Sachs, Das Schlaraffenland
Sachs, Das Schlaraffenland
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Sachs, Hans. Das Schlaraffenland. Mit Bildern von Karl (Maximilian) Arnold. Berlin, Volksverband der Bücherfreunde Wegweiser-Verlag 1925. Quer-4° (25,5 x 29,5 cm.). 27, [1] S. mit farbig illustr. Titel und farbigen Illustrationen. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband. Bilderwelt 663. LKJ III, 284. Raabe 53. Stuck-Villa II, 134 und S. 59 ff. – Erste Ausgabe des wohl schönsten Bilderbuchs von Karl Arnold (1883-1953). – „Verehrter Herr Karl Arnold! Die Nachricht, daß Sie eine größere Anzahl Ihrer Zeichnungen auf Ausstellungsreisen schicken wollen, folgt dem köstlichen Geschenk Ihres »Schlaraffenland«-Buches sehr glücklich auf dem Fuße; denn nun kann ich mit meiner Danksagung für das eine recht herzliche Glückwünsche zu dem anderen verbinden und dabei hoffen, daß ich eine dieser Ausstellungen bald zu sehen bekommen werde. Die Kostgänger der sogenannten Buchgemeinschaft sind nicht so dumm, als unsere Sortimenter es wahrhaben möchten. Von Zeit zu Zeit tun sie einen Fang, um den die weitere und breitere, die selbständige Öffentlichkeit allen Grund hat, sie beneiden, und so ein Fang und Fund ist Ihr buntes Schlaraffenbuch, um das auch ich jenes mild gegängelte Publikum zu beneiden hätte, wenn Ihre Güte und Aufmerksamkeit nicht gewesen wäre. Ich habe den alten Wunschtraum des Volkes nie anschaulicher, »natürlicher«, kindlich-wollistiger versinnbildlicht gesehen als in Ihren Bildern, die so echt Volk sind, nicht nur durch ihre deutsch-mittelalterliche Kostümierung und Physiognomie, sondern selbst noch durch den Einschlag von Selbstverspottung, der zweifellos diesem völlerischen Faulheitsideale innewohnt, in welchem eine platte Sinnlichkeit, der Traum schmatzender Versorgtheit, sich humoristisch die Zügel schießen läßt. … Drei-, viermal habe ich durchgeblättert, und das Buch dann meinen Kindern geschenkt, was ich als schönen Zug zu würdigen bitte, da ich es sehr gern selbst behalten hätte. Aber heißt nicht das überhaupt erst schenken, wenn man gibt, was man am liebsten selbst behielte?“ (Thomas Mann, Briefe 1889-1936, Frankfurt 1978). – Kanten leicht berieben, sehr schönes sauberes Exemplar.
Unser Preis: EUR 320,-- |


