Gesamtbestand
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| Abbildung |
Beschreibung Gesamte Buchaufnahme |
Preis EUR |
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| Rolling Stones – Charles Robert „Charlie“ Watts (1941-2021), Bill Wyman (geb. 1936), Michael Philip Jagger (geb. 1943), Keith Richards (geb. 1943) und Lewis Brian Hopkin Jones (1942-1969). Orig.-Photographie (Silbergelatine) von Alberto Durazzi (1925-1990), Rom. London 1967. Format: 30 x 40 cm. (Querformat).
Pressephoto der „Stones“ in der Originalbesetzung bei einer Kaffeepause in einem Londoner Cafe. Das zweite Photo mit einer stimmungsvollen Nahaufnahme von Richards, Watts und Jones. – Rückseitig mit dem Stempel einer ital. Foto-Agentur, vintage. Schlagwörter: Musik, Original-Photographie, Pop-Kultur, Porträtphotographie, Porträts, Rock groups, Rock music, Rock- und Popmusik |
400,-- | ![]() |
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| Le Corbusier (eig. Charles-Édouard Jeanneret-Gris, 1887-1965, schweizerisch-französischer Architekt und Maler). Orig.-Photographie (Silbergelatine-Abzug) von Aldo Durazzi (1925-1990). Paris Februar 1963. Format: 40 x 30 cm.
Schönes Portrait des bedeutenden Architekten in seinem Pariser Atelier. Im Hintergrund ist eine Zeichnung seines berühmten Modulor Man zu sehen. – Rückseitig mit Stempel einer ital. Foto-Agentur. Schlagwörter: Kunst, Original-Photographie, Portrait, Portrait photography, Portraitphotographie, Porträtfotografie, Porträtphotographie, Porträts |
350,-- | ![]() |
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| Ali, Muhammad (eig. Cassius Marcellus Clay, 1942-2016, US-amerikanischer Boxer). Orig.-Porträtphotographie (Silbergelatine-Abzug). London 8. August 1966. Format: 40 x 30 cm.
Ausdrucksstarkes Porträt des wohl berühmtesten Sportlers aller Zeiten. – Es zeigt den schweißbedeckten Boxweltmeister nach seinem legendären Kampf gegen Brian London in der Earls Court Arena, London. – Rückseitig mit Stempel einer italienischen Foto-Agentur, vintage. Schlagwörter: Boxen, Boxsport, Original-Photographie, Pop-Kultur, Porträts, Sport |
600,-- | ![]() |
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| Ali, Muhammad (eig. Cassius Marcellus Clay, 1942-2016, US-amerikanischer Boxer). Orig.-Porträtphotographie (Silbergelatine-Abzug). London 8. August 1966. Format: 40 x 30 cm.
Ausdrucksstarkes Porträt des wohl berühmtesten Sportlers aller Zeiten. – Es zeigt den schweißbedeckten Boxweltmeister nach seinem legendären Kampf gegen Brian London in der Earls Court Arena, London. – Rückseitig mit Stempel einer italienischen Foto-Agentur, vintage. Schlagwörter: Boxen, Boxsport, Original-Photographie, Pop-Kultur, Porträts, Sport |
600,-- | ![]() |
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| Bowie, David (d. i. David Robert Jones, 1947-2016, britischer Musiker, Sänger, Produzent und Schauspieler). Original-Portrait-Photographie (Silbergelatine). Rom 1988. Format 40 x 30 cm. (Hochformat, Bildgröße: 40 x 25 cm.).
Halbfigur-Portrait des berühmten Pop-Stars, eine Zigarette rauchend. – Rückseitig mit Stempel einer italienischen Fotoagentur, vintage. Schlagwörter: Pop-Kultur, Portrait photography, Portraitphotographie, Porträtfotografie, Porträtphotographie, Rock- und Popmusik |
450,-- | ![]() |
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| Bowie, David (d. i. David Robert Jones, 1947-2016, britischer Musiker, Sänger, Produzent und Schauspieler). Original-Portrait-Photographie (Silbergelatine) von Marsili. Rom 15. oder 16. Juni 1987. Format 30 x 40 cm. (Querformat)
Konzertfoto des berühmten Pop-Stars bei seiner „Glass Spider Tour“ im Stadio Flaminio in Rom. – Rückseitig mit Stempel einer italienischen Fotoagentur, vintage. Schlagwörter: Pop-Kultur, Portrait photography, Portraitphotographie, Porträtfotografie, Porträtphotographie, Rock- und Popmusik |
350,-- | ![]() |
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| Bowie, David (d. i. David Robert Jones, 1947-2016, britischer Musiker, Sänger, Produzent und Schauspieler). Original-Portrait-Photographie (Silbergelatine) von Marsili. Rom 15. oder 16. Juni 1987. Format 40 x 30 cm. (Hochformat)
Konzertfoto des berühmten Pop-Stars bei seiner „Glass Spider Tour“ im Stadio Flaminio in Rom. – Rückseitig mit Stempel einer italienischen Fotoagentur, vintage. Schlagwörter: Pop-Kultur, Portrait photography, Portraitphotographie, Porträtfotografie, Porträtphotographie, Rock- und Popmusik |
350,-- | ![]() |
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| Bowie, David (d. i. David Robert Jones, 1947-2016, britischer Musiker, Sänger, Produzent und Schauspieler). Original-Portrait-Photographie (Silbergelatine) von Marsili. Rom 15. oder 16. Juni 1987. Format 30 x 40 cm. (Querformat)
Konzertfoto des berühmten Pop-Stars bei seiner „Glass Spider Tour“ im Stadio Flaminio in Rom. – Rückseitig mit Stempel einer italienischen Fotoagentur, vintage. Schlagwörter: Pop-Kultur, Portrait photography, Portraitphotographie, Porträtfotografie, Porträtphotographie, Rock- und Popmusik |
350,-- | ![]() |
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| Ali, Muhammad (eig. Cassius Marcellus Clay, 1942-2016, US-amerikanischer Boxer). Orig.-Porträtphotographie (Silbergelatine-Abzug). London 8. August 1966. Format: 40 x 30 cm.
Ausdrucksstarkes Porträt des wohl berühmtesten Sportlers aller Zeiten. – Es zeigt den schweißbedeckten Boxweltmeister nach seinem legendären Kampf gegen Brian London in der Earls Court Arena, London. – Rückseitig mit Stempel einer italienischen Foto-Agentur, vintage. Schlagwörter: Boxen, Boxsport, Original-Photographie, Pop-Kultur, Porträts, Sport |
600,-- | ![]() |
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| Meggendorfer, Lothar. Lebende Bilder. 14. Auflage. München, Braun & Schneider o. J. (um 1890). Gr.-4° (32,5 x 24,5 cm.). [9] Bl. mit 8 handkolorierten Tafeln mit beweglichen Teilen und Ziehmechanismus. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband.
Bilderwelt 2057. Hobrecker, Braunschweig 5077. Katzenheim S. 203 ff. Krahé 189 und S. 43 ff., 112 und 127. LKJ II, 460. Ries 710, 2. Wegehaupt IV, 1424 (13. Auflage). – Das erste Ziehbilderbuch Meggendorfers, erschien zuerst 1879. – „Mit dem nur selten beherzigten und eigentlich auch gegen die Interessen des Verlages gerichteten gereimtem Vorwort: In diesem Buch, mein liebes Kind, Verschied’ne schöne Bilder sind. Sie rühren Arme, Kopf und Bein, Lebendig scheinen sie zu sein. Doch sind sie leider von Papier, Darum wohlmeinend rat’ ich Dir, Geh Du mit ihnen sorgsam um, Sonst nehmen sie’s am Ende krumm, Und Kind und Bild sind übel d’ran, Wenn man sie nicht mehr ziehen kann. – Dieses erste Ziehbilderbuch von Meggendorfer war ursprünglich als Weihnachtsgeschenk für seine Kinder gedacht. Es zeigt schon die typische Note seines Humors. In den ausdrucksstarken Gebärden und der Mimik der Gestalten offenbart sich die genaue Beobachtungsgabe des Künstlers, der sich seine Modelle auf der Straße und im Familien- und Bekanntenkreis suchte“ (S. Blöcker in Bilderwelt). – Mit den Ziehbildern: Herr Staberl. – Die Jungfer Köchin. – Der Klavierspieler. – Der Schreiber. – Der Herr Magister. – Der Tyroler Sänger. – Fritzchen und der Kakadu. – Das naschhafte Kätzlein. – Innengelenke alt mit Papierstreifen überklebt, von leichten Gebrauchs- und Altersspuren abgesehen sehr gut erhaltenes und voll funktionsfähiges Exemplar aus der Sammlung des berühmten Kinderbuch-Künstlers Maurice Sendak (1928-2012) mit dessen Exlibris. Hildegard Krahé, die deutsche Übersetzerin der Kinderbücher von M. Sendak hat diesen mit den originellen Bilderbüchern Meggendorfers bekannt gemacht. Siehe auch Maurice Sendak und Jim Deesing. The genius of Lothar Meggendorfer. A movable toy book. Random House, New York 1985. Schlagwörter: Movable books, Spielbilderbücher, Ziehbilderbuch |
2.200,-- | ![]() |
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| Das Gebetbuch Lorenzos de’ Medici (Libellus Precatorius) 1485. Handschrift Clm 23639 der Bayerischen Staatsbibliothek München. 2 Bände (Faksimile und Kommentar). Lachen am Zürichsee, Coron-Verlag und Stuttgart, Müller und Schindler (1991). 8°. 229 faksimilierte Blätter mit zahlreichen Miniaturen und Initialen in Gold und Farben; 402 S. mit farb. Frontispiz und teils farb. Abb. Roter Originalseidenband, vergoldete Prunkdeckel mit zehn emaillierten Miniaturen, vergoldeten Spangen und Schließen. In der samtgefütterten Originallederkassette und Originallederband mit goldgepr. Rückentitel und Deckelvignette in Pappschuber mit farb. Deckelbild.
Eines von 300 Exemplaren der Coron-Exklusiv-Ausgabe mit der Nachbildung des Florentiner Prunkeinbandes (Gesamtauflage 800). Mit illuminierten Kalenderblättern, 5 großen und 7 kleineren historisierten Initialen und 5 ganzseitigen Miniaturen mit Bordüren, Wappen der Wittelsbacher, Medici und Dalviati. Die prächtige Handschrift war ein Hochzeitsgeschenk von Lorenzo de Medici (1449-1492) an seine Tochter Lucrezia. Mit der Buchmalerei wurde der Florentiner Miniaturenmaler Francesco Rosselli beauftragt, der schon mehrfach für die Medicis gearbeitet hatte. – Kommentarband mit Beiträgen von Erwin Arnold, Marl L., Evans, Albinia C. de la Mare und Lorenz Selig. – Nahezu tadelloses Exemplar. Schlagwörter: Faksimile, Gebetbuch, Gebetbücher, Handschriften, Manuscripts, Manuskripte, Nummerierte Bücher, Stundenbuch, Theologie, Vorzugsausgaben |
1.800,-- | ![]() |
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| Looser, E(lias). Briefe über Karlsruhe, Pforzheim, Baden-Baden und Mannheim. Karlsruhe, Wilhelm Hasper 1833. Kl.-8° (17 x 10,5 cm.). VI, 215 S., [1] Bl. mit gefalt. gestoch. Frontispiz (″Evangelische Stadtkirche mit dem Lyceum“ in Karlsruhe). Pappband um 1920 mit goldgepr. Rückenschild (typogr. Orig.-Umschlag beigebunden).
Lautenschlager V/1, 25176. – Erste Ausgabe, selten. – „Schon lange nährte ich den Wunsch, Ihnen über die hiesige Residenztadt, in welcher ich seit einigen Jahren, vom geliebten Vaterlande (Schweiz) entfernt, lebe, so wie über einige andere Städte des Großherzogthums Baden, die ich zu besuchen Gelegenheit hatte, eine kurze Schilderung zu entwerfen … In dem kurzen Zeitraume von 115 Jahren hat sich nun aus dem Dickicht eines bloß von Wild bewohnten Waldes eine Stadt herausgebildet, die jetzt bereits über 1200 Häuser und beinahe 20000 Einwohner zählt“ (S. 1 und 5). – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Badenia, Karlsruhe, Mannheim, Ortsgeschichte, Pforzheim |
180,-- | ![]() |
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| Aikin, Lucy. Memoirs of the court of King James the First. (Illustrated with contemporary portraits of many artists compiled by T. Mackinslay in 1850). Second edition. 2 Bände. London, Longman, Rees, Orme, Brown, Green and Longman 1833. Gr.-8° (22 x 14 cm.). XV (1) S., [12] Bl. (davon 6 beschrieben „Index to 150 inlaid plates inserted since publication“), 544 S.; XV, 611 S. mit 2 zusätzlichen kalligraphischen Titelblättern, 2 gestoch. Frontispizen, 152 teils mont. gestoch. Portraits, 1 gefalt. Brief-Faksimile und 1 mehrfach. gefalteten Faksimile-Urkunde auf Leinen kaschiert. Lederbände der Zeit mit goldgepr. Rückentiteln, floraler Rückenvergoldung, dekorativen breiten Deckel-Bordüren, Kanten- und Innenkantenvergoldung und Goldschnitt.
Zuerst 1822 erschienene Darstellung über die Zeitgenossen König, Jacobs I. von England. – Unikales Exemplar ergänzt um 152 Portrait-Kupferstichen des 17. bis 19. Jahrhunderts, darunter Shakespeare (″From the Edition of his Poems 1640“), Sr. John Moor (″From a scarce Print in the Collection of R. Bull Esq.“, Farb-Radierung in Rot, Braun und Schwarz), Queen Mary I., Sr. F. Bacon, King Henry VIII., Admiral Blake, Oliver Cromwell, John Milton und Kardinal Richelieu. – Die britische Historikerin und Schriftstellerin Lucy Aikin (1781-1864) veröffentlichte vorwiegend biographisch-historische Werke. „1810 erschien ihr erstes größeres Werk, Epistles on Women, Exemplifying their Character and Condition in Various Ages and Nations, with Miscellaneous Poems, und 1814 ihr einziges belletristisches Werk, Lorimer, a Tale. Dies waren nur frühe Versuche, aber ihren Ruf erwarb sie vollständig durch historische Werke, die zwischen 1818 und 1843 veröffentlicht wurden: Memoirs of the Court of Queen Elizabeth (1818), Memoirs of the Court of James I. (1822), Memoirs of the Court of Charles I. (1833) und Life of Addison (1843). Das letztgenannte Werk, das viele bisher unveröffentlichte Briefe Addisons enthält, war Gegenstand eines Essays von Macaulay, der zwar Aikins andere Werke und insbesondere ihre Memoirs of the Court of James I lobte, aber feststellte, dass sie „unter den Halskrausen und Spitzbärten der Theobalds weit mehr zu Hause war als unter den Steenkirschen und wallenden Perücken, die Königin Annes Teetisch in Hampton umgaben“. Sie selbst sah das ähnlich und soll nach der Fertigstellung von Charles I. geäußert haben: „Ich bin entschlossen, mich nicht weiter mit englischen Herrschern zu befassen. Charles II. ist kein Thema für mich: Er würde mich dazu bringen, meine Art zu verdammen.“ (Wikipedia). – Exlibris (″Samuel F. Barker“), unikale mit 152 Portraits getrüffelte „Luxus-Ausgabe“ in einem prachtvollen Handeinband. Schlagwörter: Biographie, Biography, Einbände, Einbandkunst, England, Great Britain, Großbritannien, Portraits, Porträts, Porträtwerke |
800,-- | ![]() |
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| Barth, Karl. Die kirchliche Dogmatik. Mischauflage. 4 Bände in 13 und Registerband (zusammen 14 Bände). Zürich, Theologischer Verlag 1969-1970. Gr.-8° (24,5 x 16,5 cm.). Orig.-Leinenbände.
Hauptwerk des Schweizer Theologen K. Barth (1886-1968). – I. Die Lehre vom Wort Gottes. Prolegomena zur Kirchlichen Dogmatik. – II. Die Lehre von Gott. – III. Die Lehre von der Schöpfung. – IV. Die Lehre von der Versöhnung und Registerband (herausgegeben von Helmut Krause). – „Mit der Berufung Barths auf den Lehrstuhl für reformierte Theologie in Göttingen (1921-1925) begann die universitäre Laufbahn: Münster (1925-1930), Bonn (1930-1935), Basel (1935-1962/1968). In der Aufsatzsammlung „Das Wort Gottes und die Theologie“ (1924), in „Die Christliche Dogmatik im Entwurf“ (1927) sowie in der monumentalen „Kirchlichen Dogmatik“ (ab 1932) gewann der neue Ansatz immer präzisere Gestalt. Barth nahm definitiv vom Glauben des religiösen Menschen als herrschendem Prinzip der Dogmatik Abschied und erhob das freie, souveräne Wort Gottes, allein in Jesus Christus offenbart und in der auf die Schrift gegründeten Verkündigung vermittelt, zum neuen Ausgangspunkt aller Theologie; damit war die Ablehnung der natürlichen Theologie jeglicher Spielart verbunden. Dabei erwies sich das Studium Anselms von Canterbury (″Fides quaerens intellectum“, 1931) als hilfreich“ (K. Blaser in HLS online). – Einband von Band III/2 etwas braunfleckig, nur vereinzelt Anstreichungen mit Kugelschreiber, sonst gutes vollständiges Exemplar. Schlagwörter: Gesamtausgaben |
180,-- | ![]() |
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| Schmögner, Walter. 12. Tagebuch. 8.3.1988 – 15.8.1988. 95 Bleistiftzeichnungen. Mit einem Text von Joachim Riedl. Wien, Seitenberg Edition (1989). 4°. [204] S. mit 95 Tafeln. Orig.-Halbleinenband mit farbigem Deckelschild.
Eines von 1000 num. Exemplaren; im Druckvermerk von W. Schmögner signiert und mit eigenhändiger Widmung für die Kölner Antiquarin Gundel Gelbert. – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Nummerierte Bücher, Signierte Bücher, Widmungsexemplar |
70,-- | ![]() |
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| Holst, Adolf. Lustiges Kleinkinderbuch. (Bilder) von Gertrud Caspari. Mit Versen von Adolf Holst. 4. Auflage, 19. – 24. Tausend. Leipzig, Alfred Hahn o. J. (ca. 1909). Quer-8° (21,5 x 27,5 cm.). [24] S. mit farblithogr. Illustrationen auf Karton. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband.
Blaume, Holst 4. Slg. Cotsen 4951 und 7896 (amerik. Ausgabe von 1911). Goebels III, 208. Klotz 2869/89. LKJ I, 247 und 566. Neubert 6.1.7. Ries 464, 7. Stuck-Villa II, 151. – Eines der erfolgreichsten Bilderbücher der berühmten Kinderbuch-Künstlerin. Erschien zuerst 1907 in verschiedener Ausstattung (als Leporello, auf Papier und auf starkem Karton wie hier). – Texte in deutscher Schreibschrift. – „Das „Lustige Kleinkinderbuch“ ist für Vorschulkinder bzw. für Leseanfänger gedacht. Die Bilder sind wie „gemalte Postkarten“. Gertrud Caspari stellt ihre scharf konturierten Figuren, ohne perspektivische Zutaten, flächig ausgemalt vor einen hellbraun getönten Hintergrund. Diese Art zu malen trug der Künstlerin gelegentlich den Vorwurf ein, ihre Illustrationen zu schablonisieren. Die erwachsenen Käufer und zumal die Kinder sahen die Sache anders, wie die erreichten Auflagen zeigen. Das Kind entdeckte in den farbbunten und unmittelbar nachzuvollziehenden Bildszenen seine Umwelt die nähere und die weitere – mit Haustieren, Schornsteinfeger, Auto und Eisenbahn, Bär und Elefant, mit der Großmutter und anderen ihm vertrauten Gestalten. Adolf Holsts schlichte Reime waren zum Vorlesen geeignet – und eines Tages auch zum Selberlesen in der erlernten Schreibschrift“ (Hubert Göbels). – Kanten und Deckel im Rand berieben, Deckel angestaubt, sonst gutes Exemplar der seltenen „unzerreisbaren“ Ausgabe. Schlagwörter: Jugendstil, Kleinkind-Bilderbücher |
120,-- | ![]() |
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| Viksten, Albert. Die Flösser. (Aus dem Schwedischen von Helen Woditzka). Zürich, Wien, Prag, Büchergilde Gutenberg (1935). Gr.-8° (23,5 x 17,5 cm.). 231, (1) S. mit 33 Illustrationen nach Tuschezeichnungen von Hans Felix Kraus. Orig.-Kalbslederband mit ornamentaler Rückenvergoldung, goldgepr. Deckeltitel und Kopfgoldschnitt (von Walter Gerlach) in marmorierten Buchkassette.
Erste deutsche Ausgabe. – Die Büchergilde verteilte die in Leder gebundene Luxusausgaben als Prämie an erfolgreiche Werber. – Der bedeutende Buchbinder Walter Gerlach (1892–1982) war Schüler von Paul Kersten, Mitbegründer des MDE (Meister der Einbandkunst) und einflussreicher Lehrer für Handvergoldung in Berlin. – Gutes Exemplar. Schlagwörter: Einbände, Einbandkunst |
320,-- | ![]() |
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| Bellmer – Mandiargues, André Pieyre de (Préface). Hans Bellmer, Oeuvre gravé. Paris, Éditions Denoël 1969. 96 p. avec 103 reproductions en noir. Reliure originale en toile dans un étui en carton.
Première édition. – Dos légèrement éclairci, bon exemplaire. Schlagwörter: Catalogue raisonné, Catalogues raisonnés, Werkverzeichnis, Werkverzeichnisse |
40,-- | ![]() |
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| Chagall – Sorlier, Charles. Die Keramiken und Skulpturen von (Marc) Chagall. Vorwort von Andre Malraux. Notizen und Katalog von Charles Sorlier. Monaco, André Sauret (1972). Gr.-4° (33 x 26 cm.). 249, (1) S., [1] Bl. mit 220 Abbildungen und 1 Orig.-Farblithographie (″Devant St. Jeannet“, gedruckt bei Mourlot-Frères in Paris). Orig.-Leinenband mit farbig illustr. Schutzumschlag.
Erste deutsche Ausgabe. – Deutsche Übersetzung von Ursula Patzies und Georges D. Ruelle. – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Catalogue raisonné, Catalogues raisonnés, Keramik, Plastik, Werkverzeichnis, Werkverzeichnisse |
100,-- | ![]() |
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| Hultén, K(arl) G(unnar) Pontus (Hrsg.). The Machine as seen at the end of the mechanical age. New York, Museum of Modern Art (1968). 4°. 216 S. mit zahlr. teils farb. Abb. u. 2 Tafeln nach Tinguelys „Homage to New York“. Farbig illustr. und geprägter Orig.-Metalleinband.
Katalog zu der legendären Ausstellung mit dem ebenso berühmten Einband, hergestellt in Schweden nach einem Entwurf von Anders Österlin unter Verwendung eines Fotos von Alicia Legg (Eingang des MOMA, mit einem New Yorker ‚Yellow Cab‘ und Passanten im Vordergrund). – Die Ausstellung zeigte Maschinen und deren Darstellung in der Kunst von Leonardo bis in die Gegenwart mit besonderem Schwerpunkt bei den Futuristen und Surrealisten sowie der russischen Avantgarde. – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Maschinen, Pop-art, Pop-Kultur, Technik |
90,-- | ![]() |
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| Walser, Robert. Geschichten. Mit Zeichnungen von Karl Walser. Leipzig, Kurt Wolff 1914. 8°. IV, 231 S. mit 31 Illustrationen, davon eine auf dem Titel. Illustr. teilkolorierter Orig.-Kartonumschlag.
Badorrrek-Hoguth A 30.1. Göbel 176. Kerr S. 385. Schäfer 7. W.-G.² 7. – Erste Ausgabe. – Sauberes seitlich und unten unbeschnittenes Exemplar der Broschurausgabe, die neben der Auflage in Halbleder erschien. Schlagwörter: Expressionisme, Expressionismus, Illustrated books, Illustrierte Bücher |
320,-- | ![]() |
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| Album comemorativo da Exposição-feira de Angola. Luanda (Edição do Governo Geral de Angola) 1938. Quer-4° (23,5 x 30,5 cm.). Titel in Rot und Schwarz, 6 S., [1] Bl., 141 Tafeln in Heliogravure nach Fotografien von C. Duarte (d. i. Firmino Marques da Costa), [1] Bl. Farbig illustr. Orig.-Kartonumschlag mit Kordel-Heftung.
Dekoratives Art déco-Fotoalbum der Kolonial-Ausstellung in Angola 1938. – „Das von der Generalregierung Angolas herausgegebene Gedenkalbum, das sicherlich nur zu Geschenkzwecken diente und nur in geringer Auflage verteilt wurde, ist eine fotografische Produktion von außergewöhnlicher Qualität und zeugt von der Übernahme architektonischer und dekorativer Programme, die die offizielle moderne Monumentalität, aber auch das Beste des portugiesischen Art Déco und einen überraschenden experimentellen Eklektizismus veranschaulichen. Vasco Vieira da Costa, der später zum berühmten modernistischen Architekten von Luanda wurde (Entwurf des Marktes von Kinaxixe – 1950/1952, 2008 zerstört), war sein Hauptschöpfer, noch in seiner Funktion als Zollbeamter und Zeichner, damals als Leiter der technischen Dienste und „Künstler von hohem Verdienst” bezeichnet. Die Fotos, die C. Duarte zugeschrieben werden, stammen von Firmino Marques da Costa“ (Alexandre Pomar, Africa in the Photobook, übersetzt aus dem Portugisischen). – Umschlag und Titelblatt mit restaurierten Randläsuren, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Africa, Afrika, Art Déco, Weltausstellungen |
1.400,-- | ![]() |
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| Lexica – Hübner, Johann. Neu- vermehrtes und verbessertes Reales Staats-, Zeitungs- und Conversations-Lexicon… Allerneueste Auflage. Regensburg und Wien, Emerich Felix Baders seel. Wittwe 1769. Gr.-8° (22,5 x 14 cm.). [13] Bl., 1287 S., [28] Bl. (Index) mit Titel in Rot und Schwarz, gestoch. Frontispiz und 9 (statt 10) gefalteten Kupfertafeln. Kalbslederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und floraler Rückenvergoldung.
Slg. Seemann 313. Vgl. Humpert 1410. Lenz 80 f. u. Zisska 4. – Die bedeutendste deutsche Enzyklopädie des 18. Jahrhunderts, als deren eigentlicher Verfasser der Barockdichter Philipp Balthasar Sinold v. Schütz gilt. – Das Werk erschien zuerst 1704 ohne Tafeln und wurde bis Anfang des 19. Jhdts. immer wieder aufgelegt. – Ein Exemplar der Auflage von 1789 war in der Bibliothek Goethes in Weimar und stand zeitweise griffbereit auf Goethes Schreibtisch. – Die Kupfertafeln mit Weltkarte, Orden, Schiffbau, Taucherglocke, Kriegswesen und Wappen. Wie oft fehlt die zweite Tafel „Meilen-Anzeiger“. – Einband etwas berieben, zeitgenöss. Besitzvermerk, gutes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Lexica |
240,-- | ![]() |
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| Rohr, Karl. Jumbo. Eine lustige Elefanten-Geschichte mit Bildern und Reimen. Esslingen u. Mchn., Schreiber o.J. (um 1950). 4°. [9] Bl. mit 16 (8 farb.) halbs. Illustrationen. Farbig illustr., teils geprägter Orig.-Pappband in Form eines Elefanten ausgestanzt. (Verlags-Nr. 0198).
Vgl. Hoppensack 97 a u. b und Klotz, Bilderbücher 4712/13 (beide erste Ausgabe von 1927) . – Nachkriegsausgabe dieses humorvoll illustrierten Umriß-Bilderbuchs. – Rücken und Kanten geringfügig berieben, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Schreiber, Umriß-Bilderbücher |
50,-- | ![]() |
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| Kandinsky, Wassily. Punkt und Linie zu Fläche. Beitrag zur Analyse der malerischen Elemente. München, Albert Langen (1926). Gr.-8°. 190 S., [4] Bl. mit 102 Figuren im Text und 26 (1 farb.) Tafeln. Orig.-Kartonumschlag mit illustr. Schutzumschlag in Blau und Schwarz. (Bauhausbücher, Band 9).
Dokumentations-Bibliothek VI, 68. Fleischmann 168 f. Lang, Bauhaus 245. Wingler 563. – Erste Ausgabe. – Typographie und Umschlagentwurf von Herbert Bayer. – Druck bei Hesse & Becker, Leipzig. – „Organische Fortsetzung meines Buches ‚Über das Geistige in der Kunst‘. … Äußerlich kann der Punkt als die kleinste Elementarform bezeichnet werden, was aber nicht genau ist. … der Punkt kann wachsen, zur Fläche werden und unbemerkt die ganze Grundfläche bedecken – wo wäre dann die Grenze zwischen Punkt und Fläche?“ (S. 24). – Rücken stärker aufhellt, zeitgenöss. Besitzvermerk und Stempel auf dem Vortitel, gutes Exemplar der seltenen kartonierten Ausgabe. Schlagwörter: Avantgarde, Bauhaus, Expressionisme, Expressionismus |
1.600,-- | ![]() |
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| Requark, Emil Marius (d. i. Max Josef Wolff). Vor Troja nichts Neues. 1. – 10. Tausend. Berlin, Brunnen-Verlag, Karl Winckler (1930). 8°. 119, (1) S. mit beil. Verlagsprospekt (4 S.). Orig.-Kartonumschlag.
Erste Ausgabe der mehrfach aufgelegten Parodie auf Erich Maria Remarques berühmten Antikriegsroman „Im Westen nichts Neues“ (Berlin 1929). – Der jüdische Jurist, Schriftsteller und Shakespeare-Übersetzer M. J. Wolff (1868-1941) starb nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Oktober 1941 in Berlin durch Suizid. – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Parodie |
40,-- | ![]() |
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| Petrarcha (Petrarca), Francesco. Von der Artzney bayder Glück, des guten vnd widerwertigen. Unnd wes sich ain yeder inn Gelück und unglück halten sol. Aus dem Lateinischen indas Teutsch gezogen. Mit künstlichen fyguren durchaus/ ganz lustig und schön gezyeret. (Reprint der Ausgabe: Augsburg, Heynrich Steyner, 1532. Herausgegeben und kommentiert von Manfred Lemmer). (Hamburg), Friedrich Wittig (1983). 4°. [24], 209 S. mit zahlr. Abbildungen nach Holzschnitten. Orig.-Pappband mit illustr. Pappschuber.
Gutes Exemplar. Schlagwörter: Faksimile |
40,-- | ![]() |
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| (Gorzkowski, Franciszek). Der Piastehn oder Bestimmung des Kreises Piasthens und Quadrats des Durchmessers desselben Kreises und desselben Piasthens. Leipzig, Paul Jacques Besson 1806. 4° (25,5 x 20 cm.). 62 S., [1] Bl. mit 1 gefalteten Kupfertafel. Interims-Umschlag der Zeit in moderner Pappkassette mit Deckelschild.
Äußerst seltene Abhandlung zur Quadratur des Kreises des polnischen Landvermessers und Jacobiners F. Gorzkowsk (1760-1830). „Der verehrungswürdigen Mathematischen Gesellschaft in Hamburg zur näheren Prüfung eingereicht …“ – „Die Quadratur des Kreises ist ein klassisches Problem der Geometrie. Die Aufgabe besteht darin, aus einem gegebenen Kreis mit Zirkel und Lineal in endlich vielen Schritten ein Quadrat gleichen Flächeninhalts zu konstruieren, sprich die Konstruktion eines Quadrats mit der Seitenlänge p {displaystyle {sqrt {pi }}}. Sie ist äquivalent zur sogenannten Rektifikation des Kreises, also der Konstruktion einer geraden Strecke, die dem Kreisumfang entspricht. Das wiederum entspricht der Konstruktion der Kreiszahl p {displaystyle pi } (halber Kreisumfang) aus der Strecke, deren Länge gleich 1 {displaystyle 1} Längenmaßeinheit ist. Beschränkt man die Konstruktionsmittel auf Zirkel und Lineal, so ist die Aufgabe aufgrund der Transzendenz von p {displaystyle pi } unlösbar. Erst im Jahre 1882 konnte dies von dem deutschen Mathematiker Ferdinand von Lindemann bewiesen werden. Die Quadratur des Kreises gehört zu den populärsten Problemen der Mathematik. Jahrhundertelang suchten neben Mathematikern auch immer wieder Laien vergeblich nach einer Lösung. Der Begriff Quadratur des Kreises ist in vielen Sprachen zu einer Metapher für eine unlösbare Aufgabe geworden“ (Wikipedia). – Gorzkowski war „Teilnehmer des Kosciuszko-Aufstands, Mitglied des Jakobinerclubs, Verfechter der Verbindung des bewaffneten Kampfes für die polnische Unabhängigkeit mit der Beseitigung sozialer Ungleichheiten, der Abschaffung der Leibeigenschaft und der Pacht. Er wurde um 1760 in Ermland in eine Adelsfamilie geboren. Als Landvermesser unterstützte er die Verfassung vom 3. Mai und die Abschaffung der Leibeigenschaft . Er gehörte dem Polnischen Jakobinerklub an. Er beteiligte sich an der Planung und Vorbereitung des Kosciuszko – Aufstands , in dessen Verlauf er in Warschau kämpfte. Nach dem Scheitern des Aufstands gelangte er in das podlasische Dorf Cisie, wo er Anführer einer Verschwörung wurde. Diese war organisatorisch auf einem Pfarrnetzwerk aufgebaut und hatte einen bewaffneten Kampf für die Unabhängigkeit und, nach der Zerschlagung des „Wolfsclans“ – jener, die die Bauern ausbeuteten und zu denen Gorzkowski auch Priester zählte – die Einführung eines republikanischen Systems zum Ziel. Er betrachtete die Bauernschaft als wichtige politische Kraft. Im Rahmen seiner Aktivitäten verteilte er unter den ungebildeten Bauern Flugblätter mit Zeichnungen. Nachdem Gorzkowskis Agitation aufgedeckt worden war, wurde er 1797 zusammen mit seinen Mitstreitern verhaftet und von den österreichischen Behörden in Krakau inhaftiert. Nach langwierigen Ermittlungen wurde er 1802 zum Tode verurteilt. Kaiser Franz II. von Habsburg wandelte das Todesurteil in eine Verbannung um. Nach seiner Emigration 1807 ließ er sich in Warschau nieder und entwickelte ein Projekt zur Emanzipation der Bauern“ (Wikipedia aus dem Polnischen übersetzt). – Rücken etwas beschädigt, Umschlag fleckig und angestaubt, im Blattrand und die Kupfertafeln etwas braunfleckig, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Dissertation, Dissertationen, Geometrie, Geometry, Mathematics, Mathematik |
300,-- | ![]() |
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| Kandinsky, Wassily und Franz Marc (Hrsg.). Der Blaue Reiter. 2. Auflage. München, R. Piper & Co. 1914. 4° (30 x 23 cm.). [5] Bl., 140 S. mit 4 pochoirkolorierten Tafeln, darunter 2 nach Kandinsky und Marc, 30 Tafeln, 3 (2 gefalt., 1 doppelblattgr.) Musikbeilagen, 8 Initialen und Vignetten sowie zahlr. Abbildungen im Text. Hellgrauer farbig illustr. Orig.-Leinenband mit Galvano nach einem Farbholzschnitt von Kandinsky in den Farben Schwarz, Blau und Rot sowie einer Vignette Kandinskys auf dem Hinterdeckel.
Dokumentations-Bibliothek VI, 553. Jentsch 5. Lankheit, Der Blaue Reiter, Dokumentarische Neuausgabe, München 1965, S. 280. Lang S. 147. Reed 160. Roethel 141 und S. 450, 10, 3. The Artist and the Book 139 (die vorl. zweite Auflage). Vom Jugendstil zum Bauhaus Nr. 83. – Eines von 1200 Exemplaren. Mit neuem Vorwort von W. Kandinsky und F. Marc. – Der Almanach „Der blaue Reiter“ gilt als „die bedeutendste Programmschrift der Kunst des 20. Jahrhunderts“ (Hans Bolliger). – „Die Herausgeber Marc und Kandinsky verstanden den Almanach als das Sprachrohr der ‚Epoche des Großen Geistigen‘ wie es im Vorwort von 1911 hieß. Gegen die Zeit der materiellen Kunst des 19. Jahrhunderts wollte man die Kunst des Geistigen setzen.“ (J. Lammers, im Katalog Vom Jugendstil zum Bauhaus). – Kandinsky schrieb am 11. Juni 1911 an seinen Freund F. Marc über seine Idee, mit ihm einen Almanach mit zahlr. Beiträgen anderer Künstler herauszugeben: „In dem Buch muß sich das ganze Jahr spiegeln, und eine Kette zur Vergangenheit und ein Strahl in die Zukunft müssen diesem Spiegel das volle Leben geben“ (vgl. Roethel S. 450). – „The philosophy behind this almanac is one of the most important concepts of the twentieth century art scene“ (Reed). – Mit Illustrationen von Kandinsky, Marc, Kirchner, Arp, Nolde, Klee, Pechstein, Kubin u. v. a., sowie Textbeiträgen von Marc, Kandinsky, Macke, Schönberg u. a. Die Musikbeilagen mit Partituren von Arnold Schönberg, Alband Berg und Anton v. Webern und Texten von M. Maeterlink, Alfred Mombert und Stefan George. – Einband etwas berieben und leicht angestaubt, Seidenhemdchen der ersten Farbtafel (Frontispiz) mit Knickspuren und Eckabriss, sonst sehr gut erhalten. Schlagwörter: Avantgarde, Expressionismus |
4.800,-- | ![]() |
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| Offices de la Semaine Sainte depuis les Ténèbres du jeudi saint jusques et compris les vespres du samedi saint. Französische Handschrift auf Papier. Paris 1783. 8° (18 x 12,2 cm.). Titel, 107 (eig. 106) S. mit Musiknoten und lateinischem Text in Tinte auf bläulichem Papier und 3 Kupfertafeln von (Jacques)-N(icolas) Tardieu. Kalbslederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild, floraler Rückenvergoldung, Deckel-Filetten, Innenkantenvergoldung und Goldschnitt.
Schön ausgeführtes Gesangbuch-Manuskript mit den Melodien und der Liturgie in Latein auf bläulichem Papier. Mit Tenebrae-Liturgie für Donnerstag, Freitag und Samstag der Karwoche. Die Gesänge wurden traditionell bei Kerzenschein in den frühen Morgenstunden vor Tagesanbruch gesungen. Tenebrae bedeuted Dunkelheit. – Die schönen Kupfertafeln stammen vermutlich von dem französischen Kupferstecher Jacques-Nicolas Tardieu (″Tardieu fils“ 1716-1791), dem Sohn des Kupferstechers Nicolas-Henri Tardieu und der Kupferstecherin Marie-Anne Horthemels. Tardieu wurde 1749 an der Académie de peinture aufgenommen. Im Salon de 1750 war er ebenfalls vertreten. Tardieu schuf eine Vielzahl von Stichen mit historischen, religiösen und profanen Themen. – Gelenke teils etwas spröde und berieben, sonst sehr gut erhalten und dekorativ gebunden. Schlagwörter: Church music, Gesangbuch, Gesangbücher, Handschriften, Hymn books, Kirchenmusik, Lieder, Manuscripts |
450,-- | ![]() |
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| Holst, Adolf. König ist unser Kind! (Bilder) von Gertrud Caspari. (Deckeltitel). 18.-22. Aufl. Leipzig, Alfred Hahn o. J. (um 1915). Quer-8° (19 x 23,5 cm.). 16 farb. Tafeln (Autotypien) mit eingedr. Versen in Sütterlin-Schrift auf starkem Karton. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband. (Verlags-Nr. 7 P).
Blaume, Holst 13. Klotz 2869/91. LKJ I, 247 (mit Abb.) und 566. Neubert, Caspari 14.1.2. Ries 464, 15 und S. 363. Vgl. Bilderwelt 2007 (24. Aufl.). – Frühe Ausgabe eines der erfolgreichsten von Holst und Caspari gemeinsam bearbeiteten Bilderbücher. – Mit typischen Illustrationen der bekannten Bilderbuch-Künstlerin auf hellgrauem Hintergrund und blau gedruckten Versen in deutscher Schreibschrift. – „Die Künstlerin zeichnete die Umwelt des Kindes in auffälligen, leuchtenden Grundfarben. Die Konturen der Gegenstände wurden aber – im Gegensatz zur Malweise – mit kräftigen Linien hervorgehoben“ (G. Rabenstein in LKJ). – Deckel im Rand berieben, sonst gutes Exemplar der „unzerreisbaren“ Ausgabe. Schlagwörter: Jugendstil, Kleinkind-Bilderbücher, Sütterlin-Schrift |
120,-- | ![]() |
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| Brehm, (Alfred Edmund). Brehms Tierleben. Allgemeine Kunde des Tierreichs. 3. gänzlich neubearb. Auflage von (Eduard) Pechel-Loesche. 10 Bände. Leipzig, Wien, Bibliographische Institut 1890-1893. Gr.-8° (25,5 x 18 cm.). Mit 180 Tafeln in Chromolithographie und Holzschnitt, 11 Karten und 1910 Textabb. Orig.-Halbledereinbände mit goldgepr. Rückentiteln und Rückenvergoldung.
KNLL III, 117. Nissen, IVB 138. – Beste Ausgabe mit den schönen chromolithographierten Tafeln. – I. bis III. Säugetiere. – IV. bis VI. Vögel. – VII. Kriechtiere und Lurche. – VIII. Fische. – IX. Insekten. – X. Niedere Tiere. – „Der besondere Reiz und damit wohl auch ein wichtiges Element des literarischen Werks von Brehms Tierschilderungen liegt in seiner von genialer Intuition geleiteten Deutung der Tierseele…“ (KNLL). – Der Geograph und Afrikaforscher E. Pechel-Loesche (1840-1913) war seit 1895 Professor an der Universität Erlangen. – Rücken teils etwas berieben, Vorderdeckel von Band IX fleckig, gutes Exemplar. Schlagwörter: Biologie, Entomologie, Ichthyologie, Ornithologie, Säugetiere, Zoologie |
300,-- | ![]() |
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| Grieshaber, HAP. Totentanz von Basel. Mit den Dialogen des mittelalterlichen Wandbildes. – The dance of death at Basle. – La danse des morts à Bâle. – (Mit einem Nachwort von Rudolf Meyer). Dresden, Verlag der Kunst 1966. Folio. 40 Bl., 2 Bl., VII S. mit 40 Orig.-Farbholzschnitten. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Deckelillustration und Schutzumschlag. (4. Druck der Leipziger Presse).
Fichtner 55. Fürst 66/1-40. „Ihr müßt alle nach meiner Pfeife tanzen“. Ausst.-Kat. Herzog August Bibliothek und Bibliothek Otto Schäfer 2000/2001, S. 241 ff. Spindler 65, 4. Tiessen III, 9. „Zum Sterben schön“. Ausst.-Kat. Schnütgen Museum Köln 2006, No. 106. – Erste Ausgabe. – Dreisprachiger Text. Die Schriften für die deutschen Texte entwarf Albert Kapr, sie wurden in Holz geschnitten. Sämtliche Holzschnitte wurden von den Originalstöcken in den Werkstätten der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst gedruckt. – „Ein Totentanz von vierzig Paaren, mit handwerklicher Beharrlichkeit in Holz geschnitten vom 24. Dezember 1965 bis zum 13. Juni 1966 … der Knochenmann als Schnitter, Totengräber oder Spielmann“ (Nachwort). – „Das Buch erregte 1966 auf der Buchmesse in Frankfurt a. M. großes Aufsehen und ebenso die zahlreichen Ausstellungen (die ersten im Juli 1966 in Leipzig und gleichzeitig in Essen). Obwohl Grieshaber die mittelalterlichen Stände sowie die Ständeordnung gänzlich übernahm, sind seine Bilder nicht nur originell, sondern oft von einer eindringlichen Aktualität. Mittels seiner sehr persönlichen, von jeder Stilrichtung unabhängigen Bildersprache ist es ihm gelungen, aus vielen der alten Motiv Symbole unserer Zeit zu schaffen.“ (Schuster, Mensch und Tod. Graphiksammlung der Univ. Düsseldorf. Bestandskat. Nrn. 262-302 (mit ausführl. Beschreibung aller Holzschnitte). – Schutzumschlag mit kleinen Randläsuren und leicht angestaubt, sonst sehr gut erhalten. Schlagwörter: Nummerierte Bücher, Original-Graphik, Pressendrucke, Totentanz |
400,-- | ![]() |
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| Lactantius, (Lucius Caecilius Firmianus). Opera omnia, quae supersunt Jo(hannes) Georg Walch. Leipzig, Officina Weidmanniana 1735. 8°. [8] Bl., 64, 1235 S., [14] Bl. mit Titelblatt in Rot und Schwarz. Lederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und reicher Rückenvergoldung.
VD18 11540583. – Zuerst 1715 erschienene Gesamtausgabe der Werke des frühchristlichen Rhetorikers Laktanz (ca. 250-325 n. Chr), Lehrer des späteren Kaisers Konstantin I. Mit Kommentaren des sächsischen Philologen und Theologen J. G. Walch (1693-1775), der seit 1718 Professor für Philosophie, Altertumskunde und seit 1719 für Rhetorik an der Universität in Jena war. – „Sein Hauptwerk ist die „Religionslehre“ (Divinae institutiones), die erste Gesamtdarstellung des christlichen Glaubens in lateinischer Sprache. Die Schrift „Über Gottes Kunstwerk“ (De optificio dei) legt Schönheit und Zweckmäßigkeit des menschlichen Organismus dar, ohne christliche Anklänge; „Über den Zorn Gottes“ (De ira dei) behandelt das schon von der Stoa und von Epikur erörterte Problem, ob der Gottheit Affekte zugeschieben werden können. Die Echtheit der Schrift „Über die Todesarten der Verfolger“ (De mortibus persecutorum) ist umstritten. Wegen der Reinheit und Glätte seines Stils wurde L. von Humanisten der Renaissance der christliche Cicero genannt“ (Tusculum-Lexikon). – Einband etwas berieben, Vorsatz und Titel mit Bestitzvermerken, stellenweise teils stärker gebräunt und etwas braunfleckig, gutes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Antike, Barockliteratur, Rhetorik |
200,-- | ![]() |
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| Remarque, Erich Maria (d. i. Erich Paul Remark). Im Westen nichts Neues. Berlin, Propyläen-Verlag (Ullstein & Co.) 1929. 8°. 287, (1) S. Orig.-Leinenband.
Kosch³ XII, 983. NDB XXI, 415. W.-G.² 3. – Erste Ausgabe des berühmten Anti-Kriegsromans. Zuerst ab November 1928 als Vorabdruck in der Vossischen Zeitung erschienen. – „Remarques Buch ist das Denkmal unseres unbekannten Soldaten. Von allen Toten geschrieben“ (Walter von Molo, Umschlagtext). – „Am 10.11.1928 begann in der „Vossischen Zeitung“ der Vorabdruck seines Romans „Im Westen nichts Neues“, in der R. die Geschichte einer Generation erzählt, „die vom Krieg zerstört wurde“; die erste dt. Buchausgabe erschien Anfang 1929 im Ullstein-Verlag, die Auflage überschritt bereits im Juni 1930 die Millionengrenze. Durch seinen in mehr als 20 Sprachen übersetzten Roman, der die Fronterlebnisse des 1. Weltkriegs literarisch verarbeitete, wurde R. über Nacht zu einem der berühmtesten, umstrittensten und reichsten dt.sprachigen Autoren seiner Zeit. Ebenfalls ein Welterfolg wurde der 1930 unter der Regie von Lewis Milestone in Hollywood gedrehte gleichnamige Film, dessen Vorführungen in Berlin Ende 1930 von den Nationalsozialisten massiv gestört wurden. Von der Filmprüfstelle bald zeitweise verboten und vom Reichstag in einer Debatte mehrheitlich scharf kritisiert, wurde er erst wieder nach 1952 in einer gekürzten Fassung in bundesdt. Kinos gebracht“ (W. v. Sternburg in NDB). – Schutzumschlag liegt in Farbkopie bei, hinteres Innengelenk geringfügig angeplatzt, sehr gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Pazifismus, Weltkrieg <1939-1945> |
240,-- | ![]() |
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| Pfenninger, Johann Konrad. Jüdische Briefe, Erzählungen, Dialogens um die Zeit Jesu, von Nazareth. Oder eine Messiade in Prose. Neuntes Bändchen. Mit einer Melodie. Wizenmann zugeeignet. (Und) zehntes Bändchen. Mit einer Melodie. Karoline, Charlotte, und Christiane von Palm zugeeignet. 2 Teile in 1 Band. Leipzig, Johann Friedrich Junius 1788 und 1789. Kl.-8°. XXIV, 232, XIV S.; XII, 268, XXIV S. mit 2 mehrfach gefalteten Musikbeilagen. Pappband des frühen 19. Jahrhundert mit Rückenschild.
Fürst III, 84. Goedeke IV, 1, 286, 6. – Erste Ausgabe des neunten und zehnten Teils. Von 1783 bis 1792 erschienen 12 Teile. – „Das Werk umfaßt in 34 Büchern die Evangelien und die Apostelgeschichte. Es war auf wenigstens 14 Bände geplant und sollte noch die Briefe der Apostel, also das ganze Neue Testament umfassen. Es enthält auch mehrere Gedichte von Lavater“ (Goedeke). – Einband etwas berieben, Gelenke angeplatzt, stellenweise etwas braunfleckig, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Judaica, Judaism |
70,-- | ![]() |
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| Bilderbogen, Anschauungs-Tafeln. Ohne, Ort, Druck und Jahr (um 1870). Quer-4° (28,5 x 36,5 cm.). 26 farblithographierte Tafeln, beidseitig auf Karton aufgezogen. Moderne Flügelmappe mit farblithgr. Deckelbild (Vögel).
Dekorative farbig lithographierte Anschauungs-Bilder mit dreizehn Berufsdarstellungen (Maurer, Zimmermann, Landwirt, HufschmiedSchneider, Tischler etc.) und Kinderszenen (Besuch im Zoo und auf dem Jahrmarkt und Kinder beim Spielen) sowie Tiere. – 6 Tafeln sporfleckig, 1 Tafel (Maultier) am linken Rand mit Abriebstellen, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Berufe, Bilderbogen |
240,-- | ![]() |
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| Mozart, (Wolfgang Amadeus). (Dix chansons et deux mélodies). Illustrations du Heinrich Lefler. Wien, M(arkus und Hugo) Munk o. J. (1914). 4° (31 x 24,5 cm.). [25] Bl. mit 12 ganzseitigen, farbigen Illustrationen im Oval mit ornamentaler Goldbordüre, sowie Buchschmuck in Grün von Heinrich Lefler. Farbig illustr. Orig.-Kartonumschlag mit ausgestanztem Schutzumschlag mit Deckeltitel und Ornamentrahmen.
Seltene französische Ausgabe mit dekorativen Jugendstil-Illustrationen und Buchschmuck von H. Lefler (1863-1919). Die deutsche Ausgabe erschien in gleicher Ausstattung mit 12 Gedichten von Richard Specht. – Mit den Melodien: „39e. Symphonie“ und „Quartette A“. Sowie den Liedern: „Bastien et Bastienne, L’enlevement au Serail, Cosi fan tutte, Les noces de Figaro (2), Don Juan (Trio des Masques), Don Juan (Rondeau), La flute enchanté“ (2) und „Requiem (Benedictus)“. – Bei M. und H. Munk erschienen auch Mörikes, Mozart auf der Reise nach Prag und Kinderbücher mit den Illustrationen von H. Lefler. – Schutzumschlag mit geringen Randläsuren, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Lieder, Wiener Jugendstil |
140,-- | ![]() |
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| Tausend und eine Nacht – König, Alexander (Übersetzung). Tausend und eine Nacht. Arabische Erzählungen. Neue, verbesserte Auflage, durchgesehen von Fr(iedrich) Herring. 4 Bände. Brandenburg, Adolph Müller o. J. (1875-1876). Kl.-8°. Dunkelgrüne Orig.-Leinenbände mit goldgepr. Rücken- und Deckeltiteln, Rückenvergoldung und goldgepr. Deckel-Illustration.
Vgl. Hayn-Gotendorf V, 278. – Seltene Bearbeitung der berühmten Übersetzung von A. König, die zuerst um 1840 erschien. – Innengelenke teils etwas angeplatzt, sonst sehr gutes Exemplar in den dekorativen Verlagseinbänden. Schlagwörter: Tausend und eine Nacht |
100,-- | ![]() |
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| Nietzsche, Friedrich. Frühe Schriften. Herausgegeben von Hans Joachim Mette und Karl Schlechta. Mit einer editorischen Vorbemerkung von Rüdiger Schmidt zum Nachdruck der Ausgabe. (Fotomechanischer Nachdruck der Ausgabe München, Beck 1933-1940). 5 Bände. München, Dt. Taschenbuch Verlag 1994. Gr.-8°. Orig.-Kartonumschläge.
I. Jugendschriften 1854-61. – II. Jugendschriften 1861-64. – III. Schriften der Studenten- und Militärzeit 1864-68. – IV. Schriften der Studenten- und Militärzeit 1866-68. Schriften der letzten Leipziger Zeit 1868. V. Schriften der letzten Leipziger und ersten Basler Zeit 1868-69. – Ohne den Pappschuber, sehr gutes Exemplar der Studienausgabe. Schlagwörter: Faksimile, Gesamtausgaben |
25,-- | ![]() |
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| Gumpert, Thekla v. (d. i. Thekla von Schober, Hrsg.). Töchter-Album. Unterhaltungen im häuslichen Kreise zur Bildung des Verstandes und Gemüthes der heranwachsenden weiblichen Jugend. Zweiter Band. Glogau, Carl Flemming o. J. (1856). Gr.-8°. VII, 574 S., [1] Bl. mit lithogr. Portrait-Frontispiz, lithogr. illustr. hellblau lavierter Titel und 29 lithogr. Tafeln von (Hugo) Bürkner und H(ermann) Wagner. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und Romantikervergoldung.
Bilderwelt 1290. HKJL IV, 910. Hobrecker, Braunschweig 7848. LKJ I, 512 und III, 544 f. Seebaß II, 2053. Wegehaupt IV, 2737. – Seltener zweiter Jahrgang des, neben dem „Herzblättchen“ erfolgreichsten Mädchen-Jahrbuchs des 19. Jahrhunderts. – „Absicht der Herausgeberin und Inhalt lassen sich aus dem Motto ablesen, welches sich auf den hübsch lithographierten Titeln findet: „Willst du erfüllen die Pflichten, zu welchen Dich rufet Dein Dasein, Sei die Maria im Geist, sei in der Thätig keit Martha!“. Der Inhalt setzt sich aus Erzählungen, Biographien, geschichtlichen und kulturgeschichtlichen Schilderungen, naturwissenschaftlichen Artikeln, Anleitungen zu Beschäftigungen usw. zusammen. Die Illustrationen sind oft bemerkenswert“ (A. Seebaß). – Rücken etwas berieben, durchgehend teils stärker braunfleckig, noch gutes Exemplar. Schlagwörter: Jahrbücher, Mädchenbücher |
120,-- | ![]() |
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| (Flittner, Christian Gottfried). Die Kunst mit Weibern glücklich zu seyn. (Ein Seitenstück zur Kunst mit Männern glücklich zu seyn). Berlin, Oehmigke der Jüngere 1800. 8°. VIII, 176 S. mit handkol. gestoch. Frontispiz, gestoch. Titel mit handkol. Vignette und 3 handkol. Kupfertafeln von H. Dähling nach E. Henne. Pergamentband der Zeit (Remboitage, illustr. Orig.-Umschläge beigebunden). (Gynäologie, 2. Supplement oder XIV. Bändchen).
Hayn-Gotendorf III, 637. Holzmann-Bohatta II, 12665. Kosch V, 231. Rümann 272. – Erste Ausgabe. Erschien gleichzeitig auch mit dem Untertitel „ein Almanach für das Jahr 1800 nach Göthe Lafontaine Rousseau und Wieland mit Kupfern.“ (andere Paginierung). – Der Berliner Arzt und Apotheker Christian Gottfried Flittner (1770-1828) veröffentlichte zahlreiche sexualpädagogische Werke. – Enthält zahlreiche nützliche Ratschläge zu wichtigen Themen wie „Der glückliche Liebende wünscht ein glücklicher Gatte zu werden, er läßt sich daher bei der Wahl einer Gattin von vernünftigen Grundsätzen leiten“, „Näher bestimmte Regeln, die die Kunst ein glücklicher Ehemann zu seyn, anschaulicher machen“, „Kann der edel liebende Mann von Eifersucht frei seyn?“. – Der Einband mit goldgepr. Rückentitel: „LU CON SOCIAL“ und handschr. „BEISCHL. 1799“, durchgehend etwas bebräunt, gutes Exemplar. Schlagwörter: Ehe, Frauenliteratur, Medizin, Sexual-Pädagogik, Sexualerziehung, Sexualität |
280,-- | ![]() |
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| Ovidius Naso, Publius. Erotische Gedichte des Ovid. Metrisch übersetzt von (Johann Isaac v.) Gerning. Frankfurt a. M., Hermann 1815. Kl.-8° (16 x 10 cm.). XX, 199, (1) S. Marmorierter Pappband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und Linienvergoldung.
Brümmer 138. Frankfurter Personenlexikon 2369. – Erste Ausgabe dieser Übersetzung. – J. I. v. Gerning (1767-1837), Königlich Sizilianischer Legationsrat. Großherzoglich und Landgräflich Hessischer Geheimer Rat, Dr. jur. et phil. Diplomat, Schriftsteller und Sammler, war „bis 1802 regelmäßiger Gast am Hof in Weimar. Von Goethe und Herder angeregt, schrieb er seine „Reise durch Österreich und Italien“ (3 Bde., 1803). Nach des Vaters Tod (1802) lebte G. zumeist in Ffm., daneben Sommer- und Landsitze in Kronberg, Homburg und Soden. 1817 hessen-homburgischer Bundestagsgesandter. … Neben Beiträgen in verschiedenen zeitgenössischen Blättern veröffentlichte G. vor allem poetische Landschafts- und Reisebeschreibungen, aber auch Ovid-Übersetzungen. Hauptwerke: „Die Heilquellen am Taunus“ (1813/14), „Die Rheingegenden von Mainz bis Cölln“ (1819, engl. 1820), „Die Lahn- und Maingegenden von Embs bis Ffm.“ (1821) sowie die Gedichte „Fft.s Erhaltung und Rettung“ (1795) und „Säculargedicht“ (1800)“ (S. Hock in Frankfurter Personenlexikon). – Einband etwas berieben, Rückenschild mit kl. Abriebstelle, stellenweise etwas braunfleckig, gutes Exemplar. Schlagwörter: Antike, Erotica |
100,-- | ![]() |
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| Paulsen, Nikolaus. Gespräche mit dem Staat von Oesterreich und seine Gutachten an dessen Majestät seit 1784. Deutschland (d. i. München, Lindauer) 1808. 8°. XXIV, 372 S. mit gestoch. Portrait-Frontispiz von Schramm. Pappband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild.
Seltene Arbeit des Lübecker Politikers N. Paulsen (1742-1818), der sich am Ende seiner Einleitung als „Doktor Paulsen aus Lübeck, hanseatischer Bürger des deutschen Bundes mit Frankreich“ bezeichnet. Paulsen erläutert hier bereits die Verhandlungen mit Österreich, die 1815 zur Gründung des Deutschen Bundes führten. – „Der Deutsche Bund war ein Staatenbund, auf den sich im Jahr 1815 die „souveränen Fürsten und freien Städte Deutschlands“ mit Einschluss des Kaisers von Österreich und der Könige von Preußen, Dänemark (hinsichtlich Holsteins) und der Niederlande (hinsichtlich Luxemburgs) geeinigt hatten. Dieser Bund existierte von 1815 bis 1866 und hatte bereits bundesstaatliche Züge, da sich ein Recht des Deutschen Bundes entwickelte, das die Gliedstaaten band. Dennoch besaß der Deutsche Bund keine Staatsgewalt, sondern nur eine „völkerrechtsvertraglich vermittelte Vereinskompetenz“. Laut Präambel der Bundesakte hatten sich die Fürsten zu einem „beständigen Bund“ vereint; sie sind allerdings als Repräsentanten ihrer Staaten anzusehen. Der Bund hatte zur Aufgabe, die innere und äußere Sicherheit der Gliedstaaten zu gewährleisten. Damit war der Bundeszweck deutlich begrenzter als beim Heiligen Römischen Reich, das im Jahr 1806 aufgelöst worden war. Dieser deutsche Bund scheiterte schließlich an den unterschiedlichen Vorstellungen von Staat und Gesellschaft, vor allem aber am politischen Machtkampf zwischen Preußen und Österreich“ (Wikipedia). – Einband angestaubt und leicht fleckig, vorderes Gelenk unten etwas angeplatzt, Stempel auf dem Vorsatz und Titel, stellenweise etwas braunfleckig, gutes Exemplar. Schlagwörter: Austriaca, Deutscher Bund, Österreich, Politik |
140,-- | ![]() |
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| Ehrenberg, Friedrich. Reden an Gebildete aus dem weiblichen Geschlechte. Dritte, veränderte und vermehrte Auflage. 2 Teile in 1 Band. Elberfeld, Heinrich Büschler 1817. Kl.-8°. [5] Bl., 243 S.; [2] Bl., 240 S. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und dezenter Rückenvergoldung.
ADB V, 711. Goedeke VI, 226, 4. NDB IV, 350. – Erschien zuerst 1804. – Mit 19 Reden an heranwachsende Frauen „Edle Weiblichkeit – Weibliche Bildung – Weibliche Würde – Weibliche Frömmigkeit – Das häusliche Weib – Hindernisse der Häuslichkeit – Weiblicher Lebenssinn – Das reiche Gemüth – Des Weibes Zuversicht“ etc. – „Unter (den) zahlreichen religiös-popularphilosophischen Arbeiten“ des Berliner Hof- und Domprediger F. Ehrenberg (1776-1852) „fand den weitesten Anklang sein „Andachtsbuch für Gebildete aus dem weiblichen Geschlecht“ (1816, 72 Bände, 1856)“ (W. Hollweg in NDB). – Gelöschter Bibliotheksstempel verso Titel, sehr gutes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Frauen, Frauen- und Mädchenbildung, Pädagogik |
100,-- | ![]() |
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| Ganzo, Robert. Du dancing ou le danseur sentimental. Avec un frontispice et un bandeau originaux de Marcel Vertès. Paris, Éditions Lemarget 1930. 8°. 106 S., [1] Bl. mit Frontispiz und 1 Vignette in Lithographie. Orig.-Kartonumschlag.
Eines von 250 num. Exemplaren auf Vélin de Rives. – Mit eigenhändiger Widmung von Robert Ganzo. – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Nummerierte Bücher, Signierte Bücher, Widmungsexemplar |
160,-- | ![]() |
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| Machiavelli, Niccolò (di Bernardo dei). Opere. Scelte da Giuseppe Zirardini. Paris, Baudry, Libreria Europea 1851. Gr.-8°. IV, 692 S. mit gestoch. Portrait-Frontispiz. Weinroter Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel.
Seltene Gesamtausgabe herausgegeben von dem italienischen Litearturhistoriker Giuseppe Zirardini (1813-1871). – N. Machiavelli (1469-1527) gilt vor allem aufgrund seiner beiden Werke Il Principe (Der Fürst) und I Discorsi sopra la prima deca di Tito Livio (Discorsi) als einer der bedeutendsten Staatsphilosophen der Neuzeit. – Gelenke etwas berieben, durchgehend braunfleckig, gutes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Complete edition, Gesamtausgaben |
140,-- | ![]() |
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| Clergue, Lucien. Les Gitans. Préface inédite de Jean Cocteau. Introduction de Tony Gatlif. Paris, MarVal (1996). Gr.-8° (23 x 22,5 cm.). [6] Bl. und 45 Duotone-Tafeln. Orig.-Pappband mit illustr. Schutzumschlag.
Erste Ausgabe. – Mit eigenhändiger Widmung von L. Clergue für Charlotte Reber-Bodmer vom 29. 1. 1996. – „La première image de ce livre est pour lui sa première bonne photographie, encore timide, vue de la fenêtre de sa chambre, en 1953. Les gitans faisaient halte à Arles avant d’aller au pèlerinage des Saintes-Maries-de-la-Mer. Pris de passion il les photographiés année par année y rencontrant des familles du sud mais aussi venues de Paris, du nord, et de Europe de l’Est et les la suivis sur d’autres sites plus tard. C’est dans l’une des ces roulottes qu’il découvrit Manitas de Plata et contribua à le rendre célèbre. Photographian famille et celle de José Reyes, il prenait sur le vif „les petits“ devenus plus tard les Gypsy Kings. La plupart de ces images réalisées entre 1953 et 1965 inédites. Certaines inspirèrent à Jean Cocteau trois fresques de la calle Saint-Pierre à Villefranche-sur-Mer“ (T. Gatlif). – Die Widmungsempfängerin ist die Wittwe des Schweizer Malers und Mediziners Willy Reber (1922-1995). – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Gypsies, Roma, Signierte Bücher, Sinti, Widmungsexemplar, Zigeuner |
240,-- | ![]() |
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| Le Corbusier – Merkle, Paul und Esther. Ein Tag mit Ronchamp. Achtundvierzig Aufnahmen. Text von Robert Th. Stoll. Geleitwort von Hans Urs von Balthasar. (Buchgestaltung von Emil Ruder). Einsiedeln, Johannes-Verlag (1958). 4°. [4] Bl. und 48 Duotone-Tafeln. Illustr. Orig.-Halbleinenband.
Nicht bei Heidtmann und Schweizer Fotobücher. – Einzige Ausgabe. – „Dieses Buch von der Wallfahrtsu-Haut in Ronchamp ist kein Architekturbuch in dem Sinne, wie es etwa Le Corbusier selbst mit seinem zweiten „Carnet de la recherche patiente“ seinem Bauwerk gewidmet hat. Das vorliegende Buch ist das Zeugnis einer Begegnung. Die Kirche, die es mit Bild und Wort vorstellt, wird nicht nur als Bauwerk und Kunstwerk gesehen, sondern als Architektur, die in einem ganz bestimmten Dienst steht“ (R. T. Stoll). – Der Schweizer Fotograf Paul Merkle erhielt seine Ausbildung im 1933 gegründeten Fotoatelier Eidenbenz in Basel. – Tadellos. Schlagwörter: Architecture photography, Architektur, Architekturfotografie, Architekturphotographie, Kirchenbau, Kirchenbauten |
140,-- | ![]() |
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| Doisneau – Chevalier, Maurice. My Paris. Photographs by Robert Doisneau. Foreword by M. F. K. Fisher. New York, London, The Macmillan Company, Collier-Macmillan (1972). 4°. 153, (1) S. mit ca. 120 teils doppelblattgr. und farbigen Abbildungen. Orig.-Leinenband mit farbig illustr. Schutzumschlag.
Vgl. Koetzle, Fotogrtafen A-Z 98 f. – Erste Ausgabe. Erschien anlässlich des Todes des französischen Schauspielers und Chansonsängers M. Chevalier am 1. Januar 1972. – „To the Paris streets of my childhood, with tender thanks for having taught me life“ (Maurice Chevalier). – „Die Arbeiten von Robert Doisneau stellen eine der eindrucksvollsten Leistungen der als „humanistische Reportage“ bekannten Richtung der Fotografie dar. … Doisneaus Fotos sind das Ergebnis von Geduld, Reflexion, komplizenhafter Teilnahme und Betroffensein. Mit ihren weitgehend urbanen Inhalten erfassen sie aber auch ein bestimmendes Element der Moderne“ (P. Hamilton in Koetzle). – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Paris |
70,-- | ![]() |
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