldgepr. Rückentitel.

Rossens/Salu 7262. – Erste Ausgabe. – Beiliegt: Orig.-Photographie von Nadar, Porträt von Georges Sand (CDV, Albuminabzug, 7,5 x 5 cm. auf Orig.-Trägerkarton mit rücks. Aufdruck „Photographie du Grand Hotel Nadar, 35 Boulevart des Capucines“, 1864), das Buch ist George Sand gewidmet „A Madame George Sand, Enthousiasme fervent et profond respect. Nadar“. – Vgl. Gernsheim, Geschichte der Photographie S. 511 (Abb. eines Portraits von G. Sand in derselben Kleidung). – „Der „König der Photographen“, wie Léon Daudet ihn nannte, hinterließ eine einzigartige Photodokumentation zur Pariser Geisteswelt in der Zeit des Zweiten Kaiserreiches und der Dritten Republik. Zu seinen Porträts, zum überwiegenden Teil später in der „Galerie Contemporaine“ veröffentlicht, zählen solche von Berlioz, Liszt, Wagner, Gounod, Meyerbeer, Corot, Delacroix, Manet, Daumier, Alexandre Dumas (Vater und Sohn), Baudelaire, Victor Hugo, Flaubert und Théophile Gautier. Frauenbildnisse hat Nadar nicht angefertigt, da, wie er meinte, „die Abbilder viel zu naturgetreu sind, als daß sie den Damen, und seien sie noch so schön, gefallen könnten“. Ausnahmen bildeten die junge Sarah Bernhardt und Georges Sand (Abb. 269), der er sein Buch „Quand j’étais étudiant“ (1858 !) widmete, … (H. Gernsheim S. 373). – Stellenweise leicht braunfleckig, Trägerkarton der Photographie leicht fleckig, sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Autobiographie, Original-Photographie, Portrait photography, Portraitphotographie, Portraits, Porträtfotografie, Porträtphotographie

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750,--  Bestellen
1 Nadar (d. i. Gaspard-Félix Tournachon). Quand j’étais photographe. Préface de Léon Daudet. Paris, Flammarion o. J. (1899). 8°. VIII, 312 S., [1] Bl. Illustr. OBr.

Rossens/Salu 7269. – Erste Buchausgabe der Autobiographie, erschien zuerst in der Zeitschrift „Paris-Photographe“. – Mit eigenhändiger Widmung von Nadar „a mon bon cher Lubin Delain comme de prés, son Nadar, Marseille X oct. 99“. – „Sein Atelier war für Jahrzehnte Treffpunkt der Pariser Künstler, Schauspieler, Politiker und Gelehrten. Er war der berühmteste Porträtist in Frankreich; u. a. porträtierte er Jacques Offenbach, Giacomo Meyerbeer, Eugène Delacroix und Alexandre Dumas. Mit 80 Jahren schrieb er seine Autobiographie, die ihn auch als unterhaltsamen Erzähler ausweist“ (J. Krichbaum, Lexikon der Fotografen, S. 139). – Umschlag leicht angestaubt, papierbedingt etwas gebräunt, sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Autobiographie, Signierte Bücher, Widmungsexemplar

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850,--  Bestellen
1 Saint-Évremond, (Charles de Marguetel de Saint-Denis de). Schriften und Briefe des Herrn von Saint Evremond und die Memoiren der Herzogin von Mazarin. Herausgegeben von Karl Federn. (I. Ausgewählte Schriften des Herrn von Saint Evremond. – II. Briefe des Herrn von Saint Evremond, Briefe der Ninon von Lenclos, die Memoiren der Herzogin von Mazarin). 2 Bände. München, Georg Müller 1912. 8!°. LXXXIV, 250 S., [1] Bl.; 396 S., [2] Bl. mit zus. 76 Tafeln. OHldr. mit goldgepr. Rückensch. u. reicher Rückenverg.

25 Jahre Georg Müller Verlag, 112. Hayn-Gotendorf IX, 521. – Eines von 1600 Exemplaren (GA 1650 Exemplare). – Enthält die Werke und Briefe des französischen Schriftstellers Charles de Saint-Évremond (1613-1703) und die Briefe der Ninon von Lenclos (1620-1705) und Memoiren der Hortensia Mancini, Herzogin von Mazarin (1646-1699). – Rücken geringf. berieben, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Autobiographie, Briefsammlung

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80,--  Bestellen
1 Bartholomäusnacht – Wolf, Adam. Lucas Geizkofler und seine Selbstbiographie. 1550-1620. Wien, W. Braumüller 1873. 8°. IV, 211 S. Hldr. d. Zt. mit maschinenschr. Rückenschild (typogr. Orig.-Umschlag beigebunden).

Erste Ausgabe. – Wichtiges Quellenwerk zur Bartholomäusnacht. – „Die Bartholomäusnacht (auch Pariser Bluthochzeit genannt, französisch Massacre de la Saint-Barthélemy) war ein Pogrom an französischen Protestanten, den Hugenotten, das in der Nacht vom 23. zum 24. August 1572, dem Bartholomäustag, stattfand. Admiral Gaspard de Coligny und weitere Führer der Hugenotten wurden dabei ermordet. Sie waren anlässlich der (vermeintlich der Versöhnung dienenden) Hochzeit des Protestanten Heinrich von Navarra (des späteren Königs Heinrich IV.) mit Margarete von Valois in Paris versammelt. In derselben Nacht wurden weitere Tausende Protestanten in Paris und in den Folgetagen frankreichweit ermordet. Das Pogrom ist ein zentrales Ereignis der Hugenottenkriege. Es ist mit vier Ereignissen verknüpft: einem ersten fehlgeschlagenen Attentat auf Admiral de Coligny am 22. August 1572, der zwei Tage später erfolgten Ermordung der Hugenottenführer einschließlich de Colignys, dem danach einsetzenden Pogrom in den Straßen von Paris sowie einer Welle von Gewalt, die sich kurz darauf über fast ganz Frankreich ausbreitete“ (Wikipedia). – L. Geizkofler von Reiffenberg, „geb. am 18. März 1550 zu Sterzing in Tirol, studirte in Augsburg, Straßburg und Paris 1572, wo er ein Augenzeuge der Bartholomäusnacht war, ging dann Ende 1572 über Troyes und Besançon nach Dole und Straßburg, 1575 nach Padua. 1577 treffen wir ihn am Reichskammergericht zu Speier, 1578 in Dole, wo er als Doctor juris utriusque promovirte. Hierauf ließ er sich in Augsburg als Rechtsanwalt, insbesondere im Dienste der Fugger nieder, heirathete daselbst 1590 und starb auch dort 1620“ (H. Holland in ADB VIII, 529). – Einband stärker berieben, St.a.V.u.U., nur vereinzelt etwas braunfleckig, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Autobiographie, Bartholomäusnacht

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60,--  Bestellen
1 Bartholomäusnacht – Geizkofler (von Reiffenegg), Lucas. Mémoires de Luc Geizkofler, Tyrolien (1550-1620). Traduit par Edouard Fick. La nuit de la Saint Barthelemy, les Universités de Bolonge, Paris, Dole et Padove. Geneve (Genf), Jules-Guillaume Fick 1892. 8°. XVI, 203, (1) S. Handgebundener moderner Ganz-Pergamenteinband.

Selten. – Wichtiges Quellenwerk zur Bartholomäusnacht. – „Die Bartholomäusnacht (auch Pariser Bluthochzeit genannt, französisch Massacre de la Saint-Barthélemy) war ein Pogrom an französischen Protestanten, den Hugenotten, das in der Nacht vom 23. zum 24. August 1572, dem Bartholomäustag, stattfand. Admiral Gaspard de Coligny und weitere Führer der Hugenotten wurden dabei ermordet. Sie waren anlässlich der (vermeintlich der Versöhnung dienenden) Hochzeit des Protestanten Heinrich von Navarra (des späteren Königs Heinrich IV.) mit Margarete von Valois in Paris versammelt. In derselben Nacht wurden weitere Tausende Protestanten in Paris und in den Folgetagen frankreichweit ermordet. Das Pogrom ist ein zentrales Ereignis der Hugenottenkriege. Es ist mit vier Ereignissen verknüpft: einem ersten fehlgeschlagenen Attentat auf Admiral de Coligny am 22. August 1572, der zwei Tage später erfolgten Ermordung der Hugenottenführer einschließlich de Colignys, dem danach einsetzenden Pogrom in den Straßen von Paris sowie einer Welle von Gewalt, die sich kurz darauf über fast ganz Frankreich ausbreitete“ (Wikipedia). – L. Geizkofler von Reiffenberg, „geb. am 18. März 1550 zu Sterzing in Tirol, studirte in Augsburg, Straßburg und Paris 1572, wo er ein Augenzeuge der Bartholomäusnacht war, ging dann Ende 1572 über Troyes und Besançon nach Dole und Straßburg, 1575 nach Padua. 1577 treffen wir ihn am Reichskammergericht zu Speier, 1578 in Dole, wo er als Doctor juris utriusque promovirte. Hierauf ließ er sich in Augsburg als Rechtsanwalt, insbesondere im Dienste der Fugger nieder, heirathete daselbst 1590 und starb auch dort 1620“ (H. Holland in ADB VIII, 529). – Sehr schönes sauberes Exemplar auf vorne und unten unbeschnittenes Büttenpapier gedruckt.

Schlagwörter: Autobiographie, Bartholomäusnacht

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100,--  Bestellen
1 Gaulke, Johannes. Im Zwischendeck. Ein Kulturbild aus dem Auswandererleben. Berlin-Tempelhof, Freier literarischer Verlag 1909. 8°. 256 S. OLn. mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel. (Kultur- und Menschheitsdokumente, Band 3).

Erste Ausgabe. – Mit eigenhändiger Widmung von Johannes Gaulke auf Vorsatz. – Der Schriftsteller, Übersetzer und Literaturwissenschaftler Johannes Gaulke (1869-1938) berichtet hier über seine Erlebnisse in Nordamerika. – „Die Angaben zu Johannes Gaulkes Leben und Werken sind nach wie vor sehr bruchstückhaft. Johannes Gaulke wurde 1869 in Kolberg (heute Kolobrzeg, Polen) geboren und war ein Jugendfreund Magnus Hirschfelds. Anfang der 1890er Jahre fuhr er zusammen mit Hirschfeld und einem befreundeten Bildhauer nach New York, wo er die Innenarchitekturfirma Jaeger & Gaulke gründete. Nach dem geschäftlichen Misserfolg kehrte er nach Berlin zurück und wurde als Schriftsteller und Übersetzer tätig. Gaulke arbeitete von 1900 bis 1902 als Redakteur des Magazins für Litteratur und war 1901 der erste deutschsprachige Übersetzer von Oscar Wildes Dorian Gray. 1906 wurde er als „bekannter Essayist“ in dem biobibliografischen Standardwerk Führer durch die moderne Literatur von Hanns Heinz Ewers genannt, und ab 1909 gab er drei Bücher unter dem Reihentitel „Kultur- und Menschheitsdokumente“ heraus: Die ästhetische Kultur des Kapitalismus und Im Zwischendeck. Ein Kulturbild aus dem Auswandererleben von Gaulke selbst sowie Sexuelle Jugenderziehung. Briefe an eine Großmutter von Leo Berg. In seinen Schriften zur Homosexualität bediente sich Gaulke auch des Pseudonyms „Ludwig E. West“. Ferdinand Karsch-Haack (1853-1936) war der erste, der annahm, „West“ und Gaulke seien ein und derselbe Autor. Neuere Forschungen untermauern diese Annahme, und heute kann etwa Gaulkes Aufsatz „Das homosexuelle Problem“ von 1901 als Vorentwurf zu „Wests“ Buch Homosexuelle Probleme von 1903 gelten. Johannes Gaulke gehörte zu den Erstunterzeichnern der im Dezember 1897 an den Reichstag gerichteten Petition des Wissenschaftlich-humanitären Komitees (WhK) gegen den § 175 RStGB“ (Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft). – Vord. Innengelenk etwas angeplatzt, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Auswandererliteratur, Autobiographie, Homosexualität, Kulturgeschichte, Nordamerika, Signierte Bücher, USA, Widmungsexemplar

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160,--  Bestellen
1 Rocker, Rudolf. Hinter Stacheldraht und Gitter. Erinnerungen aus der englischen Kriegsgefangenschaft. 1. – 3. Tsd. Berlin, Kater 1925. Gr.-8°. 422 S. mit 1 Tafel. OHln. mit goldgepr. Rückentitel u. Deckelschild. (Memoiren und Biographien weltbekannter sozialistischer Persönlichkeiten, Band 3).

Bock 319. – Erste Ausgabe. – Als ich im April 1918 auf neutralem Boden landete und mich wieder als „freier Mann“ fühlen durfte, da fühlte ich ein unbändiges Verlangen, die flüchtigen Aufzeichnungen aus meiner Gefangenschaft auszuarbeiten und der Oeffentlichkeit vorzulegen. Die herben Erinnerungen der vergangenen vier Jahre waren damals noch zu frisch und lebendig in mir, als dass ich den Wunsch hätte unterdrücken können, das Erlebte mir von der Seele zu schreiben. Nicht, daß ich die persönlichen Leiden und Entbehrungen mannigfacher Art für so wichtig gehalten hätte, um sie der Nachwelt unbedingt erhalten zu wollen. Nein, das war es wahrlich nicht. Aber ich fühlte das Bedürfnis in mir, eines der dunkelsten Kapitel in der Geschichte des großen Völkermordes aufzurollen – die Internierung der sogenannten „feindlichen Ausländer“ in den kriegführenden Staaten, ein Kapitel, dessen innere Tragik bis auf den heutigen Tag von den meisten kaum gewürdigt wird“ (S. 5). – Gutes Exemplar.

Schlagwörter: Anarchismus, Autobiographie, Pazifismus, Sozialismus, Weltkrieg <1914-1918>

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70,--  Bestellen
01 Lamarr, Hedy (d. i. Hedwig Eva Maria Kiesler, 1914-2000, österr.-amerik. Filmschauspielerin und Erfinderin). Signierte Portrait-Photographie (24,5 x 18,5 cm.), datiert 1986. (Los Angeles) 1986.

Schönes Porträt der jungen Schauspielerin (im Negativ bez. „HLM 28“). – Die in Wien geborene H. Lamarr war die Tochter eines jüdischen Bankiers und einer Konzertpianistin. Schon in ihrem vierten Film „Man braucht kein Geld“ (1931) u. a. mit Heinz Rühmann und Hans Moser spielte sie die weibliche Hauptrolle. Der tschechoslowakisch-österreichische Film „Symphonie der Liebe“ (besser bekannt unter dem Titel „Ekstase“) von 1933 sorgte aufgrund von Nacktszenen für einen Skandal und wurde später im Nazi-Deutschland zunächst verboten, jedoch nach Tumulten, zensiert und mit dem Warnhinweis „Dieser Film ist jugendverderbend“ versehen, ab 1935 wieder gezeigt. Nach einer unglücklichen Ehe mit dem reichen Wiener Industriellen Fritz Mandl (1933-1937) emigrierte Lamarr über Paris nach London. Dort wurde sie von Louis B. Mayer für MGM in Hollywood unter Vertrag genommen. Dessen Frau hatte die Idee für den Künstlernamen Hedy Lamarr (nach dem berühmten Stummfilmstar Barbara La Marr). MGM vermarktete sie als „schönste Frau der Welt“ und ihre Frisur und brunette Haarfarbe galten als Schönheits-Ideal der 30er und 40er Jahre in Amerika. Bis 1958 hatte sie die Hauptrollen in einigen Hollywood Produktionen. Ihr größter kommerzieller Erfolg war der Film „Samson und Delilah“ (1949, Regie C. B. DeMille). – Lamarr ist jedoch auch als geniale Erfinderin bekannt. Zusammen mit dem amerikanischen Komponisten George Antheil (1900-1959) meldete sie 1942 eine Funkfernsteuerung für Torpedos zum Patent an. Durch das von Lamarr entwickelte Frequenzsprungverfahren konnten die Funkwellen nicht mehr durch die deutsche Abwehr gestört werden. Die technische Umsetzung der Erfindung wurde mittels identischer Lochstreifen in Sender und Empfänger möglich. Auf die Problemlösung mittels der Lochstreifen kam Antheil, da er für sein „Ballet Mécanique“ 16 mechanische Pianolas untereinander und mit einem Film zu synchronisieren hatte, was über gleichzeitig ablaufende Klavierrollen (Lochstreifen) gelang. Im Dezember 1940 präsentierten sie ihre Erfindung dem nationalen Erfinder-Rat (National Inventors Council), deren Vorsitzender ihnen riet, die Idee patentieren zu lassen. Heute wird das Frequenzsprungverfahren (engl. frequency-hopping) besonders in der Kommunikationstechnik (z. B. bei Bluetooth oder GPS) eingesetzt. H. Lamarr wurde erst 1997 mit dem EFF Pioneer Award der Electronic Frontier Foundation geehrt und seit 2018 wird in Wien der Hedy-Lamarr-Preis für innovative Leistungen in der Informationstechnologie (IT) vergeben. – Dazu: George Antheil. Bad boy of music. New York, Doubleday, Doran & Comp. 1945. 8°. VI, 378 S. OLn. mit farbig illustr. OU. – Erste Ausgabe der Autobiographie. – „Hedy Lamarr and I invent and patent a radio torpedo“ S. 327-332 (erste Veröffentlichung der Erfindung). – Schutzumschlag etwas berieben und mit Randläsuren, gutes Exemplar. – Außerdem deutsche Ausgabe: George Antheil. Enfant terrible der Musik. Berlin u.a. Deutsche Buchgemeinschaft 1960. 402 S. mit zahlr. Abb. auf Tafeln. OLn.

Schlagwörter: Autobiographie, Erfindung, Erfindungen, Film, Signierte Photographie, Technik

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850,--  Bestellen
  Hahn, Otto. Vom Radiothor zur Uranspaltung. Eine Wissenschaftliche Selbstbiographie. Braunschweig, Wiesbaden, Vieweg & Sohn 1962. 8°. VIII, 155 S.; 47 S. mit zahlr. Abb. OLn.

Erste Ausgabe. – Gutes Exemplar.

Schlagwörter: Autobiographie, Hahn, Otto, Physik

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20,--  Bestellen
1 Suttner, Bertha v. Memoiren. Stuttgart, Leipzig, Deutsche Verlags Anstalt 1909. Gr.-8°. 553 S., 1 Bl. mit 3 Porträts. OHldr. mit goldgepr. Rückenschild u. Kopfgoldschnitt.

W.-G.² 50. – Erste Ausgabe der Autobiographie der österreichischen Pazifistin, Schriftstellerin und Friedens-Nobelpreisträgerin. – Gutes Exemplar.

Schlagwörter: Autobiographie, Pazifismus

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50,--  Bestellen
1 Meysenburg, Malwida v. (geb. M. Rivalier). Memoiren einer Idealistin. Und ihr Nachtrag: Der Lebensabend einer Idealistin. 2 Bände. Berlin, Schuster & Loeffler o. J. (um 1910). 8°. XVI, 475 S.; 555, (5) S. Hldr. d. Zt. mit goldgepr. Rückentiteln.

Vgl. Kosch X, 1024 (EA von 1876). – Die interessanten autobiographischen Aufzeichnungen der Revolutionärin von 1848, Journalistin, Übersetzerin und Schrifstellerin Malwida v. Meysenbug (1816-1903): „Der Form nach eine Mischung aus klassischer Autobiographie und Memoirenwerk, hat das Buch, das der Autorin in den siebziger Jahren Erfolg und Anerkennung einbrachte, vor allem dokumentarischen Wert. Was die Autorin auszeichnet, was ihren in einem sehr persönlichen, oft schwärmerischen und rhapsodischen Ton gehaltenen Bericht noch heute interessant macht, ist weniger ihr eigenes schöpferisches Wirken als die Charakterisierung der wichtigen politischen und literarischen Persönlichkeiten der Jahre um 1850, mit denen sie in engem Kontakt stand. Am überzeugendsten schreibt sie über die demokratischen Ideale der 48er Revolution und über ihre Freunde unter den revolutionären Publizisten In ihrem Denken blieb sie ganz dem Bürgertum verhaftet“ (KNLL XI, 629). – Gutes schön gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Autobiographie, Biographie, Frauen, Revolution, 1848-1849

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35,--  Bestellen
1 Staël, (Anne-Louise-Germaine de). Memoiren der Frau von Stael. Bearbeitet und herausgegeben von Gertrude Kircheisen. Berlin, Morawe & Scheffelt 1912. 8°. XIV, 323 S. mit Frontispiz u. 17 Tafeln. Rotbrauner OLdr. mit goldgepr. Rückentitel u. Kopfgoldschnitt.

Erste deutsche Ausgabe. – Rücken geringf. berieben, gutes Exemplar der schönen Ganzlederausgabe.

Schlagwörter: Autobiographie, Biographie, Französische Revolution, Napoleon I, Napoleonica

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35,--  Bestellen
  Kreidolf, Ernst. Lebenserinnerungen. Herausgegeben von Jakob Otto Kehrli. Zürich, Rotapfel-Verlag 1957. Gr.-8°. 240 S., 12 (4 farb.) Tafeln. OLn. mit farbig illustr. OU.

Erste Ausgabe. – Sehr gutes Exemplar aus der Bibliothek von Paul Baumgartner (im Archiv der Bürgerbibliothek in Bern finden sich Briefe von dessen Mutter Margrit Baumgartner an E. Kreidolf).

Schlagwörter: Autobiographie

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20,--  Bestellen
  Vierordt, Heinrich. Das Buch meines Lebens. Erinnerungen. 2. unveränd. Aufl. Heidelberg, Carl Winter 1934. 8°. 358 S., 1 Bl. mit Frontispiz-Porträt. Moderner Hln. mit Deckelschild.

Gutes Exemplar.

Schlagwörter: Autobiographie

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20,--  Bestellen
1 Möller, Alex(ander). Unruhige Zeiten. Reden und Aufsätze. Karlsruhe, C. F. Müller 1963. 8°. 339 S., 1 Bl. Hellbrauner Ganzledereinband d. Zt. mit 2 goldgepr. Rückensch., Linienverg., goldgepr. Deckelmonogramm u. Goldschnitt (sign. Meta Schwarz).

Erste Ausgabe. – Sehr schönes Exemplar in einem Meistereinband aus der Bibliothek des Verfassers. – Dazu: Schwebler, Robert u. Walter Föhrenbach (Hrsg.). Jahre der Wende. Festgabe für Alex Möller zum 65. Geburtstag. Karlsruhe, Verlag Versicherungswirtschaft 1968. 297 S. mit 1 Porträt. Ldr. d. Zt. mit goldgepr. Rücken- u. Deckeltitel, sowie Kopfgoldschnitt. – Dazu: Alex Möller. Unternehmer und Politiker. Alex Möller zum 70. Geburtstag in aufrichtiger Verbundenheit zugeeignet Ernst Wolf Mommsen. (Karlsruhe, Selbstverlag 1973). 4°. 32 S. Ldr. d. Zt. mit goldgepr. Deckeltitel. Von E. W. Mommsen signiert. – Alex Möller (1903-1985) „1919-1923 Tätigkeit als Bahnangestellter und nebenberuflicher Redakteur des „Dortmunder Tageblatts“, 1922 Eintritt in die SPD, 1928 Mitglied des Preußischen Landtags, nach 1933 Tätigkeit als Versicherungsvertreter für die Wiener Lebensversicherungsgesellschaft Phoenix, ab 1936 für die Karlsruher Lebensversicherungs AG, dort 1943 Prokurist und Abteilungsleiter und 1944 stellvertretendes Vorstandsmitglied, 1945-1969 Vorsitzender des Vorstands, 1946-1969 MdL Württemberg-Baden bzw. ab 1952 Baden-Württemberg (SPD), 1950-1961 Fraktionsvorsitzender, 1961-1976 MdB, dort 1964-1969 und 1972-1976 stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 1962-1966 Landesvorsitzender der SPD in Baden-Württemberg, 1969-1971 Bundesminister der Finanzen, 1973-1979 Vorsitzender der Kontrollkommission der SPD“ (Bundesgeneralarchiv).

Schlagwörter: Autobiographie, Biographie, Einbände, Finanzpolitik / Geschichte, Finanzwissenschaften, Politik, Signierte Bücher, Versicherungswesen, Versicherungswirtschaft

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70,--  Bestellen
  Redwitz (-Schmölz), Oskar (Freiherr) v. Hermann Stark. Deutsches Leben. 3 Bände. Stuttgart, Verlag der J. G. Cotta’schen Buchhandlung 1869. 8°. VIII, 424 S.; VI, 372 S.; VI, 497 S. OHldr. mit goldgepr. Rückentiteln u. Rückenverg.

Brümmer II, 174. W.-G.² 11. – Seltene erste Ausgabe. – O. v. Redwitz (1823-1891) „schrieb in den Jahren 1864—69 den dreibändigen Roman „Hermann Stark“, der die poetisch ausgeschmückte Selbstbiographie des Dichters darstellt und dessen religiöses und politisches Glaubensbekenntniß enthält“ (B. Lips in: ADB LIII, 249 ff.). – Stellenweise etwas stockfl., sonst sehr gutes dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Autobiographie

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50,--  Bestellen
  Jens, Inge. Unvollständige Erinnerungen. 1. Aufl. Reinbek bei Hamburg, Rowohlt 2009. 8°. 317 S. mit 57 Abb. auf 32 Tafeln. OPbd. mit OU.

Gutes Exemplar.

Schlagwörter: Autobiographie, Jens, Inge

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17,--  Bestellen
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