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Beschreibung Gesamte Buchaufnahme |
Preis EUR |
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| (Fischer). Eine Gespensterleiche oder der Schein trügt. Eine wahre Begebenheit. Annaberg, (Friedrich) Hasper 1826. 8°. 8 S. Ungeheftete Druckbogen.
Äußerst seltene Schauergeschichte aus dem frühen 19. Jahrhundert. Kein Exemplar weltweit in einer öffentlichen Sammlung nachweisbar (lt. KVK). – Die Erzählung handelt von einer Begebenheit aus dem 18. Jahrhundert. Ein Gruppe junger Offiziere erzählt sich Gespenstergeschichten: „… der Lieutenant Graf – (ich will ihn Hohenheim nennen), einer der liebenswürdigsten und vollkommensten jungen Männer, die ich je gekannt habe. Er ließ sich selten auf unsre Geschichten ein, hörte sie nur mit Unwillen oder mit Spott, erzählte nie dergleichen, und erklärte sogar die Furcht vor Gespenstern, wie sie selbst, für ein Unding. … In einer Nacht zwischen zwölf und ein Uhr, ward Hohenheim durch fernes, dumpfes Geräusch, das vom entgegengesetzten Ende des Korridors im Kaserne herzukommen schien, aufgeweckt. Das Geräusch kam näher, und bald konnte er langsame, feyerliche und starke Tritte wie von vielen Menschen unterscheiden, die auf seine Thüre zugingen. Bald konnte er nicht mehr zweifeln, daß es ihm gelte; denn die Tritte der Vorderen waren schon über die letzten bewohntesten Zimmer hinaus, und in demselben Augenblick sprang auch seine Thür mit starkem Geräusch aus ihren Angeln. Er saß, völlig wach und besonnen, in seinem Bette auf. Zwölf lange Gestalten in schwarzen Talaren und Larven, Fackeln in den Händen tragend, traten paarweise herein, gingen schweigend an seinem Bette vorüber und machten die Runde in seinem Zimmer; ihnen folgte ein verschlossener Sarg auf einer Bahre, getragen von acht gleichgekleideten Figuren; nach diesem die Leidtragenden mit langen Flören und weißen Gesichtern. Man setzt die Bahre vor seinem Bette nieder, man nimmt den Sargdeckel ab; – mit Entsetzen sieht Hohenheim die bleiche, ganz ähnliche Gestalt seines verstorbenen Freundes, im Todtenkleide, wie man ihn begraben, mit offenen Augen, im Sarge liegen… Hohenheim hatt den Anfang der Prozession mit sichtbarer Ruhe angesehen, etwa wie ein Schauspiel, daß man ihm zur Belustigung aufführen wollte; als er das Bild seines Freundes, der kurz vorher gestorben ist, erkannte, starrte er es einen Augenblick an – dann fuhr er auf. „Höllisches Gaukelspiel!“ rief er und griff nach der Pistole. Indem er sie spannte, richtete sich die Gestalt im Sarge langsam auf und starrte ihn an…“ (S. 4-6). – F. Hasper (1781-1838), Buchdrucker in Annaberg, war der Vater von Friedrich Wilhelm Hasper (1796-1871), der 1822 die Braun’sche Druckerei in Karlsruhe übernahm. Die vorliegende „Geister“-Broschüre war Gegenstand eines Schmuggel-Falls 1826 an der böhmisch-sächsischen Grenze im Erzgebirge. Der militärische Kondukteur Karl Friedrich Sättler wurde festgenommen weil er versuchte, Stapel dieser sogenannten Geister-Broschüren bzw. Groschenhefte mit genau diesem Titel nach Österreich (Böhmen) zu schmuggeln. Sättler verdiente sein Geld unter anderem damit, diese Geschichten und Bücher auf den sächsischen Jahrmärkten (wie dem in Annaberg) zu verkaufen. Kurioserweise war der Händler selbst Analphabet und ließ seine Geschäfte von seinem Sohn verwalten. (Quelle: P. Pisa, Cást druhá 1810-1848, V zájmu nevzdelaného ctenáre, Literární cenzura, v dobe restaurace, a rozmachu národního hnutí, online). Schlagwörter: Geist, Geister, Gespenstergeschichte, Kolportage, Trivialliteratur |
600,-- | ![]() |
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| Lachmann, Karl (Übertragung). Die Nibelunge. Text der Hohenems-Münchener Handschrift A des Nibelungenliedes nach der Ausgabe von Karl Lachmann. Berlin, Stargardt 1898-1904. Imperial-Folio (57 x 42 cm.). [4] Bl. (1 w.), 311 S., [3] Bl. (1 w.) mit reichstem Buchschmuck, 66 teils ganzs. farblithogr. Illustrationen und 600 Zierinitialen von Josef Sattler. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel, goldgepr. Deckelillustration und Kopfgoldschnitt.
Rodenberg S. 279. Schauer S.16 und Tafel 4. – Nr. 173 von 200 num. Exemplaren. – Monumental-Ausgabe, von der Reichsdruckerei für die Pariser Weltausstellung mit großem Aufwand angefertigter Druck auf klanghartem, unbeschnittenem Zandersbütten. – „Ein stolzes Werk deutscher Buchkunst, ein Kunstwerk aus einem Gusse, weil der Künstler nicht nur Illustrationen und Ornamente zu zeichnen hatte, sondern alles von der Druckschrift und den Wasserzeichen des Papiers an bis zum Einband und der Satzanordnung in seine Hand gelegt war. Mit der Nibelungentype, die eigens für dieses Werk geschnitten und gegossen wurde, lehnt Sattler sich glücklich an die Unzial- und Halbunzialschrift frühmittelalterlicher Handschriften an. Seit Holbein hat es keinen solchen Meister der Zierinitialen gegeben …“ (Loubier 25 ff.). – Kleine Fehlstellen am Kapital und den Gelenken restauriert, 2 Seiten (S. 100 und 101) sonst sehr gut erhalten. Schlagwörter: Art nouveau, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Jugendstil, Nibelungen |
4.800,-- | ![]() |
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| Niederheitmann, Friedrich. Cremona. Eine Charakteristik der italienischen Geigenbauer und ihrer Instrumente. 4., vermehrte und auf Grund neuester Forschungen verbesserte Auflage von Emil Vogel. Leipzig, Carl Merseburger 1909. 8°. XXXII, 158 S., [1] Bl. mit einigen Abbildungen. Orig.-Halbleinenband mit goldgepr. Rückentitel.
Deckel etwas berieben, Exlibris, Stempel auf dem Titel, gutes Exemplar. Schlagwörter: Geige, Geigenbau, Geigenbauer, Musikinstrumente, Musikinstrumentenbau, Streichinstrumente |
50,-- | ![]() |
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| Duchamp, Marcel. Rotoreliefs. Set mit 6 Rotoreliefs. Köln, Gebr. König Postkartenverlag (1987). 15 x 15 cm. 6 Kartonscheiben, doppelseitig mit farbigen Offsetlithographien bedruckt (Durchmesser 14,5 cm.). Typographisch bedruckter Transparentpapier-Umschlag.
Broken Music p.126. Kaufmann u. a. Marcel Duchamp. 100 Fragen.100 Antworten Nr. 26. Schwarz, The Complete Works of Marcel Duchamp Nr. 441 b. – In kleiner Auflage erschienene Faksimileedition der Multiples. – „Die mit der Wortneuschöpfung ‚Rotoreliefs‘ betitelten sechs beidseitig bedruckten ‚optischen Scheiben‘ bot Duchamp 1935 auf einer Erfindermesse in Paris, dem Concours Lépine, für 15 Francs zum Kauf an. Allerdings ohne Erfolg, er wurde lediglich drei Sets los, zwei davon gingen an Freunde. Von Henri-Pierre Roché ist die darauf folgende Erkenntnis Duchamps überliefert: ‚Fehler, zu hundert Prozent. Zumindest ist es klar.‘ Bei der Konzeption der ‚Rotoreliefs‘ dachte Duchamp daran, eine Art Spielzeug herzustellen. Das Set aus sechs Scheiben mit Spiralformationen, die teilweise aus dem 1925/26 entwickelten Film „Anémic Cinéma“ stammten, produzierte er gemeinsam mit Henri-Pierre Roché in einer Auflagenhöhe von 500 Stück. Ursprünglich sollten die Scheiben auf einem Grammophonteller mit einer Geschwindigkeit von 33 Umdrehungen pro Minute abgespielt werden. Die ‚Rotoreliefs‘ gingen auf eine Beobachtung zurück, die der Künstler bereits 1925/26 im Film ‚Anémic Cinéma‘ umgesetzt hatte: Kreise, die auf einer sich auf einem Grammophon drehenden Platte aufgebracht wurden, erzeugen einen dreidimensionalen Effekt – sie werden ein ‚rotierendes Relief‘“ (Katalog zur Marcel Duchamp Ausstellung in der Staatsgalerie Stuttgart 23. 11. 2018 – 10. 3. 2019). – Tadellos. Schlagwörter: Avantgarde, Dada, Dadaismus, Faksimile, Multiple |
950,-- | ![]() |
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| Warhol – Crone, Rainer. Andy Warhol, a picture show by the artist (Umschlagtitel). Das zeichnerische Werk 1942 – 1975. Stuttgart, Württembergischer Kunstverein (1976). 4°. 227, [1] S. mit zahlr. teils farb. Abb., teils auf hellblaues und goldfarbenes Papier gedruckt. Goldfarbener illustr. OKart.
Wichtiger Katalog mit Texten von A. Warhol, P. Pearlstein, R. Lepper, N. Gluck, Andy Warhols Mutter, G. Malanga, H. Geldzahler, R. Crone. – Umschlag etwas berieben und leicht fleckig, gutes Exemplar. Schlagwörter: Catalogue raisonné, Catalogues raisonnés, Pop art, Werkverzeichnis, Werkverzeichnisse |
160,-- | ![]() |
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| Miro – Dupin, Jacques und Ariane Lelong-Mainaud. (Jean) Miró Radierungen – Engraver. I. 1928-1960. – II. 1961-1973. – III. 1978-1975. – IV. 1976-1983. 4 Bände. Paris, Daniel Lelong (1984-2001). Gr.-4° (32,5 x 26 cm.). Mit 12 (4 farbigen) Orig.-Holzschnitten. Orig.-Leinenbände mit farbig illustr. Schutzumschlägen (in Farbholzschnitt).
Massgebliches Werksverzeichniss der Radierungen. – Jeder Band mit drei Orig.-Holzschnitten (Schutzumschläge, Frontispize und S. 9). Band I und II in deutscher Ausgabe; Band III und VI in englischer Ausgabe. – Neuwertiges Exemplar. Schlagwörter: Catalogue raisonné, Catalogues raisonnés, Nummerierte Bücher, Original-Graphik, Werkverzeichnis, Werkverzeichnisse |
520,-- | ![]() |
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| Böll, Heinrich. Wanderer, kommst du nach Spa … München, Paul List (1956). Kl.-8°. 183, (7) S. Illustr. Orig.-Kartonumschlag. (List-Bücher, Band 69).
Erste Taschenbuchausgabe; die erste Ausgabe erschien 1950 bei F. Middelhauve in Opladen (Lengning 1. 3). – Von H. Böll signiert und datiert „10.III.61“. – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Signierte Bücher |
70,-- | ![]() |
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| Böll, Heinrich. Wo warst du, Adam? Berlin, Rütten und Loening (1956). 186 S. Orig.-Leinenband mit illustr. Schutzumschlag (von Werner Klemke).
Martin 32.4. – Erste ostdeutsche Ausgabe; die erste Ausgabe erschien 1951 bei Middelhauve in Opladen (Lengning 1. 7). – Von H. Böll signiert und datiert „10.III.61“. – Am Ende saubere Bleistiftanstreichungen, gutes Exemplar. Schlagwörter: Signierte Bücher |
140,-- | ![]() |
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| Goethe, (Johann Wolfgang v.). Sämmtliche Werke. Vollständige Ausgabe in sechs Bänden. 6 Bände. Stuttgart, J. G. Cotta o. J. (1854-1855). 4° (25 x 17 cm.). Mit gestoch. Portrait, 10 gestoch. Tafeln, 2 lithogr. Tafeln und 1 Musik-Beilage. Dunkelgrüne Orig.-Halblederbände mit goldgepr. Rückentiteln und Linienvergoldung.
Einbände etwas berieben, stellenweise etwas braunfleckig, gutes Exemplar. Schlagwörter: Gesamtausgaben, Illustrated books, Illustrierte Bücher |
120,-- | ![]() |
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| Ouida (d. i. Marie Louise de la Ramée). Ariadnê. The story of a dream. A new edition. London, Chatto and Windus o. J. (1878). 8°. 360 S. mit 50 Orig.-Photographien (Albuminabzüge, 12,5 x 9 cm.). Orig.-Pergamentband mit reicher Rücken- und Deckelvergoldung und Rotschnitt.
Nicht bei The Truthful Lens und Heidtmann, Wie das Photo ins Buch kam. – Sehr seltene zweite Ausgabe; die erste Ausgabe erschien 1877 (bei Chapman & Hall und Chatto & Windus). – Hier in einer mit 50 Original-Fotografien illustrierten Ausgabe in derselben Ausstattung wie der Roman „Romola“ von George Eliot (d. i. Mary Ann Evans; London, Smith, Elder & Co. 1863 f.). Die Fotos meist mit Darstellungen antiker Skulpturen aus den Vatikanischen Museen und Ansichten aus Rom. – Marie Louise de la Ramée (1839-1908) lebte seit 1871 in Italien. – „Ouida’s eleventh, 1877 novel, Ariadne, contains some of the author’s finest writing. Written during a period when Ouida had been rising in her popularity and readership, it is a work that is richly decorated with historical and mythological references and classical literary allusions that would be lost on many readers of the present age. It has gorgeously poetic descriptions of dreamscapes and sculpture gardens, and it offers lavish imagery of the beauty of 19th century Rome. In my opinion, it is best read in conjunction with the conclusion of her second book of essays, Critical Studies, because together they provide a really profound statement of the author’s vision of genius and aestheticism“ (goodreads). – Stellenweise etwas braunfleckig, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Italien, Italy, Literatur, Original-Photographie, Rom |
380,-- | ![]() |
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| Born, L(eopold) und H(einrich) Möller. Handbuch der Pferdekunde. Für Offiziere und Landwirte. 8. Auflage, neubearbeitet von H. Möller. Berlin, Paul Parey 1921. Gr.-8°. VII, 527, (1) S. mit 250 Abbildungen und 1 Tafel. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rückentitel und Deckelvignette.
Sehr gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Hippologie, Pferde, Pferdehaltung |
60,-- | ![]() |
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| Middendorp, Jakob. Imperatorum, regum, et principum, clarissimorumque virorum quaestiones theologicae, iuridicae, & politicae. Cum pulcherrimis responsionibus: selectae, & ex manu scriptis Codicibus emendatae, atque commentariis sic illustratae, ut non modo ad bene … vivendum … (Und): Trithemius, Johannes. Liber octo quaestionum, quas illi dissoluendas proposuit Maximilianus Caesar: opvscvlvm perqvam utile ac iucundumn, nuncq´[am]; primum typis excusum. 2 Teile in 1 Band. Coloniae Agrippinae (Köln), Conrad Bütgen (und Balthasar Clipius) 1603. Kl.-8° (14,5 x 10 cm.). [8] Bl., 485 S., [3] Bl., S. 486 – 605 mit Titel in Rot und Schwarz. Pergamentband der Zeit mit kalligr. Rückentitel.
ADB XXI, 711. VD17 12:107864C. – Erste Ausgabe, selten. – „Herzog Ferdinand von Baiern, damals Dompropst und Coadjutor des Erzbischofs. ernannte ihn (J. Middendorp, 1538-1611) 1602 zum Prokanzler der Universität, deren Rector er vordem zweimal gewesen war“ (J. Merlo in ADB). – Vorderer freier Vorsatz mit Eckabriss, stellenweise teils stärker gebräunt und etwas braunfleckig, gutes Exemplar. Schlagwörter: Theologie |
300,-- | ![]() |
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| Metz, Josefa. Kasperl auf Reisen. Mit Bildern von Eva Herrmann, geschrieben von Martha Meisel-Kallmann. München, Verlag der Münchner Drucke 1924. Quer-8°. [20] Bl. mit 9 handkolorierten lithographierten Tafeln sowie Illustrationen und Vignetten im Text. Orig.-Pappband mit handkolorierter Deckelillustration.
Doderer-Müller 582. Klotz 4618/5. Nicht bei Rodenberg. – Außergewöhnliches, durchgehend lithographiertes Kasperlbuch, das in einer limitierten Auflage von nur 500 Exemplaren erschien, von denen 250 für den Handel bestimmt waren. Das bei Wolf & Sohn, München hergestellte Buch ist „Dem warmherzigen Dichter und Neu-Beleber der Kasperlkomödien seines Großvaters, Franz Pocci“ gewidmet und erschien anlässlich der Geburt eines Neffen des Verlegers. – Mit beeindruckenden humorvollen Illustrationen (Kasperltheater, Autounfall, Kino, Schule, Straßenbahn, Zoo etc.), Art-Deco-Buchschmuck und reizvollen farbigen Vorsätzen (Kasperl). Das Deckelbild zeigt Kasperl auf einem rosa Nilpferd. – Die deutsch-amerikanische Malerin, Karikaturistin und Illustratorin E. Herrmann (1901-1978) war die Tochter des amerikanischen Malers Frank S. Herrmann. In München geboren und aufgewachsen war sie eng mit Erika und Klaus Mann und später mit Johann R. Becher befreundet. In den späten zwanziger Jahren war sie in den USA eine gefragte Karikaturistin. In den dreißiger Jahren lebte sie in Sanary-sur-Mer und lernte dort Aldous Huxley und Lion Feuchtwanger kennen. 1939 kehrte sie in die USA zurück. – Vorderdeckel gebräunt und leicht fleckig, Kanten etwas berieben, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Kasperle, Künstlerbilderbücher, Nummerierte Bücher, Pressendrucke, Privatdruck |
950,-- | ![]() |
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| Teffi (d. i. Nadejda Alexandrovna Lokhvitskaia). Baba-Jaga. Narodnaja skazka. (Russisch: Baba-Jaga. Volksmärchen). Risunki (Bilder) N(atal’ja) Paren (Nathalie Parain). Paris, YMCA Press (1932). Gr.-4° (32,5 x 28,5 cm.). [12] Bl. mit meist ganzseitigen farblithographierten Illustrationen. Farbig illustr. Orig.-Kartonumschlag.
Bilderwelt 2792. Lemens/Stommels 145 u. 411 ff. (mit mehr. Abb.). Lévèque/Plantureux 208 (mit Abb.). Passagen S. 46 u. S. 73 (mit Farbabb. S. 59). Vgl. Slg. Cotsen 1974 u. Slg. Hürlimann 2887 (beide franz. Ausgabe, mit ganzs. Farbabb. im Tafelteil). – Erste Ausgabe dieses sehr seltenen, von der Künstlerin im Exil in Frankreich veröffentlichten, russischen Bilderbuchs. Gegenüber der franz. Ausgabe „grosszügiger im Format (und) schöner im Druck“ (E. Waldmann). – Das Märchenbilderbuch von der Hexe Baba-Jaga erschien im selben Jahr auch auf Französisch bei Flammarion in der Serie „Albums du Père Castor“, deren künstlerischen Stil die Illustratorin entscheident mitprägte. 1935 erschien eine englische Ausgabe in New York. – Die erfolgreiche französische Bilderbuch-Serie an der vorwiegend russische Künstler mit arbeiteten geht zurück auf die erste Ausstellung russischer Kinderbücher in der Galerie Bonaparte in Paris 1929. – N. Paren (1897-1958) ist bekannter unter ihrer französischen Namensform Nathalie Parain. – Deckel im Rand gebräunt und leicht fleckig, obere Ecke am Vorderdeckel mit Knickspur, gutes Exemplar des einflussreichsten und erfolgreichsten russischen Bilderbuchs des 20. Jahrhunderts. Schlagwörter: Exilliteratur, Märchenbilderbücher, Russische Kinderbücher, YMCA Press |
1.200,-- | ![]() |
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| Steinweiss – Rodgers, (Richard Charles) and (Lorentz) Hart. Smash Song Hits. (Washington DC), Columbia Records (1940). 26,5 x 32 cm. 4 x Shellac-records, 10“, 78 RPM, Album. Color illustrated original half cloth cover.
Stourdzé, Total Records 10 f. – The first illustrated record cover designed by the american graphic designer Alex Steinweiss (1917-2011). – „In 1939 he was the first art director for Columbia Records, where he introduced a wide application of the concept of album covers and cover art. As records were mostly sold in uniform brown sleeves back then, he contributed an artistic viewpoint to this practise, widely regarded today as the inventor of the modern record cover designs. He was then active in record cover design from 1939 until 1973, and has designed roughly 2500 covers. He also, in the early 1950s, created the paperboard cover for the then new LP format, and so defined the visual identity of recorded music for decades to come. His cover for Beethovens Piano Concerto No. 5, a white light beam splitting into a prism over a piano (1942), influenced the coverart of Hipgnosis’ „The Dark Side Of The Moon“ by Pink Floyd for example“ (Wikipedia). – The four shellac records with 16 compositions by R. C. Rodgers (1902-1979), 12 of them with vocals by Deane Janis (1904-1988) and Lee Sullivan. – The edges and back cover have been discreetly restored; a very fine copy, the records probably unplayed. Schlagwörter: Jazz, Pop-Kultur, Schallplatten, Schallplatten Cover, Shellac-Discs |
1.200,-- | ![]() |
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| Bader, Josef (Hrsg.). Badenia oder das badische Land und Volk. Eine Zeitschrift ür vaterländische Geschichte und Landeskunde mit Karten, Lithographien und colorirten Abbildungen von Landestrachten. In Verbindung mit mehreren Freunden des Vaterlandes herausgegeben. Erster bis dritter Jahrgang. 3 Bände in 2. Karlruhe und Freiburg, Herder 1839-1844. 8°. VIII, [1] Bl., IV, [1] Bl., 20, 290 S.; IV, [1] Bl., 320 S.; [2] Bl., 300 S. mit 2 gefalteten Stadtplänen (Karlsruhe und Konstanz), 6 teils grenzkolorierte gefaltete Karten, 39 gestochene oder lithogr. Tafeln, davon 30 Ansichten und 7 (6 handkolorierte) Trachten-Tafeln in Aquatinta-Radierung. Halblederbände der Zeit mit Romantikervergoldung.
Diesch 3992. Engelmann 296. Kirchner 7333. Lautenschlager I, 638. Lipperheide Dfb 6-8. – Vollständige erste Serie der wichtigsten Zeitschrift zur Volks- und Landeskunde des Großherzogtums Baden. 1859 bis 1866 erschien drei weitere Jahrgänge. – „Das von dem badischen Archivar am Generallandesarchiv Karlsruhe Josef Bader herausgegebene Periodikum verstand sich zunächst, wie aus dem Untertitel der ersten drei Jahrgänge hervorgeht, als Zeitschrift für vaterländische Geschichte und Landeskunde, mit Karten, Lithographien und colorirten Abbildungen von Landestrachten. Programmatisch ging es dem Herausgeber darum, der „Reihe gelehrter Erzeugnisse“ zur „einheimische(n) Geschichte und Landeskunde“ eine „populäre Verarbeitung derselben“ an die Seite zu stellen. Die auf der Titelseite zunächst nach Jahrgängen hochgezählte Zeitschrift war dem Herausgeber zufolge mit diesem Konzept erfolgreich, wie sich an „einer ungewöhnlich starken Abnahme und eines sehr ermunternden Beifalles unter allen Klassen unserer Bevölkerung“ gezeigt habe, sie sei jedoch „in Folge der seit 1845 eingetretenen Mißjahre und politischen Wirren unterbrochen“ worden“ (Wikipedia). – J. Bader (1805-1883) war Archivrat am Großherzogl. Badischen General-Landesarchiv. „Neben den archivalischen Publicationen verdankt man B. eine Reihe kleiner Monographien aus dem Gebiete der badischen Haus- und Landesgeschichte und eine große Zahl von Arbeiten, die sich an der Grenze der Wissenschaftlichkeit und einer anziehenden Popularisirung gelehrter Themata bewegen. Er hatte eine sehr feine Empfindung für das, was von der Ausbeute gelehrter Forschung einen größeren Leserkreis zu fesseln vermag“ (F. v. Weech in ADB XLVI, 182 f.). – Einbände etwas berieben und bestoßen, Rückenbezug mit größeren Fehlstellen, stellenweise etwas braunfleckig, sonst gut erhaltenes Exemplar mit allen Tafeln und Karten. Schlagwörter: Baden-Württemberg, Badenia, Ortsgeschichte, Pfalz, Schwarzwald, Volkskultur, Volkskunde, Zeitschrift, Zeitschriften |
950,-- | ![]() |
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| Kraemer, Otto. Bau und Berechnung der Verbrennungsmotoren. Anleitung zum Motorenbau mit vergleichender Betrachtung der Gasturbinen und Strahltriebwerke. 4., neubearbete und erweiterte Auflage. Berlin, Göttingen, Heidelberg, Springer-Verlag 1963. 8°. VIII, 220 S. mit 220 Abbildungen. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel und Schutzumschlag.
Mit eigenhändiger Widmung und Grußkarte von O. Kraemer. – Inhalt: I. Die Aufgabe: Energie aus Kraftstoff Energieumwandlung, Idealprozesse. – II. Die Brennkraftmaschine: Arbeitsweise der Verbrennungsmotoren Gemischbildung, Luftbedarf, Leistung, mittlerer Druck Berechnung der Hauptabmessungen Wirkungsgrad, Kraftstoffverbrauch, Literleistung, Leistungserhöhung, Aufladen, Kühlung, Zündung und Verbrennung, Abwärme. – III. Die Kolbenmaschine: Kräftespiel der Kolbenmaschine, Massenausgleich, Ungleichförmigkeit des Drehmomentes, Schwungrad, Kritische Drehzahlen, Dichtung und Schmierung, Dreh- und Kreiskolbenmaschinen. – IV. Strömungsmaschinen: Die Gasstrahldüse, Staustrahltriebwerke, Gasturbinen. – V. Gestaltung und Berechnung: Werkstoffe, zulässige Beanspruchungen, Lagerdrücke. Grundsätze und Regeln für die Gestaltung, Wärmebeanspruchte Bauteile, Ventile und Nocken, Spül- und Auspuffschlitze, Mischventile und Vergaser, Zündeinrichtung, Einspritzung, Regelung, Anlassen und Umsteuern. – VI. Anhang: Kraftstoffe, Geschichtlicher Überblick, Schrifttumsverzeichnis, Sachverzeichnis. – Der Maschinenbauingenieur O. Kraemer (1900-1986) war von 1936 bis 1968 Ordinarius an der Technischen Hochschule Karlsruhe. „Seit 1938 wurde seinem Lehrstuhl das Lehrgebiet Getriebelehre angegliedert. Seine Vorlesungen umfassten die Gebiete Verbrennungsmotoren, Dampfkolbenmaschinen, Getriebelehre, Schwingungslehre und Regelungstechnik. Für Letzteres kann er als Pionier einer inzwischen stark weiter entwickelten Spezialwissenschaft gelten“ (Wikipedia). – Sehr schönes Exemplar. Schlagwörter: Heat-engines, Maschinenbau, Signierte Bücher, Verbrennungsmotor, Widmungsexemplar |
100,-- | ![]() |
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| Kraemer, Otto. Getriebelehre. Eine Auswahl für Studium und Praxis. 2., überarbeitete Auflage. Karlsruhe, G. Braun (1959). 8°. 264 S. mit 496 Abbildungen. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel. (Wissenschaftliche Bücherei).
Mit eigenhändiger Widmung von O. Kraemer. – Der Maschinenbauingenieur O. Kraemer (1900-1986) war von 1936 bis 1968 Ordinarius an der Technischen Hochschule Karlsruhe. „Seit 1938 wurde seinem Lehrstuhl das Lehrgebiet Getriebelehre angegliedert. Seine Vorlesungen umfassten die Gebiete Verbrennungsmotoren, Dampfkolbenmaschinen, Getriebelehre, Schwingungslehre und Regelungstechnik. Für Letzteres kann er als Pionier einer inzwischen stark weiter entwickelten Spezialwissenschaft gelten“ (Wikipedia). – Sehr schönes Exemplar. Schlagwörter: Maschinen, Maschinenbau, Signierte Bücher, Widmungsexemplar |
70,-- | ![]() |
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| (Spörlin, Margaretha). Oberrheinisches Kochbuch oder Anweisung für junge Hausmütter und Töchter, die in der Kunst zu kochen und einzumachen einige Geschicklichkeit erlangen wollen. Nebst einem Anhange von Speisen für Kranke. 7. verbesserte Auflage. Basel, Bahnmaier und Mülhausen, J. P. Rißler 1852. 8°. 394 S., [11] Bl. Orig.-Halbleinenband mit goldgepr. Rückentitel.
Methler 5301 b. Weiss 3664. – Eines der erfolgreichsten süddeutschen Kochbücher; die erste Ausgabe erschien 1811. – „Dem Buch war ein grosser Erfolg beschieden, und es wurde sowohl im französischen und deutschen Elsass, in der Schweiz und in Süddeutschland benutzt. Eines der wenigen deutschsprachigen Bücher, die auch ins Französische übersetzt wurden“ (H. Weiss). – M. Spörlin (auch Spörlein, 1762-1852) war Köchin in der Gastherberge „Zur Krone“ in Mülhausen (Elsass), die ihr Bruder Hans Baumgarten betrieb. „In diesem Hause, dem „besten Gasthof im Oberrhein, der weit und breit berühmt“, hatte Margaretha Spörlein bei ihren Eltern das Küchenhandwerk erlernt. In höchster Blüte stand dann die Gaststätte, als Spörleins Bruder Hans Baumgarten das elterliche Erbe antrat, Postmeister wurde und „fast immer 15 bis 20 Pferde im Stalle“ hatte. Wirtschaftliche Not, fehlende Geldmittel für das Theologiestudium des Sohnes Johannes, ließen in der Pfarrwittwe Margaretha Spörlein den Plan der Herausgabe eines Kochbuches reifen…“ (E. Methler). – Nur vereinzelt etwas braunfleckig, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Elsaß, Kochbücher |
120,-- | ![]() |
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| Gauguin – Mongan, Elizabeth, Eberhard W. Kornfeld and Harold Joachim. Paul Gauguin. Catalogue raisonné of his prints. Bern, Kornfeld Publishers (1988). Gr.-4° (32 x 31 cm.). 283 S. mit 86 Abbildungen und 35 Farbtafeln. Orig.-Leinenband mit farbig illustr. Schutzumschlag.
Kritischer Oeuvre-Katalog der Holzschnitte, Zinkographien und Radierungen. 78 Werke mit Zuständen sowie 9 Abreibungen, alle reproduziert. Konkordanz zu Guérin. – Hinterer freier Vorsatz fehlt, gutes Exemplar. Schlagwörter: Catalogue raisonné, Catalogues raisonnés, Werkverzeichnis, Werkverzeichnisse |
300,-- | ![]() |
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| Wulff jeune. Ruines de Paris 1871 (Deckeltitel). Insurrection de Paris 1871. Paris, Wulff jeune 1871. Quer-4° (27 x 36,5 cm.). [1] Blatt und 20 Orig.-Photographien (Albuminabzüge, 21,5 x 14,5 cm.) auf Trägerkartons. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Deckeltitel und Goldschnitt.
Sehr seltene Folge mit Fotografien der zerstörten Gebäude in Paris während der Revolution der Kommunarden von März bis Mai 1871. Die Trägerkartons mit dem Kopftitel „Insurrection de Paris 1871“ und mit Ortsbezeichnung unter der Darstellung. Die Aufnahmen zeigen: 1. Tuileries, Pavillon de Flore. – 2. Tuileries, Pavillon du Trone. – 3. Ministère des Finances. – 4. Hôtel de Ville, entier. – 5. Hôtel de Ville, facade. – 6. Palais de Justice & Préfecture de Police. – 7. Rue du Bac. – 8. Conseil d’Etat & Cour des Comtes. – 9. Légion d’honneur, Quai. – 10. Viadne d’Auteuil, Mont-Valerien. – 11. Palais Royal. – 12. Porte Maillon (Arc de Triomphe). – 13. Colonne Vendôme, Entre. – 14. Rue de Rivoli (Horlogerie). – 15. Rue de Rivoli. – 16. Porte St. Martin. – 17. Arc de Triomphe. – 18. Rue de Lille, vue de la rue de Poitiers. – 19. Colonne de Juilles (Bastille). – 20. Maison Blache Pom de Clichy. – „Als Pariser Kommune (französisch La Commune de Paris) wird der während des Deutsch-Französischen Krieges spontan gebildete revolutionäre Pariser Stadtrat vom 18. März 1871 bis 28. Mai 1871 bezeichnet, der gegen den Willen der konservativen Zentralregierung versuchte, Paris nach sozialistischen Vorstellungen zu verwalten. Ihre Mitglieder werden Kommunarden (frz. communards, Sg. communard) genannt. Die Pariser Kommune gilt als Vorbild der Rätedemokratie“ (Wikipedia). – Rücken etwas aufgehellt, Deckel leicht berieben, Innengelenke mit Japanpapier verstärkt, sonst sehr gut erhalten. Schlagwörter: Ansichten, Ansichtenwerke, Deutsch-Französischer Krieg 1870-1871, La Commune de Paris, Original-Photographie, Paris, Pariser Kommune |
450,-- | ![]() |
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| Schallenberger, Jakob und Erwin Gutkind (Hrsg.). Berliner Wohnbauten der letzten Jahre. Berlin, W. & S. Loewenthal o. J. (1931). 4° (29,5 x 23 cm.). 132 S. mit 122 Abbildungen, 4 Plänen und 21 Grundrissen. Farbig illustr. Orig.-Kartonumschlag (von Hermann Seewald).
Holstein, Buchumschläge 197 und Holstein, Blickfang 38 (jeweils mit Farbabb.). Jaeger 0827 (Abb. 300). – Wichtige Dokumentation über das Neue Bauen in Berlin Ende der 1920er Jahre. Der Textteil mit Ausführungen zur gegenwärtigen Situation der Berliner Wohnungswirtschaft (mit zahlreichen statistischen Daten), der Tafelteil mit einer Fülle exzellenter fotografischer Abbildungen der Neubauprojekte (unter den Architekten Bruno und Max Taut, Martin Wagner, Paul Baumgarten, H. Dernburg, H. Muthesius, Hans Hertlein, Hans Poelzig, Rud. Fränkel, H. Straumer etc.). – Umschlag etwas angestaubt, die überstehenden Kanten wie immer mit Knickspuren und etwas berieben, gutes Exemplar. Schlagwörter: Bauhaus, Berlin, Neues Bauen |
800,-- | ![]() |
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| Hajos, E(lisabeth) M(aria) und L(eopold) Zahn. Berliner Architektur der Nachkriegszeit. Mit einer Einführung von E(dwin) Redslob. Belin, Albertus-Verlag (1928). 4° (30 x 22,5 cm.). 131 S. mit XI Textabbildungen 146 Abbildungen und Grundrissen auf Tafeln. Orig.-Kartonumschlag mit typogr. Schutzumschlag. (Neue Architektur der Groszstädte, Band I).
Bolliger, Dokumentations-Bibliothek I, 7. Jaeger 0610. – Erste Ausgabe. – „Repräsentative Übersicht über die wichtigsten Bauten der bedeutendsten Architekten in Berlin“ (Hans Bolliger). – Schutzumschlag mit Randläsuren, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Bauhaus, Berlin, Neues Bauen |
60,-- | ![]() |
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| Pauly, (August). Beschreibung des Oberamts Wangen. Stuttgart, J. G. Cotta 1841. 8°. 284 S. mit 1 lithogr. Ansicht und 4 Tabellen. Leinenband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel. (Beschreibung des Königreichs Württemberg, herausgegeben von dem K. Statistisch-Topographischen Bureau, Band 15).
Adam I, 540. Heyd II, 6493. – Erste Ausgabe. – Ohne die Karte, stellenweise etwas braunfleckig, gutes Exemplar. Schlagwörter: Allgäu, Baden-Württemberg, Ortsgeschichte, Wangen, Württembergica |
70,-- | ![]() |
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| Struwwelpeter – Hoffmann, Heinrich. Der Struwwelpeter. Lustige Geschichten und drollige Bilder. 51.-70. Tausend. München, Lukas Cranach Verlag (1957). 4°. 28 S. mit farb. Illustrationen. Farbig illustr. Orig.-Pappband.
Rühle 75 (Anm.). Vgl. Klotz 2780/35 (Ausgabe von 1948). – Die erste Ausgabe erschien 1948 bei Federmann in München. – „Der Hintergrund der Einbandillustration wirkt auf Grund des Rasterdrucks wie punktiert… Man kann kaum davon ausgehen, daß der Federmann-Verlag, 1946 als einer der vielen neuen Nachkriegsverlage gegründet, nach einem Zeitraum von 5 Monaten (die 1. Aufl. erschien im Nov. 1948) erneut eine derart hohe Auflage herausgegeben und mit der Auflagenangabe wieder von vorne begonnen hat. Höchstwahrscheinlich handelt es sich insgesamt nur um eine Auflage von 50000, deren spätere Bindequoten einen aktualisierten bzw. leicht veränderten Druckvermerk erhielten“ (R. Rühle). – Vorderdeckel mit kleiner Abriebstelle, schönes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Federmann, Struwwelpeter(iaden) |
40,-- | ![]() |
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| (Touchy, Ferdinand Christian). Verbesserter Brau- und Brandtweinurbar nach ökonomischen Grundsätzen und vieljährigen Erfahrungen auch wie man eine Essig-Brauerey von Bier-, Weizen- und Weinessig anlegen Könne. Nebst einem Anhang von Bereitung des Aepfelweins; ingleichen, wie aus gemeinem Landweine guter ungarischer Wein sehr leicht und wohlfeil; auch, wie der gewöhnliche Fruchtbrandtwein ohne Kosten in Franzbrandtwein und gute Danziger Aquavite verfertigt werden können. 2. Auflage (und 1. Auflage, Teil II). 2 Teile in 1 Band. Leipzig, Christian Gottlieb Hertel 1794 (Teil II) und 1795. 8°. [2] Bl., 364 S.; [8] Bl., 352 (statt 360) S. Halbleinenband des 20. Jahrhunderts.
Holzmann-Bohatta I, 7445. Schoellhorn 253 u. 269. VD18 15605876. – Seltenes, interessantes Werk über Bierbrauen, Branntweinbrennerei (u. a. auch Viehmästung und Schweinehaltung), Weinbereitung. Der zweite Teil enthält Zusätze und Anmerkungen zum Bierbrauen und Branntweinbrennen, Verfertigung nützlicher Essenzen und Tinkturen, Essigbereitung etc. – Der zweite Teil vor den ersten Teil (dieser in 2. Auflage) eingebunden, Titelblatt von Teil II aufgezogen, stärker fleckig und mit Randläsuren (kein Textverlust), die letzten 4 Blatt von Teil I fehlen, stellenweise braun- und fingerfleckig, die letzten Blatt im Rand mit Feuchtigkeitsspuren, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Bier, Bierbrauerei, Bierherstellung, Brandwein, Essig-Herstellung, Getränke, Spirituosen, Wein |
280,-- | ![]() |
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| Schultze, Rudolf. Die Modenarrheiten. Ein Spiegelbild der Zeiten und Sitten für das deutsche Volk. Berlin, Nicolai 1868. 8°. IX, 238 S. Farbig illustr. Orig.-Pappband.
Hayn/Gotendorf V, 100. – Erste Ausgabe. – „Ueber Unsittlichkeit, Pluderhosen, Kleiderordnungen, Reifröcke (3 Perioden), Perrücke, Zopf, Mad. Pompadour, Dubarry, Kniehose, Schnürbrust, Crinoline usw. – Weibliche Schönheit u. männliche Stutzerei“ (Hayn/Gotendorf). – „Mag es immerhin eine verlorene Mühe sein, über die Kleidung des Menschen vom Standpunkt der Philosophie oder der Ästhetik aus zu verhandeln, so bietet doch ihre Geschichte Gesichtspunkte dar, die für den prüfenden und vergleichenden Beobachter von höchstem Interesse sind. Die Mode hat trotz ihrer bekannten Leichtfertigkeit, Eitelkeit, Frivolität, Narrenhaftigkeit und Lächerlichkeit doch auch ihre sehr ernsten Seiten; und bei all ihrer scheinbaren Nichtigkeit muss ihr die Bedeutung unbestritten bleiben, dass sie im Stande ist, sowohl die Denk- und Handlungsweise eines einzelnen Individuums zu illustrieren, als auch die geistigen und moralischen Bestrebungen eines ganzen Zeitalters zu charakterisieren“ (R. Schultze im Vorwort). – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Kulturgeschichte, Mode, Sittengeschichte |
160,-- | ![]() |
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| Hay, D(avid) R(amsay). The laws of harmonious colouring, adapted to interior decorations, etc. to which is now added, an attempt to define aesthetical taste. Fifth edition. London, Orr and Co. and Edinburgh, Fraser and Co. 1844. 8° (23 x 14,5 cm.). 103, 10 S. mit 8 (5 handkolorierten) lithogr. Tafeln und einigen Holzschnitten im Text. Hellbrauner Kalbslederband mit goldgepr. Rückentitel, 6 Bünden, blindgepr. Deckel-Filetten, farbigen Deckel-Intarsien und Kopfgoldschnitt in gefüttertem Pappschuber.
Zuerst 1828 erschienenes Hauptwerk des schottischen Künstlers, Innen-Architekten und Farben-Theoretikers D. R. Hay (1798-1766). Eine deutsche Übersetzung erschien 1848 mit dem Titel „Die Gesetze der Farbenharmonie, vorzüglich für die Zwecke der Haus-, Stuben- und Decorationsmalerei …“ in der Reihe „Neuer Schauplatz der Künste und Handwerke“ in Weimar. – D. R. Hay, ein Pionier der Farbenlehre, entwickelt hier seine eigene Theorie der Farbharmonie. – „In April 1820 he commenced work at Abbotsford for Walter Scott. In 1850 he decorated Holyroodhouse for Queen Victoria. In the 1920s, Queen Mary had these decorative schemes painted over, but watercolours commissioned by Victoria in 1863 give some idea of their appearance. Hay was an advocate of imitative finishes such as graining and marbling, and textured paints to imitate brocade fabrics. From 1828, he developed his theory of colour harmony over six successive editions of his book, The Laws of Harmonious Colouring Adapted to Interior Decorations. Hay wrote about his experience decorating Abbotsford for Walter Scott in the sixth edition of his Harmonious Colouring“ (Wikipedia). – Stellenweise etwas braunfleckig, sehr schönes Exemplar in einem kongenialen Künstler-Handeinband. Schlagwörter: Design, Farben, Farbenlehre, Innenarchitektur, Interior design, Kunst, Optics, Optik, Physics, Physik, Theory of colour |
850,-- | ![]() |
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| Popper-Lynkeus, Josef. Die allgemeine Nährpflicht als Lösung der sozialen Frage. Eingehend bearbeitet und statistisch durchgerechnet; mit einem Nachweis der theoretischen und praktischen Wertlosigkeit der Wirtschaftslehre. Dresden, Carl Reissner 1912. 8°. XVI, 813, (1) S. Orig.-Kartonumschlag.
ÖBL VIII, 205. – Erste Ausgabe. – Mit eigenhändiger Widmung von J. Popper-Lynkeus „Dem sehr geehrten Herrn Friedrich Quitta mit freundschaftlichen Grüßen zugeeignet vom Verfasser ! Wien den 2. Mai 1920 Josef Popper-Lynkeus“ sowie hektographiertem maschinenschr. Brief vom 7. 3. 1920 an die „Redaktion der Arbeiter-Zeitung″ mit einer eigenhändigen Korrektur. – Der Wiener Techniker und Philosoph J. Popper (Pseudonym J. Popper-Lynkeus, 1838-1921) „betont die Unmeßbarkeit des Wertes des Individuums, indem er die Nichtexistenz als Maßstab nimmt, nach welchem alle intellektuellen und kulturellen Werte einer Zivilisation gegenüber dem eines Individuums verschwinden. Der Staat wird als soziales Geschöpf betrachtet, das niemals eine prinzipiell über dem Individuum stehende Macht sein soll. P. lehnt daher auch sozialen Zwang, der die Grundrechte des Individuums kompromittiert, z. B. den erzwungenen Kriegsdienst, kategor. ab. Die letzten Konsequenzen dieser Argumentation, die im Anarchismus münden, umgeht P., indem er das soziale Ideal einer der Erhaltung des menschlichen Lebens gewidmeten solidar. Ges. propagiert. Seine Sozialkritik gipfelte 1912 in seinem Konzept der „allgemeinen Nährpflicht“ – einem sozialen Programm zur kostenlosen Sicherstellung eines Minimums an Nahrung, Kleidung, Wohnung, ärztlicher Behandlung etc. für jedes Individuum. Dieses Minimum an Waren und Diensten sollte ohne Geldverkehr durch einen staatlichen Arbeitsdienst, an dem sich zu beteiligen alle Bürger verpflichtet wären, bereitgestellt werden. P.s Sozialprogramm erregte internationales Interesse und führte auch zu Auseinandersetzungen mit dem Sozialismus“ (W. W. Swoboda in ÖBL). – Umschlag angestaubt, Rücken restauriert, gutes Exemplar. Schlagwörter: Basic income, Grundeinkommen, Signierte Bücher, Sozialismus, Soziologie, Widmungsexemplar, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften |
350,-- | ![]() |
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| Barthélemy, A(natole) J(ean) B(aptiste) A(ntoine) de. Nouveau manuel complet de numismatique du moyen age et moderne. (Et): Atlas. 3 volumes (2 Texte-volumes et Atlas). Paris, Roret s. d. (1853 et 1866). Kl.-8° (15 x 9,5 cm.) et Quer-8° (15,5 x 24 cm.). [2] Bl., IV, 456 S.; [2] Bl., XXXII, 464 S.; [2] Bl., 12 doppelblattgr. lithogr. Tafeln (″Nouveau manuel complet de numismatique ancienne“), [2] Bl., 12 doppelblattgr. lithogr. Tafeln (″Nouveau manuel complet de numismatique moderne“). Halblederbände mit goldgepr. Rückentiteln. (Manuels-Roret).
Erste Ausgabe. Der Atlas enthält 24 doppelblattgr. Tafeln. – Einband von Band II (″Nouveau manuel complet de numismatique du moyen age et moderne“) fachgerecht erneuert, stellenweise braunfleckig, gutes Exemplar, so komplett selten. Schlagwörter: Münzen, Numismatics, Numismatik |
280,-- | ![]() |
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| Aubrey, John. Lebensentwürfe. Deutsch von Wolfgang Schlüter. Frankfurt am Main, Eichborn Verlag 1994. Gr.-8°. 436, (4) S. Blauer Ziegenlederband mit goldgepr. Rückenschild und Pappschuber. (Die Andere Bibliothek. Hrsg. von Hans Magnus Enzensberger. Band 114).
Eines von 999 num. Exemplaren der Vorzugsausgabe. – In ostindisches Ziegenleder bei G. Lachenmaier in Reutlingen von Hand gebunden. – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Eichborn, Nummerierte Bücher, Vorzugsausgaben |
60,-- | ![]() |
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| Eisenhauer, Gregor. Scharlatane. Zehn Fallstrudien Frankfurt am Main, Eichborn Verlag 1994. Gr.-8°. 319, (3) S. Blauer Ziegenlederband mit goldgepr. Rückenschild und Pappschuber. (Die Andere Bibliothek. Hrsg. von Hans Magnus Enzensberger. Band 112).
Eines von 999 num. Exemplaren der Vorzugsausgabe. – In ostindisches Ziegenleder bei G. Lachenmaier in Reutlingen von Hand gebunden. – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Eichborn, Nummerierte Bücher, Vorzugsausgaben |
50,-- | ![]() |
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| Baedeker, Karl. Athen und seine nächste Umgebung. Berichtigter Sonderabdruck aus der 3. Auflage des Reisehandbuchs für Griechenland. Leipzig, Karl Baedeker 1896. Kl.-8° (16 x 10,6 cm.). [3] Bl., 82 S. mit einem gefalteten farblithogr. Stadtplan und einer gefalteten farblithogr. Karte der Umgebung von Athen. Orig.-Halbleinenband.
Hinrichsen D 471. – Außerordentlich selten; für die Olympischen Spiele 1896 separat aus der 3. Auflage des Griechenland-Baedekers (3. Auflage, 1893), mit entsprechenden Berichtigungen bis 1896 herausgegeben. – “Ausschließlich zum Verkauf innerhalb der Grenzen des Königreichs bestimmt” (Vorwort). – Deckel etwas angestaubt, sehr gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Athen, Griechenland, Olympiade, Olympische Spiele, Reiseführer, Reiseliteratur, Travel guide |
6.500,-- | ![]() |
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| Struck, Hermann. Die Kunst des Radierens. Ein Handbuch. 10.-14. Tausend. Berlin, Paul Cassirer 1923. 4° (25,5 x 19,5 cm.). 331, (1) S. mit 4 Original-Graphiken von Max Liebermann, Hermann Struck, Oskar Kokoschka und Ernst Barlach sowie zahlreichen weiteren Abbildungen im Text und auf Tafeln. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel, goldgepr. Deckel-Illustration (von Karl Walser) und Deckelfiletten.
Feilchenfeldt-Brandis 193.4. Söhn, HDO 262. – Mit den Original-Radierungen von Max Liebermann: Eislauf und Hermann Struck: Portrait von Marc Chagall; einer Original-Lithographie von Oskar Kokoschka: Mädchenbildnis und einem Original-Holzschnitt von Ernst Barlach: Walpugisnacht. – Sehr gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Original-Graphik |
280,-- | ![]() |
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| Machado de Assis. Der geheime Grund. Erzählungen. Aus dem brasilianischen Portugiesisch und mit einem Nachwort von Curt Meyer-Clason. Limitierte Vorzugsausgabe. Frankfurt am Main, Eichborn Verlag 1996. 8°. 316 S., [2] Bl. Blauer Ziegenlederband mit goldgepr. Rückenschild und Pappschuber. (Die andere Bibliothek, Band 140).
Eines von 999 num. Exemplaren der Vorzugsausgabe. – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Nummerierte Bücher, Vorzugsausgaben |
60,-- | ![]() |
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| Panati, Charles. Universalgeschichte der ganz gewöhnlichen Dinge. Deutsche Fassung von Udo Rennert und Doris Mendlewitsch. Limitierte Vorzugsausgabe. Frankfurt am Main, Eichborn, 1994. 318, (2) S. Blauer Ziegenlederband mit goldgepr. Rückenschild und Pappschuber. (Die andere Bibliothek, Band 118).
Eines von 999 num. Exemplaren der Vorzugsausgabe. – Von Hand gebunden in ostindisches Ziegenleder bei G. Lachenmaier in Reutlingen. – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Nummerierte Bücher, Vorzugsausgaben |
60,-- | ![]() |
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| Swartz, Richard. Roomservice. Geschichten aus Europas nahem Osten. Aus dem Schwedischen von Jörg Scherzer. Limitierte Vorzugsausgabe. Frankfurt am Main, Eichborn Verlag 1997. 8°. 368 S., [2] Bl. Blauer Ziegenlederband mit goldgepr. Rückenschild und Pappschuber. (Die andere Bibliothek, herausgegeben von Hans Magnus Enzensberger, Band 142).
Eines von 999 num. Exemplaren der Vorzugsausgabe. – Von Hand gebunden in ostindisches Ziegenleder bei G. Lachenmaier in Reutlingen. – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Nummerierte Bücher, Vorzugsausgaben |
70,-- | ![]() |
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| Renner, Paul. Mechanisierte Grafik. Schrift, Typo, Foto, Film, Farbe. Berlin, Hermann Reckendorf 1930. 8°. 205, (3) S. mit Abbildungen im Text und zahlr. Abbildungen auf XXXX Tafeln. Orig.-Leinenband mit typogr. Schutzumschlag.
Heiting/Jaeger I, 259 ff. Heidtmann 8620. NDB XXI, 434 ff. – Erste Ausgabe der neben „Die neue Typographie“ (1928) und „Eine Stunde Druckgestaltung“ (1930) von Jan Tschichold „maßgebliche(n), wenngleich weniger verbreitete(n) und einflussreiche(n) Publikation zur neuen Typografie der zwanziger Jahre. Renners Werk ist nicht als Lehrbuch angelegt, sondern bietet eher eine Zusammenfassung der Gedanken, die der in München an der Meisterschule für Deutschlands Buchdrucker lehrende Autor seit dem Erscheinen seines Buches Typographie als Kunst (1922) in der Auseinandersetzung mit der neuen Typografie und den entsprechenden Neuerungen bei Foto und Film entwickelt hat. … Im Kontext des Fotobuches ist naturgemäß vorallem derAbschnitt über die Fotografie von Interesse. Den Hintergrund dafür bildete Renners zunehmende Beschäftigung mit diesen Gebiet, nicht zuletzt im Zusammenhang mit der im Sommer 1930 in München gezeigten Ausstellung Das Lichtbild. Als Beispiel für die Verbindung von neuer Typografie und Fotografie (S. 93) präsentiert er in seinem Buch Doppelseiten aus der von ihm gestalteten Broschüre Spaziergang durch eine Badewannenfabrik (1929) mit Aufnahmen von Albert Renger-Patzsch. Als Belege für parallele Entwicklungen bei Typografie und Fotografie (S. 123-127) bringt er Aufnahmen von Aenne Bierman, Franz Fiedler, Max Burchartz, Ewald Hoinkis und Franz Roh: „Da sich die besten Fotografen nicht mehr um die Wirkungen bemühen, die der Fotografie für immer versagt sind, haben sie eine neue Fotografie geschaffen, die genauso wie die neue Typografie ihre spezifisch moderne Note eben daraus gewonnen hat, dass sie sich zu dem Mechanischen ihres Arbeitsvorganges bekennt.“ (S. 124 f.) Gleichzeitig schränkt Renner ein: „Die Wahrheit in der Fotografie ist nicht automatisches Ergebnis dieser mechanischen Technik; sondern sie ist im Grunde künstlerische Wahrheit […]. Also auch in der Fotografie tritt die Technik ganz hinter das Geistige zurück; auch hier also entscheidet allein der menschliche Wert; auch fotografieren ist mehr als die Beherrschung einer mechanischen Apparatur; es ist eine besondere Art und Weise, die Welt zu betrachten, Sichtbarmachung einer Erlebnissphäre“ (S. 126 f.)“ (Roland Jaeger). – Schutzumschlag am Vorderdeckel mit kleinem Braunfleck (leicht auf den Buchdeckel durch schlagend), sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Chronophotography, Color, Farbfotografie, Film, Filmdesign, Motion pictures, Neue Sachlichkeit, New Vision, Photography, Type and type-founding, Typographie |
350,-- | ![]() |
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| Menon. La Science du maître d’hôtel, confiseur, à l’usage des officiers … Suite du Maître d’hôtel cuisinier. Nouv. éd. rev. et corr. Paris, (Prault) 1776. 8°. (2), VIII, 525, (25) p. avec 5 planches dépliantes Basane fauve marbrée (reliure de l’époque), dos à nerfs orné de caissons fleuronnés, pièce de titre de maroquin rouge, tranches marbrées.
Organisé par saison, il propose d’infinies recettes : gelées, glaces, conserves, vins, dragées, biscuits, gâteaux, macarons, sirops, mousses, cannelons, chocolats, &c. – Coiffe arasée, frottements, quelques salissures, une déchirure à l’attache d’une planche, état très correct. Schlagwörter: Konditorei, Patisserie |
320,-- | ![]() |
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| Dine, Jim. The picture of Dorian Gray. A working script for the stage from the novel by Oscar Wilde with original images & notes in the text. London, Petersburg Press (1968). Folio (47,5 x 34 cm.). [41] Blatt mit farblithogr. Titel und 12 Orig.-Farblithographien (davon 1 auf Folie) sowie 4 signierte Orig.-Farbradierungen und 6 signierte Farblithographien (Suite). Orig.-Lederband und Chemise (Suite) mit rot-schwarzem Schlangenhaut-Druck und Schuppenprägung (von Rudolf Rieser) in Lederkassette mit signiertem, datiertem und nummeriertem Multiple auf dem Vorderdeckel (halbplastisches blutendes Herz).
From Manet to Hockney 142. Hernard/v. Maur, Papiergesänge 103. – Exemplar 62 von 100 (+15 Artist-Proof) num. Exemplaren der Ausgabe C, das Multiple auf der Rückseite und im Impressum von Jim Dine signiert. In der Vorzugsausgabe sind sowohl die 6 signierten Lithographien der Ausgabe A, wie auch die 4 signierten Radierungen der Ausgabe B enthalten. Die Grafiken jeweils Recto in Bleistift von Jim Dine signiert, sowie verso mit Stempel „Edition C“ sowie Nummerierung in Bleistift. – Das erste Werk der Petersburg Presse. – Es „geht auf eine … geplante, aber nicht realisierte Theaterinszenierung … zurück. Das Buch enthält die Wiedergabe des maschienengeschriebenen Skripts des Stückes, für die Aufführung mit Anmerkungen über Inszenierung, Bühnenbilder und Kostüme versehen. Ähnliche Erläuterungen hat Dine seinen Lithographien hinzugefügt, die bei der Verwirklichung der dargestellten Kostüme und Gegenstände helfen sollten … Dine kleidete seine Figuren nicht in zeitgenössischen Stil der Jahrhundertwende, sondern … in moderne, phantasievolle, reiche Kostüme, die die ‚narzißtische, fast fetischistische Begeisterung über Kleidung in den Jahren 1967/68 bewußt machen‘ ″ (Hernard/v. Maur). – Die Grafiken der Suite an den Rändern teils gebräunt, eine stärker. – Aus dem Nachlass des Kunsthistorikers, Kurators und Kunsthändlers Ewald Rathke (1926-2024), Wols-Experte und ehemaliger Leiter des Kunstvereins Frankfurt am Main. Schlagwörter: Illustrierte Bücher, Künslerbücher, Multiple, Nummerierte Bücher, Original-Graphik, Pop art, Pressendrucke, Signierte Bücher, Theater, Theaterstücke, Vorzugsausgaben |
8.500,-- | ![]() |
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| Kästner, Erich. Herz auf Taille. Zeichnungen von Erich Ohser. Leipzig, Wien, C. Weller (1928). Gr.-8° (21 x 18,5 cm.). 111, (1) S. mit 16 (8 ganzs.) Illustrationen. Schwarzer Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel und Deckelillustration.
Hatry 134. W.-G.² 1. – Erste Ausgabe der ersten Veröffentlichung. – „Curt Weller, ein grasgrüner Verleger, nicht viel älter als ich selber, machte mir den Vorschlag die verstreuten Beiträge zu sammeln und bei Curt Weller & Co. als Buch zu veröffentlichen. Erich Ohser, noch jünger als wir, Schüler der Akademie, übernahm mit heiterem Feuereifer den graphischen Teil. DerTitel wude gesucht und gefunden. “Herz auf Taille“, das paßte zur modischen Linie, zum Bubikopf, zum kurzen Rock, zur überlangen Zigarettenspitze, zum Onestep und zum Charleston, Herz à la mode, das bedeutete Skepsis, Demaskierung, Selbstironie als Selbstschutz“ (Erich Kästner). – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Erstlingswerk, Lyrik |
650,-- | ![]() |
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| Dijkstra, Rineke. Beaches. Amsterdam, Idea books u. Zürich, Codax puplisher (1996). 4°. 55 S. mit 18 ganzs. farb. Abb. Silberfarbiger Orig.-Pappband mit Deckelbild.
Auer 733. Koetzle 114 f. (mit 3 Abb.). Parr/Badger II, 277 (mit 3 Abb.). – Erste Ausgabe. – Mit einer Einleitung „The site of the visible“ von Birgid Uccia (deutsche Übersetzung: Catherine Schelbert). – „Die Darstellung des Menschen ist bislang Rineke Dijkstras einziges Thema. Die niederländische Fotografin wurde im Laufe der 90er Jahre mit einer Serie von Porträts international bekannt. Diese umfangreiche Arbeit besteht aus Farbfotografien, die Kinder und Jugendlioche in Badekleidung an verschiedenen Stränden Europas und in den USA zeigen. Alleine, zu zweit oder in Gruppen präsentieren sich die Personen der Kamera der Fotografin. Frontal, in der ganzen Figur abgebildet, posieren sie ernst vor dem Fonds des in weichen Farben gehaltenen Meeres, dem sie gerade entstiegen zu sein scheinen…“ (T. Weski in Koetzle). – Tadellos. Schlagwörter: Portrait, Portrait photographers, Portrait photography, Portraitphotographie, Portraits, Porträts |
380,-- | ![]() |
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| Francfort, E. (Editeur). Album artistique et biographique. Salon 1881 et 1882. Prémiere et deuxième année. 4 volumes. Paris, E. Francfort 1881-1882. Quer-Folio (30,5 x 42 cm.). 4 pages de titre illustrées et 160 photographies originales (woodburytypes, 80 portraits 13,5 x 9,5 cm ; 80 photographies de tableaux 14,5 x 25 cm). Reliures pleine percaline brune d’éditeur, plats supérieurs ornés d’une grande plaque dorée portant le titre, et encadrés de filets dorés et noirs, titre et filets dorés au dos, caissons noirs. Tranches dorées.
De somptueux catalogues consacrés aux Salons des Beaux-Arts de Paris de 1881 et 1882. Au total, 11 albums ont été publiés jusqu’en 1886. Les illustrations présentent chacune un portrait de l’artiste et un tableau. On y trouve notamment des œuvres de Paul Grolleron, Henri-Paul Motte, Léon Barillot, James-Alexandre Walker, Henri-Julien Dumont, Léon Ruel, Pierre-Marie Beyle, Jean-Charles Cazin, Benjamin Constant, Maurice Bompart et bien d’autres. – Tous les volumes sont en très bon état. Schlagwörter: Kunst, Original-Photographie, Paris |
600,-- | ![]() |
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| Frith – Longfellow, Henry W(adsworth). Hyperion. A romance. Illustrated with twelve photographs of the Rhine, Switzerland and the Tyrol by Francis Frith. (Seconde) „one Guinea“ edition. London, Alfred William Bennett 1868. Gr.-8° (23 x 19 cm.). X S., [1] Bl., 270 S., [1] Bl. mit 12 mont. Orig.-Photographien (Albuminabzüge, 16,5 x 12,5 cm.) von F. Frith und einigen Holzstichen im Text. Dunkelblauer Orig.-Leinenband mit reicher Rücken- und Deckelvergoldung und Goldschnitt.
Gernsheim, Incunabula 268. Truthful Lens 106. Wood 45/160 (mit Abb.). – Zweite mit Fotografien illustrierte Ausgabe. Erschien zuerst 1865 mit 24 Fotos. – Mit frühen fotografischen Ansichten vom Rhein, aus der Schweiz und aus Österreich. – Die Photos zeigen: Teufelsbrücke (Frontispiz), Drachenfels, Heidelberg, Birkenau (the Mill), Neckartal, Meiringen, Interlaken (the Cloisters), Innsbruck (2), Landeck, St. Wolfgang und Stuttgart (Marktplatz). – Francis Frith (1822-1898) gehörte zu den produktivsten Landschaftsfotografen Englands und erfuhr bleibenden Ruhm für seine Aufnahmen aus dem Nahen Osten. – „Illustrated with 24 albumen photographs by Francis Frith of lanscapes on the Rhine, in Switzerland and in the Tyrol. The book is notable for its direct associationof landscape photographs as non-literal visual ideas of literary ideas. The 4-page preface by Frith describes his travels“ (Truthful Lens). – Frith „inaugurated the first golden age of albumen-silver photographic illustration (1860-80) during which photographs of great visual strength were supplemented by supportive texts One of the most outspoken on the esthetics of photography, Frith was among the first photographers to successfully seize the opportunity of using the recently perfected glass-negative and albumen print process to establish a reputation as a master photographic book illustrator“ (Truthful Lens, p. 30, first edition 1865). – Trägerkartons etwas braunfleckig, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Ansichten, Ansichtenwerke, Baden-Württemberg, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Literatur, Original-Photographie, Österreich, Schweiz |
320,-- | ![]() |
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| Beck, Julius. Aus der Kinderstube. Ein Bilderbuch für brave Mädchen von Lothar Meggendorfer mit Versen Von Julius Beck. Esslingen, J. F. Schreiber o. J. (1887). Gr.-4° (30 x 19 cm.). Leporello, farbig illustr. Titel und 12 farblithogr. Tafeln mit jeweils zweizeiligen Versen auf Karton (Länge ausgeklappt ca 230 cm.). Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband.
Katzenheim 43. Klotz 316/3. Krahé 15. Ries 711/31. Schmideler, Die Leporellos im Werk des Münchner Bilderbuchkünstlers Lothar Meggendorfer 6. Stuck-Villa II, 69. Nicht in Slg. Breitschwerdt. – Erste Ausgabe des sehr seltenen Leporellos. In einem Verlagsprospekt des Schreiber-Verlags von 1915/16 ist eine verkleinerte Neuauflage mit nur 10 Tafeln (″aufgestellt ca. 155 cm lang“) angezeigt. Es erschien auch eine französische und schwedische Ausgabe. – „Ob dieses Buch identisch mit dem Leporello ist, das in der Forschungsliteratur durch eine Skizze Meggendorfers, die ein Kind beim Betrachten eines Leporellos mit dieser Aufschrift zeigt, wiederholt zitiert wurde, konnte von mir nicht durch Autopsie nachgewiesen werden. Eine Abbildung dieser Skizze Meggendorfers ist abgedruckt in Krahé: Lothar Meggendorfers Spielwelt, S. 76 sowie in Bachmann: Raum – Zeit – Performanz, S. 129“ (Hans Ries). – „Ein besonderes Raumspiel bot auch die vorgeschlagene Rezeptionsweise des durch eine Skizze Meggendorfers in der Forschungsliteratur öfter diskutierten Leporello-Albums Aus der Kinderstube. Die Kinder sollten dabei wie bei einem Panorama in der Mitte Platz nehmen und das Leporello als Rundbild betrachten: Das Kind steht hier buchstäblich im Mittelpunkt. Von dor aus entfalten sich die Blickwinkel und Betrachtungsweisen von Aus der Kinderstube. Der Raum, der für Kinder bestimmt ist, soll folglich auch aus der Position des kindlichen Betrachters im Zentrum angeschaut werden“ (S. Schmideler). – In Krahé, Lothar Meggendorfers Spielwelt, S. 77 ist der Orig.-Entwurf zu einer Doppeltafel abgebildet mit dem Hinweis „Für Liebhaber des Lokalkolorits: Im Fensterausschnitt ist der Burgfried oberhalb des Marktes Neubeuren im Inntal zu sehen“ (H. Krahé). – Kanten und Ecken etwas berieben und bestoßen, die letzte Tafel im rechten Rand unauffällig restauriert, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Leporello, Mädchenbücher, Paper toys, Spielbilderbücher |
2.800,-- | ![]() |
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| Hannau, Hans W(alter). Florida. A photographic journey. New York, Hastings House (1948). Gr.-8° (23,5 x 18,5 cm.). 117 S. mit zahlr. Abbildungen in Heliogravure. Orig.-Leinenband mit illustr. Schutzumschlag.
Erste Ausgabe. – Mit eigenhändiger Widmung von H. W. Hannau „Dr. Frank und Inge Leitner herzlichst gewidmet Hans W. Hannau“. – Mit bemerkenswerten Aufnahmen des in Wien geborenen Fotografen H. W. Hannau (1904-2001). – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Florida, Signierte Bücher, USA, Widmungsexemplar |
140,-- | ![]() |
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| Kästner, Erich. Gesang zwischen den Stühlen. Stuttgart, Berlin, Deutsche Verlags-Anstalt (1932). Gr.-8° (21,5 x 19 cm.). 109 (3) S. mit Textvignetten von Erich Ohser. Orig.-Karton mit farbig illustr. Schutzumschlag von E. Ohser.
Hartry 198. W.-G.² 15. – Erste Ausgabe des letzten Gedichtband es vor 1933. – „Als die braunen Kolonnen an die Macht marschierten, schrieb Erich Kästner: „Ihr und die Dummheit zieht in Viererreihen im die Kasernen der Vergangenheit. Glaubt nicht, daß wir uns wundern, wenn ihr schreit. Denn was ihr denkt und tut, das ist zum Schreien. Als sie ihren mörderischen Kampfruf „Deutschland erwache“! brüllten und aus Restbeständen Rassentheorien mischten, welche die Auserwähltheit des deutschen Volkes beweisen sollte, prophezeite er: Wie ihr’s euch träumt, wird Deutschland nicht erwachen. Denn ihr seid dumm und seid nicht auserwählt. Die Zeit wird kommen, das man sich erzählt: Mit diesen Leuten war kein Staat zu machen“. Rudolf Arnheim in der Weltbühne: Kästner beweist, daß er unbefangen, rechtlich und lachlustig wie ein Kind ist. Das kommt den Kindern, und das kommt seinen Gedichten zugute. Wenn er seinen Gesang zwischen den Stühlen anstimmt, so liegt das nicht an seiner Ungeschicklichkeit im Sitzen sondern an der seltsamen Konstruktion der Stühle. Er sucht einen Sitz. Schiller meinte, der sentimentale Dichter suche die verlorene Natur. Aber die Zukunft liegt nicht im Garten Eden. Wer heute zwischen den Stühlen sitzt, der sucht etwas, was zwar nicht Natur ist, wohl aber mit ihr eine wichtige Eigenschaft gemein hat: Sinn“.“ (T. Hatry). – Rücken etwas gebräunt, Gelenke und Kanten etwas berieben, gutes Exemplar mit Besitzvermerk des dänischen Geschäftsmanns und Papierwarenhändler Erik Trier (1908-1982). Schlagwörter: Lyrik |
180,-- | ![]() |
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| Wehinger, Anna (Maria). Dornbirner Kochbuch. 850 selbsterprobte Kochrezepte für gewöhnlichen und besseren Haushalt. Nebst zwei vierwöchentlichen Speisezetteln und einer Anleitung zur Erlernung der Kochkunst. 6., vermehrte und verbesserte Auflage. Dornbirn, Friedrich Rusch 1912. 8°. 334 S. Leinenband mit goldgepr. Rückentitel.
Weiss 4112. – Zuerst ca. 1893 erschienenes österreichisches Kochbuch. Die letzte Auflage (mit über 1000 Rezepten) erschien 1924, herausgegeben von Josef Wehinger. – A. M. Wehinger (1853-1922) leitete ab 1889 eine der ersten Koch- und Haushaltungsschulen im deutschsprachigen Raum. – Rücken fachgerecht erneuert, durchgehend, teils stärker braun- und fingerfleckig. Schlagwörter: Dornbirn, Kochbuch, Kochbücher, Vorarlberg |
50,-- | ![]() |
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| Wendt, Amadeus. Ueber die Hauptperioden der schoenen Kunst oder die Kunst im Laufe der Weltgeschichte. Leipzig, Johann Ambrosius Barth 1831. 8°. XVII, 377 S., [2] Bl. Leinenband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild.
ADB XLII, 747. Ziegenfuss II, 856. – Erste Ausgabe. – Amadeus Wendt (1783-1836) war Professor für Philosophie in Göttingen. „Seine vielen kritischen und auf Kunst sich beziehenden Abhandlungen, die in Litteratur- und musikalischen Zeitungen erschienen, gehen darauf aus, „die ästhetische Kritik auf philosophische Weise zu begründen oder Epoche machende Erscheinungen im Gebiete der Kunst — zu beleuchten“. Hierher gehören auch seine Schriften: „Rossini’s Leben und Treiben“ (Lpz. 1824); „Ueber die Hauptperioden der schönen Künste oder die Kunst im Laufe der Weltgeschichte dargestellt“ (Lpz. 1831). Verdient machte er sich als Herausgeber des „Leipziger Kunstblatts“ (1817 und 18), des „Taschenbuchs zum geselligen Vergnügen“ (1821—25), sowie des „Deutschen Musenalmanachs“, zuerst in Leipzig, sodann in Göttingen“ (Max Heinze in ADB). – Stempel auf dem Titelblatt, stellenweise etwas fleckig, gutes Exemplar. Schlagwörter: Aesthetics, Ästhetik, Kunstgeschichte, Philosophie |
80,-- | ![]() |
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| Cals, Rose (en fait Jeanne Ramel-Cals). Rose. Roman. Paris, Arthème Fayard & Cie. 1918. 8°. 268 p., [1] f. Reliure en demi-cuir maroquin rouge rouille avec titre sur le dos estampé à l’or (couverture typographique reliée).
Exemplaire n° 9 sur 15, sur papier du Japon; Vingt-cinq exemplaires sur papier de Hollande numérotes de 16 à 40. – Première édition de cette publication très rare. – Jeanne Ramel-Cals (née Jeanne Gibert, 1883-1976) „Ses parents dirigent la tannerie familiale située sur la route de Graulhet. Sa mère est une femme d’esprit qui reçoit chez elle des personnalités telles que Jean Jaurès et correspond avec Maurice Maeterlinck. … Installée à Paris, Jeanne trouve rapidement sa voie dans l’écriture, elle devient journaliste et, sous le nom de Jeanne Ramel-Cals, tient des chroniques régulières dans divers journaux tels que Candide, Le Crapouillot, Le Matin, Le Petit Journal, Le Jour, Le Journal illustré ou La Revue de la femme, ainsi que dans la presse régionale comme Septimanie, Sud-Ouest ou La Dépêche du Midi. Parallèlement à sa carrière de journaliste, Jeanne publie des romans qui rencontrent rapidement le succès, notamment ses souvenirs d’enfance dans Vacances à Villefranche. … Le critique littéraire Paul Reboux disait d’elle : „Elle a surtout beaucoup regardé autour d’elle, d’un regard amusé, narquois et pénétrant. C’est ainsi qu’elle a pu observer les choses et les gens, fixer les traits qui lui semblaient cocasses, et nous donner les plus savoureux albums psychologiques dont on puisse se délecter“. André Billy écrit qu’il „l’aime mieux dans l’ironie et la satire. Son talent est assez inégal, elle compose mal et ne sait pas finir. Mais le petit air qu’elle nous joue, tout parsemé de fausses notes qu’il soit, est bien à elle. Elle en tire des effets drolatiques et piquants“. En 1936, lors de la sortie de Le jardin, Gus Bofa écrit que „Jean Ramel-Cals est une petite fille qui a grandi sans le faire exprès. Elle a conservé, tout frais, tous les souvenirs et les idées de son enfance“.“ (Wikipedia). – Le dos est légèrement usé par endroits, mais le livre est par ailleurs en très bon état. Schlagwörter: Edition de luxe, Erstlingswerk, Nummerierte Bücher, Première publication, Vorzugsausgaben |
200,-- | ![]() |
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