Vaerst, Gastrosophie oder die Lehre von den Freuden der Tafel
Vaerst, Gastrosophie oder die Lehre von den Freuden der Tafel
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Vaerst, (Friedrich Christian) Eugen v. Gastrosophie oder die Lehre von den Freuden der Tafel. 2 Bände. Leipzig, Avenarius & Mendelsohn 1851. 8°. XIII S., [1] Bl., 301 S.; [4] Bl., 271 S. Moderne Halbleinenbände unter Verwendung des Orig.-Rückens mit Romantikervergoldung und Goldschnitt. ADB XXXIX, 455 f. Slg. Borst 2453. Drexel 266. Georg 569. Goedeke XIII, 251, 73, 8. Schrämli 87. Weiss 3924. – Erste Ausgabe. – Der F. C. E. Freiherr v. Vaerst (1792-1855) „führte den Begriff „Gastrosophie“ in den deutschen Sprachschatz ein“ (Horn-Arndt). – „Das nach meiner Ansicht geistreichste Werk, das je über die Freuden der Tafel geschrieben worden ist. Daß sein wundervolles Werk über die Freuden der Tafel nicht den gleichen Erfolg hatte, wie Brillat’s ‚Physiologie‘ hängt ganz allein damit zusammen, daß die Deutschen eben damals noch wenig Verständnis für kulinarische Schöpfungen hatten, die nicht durch ihre enorme Quantität auffielen“ (H. Schraemli). – „Im Jahre 1840 übernahm V. die Leitung des Breslauer Theaters, von der er jedoch, durch Gesundheitsrücksichten genöthigt, schon 1847 zurücktrat. Er zog sich nach Herrendorf bei Soldin auf das Gut seines Bruders zurück, wo er, von schweren körperlichen Gebrechen heimgefucht, am 16. September 1855 starb. Aus dieser letzten unglücklichen Periode seines Lebens stammen noch zwei größere Publicationen, die, wie alles, was er geschrieben, den Stempel eines vornehmen, vielseitig gebildeten und viel erfahrenen Geistes tragen: 1. „Die Pyrenäen“ (2 Bände, Breslau 1847), eine durch umfängliche historische und politische Excurse erweiterte Schilderung seiner wiederholten Reisen nach Südfrankreich und den baskischen Provinzen; 2. „Gastrosophie oder die Lehre von den Freuden der Tafel“ (2 Bände, Leipzig 1851), eine Sammlung geistreicher, sehr interessante historische Notizen enthaltender Aufsätze über unsere Nahrungsmittel und Getränke“ (Max Hippe in ADB). – Papierbedingt etwas gebräunt, gutes Exemplar.
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