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Beschreibung Gesamte Buchaufnahme |
Preis EUR |
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| Hirsch, Fritz. Der Weg zur Kunst. Unter besonderer Berücksichtigung des Studiums der Baukunst. Heidelberg, Carl Winter 1922. GR.-8°. 74 S. Orig.-Kartonumschlag mit Deckelschild.
Badische Biographien, Neue Folge, I, 174. – Erste Ausgabe, selten. – Mit eigenhändiger Widmung von Fritz Hirsch „Zur Confirmation die innigsten Segenswünsche ! der Verfasser“. – Der badische Bauhistoriker und Architekt Fritz Hirsch (eig. Friedrich, 1871-1938) gilt als Pionier der staatlichen Denkmalpflege. – „1900 arbeitete er nach dem bestandenen zweiten Staatsexamen als Regierungsbaumeister (Assessor) in Heidelberg, 1905 als Bezirksbauinspektor in Bruchsal. Die umfangreiche Sanierung von Schloss und Peterskirche Bruchsal unter seiner Leitung bis 1909 war wegweisend für die moderne staatliche Bau- und Kunstdenkmalpflege. Er brach radikal mit dem romantisierenden und eklektischen Arbeitsstil des Historismus und setzte an dessen Stelle vor allem exaktes Quellenstudium sowie Analyse und Dokumentation des Vorgefundenen. So rekonstruierte er mit Hilfe von Farbresten und Archivalien die farbigen barocken Fassaden. Ab 1913 lebte Fritz Hirsch mit seiner Familie in Karlsruhe und war als Hochbautechnischer Referent beim Badischen Finanzministerium verantwortlich für die Restaurierung u. a. von Schloss und Schlossgarten in Schwetzingen, Schloss und Hofkirche in Rastatt, Stadtkirche und Münze in Karlsruhe sowie des Konstanzer Münsters. 1918 stieg er zum Ministerialrat beim Badischen Finanzministerium auf. Ab 1920 hatte er eine Honorarprofessur an der Technischen Hochschule Karlsruhe inne und lehrte dort Geschichte der Architektur und Christliche Kunst. In Baden war er auch Bauberater für den Evangelischen Oberkirchenrat. Ab 1921 wohnte die Familie im um 1850 von Heinrich Hübsch entworfenen Wohnhaus des Hofgartendirektors zwischen Staatlicher Kunsthalle und Botanischem Garten in Karlsruhe“ (Wikipedia). – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Architekturgeschichte, Badenia, Baugeschichte, Signierte Bücher, Widmungsexemplar |
80,-- | ![]() |
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| Wrangell, (Otto Fabian v.). Landrath Wrangell’s Chronik von Ehstland. Nebst angehängten ehstländischen Capitulations-Punkten und Nystädter Friedensschluß. In Druck gegeben von C. J. A. Paucker. Dorpat, Heinrich Laakmann 1845. 8°. XIV, 234 S. Halblederband (typogr. Orig.-Umschlag beigebunden).
Baltisches Biografisches Lexikon 890. – Sehr seltene erste und einzige Ausgabe. Das Werk gilt als die erste bedeutende glaubwürdige Chronik der Geschichte Livlands (Estland und Lettland). – „Die Ehstländische litterärische Gesellschaft zu Reval erstand unlängst aus dem Nachlasse des im Herbst des J. 1843 hieselbst verstorbenen Hrn. Dr. phil. Bernh. Gottlieb Wetterstrand unter einigen andern seltenen Schriften auch eine von der eigenen Hand des weiland Ehstländischen Landraths Otto Fabian von Wrangell geschriebene Chronik, deren Titel er in v. Recke’s und Napiersky’s Gelehrten- und Schriftsteller-Lexicon Bd. IV. S. 574 mit dem Zusatze bekannt gemacht: „Von 1695 bis 1726 schreibt der Verf. als Zeitgenosse ausführlicher und theilt manches Interessante mit.“ Bei näherer Kenntniß ergab sich denn auch dies nur als die eigene Arbeit des Herrn Landraths, die er an die ihm vorliegende frühere Arbeit des nicht lange vorher verstorbenen Oberlandgerichts- und Ritterschaft-Secretairen Adam Friedrich von Fischbach vom Jahre 1695, im 5. Buche, mit welchem diese sich endigt, angeknüpft hat. Diese führt nach den uns vorliegenden beiden gleichlautenden Handschriften den Titel: „Extract Einer Öhstnischen Chronika, welche soll abgefaßet haben Hr. Adam Friedrich von Fischbach E. Wohlgeb. Ritterschaft in Öhstland Secretarius“ …“ (S. V). – Der estländische Ritterschaftshauptmann, Landrat und Rittergutsbesitzer O. F. v. Wrangell (1655-1726) studierte von 1674 bis 1775 in Leipzig. Nach seinem Studium bereiste er Deutschland, Italien, Frankreich und Holland. 1676 stand er als Leutnant im Regiment des Grafen Königsmarck in französischen Militärdiensten. 1681 avancierte er zu Rittmeister und muss wenig später seinen Abschied erhalten haben. – Stellenweise etwas braunfleckig, gutes seitlich und unten unbeschnittenes Exemplar. Schlagwörter: Baltic Provinces (Russia), Baltikum, Eesti, Estland, Estonia, Latvia, Lettland |
240,-- | ![]() |
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| Weininger, Otto. Geschlecht und Charakter. Eine prinzipielle Untersuchung. 9. unveränderte Auflage. Wien, Wilhelm Braumüller 1907. Gr.-8°. XXII, 608 S. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel und Jugendstil-Ornamentik.
Ziegenfuss II, 847. – Der Wiener Philosoph O. Weininger (1880-1903), der besonders durch sein Hauptwerk „Geschlecht und Charakter“ berühmt wurde und zahlreiche andere Denker seiner Zeit beeinflusste, „entwickelte die Theorie von der psychisch-physischen Bisexualität des Menschen. Neben der Psychologie und Metaphysik der Geschlechter beschäftigt ihn die Psychologie des Genies“ (W. Ziegenfuss). – Weiningers Philosophie war stark von Immanuel Kant geprägt, wies aber auch starke antisemitische und misogyne Züge auf. Im Jahre 1903, im Alter von 23 Jahren, nahm sich Otto Weininger in Beethovens Sterbehaus in Wien das Leben. – Rücken etwas berieben, Stempel auf dem Titel, gutes Exemplar. Schlagwörter: Homosexualität, Judaica, Psychologie, Soziologie |
40,-- | ![]() |
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| Aksákow, Alexander Nikolajewitsch (Aleksandr Nikolaevic Aksakov). Animismus und Spiritismus. Versuch einer kritischen Prüfung der mediumistischen Phänomene mit besonderer Berücksichtigung der Hypothesen der Halluzination und des Unbewussten. Als Entgegnung auf Ed.v.Hartmanns Werk: „Der Spiritismus“. 4., verb. und verm. Aufl. 2 Bände. Leipzig, Oswald Mutze 1905. Gr.-8°. CXII, 338, II S.; XIX, [1] Bl., S. 339-752 mit Portrait und 11 Tafeln in Band I. Halbleinenbände mit goldgepr. Rückentiteln. (Bibliothek des Spiritualismus für Deutschland, Band 18).
Vgl. Ackermann II, 5. Caillet 105. Slg. du Prel 883. – Hauptwerk des russischen Schriftstellers und Journalisten Alexander Aksakow (1832-1903), welches die Forschung des Übersinnlichen, vor allem in Deutschland und in Russland prägte. – „L’un des ouvrages les plus intéressants, et en tout cas, le plus documenté sur le surnaturel et des phénomènes du spiritisme“ (Dorbun 35). – „Was nach dem Tod kommt, ob es Geister gibt und ob Telekinese oder Telepathie tatsächlich möglich sind: das sind Fragen, die uns seit Menschengedenken beschäftigen. Diese wissenschaftliche Abhandlung nimmt sich der Aufgabe an, übersinnliche Erscheinungen zu beweisen und durch Hypnotismus und Mediumismus einen Zugang zum Übersinnlichen zu schaffen. Gespickt mit Augenzeugenberichten und fotografischen Beweisen der Zeit, bemüht sich Aksakow Skeptiker durch eine wissenschaftliche Herangehensweise von der Existenz dieser übersinnlichen Ebene, zusätzlich zu unserer Realität, zu überzeugen“ (Zu einer Nachdruckausgabe 2017). – Sehr gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Okkultismus / Geheimwissenschaften |
60,-- | ![]() |
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| Scott-Elliot, W(illiam). Atlantis nach okkulten Quellen. Eine geographische, historische und ethnologische Skizze. Mit vier farbigen Karten, welche die Erdoberfläche zu verschiedenen Zeitepochen darstellen. Nebst einem Vorwort von A. P. Sinnett. Autorisierte Übersetzung von F. P. 2., unveränderte Auflage. Leipzig, Grieben (Überklebt): Buchhandlung Heinrich Tränker o. J. (1904). 8°. [2] Bl., 86 S., [1] Bl. mit 4 mehrfach gefalteten farblithographierten Karten. Orig.-Halbleinenband.
Seltene deutsche Ausgabe von „The story of Atlantis“ (London 1896). – Der schottische Kaufmann, Theosoph W. Scott-Elliot (1849-1919) entwickelt eine umfassende, esoterische Menschheitsgeschichte. Diese basierte auf den spirituellen Untersuchungen des Theosophen Charles Webster Leadbeater, die Scott-Elliot wissenschaftlich untermauern wollte. – „So bildeten sich im 19. Jahrhundert unter anderem die Logen der Theosophischen Gesellschaft. Diese okkulte Organisation folgte dem grundlegenden Gedanken, dass alle Lebewesen als eine universale Bruderschaft miteinander verbunden sind. Für diesen Grundsatz wurden philosophische, religions- und naturwissenschaftliche Ansätze miteinander verbunden, um Antworten auf Mysterien und Zusammenhänge in der Welt zu finden. Darunter auch von Amateur-Anthropologe William Scott-Elliot (1849-1919), der mit Hilfe der astral-hellseherischen Entdeckungen des Theosophisten Charles Webster Leadbeater und Platons Berichten wissenschaftlich Nachforschungen zu Atlantis und Lemurien unternahm. Seine Erkenntnisse fasste er im Buch «The Story of Atlantis», welches 1896 erschien, und «The Lost Lemuria» von 1904 mit insgesamt sechs Karten zusammen. Darin schildert er, wie die Welt vor einer Million Jahren ausgesehen hat. … Das atlantische Reich erstreckte sich nach Scott-Elliot über den Grossteil der Welt, von Island bis nach Mexiko und Brasilien. Damit versuchte er Antworten auf die Rätsel zu geben, warum die gleichen oder ähnlichen Sprachen, Ethnien und Pflanzen auf getrennten Kontinenten zu finden sind. So führt er z. B. die baskische Sprache, welche keine Gemeinsamkeiten zu einer europäischen besitzt, dafür aber zur Sprache der Ureinwohner Lateinamerikas, auf die Atlanter zurück“ (S. Manhart, ETH Zürich zu einer Manuskript-Karte von Scott-Elliot). – Stempel und zeitgenöss. Notizen auf dem Vorsatz, wenige Anstreichungen mit Rotstift, gutes Exemplar. Schlagwörter: Atlantis, Okkultismus / Geheimwissenschaften, Theosophie |
80,-- | ![]() |
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| Inchino, Gabriele. Scala coeli seu conciones exquisitissimae de viis coelestibus. Pulcherrimis conceptibus et speculationibus refertae, non modo concionatoribus, & divini verbi ministris, verum etiam piis omnibus, si quae aliae, utiles & necessariae. Coloniae Agrippinae (Köln), Peter Cholinus 1616. 8°. [12] Bl., 629 S. Pergamentband der Zeit.
VD17 12:192867H. – Zweite Ausgabe der „schönsten Gedanken und Betrachtungen – nützlich und notwendig nicht nur für Prediger und Diener des göttlichen Wortes, sondern auch für alle Frommen, ja für jedermann“ (Untertitel) des italienischen Augustiners G. Inchino (1548-1608). – Einband etwas angestaubt und fleckig, zeitgenöss. Besitzvermerk auf dem Titel, stellenweise etwas braunfleckig, gutes Exemplar. Schlagwörter: Theologie |
140,-- | ![]() |
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| Einband – Art Déco-Wildleder-Einband um 1930 mit Kalbleder-Intarsien im Vorderdeckel und goldgepr. Rückentitel. Inhalt: Ramuz, Charles Ferdinand. Aline. Histoire. 10e édition. Paris, Bernard Grasset 1927. 8° (19 x 12,5 cm.). 206 S., [1] Bl. Typogr. Orig.-Umschlag beigebunden.
Dekorativer Einband im typischen Art Déco-Stil mit Leder-Intarsien in Stufen- und Pfeil-Design. Schlagwörter: Art Déco, Einbände, Einbandkunst |
100,-- | ![]() |
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| Einband – Signierter weinroter Maroquinband um 1890 mit dekorativer Rücken- , Deckel-, Steh- und Innenkantenvergoldung und Goldschnitt (signiert: J. Weber). Inhalt: Leudeville, Emmanuel de. La grace du renouvellement par l’union en Jésus, Marie, Joseph. Troisième édition. Paris, Librairie Catholique internationale 1887. 8° (19 x 13,2 cm.). 144 S. mit gestoch. Frontispiz.
Prachtvoller signierter Bordüren-Einband im Dentelle-Stil. – Sehr gut erhalten. Schlagwörter: Einbände, Einbandkunst, Signierte Bücher, Theologie |
240,-- | ![]() |
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| Chaplin – Ausleger, Gerhard. Charlie Chaplin. Hamburg, Pfadweiser Verlag 1924. 8°. 37, (1) S. mit 1 mont. Portrait. Illustr. Orig.-Kartonumschlag.
Erste und einzige Ausgabe, selten. – Auslegers Text ist auch eine polemische Kritik der bestehenden Verhältnisse: „Zustände! Zustände zum Kotzen! Kino ist heute: Spekulation, Unkunst, Kitsch … Das Kino sollte man nicht besuchen; außer wenn der Amerikaner Charlie Chaplin seine genialischen Harlekinaden … agiert.“ – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Biographie, Filmgeschichte, Filmkomiker, Filmkritik, Filmkunst |
120,-- | ![]() |
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| Chaplin, Charlie. Hallo Europa ! Herausgegeben, übersetzt und bearbeitet von Charlotte und Heinz Pol. Leipzig, Paul List (1928). 8°. 247, (1) S. mit Portrait und 14 Filmszenen auf Tafeln. Orig.-Leinenband mit illustr. Schutzumschlag (Photomontage von Wenzel).
Scheffler/Fiege, Buchumschläge 65. – Erste deutsche Ausgabe. – Der seltene Schutzumschlag berieben, etwas fleckig und mit restaurierten Läsuren, gutes Exemplar. Schlagwörter: Autobiographie |
100,-- | ![]() |
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| Meyern (eig. Meyer), W(ilhelm) F(riedrich) v. Dya-Na-Sore oder: Die Wanderer. (Herausgegeben von Ernst Freiherr v. Feuchtersleben). 3., vollständige Original-Auflage. 5 Bände. Wien, Ignaz Klang 1840-1841. 8°. VIII, [1] Bl., 234 S.; Titel, 260 S.; 274 S., [1] Bl.; 258 S.; 305 S., [1] S. Halbleinenbände der Zeit mit goldgepr. Rückentiteln und dezenter Rückenvergoldung.
Ackermann V, 216. Bloch 2, 2135. Goedeke V, 460. Kosch X, 1013. NDB XVII, 397. Wolfstieg 41514. – Maßgebliche Ausgabe des bedeutenden utopischen Romans, gegenüber der ersten Ausgabe von 1787 wesentlich erweitert. – Von Schiller rezensiert, von Goethe gelesen und wohl von Nietzsche gedanklich ausgebeutet bietet Meyern als erster in unserer neueren Literatur die unheilschwangere Phantasmagorie eines spartanischen Heldenstaates, die in Sprachbildern von düsterer Schönheit noch heute ihren Zauber nicht verloren haben. Es „… findet sich hier viel Tiefes und Originelles, von einzigartigem, starkem Denkvermögen zeugend. Danach ist die Vergessenheit, in welche M. gesunken ist, als bitteres Unrecht zu beklagen. Seine Sprache ist ungemein kräftig, schwungvoll, ja fast dithyrambisch, reich an neuen, frischen Wortbildungen und Zusammensetzungen, kühnen Bildern und Wendungen, dabei knapp, präcis und in hohem Grade eindrucksvoll“ (Schönbach in der ADB). „Liest man, was Arno Schmidt in seinem Radio-Essay und Wolfgang Harich in seinem Jean-Paul-Buch über ‚Dya-Na-Sore’ zu sagen haben, will man nicht glauben, daß beide vom selben Gegenstand handeln. Meyerns politisches Ideal ist für Schmidt ‚das niedrigste, was es überhaupt geben kann: das Kriegerische!‚, für Harich aber ist es das höchste: das demokratischer Revolution … Daß mit dem l. Band von ‚Dya-Na-Sore‘ der Anfang eines politisch-brisanten Romans vorlag, wußten weder Schiller noch Schink, die ihn rezensierten … Bedenkt man, wann und wo dieser Roman geschrieben wurde, so ist das erstaunlich mutig und erklärt den Erfolg, den er trotz seiner künstlerischen Schwächen hatte. Doch vergeht einem die Freude an dieser demokratischen Literaturtradition, wenn man sieht, wie stark hier schon vorgebildet ist, was später einmal, 1933, ‚Nationale Revolution’ genannt werden wird: Vergottung des Staates, Elite-Denken, Nationalhaß, Militarismus und Verherrlichung des Krieges – alles das also, was Arno Schmidt dazu veranlaßte, den Roman für Wehrkreisbüchereien zu empfehlen“ (aus G. de Bruyns Nachwort‚ Taten und Tugenden. M. und sein deutsches Revolutionsmodell’ zur Neuausgabe von 1979, S. 951 ff.). – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Freimaurer, Freimaurerei, Phantastik / Utopie |
240,-- | ![]() |
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| Schmid von Schwarzenhorn – (Schmid, Robert, Hrsg.). Memorial. Deßjenigen so von der Edlen Schmidisch Schwartzenhonischen Familia zufinden. (Zürich, Selbstverlag 1957). 8°. 35 S., [2] Bl. mit mont. Farbtafel (Wappen). Halbpergamentband mit goldgepr. Rückenschild und Kopfgoldschnitt (von Th. Henningsen) in Pappschuber.
Eines von 100 num. Exemplaren. – Bibliophiler Druck in 10 Punkt Schwabacher auf Bütten. – Freiherr Johann Rudolf Schmid von Schwarzenhorn (1590-1667) stammt aus Stein am Rhein, welches seit 1484 mit Zürich und der Eidgenossenschaft verbündet war. Schmid, der seit 1657 auch Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft war, spielte als Diplomat, kaiserl. Rat und Resident der osmanischen Pforte in Wien Mitte des 17. Jahrhunderts eine wichtige Rolle. Zu Schmid vgl. ausführlich T. Vetter in ADB XXXI, 695 ff. – Schönes Exemplar. Schlagwörter: Genealogie, Helvetica, Nummerierte Bücher, Privatdruck, Schweiz, Türkenkriege |
80,-- | ![]() |
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| Brade, L(udwig). Illustriertes Buchbinderbuch. Ein Lehr- und Handbuch der gesamten Buchbinderei und aller in dieses Fach einschlagenden Techniken. Gänzlich umgearbeitet von Paul Kersten. 8., vermehrte und verbesserte Auflage. Halle, Saale, Knapp 1926. Gr.-8°. VIII, 276 S. mit 185 Textillustrationen und 8 Tafeln mit 22 Abbildungen künstlerischer Einbände und 40 Original-Marmorpapiermuster. Moderner Halbledereinband mit goldgepr. Rückenschild.
Sehr gutes Exemplar der besten Ausgabe des Standardwerks. Schlagwörter: Buchbinderei |
160,-- | ![]() |
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| Sandgren – Park, Henrik og Carl Thomsen. Bogbinderen August Sandgren. København, Luno 1952. Gr.-8°. 113, (1) S. mit 20 Tafeln. Halbpergamentband mit goldgepr. Rückenschild.
Der dänische Buchbinder August Sandgren (1893–1934) „zählte zu den besten Handwerkern Dänemarks und war ein großartiger Designer, der bei den Techniken des Buchbindens niemals Kompromisse einging. August Sandgrens Buchbinderei besticht durch ihre schlichte Schönheit und entspricht den höchsten Ansprüchen dänischen Designs. Er führte den Funktionalismus in die dänische Buchbinderei ein und gilt als einer der bedeutendsten Innovatoren des dänischen Buchdesigns. Seine Einbände lassen sich problemlos in die Tradition dänischen Designs einordnen , wie beispielsweise die Werke der Möbeldesigner Kaare Klint , Hans J. Wegner und Mogens Koch, des Architekten Arne Jacobsen und des Silberschmieds Henning Koppel“ (Wikipedia). Schönes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Buchbinder, Buchbinderei |
70,-- | ![]() |
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| Schaefer, Helma. Von der Kunst des Handeinbandes. Betrachtungen aus der Arbeit mit der Einbandsammlung des Deutschen Buch- und Schriftmuseums der Deutschen Bücherei. Leipzig, Deutsche Bücherei 1983. Gr.-8°. 34 S., [1] Bl. und 35 Abbildungen auf 16 Tafeln. Dunkelblauer Leinenband mit goldgepr. Rückentitel. (Neujahrsgabe der Deutschen Bücherei 1984).
Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Buchbinderei, Bucheinband |
30,-- | ![]() |
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| Ambroise de Lombez (d. i. Jean de la Peyrie). Abhandlung von dem Innerlichen Friden (sic!). Verfasset, und der Königin von Frankreich zugeschrieben. Anitzo in das Teutsche übersezet. Augsburg, Rieger und Söhne 1766. 8°. 8 S., [4] Bl., 462 S. Pappband der Zeit.
VD18 12247405. – Seltene erste deutsche Ausgabe von Traité de la paix intérieure, Paris 1756. – Der Kapuziner Ambroise de Lombez (1708-1778) war Beichtvater von Königin Marie Lecinska von Frankreich. – Einband stärker angestaubt und etwas fleckig, Gelenke berieben, stellenweise etwas fleckig, sonst gut erhalten. |
100,-- | ![]() |
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| Haller, Albrecht v. Grundriß der Physiologie für Vorlesungen. Nach der vierten lateinischen mit den Verbesserungen und Zusätzen des Herrn Prof. (Heinrich August) Wrisberg in Göttingen, vermehrten Ausgabe aufs neue übersetzt, und mit Anmerkungen versehen durch (Samuel Thomas) Soemmerring mit einigen Anmerkungen begleitet und besorgt von P(hilipp) F(friedrich Theodor) Meckel. Berlin, Haude und Spener 1788. 8°. VIII, [1] Bl., 710 S. Marmorierter Pappband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild.
Garrison-Morton 585. Lundsgaard 482. Lesky 277. NDB VII, 541 ff. VD18 11407913. Waller 4009. – Erste Ausgabe der Übersetzung von Philipp Friedrich Theodor Meckel (1755-1803) der seit 1779 Professor der Anatomie, Chirurgie und Geburtshilfe in Halle an der Saale war. – A. v. Haller (1708-1777), der wohl bedeutendste Schweizer Mediziner und Naturwissenschaftler des 18. Jahrhunderts, „hat die vergleichend-physiologische Methode zum System erhoben. Insgesamt rückte er die Funktion der Körperteile in den Mittelpunkt. Nachhaltigste Wirkung war seiner Interpretation der „Sensibilität“ und der „Irritabilität“ beschieden (De partibus corporis humani sensilibus et irritabilibus, Göttingen 1752). Erstmalig wird aufgrund einer großen Reihe von Tierversuchen der Gedanke ausgesprochen, daß bestimmte Leistungen an bestimmte Gewebestrukturen gebunden sind, daß nur ganz bestimmte Teile bei Schädigungen Schmerzempfindlichkeit (Sensibilität) zeigen (alle Organe mit Nervenfasern), andere Teile wieder bei mechanischem, chemischem, elektrischem Reiz eine Verkürzungsfähigkeit (Irritabilität) aufweisen, ohne daß eine Schmerzäußerung auftritt (alle Organe mit Muskelfasern). Beide Erscheinungen werden von H. als spezifisch dem lebendigen Gewebe anhaftende Kräfte erklärt, sind also nicht auf ein immaterielles Prinzip (anima Stahls) zurückzuführen. Doch fanden gerade diese Begriffe ihre Ausdeutungen im Vitalismus (Th. de Bordeu, Blumenbach und andere) und gingen über die Erregungslehre J. Browns in die Medizin der Romantiker ein. Eingehend befaßte sich H. mit dem Kreislauf, dem Zusammenhang zwischen Blutbewegung, Herztätigkeit und Atmung. Er bewies experimentell – Anschauungen G. E. Hambergers entgegen –, daß im Pleuraraum keine Luft vorhanden ist. Er hielt es für abwegig, der Seele einen bestimmten Platz im Körper zuzuweisen, ebenso eine Beziehung des Kleinhirns zur Herztätigkeit und zu vegetativen Vorgängen anzunehmen. Irrtümlich behauptete er unter anderem, die Körperwärme sei durch das Blut erzeugte Reibungswärme und elektrische Vorgänge spielten in der Nervenfunktion keine Rolle, Ansichten, die sich seinem Ansehen gemäß lange hielten“ (E. K. Fueter in NDB). – Einband etwas angestaubt und teils stärker berieben, sonst sehr gut erhalten. Schlagwörter: Physiologie, Physiology |
240,-- | ![]() |
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| Wening-Ingenheim, J(ohann) N(epomuk) v. Lehrbuch des Gemeinen Civilrechtes. Nach Heise’s Grundriß eines Systems des gemeinen Civil-Rechts zum Behufe von Pandekten-Vorlesungen bearbeitet. 2. verbesserte Auflage. 3 Bände. München, E. A. Fleischmann 1824-1825. 8°. XXVIII, 346 S.; XXIV, 424 S.; XXVI, [3] Bl., 448 S. Pappbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern und Linienvergoldung.
ADB XLI, 723 f. – „Wenning’s Hauptwerk ist sein „Lehrbuch des gemeinen Civilrechtes nach Heyse’s Grundriß“. Ein sehr brauchbares Handbuch, das in rascher Folge vier Auflagen erlebte; die erste erschien 1822—23 in 2 Bänden, die vierte 1831“ (A. Ritter v. Eisenhart in ADB). – Einbände etwas berieben und an den Kapitalen mit Resten von Bibliothekssignaturen, nur vereinzelt etwas braunfleckig, gutes Exemplar. Schlagwörter: Gemeines Recht, Pandektistik, Privatrecht |
140,-- | ![]() |
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| Franklin Bibliothek. (Klassiker der Weltliteratur). 22 Bände der Reihe. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1980-1984). 8°. Farbige Orig.-Lederbände über 3 oder 4 Bünden mit ornamentaler Rücken- und Deckelvergoldung, Moirévorsätzen und Goldschnitt.
Dabei: Hesse, Hermann. Der Steppenwolf. Illustriert von Anthony Canham. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek 1983. 8°. 243 S. mit 8 ganzseitigen Illustrationen. – Voltaire (d. i. Francois Marie Arouet). Candide. Mit Illustrationen von Anthoni Clavé. (Vollständige Ausgabe aus dem Französischen übertragen von Walter Widmer). Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1981). 8°. 159, (1) S. mit ganzseitigen Illustrationen. – Döblin, Alfred. Berlin Alexanderplatz. Mit Illustrationen von George Grosz. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1982). 8°. 419, (1) S. mit ganzseitigen Illustrationen. – Heine, Heinrich. Reisebilder. Mit Illustrationen von Theodor Hosemann. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1983). 8°. 515, (1) S. mit ganzseitigen Illustrationen. – Flaubert, Gustave. Madame Bovary. Mit Illustrationen nach Albert Fourié. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1982). 8°. 435, (1) S. mit ganzseitigen Illustrationen. – Ibsen, Henrik. Dramen. Mit Illustrationen von Edvard Munch. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1982). 8°. 391 S. mit ganzseitigen Illustrationen. – Keller, Gottfried. Der grüne Heinrich. Mit Zeichnungen von Gottfried Keller. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1983). 8°. 803, (1) S. mit Frontispiz und 10 Abbildungen auf Tafeln. – Stendhal (d. i. Marie-Henri Beyle). Rot und Schwarz. Chronik aus dem Jahr 1830. Mit Illustrationen von Mette Ivers. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1983). 8°. 611, (1) S. mit ganzs. Illustrationen. – Homer. Odyssee. Illustriert von W. T. Mars. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1981). 8°. XIII, 399 S. mit ganzs. Illustrationen. – Shakespeare. Dramen. Mit Illustrationen von Johann Heinrich Füßli. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1981). 8°. 651, (1) S. mit ganzs. Illustrationen. – Dickens, Charles. Große Erwartungen. Mit Illustrationen von F. W. Pailthorpe. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1980). 8°. 523, (1) S. mit ganzs. Illustrationen. – Tschechow, Anton. Ausgewählte Erzählungen. Mit Gemälden von Kukryniksy. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1982). 8°. 412 S. mit ganzs. Illustrationen. – James, Henry. Die Gesandten. Mit Gemälden von Jean Béraud. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1984). 8°. 475, (1) S. mit ganzs. Illustrationen. – Fielding, Henry. Die Geschichte des Tom Jones eines Findlings. Mit Illustrationen von Thomas Rowlandson. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1982). 8°. 993, (1) S. mit ganzs. Illustrationen. – Gogol, Nikolai. Die toten Seelen. Mit Illustrationen von Alexander Agin. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1984). 8°. 479 S. mit ganzs. Illustrationen. – Fontane, Theodor. Effi Briest. Mit Illustrationen von Wilhelm Busch. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1982). 8°. 351 S. mit ganzs. farbigen Illustrationen. – Hemingway, Ernest. In einem anderem Land. Illustratriert von Bernard Fuchs. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1981). 8°. 348 S. mit ganzs. farbigen Illustrationen. – Faulkner, William. Licht im August. Illustratriert von Milt Kobayashi. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1981). 8°. 348 S. mit ganzs. farbigen Illustrationen. – Balzac, Honoré de. Vater Goriot. Mit Illustrationen von Albert Lynch. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1981). 8°. 404, (1) S. mit ganzs. Illustrationen. – Schiller, Friedrich v. Ausgewählte Dramen. Mit Illustrationen von Johann Heinrich Ramberg. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1981). 8°. 550 S. mit ganzs. Illustrationen. – Deutsche Gedichte. Eine Auswahl der schönsten deutschen Gedichte 1780-1900. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1981). 8°. 497 S. – Moliere. Ausgewählte Komödien. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1983). 8°. 496 S. – Insgesamt erschienen 50 Bände der deutschen Reihe. – Tadellose Exemplare dieser aufwendig ausgestatteten Ausgaben. Schlagwörter: Weltliteratur |
550,-- | ![]() |
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| Tinguely, Jean. Maschinenbild Haus Lange. Bauanleitung. (Katalog zur Ausstellung): September – Oktober 1960 im Museum Haus Lange. Krefeld, Museum Haus Lange (1960). Gr.-4° (32,5 x 23,5 cm.). [6] Bl., 6 S. (hektographierte Bauanleitung), 1 mehrfach gefaltetes Bl. mit 19 Abbildungen, 1 mehrfach gefalteter Plan (″Plan Zeichnungen für Maschinenbild“) und 1 signierte zweifarb. Orig.-Metamatic-Zeichnung sowie 1 lehres Bl. mit dem Aufdruck „Originalzeichnung, ausgeführt in Zusammenarbeit mit „Meta“-Matic Nr. 7 (1959) Durch: … Datum: …“ Orig.-Kartonumschlag.
Eines von 300 Exemplaren. – Einleitungs-Texte von Paul Wember. – Für die Ausstellung entwarf Tinguely eine Metamatic-Maschine, welche der Erstellung von Maschinen-Bildern diente. – Dem Katalog liegt eine solche Zeichnung bei, diese vom Künstler signiert. – Rücken unten etwas eingerissen, sonst sehr gut erhalten. Schlagwörter: Nummerierte Bücher, Originalzeichnung, Signierte Bücher |
600,-- | ![]() |
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| Held, (Friedrich Wilhelm Franz und Otto v. Corvin). Censuriana oder Geheimnisse der Censur. Cassel, H. Hotopp 1844. [2] Bl., 426 S. Pappband der Zeit.
Slg. Friedländer 36. Kosch VII, 813. NDB VIII, 462 f. – Erste Ausgabe. – F. W. F. Held (1813-1872) trat zunächst als Schauspieler und dann als Herausgeber der „Locomotive“ (1843) hervor, war über Jahrzehnte hinweg publizistisch tätig und erwarb sich den Ruf eines fähigen Agitators. Alle in der „Locomotive“ der Zensur zum Opfer gefallenen Stellen werden hier – teils mit bissigen Kommentaren – abgedruckt. – „Als sein journalistisches Hauptwerk gilt die vom Oktober 1842 an zuerst in Leipzig publizierte „Locomotive, Allgemeine Intelligenz-Zeitung für Deutschland“. Sie wurde nicht zuletzt wegen der rasch erreichten Auflage von 12 000 Stück schon im Frühjahr 1843 verboten. Infolge dieser Unterdrückung sind H. und seine „Locomotive“ in der liberalen Geschichtsschreibung populär gewesen. Trotz Verhaftung und Gefängnis ließ H. ihr unter neuen Titeln verbesserte Ausgaben folgen. Für die ihm auferlegten Verfolgungen wußto er sich durch die wiederum zur Haft führenden Schriften „Censuriana oder Geheimnisse der Censur“ (1844) und „Dem deutschen Volke“ (1846) zu bedanken“ (W. Haacke in NDB). – „Bei seinen wechselnden Agitationsmitteln ist es nicht möglich, wie bei einem handelnden Politiker größeren Stils Zweck und Mittel, Ernst und Laune zu unterscheiden.“ (K. Griewank, F. W. H. u. d. vulgäre Liberalismus u. Radikalismus in Leipzig u. Berlin 1842–49, phil. Diss. Rostock 1922). – Rücken mit Abriebstellen, stellenweise etwas braunfleckig, gutes Exemplar. Schlagwörter: Vormärz, Zensur |
160,-- | ![]() |
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| Platon. Sämtliche Dialoge. Herausgegeben und mit Einleitungen, Literaturübersichten, Anmerkungen und Registern versehen von Otto Apelt. 7 Bände. (Hamburg), Meiner (1988). 8°. Orig.-Kartonumschläge in Orig.-Pappschuber. (Platon Sämtliche Dialoge).
Schuber mit leichten Gebrauchsspuren, gutes Exemplar. Schlagwörter: Antike |
40,-- | ![]() |
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| Abel, Caspar. Teutsche und Sächsische Alterthümer. Der Teutschen, und Sachsen, alte Geschichte, und Vorfahren, Nahmen, Ursprung, und Vaterland, Züge, und Kriege … Aus den besten Schrifften und rechten Urkunden … vorgetragen, und … erläutert, Insonderheit aber der Hohe Stamm, des Königlichen … Hauses Braunschweig-Lüneburg, bis auf unsre Zeit ausgeführet … Samt einer noch nie gedruckten Nieder-Sächsischen uhralten Chronick. 2 Teile in 1 Band. Braunschweig, Ludolph Schröder 1729-1730. 8°. [7] Bl., 512 S.; [7] Bl., 736 S. mit 2 gestoch. Frontispizen und 1 Kupfertafel. Kalbslederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild, Rückenvergoldung und Deckel-Filetten.
ADB I, 12. NDB I, 12. VD18 10197885. – Band I enthält die Geschichte der germanischen Völkerwanderung; Band II die Landesgeschichte Niedersachsens, Eroberung von England, sächsische Kaiser u. Geschichte von Braunschweig-Lüneburg bis auf Georg II. von England. 1732 erschien noch eine Fortsetzung mit dem abweichendem Titel „Sammlung etlicher noch nicht gedruckten alten Chroniken“. – Der Theologe und Historiker C. Abel (1676-1763) „verfaßte … umfangreiche Werke zur brandenburgisch-preußischen Regentengeschichte und Landeskunde, die jedoch auf die späteren Erscheinungen nur geringen Einfluß ausgeübt haben. Wertvoller ist die Veröffentlichung seiner Sammlung zur Altertumskunde und Vorgeschichte, sowie von bis dahin ungedruckten alten Chroniken aus dem mitteldeutschen Raume. Bemerkenswert sind dabei seine ethymologischen Spekulationen, durch die er vorgeschichtliche Erkenntnisse erstrebte“ (J. Schultze in NDB). – Rücken fachgerecht unter Verwendung des Originalmaterials erneuert, stellenweise etwas fleckig, gutes Exemplar. Schlagwörter: Deutschland, Germanien, Germanische Völker, Völkerwanderung, Vorgeschichte |
350,-- | ![]() |
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| Helvétius, (Claude Adrien). Discurs über den Geist des Menschen. Aus dem Französischen. mit einer Vorrede Joh(ann) Christoph Gottscheds. Leipzig und Liegnitz, David Siegert 1760. 8°. [80], 646 S. Pappband der Zeit (in Halbpergamentoptik).
VD18 11164638. Ziegenfuss I, 503. – Seltene erste deutsche Übersetzung der zuerst 1758 in Paris erschienenen Schrift De L’esprit, eine der grundlegenden sensualistischen Abhandlungen und zugleich eines der Hauptwerke zur Entwicklungsgeschichte des Materialismus. Als Gegenstück zu Montesquieus L’esprit de lois konzipiert, erregte die Schrift die Anfeindung des Klerus und des Dauphin, der das Werk offiziell verbrennen ließ. – „Helvetius ist ein Vertreter der französischen Aufklärung. Als Philosoph ist er Sensualist und Utilitarist. Alle Vorstellungen entspringen aus der Sinneswahrnehmung. Das Denken (Urteilen) als Vergleichen von Empfindungen ist sinnlichen Ursprungs und erfaßt nur die Relationen der Dinge. Den Impuls zum Denken geben die Gefühle. Der Mensch ist ein hedonistisches Wesen, er strebt nach Lust und nach Vermeidung von Unlust, so daß in diesem Sinne der Egoismus die Quelle alles Handelns ist. Was in der physischen Welt das Bewegungsgesetz, ist in der geistigen Welt das Interesse. Dem sittlichen Handeln liegt aber das ‚wohlverstandene Interesse‘ (l’intérét bien entendu) zugrunde, die Verbindung des Eigenwohles mit der Förderung des Gesamtwohles. Die Leidenschaften sind nicht zu unterdrücken, sondern zu regeln und gemeinnützig zu machen. Eine Beschränkung der Arbeitszeit, ein Recht auf Eigentum, Verbreitung von Bildung und dgl. sind soziale Forderungen“ (Eisler, Philosophen-Lexikon, 1912, S. 249 f.). – Rückenbezug erneuert, Deckel leicht berieben, stellenweise etwas gebräunt, gutes Exemplar. Schlagwörter: Materialismus |
320,-- | ![]() |
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| Karl VI. – Vollständiges Diarium, alles dessen was vor, in und nach denen höchstansehnlichsten Wahl- und Crönungs-Solennitæten des aller durchlauchtigsten … Fürsten und Herrn, Herrn Caroli des VI. … von Anfang biß zum Ende passiret ist. 2 Teile in 1 Band. Frankfurt am Main, Johann David Zunners seel. Erben und Johann Adam Jung 1712. Folio (33 x 22,5 cm.). [2] Bl., 132 (recte 116), 28, 17, (16), 36 S.[2] Bl., 30 S., [2] Bl., 92 S., [5] Bl., 14 S.; [2] Bl., 10 S., [3] Bl., 14 S. mit 3 (statt 19) Kupfertafeln, davon 1 Portrait, 4 (3 gefaltete) Tabellen und 4 Kupferstichen im Text (Münzen). Halbpergamentband der Zeit.
Lipperheide Sba 26. Sauer, Frankfurt-Katalog 257. – Einziger Druck der Darstellung der Krönungsfeierlichkeiten für Karl VI., der von 1711 bis 1740 römisch-deutscher Kaiser war. – Leider fehlen 7 Kupfertafeln und 9 Portraits der Kurfürsten; der Text ist mit allen Teilen und den Anhängen vollständig. – Rücken angestaubt, Deckel stärker berieben, vorderes freies Vorsatzblatt fehlt, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Frankfurt am Main, Kaiserkrönung |
140,-- | ![]() |
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| Bergman – Duncan, Paul and Bengt Wanselius (Editors). The Ingmar Bergman archives. Contributing editors Brigitta Steene, Peter Cowie, Bengt Forslund, and Ulla Aberg. (XL-Edition). Hong Kong, Köln, London, Los Angeles, Madrid, Paris, Tokyo, Taschen (2008). Quer-Gr.-4° (31 x 42 cm.). 592 p. with numerous illustrations, some in color, 1 film strip, and 1 DVD. Publishers half-linen binding.
First english XL edition. – Special bonuses: an original film strip from a copy of Fanny and Alexander (1982) that has been played on Bergman’s own film projector. – DVD containing over 110 minutes of new and rare documentary footage: Bergman’s On Set Home Movies (18 mins, with commentary by Marie Nyrer; Behind the scenes of Autumn Sonata (20 mins); An Image Maker (32 mins), behind the scenes of The Image Makers by Bengt Wanselius; and A Video Diary of Saraband (44 mins), assistant director Torbjn Ehrnvall’s video diary from Bergman’s last film, in which Bergman talks about his life and work. – „From the archives at the Bergman Foundation comes an homage to the Swedish auteur and consummate explorer of the human condition. TASCHEN’s award-winning publication, produced with many of Ingmar Bergman’s close collaborators. Charting the director’s entire working life in film, it features rare material and film snippets that trace a body of work immersed in the mystery, ecstasy, and fullness of life“. – Fine copy. Schlagwörter: Biographie, Biography, Film history, Filmkunst, Motion picture producers and directors, Sweden |
140,-- | ![]() |
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| Arias, Amable. Jean Capdeville, Gérard Fromanger, Claude Garache, Georges Matieu et Joan Gardy-Artigas. 5 peintres et 1 sculpteur. Derrière le Miroir, No. 150, Mars – avril 1965. Paris, Maeght Éditeur (1965). Folio (38 x 28,5 cm.). 32 S., [2] Bl. mit 5 (3 doppelblattgr.) Orig.-Farblithographien (inkl. Umschlag) und 9 (5 ganzs.) Abbildungen. Farbig illustr. Orig.-Kartonumschlag.
Mit Farblithgraphien von Capdeville, Fromanger und Garache. – Umschlag im Rand leicht angestaubt, sonst gut erhalten. |
70,-- | ![]() |
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| Tzara, Tr(istan, editor). DADA SOULÈVE TOUT. DADA connaît tout. DADA crache tout. MAIS ……. Paris, (Au Sans Pareil) 12. Janvier 1921. 4° (27,7 x 21,2 cm.). Single-sheet printing, [2] p.
Dada global 234. Schwarz, Almanacco S. 620. – Flugblatt – „Manifest gegen jedwelche Form von Dogmatismus. Es richtete sich im besonderen gegen die futuristische Veranstaltung F. T. Marinettis vom 15. 1. 1921“ (Juri Steiner in Dada global). – Auf elfenbeinfarbiges Maschinenpapier gedruckt. – „Dada existe depuis toujours – La sainte vierge déjà fut Dadaiste – Dada n’a jamais raison !“ – (Unterzeichnet von): E. Varèse, Tr. Tzara, Ph. Soupault, Soubeyran, J. Rigaut, G. Ribemont-Dessaignes, Man Ray, F. Picabia, P. Péret, C. Pansaers, R. Huelsenbeck, J. Evola, Max Ernst, P. Eluard, Suzanne et Marcel Duchamp, Crotti, G. Cantarelli, Marg. Buffet, Gab. Buffet, André Breton, Baargeld, Arp, W. C. Arensberg, L. Aragon. – Im Blattrand etwas angestaubt und mit Knickspuren, im linken Rand mit 2 kleinen geschlossenen Randeinrissen. Schlagwörter: Avantgarde, Dada, Dadaism, Dadaismus, Einblattdruck, Einblattdrucke, Flugblatt, Surrealism, Surrealismus |
3.800,-- | ![]() |
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| Seuss, Juergen, Gerold Dommermuth und Hans Maier. London Scene. Frankfurt a. M., Büchergilde Gutenberg (1969). Gr.-8°. 42 S. und 92 teils farbige Tafeln. Orig.-Leinenband mit illustr. Schutzumschlag.
Nicht bei Heidtmann. – Erste Ausgabe der wohl besten Foto-Dokumentation der Swinging Sixties in London. – London Scene „ist kein Bildband im üblichen Sinn. Das Bildmaterial ist bestechend; führt den Leser mitten hinein in die Scene; zeigt was wirklich ist. Manifeste, Plakate, Pamphlete, die ›International Times‹ und andere ›underground‹-Publikationen werden im Text zitiert und gezeigt“ (Klappentext). – Der Buchgestalter, Typograph, Verleger und Fotograf J. Seuss (1935-2023) „hat die Buchgestaltung der Büchergilde Gutenberg jahrzehntelang geprägt und wurde mit zahlreichen (über 100 nationale und internationale) Auszeichnungen und Preisen gewürdigt. Er hat zudem Bücher für andere Verlage, wie etwa C.H. Beck, Faber & Faber, Aufbau, gestaltet. … Juergen Seuss führte selbst einen eigenen, kleinen Verlag, den BrennGlas Verlag: Dort verlegte er unter anderem „Das Tagebuch eines Laien“ (von Wieland Herzfelde) oder „Vom Ornament zur Linie, ein Buch über den frühen Insel-Verlag“. Er hat Gedichte geschrieben, Texte über Buchästhetik verfasst, er hat fotografiert (″London Scene“, 1969, „Beat in Liverpool“, 1965). Es gab Kontakte und gibt Briefwechsel unter anderem mit Hans Joachim Schädlich, Peter Rühmkorf (einige Briefe bei Kalliope), Peter Härtling, Jochen Gelberg, Werner Mittenzwei. Von 1985 bis 2000 war Juergen Seuss Professor für Buchkunst an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, dort lernte er seine spätere Frau Nanna kennen. … „Seine Begeisterungsfähigkeit für das Buch und seine gestalterische Kraft, mit der er das ganze Buch von innen nach außen durchgestaltet hat, zeichnen ihn aus sowie sein Engagement, bezahlbare Literatur von guter Qualität – und dies schloss seine Arbeit als Hersteller in der Auswahl der Materialen unbedingt mit ein – zu produzieren“, würdigt Nanna Seuss ihren verstorbenen Mann“ (Börsenblatt vom 24. April 2023). – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: London, Pop art, Pop-Kultur, Portrait photography, Portraitphotographie, Porträtfotografie, Porträtphotographie, Street photography |
140,-- | ![]() |
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| Hausner, Anton. Die Fabrikation von Konserven und Kanditen. Eine Darstellung der Verfahren zur Konservierung von Nahrungs- und Genußmitteln und der Fabrikation von Kanditen. 4., verbesserte und vermehrte Auflage. Wien und Leipzig, A. Hartleben 1912. 8°. VIII, 332 S. mit 47 Abbildungen. Marmorierter Pappband mit goldgepr. Rückenschild. (A. Hartlebens chemisch-technische Bibliothek, Band 23).
Zuerst 1877 erschienenes Fachbuch über die Konservierung von Lebensmitteln (Fleisch, Früchte, Gemüse, der Trockenfrüchte, der getrockneten Gemüse, Marmeladen, Fruchtsäfte, der gegorenen Getränke etc.). – Gutes Exemplar. Schlagwörter: Konservieren, Lebensmittelchemie, Lebensmittelverarbeitung |
50,-- | ![]() |
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| Müller, Adam. Feierstunden des Landwirths. Volksbuch, dem gesamten Bauernstande Deutschlands gewidmet. Mit einem Beitrag von Jeremias Gotthelf, Verfasser von Uli der Knecht, Bauernspiegel etc. Mainz, C. G. Kunze 1850. 8°. VI, 160 S. mit 1 Stahlstich (Ansicht von Schloss Johannisberg) und zahlr. Holzschitten. Marmorierter Pappband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild.
Erste Ausgabe. – Stempel auf dem Titelblatt, stellenweise etwas braunfleckig, gutes Exemplar. |
70,-- | ![]() |
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| Hahnemann – Haehl, Richard. Samuel Hahnemann. Sein Leben und Schaffen. Auf Grund neu aufgefundener Akten, Urkunden, Briefe, Krankenberichte und unter Benützung der gesamten in- und ausländischen homöopathischen Literatur. Unter Mitwirkung von Karl Schmidt-Buhl. 2 Bände. Leipzig, Willmar Schwabe 1922. 4°. XVI, 508 S.; XVI, 527, (1) S. mit 2 Portraits und einigen Abblidungen. Orig.-Halblederbände mit goldgepr. Rückentiteln und Rückenvergoldung.
Erste Ausgabe. – Gesuchtes und bis heute unentbehrliches Standardwerk zu Samuel Hahnemann. – Band II mit den Anlagen: Urkunden, Aktenstücke, Briefe, Aufsätze, Abhandlungen usw. – Sehr gutes Exemplar der scchönen Halblederausgabe. Schlagwörter: Biographie, Homöopathie |
140,-- | ![]() |
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| (Sachs, Friedrich Christian). Nachrichten über die Sachs’sche Familie. (Und): Nachtrag zu den Nachrichten über die Sachs’sche Familie für die Zeit vom 1. März 1861 bis dahin 1866. 2 Hefte. Karlsruhe, Chr. Fr. Müller 1861 und 1866. 8°. 40 S.; 18 S. mit 1 farblithogr. Tafel (Familien-Wappen) und 1 mehrfach gefalteten Stammtafel. Typogr. Orig.-Broschuren.
Sehr seltene Genealogie der bis ins 13. Jahrhundert zurück reichenden Familie. Nur 2 Exemplare in öffentlichen Sammlungen (lt. KVK, LB Karlsruhe und Stadtarchiv Heidelberg). – Mit Biographien des Nürnberger Schuhmachers und Meistersingers Hans Sachs (1494-1576) und des Karlsruher Gymnasialrektors und Kirchenrats Johann Christian Sachs (1720-1789) und dessen Nachkommen. – Weitere berühmte Familienmitglieder waren der Schweinfurter Erfinder Ernst Sachs (1867-1932, Fichtel & Sachs) und der Fotograf und Playboy Gunter Sachs (1932-2011). – Umschläge stärker angestaubt und fleckig, Rücken mit kleinen Fehlstellen, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Genealogie, Heraldik |
200,-- | ![]() |
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| Herder, J(ohann) G(ottfried) v. Zerstreute Blätter. Erste (bis) sechste Sammlung. 2., durchgesehene Ausgabe. 6 Bände. Gotha, Carl Wilhelm Ettinger 1791-1811. Kl.-8°. Hellgrüne Pappbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern, Rückenvergoldung und Goldschnitt.
Goedeke IV/1, 730 f., 82. Günther/Volgina/Seifert 772-777. Schulte-Strathaus 50. – Erschien zuerst 1785 bis 1797. Von der „vierten Sammlung“ erschien keine Neuauflage, so dass der vierte Band im Erstdruck vorliegt (ebenso der sechste Band). – Sechs Studien-Sammlungen zu verschiedensten Themen, u. a. „Über die Seelenwanderung“, „Blumen aus der griechischen Anthologie“, „Nachruf auf G. E. Lessing“, „Bilder und Träume“, „Über Bild, Dichtung und Fabel“, „Blätter der Vorzeit“, „Persepolis“, „Blumen aus morgenländischen Dichtern gesammlet“, „Über die menschliche Unsterblichkeit“, „Einige vaterländische Gespräche“ und „Cäcilia“. – Rücken etwas nachgedunkelt und leicht berieben, stellenweise etwas braunfleckig, gutes dekorativ gebundenes Exemplar. |
200,-- | ![]() |
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| Sachs, Nelly. Werke. Kommentierte Ausgabe in vier Bänden. Herausgegeben von Aris Fioretos. Berlin, Suhrkamp Verlag 2010-2011. 8°. Orig.-Leinenbände mit illustr. Schutzumschlägen.
Erste Ausgabe. – „Im Mai 1940 floh die Dichterin Nelly Sachs (1891–1970) mit einem der letzten Flugzeuge aus Berlin nach Stockholm. So begannen dreißig Jahre Exil, in denen ein Werk entstand, das 1966 mit dem Nobelpreis für Literatur geehrt wurde“ (Suhrkamp). – Neuwertiges Exemplar. Schlagwörter: Gesamtausgaben, Lyrik |
150,-- | ![]() |
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| Lichtwer, M(agnus) G(ottfried). Das Recht der Vernunft. In fünf Büchern. Neue Auflage. Frankfurt und Leipzig 1790. Kl.-8°. VIII, 84 S, [2] Bl. Interims-Papierumschlag.
Vgl. Goedeke IV/1, 93, 5, 2. – Das juristische Lehrgedicht erschien zuerst 1758 bei Breitkopf in Leipzig. – Das Lehrgedicht wurde „unter Gottsched’s eifriger Theilnahme und in seinem Geschmack geschrieben, trocken moralisirend, in steifen Alexandrinern gereimte Prosa … klar und präcise vorgetragen, reiche Belesenheit und überall sittlichen Ernst bekundend“ (ADB XVIII, 560). – Gutes unbeschnittenes Exemplar. Schlagwörter: Rechtsphilosophie |
50,-- | ![]() |
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| Schönhuth, Ottmar (Friedrich Heinrich, Hrsg.). Die Burgen, Klöster, Kirchen und Kapellen Badens und der Pfalz mit ihren Geschichten, Sagen und Mährchen unter Mitwirkung vaterländischer Schriftsteller, die Illustrationen unter Leitung v. A. v. Bayer dargestellt. 1. Band (von 5). Lahr, I. H. Geiger o. J. (1861). 8°. Illustr. farblithogr. Titel, 560 S. mit zahlr. Holzsstichen im Text. Halbleinenband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und Linienvergoldung.
Kosch XVI, 87. Vgl. ADB XXXII, 307. – Erste Ausgabe; bis 1865 erschienen vier weitere Bände. – Der vorliegende Band mit Beschreibungen der Burgen: Hohenkrähen, Wildenstein, Staufenberg, Falkenstein, Wertheim, Kloster Petershausen bei Konstanz, Rötteln, Minneberg am Neckar, Kloster Frauenalb, Schloß Heidelberg, Stift Neuburg und der Kapelle zum Stein bei Betzenhausen. Der Band enthält 5 Holzstiche nach Zeichnungen von Julius Naeher, die zu seinen frühesten Arbeiten gehören. – Das schöne Titelblatt leicht braunfleckig, sehr gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Burgen und Schlösser |
100,-- | ![]() |
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| Doer, Amalie (geborene Schmuckert). Dichterischer Nachlaß. (Herausgegeben von Johann Simon Doer). Mannheim, Heinrich Hoff 1845. Kl.-8° (17 x 11 cm.). IX, 128 S. Pappband der Zeit mit kalligr. Rückentitel mit Silberstift.
Einzige Ausgabe, sehr selten. – Mit eigenhändigem Gedicht von A. Doer „Mein letztes Gedicht“, signiert und datiert „25. August 1843″ auf dem letzten Blatt montiert und Schwarz umrahmt. – „Unter den Papieren meiner verstorbenen, mir ewig unvergeßlichen, geliebten Frau, fanden sich diese Gedichte, die ich als ihr heiligstes Vermächniß betrachte. … In den letzten Jahren ihrer schweren, körperlichen Leiden hauchte sie, die stets so standhaft und ohne Murren die entsetzlichsten Schmerzen ertrug, nur in disen Gedichten ihre Qualen aus, suchte Trost in der Poesie, die ihr Inneres belebte, für die Leiden ihres siechen Körpers. Meinen Freunden, die meine vortreffliche Amalie kannten und zu schätzen wußten, übergebe ich dies Vermächniß als eine Erinnerung an ein edles Wesen… Joh. Simon Doer. Mannheim im September 1845.“ – A. Doer verstarb 1845 mit 37 Jahren. Ihr Vater Peter Schmuckert (1765-1841) eröffnete 1787 in Mannheim eine Möbel-Schreinerei. Später kaufte er die Versilberungsmaschinen und die Spiegelfabrik des Kurfürsten von Mainz auf. Dies legte den Grundstein für seine erfolgreiche Manufaktur. Johann Simon Doer wanderte 1850 nach Nordamerika (?) aus (Landesarchiv Baden Württemberg). – Unikat, aus der Bibliothek eines Familienmitglieds mit zeitgenöss. Besitzvermerk „Schmuckert“. – Ecken etwas bestoßen, stellenweise etwas braunfleckig, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Autographen, Lyrik, Signierte Bücher |
240,-- | ![]() |
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| Höchstetter, Wilhelm. Die Stadt Lörrach. Ihre Entstehung, Gegenwart und 200jährige Jubelfeier. Urkundenbuch und Chronik nebst Situations-Plan der Stadt und Gemarkung. Lörrach, C. R. Gutsch 1882. 8°. 192 S. mit 1 mehrfach gefalteten Plan. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel und Deckelvignette und goldgepunztem Rotschnitt.
Einzige Ausgabe. – Schönes Exemplar im dekorativen Verlagseinband. Schlagwörter: Badenia, Ortsgeschichte |
30,-- | ![]() |
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| Histoire de la derniere révolution de Gênes. Avec une carte de la ville & de ses environs. Tome premier et seconde (réunis en un volume). Quatre parties en deux volumes. Geneve, Frères Cramer 1758. 8°. [2] f., 768 p. avec une grand carte de la ville et de ses environs en gravure sur cuivre (51 x 41 cm.). Reliure en cuir de veau d’époque, avec étiquette de dos estampée à l’or et riche dorure sur le dos.
VD18 13015907. Nicht bei Barbier. – Einzige Ausgabe, selten. – Der anonyme Verfasser beschreibt die dramatischen Ereignisse in der Republik Genua während des Österreichischen Erbfolgekriegs (1740–1748). Er bezieht sich dabei besonders auf den im Dezember 1746 von dem jungen Genueser Giovan Battista Perasso (genannt Balilla, 1735-1781) angezetteltem Volksaufstand. Balilla hatte die österreichischen Besatzer mit Steinen beworfen. Auch einer zweiten Belagerung 1747 durch die Österreicher, unterstützt von französischen Alliierten, konnte die Stadt widerstehen. – Stempel einer Leipziger Bibliothek auf dem Titelblatt (″getilgt“), die Karte mit kl. Randeinriß, schönes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Genua, Italie, Italien, Ligurien, Zêna |
240,-- | ![]() |
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| Lichtenberg, Georg Christoph. Schriften und Briefe. Herausgegeben von Wolfgang Promies. 4 in 6 Bänden. (Frankfurt a. M.), Zweitausendeins (1994). 8°. Orig.-Leinenbände mit Schutzumschlägen.
Lizenzausgabe des Carl Hanser Verlages. – Schönes Exemplar. Schlagwörter: Gesamtausgaben, Philosophie |
30,-- | ![]() |
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| Anzeiger für die politische Polizei Deutschlands auf die Zeit vom 1. Januar 1848 bis zur Gegenwart. Ein Handbuch für jeden deutschen Polizeibeamten. (Reprografischer Nachdruck der Ausgabe Dresden 1855). Hildesheim, H. A. Gerstenberg (1970). 8°. XVI, 411, (1) S. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel.
Rücken etwas aufgehellt, gutes Exemplar. Schlagwörter: Faksimile, Polizei, Revolution 1848 |
30,-- | ![]() |
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| Becher, Bernd und Hilla. Hauts fourneaux. (München, Paris, London), Schirmer-Mosel (1990). 4°. 15 pages et 222 planches en bichromie, dont certaines occupent deux pages. Reliure en toile d’origine de l’éditeur, avec jaquette illustrée.
Vgl. Koetzle, Fotografen A-Z 31. – Erste französische Ausgabe von „Hochöfen“. – „The extensive series that the Bechers later made for Schirmer/Mosel and MIT Press, while preserving the aesthetic rigour of their earlier work, emphasizes the documentary aspect, and has a particular archival, historical value. Anonyme Skulpturen, though it hardly neglects the informational importance of their practice, seems much more about making an aesthetic statement and establishing the artists’ position in late twentieth-century art. All their books are polemical, but this represents their primary artistic credo. For those who are more interested in the Bechers as artists than as industrial archaeologists, this is the one to have on one’s shelf“ (Parr/Badger zu Anonyme Skulpturen 1970). – Neuwertiges Exemplar. Schlagwörter: Architektur, Architekturfotografie, Industriefotografie |
240,-- | ![]() |
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| Behrens, Peter, Peter Jessen, Walter Gropius u. a. Jahrbuch des Deutschen Werkbundes 1914. Der Verkehr. Jena, Eugen Diederichs 1914. 4°. 122 S., 125 teils farbige Tafeln, [10] Bl. (Anzeigen). Orig.-Pappband.
Mit Beiträgen von Peter Jessen, Peter Behrens, Fritz Hoeber, August Endell, John B. Hambrook, Walter Gropius, Karl Ernst Osthaus, Karl Scheffler, Ernst Neumann, Bruno Paul, Albert Scheibe, Rudolf Bosselt, Max Schmid, Wilhelm Ostwald, Ernst Jäckh und Adolf Vetter. – Die Tafeln zeigen Verkehrsbauwerke und Verkehrsmittel (Lokomotiven, Automobile, Schiffe, Luftschiffe und Flugzeuge); außerdem Hotels, Geschirr, Silber, Geldscheine und Münzen. – Gutes Exemplar. Schlagwörter: Kunstgewerbe, Plakatliteratur, Verkehr, Werbung |
50,-- | ![]() |
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| Böll, Heinrich. Werke. Romane und Erzählungen 1947 – 1977. Herausgegeben von Bernd Balzer. 5 Bände. Köln, Getraud Middelhauve und Kiepenheuer & Witsch (1989). 8°. Orig.-Leinenbände mit Schutzumschlägen.
Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Gesamtausgaben |
50,-- | ![]() |
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| Jacobi, E(duard). Atlas der Hautkrankheiten. Mit Einschluss der wichtigsten Venerischen Erkrankungen für praktische Aerzte und Studierende. – (Und): Supplement zum Atlas der Hautkrankheiten. 2 Bände. Berlin, Wien, Urban & Schwarzenberg 1904-1906. 4°. 136 S. und 157 (155 farbige) Abbilungen auf LXXXVI Tafeln; VI, [1] Bl. und 76 farbige Abbildungen auf XL Tafeln. Orig.-Halblederbände mit goldgepr. Rücken- und Deckeltiteln.
Erste Ausgabe des Standardwerks zur Dermatologie der Jahrhundertwende. – Einband von Band I etwas berieben, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Dermatologie / Venerologie |
100,-- | ![]() |
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| Michel, A(ndreas). Die konservierende Zahnheilkunde. 2. Auflage. Berlin, Berlinische Verlags-Anstalt (1912). 8°. XV, 465, (1) S. mit 1186 Abbildungen. Orig.-Leinenband. (Handbibliothek des Zahnarztes, Band 3).
Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Dentistry, Zahnmedizin |
30,-- | ![]() |
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| Nooteboom, Cees. Absinth und Ambre Solaire. Fünf Erzählungen. Graphik: Svato Zapletal. Aus dem Niederländischen von Helga van Beuningen. Hamburg, Svato-Verlag 2000. 4°. 56 S., [2] Bl. mit 15 (3 ganzs.) Farblithographien. Farbig illustr. Orig.-Leinenband mit Pappschuber.
Eines von 175 num. Exemplaren der Ausgabe C (Gesamtauflage 200 Exemplare); von Svato Zapletal im Druckvermerk signiert. – Schönes Exemplar. Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Nummerierte Bücher, Signierte Bücher |
100,-- | ![]() |
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| Fechner, Gustav Theodor. Über die physikalische und philosophische Atomenlehre. 2., vermehrte Auflage. Leipzig, Hermann Mendelssohn 1864. XXII, 260 S. Halbleinenband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel.
ADB LV, 762. Slg. Borst 2568. Kosch IV, 807. NDB LV, 37 f. Poggend. I, 728. Ziegenfuß I, 314. – Zweite vermehrte Ausgabe; erschien zuerst 1855. – Fechners Hauptwerk, welches den Begriff der Psychophysik mitprägte und somit eine entscheidende Vorarbeit für das weltberühmte psychologische Experimentalinstitut von W.Wundt wurde. – „Die nachhaltigste Wirkung übte F. auf die Psychologie aus. In der Psychophysik stellte er sich die Aufgabe, auf empirisch-experimenteller Grundlage die „Beziehungen zwischen Leib und Seele“ in mathematisch-exakte Form zu kleiden. Das Grundgesetz, daß die Empfindung proportional dem Logarithmus des Reizes wächst, trägt seinen Namen. Die Empfindungen werden von F. wie Atome behandelt; die Intensität der Empfindung wird zu einer Größe im engeren physikalischen Sinne, so daß es bei F. für das Psychische ein Maß und für Physisches und Psychisches ein gemeinsames Maß gibt, wodurch das Seelische ganz physikalisiert wird. Traf diese Methode auch auf den Widerstand der Psychologen, die sich an der Kommensurabilität physikalischer und psychologischer Vorgänge stießen, so ist F. dennoch zum Begründer der Experimentalpsychologie geworden, und er hat geschichtlich wertvolle Vorarbeit für das weltberühmte psychologische Experimentalinstitut von Wilhelm Wundt an der Universität Leipzig geleistet“ (G. Hennemann in NDB). – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Physics, Physik, Psychologie, Psychology |
160,-- | ![]() |
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| Lorck, Carl B(erendt). Handbuch der Geschichte der Buchdruckerkunst. I. Erfindung, Verbreitung, Blüte, Verfall 1450-1750. – II. Wiedererwachen und neue Blüte der Kunst 1751-1882. 2 Teile in 1 Band. Leipzig, J. J. Weber 1882-1883. Gr.-8°. XVI, 304 S.; XIV, 493 S. mit 2 Titelbl. in Rot und Schwarz. Moderner Leinenband mit goldgepr. Rückenschild.
Erste Ausgabe. – Rückenschild etwas berieben, Deckel leicht fleckig, gutes Exemplar. Schlagwörter: Buchdruck, Buchherstellung |
50,-- | ![]() |
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