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Beschreibung Gesamte Buchaufnahme |
Preis EUR |
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| Stereo-Photographie – Schönstein, Otto (Hrsg.). Sammlung mit 30 Raumbild-Alben. Sowie 1 Konkurrenz-Album: Heß, Otto u.a. Danzig. Werden und Behauptung einer deutschen Stadt. München, Carl Röhrig Verlag 1940. Zusammen 33 Bände. Diessen u. München, Schönstein-Verlag u.a. 1935-1952. 4° und Gr.-8° (Röhrig-Album). Mit meist 100 Orig.-Stereo-Photographien. Orig.-Leinen-, Halbleinen- und Pappbände.
Heiting/Jaeger I, 456 ff. Vorsteher, Der Raumbildverlag Otto Schönstein. Magazin. Deutsches Historisches Museum. Heft 27, 2001, S. 52 ff. – I. Tank, Kurt Lothar. Venedig. Ein Raumerlebnis. Diessen 1935. 4°. 120 S. mit 60 Stereo-Photographien auf 20 Tafeln und Zeiss-Betrachter. Orig.-Leinenband mit Rücken- und Deckeltitel und Schutzumschlag. – II. Haymann, Ludwig. Die Olympischen Spiele 1936. Diessen 1936. 4°. 59 S. mit 100 Stereo-Photographien und Stereo-Betrachter. Orig.-Leinenband mit Rücken- und Deckeltitel und farb. Olympia-Ringen. – III. Krötz, Robert und Rudolf Jung. Reichsparteitag der Ehre. Diessen 1936. 4°. 61 S. mit 100 Stereo-Photographien und Stereo-Betrachter. Orig.-Leinenband mit Rücken- und Deckeltitel. – IV. Achenbach, Oscar Robert und Hans Thoma. München. Hauptstadt der Bewegung. Diessen 1937. 4°. 59 S. mit 100 Stereo-Photographien und Stereo-Betrachter. Orig.-Leinenband mit Rücken- und Deckeltitel. – V. Gern, Pitter. Reichsparteitag der Arbeit. Diessen 1937. 4°. 62 S. mit 100 Stereo-Photographien u. Stereo-Betrachter. Orig.-Leinenband mit Rücken- und Deckeltitel. – VI. Hansen, Henrich. Parteitag Großdeutschland. München 1939. 4°. 68 S. mit 100 Stereo-Photographien und Stereo-Betrachter. Orig.-Leinenband mit Rücken- und Deckeltitel und Schutzumschlag. – VII. Müller, Albert Burckhard. Tag der Deutschen Kunst. Diessen 1937. 4°. 62 S. mit 100 Stereo-Photographien und Stereo-Betrachter. Orig.-Leinenband mit Rücken- und Deckeltitel. – VIII. Frank, E. P. Weltausstellung Paris 1937. München 1939. 4°. 62 S. mit 100 Stereo-Photographien u. Stereo-Betrachter. Orig.-Leinenband mit Rücken- und Deckeltitel. – IX. Englram, Hans. Grenzgau Saarpfalz. Arbeit und Frohsinn. Diessen 1937. 4°. 64 S. mit 100 Stereo-Photographien und Stereo-Betrachter. Orig.-Leinenband mit Deckeltitel. – X. Bartz, Karl. Großdeutschlands Wiedergeburt. Weltgeschichtliche Stunden an der Donau. Hrsg. Wiener Neueste Nachrichten. (Diessen 1938). 4°. 87 S. mit 100 Stereo-Photographien und Stereo-Betrachter. Orig.-Leinenband mit Rücken- und Deckeltitel. – XI. Biallas, Hans. Die nationalsozialistischen Musterbetriebe 1937-1939. 3 Bände. Bayreuth, Gauverlag Bayerische Ostmark 1938-1939. 4°. Mit zusammen 534 Stereo-Photographien und 1 Stereo-Betrachter. Orig.-Leinenbände mit Rücken- und Deckeltitel. – XII. Czibulka, Alfons v. Deutsche Gaue. Diessen 1938. 4°. 191 S. mit 200 Stereo-Photographien und Stereo-Betrachter. Orig.-Halbleinenband mit Rücken- und Deckeltitel. – XIII. Hansen, Henrich. Hitler-Mussolini. Der Staatsbesuch des Führers in Italien. Diessen 1938. 4°. 48 S. mit 100 Stereo-Photographien und Stereo-Betrachter. Orig.-Leinenband mit Rücken- und Deckeltitel. – XIV. Achenbach, Oscar u. Siegfried Kleinknecht. Der Traditionsgau München-Oberbayern. München, H. Hoffmann 1939. 4°. 60 S. mit 100 Stereo-Photographien und Stereo-Betrachter. Orig.-Leinenband mit Rücken- und Deckeltitel. – XV. Dietrich, Kurt. Aus der Lebensgemeinschaft des Waldes. Diessen, Schönstein 1939. 4°. 119 S. mit 150 Stereo-Photographien und Stereo-Betrachter. Orig.-Leinenband mit Rücken- und Deckeltitel. – XVI. Havertz, Heinz. Deutsches Bollwerk im Westen des Reiches. Gau Köln-Aachen. Köln und Aachen, Westdeutscher Beobachter o. J. (1938 oder 1939). 4°. 56 S., [3] Bl. mit 100 Stereo-Photographien und Stereo-Betrachter. Orig.-Halbleinenband mit Biernägeln. (Rücken restauriert). – XVII. Riebicke, Otto. Der erste Großdeutsche Reichskriegertag. München, Schönstein 1939. 4°. 71 S. mit 100 Stereo-Photographien und Stereo-Betrachter. Orig.-Leinenband mit Rücken- und Deckeltitel. – XVIII. Wedel, Hasso v. und Henrich Hansen. Die Soldaten des Führers im Felde. Der Feldzug in Polen 1939. München, Schönstein 1939. 4°. 61 S. mit 100 Stereo-Photographien und Stereo-Betrachter. Orig.-Leinenband mit Rücken- und Deckeltitel. – XIX. Wedel, Hasso v. u. Henrich Hansen. Der Kampf im Westen. Die Soldaten des Führers im Felde. Band 2. München, Schönstein 1940. 4°. 80 S. mit 100 Stereo-Photographien und Stereo-Betrachter. Orig.-Leinenband mit Rücken- und Deckeltitel. – XX. Holzmann, Ernst. Wien. Die Perle des Reiches. München, Schönstein 1941. 4°. 127 S. mit 100 Stereo-Photographien und Stereo-Betrachter. Orig.-Leinenband mit Rücken- und Deckeltitel. – XXI. Busch, Fritz Otto. Die Kriegsmarine. München, Schönstein 1941. 4°. 83 S. mit 100 Stereo-Photographien und Stereo-Betrachter. Orig.-Pappband mit Deckeltitel. – XXII. Orlovius, Heinz. Fliegen und Siegen. Ein Raumbildwerk von unserer Luftwaffe. München, Schönstein 1942. 4°. 87 S. mit 100 Stereo-Photographien und Stereo-Betrachter. Orig.-Pappband. – XXIII. Tank, Kurt Lothar. Deutsche Plastik unserer Zeit. München, Schönstein 1942. 4°. 119 S. mit 135 Stereo-Photographien und Stereo-Betrachter. Orig.-Leinenband mit Rücken- und Deckeltitel. – XXIV. Zimmermann, Hans Felix. Das hundertjährige Prag. Die alte Kaiserstadt an der Moldau. München, Schönstein 1943. 4°. 117 S. mit 100 Stereo-Photographien und Stereo-Betrachter. Orig.-Leinenband mit Rücken- und Deckeltitel. – XXV. Espezel, Pierre. Paris relief. Histoire de Paris des origines à nos jours. Paris, Éditions Chantecler (1945). 4°. 80 S., 4 Bl. mit 104 (statt 100) Stereo-Photographien, Stereo-Betrachter und dem meist fehlenden großformatigen Faltplan von Paris. Beigefarb. Orig.-Leinenband mit zweifarb. Rücken- und Deckeltitel. – Erste Ausgabe. – Eines von 500 Exemplaren. – XXVI. Schulz, Fritz Traugott. Der Stadt Nürnberg Ursprung und Werdegang. Saarbrücken, Schönstein 1949. 4°. 91 S. mit 60 Orig.-Stereophotographien und Stereo-Betrachter. Orig.-Halbleinenband. – XXVII. Buschmann, Fritz u.a. Lourdes. Stadt der Bernadette. Wallfahrt zu einem verborgenen Mittelpunkt der Welt. Saarbrücken, Schönstein 1949. 4°. 141, (1) S. mit 75 Orig.-Stereophotographien und Stereo-Betrachter. Orig.-Leinenband. – XXVIII. Reisdorf, Valentin. „So kämpften sie!“ Ein Raumbildwerk von den XV. Olympischen Spielen, Helsinki 1952. Oberaudorf am Inn, Schönstein 1952. 4°. 107, (4) S. mit 100 Stereo-Photographien (alle noch mit bedruckter Orig.-Banderole) und Stereo-Betrachter. Orig.-Leinenband mit illustr. Schutzumschlag. – XXIX. Zapp, Helmut. Lernt Helfen. Ein Raumbildwerk der Ersten Hilfe für Laienhelfer. Oberaudorf am Inn, Schönstein (1952). 4°. 105, (1) S. mit 60 Stereo-Photographien und Stereo-Betrachter. Orig.-Leinenband mit Rücken- und Deckeltitel und Schutzumschlag. – XXX. Czibulka, Alfons v. Deutsche Heimat. I. Schaeff-Scheefen, G. Harro. Rotheburg ob der Tauber. Bilder einer alten Reichsstadt. – II. Teubner, Alfons. Unvergessene Heimat Schlesien. – III. Brandenburg, Hans. Kreuz und Quer durch Oberbayern. – IV. Stützer, Herbert Alexander. Berlin-Potsdam. Ein Stadtbummel und ein Spaziergang. 4 Teile in 1 Band. Oberaudorf am Inn, Schönstein (1952). 4°. 24, 7, (1), 9, 15, (1). mit 120 Stereo-Photographien und Stereo-Betrachter (die Bilder zu Teil IV Berlin-Potsdam fehlen, stattdessen sind 30 Bilder der Serie „Ägäis. Die Wiege der europäischen Kultur“ beigefügt). Orig.-Leinenband mit Schutzumschlag (Ring der Raumbildfreunde). – Außerdem, Konkurrenz-Album: Heß, Otto u.a. Danzig. Werden und Behauptung einer deutschen Stadt. München, Carl Röhrig Verlag 1940. Gr.-8°. 134 S., [1] Bl. mit 112 Stereo-Photographien. Orig.-Halbleinenband. (Wie meist ohne den sep. erschienenen Stereo-Betrachter). – „Schönstein… setzte sich zum Ziel, mit seinen beiden wesentlichen Verlagsprodukten, der von ihm herausgegebenen Zeitschrift ‚Das Raumbild…‘ (1935-37) und den neu konzipierten Raumbildwerken, nicht nur die Stereoskopie nachhaltig in der Amateurfotografie zu etablieren, sondern auch eine neue Gattung des Fotobuches auf dem Markt zu platzieren“ (S. Fitzner). – Zusammen 33 Bände. – Alle Alben, von leichten Gebrauchs- und Altersspuren abgesehen, sehr gut erhalten. – Komplette Sammlung aller großformatigen Alben des Schönstein-Verlags. Schlagwörter: Original-Photographie, Raumbild, Raumbildalben, Stereobilder, Stereophotographie, Stereophotography, Stereoskopie, Stereoskopisches Sehen |
30.000,-- | ![]() |
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| Sachs, Hans (Hrsg.). Das Plakat. Mitteilungen (später: Zeitschrift) des Vereins der Plakatfreunde e. V. für Kunst in der Reklame. Jahrgang I-XII. Berlin, Verein der Plakatfreunde 1910-1921. 4°. Mit Hunderten, teils ganzseitigen und meist farbigen Abbildungen sowie montierten Kunstbeilagen, Papier- und Buntpapierproben. Farbig illustr. OKart. in Orig.-Halbleinenumschlag u. farbig illustr. OLn. (von Lucian Bernhard).
Sehr seltene vollständige Folge der künstlerisch bedeutenden und gesuchten Zeitschrift. Mit ihrer exzellenten Ausstattung und den zahllosen farbigen und montierten Beispielen herausragender Werbegraphik die bis heute unerreichte Publikation zum Thema Plakatkunst. Eine der wohl aufwendigsten und hervorragendsten Zeitschriften des 20. Jahrhunderts, von besonderer Seltenheit sind die nur in kleinen Auflagen erschienenen ersten Jahrgänge. – „Die ersten Nummern erschienen im März und April 1906, als rein internes Mitteilungsblatt und nach einer handschriftlichen Vorlage vervielfältigt in nur 200 Exemplaren, bei einer Mitgliederzahl von nur 80. In dieser Form war das Blatt nicht im Handel erhältlich. Trotzdem zeigt sich schon daran die Zielrichtung: für den Verein zu Werben und neue Mitglieder zu gewinnen. In wie starkem Maße dies gelang, hätte sich keiner der Beteiligten träumen lassen. 1919 etwa hatte der Verein knapp 5000 Mitglieder und alleine im letzten Jahr seines Bestehens gewann er 2200 dazu, so daß die Mitgliederzahl auf deutlich über 7000 stieg … Es gab farbige und montierte Beilagen als Beispiele herausragender Werbegrafik, wie sie sich sonst in keiner Konkurrenzzeitschrift fanden. Verkleinerte Ausführungen von Plakaten, teils auf starken Karton gedruckt, wurden ebenso beigelegt wie Werbemarken, Postkarten u. ä. Alleine ein kurzes Durchblättern konnte den Leser oder Sammler vom Wert jedes einzelnen Heftes überzeugen. Wer einzelne Exemplare oder gar ganze Jahrgänge von Das Plakat besaß, der gab sie nicht wieder her“ (J. Müller-Daehn). – Mit Beiträgen der bekanntesten Plakatkünstler und Gebrauchsgraphiker der Zeit, darunter meist originalgraphische Arbeiten von L. Hohlwein, K. Arnold, E. Preetorius, W. Schnackenberg, H. Kley, A. P. Weber, W. Kampmann, R. Koch (Schrift), E. Schneidler, K. Sigrist, W. Bradley, P. Scheurich, Th. Th. Heine, M. Schwarzer, H. Steiner-Prag, W. Trier, L. Kainer, A. Uzarski, E. Orlik, K. Szafranski, S. Krotowski und K. Kunst. Die Textbeiträge über Kunst und Kultur der Reklame stammen von K. Tucholsky, Max Osborn, R. Braungart, E. Doepler, G. E. Pazaurek, W. von Zur Westen u. a. – Umschläge tSehr seltene vollständige Folge der künstlerisch bedeutenden und gesuchten Zeitschrift. Mit ihrer exzellenten Ausstattung und den zahllosen farbigen und montierten Beispielen herausragender Werbegraphik die bis heute unerreichte Publikation zum Thema Plakatkunst. Eine der wohl aufwendigsten und hervorragendsten Zeitschriften des 20. Jahrhunderts, von besonderer Seltenheit sind die nur in kleinen Auflagen erschienenen ersten Jahrgänge. – „Die ersten Nummern erschienen im März und April 1906, als rein internes Mitteilungsblatt und nach einer handschriftlichen Vorlage vervielfältigt in nur 200 Exemplaren, bei einer Mitgliederzahl von nur 80. In dieser Form war das Blatt nicht im Handel erhältlich. Trotzdem zeigt sich schon daran die Zielrichtung: für den Verein zu Werben und neue Mitglieder zu gewinnen. In wie starkem Maße dies gelang, hätte sich keiner der Beteiligten träumen lassen. 1919 etwa hatte der Verein knapp 5000 Mitglieder und alleine im letzten Jahr seines Bestehens gewann er 2200 dazu, so daß die Mitgliederzahl auf deutlich über 7000 stieg … Es gab farbige und montierte Beilagen als Beispiele herausragender Werbegrafik, wie sie sich sonst in keiner Konkurrenzzeitschrift fanden. Verkleinerte Ausführungen von Plakaten, teils auf starken Karton gedruckt, wurden ebenso beigelegt wie Werbemarken, Postkarten u. ä. Alleine ein kurzes Durchblättern konnte den Leser oder Sammler vom Wert jedes einzelnen Heftes überzeugen. Wer einzelne Exemplare oder gar ganze Jahrgänge von Das Plakat besaß, der gab sie nicht wieder her“ (J. Müller-Daehn). – Mit Beiträgen der bekanntesten Plakatkünstler und Gebrauchsgraphiker der Zeit, darunter meist originalgraphische Arbeiten von L. Hohlwein, K. Arnold, E. Preetorius, W. Schnackenberg, H. Kley, A. P. Weber, W. Kampmann, R. Koch (Schrift), E. Schneidler, K. Sigrist, W. Bradley, P. Scheurich, Th. Th. Heine, M. Schwarzer, H. Steiner-Prag, W. Trier, L. Kainer, A. Uzarski, E. Orlik, K. Szafranski, S. Krotowski und K. Kunst. Die Textbeiträge über Kunst und Kultur der Reklame stammen von K. Tucholsky, Max Osborn, R. Braungart, E. Doepler, G. E. Pazaurek, W. von Zur Westen u. a. – Umschläge teils braunfleckig und etwas angestaubt, im Jahrgang I fehlen 2 Bl. in Heft 2 und in Jahrgang II fehlen in Heft 1 mehrere Bl. und Beilagen (liegen in Kopie bei), sonst sehr gut erhaltenene Folge mit allen Sonderheften.eils braunfleckig und etwas angestaubt, im Jahrgang I fehlen 2 Bl. in Heft 2 und in Jahrgang II fehlen in Heft 1 mehrere Bl. und Beilagen (liegen in Kopie bei), sonst sehr gut erhaltenene Folge mit allen Sonderheften. Schlagwörter: Jugendstil, Plakatkunst, Plakatliteratur, Reklame, Werbung, Zeitschrift, Zeitschriften |
27.000,-- | ![]() |
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| Pjatakov, G(eorgi Leonidowitsch, Editor in Chief). USSR in construction. – URSS en construction. Illustrated monthly magazine. – Revue mensuelle illustrée. – Year 1930 – 1937. – Année 1930 – 1937. 84 issues in 7 volumes and 12 issues unbound (1935). Moscow, State Publishing House of the RSFSR 1930-1937. Folio (43 x 30 cm.). With numerous illustrations and fold-out plates Contemporary linen bindings with gold-embossed spine titles (illustrated covers bound in, cover designs and layout by El Lissitzky, Aleksandr Rodchenko and others).
Hellyer 860. Karasik/Heiting 17 ff. Rowell/Wye 242 f. – The first eight volumes of the most important Soviet propaganda magazine. The volumes from 1930 to 1934 are in English and those from 1935 to 1937 are in French; the 1935 volume is available in individual issues. The magazine was published monthly from 1930 to 1949 in five languages (Russian, English, French, Spanish and German). Each issue was dedicated to a different subject, such as food and industrial production, the republic of Georgia, Soviet cinema and elections. – „In the early 1930s photo-reportage became the foundation of the magazine USSR in Construction that „was created as a publication for the popularization of large-scale construction projects by photographic means. But as the magazine grew and developed, the task of ‘popularization’ evolved into that of presenting Socialist reality with dramatic artistry.“ (L. Mezhericher, „Na putiakh k sotsialisticheskomu stiliu fotografii” [“On the way to a Socialist style of photography“], No. 2, p. 14). Well known Soviet designers and photographers worked on USSR in Construction. The industrial spirit of the magazine, expressed in compositionally sharp subjects, panoramas and dynamic shots evokes admiration even today and conveys the atmosphere of enthusiasm that carried along not just the photographers, but also the builders themselves. The creative scale of the construction engendered the photographic epic, a style of monumental artistic photography. The founders of this most successful and high-quality periodical were Gorky and Koltsov“ (Mikhail Karasik). – Binding slightly rubbed, otherwise in very good condition except for slight signs of wear and age. Schlagwörter: Avantgarde, Magazines, Propaganda, Soviet Union, Zeitschriften |
24.000,-- | ![]() |
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| ABC – Felixmüller, Londa und Conrad. ABC. Ein geschütteltes, geknütteltes Alphabet in Bildern mit Versen. Dresden, Selbstverlag 1925. Quer-Gr.-4°. Zweifarbig gedruckter Holzschnitt-Titel und 15 eigenhändig kolorierte und signierte Holzschnitt-Tafeln. Halb-Pergamenteinband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel.
Jentsch 154. Pressler 25. Rifkind Collection 617. Söhn 348-363. – Eines von 100 num. Exemplaren auf gelblichen Ingres-Bütten (Gesamtauflage 350 Exemplare). Druckvermerk und sämtl. Holzschnitte von C. Felixmüller signiert. Eines der wenigen Exemplare, die Felixmüller selbst koloriert und jedem Holzschnitt signiert hat. Unterhalb der letzten Darstellung mit eigenhändigem Vermerk vom Künstler: „Eigenhändig coloriert – Conrad Felixmüller“ (laut Söhn wurden nur etwa 10 Exemplare vom Künstler koloriert). – „Für meine Kinder Luca und Titus und für die Kinder meiner Freunde gezeichnet und in Holz geschnitten… Unter meiner Aufsicht in der Firma F. Emil Boden Dresden im Dezember 1925 gedruckt.“ – Das wohl bedeutendste deutsche ABC-Bilderbuch des 20. Jahrhunderts mit schön kolorierten expressionistischen Holzschnitten mit Tier-, Zirkus-, Spiel- und Märchenszenen, bei dem Felixmüller ebenso wie die Autorin der Verse das Kunststück vollbringen mussten, immer zwei aufeinanderfolgende Buchstaben des Alphabets in 1 Bild und 1 Zweizeiler zu bringen: „Ein Riese ist der Elefant. Der Fotograf knipst ihn gewandt. – Die Katze sieht zum Fenster raus, und Luca schneidet Bilder aus“. – Zu seinem ABC-Buch erklärte Felixmüller am 25. April 1972: „Ich habe seiner Zeit nach der Inflation dieses kleine Bilderbuch gemacht, um unseren pekuniären wirtschaftlichen Nöten zu begegnen … Da einige Kunstfreunde sich ihre Exemplare colorieren ließen – und die noch letzten Exemplare von 1964 überhaupt nur coloriert und jedes Blatt voll signiert wurden – sind somit verschiedene Exemplare dieses Holzschnittbuches unterwegs“ (zit. nach Jentsch). Demnach handelt es sich bei dem vorliegenden Exemplar wohl wirklich um eines der wenigen Künstler-Exemplare aus den 1920er Jahren. – Sehr schönes und farbfrisches Exemplar. – One of the few rare copies colored and signed throughout by Felixmüller himself. 1 of 100 numb. copies on hand made paper (complete print run 350), publisher’s imprint and all woodcuts signed by the artist. Woodcut title, printed in two colors and 15 col. and signed woodcut plates, a nice and clean copy in fresh coloring. Schlagwörter: ABC-Bücher, Expressionismus, Künstlerbilderbücher, Nummerierte Bücher, Signierte Bücher, Signierte Künstler-Graphik, Vorzugsausgaben |
18.000,-- | ![]() |
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| Tabernaemontanus, Jakob Theodor. Neuw vollkommentlich Kräuter-Buch. Mit schönen und künstlichen Figuren aller Gewächs der Bäumen, Stauden und Kräutern so in teutschen und welschen Landen. 3 Teile in 1 Band. Basel, Jacob Werenfels 1664. Folio (38 x 24 cm.). [8] Bl., 663 S.; [2] Bl., S. 665-1316; S. 1317-1529, [66] Bl. mit altkolorierter Holzschnitt-Titelbordüre und ca. altkolorierten 3000 Textholzschnitten. Blindgeprägter Schweinsledereinband der Zeit.
Heilmann, Kräuterbücher 296 ff. Hirsch-Hüb. V, 503. Junk, Bibliotheca Botanica 607. Nissen BBI, 1931. Pritzel 9093. Schreiber, Kräuterbücher 51. – Erste Basler und insgesamt vierte Ausgabe. Das berühmte Kräuterbuch von Tabernaemontanus (1522-1590), in der letzten, von Caspar Bauhin (1560-1624) bearbeiteten Frankfurter Ausgabe, die zum ersten Male einen dritten Teil enthält. – Hier in einem äußerst seltenen vollständig altkolorierten Exemplar. – J. T. Tabernaemontanus (1520-1590) war Schüler Bocks und sammelte ein Menschenleben lang an einem Herbarium in- und ausländischer Pflanzen. Das riesige Sammelsurium hatte anfangs keinen verlegerischen Erfolg und fand erst in der Überarbeitung Bauhins seinen Weg in die europäische Öffentlichkeit. Die Pflanzenholzschnitte sind meist Kopien nach verschiedenen Quellen (wie den Kräuterbüchern von Fuchs, Mattioli etc.). – Einband restauriert, freie Vorsätze fehlen, durchgehend gebräunt, stellenweise braunfleckig und etwas feuchtrandig, wenige Blatt mit restaurierten Randläsuren, sehr gutes Exemplar; alle Ausgaben dieses Kräuterbuchs sind vollständig handkoloriert äußerst selten. – First Basel edition and 4th edition in total. The famous herbal by Tabernaemontanus (1522-1590), in the last Frankfurt edition edited by Caspar Bauhin (1560-1624), which contains a third part for the first time. – Here in an extremely rare, completely old-coloured copy. – J. T. Tabernaemontanus (1520-1590) was a pupil of Bock and spent a lifetime collecting domestic and foreign plants at a herbarium. Initially, this huge collection was not a publishing success and only found its way to the European public when Bauhin revised it. The woodcuts of the plants are mostly copies from various sources (such as the herbal books by Fuchs, Mattioli etc.). – Binding restored, free endpapers missing, browned throughout, brownstaining and somewhat dampstained in places, a few leaves with restored marginal tears, a very good copy; all editions of this herbal book are extremely rare, completely hand-coloured. Schlagwörter: Botanik, Botany, Heilpflanzen, Kräuterbücher, Medicine, Medizin |
12.000,-- | ![]() |
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| Man Ray (d. i. Emmanuel Rudnitzky oder Radnitzky). Photographs 1920-1934. (Avec un Portrait par Picasso – Textes de André Breton, Paul Eluard, Rrose Sélavy, Tristan Tzara – Préface by Man Ray). Hartford Connecticut, James Thrall Soby (1934). 4°. [7] Bl. (Text) u. 103 Heliogravuren nach Photographien, davon 19 „Rayographien“ von M. Ray. Farbig illustr. OKart. mit Kunstoff-Spiral-Bindung.
Auer 210. Bouqueret, Paris 148 ff. Roth, The Book of 101 Books 80 f (″deuxième édition“). – Sehr seltene erste Ausgabe (″Copies with the original title page are exceedingly rare“ (D. Levy Srauss). – Mit eigenhändiger Widmung von Man Ray „for Rosalind my next subject! Man Ray Paris 1955“. – Texte in Englisch, Französisch und Deutsch (P. Sélavy). – „[T]his was Man Ray’s first monograph, and his friends pulled out all the stops to herald it … attempted to generate demand where none existed by suggesting the edition had sold out. After replacing the title pages of these copies with one stating second edition, he returned them for sale. … It begins with a portrait drawing of Man Ray by Pablo Picasso and consists of 104 photographs divided into five sections. … Man Ray made several different studies for the cover; until finally settling on this image of his own bust looking down on a blue-eyed blonde contemplating a plaster hand cradling, a fragile lithtbulb that mirrors a catching toy (a ball an a peg)“ (D. Levy Srauss in Roth). – “Man Ray’s work introduced a particular note [to Surrealism], since he used photography and recognized early on that this medium could reproduce the effects of object-based art in two-dimensional form. Photography was in a position to preserve the ordinary and to unleash surreal effects” (P. Stepan, Icons of Photography 26). – Bei der Widmungsempfängerin handelt es sich um die amerik. Kunstsammlerin Rosalind Gersten Jacobs (1925-2019), die mit allen wichtigen Künstlern der Dada- und Surrealistenbewegung befreundet war. Sie und ihr Mann Melvin Jacobs lernten Man Ray und seine Frau Juliet 1954 auf einer Geschäftsreise in Paris kennen und waren lebenslang mit dem Paar eng befreundet. Zwischen 1956 und 1958 porträtierte Man Ray R. Gersten Jacobs mehrfach. 1955 freundete sich Gersten auch mit Lee Miller und Roland Penrose an und die beiden Paare besuchten sich häufig in Chiddingly (GB) und New York. Einen signierten Abzug von Lee Millers Portrait von Charlie Chaplin (1930) erwarb Gersten für ihre Sammlung. Das Herzstück der Sammlung war Man Rays wohl bekanntestes Foto „Le Violon d’Ingres“ von 1924. Der signierte Abzug wurde im Frühjahr 2022 bei Christies in New York für den Rekordpreis von 12.500.000 $ versteigert. R. Gersten war am 18. November 1976 an Man Rays Bett in seinem Pariser Studio und las ihm vor, kurz bevor er starb. – Sehr gutes Exemplar eines der wichtigsten Fotobücher des 20. Jahrhunderts. – Rare first edition, inscribed by Man Ray for Rosalind Gersten Jacobs. Schlagwörter: Catalogue raisonné, Signierte Bücher, Werkverzeichnis, Widmungsexemplar |
12.000,-- | ![]() |
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| Hugnet, Georges. La septième face du dé. Poèmes – découpages. Couverture de Marcel Duchamp. Paris, Éditions Jeanne Bucher (1936). 4°. [42] Bl. mit 20 teils farb. Foto-Collagen. Illustr. OKart., als Blockbuch gebunden.
Auer 236. W. Arensberg Collection, Philadelphia Museum of Art 1950. Bouqueret 192 ff. Koetzle 213 f. Parr/Badger 109 (im Text zu „Guide Rose“). Roth, The Book of 101 Books 92 f. Schwarz, Duchamp 444. – Nr. 33 von 250 num. Exemplaren (GA 294 Exemplare). – Mit beil. Verlagsanzeigenblatt von Jeanne Bucher. – Meilenstein der surrealistischen Buchkunst. Der berühmte Umschlag, den M. Duchamp eigens für dieses Buch entworfen hat, zeigt dessen Skulptur „Why Not Sneeze Rose Sélavy?“ (152 Marmorwürfel in Form von Zuckerwürfeln mit Thermometer und Tintenfischgräte in einem Vogelkäfig) von 1921 nach einer Photographie von Man Ray. – „Als großer Liebhaber der Malerei, der mit Picasso, Dominguez, Duchamp und Dalí persönlich befreundet war, ließ Hugnet … es sich nicht nehmen, auch in den Bereich der bildenden Künste vorzustoßen, und zwar mit Collagen, auf denen er Fotografien mit verschiedenartigen Materialien verbindet“ (E. Jaguer in Kotzle). – „Hugnet had joined the Surrealists by 1932, and the collages on the right-hand pages, centered around nude images cut out of Paris Magazine, rehearse typical Surrealist themes. … The cover by Marcel Duchamp spells out the title in letters containing the names of a whole Surrealist pantheon including Sade, Freud, Rimbaud, Paracelsus, Swift, Heraclitus, Roussel, Chaplin, Jarry, Uccello, and Saint-Just, and also a Man Ray photograph of Duchamps assisted readynade „Why Not Sneeze, Rrose Sélavy?“ consisting of 152 marble cubes the size of sugar cubes, a thermometer, and a cuttlebone inside a small cage. Duchamp’s object was included this same year in the exhibition Fantastic Art, Dada, and Surrealim, organized by Alfred Barr at the Museum of Modern Art in New York, Hugnet wrote the preface for the catalogue“ (D. L. Strauss in Roth). – „Georges Hugnet est depuis 1936 un membre très actif du groupe surréaliste. Si l’on excepte Schwitters, Rodchenko et surtout Heartfield, il séra l’un des premiers à découper des images dans des magazines, notamment de femmes légères, tel Paris-Magazine, et à les utiliser dans des collages. Dans La Septième Face du dé, ces collages illustrent 20 poèmes, sans entretenir de rapport évident avec eux, sauf, bien sûr, dans une logique surréaliste. Il existe 81 collages originaux de La Septième Face du dé, répartis entre collections publiques et privées. L’édition de luxe de l’ouvrage est pourvue d’une somptueuse couverture composée de trois cigarettes roulées sans papier, que Hugnet conçut avec son complice du moment, Marcel Duchamp“ (C. Bouqueret). – Provinienz/Provenance: Collection of Rosa and Aaron Esman, New York. – Außergewöhnlich schönes und sauberes Exemplar mit dem meist fehlenden Verlagsanzeigenblatt. – Exceptionally beautiful and clean copy with the publisher’s advertisement sheet mostly missing. Schlagwörter: Collagen, Dada, Dadaismus, Fotomontage, Nummerierte Bücher, Surrealism, Surrealismus |
12.000,-- | ![]() |
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| Dine, Jim. The picture of Dorian Gray. A working script for the stage from the novel by Oscar Wilde with original images & notes in the text. London, Petersburg Press (1968). Folio (47,5 x 34 cm.). [41] Blatt mit farblithogr. Titel und 12 Orig.-Farblithographien (davon 1 auf Folie) sowie 4 signierte Orig.-Farbradierungen und 6 signierte Farblithographien (Suite). Orig.-Lederband und Chemise (Suite) mit rot-schwarzem Schlangenhaut-Druck und Schuppenprägung (von Rudolf Rieser) in Lederkassette mit signiertem, datiertem und nummeriertem Multiple auf dem Vorderdeckel (halbplastisches blutendes Herz).
From Manet to Hockney 142. Hernard/v. Maur, Papiergesänge 103. – Exemplar 62 von 100 (+15 Artist-Proof) num. Exemplaren der Ausgabe C, das Multiple auf der Rückseite und im Impressum von Jim Dine signiert. In der Vorzugsausgabe sind sowohl die 6 signierten Lithographien der Ausgabe A, wie auch die 4 signierten Radierungen der Ausgabe B enthalten. Die Grafiken jeweils Recto in Bleistift von Jim Dine signiert, sowie verso mit Stempel „Edition C“ sowie Nummerierung in Bleistift. – Das erste Werk der Petersburg Presse. – Es „geht auf eine … geplante, aber nicht realisierte Theaterinszenierung … zurück. Das Buch enthält die Wiedergabe des maschienengeschriebenen Skripts des Stückes, für die Aufführung mit Anmerkungen über Inszenierung, Bühnenbilder und Kostüme versehen. Ähnliche Erläuterungen hat Dine seinen Lithographien hinzugefügt, die bei der Verwirklichung der dargestellten Kostüme und Gegenstände helfen sollten … Dine kleidete seine Figuren nicht in zeitgenössischen Stil der Jahrhundertwende, sondern … in moderne, phantasievolle, reiche Kostüme, die die ‚narzißtische, fast fetischistische Begeisterung über Kleidung in den Jahren 1967/68 bewußt machen‘ ″ (Hernard/v. Maur). – Die Grafiken der Suite an den Rändern teils gebräunt, eine stärker. – Aus dem Nachlass des Kunsthistorikers, Kurators und Kunsthändlers Ewald Rathke (1926-2024), Wols-Experte und ehemaliger Leiter des Kunstvereins Frankfurt am Main. Schlagwörter: Illustrierte Bücher, Künslerbücher, Multiple, Nummerierte Bücher, Original-Graphik, Pop art, Pressendrucke, Signierte Bücher, Theater, Theaterstücke, Vorzugsausgaben |
8.500,-- | ![]() |
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| Rasch, Heinz u. Bodo (Hrsg.). Gefesselter Blick. 25 kurze Monographien und Beiträge über neue Werbegestaltung. Mit Unterstützung des „Rings der Werbegestalter des Schweizer Werkbundes“ u. a. herausgegeben und mit einer Einleitung versehen. Stuttgart, Zaugg & Co. (1930). 111, (1 weiße) S. mit 140 Abb., teils in Orangerot u. Schwarz gedruckt u. 1 Bl. (Errata). Orig.-Leinenband (Vorderdeckel aus durchsichtigem Zelluloid).
Fleischmann, Drucksachen S. 354. Dokumentations-Bibliothek VI, 91. Heidtmann 8618. Heiting/Jaeger II, 350 ff. Die Lesbarkeit der Kunst. Katalog Berlin 1999. Nr. 40. – Seltene Original-Ausgabe. – „Eine der hervorragendsten Publikationen über Werbegestaltung. … Typographisch hervorragend gestaltet, in einem neue Wege gehenden Einband mit wirkungsvollem Titel in Rot und Blau (sic!), der durch die durchsichtige Zelluloidfolie wie aus einem Schaufenster sichtbar wird“ (H. Bolliger). – Kurze monographische Texte über 26 (nicht 25 wie auf dem Titel angegeben) progressive Werbegestalter der späten zwanziger Jahre, die alle heute zu den Klassikern gehören, unter anderen O. Baumberger, W. Baumeister, M. Bill, M. Burchartz, W. Cyliax, W. Dexel, H. Elias, W. Graff, J. Heartfield, El Lissitzky, R. Michel, L. Moholy-Nagy, H. Richter, K. Schwitters, Mart Stam, K. Teige, Jan Tschichold, Vordemberge-Gildewart und Piet Zwart. – „Der von Heinz und Bodo Rasch herausgegebene Band ‚Gefesselter Blick‘ wurde Ende Mai 1930 ausgeliefert. Im Buch selbst wird der Titel allerdings nicht erwähnt, auch nicht in der Einleitung. Lediglich in der Selbstdarstellung von Otto Baumberger findet sich die Formulierung „Fesselung des Blickes“ (S. 17). Diese Irritation setzt sich beim Untertitel ‚25 kurze Monografien und Beiträge über neue Werbegestaltung‘ fort. Denn tatsächlich sind es 26 Gestalter, die in der Namensliste darunter aufgeführt und im Buch vorgestellt werden. Vermutlich wurde die Zahl ‚25‘ von den Herausgebern für markanter gehalten. Ferner fällt auf, dass der Ring ‚neue werbegestalter‘ in der Titelei – scheinbar – nicht vorkommt, obgleich seine Mitglieder und Gäste den Hauptanteil des Buches ausmachen. Stattdessen findet sich auf Titelblatt und -streifen der prominente Hinweis: „Mit Unterstützung des ‚Ringes der Werbegestalter des Schweizer Werkbundes‘ u. a.“ Diese Formulierung ist von der Fachliteratur stets wörtlich übernommen, aber nie kritisch hinterfragt worden. Denn einen ‚Ring der Werbegestalter des Schweizer Werkbundes‘ hat es nie gegeben. Vielmehr dürfte hier ein Fehler bei der Zeichensetzung vorliegen. Im Sinne einer Aufzählung müsste es wohl richtig heißen: „mit Unterstützung des ‚Ringes der Werbegestalter‘, des Schweizer Werkbundes u. a.“ Für diese Deutung spricht auch die Danksagung im Impressum, die an Kurt Schwitters (für den Ring ‚neue werbegestalter‘) und Hans Schmidt (für den Schweizer Werkbund) gerichtet wird…“ (R. Jaeger in Heiting/Jaeger). – Rücken etwas berieben und leicht aufgehellt, der Zelluloid-Deckel etwas gebräunt und leicht fleckig, im oberen Falz teils schwach braunfleckig, sehr gutes Exemplar mit dem Errata-Blatt. Schlagwörter: Neues Sehen, Photography, Photomontage, Reklame, Typographie, Werbung |
8.500,-- | ![]() |
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| Hosoe, Eikoh. Kamaitachi. (Dance Tatsumi Hijikata. Preface Shuzo Takigushi. Poem Toyoichiro Miyoshi. Design Ikko Tanaka). Tokyo, Gendai Shicho Sha (1969). Folio (38 x 31 cm.). [3] Bl., 34 Tafeln, [2] Bl., alle ausfaltbar und 1 Orig.-Photographie (Silbergelatine, 24,5 x 16 cm.) auf dem Trägerkarton und verso signiert und mit Stempel des Fotografen, dat. 1971. Illustr. Orig.-Leinenband mit Blau bedrucktem Klarsichtschutzumschlag in Pappschuber und Versandkarton mit Deckelschild.
Auer 497. Heiting/Kaneko 394 f., 306. Parr/Badger I, 284. The Open Book 248. – Erste Ausgabe. – Eines von 1000 num. Exemplaren. – Von E. Hosoe signiert und mit rotem Signaturstempel T. Miyoshi und mit beil. Orig.-signiertem Silbergelatine Abzug. Plate # 32 (1965, „drei Generationen“). – „Many Japanese photobooks are designed around the ritual of removing them from their slipcases or covers and opening their pages. The second book collaboration between Hosoe and the dancer Tatsumi Hijikata makes a complex ceremony even of viewing each photograph. Every picture page is a blue gatefold that must be carefully unfolded before the image can be viewed. Looking at this book cannot be done in a hurry. Kameitachi derives from a journey that Hosoe made to the far north of Japan’s main island after returning home from a European trip in 1964. He travelled with Hijikata to the Tohoku region. Both had been born there“ (Parr/Badger). – “Hijikata was dissatisfied with the Japanese modern dance scene, feeling that it was merely a copy of the work being done in the West. He wanted to find a form of expression that was purely Japanese, and one that allowed the body to ‘speak’ for itself, thru [sic!] unconscious improvised movement. His first experiments were called Ankoku Butoh, or the Dance of Darkness. This darkness referred to the area of what was unknown to man, either within himself or in his surroundings. His butoh sought to tap the long-dormant genetic forces that lay hidden in the shrinking consciousness of modern man” (Eikoh Hosoe). – Versandkarton mit geringf. Gebrauchsspuren, 2 Tafeln im rechten Rand mit leichten Knickspuren, sonst tadellos. Schlagwörter: Japan, Nummerierte Bücher, Original-Photographie, Signierte Bücher, Tanz |
8.500,-- | ![]() |
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| Vostell, Wolf (Hrsg.). Decollage. Bulletin aktueller Ideen. Dé-Coll/age No 1/1962 – Dé-Coll/age No. 7/1969. 7 Bände. Köln, Selbstverlag und Typos Verlag 1962-1969. 4°. Mit zahlr. Abbildungen und Tafeln. Orig.-Broschuren und Orig.-Kartonumschläge, teils mit Bauchbinde.
Vollständige Folge des legendären Fluxus Periodikums. – Abgesehen von Heft 2, das ausschließlich Dick Higgins vorbehalten war, sind alle Hefte von Wolf Vostell signiert. – Mit Arbeiten unter anderen von Joseph Beuys, Rene Block, Claus Bremer, Henning Christiansen, Hans Joachim Dietrich, Ludwig Gosewitz, Dick Higgins, Berhard Hoeke, Allen Kaprow, Franz Mon, Ben Patterson, Eckart Rahn, Gerhard Rühm, Vagelis Tsakiridis, Ben Vautier und W. Vostell. – Nr. 1: Bauchbinde geöffnet und mit kl. Ausschnitt, Nr. 2: Schnitt mit leichten Feuchtigkeitsspuren und eine Kante mit kl. Fehlstelle, Bauchbinde in Kopie, Nr. 4: Umschlag am Rücken perforiert und sauber hinterlegt, ein hinterlegter kleiner Einriss, etwas gebräunt, ohne die montierte braune Tüte „use this Brouwn“ (Stanley Brouwn; liegt als originalgetreue Kopie bei), Nr. 5 ohne das Multiple von Joseph Beuys „Zwei Fraeulein…“, Nr. 7: Rücken und Kanten etwas berieben, sonst alle Hefte gut erhalten. – Dazu: W. Vostell. 4 Orig.-Portraitphotographien von Sandro Becchetti (1935-2013). Rom 1973. Jeweils 40 x 30 cm. (ein Porträt im Quer-Format). – Der bedeutende Konzeptkünstler hält seinen Katalog „happening & fluxus“ (zur Ausstellung im Kölner Kunstverein 1970) in die Höhe und drei Halbporträts. Die Aufnahmen entstanden anlässlich der Ausstellung „Contemporanea“ in der Villa Borghese in Rom. Rückseitig mit Stempel des Fotografen, vintage. – Dazu: 10 eigenhändige und unterschriebene Briefe von W. Vostell an den Wuppertaler Kunsthistoriker und Publizisten Georg F. Schwarzbauer sowie einigen maschinenschr. Antwortbriefen Schwarzbauers und umfangreiches Material zum Thema Fluxus (Kopien, Typoskripte etc.) in Sammelordner. Schlagwörter: Fluxus, Signierte Bücher, Zeitschriften |
8.500,-- | ![]() |
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| Renger-Patzsch, Albert. Die Welt ist schön. Einhundert photographische Aufnahmen. Herausgegeben und eingeleitet von Carl Georg Heise. München, Kurt Wolff (1928). 4°. 21, (1) S., [1] Bl. und 100 Tafeln. Orig.-Leinenband mit silbergepr. Rückentitel und Deckelvignette (von Alfred Mahlau, Lübeck) mit illustr. Schutzumschlag (von Friedrich Vordemberge-Gildewart, Hannover), Orig.-Bauchbinde (″Aufregend und begeisternd für jeden, der Augen hat! „…ein erstaunliches Bilderbuch“, sagt Thomas Mann“) in Orig.-Pappschuber.
Auer 134. Göbel 689. Heidtmann 10691. Heiting/Jaeger II, 284 ff. (mit zahlr. Abb.). Koetzle 322. Parr/Badger I, 125. The Open Book 68 f. (diese Bauchbinde). Roth, The Book of 101 Books 50 f. (mit Bauchbinde „Romain Rolland“). – Erste Ausgabe. – Standardwerk der „Neuen Sachlichkeit“ in der Fotografie. Die Detailaufnahmen von Natur, Objekten und Architektur zeigen den „neuen Blick“ des Fotografen für natürliches und technisches Gleichmaß und Harmonie von Formen und Reihen. – „Eingangs ordnet Heise die sachliche, doch zugleich schöpferische Fotografie von Renger-Patzsch in „eine Revolution des ästhetischen Empfindens“ und „die Entstehung eines veränderten Schönheitsbegriffs“ der Gegenwart ein. Anhand der Pflanzenaufnahmen erläutert er dabei die Nähe zu wissenschaftlicher Betrachtungsweise… Nahaufnahmem Ausschnitt und unübliche Winkel werden als charakteristische Gestaltungsmittel benannt. Die Tieraufnahmen seinen durch „strenge Objektivität“ und „unbestechliche Schärfe“ gekennzeichnet, bei den Landschaftsfotos wird angemerkt, „dass ein Teil symbolisch für das Ganze stehen kann“ und dass „auch Schärfe des photographischen Blicks Phantastisches in der Alltagsnatur aufzustöbern weiß“. Bei den Materialstudien treten diese Vorzüge für Heise besonders klar hervor: „Handelt es sich um materialgerechte Vergegenwärtigung, so verdient die technisch exakte Wiedergabe unbedingt den Vorrang vor der der künstlerisch ausdeutenden.“ Bei Architekturaufnahmen wiederum gesteht er dem Fotografen eine isolierende Akzentuierung und schlagkräftige Unterstreichung der Bauformen zu: „Das ist, bei strengster Sachlichkeit, eine schöpferische Leistung“.“ (R. Jaeger in Heiting/Jaeger II, S. 289 f.). – Schutzumschlag am Rücken oberhalb der Bauchbinde aufgehellt, die Bauchbinde am Rücken gebräunt und mit kleiner restaurierter Stelle an der oberen schwarzen Linie, sehr gutes sauberes Exemplar in der kaum zu findenden „Komplettausstattung“ mit dem äußerst seltenen Orig.-Pappschuber. – First edition with dustjacket, bellyband, with the slipcase, very fine. Schlagwörter: Bauhaus, Neue Sachlichkeit, Neues Sehen |
7.500,-- | ![]() |
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| Hinkefuss, Carl Ernst. Mein Vogelparadies. Gesamtwerk. Erstes Heft (alles Erschienene). Berlin und Dessau, C. Dünnhaupt u. Reklameverlag Internatio (1929). 4° (30 x 21 cm.). [16] Bl. mit 12 farblithogr. Tafeln von C. E. Hinkefuss. Farblithogr. illustr. OKart. (Blockbuch mit Kordelheftung).
Bolliger/Holstein 1981/82 GK 409. Slg. Cotsen 4822. Dokumentations-Bibliothek VI, 393. Stuck-Villa II, 210. – Außergewöhnliches, in Form und Farbgebung richtungsweisendes Bilderbuch der „Neuen Sachlichkeit“, dass der Werbegraphiker Carl Ernst Hinkefuss (1881-1970) gestaltet hat. Das in kräftigen Farben mit Typographie in Gold und Silber auf schwarzen Karton gedruckte Buch wurde in 1500 Exemplaren hergestellt und als kostenlose Werbegabe verteilt. – „Ein bisher nicht beschriebenes Kinderbuch eines dem Bauhaus nahestehenden Werbefachmannes. Ein drucktechnisch und graphisch beispielhaftes Werk der zwanziger Jahre“ (H. Bolliger). – Sehr gutes wohlerhaltenes Exemplar. Schlagwörter: Bauhaus, Neue Sachlichkeit, Reklame |
7.500,-- | ![]() |
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| Chernikhov (Tschernychow, Tchernikhov), Iakov (Georgievich). Arkhitekturnye fantazii. 101 kompozitsiia v kraskakh. Ispolneny pri uchastii D. Kopanitsyna i E. Pavlovoi. – Architektonische Fantasien. 101 farbige Tafeln. – 101 architektonische Miniaturen. Unter Mitarbeit von D. Kopanitzin und E. Pawlowa. – Fantaisies Architecturales. 101 planches en couleurs. 101 miniatures architecturales. – Architectural Fictions. 101 coloured prints. 101 architectural miniatures. Leningrad, Verlag „Meshdunarodnaja Kniga“ 1933 4° (31 x 22,5 cm.). 102 S. mit 113 (12 ganzs.) Illustrationen im Text und 101 Farbtafeln. Schwarzer Orig.-Leinenband mit blindgepr. Rücken- und Deckeltitel.
Hellyer 71. Compton 142. Holstein catalogue 105, 342. Paris-Moscow 1900-1930, Centre Pompidou 535 (mit Farbabb. S. 304). Rowell/Wye 1022 (mit Abb. S. 227). Senkevitch 205. – Erste Ausgabe von Chernikhovs berühmten und nie realisierten Architekturvisionen, sein bedeutendstes und am aufwendigsten gestaltetes Werk und Hauptwerk der utopistischen Architektur des 20. Jahrhunderts. – Mit Titelblättern in Russisch, Deutsch, Französisch und Englisch. – „A richly illustrated work dealing with methods of architectural design, technical and compositional systems, and systems of constructing architectural fantasies… An amazing compendium of one hundred and one colored inventions which still excite the imagination today“ (Compton, Russion Avant-Garde Book S. 142 ff.). – Nur vereinzelt leicht fingerfleckig, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Avantgarde, Russische Avantgarde |
7.500,-- | ![]() |
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| Lissitzky, El (Book-Design). SSSR stroit Sotsializm. USSR baut den Sozialismus. – URSS construit le Socialisme. – USSR builds the Socialism. (Technical Editer: Alexander Brodsky). Moscow, IZOGIZ (printed by Ivan Fiodorov, Leningrad) 1933. Folio (34,5 x 26 cm.). XXVI, 284, (2) S. mit 2 Portrait-Tafeln und teils ganz- und doppelseitigen Abbildungen nach Fotografien und Foto-Montagen. Orig.-Halbleinenband mit silbergepr. Rückentitel, soviet. Flagge und zweifarb. Titel auf dem Vorderdeckel.
Heiting/Karasik 190 ff. – Einzige Ausgabe des wichtigen Propaganda-Albums. – „The year 1933 saw the publication of El Lissitzky’s first propaganda album – The USSR Is Building Sociaism, a visual chronicle, a pictorial report on the results of the first Five-Year Plan, an account of victories in the main fields of Socialist construction. The book opens with the text of Stalin’s reporton „The Results of the First Five-Year Plan” on pages VII-XVI (numbered with Roman numerals). In 1933 dozens of books were printed with this title. Three of them were designed by Varvara Stepanova, Solomon Telingater and Boris Titov. In this book there follow (on pages numbered from 1 with Arabic numerals) sections devoted to achievements in the leading branches of industry – mining, heavy industry, machine-building, ag riculture, and the main spheres of life – health services, culture, sport. The technical details about the publication are reduced to a minimum and placed at the start, on the reverse side of the endpaper. There is some interesting information „From the publishing house“: „The textual material and figures end with the editing of August 1932“ – the book was sent for setting in May and went to press in September 1932, so the data included were very much up-to-date. In 1933 statistics, like photography, still reflected the real state of affairs. By 1937 the situation had changed – figures became one of the elements of propaganda, while photography was stripped of the specifics of time and place. … The USSR Is Building Socialism is one of El Lissitzky’s first successful book projects in collaboratio n with IZOGIZ. From 1932 to May 1941 he was actively involved in the creation of the magazine USSR in Construction [SSSR na stroike] that was published by IZOGIZ. As one of the leading artist-designers, he prepared 19 issues and to a large extent determined the look of the magazine. The album The USSR Is Building Socialism is a sort of digest of the first issues of the magazine and includes a large proportion of photographs that had already been published. Many pictures became raw material for photomontages. The montage principle of presenting photographs practically supplanted individual shots: they are nearly all “knocked together“ in pairs along one edge, forming new compositions. The most original are the compositions on the double-page spreads. In them Lissitzky reveals himself to be a master of the photo-projection method of photomontage. The montage principle for the presentation of the material excludes the need to attribute the photographs, but many of them are recognizable. The photographs of Dneprostuoi, also published in USSR in Construction, were the work of Max Alpert, with whom Lissitzky made a special trip to the site of the hydro-electric project; the shots of the Donbas by Yeleazar Langman; those of the Magnitogorsk complex by Anatoly Skurikhin; those of Kuznetskstroi by Pavel Zhukov, Mikhail Kalashnikov and M. Prigozhin. The album ends with a photograph of a military man, one of the heroes of the skiing trek in a Budionny cap and greatcoat dusted with snow – this image, popular with the magazines of th e period, was the work of Arkady Shaikhet. It is a curious fact that while he continued to practice photography in the 1930s, when it had lost its experimental character, Lissitzky in contrast to Rodchenko hardly ever used his own pictures in books. The construction of the album is founded upon the magazine principle – a compilation of issues. The development of the visual blocks is accentuated by the double-page photomontages printed in two colours, black and red. The introduction of short slogan-like texts into the photomontages make these pages look like posters“ (M. Karasik). – Deckel etwas angestaubt und leicht fleckig, nur vereinzelt um Blattrand geringfügig braunfleckig, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Avantgarde, Propaganda, Russland, Soviet Union, Sozialismus |
7.500,-- | ![]() |
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| Baedeker, Karl. Athen und seine nächste Umgebung. Berichtigter Sonderabdruck aus der 3. Auflage des Reisehandbuchs für Griechenland. Leipzig, Karl Baedeker 1896. Kl.-8° (16 x 10,6 cm.). [3] Bl., 82 S. mit einem gefalteten farblithogr. Stadtplan und einer gefalteten farblithogr. Karte der Umgebung von Athen. Orig.-Halbleinenband.
Hinrichsen D 471. – Außerordentlich selten; für die Olympischen Spiele 1896 separat aus der 3. Auflage des Griechenland-Baedekers (3. Auflage, 1893), mit entsprechenden Berichtigungen bis 1896 herausgegeben. – “Ausschließlich zum Verkauf innerhalb der Grenzen des Königreichs bestimmt” (Vorwort). – Deckel etwas angestaubt, sehr gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Athen, Griechenland, Olympiade, Olympische Spiele, Reiseführer, Reiseliteratur, Travel guide |
6.500,-- | ![]() |
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| Teige, Karel. ReD. Revue Svazu moderni kultury „Devetsil“ – mesicnik pro moderni kulturu. Rocnik I (1927-1928). – Rocnik II (1928-1929). – Rocnik III (1929-1930). 30 issues in 3 volumes. Praha, Jan Fromek, Odeon 1927-1930 Gr.-8° (23 x 18 cm.). 360 S., [2] Bl.; [1] Bl., 324 S., [2] Bl.; 315 S. mit zahlr. Abbildungen. Orig.-Leinenband (Band II) und Halbleinenbände der Zeit mit goldgepr. Rückentiteln (28 von 29 Orig.-Umschläge beigebunden).
Bolliger, Dokumentations-Bibliothek VI, 810. Heiting, Czech and Slovak Photo Publications 1918-1989 12. Lang, Konstruktivismus und Buchkunst 72. – Vollständige Folge der „bedeutenden tschechischen avantgardistischen Zeitschrift Karel Teiges für Architektur, Film, Literatur, Malerei, Photographie, Theater etc. Texte und Abbildungen von praktisch allen bedeutenden Architekten, Künstlern und Schriftstellern der Moderne, darunter Albers, Apollinaire, Arp, Baumeister, Biebl, Boccioni, Breuer, Carrà, Chagall, Chirico, Delaunay, Albers, Apomat, nið, Baumeister, Biebl, Boccioni, Breuer, Carra, Chagall, Chirico, Delaunay, Döblin, van Doesburg, Domela, Max Ernst, Gabo, A. Giacometti, Gleizes, Gris, Gropius, Grosz, Kandinsky, Kassák, Klee, Kupka, Lautréamont, Le Corbusier, Léger, Lissitzky, Malewitsch, Marinetti, Miro, Moholy-Nagy, Mondrian, Nezval, Ozenfant, Picasso, Man Ray, Russolo, Sant’Elia, Schwitters, Seuphor, Severini, Mart Stam, Tatlin, Teige, Tschichold, Tzara, Vordemberge-Gildewart u.a. Sonderhefte über Apollinaire, Architektur und Soziologie, Bauhaus, Film-Photo und Typographie, Befreites Theater, Sowietische Kultur etc. Alle Hefte, inklusive Reklameseiten von Karel Teige einheitlich typographisch gestaltet. Reklameteil und sämtliche, zum Teil mehrfarbigen Karel Teige einheitlich typographisch gestaltet. Reklameteil und sämtliche, zum Teil mehrfarbigen Originalumschläge, viele mit Collagen und Photomontagen von Teige, beigebunden. Die meisten Originalumschläge, viele mit Collagen und Photomontagen von Teige, beigebunden. Die meisten Texte in tschechischer Sprache. Hervorragendes Dokument der tschechischen und internationalen Avantgarde…“ (Hans Bolliger). – Nr. 6/7 im Jahrgang 1930 als Doppelheft erschienen, Umschlag von Nr. 9 im Jahrgang 1930 nicht beigebunden, nur vereinzelt geringfügig fleckig, sonst sehr gut erhalten. Schlagwörter: Architecture, Architektur, Avantgarde, Bauhaus, Literatur, Magazines, Photographie, Photography, Zeitschriften |
6.500,-- | ![]() |
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| Lissitzky – Gantner, Joseph. Neues Bauen in der Welt. I. El Lissitzky. Russland. Die Rekonstruktion der Architektur in der Sowjetunion. – II. Richard J. Neutra. Amerika. Die Stilbildung des neuen Bauens in den Vereinigten Staaten. – III. Roger Ginsburger. Frankreich. Die Entwichklung der neuen Ideen nach Konstruktion und Form. 3 Bände. Wien, Anton Schroll & Co. 1930. 4°. 103 S.; 163 S.; 132 S. mit zusammen 547 Abb. und Grundrissen. Orig.-Leinenbände mit illustr. Schutzumschlägen von El Lissitzky.
Bolliger, Dokumentations-Bibliothek VI, 26 f. (mit Abb.). Heiting/Jaeger I, 394 ff. (mit zahlr. Abb.). Kruft 483. Lissitzky-Küppers Tafel 158, 86. – Erste Ausgabe der Bände I-III der gesuchten Reihe mit den Photomontagen von El Lissitzky in der sehr seltenen gebunden Ausgabe. – „(U)nter Friedrich Meyer (1876-1946), der den Verlag seit 1914 leitete, wurde zeitgenössische österreichische Architektur gefördert und mit der 1928 konzipierten Buchreihe „Neues Bauen in der Welt“ sogar der Anschluss an die internationale Avantgarde gesucht… Deren Herausgeberschaft übernahm der Kunsthistoriker Joseph Gantner, zugleich Schriftleiter der Zeitschrift „Das Neue Frankfurt“. Wohl von ihm wurde El Lissitzky, der Frankfurt im Spätsommer 1928 besucht hatte, für die Gestaltung der Einbände und Umschläge von drei die Reihe eröffnenden „Nationenbänden“ gewonnen…“ (R. Jaeger). – Selbst in den Bildunterschriften wird die Euphorie über das „neue Bauen“ spürbar: „Elektrische Schweißarbeit verbindet mit Geschwindigkeit eines Urgeschehens schwere Stahlglieder zu homogenen Rahmen“ (Neutra S. 150). – Später erschienen noch Band IV Heinrich Kulka. Adolf Loos. Das Werk des Architekten. und Band VI. Josef Frank. Die internationale Werkbundsiedlung Wien 1932. Der geplante Band V von W. Gropius. „Das Hochhaus“ ist nie erschienen. – Schutzumschläge teils etwas berieben, alle Bände außergewöhnlich schön erhalten. Schlagwörter: Avantgarde, Bauhaus, Photographie, Photography, Russian Avantgarde |
6.500,-- | ![]() |
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| (Lereguet, Maurice et Paul Bourgeois, ed.). Première Exposition d’Art Photographique. Paris 1894. (Préface de Armand Dayot). Paris, Photo-Club de Paris 1894. Folio (40 x 30 cm.). 3, (5) S., 56 Tafel in Héliogravure, [2] Bl. Orig.-Pappband mit Schutzumschlag.
Auer 74. Nicht bei Rossens/Salu. – Eines von 30 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Japan impérial (Gesamtauflage 500 Exemplare). – Sehr seltener Katalog zur ersten französischen Ausstellung mit kunstfotografischen Werken und weltweit eine der bedeutendsten im ausgehenden 19. Jahrhundert. – Die Normalausgabe enthält nur 25 Tafeln; hier sind alle Tafeln zweifach vorhanden und außerdem sind 6 weitere Tafeln beigebunden. – Mit Aufnahmen von Bernhard Alfieri, James Craig Annan, Paul Bourgeois, Michel Bovy, Maurice Bucquet, Robert Demachy, Rudolf Eickemeyer, Emma Justine Farnsworth, Joseph Ginot, Edouard Hannon, Frederick H. Hollyer, Michel Kotchoubey, Bernhard Lintott, Constant Puyo, Henry Peach Robinson, Adolf Carl v. Rothschild, Antonio Ruffo, Charles Scholik, Hans Schramm, Alfred Stieglitz, Hans Watzek u. a. (eine vollständige Liste liegt bei). – Die weltweit erste Ausstellung mit kunstfotografischen Werken veranstaltete die englische Pictorialisten-Vereinigung „Linked Ring“ im Oktober 1893 in der Dudley Gallery in London. – „Erstmals wurde eine neue Ästhetik der Photographie formuliert, die für den Photographen die gleichen bildnerischen Freiheiten beanspruchte, wie sie der Maler besaß, der seine Themen frei gestaltet, der ausläßt oder verändert, was seine Komposition beeinträchtigen würde. Hat nicht auch der Photograph das Recht, so wurde gefragt, das Bild durch manuelle Eingriffe zu verändern, um Grenzen seines Mediums zu überwinden, die ihn in seiner Ausdrucksmöglichkeit einschränken? Manipulative Drucktechniken wurden möglich mit dem Gummibichromatverfahren (Gummidruck), das 1894 von A. Rouillé-Ladèveze eingeführt und ein Jahr später von Robert Demachy popularisiert wurde“ (H. Gernsheim S. 723). – Umschlag etwas angestaubt und gering fleckig, sehr schönes Exemplar. – One of 30 copies of the special edition on Japan impérial (GA 500 copies). – Very rare catalog of the first French exhibition of art photography and one of the most important in the world at the end of the 19th century. – The normal edition contains only 25 plates; here all plates are in duplicate and 6 additional plates are bound in. – With photographs by Bernhard Alfieri, James Craig Annan, Paul Bourgeois, Michel Bovy, Maurice Bucquet, Robert Demachy, Rudolf Eickemeyer, Emma Justine Farnsworth, Joseph Ginot, Edouard Hannon, Frederick H. Hollyer, Michel Kotchoubey, Bernhard Lintott, Constant Puyo, Henry Peach Robinson, Adolf Carl v. Rothschild, Antonio Ruffo, Charles Scholik, Hans Schramm, Alfred Stieglitz, Hans Watzek and others (a complete list is enclosed). – The world’s first exhibition of art photography was organized by the English Pictorialist Association “Linked Ring” in October 1893 at the Dudley Gallery in London. – The world’s first exhibition of art photography was organized by the English Pictorialist Association Linked Ring in October 1893 at the Dudley Gallery in London. – For the first time, a new aesthetic of photography was formulated, which claimed the same pictorial freedom for the photographer as the painter had, who freely arranged his subjects, omitting or changing what would impair his composition. Does not the photographer also have the right, it was asked, to alter the image through manual intervention in order to overcome the limitations of his medium that restrict his expressive possibilities? Manipulative printing techniques became possible with the gum bichromate process (gum printing), which was introduced in 1894 by A. Rouillé-Ladèveze and popularized a year later by Robert Demachy (H. Gernsheim p. 723). – Cover somewhat dusty and slightly stained, a very nice copy. Schlagwörter: Pictorial Photography, Piktorialismus, Vorzugsausgaben |
6.500,-- | ![]() |
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| Cartier-Bresson, Henri. Images à la sauvette. Photographies. Paris, Éditions Verve (1952). Folio (37 x 28 cm.). [148] S. mit 126 Duotone-Tafeln. Farbig illustr. Orig.-Pappband (von Henri Matisse) und Japan-Papierschutzumschlag.
Auer 343. Koetzle, Fotografen A-Z 66 f. Roth, The book of 101 books 134. Sinibaldi/Couturier 99. Vgl. Parr/Badger I, 207 f. und Roth, The Open Book 154 f. (beide parallel erschienene amerikanische Ausgabe „The Decisive Moment“, „because their publication in the United States made Cartier-Bresson an international superstar“). – Erste Ausgabe. – Mit eigenhändiger Widmung von H. Cartier-Bresson „à Monsieur Hans Saebens avec mon trés cordial souvenir Henri Cartier-Bresson, Hamburg 1952“ und 2 Orig.-Portraitphotographien von H. Cartier-Bresson. – Der Bremer Maler, Grafiker und Fotograf Hans Saebens (1895-1969) lebte im Künstlerdorf Worpswede bei Bremen und begann bereits 1932 mit der Leica zu fotografieren. – „Seit Oskar Barnacks Erfindung der Leica, jener Kleinbildkamera, die durch ihre reduzierte Größe den Fotografen mitten ins Geschehen rückte und ihm ermöglichte, direkt unter seinen Motiven zu arbeiten, war die moderne Bildreportage geboren. Der Fotograf wurde nun flexibel, die Kamera ermöglichte es ihm, aus dem Geschehen heraus seine Bilder zu schießen und ohne zu auffällig zu werden, den Decisive Moment, den entscheidenden Moment, auszunutzen. Henri Cartier-Bresson, den Saebens 1953 in Hamburg traf, hatte im Jahr zuvor die Theorie des Decisive Moment aufgestellt. „Für mich besteht das Wesen der Fotografie in der Fähigkeit, in Bruchteilen einer Sekunde Bedeutung und Gewicht eines Ereignisses zu erfassen und gleichzeitig in eine Form zu bannen, die das Wesen dieses Geschehens gültig ausdrückt“, schreibt Cartier-Bresson (In: Leica-Fotografie 1953, Heft 1, S. 4). Und damit nutzte er – im Gegensatz zu Saebens – die Möglichkeiten aus, die die Leica dem Fotografen bietet“ (Wikipedia). – „Strictly speaking … a monograph of Cartier-Bresson’s best work, but it has overriding unifying factors that elevate it into … one of the greatest of all photobooks …“ (Parr/Badger). – Henri Cartier-Bresson (1908–2004) gilt als der Wegbereiter des modernen Fotojournalismus. Gemeinsam mit Robert Capa und David »Chim« Seymour gründete er 1947 die Fotografenkooperative und -Agentur „Magnum“. Sein Blick für das Skurrile im Alltag war legendär. Er fotografierte unter anderem in Spanien, Kamerun, Italien, Indien, Pakistan, China, Mexiko und den USA. – Sehr gutes Exemplar mit bedeutender Provienz. Schlagwörter: Signierte Bücher, Widmungsexemplar |
6.000,-- | ![]() |
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| Hugnet, George (Edition). Petite anthologie poétique du surréalisme. Introduction par Georges Hugnet. Paris, Éditions Jeanne Bucher 1934. 8°. 166 p. avec 16 planches, 1 collage par G. Hugnet et 1 photogramme par Max Ernst. Broche, couverture imprimée.
Première édition, l’un des 2000 exemplaires sur papier Alfa Bouffant. – Avec dédicace manuscrite et collage original de G. Hugnet pour Noël Armand, ainsi qu’un photogramme retravaillé à l’or et signé par Max Ernst. Avec ex-libris pour Noël Armand par René Magritte. – Avec des contributions (textes et illustrations) de H. Arp, A. Breton, S. Dali, M. Duchamp, Max Ernst, P. Picasso, Man Ray et autres. – Légèrement taché de brun par endroits, sinon en bon état. Schlagwörter: Originale, Signed books, Signierte Bücher, Surrealism, Surrealismus, Widmungsexemplar |
6.000,-- | ![]() |
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| Moriyama, Daido and Michel Bulteau. Solitude de l’oeil. Poèmes (and) photographies. Paris, Toluca Editions Mai 2007. Imperial-Folio (52 x 42 cm.). Illustr. Titel und 6 illustr. Karton-Blätter mit mont. Farbphotographien (chromogenic prints, 19,5 x 21,5 cm.). Achteckige Orig.-Kunststoff-Buchkassette (51,7 x 42,5 x 5,2 cm.) in Leinenkassette.
No. 10 von 40 Exemplaren; im Druckvermerk von D. Moriyama und M. Bulteau signiert. Texte in Französisch und Japanisch. – „Édition limitée à 40 exemplaire chaque exemplaire est illustré de 6 tirages C-print signés. – Conception graphique: Olivier Andreotti.“ – „Daido Moriyamas Vision liegt im Herzen der Dunkelheit, sowohl im eigentlichen als auch im übertragenen Sinne. Die Welt, die er aufzeichnet, ist schwarz, vom Licht eher betäubt als beleuchtet, bedrohlich, chaotisch, unverständlich, zwanghaft erotisch, besessen exzentrisch, konsumfixiert, verwüstet von Unfällen, nie im Gleichgewicht, manchmal zugrunde gerichtet, bisweilen leer – eine Welt, die sich ihrer eigenen Instabilität nicht bewusst ist, eine Welt, die Prozac braucht. Seine fotografischen Methoden, geprägt von Unschärfen und Kratzern, ausgeblichenen Farben und Staub, verschmelzen mit seinen Motiven zu Dolkumenten, die kurz vor dem Verfall stehen. Manchmal spielt Moriyama mit den Grenzen der Wahrnehmung und mit den Grenzen der Fotografie; beides lässt er hoffnungslos eng gesteckt erscheinen. Eine unerbittliche, sogar grimmige Vision, individuell und authentisch, die bis an ihre eigenen Grenzen geht“ (V. Goldberg in Koetzle, Fotografen A-Z). – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Japan, Nummerierte Bücher, Signierte Bücher, Street photography, Streetphotography, Tokio, Tokyo |
5.800,-- | ![]() |
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| Moriyama, Daido – Takuma, Nakahira. Shashin yo sayonara (Farewell, Photography, Bye Bye Photography). Tokyo, Shashin Hyoronsha (1972). Gr.-8°. [308] S. mit teils doppelblattgr. Tafeln in shed-fed-gravure. Orig.-Pappband mit Schutzumschlag.
Auer 543. Heiting/Kaneko 344 f., 256. Parr/Badger I, 298 u. II, 206 u. 318. The Open Book 290 f. Roth, The Book of 101 Books 218 ff. – Erste und einzige Ausgabe, eines der wichtigsten japanischen Fotobücher und des bekanntesten Werks des berühmten japanischen Fotografen. – Dazu: Orig.-Photographie (Silbergelatine, 23 x 15,5 cm.), Rückenakt. verso von D. Moriyama signiert und num. 125/150. – „Chaotic everyday existance is what I think Japan is all about. This kind of theatricality is not just a metaphor but is also, I think, our actual reality“ (D. Moriyama). – „To get even closer to this actual reality, to record it more thruthfully, Moriyama wanted to make himself a machine, to get beyond subjectivity and become more like a camera, and this desire is brought to a new level in ‚Bye, Bye Photography, Dear‘.“ (D. Levi Strauss in Roth). – „Shashin yo sayonara ( Bye Bye Photography) is the most extreme monument of the Provoke period, indeed one of the most extreme photobooks ever published … Moiyama’s vision is entirely consistent, and his willingness to be led to the edge of photography’s coherence is the photographic equivalent of Surrealist automatic writing by a camera that almost has a mind of its own. „I wanted to go to the end of photography“ he declared, and the book is a summation of the Provoke period. It reads like a jerkly hand-held cinéma vérité film“ (Parr/Badger). – Sehr gutes Exemplar. – First and only edition, one of the most important Japanese photo books and the most famous work of the famous Japanese photographer. – Original photography (silvergelatin-print, 23 x 15.5 cm.), back act, signed and numbered 125/150 on verso by D. Moriyama. – Fine copy. Schlagwörter: Japan, Original-Photographie, Signierte Bücher |
5.500,-- | ![]() |
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| Boltanski, Christian, Christiane Büchner u. Andreas Fischer. La maison manquante. – The missing house. Paris, La Hune (1992). Folio (33,5 x 24,5 cm.). 7 Mappen und 1 Umschlag mit Faksimiles und 4 (2 farbige) Orig.-Photographien. Orig.-Pappkassette mit Deckelschild.
Nr. 68 von 100 num. Exemplaren (GA 120 Exemplare). Im Druckvermerk von C. Boltanski signiert. – „À Berlin, au 15, Grosse-Hamburger-Strasse, il y a une maison assez bien conservée, avec en son centre une petite cour bordée par deux bâtiments portant au-dessus de leur porte d entrée les lettres A et C peintes en noir. Le bâtiment B à disparu dans un bombardement un jour de février 1945: à sa place il y a un vide. Nous avons voulu rechercher ceux qui ont vécu là, entre 1930 et 1945, aujourd hui ils sont presque tous morts: d’abord les habitants juifs déportés et exterminés, puis ceux qui occupèrent leurs appartements réquisitionnés enfouis sous les bombes. Mais la mémoire reste, et chaque lieu chaque histoire devient exemplaire“ (C. Boltanski). – Anlässlich der Ausstellung „Die Endlichkeit der Freiheit“, Berlin 1990, entstand das Werk „The Missing House“. Dabei suchte er als Ort für seine Erinnerungsarbeit die Große Hamburger Straße 15/16. Boltanski und seine Mitarbeiter bemühten sich, diesen Raum als Stätte der Erinnerung und gleichzeitig als poetischen Ort zu konstruieren; dabei wurden durch intensive Recherche lebende und papierne Zeugen gesucht und gefunden, so z.B. Photoalben, Adressbücher, Interviewabschriften, Originalphotos, Postkarten und andere Fundstücke, die in einem „Museum“ in Glasvitrinen gezeigt wurden. In dieser Kassette zusammengefaßt sind diese unzähligen Dokumente und Fotos, die als aufwendige Faksimiles Authentizität beweisen. – „In der erinnerten Erinnerung der privaten Photos tritt eine neue Bedeutung in Erscheinung: die Verquickung von Privatem und Politischem, hatten doch die Verbrechen des Zweiten Weltkrieges ihre Voraussetzungen und Auswirkungen im Leben jedes einzelnen Deutschen. Obwohl die Bilder vom familiären Glück, vermeintlich sorgenfrei“, diesen Zusammenhang gerne verdrängen, deckt Boltanski ihn doch allein durch die Reproduktion und Präsentation der Bilder auf“ (H. Dickel zu „Sans-Souci“ Köln 1991). – Christian Boltanski (1944-2021) „was a conceptual artist. He had become known for his installations of memory inventories, which often take almost monumental proportionss. In 1972, 1977, and 1987 he participated at documenta 5,6 and 8. In 2011 he represented France at the Venice Biennale. He lived with his wife Annette Messager in Malakoff near Paris“ (kunstaspekte(dot)de). – Tadellos. Schlagwörter: Artists’ books, Berlin, Concept-art, Edition de luxe, Konzeptkunst, Künstlerbuch, Nummerierte Bücher, Signierte Bücher, Vorzugsausgaben |
5.400,-- | ![]() |
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| Maindron, Ernest. Les affiches illustrées 1886 – 1895. Ouvrage orné de 64 lithographies en couleur et de cent deux reproductions en noir et en couleur. D’après les affiches originales des meilleurs artistes. Paris, G. Boudet et Ch. Tallandier 1896. Gr.-4° (32,5 x 24 cm.). 251 S., [2] Bl. mit titel in Rot und Schwarz, 200 teils farblithogr. und ganzs. Abbildungen und 64 Orig.-Farblithographien von Alfons Mucha, Henri Toulouse-Lautrec, Théophile-Alexandre Steinlen, Jules Chéret, Alfred Choubrac, Eugène Samuel Grasset, Henri-Gabriel Ibels u. a.. Hellbrauner Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild, reicher Rückenvergoldung und Kopfgoldschnitt (signiert: „P. Robert REL – DOR 1897“, farbig illustr. Orig.-Umschlag beigebunden).
Carteret IV, 260. Monod 7642. – Eines von 1000 Exemplaren auf Vélin (Gesamtauflage 1025 Exemplare). – Die Lithographien gedruckt bei Chaix. – „Beaux et importants ouvrages abondamment illustrés“ (Carteret). – Standardwerk zur französischen Plakatkunst des Fin-de-Siècle. – Mit Farblithographien nach Plakaten von Chéret (37), Toulouse-Lautrec (3), Steinlen (2), Mucha (1), Grasset (6) und anderen. Außerdem enthält das Werk am Ende ein nahezu 900 Nummern umfassendes Gesamtverzeichnis der Plakate von Jules Cheret (L’oeuvre murale de Jules Cheret). Ernest Maindron (1838-1907) veröffentlichte 1896-97 eine weitere Monographie über die ausländischen Plakate. – Deckel etwas berieben und angestaubt, sehr gutes breitrandiges Exemplar auf chamoisfarb. Vélin in einem signierten Handeinband. Schlagwörter: Advertising, Affiche, Affiches, Art nouveau, Catalogue raisonné, Catalogues raisonnés, Einbände, Einbandkunst, Jugendstil, Plakatkunst, Plakatliteratur, Poster, Posters, Reklame, Werbung, Werkverzeichnis, Werkverzeichnisse |
5.000,-- | ![]() |
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| Basquiat – Bischofberger, Bruno (Ed.). Jean-Michel Basquiat. (Paintings). Zürich, Edition Gallery Bruno Bischofberger (1985). 4°. Titel, Portrait, 13 (1 gefalt.) Farbtafeln, [2] Bl. Orig.-Leinenband mit farbig illustr. Schutzumschlag.
Erste Ausgabe der ersten Monographie. – Eines von 1000 handschr. num. Exemplaren; von J.-M. Basquiat signiert. – Tadellos. Schlagwörter: Nummerierte Bücher, Pop art, Pop-Kultur, Signierte Bücher |
5.000,-- | ![]() |
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| Lachmann, Karl (Übertragung). Die Nibelunge. Text der Hohenems-Münchener Handschrift A des Nibelungenliedes nach der Ausgabe von Karl Lachmann. Berlin, Stargardt 1898-1904. Imperial-Folio (57 x 42 cm.). [4] Bl. (1 w.), 311 S., [3] Bl. (1 w.) mit reichstem Buchschmuck, 66 teils ganzs. farblithogr. Illustrationen und 600 Zierinitialen von Josef Sattler. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel, goldgepr. Deckelillustration und Kopfgoldschnitt.
Rodenberg S. 279. Schauer S.16 und Tafel 4. – Nr. 173 von 200 num. Exemplaren. – Monumental-Ausgabe, von der Reichsdruckerei für die Pariser Weltausstellung mit großem Aufwand angefertigter Druck auf klanghartem, unbeschnittenem Zandersbütten. – „Ein stolzes Werk deutscher Buchkunst, ein Kunstwerk aus einem Gusse, weil der Künstler nicht nur Illustrationen und Ornamente zu zeichnen hatte, sondern alles von der Druckschrift und den Wasserzeichen des Papiers an bis zum Einband und der Satzanordnung in seine Hand gelegt war. Mit der Nibelungentype, die eigens für dieses Werk geschnitten und gegossen wurde, lehnt Sattler sich glücklich an die Unzial- und Halbunzialschrift frühmittelalterlicher Handschriften an. Seit Holbein hat es keinen solchen Meister der Zierinitialen gegeben …“ (Loubier 25 ff.). – Kleine Fehlstellen am Kapital und den Gelenken restauriert, 2 Seiten (S. 100 und 101) sonst sehr gut erhalten. Schlagwörter: Art nouveau, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Jugendstil, Nibelungen |
4.800,-- | ![]() |
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| Klein, William New York. Life is good for you and good in New York Trance witness Reveals: Trance Witness Revels. Paris, Éditions du Seuil (1956). 4°. 192 p. with 188 Pictures on plates and Booklet (16 p., „Delay may be serious now free…“). Original cloth binding with color illustrated dust jacket. (Album Petite Planète, Vol. 1).
Auer 365. The Open Book 165 f. Parr/Badger I, 243. Roth, The Book of 801 Books 140 ff. – First printing of the first edition. – Boldly dedicated and signed by W. Klein to Belgian photographer Gerald Dauphin „To Gerald, / HAPPY NEW / YORK!* / William Klein / *YORK″. – „By virtue of its preface, written by Jack Kerouac, Robert Frank’s The Americans is usually regarded as the epitome of the Beat photobook. But William Klein’s magnum opus, Life is good for you and good in New York Trance witness Reveals: Trance Witness Revels, a book with Beat mantra for a title, surely has the edge in this regard. This is partly because it was the earlier model, partly because it is less political and more exuberant, and impotantly, because its conception is so complete – photographs, layout, design, topography, ‚found‘ ephemera coalescing into what is in effect one of the first great ‚Pop‘ books. … Klein’s masterpiece reminds us that much great, serious art is often about play, archieved simply by experimenting with the possibilities of the material. Forget trance and witness – the revels are the thing“ (Parr/Badger). – „With no interest from American publishers, Klein went back to Paris and set to work on a graphic design that was as aggressive and idiosyncratic as its photos. „I saw the book as a tabloid gone berserk, gross, over-inked, brutal layout, bull-horn headlines,“ he wrote in its radically revised 1995 edition. „This is what New York deserved and would get.“ Published in France, Italy, and England, but not in America, Life is good for you and good in New York was a sensation“ (A. Roth). – Dust jacket with inconspicuous restored loss at the spine, very good copy. Schlagwörter: New York, Pop-Kultur, Signed books, Signierte Bücher, Widmungsexemplar |
4.800,-- | ![]() |
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| Kandinsky, Wassily und Franz Marc (Hrsg.). Der Blaue Reiter. 2. Auflage. München, R. Piper & Co. 1914. 4° (30 x 23 cm.). [5] Bl., 140 S. mit 4 pochoirkolorierten Tafeln, darunter 2 nach Kandinsky und Marc, 30 Tafeln, 3 (2 gefalt., 1 doppelblattgr.) Musikbeilagen, 8 Initialen und Vignetten sowie zahlr. Abbildungen im Text. Hellgrauer farbig illustr. Orig.-Leinenband mit Galvano nach einem Farbholzschnitt von Kandinsky in den Farben Schwarz, Blau und Rot sowie einer Vignette Kandinskys auf dem Hinterdeckel.
Dokumentations-Bibliothek VI, 553. Jentsch 5. Lankheit, Der Blaue Reiter, Dokumentarische Neuausgabe, München 1965, S. 280. Lang S. 147. Reed 160. Roethel 141 und S. 450, 10, 3. The Artist and the Book 139 (die vorl. zweite Auflage). Vom Jugendstil zum Bauhaus Nr. 83. – Eines von 1200 Exemplaren. Mit neuem Vorwort von W. Kandinsky und F. Marc. – Der Almanach „Der blaue Reiter“ gilt als „die bedeutendste Programmschrift der Kunst des 20. Jahrhunderts“ (Hans Bolliger). – „Die Herausgeber Marc und Kandinsky verstanden den Almanach als das Sprachrohr der ‚Epoche des Großen Geistigen‘ wie es im Vorwort von 1911 hieß. Gegen die Zeit der materiellen Kunst des 19. Jahrhunderts wollte man die Kunst des Geistigen setzen.“ (J. Lammers, im Katalog Vom Jugendstil zum Bauhaus). – Kandinsky schrieb am 11. Juni 1911 an seinen Freund F. Marc über seine Idee, mit ihm einen Almanach mit zahlr. Beiträgen anderer Künstler herauszugeben: „In dem Buch muß sich das ganze Jahr spiegeln, und eine Kette zur Vergangenheit und ein Strahl in die Zukunft müssen diesem Spiegel das volle Leben geben“ (vgl. Roethel S. 450). – „The philosophy behind this almanac is one of the most important concepts of the twentieth century art scene“ (Reed). – Mit Illustrationen von Kandinsky, Marc, Kirchner, Arp, Nolde, Klee, Pechstein, Kubin u. v. a., sowie Textbeiträgen von Marc, Kandinsky, Macke, Schönberg u. a. Die Musikbeilagen mit Partituren von Arnold Schönberg, Alband Berg und Anton v. Webern und Texten von M. Maeterlink, Alfred Mombert und Stefan George. – Einband etwas berieben und leicht angestaubt, Seidenhemdchen der ersten Farbtafel (Frontispiz) mit Knickspuren und Eckabriss, sonst sehr gut erhalten. Schlagwörter: Avantgarde, Expressionismus |
4.800,-- | ![]() |
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| Harbou, Thea (Gabriele) v. Metropolis. Roman. Berlin, August Scherl (1926). 8°. 273, (1) S., [3] Bl. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel, Rückenvergoldung und farbig illustr. Schutzumschlag von W(ilhelm Albert Walter) Reimann.
Barron 3-23. Bleiler, Science-Fiction 1940. Holstein S. 211 (kart. Ausgabe). Kosch VII, 318 f. NDB VII, 645 f. Rössler, Filmfieber S. 116. – Erste Ausgabe. – T. G. v. Harbou (1888-1954) „verzichtete in ihren Romanen auf Psychologie und Charakterzeichnung zugunsten einer schwülstig pathetischen Seelenschilderung und eines packenden Handlungsablaufes. – Wesentlich ist ihre Arbeit als Drehbuchautorin. Der zum Monumentalen neigende, teils architektonisch strenge, teils phantastische und legendenhafte Stil der Stummfilme Fritz Langs ist von ihr entscheidend mitbestimmt worden. … Ihre hervorragende Begabung, eine Handlung in die Bildersprache des Films zu übersetzen, erweist sich besonders bei der Bearbeitung literarischer Werke. … H. hat einen wesentlichen Einfluß auf die Entwicklung des deutschen Films ausgeübt, sie ist keineswegs nur eine vielbeschäftigte Routineschreiberin“ (R. Burgmer in NDB). – Mit dem seltenen Schutzumschlag des Malers, Filmarchitekten und Drehbuchautors W. A. W. Reimann (1887-1936), der bereits 1919 die Kulissen und Kostüme für den expressionistischen Film-Klassiker „Das Cabinet des Dr. Caligari“ entworfen hat. – Der Schutzumschlag am Kapital unauffällig restauriert und an den Kanten geringf. berieben, außergewöhnlich schönes und sauberes Exemplar. – The dust jacket unobtrusively restored at the spine and slightly rubbed at the edges, an exceptionally nice and clean copy. Schlagwörter: Expressionismus, Film, Pop-Kultur, Science Fiction |
4.500,-- | ![]() |
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| George, Stefan. Maximin. Ein Gedenkbuch. Berlin, Blätter für die Kunst 1907. Folio (34 x 26,5 cm.). [28] Bl. gedruckt in Rot und Schwarz, mit Porträt nach einer Photographie von S. George in Kupfertiefdruck und reichem Jugendstil-Buchschmuck von Melchior Lechter. Orig.-Pergamentband mit goldgepr. Rücken- u. Deckeltitel, goldgepr. Deckelornamentik von M. Lechter u. Goldschnitt.
Landmann 266. Langer S. 109 und 123 (Abb.). Raub A 63. Rodenberg S. 24. W.-G.² 35. – Nr. 43 von 200 num. Exemplaren auf Japanpapier. Außerdem erschien ein Exemplar auf Pergament. – Das Frontispiz-Portrait Maximins nach einer persönlichen Aufnahme des Autors. Georges Huldigung des früh verstorbenen Gymnasiasten Maximilian Kronberger wird später zum zentralen Kultdokument des George-Kreises. Enthält außer Texten Georges (3) und Maximins (33) auch Beiträge von Kurt Wolfskehl, Friedrich Gundolf, Lothar Treuge und O. Dietrich. – „Im April 1904 stirbt in München, einen Tag nach seinem 16. Geburtstag, Maximilian Kronberger. Stefan George war Anfang 1902 mit dem schönen und begabten Gymnasiasten bekannt geworden. Kronberger hat Erinnerungen niedergeschrieben, die den Charakter Stefan Georges aus seinem Umgang mit sich entwickeln sollten. Sein früher Tod macht die Begegnung für George zum zentralen Ereignis. George schreibt 1906 an seine Schwester: „Er ist Kind: Das Göttliche, Ewige, einzig Wahre, singt in ihm: erhebt sich zu den Sternen“. … (Der Dichter begriff sich danach) „vor allem als Seher und Priester“ und seine Dichtung wurde „Staatsdichtung“.“ (B. Zeller in Katalog Marbach, Stefan George, S. 179 ff.). – Sign. Holzschnitt-Exlibris, sehr schönes Exemplar. Schlagwörter: George-Kreis, George, Stefan, Jugendstil, Nummerierte Bücher, Photographie, Pressendrucke |
4.500,-- | ![]() |
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| Moholy-Nagy, László. Malerei, Photographie, Film. 2. veränderte Auflage (3.-5. Tausend). München, Albert Langen (1927). Gr.-8°. 140 S. mit zahlr. Abbildungen nach Aufnahmen von A. Stieglitz, F. M. Duncan, C. Rudolf, A. Renger-Patzsch, L. Moholy-Nagy, Man Ray H. Höch u. a. Orig.-Leinenband mit illustr. Schutzumschlag. (Bauhausbücher, Band 8).
Auer 121. Bolliger VI, 54. Fleischmann 22. Heidtmann 5011. Heiting/Jaeger I, 164-173 (ausf., mit mehreren Abb.). Koetzle 307 f. Parr/Badger I, 92/93. The Open Book 60 f. Roth, The Book of 101 Books 44 f. Wingler 575. – Bahnbrechendes Werk, in dem Moholy-Nagy erstmals 1925 die Themen Geschichte und Technik der Fotografie und besonders die moderne Bildgestaltung behandelt. Das Bildmaterial, darunter zahlreichen Fotogramme und Fotomontagen, stammt von Moholy-Nagy, Hannah Höch, Albert Renger-Patzsch, P. Citroen, Man Ray und anderen. Mit zahlreichen Anwendungsbeispielen aus Buchillustration, Werbung und Propaganda. – Das Werk ist „Kunstwerk und Pamphlet, Erfahrungsbericht und Vision. Das Buch propagiert die ‚neue visuelle Literatur‘ und ist gleichzeitig ihr erster Versuch … Moholys Entscheidung für die zweite Auflage ist verständlich, hatte er doch Text- und Bildteil gestrafft, neueste Fotos von ihm selbst eingefügt und Überholtes gestrichen. Sein Buch sollte aktuell sein … Der Aufwand für Bauhausbuch 8, dem dicksten und teuersten der 1. Serie, war erheblich … 1927, als es schon die Neuauflage gab, war die erste noch nicht einmal vergriffen“ (U. Brüning in Heiting/Jaeger). – „Moholy’s futurist enthusiasm for the fusion of art and technology and „the new culture of light,“ which would replace hand work (including painting) with eye and mind work (optics: photography and film) is still infectious, and the English translation of Malerei, Photographie, Film has never gone out of print. When Moholy-Nagy emigrated to the United States in 1937, he had tremendous influence on photographic education and practice in this country“ (A. Roth). – „Moholys Fotografie war … kein ‚Fach‘-Medium, sondern ein allgemeines Mittel des reformierten künstlerischen Ausdrucks. … Moholys künstlerisches Credo stellte auch die Fotografie absolut in den Rahmen seiner pädagogischen Absicht des ‚Neuen Sehens‘.“ (A. Haus in Koetzle). – Schutzumschlag am Vorderdeckel im oberen Rand unauffällig restauriert, sehr schönes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Bauhaus, Kunst, Neue Sachlichkeit, Neues Sehen |
4.500,-- | ![]() |
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| Wells, H(erbert) G(eorge). Les premiers hommes dans la lune. Traduit de l’anglais par Henry-D(urand) Davray. Illustrations de Martin van Maële (d. i. Maurice François Alfred Martin van Miële). Paris, Félix Juven o. J. (1901). 4° (27,5 x 20 cm.). 296 S., [2] Bl. mit 16 (4 farb.) Tafeln in Holzstich, zahlr. Illustrationen im Text und Jugendstil-Buchschmuck. Weinroter Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel und goldgepr. Deckelillustration (″Selenite“) sowie Goldschnitt.
Crossly, H. G. Wells S. 50 ff. McLean, The Early Fiction of H.G. Wells: Fantasies of Science S. 117 ff. Nicholls, The Encyclopedia of Science Fiction 360 ff. Perry, Van Maele 63. – Erste französische Ausgabe und erste Ausgabe mit den Illustrationen von M. van Maele. – Die englische Originalausgabe des berühmten Mondromans von G. G. Wells erschien zuerst im Strand Magazine und The Cosmopolitan von November 1900 bis Juni 1901 mit dem Titel „The First Men in the Moon“. Die erste Buchausgabe erschien 1901 bei George Newnes in London. Felix Juven veröffentlichte 1901 drei Ausgaben, die vorliegende Luxusausgabe mit farb- und schwarzweiß Illustrationen, eine billigere Ausgabe nur mit schwarzweiß Illustrationen und eine „Volksausgabe“ ohne Illustrationen. – Die Darstellung des Mondbewohners (″Selenite“) auf dem Einband wurde in späteren Auflagen gegen eine Rakete ersetzt. – Der franz. Zeichner und Illustrator M. van Maele (1863-1926) arbeitete in Brüssel und Paris und war vor allem für seine erotischen Illustrationen berühmt. Für F. Juven hat Van Maele auch „Aventures Extraordinaires“ (Sherlock Holmes) von Conan Doyle ausgestattet (1902). – „The inspiration seems to come from the famous 1865 book by Jules Verne, From the Earth to the Moon, and the opera by Jacques Offenbach from 1875. Verne’s novel also uses the word „Selenites“ to describe inhabitants of the Moon. … Soon after the publication of The First Men in the Moon, Wells was accused by the Irish writer Robert Cromie of having stolen from his novel A Plunge into Space (1890), which used an antigravity device similar to that in Chrysostom Trueman’s The History of a Voyage to the Moon (1864). Both novels had certain elements in common, such as a globular spaceship built in secret after inventing a way to overcome Earth’s gravity. Wells simply replied: „I have never heard of Mr Cromie nor of the book he attempts to advertise by insinuations of plagiarism on my part.“ Jules Verne was publicly hostile to Wells’s novel, mainly due to Wells having his characters go to the Moon via a totally fictional creation of an anti-gravitational material rather than the actual use of technology“ (Wikipedia). – Rücken etwas aufgehellt, Vorderdeckel im unteren Drittel mit schwachem Fleck, vereinzelt etwas braun- und fingerfleckig, sehr gutes Exemplar. – Première édition française et première édition avec les illustrations de M. van Maele. – L’édition originale anglaise du célèbre roman lunaire de G. G. Wells a d’abord été publiée dans Strand Magazine et The Cosmopolitan de novembre 1900 à juin 1901 sous le titre « The First Men in the Moon ». La première édition en livre est parue en 1901 chez George Newnes à Londres. Felix Juven publia trois éditions en 1901, la présente édition de luxe avec des illustrations en couleur et en noir et blanc, une édition moins chère avec uniquement des illustrations en noir et blanc et une édition « populaire » sans illustrations. – La représentation de l’habitant de la lune (« sélénite ») sur la couverture a été remplacée par une fusée dans les éditions ultérieures. – Le dessinateur français. Le dessinateur et illustrateur M. van Maele (1863-1926) travailla à Bruxelles et à Paris et fut surtout célèbre pour ses illustrations érotiques. Pour f. Juven, Van Maele a également décoré « Aventures Extraordinaires » (Sherlock Holmes) de Conan Doyle (1902). – L’inspiration semble venir du célèbre livre de Jules Verne de 1865, De la Terre à la Lune, et de l’opéra de Jacques Offenbach de 1875. Le roman de Jules Verne utilise également le mot « Sélénites » pour décrire les habitants de la Lune. … Peu après la publication des Premiers hommes sur la Lune, Wells a été accusé par l’écrivain irlandais Robert Cromie d’avoir volé son roman A Plunge into Space (1890), qui utilisait un dispositif antigravitationnel similaire à celui de The History of a Voyage to the Moon (1864) de Chrysostom Trueman. Les deux romans avaient certains éléments en commun, comme un vaisseau spatial globulaire construit en secret après avoir inventé un moyen de vaincre la gravité terrestre. Wells a simplement répondu : « Je n’ai jamais entendu parler de M. Cromie ni du livre dont il tente de faire la publicité en insinuant que je l’ai plagié ». Jules Verne s’est montré publiquement hostile au roman de Wells, principalement parce que ce dernier a envoyé ses personnages sur la Lune par le biais d’une création totalement fictive d’un matériau antigravitationnel plutôt que par l’utilisation réelle d’une technologie » (Wikipedia). – Dos un peu éclairci, première de couverture avec une faible tache dans le tiers inférieur, quelques rousseurs et taches de doigts éparses, très bon exemplaire. Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Phantastik / Utopie, Science Fiction |
4.500,-- | ![]() |
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| Klein, William New York. Life is good for you and good in New York Trance witness Reveals: Trance Witness Revels. London, Photography Magazine (1956). 4°. 192 p. with 188 Pictures on plates and Booklet (16 p., „Delay may be serious now free…“). Original cloth binding with color illustrated dust jacket. (Album Petite Planète, Vol. 1).
Auer 365. The Open Book 165 f. Parr/Badger I, 243. Roth, The Book of 801 Books 140 ff. – First edition in England (“Imprimé en Suisse”). The first printing of the first edition was published by Editions du Seul in Paris. – Dedicated and signed by W. Klein “To Paul & his sister Bailly / Happy New York, William Klein”. – „By virtue of its preface, written by Jack Kerouac, Robert Frank’s The Americans is usually regarded as the epitome of the Beat photobook. But William Klein’s magnum opus, Life is good for you and good in New York Trance witness Reveals: Trance Witness Revels, a book with Beat mantra for a title, surely has the edge in this regard. This is partly because it was the earlier model, partly because it is less political and more exuberant, and impotantly, because its conception is so complete – photographs, layout, design, topography, ‚found‘ ephemera coalescing into what is in effect one of the first great ‚Pop‘ books. … Klein’s masterpiece reminds us that much great, serious art is often about play, archieved simply by experimenting with the possibilities of the material. Forget trance and witness – the revels are the thing“ (Parr/Badger). – „With no interest from American publishers, Klein went back to Paris and set to work on a graphic design that was as aggressive and idiosyncratic as its photos. „I saw the book as a tabloid gone berserk, gross, over-inked, brutal layout, bull-horn headlines,“ he wrote in its radically revised 1995 edition. „This is what New York deserved and would get.“ Published in France, Italy, and England, but not in America, Life is good for you and good in New York was a sensation“ (A. Roth). – Dust jacket with inconspicuous restored loss at the spine, very good copy. Schlagwörter: New York, Pop-Kultur, Signed books, Signierte Bücher, Widmungsexemplar |
4.500,-- | ![]() |
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| Hosoe, Eikoh. Kamaitachi. (Dance Tatsumi Hijikata. Preface Shuzo Takigushi. Poem Toyoichiro Miyoshi. Design Ikko Tanaka). Tokyo, Gendai Shicho Sha (1969). Folio (38 x 31 cm.). [3] Bl., 34 Tafeln, [2] Bl., alle ausfaltbar. Illustr. Orig.-Leinenband mit Blau bedrucktem Klarsichtschutzumschlag in Pappschuber.
Auer 497. Heiting/Kaneko 394 f., 306. Parr/Badger I, 284. The Open Book 248. – Erste Ausgabe. – Eines von 1000 num. Exemplaren. – Von E. Hosoe signiert und mit rotem Signaturstempel T. Miyoshi. – „Many Japanese photobooks are designed around the ritual of removing them from their slipcases or covers and opening their pages. The second book collaboration between Hosoe and the dancer Tatsumi Hijikata makes a complex ceremony even of viewing each photograph. Every picture page is a blue gatefold that must be carefully unfolded before the image can be viewed. Looking at this book cannot be done in a hurry. Kameitachi derives from a journey that Hosoe made to the far north of Japan’s main island after returning home from a European trip in 1964. He travelled with Hijikata to the Tohoku region. Both had been born there“ (Parr/Badger). – Der Klarsicht-Schutzumschlag am Rückendeckel im unteren Drittel etwas beschädigt (jedoch komplett), sonst tadellos. Schlagwörter: Japan, Nummerierte Bücher, Tanz |
4.500,-- | ![]() |
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| Warhol, Andy (1928-1987). Yellow Cows. Collage, col. paper and silkscreen under plexiglass; monogrammed and inscribed in felt-tip pen. „Factory“. New York (1966). Sheet size 27.2 x 20 cm. mounted on gray cardboard.
The screen print series “Cow Wallpaper”, also a room installation, was designed by Andy Warhol in 1966 – “In the original version, the screen print, arranged on wallpaper panels as a ‘repeat’ in countless repetitions, always shows the same portrait of a cow in three-quarter profile in pink fluorescent paint on a signal yellow background. The portrait is cut at the top or bottom edge at the end of each panel, indicating the serial design and intended use and allowing the next panel to be added. The individual images each measure 115.5 × 75.5 cm. The halftone dots on the images indicate that they are enlarged sections of a newspaper photograph. Warhol had in fact taken the image from a magazine about agriculture. Warhol subsequently printed numerous color variations and reversals of the motif” (Wikipedia). Schlagwörter: Pop art, Pop-Kultur |
4.500,-- | ![]() |
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| Hosoe, Eikoh. Barakei Sguei-sha. (Killed by roses). (Introduction by Yukio Mishima. Design by Kohei Sugiura). Tokyo, Shueisha (1963). Folio (42 x 27 cm.). [104] S. mit 43 Tafeln in Sheet-fed gravure, 2 gefalt. Beilagen u. Orig.-Rechnung für einen dänischen Kunden des Verlags vom 18. August 1964. Illustr. OLn. mit Orig.-Baubinde (″Obi“) u. Klarsichtschutzumschlag in illustr. Orig.-Pappkassette.
Auer 422. Heiting/Kaneko 368 f., 279. The Open Book 194 f. Parr/Badger I, 280 f. (mit mehreren Abb.). Roth, The Book of 101 Books 164 ff. – Erste Ausgabe, das wohl wichtigste japanische Fotobuch der 60er Jahre. – Von E. Hosoe und Y. Mishima im Impressum signiert. Eines von 1500 num. Exemlaren. – „Eikoh Hosoe’s first edition of Killed By Roses is so splendidly packaged that just opening it is a plearure – and the seduction doesn’t stop there. Within a black-and-white cardboard case printed an both sides with photos of carved pendants in thick chains and a fine shower of text is a glossy color cover featuring a photogram of symbolic elements plucked from Hosoe’s hallucinatory narrative, the title superimposed in classical Greek lettering. … The photos that make up the body of the book are inky, sometimes high-constrast gravures that bleed right to the edge of the page and often extend across the entire open spread, given extra impact to images that are already quite arresting. Even if the subject of Hosoe’s photographs weren’t zje author Yushi Mishima, the book would be remarkable for its humid mix of eroticism and myth, queer kitsch and high art“ (A. Roth). – „Both Japanese editions of Barakei (Killed by Roses) are significant, not only because of the remarkable collaboration between Eikoh Hosoe and Yukio Mishima, but also because they were designed by the two most influential Japanese graphic designers of the postwar years – the first edition by Kohei Sugiura and the second by Tadanori Yokoo. Each is an original working of the material in its own right, and the second, one of the most complex bookworks ever made, also memorializes a definingmoment in Japanese culture. … In his preface to the first edition, Mishima was equally disingenous: ‚One day without warning, Eikoh Hosoe appeared before me, and transported me bodily to a strange world.‘ That world, he continued, was ‚abnormal, warped, sarcastic, grotesque, savage, and promiscuous‘. Mishima allowed Hosoe unprecedented directorial freedom, but as in other such close collaborations between photographer and subject, just who had the ultimate control is open to question. What emerged was a series of extraordinary theatrical tableaux – Japanese surrealism meets Italien mannerism – that certainly contributed to the iconicity of Mishima, the samurai saviour of the country’s soul. Hosoe’s images were baroque, kitsch, frequently sadomasochistic, disturbingly narcissistic and clearly homoerotic, despite the presence of women in a number of the pictures“ (Parr/Badger). – Die Kassette etwas berieben, der Acetat-Schutzumschlag um unteren Rand mit kl. Läsuren, vord. Innengelenk minimal angeplatzt, sehr gutes Exemplar mit der fast immer fehlenden Orig.-Bauchbinde. – First edition, probably the most important Japanese photo book of the 60s. – Signed by E. Hosoe and Y. Mishima in the imprint. One of 1500 num. Copies. – The box somewhat rubbed, the acetate dust jacket around the lower edge with small tears, the front inner hinge minimally chipped, a very good copy with the almost always missing original belly band. Schlagwörter: Japan, Nummerierte Bücher, Signierte Bücher |
4.000,-- | ![]() |
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| Picasso – Jacob, Max. Chronique des temps héroiques. Illustré par (Pablo) Picasso. Paris, Luis Broder (1956). 4° (25,5 x 19,5 cm.). 126 S., [4] Bl. mit 2 Orig.-Lithographien (Umschlag und Frontispiz) und 3 Orig.-Radierungen von P. Picasso sowie 24 Orig.-Holzschnitten von Georges Aubert nach Zeichnungen von P. Picasso; außerdem Prospekt des Verlegers (4 S.). Lose Bogen in Orig.-Umschlag und Papp-Decke in farblithogr. Papp-Schuber. (Écrits et gravures, 2).
Katalog Basel 1996, Nr. 78. Bloch 743-745 und 802-804, Bloch, Bücher 71. Cramer 78. Hordoisch S. 72. Monod 6297. – Nr. 147 von 150 numerierten Exemplaren auf Vergé de Montval, im Druckvermerk von P. Picasso signiert. – „Max Jacob erzählt von den Futuristen, den Surrealisten, von seinen Freunden Apollinaire und Picasso und natürlich auch von Paul Guillaume, als Sammler afrikanischer Kunst. Picasso machte für dieses Buch zu Ehren seines früh verstorbenen Freundes am 7. September 1956 drei Kaltnadelarbeiten: Max Jacob beim Schreiben, in Rückenansicht und im Profil . Ein am 23. September in Vallauris entstandenes lithographisches Portrait diente als Frontispiz … Das Buch ist außerdem mit 24 Holzschnitten von Georges Aubert nach Picasso-Zeichnungen illustriert“ (Kat. Basel 1996). – Pappschuber am Fuß mit kleiner Druckstelle und geringfügig angestaubt, sehr gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Autobiographie, Illustrated books, Illustration des livres, Illustrierte Bücher, Nummerierte Bücher, Signierte Bücher |
3.800,-- | ![]() |
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| Grosz, George. Ecce homo. Berlin, Malik-Verlag 1923. Folio (35,5 x 25,5 cm.). [2] Bl., 84 ganzs. Illustrationen nach Lithographien u. 16 Farbtafeln nach Aquarellen. Illustr. Orig.-Kartonumschlag.
Dückers S I C. Gittig/Herzfelde 59. Hermann 155. Lang, Grosz 38. Lang, Expressionismus 38. – Erste Ausgabe. – Exemplar der Ausgabe C mit allen 100 Tafeln, auf Bütten und in Büttenkartonbroschur. – „Ecce Homo“ ist das erste große Sammelwerk des Künstlers, fertiggestellt wohl Ende 1922 und um den Jahreswechsel ausgeliefert. 1923 wurden Grosz und die Verleger Gumpert und Herzfelde vom Generalstaatsanwalt beim Berliner Landgericht angeklagt, „unzüchtige Abbildungen und Darstellungen feilgehalten … zu haben“, 23 Blätter wurden konfisziert. – Umschlag etwas angestaubt und geringfügig braunfleckig, sehr gutes und sauberes Exemplar des bedeutenden Werks aus der Bibliothek der Kunsthistorikerin Karin v. Maur. Schlagwörter: Erotica, Expressionismus, Verbotene Bücher |
3.800,-- | ![]() |
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| Sachs, Hans (Hrsg.). Das Plakat. Mitteilung des Vereins der Plakatfreunde e. V. für Kunst in der Reklame. Jahrgang III. Heft 1-4 (und) 2 Beilagen-Hefte. 6 Hefte. Berlin, Verein der Plakatfreunde 1912. 4°. Mit zahlr., teils ganzseitigen und meist farbigen Abbildungen sowie montierten Kunstbeilagen, Papier- und Buntpapierproben. Farbig illustr. Orig.-Kartonumschläge.
Vollständiger Jahrgang mit den Beilagenheften „Beilagen zu dem Aufsatze: „Gasthaus Graphik“.“ und „H(ans) R(udi) Erdts Inserate“. – Mit ihrer exzellenten Ausstattung und den zahllosen farbigen und montierten Beispielen herausragender Werbegraphik die bis heute unerreichte Publikation zum Thema Plakatkunst. Eine der wohl aufwendigsten und hervorragendsten Zeitschriften des 20. Jahrhunderts. – „Die ersten Nummern erschienen im März und April 1906, als rein internes Mitteilungsblatt und nach einer handschriftlichen Vorlage vervielfältigt in nur 200 Exemplaren, bei einer Mitgliederzahl von nur 80. In dieser Form war das Blatt nicht im Handel erhältlich. Trotzdem zeigt sich schon daran die Zielrichtung: für den Verein zu Werben und neue Mitglieder zu gewinnen. In wie starkem Maße dies gelang, hätte sich keiner der Beteiligten träumen lassen. 1919 etwa hatte der Verein knapp 5000 Mitglieder und alleine im letzten Jahr seines Bestehens gewann er 2200 dazu, so daß die Mitgliederzahl auf deutlich über 7000 stieg … Es gab farbige und montierte Beilagen als Beispiele herausragender Werbegrafik, wie sie sich sonst in keiner Konkurrenzzeitschrift fanden. Verkleinerte Ausführungen von Plakaten, teils auf starken Karton gedruckt, wurden ebenso beigelegt wie Werbemarken, Postkarten u. ä. Alleine ein kurzes Durchblättern konnte den Leser oder Sammler vom Wert jedes einzelnen Heftes überzeugen. Wer einzelne Exemplare oder gar ganze Jahrgänge von Das Plakat besaß, der gab sie nicht wieder her“ (J. Müller-Daehn). – Rücken von Heft I fehlt, Rücken der Beilagenhefte mit Papierstreifen überklebt, Umschläge teils etwas angestaubt, 1 Bl. (S. 63/64) im April-Heft fehlt, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Plakat, Plakatkunst, Plakatliteratur, Reklame, Werbung, Zeitschriften |
3.600,-- | ![]() |
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| Moholy-Nagy, László. Malerei, Photographie, Film. 2. veränd. Aufl. (3.-5. Tsd.). München, Albert Langen (1927). Gr.-8°. 140 S. mit zahlr. Abbildungen nach Aufnahmen von A. Stieglitz, F. M. Duncan, C. Rudolf, A. Renger-Patzsch, L. Moholy-Nagy, Man Ray H. Höch u. a. Orig.-Kartonumschlag mit illustr. Schutzumschlag in moderner Leinen-Buchkassette mit goldgepr. Lederrückenschild. (Bauhausbücher, Band 8).
Auer 121. Bolliger VI, 54. Fleischmann 22. Heidtmann 5011. Heiting/Jaeger I, 164-173 (ausf., mit mehreren Abb.). Koetzle 307 f. Parr/Badger I, 92/93. The Open Book 60 f. Roth, The Book of 101 Books 44 f. Wingler 575. – Bahnbrechendes Werk, in dem Moholy-Nagy erstmals 1925 die Themen Geschichte und Technik der Fotografie und besonders die moderne Bildgestaltung behandelt. Das Bildmaterial, darunter zahlreichen Fotogramme und Fotomontagen, stammt von Moholy-Nagy, Hannah Höch, Albert Renger-Patzsch, P. Citroen, Man Ray und anderen. Mit zahlreichen Anwendungsbeispielen aus Buchillustration, Werbung und Propaganda. – Das Werk ist „Kunstwerk und Pamphlet, Erfahrungsbericht und Vision. Das Buch propagiert die ‚neue visuelle Literatur‘ und ist gleichzeitig ihr erster Versuch … Moholys Entscheidung für die zweite Auflage ist verständlich, hatte er doch Text- und Bildteil gestrafft, neueste Fotos von ihm selbst eingefügt und Überholtes gestrichen. Sein Buch sollte aktuell sein … Der Aufwand für Bauhausbuch 8, dem dicksten und teuersten der 1. Serie, war erheblich … 1927, als es schon die Neuauflage gab, war die erste noch nicht einmal vergriffen“ (U. Brüning in Heiting/Jaeger). – „Moholy’s futurist enthusiasm for the fusion of art and technology and „the new culture of light,“ which would replace hand work (including painting) with eye and mind work (optics: photography and film) is still infectious, and the English translation of Malerei, Photographie, Film has never gone out of print. When Moholy-Nagy emigrated to the United States in 1937, he had tremendous influence on photographic education and practice in this country“ (A. Roth). – „Moholys Fotografie war … kein ‚Fach‘-Medium, sondern ein allgemeines Mittel des reformierten künstlerischen Ausdrucks. … Moholys künstlerisches Credo stellte auch die Fotografie absolut in den Rahmen seiner pädagogischen Absicht des ‚Neuen Sehens‘.“ (A. Haus in Koetzle). – Schutzumschlag am Vorderdeckel im unteren Rand restauriert, sehr schönes Exemplar. – A groundbreaking work in which Moholy-Nagy first dealt with the history and technology of photography and, in particular, modern image design in 1925. The pictorial material, including numerous photograms and photomontages, comes from Moholy-Nagy, Hannah Höch, Albert Renger-Patzsch, P. Citroen, Man Ray and others. With numerous examples of use from book illustration, advertising and propaganda. – The work is „a work of art and a pamphlet, a report of experience and a vision. The book propagates the ‘new visual literature’ and is at the same time its first attempt … Moholy’s decision for the second edition is understandable, as he had streamlined the text and picture sections, added his own latest photos and deleted outdated material. He wanted his book to be up to date … The effort for Bauhaus Book 8, the thickest and most expensive of the first series, was considerable … In 1927, when the new edition was published, the first edition was not even out of print“ (U. Brüning in Heiting/Jaeger). – – “Moholy’s futurist enthusiasm for the fusion of art and technology and ”the new culture of light,“ which would replace hand work (including painting) with eye and mind work (optics: photography and film) is still infectious, and the English translation of Malerei, Photographie, Film has never gone out of print. When Moholy-Nagy emigrated to the United States in 1937, he had tremendous influence on photographic education and practice in this country“ (A. Roth). – „Moholy’s photography was … not a ‘specialized’ medium, but a general means of reformed artistic expression. … Moholy’s artistic credo also placed photography absolutely within the framework of his pedagogical intention of ‘New Vision’.“ (A. Haus in Koetzle). – Dust jacket restored at lower edge of front cover, very nice copy. Schlagwörter: Bauhaus, Kunst, Neue Sachlichkeit, Neues Sehen |
3.500,-- | ![]() |
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| Blossfeldt, Karl. Urformen der Kunst. Photographische Pflanzenbilder. Hrsg. mit einer Einleitung von Karl Nierendorf. 2. Aufl. Berlin, Wasmuth (1929). 4°. Portfolio, XVII, (3) S. u. 120 num. Bildtafeln in Kupfertiefdruck. Orig.-Leinen-Flügelmappe mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel und Deckelvignette (Entwurf: Lucian Zabel).
Auer 133. Heidtmann 14471 u. 7293. Heiting/Jaeger I, 188 ff. (mit mehreren Abb.). Parr/Badger I, 96. The Open Book S. 66 f. Roth, The Book of 101 Books 48 f. – Seltene Portfolio-Ausgabe. – „Die deutsche Erstausgabe von ‚Urformen der Kunst‘ erschien sowohl gebunden wie auch als Mappe, in welche die Drucke als Einzelblätter eingelegt sind… In seiner äußerst pathetisch formulierten Einleitung unterstellt Nierendorf zunächst eine enge Verbindung von Kunst und Natur über die Jahrhunderte hinweg, um dann schließlich Blossfeldt zu attestieren, dass noch niemand zuvor diese Beziehung „mit gleich packender Unmittelbarkeit“ dargestellt habe und dies ganz „ohne Effekte, lediglich durch vielfache Vergrößerung“ sichtbar gemacht durch „sachliche Mittel der photographischen Technik“… Die Einleitung spricht daher möglichst viele Zielgruppen an: „Kunstexperten und Naturfreunde, Esoteriker neuer Weltanschauungen und schließlich auch noch Fotofreunde.“ Bei der Betrachtung der nun folgenden 120 Tafeln lässt sich Nierendorfs Euphorie, was die Wirkung der Fotografie anbelangt, jedoch uneingeschränkt nachvollziehen. Dies ist nicht zuletzt der exzellenten Bildwiedergabe mittels perfekter Anwendung des Kupfertiefdruckverfahrens geschuldet. Die Pflanzen wirken so plastisch, dass man sie anfassen möchte… Walter Benjamin… lobt… in der „Literarischen Welt“ (1928) vor allem das ‚Können‘ Blossfeldts, das sich unabhängig vom ‚Wissen‘, also der dahinterstehenden Intention, in seinen Fotografien manifestiert. Dass diese Bilder „im Pflanzendasein einen ganzen unvermuteten Schatz von Analogien und Formen“ auftun, ist laut Benjamin nur der Fotografie zu verdanken, welche durch ihre technischen Möglichkeiten, wie der starken Vergrößerung, die Erschaffung dieser neuen Bilderwelten erst ermöglicht“ (B. Hammers in Heiting/Jaeger). – Rücken etwas berieben, sehr gutes vollständiges und sauberes Exemplar. Schlagwörter: Botanik, Neue Sachlichkeit, Wasmuth |
3.500,-- | ![]() |
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| Gebr. L. & Th. Clemens. Saarbrücker Wasserversorgungs- u. Tiefbohr-Gesellschaft. Pumpen- u. Maschinenfabrik, Eisen- u. Metallgieserei. Fabrik für Eisenarbeiten aller Art. Röhrenfabrik. Autogene Schweisswerke. Saarbrücken-Brebach o. J. (um 1910). Quer-Folio (51 x 44 cm.). [57] Bl. mit 54 mont. Orig.-Photographien (Albuminabzüge, ca. 38 x 24 bis 39 x 30 cm.) u. 3 mont. Profil- und Situationspläne (Bodenbeschaffenheit). OLn. mit goldgepr. Deckeltitel u. Kordelheftung.
Eindrucksvolle monumentale Dokumentation des Saarbrücker Tiefbohr-Unternehmens. – Die großformatigen Aufnahmen dokumentieren Bohrungen für Brunnen und Wasserleitungen in Straßburg (Bahnhof Hargarten), bei der Burbacher Hütte, Saarbrücken (Wasserwerk), Münster (Solbad), Malstadt, Saarunion, Neunkirchen, Trier, Dudweiler, St. Wendel, Bad Kreuznach, St. Avold (Lothringen) und Navarra (Spanien). – Sehr gut erhalten. Schlagwörter: Bohrtechnik, Firmengeschichte, Firmenschriften, Industrial Photopraphy, Industrie-Photographie, Industriefotografie, Industriephotographie, Original-Photographie, Saarbrücken, Saarland |
3.500,-- | ![]() |
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| Duchenne (de Boulogne), G(uillaume) B(enjamin). Mécanisme de la physionomie humaine ou analyse électro-physilogique de l’expression des passion. Deuxième édition. Paris, Librairie J.-B. Baillière et fils 1876. 4° (27,5 x 18,5 cm.). XI, (1), 67, 196 S. mit 3 Holzstichen im Text und 10 Orig.-Photographien (Albumin-Abzüge, ca. 13 x 11 bis 17 x 12,5 cm., Frontispiz und auf 9 beil. Tafeln mit 144 kleinen Portraits). Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und Linienvergoldung.
Roosens/Salu 3339. The Truthful Lens 49. Vgl. Auer 25. Garrison-Morton 4973. Hirsch/Hübotter II, 226 ff. Waller 2607 (alle erste Ausgabe von 1862). – „Illustrated with 1 albumen photographic frontispiece for the text volume (Duchenne applying electrodes to the face of a patient),… Assisted by the younger Nadar (Adrien Tournachon), Duchenne photographed part of the plates. This work marks the beginning of photography applied to anatomy and neurology. A second, enlarged edition was issued in 1876. See also No. 43, Darwin, The Expressions of the Emotions“ (W. J. Naef in The Truthful Lens). – Kapital mit unauffällig restaurierter Fehlstelle, stellenweise wie immer etwas gebräunt, sehr gutes Exemplar. – Capital with small restored defect, slightly browned in places as usual, very good copy. Schlagwörter: Medizin, Neurologie, Neurology, Original-Photographie |
3.500,-- | ![]() |
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| Perronet, (Jean-Rodolphe). Description des projets et de la construction des ponts de Neuilly, de Mantes, d’Orléans & autres. Du projet du canal de Bourgogne, pour la communication des deux mers par Dijon, et de celui de la conduite des eaux de l’Yvette et de Bièvre à Paris. 2 Bände. Paris, Imprimerie royale 1782-1783. Imperial-Folio (57 x 43 cm.). [5] Bl., 112 S.; [2] Bl., 154 S., [1] Bl. mit gestoch. Portrait, 2 gestoch. Titelbl. und 67 teils gefalteten und doppelblattgr. Kupfertafel. Kalbslederbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern und reicher Rückenvergoldung.
DSB 10, 527. Graesse V, 208. Ornamentstichkatalog, Berlin 3564. Roberts/Trent 249. – Erste Ausgabe. – Prachtvoll ausgestattete Monographie über den Brückenbau des ausgehenden 18. Jahrhunderts in Frankreich. – J.-R. Perronet (1708-1794) „war der erste Direktor der berühmten École Nationale des Ponts et Chaussées. Als Brückenbauer wandte er zwar noch die Bauweisen der Renaissance und des Klassizismus an, erneuerte aber sowohl die hergebrachten Grundsätze der Konstruktion, als auch die praktischen Bauverfahren. … Seine größte Leidenschaft fand Perronet aber erst als Chef der Straßenbauverwaltung in der Fachdisziplin Brückenbau. Während die schnelle Ausdehnung des französischen Straßennetzes vor allem eine logistische Herausforderung war, stellten die natürlichen Hindernisse, die Flüsse und Täler, ganz andere Anforderungen an einen Ingenieur. Gerade von den Fähigkeiten der Brückenbauer hing es in vielen Fällen ab, ob eine Straße zwischen zwei Städten den kürzesten Weg nehmen konnte, oder ob ein langer Umweg über Land erforderlich war. … Perronet überließ bei seinen Projekten nichts dem Zufall und versuchte seine Baumaßnahmen bis ins letzte Detail durchzuplanen. Das versetzte ihn in die Lage, sehr schnell zu bauen und dabei auch noch erhebliche Kosten einzusparen. Dadurch genoss er nicht nur bei seinen Auftraggebern und Berufskollegen, sondern auch beim König höchstes Ansehen. Allerdings verfügte er offenbar auch über einen ausgeprägten Sinn für Effekte und wusste seine Leistungen auch im rechten Licht zu präsentieren“ (B. Nebel, Berühmte Brückenbauer, bernd-nebel(dot)de). – „Ouvrage tres-estime et fort bien execute“ (Graesse). – Wie meist ohne den erst 1789 erschienenen Supplement-Band. – Einbände etwas berieben, Gelenke geringfügig angeplatzt, sehr schönes, sauberes und dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Architecture, Architektur, Bridges, Brückenbau, Canals, Hydraulic, Hydraulik, Wasserbau |
3.500,-- | ![]() |
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| Klee – Paul Klee. Catalogue raisonné. 1883-1940. Herausgegeben von der Paul-Klee-Stiftung, Kunstmuseum Bern. – I. 1883 – 1912. – II. 1913-1918. – III. 1919-1922. – IV. 1923-1926. – V. 1927-1930. – VI. 1931-1933. – VII. 1934-1938. – VIII. 1939. – IX. 1940. 9 Bände. Bern, Benteli 1998. 4°. Mit zahlr. teils farb. Abb. OLn. mit farbig illustr. OU.
Erste deutsche Ausgabe. – Paul Klee (1879-1940) gehört zu den bedeutendsten und heute auch populärsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. – „Die Angaben, die Klee in diesem Oeuvre-Katalog zusammentrug bilden, als Basis und Ausgangspunkt jeder Auseinandersetzung mit seinem Schaffen, nicht nur inhaltlich, sondern auch konzeptuell die Grundlage des vorliegenden Werkverzeichnisses in neun Bänden“ (Klappentext). – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Catalogue raisonné, Catalogues raisonnés, Klee, Paul, Werkverzeichnis, Werkverzeichnisse |
3.500,-- | ![]() |
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| Pariser Kommune – Appert, Eugène u.a. Album mit 51 Orig.-Photographien (Albumin-Abzüge). Meist Porträts von Akteuren der Pariser Kommune und des Deutsch-Französischen Krieges. Paris ca. 1871. Quer-8° (13 x 18,5 cm.). Weinrotes blindgepr. OLdr. mit Goldschnitt.
Meist mit Bleistift auf dem Kartonblatt oder auf dem Trägerkarton verso bezeichnet, teils auch recto in Tinte. – Besonders interessant durch 13 Porträts von Eugène Appert (1830-1891), die Frauen auf der Seite der Kommune zeigen, meist sogenannte „pétroleuses“, denen vorgeworfen wurden, während der Kämpfe in Paris Gebäude in Brand gesteckt zu haben. – „After the rebellion, Appert took the portraits of hundreds of the individual communards while imprisoned in jail. He was not assigned this job by the authorities, but took the initiative upon himself to do this, which also happened to have a commercial motive. Indeed, his photographs where eagerly puchased and reproduced once and again. The police also benefited from his images by including them in their card indexes“ (Hannavy 55). – Enthält eine Fotografie der berühmten Louise Michel (1830-1905), „maitresse de Ferré“,außerdem u. a. Hortense David, Clara Fournier, Marie Leroy, „maitresse d’Urbain“ (2 verschiedene Fotografien), Eulalie Papavoine, Elisabeth Retiffe, „condemnée à mort“ und „Anna pétroleuse“ (d. i. Léontine Suetens). Unter den männlichen Abgebildeten sind u.a. Fotografien der Kommunarden Frédéric Cournet, Napoléon Gaillard, Charles Ferdinand Gambon, Félix Pyat und Auguste Vermorel enthalten, außerdem Porträts der Generäle Louis d’Aurelle de Paladines und Félix Charles Douay und des Admirals Louis Pierre Alexis Pothuau. 5 Fotografien zeigen teils zerstörte Gebäude (eines „Maison Miller“, Rue St. Denis lose beiliegend). Außerdem 9 Fotografien nach Gemälden oder Lithographien. – Einband etwas angestaubt, berieben und fleckig, Messingschließe fehlt, Unterlagekartons stellenw. etwas fleckig, Fotografien kaum, Einstecktaschen vereinzelt etwas eingerissen. – Dazu: Edith Thomas. Les „Pétroleuses“. Paris, Gallimard (1963). 288 S., 4 Bl. Illustr. OKart. Schlagwörter: Commune, 1871, Deutsch-Französischer Krieg 1870-1871, Les „pétroleuses“, Original-Photographie, Paris, Pariser Kommune, Portrait photography, Portraitphotographie, Portraits, Porträtfotografie, Porträtphotographie |
3.500,-- | ![]() |
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| Ogawa Kazumasa – Brinkley, F(rancis, ed.). Japan, described and illustrated by the Japanese. Written by eminent Japanese authorities and scholars. 10 Bände. Boston, Mass, J. B. Millet (1897-1898). Folio (41 x 32 cm.). Mit 15 farb. Tafeln (Orchideen und andere Blumen, Collotypes), 30 handkol. Orig.-Photographien (Albuminabzüge, jeweils ca. 25 x 19 cm.), 220 Abb. im Text u. 15 farblithogr. Ornament-Tafeln auf Tonpapier. OHln. mit goldgepr. illustr. Deckelsch. (als Blockbuch gebunden).
Heiting/Ryuichi S. 10 f. (Emperer’s edition). – „Tokyo edition. Limited to five hundred copies, of which this is copy No. 211“. – Die früheste und umfangreichste Buchreihe über Japan mit Orig.-Photographien. – Insgesamt erschienen 7 teils num. Ausgaben. – Die meisten Aufnahmen stammen von dem japanischen Fotopionier Ogawa Kazumasa (auch Ogawa Kazuma oder Ogawa Isshin, 1860-1929), darunter auch die schönen Farbtafeln verschiedener Blumen (die heute noch als Kunstdrucke angeboten werden, vorliegende num. Ausgabe mit 5 zusätzlichen Tafeln), die berühmte Aufnahme des Fuji (″Mount Fuji as seen from Kashiwabara“), japanische Ringer, Frauen bei einer Tee-Zeremonie, „Tatooed Postman“ u. a. – Ogawa studierte bereits als 15jähriger bei Yoshiwara Hideo Englisch und ging 1880 nach Tokio um seine Englischkenntnisse zu verbessern. In Yokohama wurde er von Shimooka Renjo, einem der ersten professionellen Fotografen, ausgebildet. 1882 ging er nach Boston, wo er Kurse in Portraitfotografie belegte und bei der Albert Type Company den Lichtdruck kennenlernte. Nach seiner Rückkehr nach Japan 1884 eröffnete er in Iidabashi (Kojimachi) ein Fotoatelier, das erste in Tokio. Vier Jahre später gründete er eine Fabrik für Trockenplatten und 1889 Japans erste Druckerei für Lichtdrucke (Ogawa Shashin jo). Ogawa war auch Redakteur bei zwei frühen japanischen Fotozeitschriften, die in seinem Unternehmen im Lichtdruck-Verfahren hergestellt wurden. Außerdem war er Gründungsmitglied der Japan Photographic Society. – „By the end of the 19th century the first photographic publications about Japan by a Japanese photographer were published in Boston and London, though Japan showed little interest in them. Many of the early photographs in these „foreign“ publications came from the studio of Ogawa Kazumasa who was also a printer and publisher. He had learned English and the craft of photomechanical printing in Boston. Returning to Japan in 1884, he opened his first studio in Tokyo the next year. At the time, it seems that there were few, if any, Japanese photo publications and most were made for Western consumption. Culturally, Japan was still burdened by its feudal history, which made it suspicious of anything new or Western“ (M. Heiting). – 3 Bände mit Abriebstellen am Bezugspapier, Ecken etwas bestoßen, sonst sehr gut erhalten. – The earliest and most comprehensive series of books on Japan with original photographs. – A total of 7 partly num. editions. – Most of the photographs were taken by the Japanese photo pioneer Ogawa Kazumasa (also Ogawa Kazuma or Ogawa Isshin, 1860-1929), including the beautiful color plates of various flowers (which are still offered as art prints today, this num. Ogawa studied English with Yoshiwara Hideo at the age of 15 and went to Tokyo in 1880 to improve his English language skills. In Yokohama he was trained by Shimooka Renjo, one of the first professional photographers. In 1882 he went to Boston, where he took courses in portrait photography and learned about collotype printing at the Albert Type Company. On his return to Japan in 1884, he opened a photo studio in Iidabashi (Kojimachi), the first in Tokyo. Four years later he founded a dry plate factory and in 1889 Japan’s first collotype printing company (Ogawa Shashin jo). Ogawa was also editor of two early Japanese photographic magazines, which were produced in his company using the collotype process. He was also a founding member of the Japan Photographic Society. – 3 volumes with wear to the cover paper, corners somewhat bumped, otherwise in very good condition. Schlagwörter: Description and travel, Japan, Nummerierte Bücher, Original-Photographie |
3.500,-- | ![]() |
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| Hosoe, Eikoh. Barakei Shinshuba. (Ordeal by roses, reedited). (Preface: Yukio Mishima). Tokyo, Shuei-sha (1971). Quer-Imperial-Folio (38 x 54 cm.). [52] Bl. mit Frontispiz auf mont. Aluminiumplatte, 3 farb. Illustrationen u. 40 (3 farb.) ganzs. Abb. nach Fotografien. Schwarzer Orig.-Samteinband mit farb. Deckelbild in Leinen-Flügelmappe mit Deckeltitel und 5 farb. Illustrationen auf dem Innendeckel und den Flügeln mit Versandkarton mit Deckelschild. – Black original velvet cover with color cover image in original linen wing folder with cover title and 5 color illustrations on the inner cover and the wings with original shipping box with cover label.
Auer 534. Heiting/Kaneko 408 f., 322. Parr/Badger I, 282 f. (mit mehreren Abb.). – Zweite, von Tadanori Yokoo oppulent ausgestattete Ausgabe des Hauptwerks. Die erste Ausgabe erschien bereits 1963. Texte in Japanisch und Englisch. – An „astonishing book … Yokoo created one of the most complex photographic books ever. Bound in black velvet, it nestles in a portfolio case , whose lining is covered with more of Ykoo’s highly coulored illustrations, a blend of Pop art with ukiyo-e … Hosoe’s photographs are printed in the most luscious photogravure imaginable, with blacks as deep as the ocean … Evan without the bizarre circumstances of its genesis, it is by any standards an extraordinary book“ (Parr/Badger). – „(A) rare glimpse into the life of the great modern Japanese writer, Yukio Mishima, who ended his life in 1970 by ritual suicide. Many in Japan regarded the suicide as a sensational act. However, the publication of Mishima’s final cycle of novels, which had been conceived eight years prior to his death, revealed that his death was carefully considered a gesture of historical import in perfect accord with the morbid and esoteric aesthetic that pervades his writing. In 1961 Mishima asked Eikoh Hosoe to photograph him, giving him full artistic direction in making these surreal and alluring photographs. The props that surround the writer and the baroque interior of his home are antithetical to the pure Japanese sensibility of understatement and reveal Mishima’s dark, theatrical imagination“ (Verlagswerbung zur Neuausgabe, New York 1985). – Die Flügelmappe mit minimalen Altersspuren, außergewöhnlich schönes und sauberes Exemplar im Orig.-Versandkarton und mit beil. Verlags-Prospekt. – The wing folder with minimal signs of age, exceptionally beautiful and clean copy in the original shipping box and with enclosed publisher’s brochure. Schlagwörter: Japan, Pop art |
3.500,-- | ![]() |
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| Blossfeldt, Karl. Urformen der Kunst. Photographische Pflanzenbilder. Herausgegeben mit einer Einleitung von Karl Nierendorf. Berlin, Wasmuth o. J. (1928). 4°. XVII, (1) S., 1 Bl. u. 120 num. Bildtafeln in Kupfertiefdruck. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel und Deckelvignette (Entwurf: Lucian Zabel) u. illustr. Orig.-Schutzumschlag.
Auer 133. Heidtmann 14471. Heiting/Jaeger I, 188 ff. (mit mehreren Abb.). Parr/Badger I, 96. Roth, The Open Book S. 66 f. – Erste Ausgabe. – „Die deutsche Erstausgabe von ‚Urformen der Kunst‘ erschien sowohl gebunden wie auch als Mappe, in welche die Drucke als Einzelblätter eingelegt sind… In seiner äußerst pathetisch formulierten Einleitung unterstellt Nierendorf zunächst eine enge Verbindung von Kunst und Natur über die Jahrhunderte hinweg, um dann schließlich Blossfeldt zu attestieren, dass noch niemand zuvor diese Beziehung „mit gleich packender Unmittelbarkeit“ dargestellt habe und dies ganz „ohne Effekte, lediglich durch vielfache Vergrößerung“ sichtbar gemacht durch „sachliche Mittel der photographischen Technik“… Die Einleitung spricht daher möglichst viele Zielgruppen an: „Kunstexperten und Naturfreunde, Esoteriker neuer Weltanschauungen und schließlich auch noch Fotofreunde.“ Bei der Betrachtung der nun folgenden 120 Tafeln lässt sich Nierendorfs Euphorie, was die Wirkung der Fotografie anbelangt, jedoch uneingeschränkt nachvollziehen. Dies ist nicht zuletzt der exzellenten Bildwiedergabe mittels perfekter Anwendung des Kupfertiefdruckverfahrens geschuldet. Die Pflanzen wirken so plastisch, dass man sie anfassen möchte… Walter Benjamin… lobt… in der „Literarischen Welt“ (1928) vor allem das ‚Können‘ Blossfeldts, das sich unabhängig vom ‚Wissen‘, also der dahinterstehenden Intention, in seinen Fotografien manifestiert. Dass diese Bilder „im Pflanzendasein einen ganzen unvermuteten Schatz von Analogien und Formen“ auftun, ist laut Benjamin nur der Fotografie zu verdanken, welche durch ihre technischen Möglichkeiten, wie der starken Vergrößerung, die Erschaffung dieser neuen Bilderwelten erst ermöglicht“ (B. Hammers in Heiting/Jaeger). – Schutzumschlag am Rücken geringfügig berieben und im unteren Rand mit minimalen Läsuren, sehr gutes sauberes Exemplar. – First edition. – “The German first edition of ‘Urformen der Kunst’ appeared both bound and as a portfolio, in which the prints are inserted as individual sheets… In his extremely pathetically formulated introduction, Nierendorf first assumes a close connection between art and nature over the centuries, before finally attesting to Blossfeldt that no one had ever before depicted this relationship “with equally gripping immediacy” and that this was made visible entirely “without effects, merely through multiple magnification” using “objective means of photographic technique”… The introduction therefore appeals to as many target groups as possible: “art experts and nature lovers, esotericists of new world views and, finally, photography enthusiasts.” When looking at the 120 plates that follow, however, Nierendorf’s euphoria about the effect of photography can be fully understood. The plants look so vivid that you want to touch them… Walter Benjamin…praises…in the “Literarische Welt” (1928) especially Blossfeldt’s ‚skill‘, which manifests itself in his photographs independently of the ‚knowledge‘, i.e. the intention behind them.According to Benjamin, the fact that these images “reveal a whole unsuspected treasure trove of analogies and forms in the existence of plants” is only thanks to photography, which, through its technical possibilities, such as high magnification, makes the creation of these new pictorial worlds possible in the first place” (B. Hammers in Heiting/Jaeger).– Dust jacket slightly rubbed on the spine and with minimal wear to the lower edge, a very good clean copy. Schlagwörter: Botanik, Neue Sachlichkeit, Wasmuth |
3.400,-- | ![]() |
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