NEUER E-KATALOG: Neueingänge Mai 2026 – Wir stellen aus: Rare Book Week Berlin. Internationale Messe für Bücher & Graphik 18.-20. September 2026, Kronprinzenpalais, Unter den Linden 3, 10717 Berlin, https://rarebookweek.berlin – Gemeinschaftskatalog zusammen mit Antiquariat Norbert Knöll, Lüneburg: POPKULTUR / POP CULTURE Bücher, Fotografien, Schallplatten und Graphik. (Print-Katalog bitte anfordern) – PHOTOGRAPHIE / PHOTOGRAPHY – wichtige Fotobücher von 1839 bis heute, darunter zahlreiche Widmungsexemplare und Bücher mit Orig.-Photographien (kann unter „Aktuelle Kataloge“ abgerufen werden). – Außerdem finden Sie Beiträge von uns im virtuellen „Schaufenster“ des Verbandes Deutscher Antiquare (VDA) https://schaufenster.antiquare.de/trefferliste.php?ID=22 (oder über „Links“ VDA) – Versandkosten ins Ausland auf Anfrage. – Besuchen Sie uns in unserem neuen Ladengeschäft in der Kaiserstrasse 99 in Karlsruhe (Mo.-Fr. 11-18 Uhr, Sam. 11-16 Uhr) mit einer reichen Auswahl seltener und schöner Bücher aus allen Gebieten, Graphik und Photographien. – Instagram: rarebookskarlsruhe

Literatur und Literaturwissenschaft / Illustrierte Bücher / Pressendrucke

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Beschreibung
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Herder, J(ohann) G(ottfried) v. Zerstreute Blätter. Erste (bis) sechste Sammlung. 2., durchgesehene Ausgabe. 6 Bände. Gotha, Carl Wilhelm Ettinger 1791-1811. Kl.-8°. Hellgrüne Pappbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern, Rückenvergoldung und Goldschnitt.

Goedeke IV/1, 730 f., 82. Günther/Volgina/Seifert 772-777. Schulte-Strathaus 50. – Erschien zuerst 1785 bis 1797. Von der „vierten Sammlung“ erschien keine Neuauflage, so dass der vierte Band im Erstdruck vorliegt (ebenso der sechste Band). – Sechs Studien-Sammlungen zu verschiedensten Themen, u. a. „Über die Seelenwanderung“, „Blumen aus der griechischen Anthologie“, „Nachruf auf G. E. Lessing“, „Bilder und Träume“, „Über Bild, Dichtung und Fabel“, „Blätter der Vorzeit“, „Persepolis“, „Blumen aus morgenländischen Dichtern gesammlet“, „Über die menschliche Unsterblichkeit“, „Einige vaterländische Gespräche“ und „Cäcilia“. – Rücken etwas nachgedunkelt und leicht berieben, stellenweise etwas braunfleckig, gutes dekorativ gebundenes Exemplar.

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200,--  Bestellen
Sachs, Nelly. Werke. Kommentierte Ausgabe in vier Bänden. Herausgegeben von Aris Fioretos. Berlin, Suhrkamp Verlag 2010-2011. 8°. Orig.-Leinenbände mit illustr. Schutzumschlägen.

Erste Ausgabe. – „Im Mai 1940 floh die Dichterin Nelly Sachs (1891–1970) mit einem der letzten Flugzeuge aus Berlin nach Stockholm. So begannen dreißig Jahre Exil, in denen ein Werk entstand, das 1966 mit dem Nobelpreis für Literatur geehrt wurde“ (Suhrkamp). – Neuwertiges Exemplar.

Schlagwörter: Gesamtausgaben, Lyrik

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150,--  Bestellen
Doer, Amalie (geborene Schmuckert). Dichterischer Nachlaß. (Herausgegeben von Johann Simon Doer). Mannheim, Heinrich Hoff 1845. Kl.-8° (17 x 11 cm.). IX, 128 S. Pappband der Zeit mit kalligr. Rückentitel mit Silberstift.

Einzige Ausgabe, sehr selten. – Mit eigenhändigem Gedicht von A. Doer „Mein letztes Gedicht“, signiert und datiert „25. August 1843″ auf dem letzten Blatt montiert und Schwarz umrahmt. – „Unter den Papieren meiner verstorbenen, mir ewig unvergeßlichen, geliebten Frau, fanden sich diese Gedichte, die ich als ihr heiligstes Vermächniß betrachte. … In den letzten Jahren ihrer schweren, körperlichen Leiden hauchte sie, die stets so standhaft und ohne Murren die entsetzlichsten Schmerzen ertrug, nur in disen Gedichten ihre Qualen aus, suchte Trost in der Poesie, die ihr Inneres belebte, für die Leiden ihres siechen Körpers. Meinen Freunden, die meine vortreffliche Amalie kannten und zu schätzen wußten, übergebe ich dies Vermächniß als eine Erinnerung an ein edles Wesen… Joh. Simon Doer. Mannheim im September 1845.“ – A. Doer verstarb 1845 mit 37 Jahren. Ihr Vater Peter Schmuckert (1765-1841) eröffnete 1787 in Mannheim eine Möbel-Schreinerei. Später kaufte er die Versilberungsmaschinen und die Spiegelfabrik des Kurfürsten von Mainz auf. Dies legte den Grundstein für seine erfolgreiche Manufaktur. Johann Simon Doer wanderte 1850 nach Nordamerika (?) aus (Landesarchiv Baden Württemberg). – Unikat, aus der Bibliothek eines Familienmitglieds mit zeitgenöss. Besitzvermerk „Schmuckert“. – Ecken etwas bestoßen, stellenweise etwas braunfleckig, sonst gut erhalten.

Schlagwörter: Autographen, Lyrik, Signierte Bücher

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240,--  Bestellen
1 Lichtenberg, Georg Christoph. Schriften und Briefe. Herausgegeben von Wolfgang Promies. 4 in 6 Bänden. (Frankfurt a. M.), Zweitausendeins (1994). 8°. Orig.-Leinenbände mit Schutzumschlägen.

Lizenzausgabe des Carl Hanser Verlages. – Schönes Exemplar.

Schlagwörter: Gesamtausgaben, Philosophie

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30,--  Bestellen
1 Böll, Heinrich. Werke. Romane und Erzählungen 1947 – 1977. Herausgegeben von Bernd Balzer. 5 Bände. Köln, Getraud Middelhauve und Kiepenheuer & Witsch (1989). 8°. Orig.-Leinenbände mit Schutzumschlägen.

Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Gesamtausgaben

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50,--  Bestellen
1 Nooteboom, Cees. Absinth und Ambre Solaire. Fünf Erzählungen. Graphik: Svato Zapletal. Aus dem Niederländischen von Helga van Beuningen. Hamburg, Svato-Verlag 2000. 4°. 56 S., [2] Bl. mit 15 (3 ganzs.) Farblithographien. Farbig illustr. Orig.-Leinenband mit Pappschuber.

Eines von 175 num. Exemplaren der Ausgabe C (Gesamtauflage 200 Exemplare); von Svato Zapletal im Druckvermerk signiert. – Schönes Exemplar.

Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Nummerierte Bücher, Signierte Bücher

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100,--  Bestellen
1 Hesse, Hermann. Der Steppenwolf. Berlin, S. Fischer (1927). 8°. 289, (1), 33 S. Hellblauer Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rückenschild, Rückenvergoldung, Deckelfiletten und Monogramm auf dem Vorderdeckel (Entwurf: Ernst Rudolf Weiss). (Gesammelte Werke in Einzelausgaben).

Kliemann/Silomon 31. Mileck II, 50. Waibler E 176. W.-G.² 155. – Erste Ausgabe. – Mit dem eingebundenen „Tractat vom Steppenwolf. Motto: Nur für Verrückte“ im gelben Orig.-Umschlag. – „Hermann Hesses Leser lehnten dieses Buch der „Lebenskrise, der Künstlerkriee, der Gesellschaftskrise“ weitgehend ab. Bis 1940 erschienen nur 42000 Exemplare. Erst nach dem zweiten Weltkrieg wurde „Der Steppenwolf“, besonders in den USA, zur Identifikation für eine junge Generation, deren Auswirkungen mit literarischen Maßstäben nicht mehr zu charakterisieren sind. Die zeitgenössische Kritik dagegen feierte den „Steppenwolf“.“ (Hesse-Katalog, Marbach 248). – Deckelfiletten teils abgerieben, Kopfschnitt angestaubt, gutes sauberes Exemplar.

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600,--  Bestellen
1 Andersen, H(ans) C(hristian). Winterabend-Geschichten. 3. Aufl. Leipzig, Ernst Julius Günther o. J. (1880). Kl.-8° (15 x 11,5 cm.). 119, (1) S. Illustr. Orig.-Pappband mit Goldschnitt.

Mit den zwölf Erzählungen und Märchen: Das Jahr; Die schönste Rose der Welt; Ein Blick vom Festungswalle; Am jüngsten Tage; Er ist ganz gewiß; Das Schwanennest; Ein guter Humor; Eine Rose vom Grabe Homers; Die Schweine; Der Freundschafts-Bund; Der Marionettenspieler; Auch nur eine Geschichte. – Einband etwas fleckig und bestoßen, stellenweise leicht braunfleckig, sonst gut erhalten.

Schlagwörter: Märchen

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30,--  Bestellen
1 Lönnrot, Elias (Compiler). Kalevala (Russian). Finnish national epic (Translated by Leonid Belsky, edited by Dmitry Bubrkh, preface by Ivan Maisky and illustrated by Pavel Filonov). Moscow, Leningrad, Academia 1933. 4° (25,3 x 18,5 cm.). XIX, (1), 329, (2) p. with color frontispiece, title pages in black and blue, 10 plates, 52 vignettes in the text, with small illustrated frames. Publisher’s illustrated linen binding with color-illustrated dust jacket. (Treasures of world literature).

Rowell/Wye, The Russian Avatgarde Book 247. Schmidt, Russische Graphik des XIX. und XX. Jahrhunderts. Eine Berliner Privatsammlung. Leipzig, 1967, p. 86. – First russian edition marking one hundred years since the publication of the Finnish epic „Kalevala“ – a rich collection of legends, stories, ballads and songs collected and edited from Finnish folklore by Elias Lönnrot in 1835. – The edition was prepared by students of the „School of Analytical Art“ in Leningrad under Pavel Filonov (1883-1941). Filonov, one of the most prominent artists of the Russian avant-garde, was personally involved in all the book design processes, and his students prepared the plates and illustrations under his direct guidance. Filonov traveled extensively through Russia, the Near East and western Europe. Between 1910 and 1914 he exhibited often with the Union of Youth and he met and collaborated with the leaders of Russian literary Futurism, including Vladimir Mayakovsky, Velimir Khlebnikov and Aleksey Kruchonykh. Filonov’s work was influenced by Russian folk and primitive art, Medieval Russian wall painting, Dürer, Bosch and Bruegel, Vasily Surikov, Konstantin Savitsky and by the work of the Symbolist Mikhail Vrubel. – Title page and the following two pages have corners trimmed at the top (no loss of text); a very well-preserved copy with a very good dust jacket.

Schlagwörter: Avantgarde, Illustrated books, Illustrierte Bücher

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1.200,--  Bestellen
1 Littmann, Enno. Vom morgenländischen Floh. Dichtung und Wahrheit über den Floh bei Hebräern, Syriern, Arabern, Abessiniern und Türken. Mit Radierungen von Marcus Behmer. Leipzig, Insel-Verlag 1925 [erschienen 1926]. 8°. 68 S., [1] Bl. mit 13 (3 ganzseitigen) Kaltnadel-Radierungen. Orig.-Halbpergamentband mit illustr. Deckelschild, goldgepr. Rückentitel und Kopfgoldschnitt in modernem Pappschuber.

Halbey 9. Haucke 56. Hayn/Gotendorf IX, 186. Lammers/Unverfehrt, Vom Jugendstil zum Bauhaus. Deutsche Buchkunst 1895-1930, 47. Sarkowski 1037 und 1214. Schauer II, 45. – Eines von 300 num. Exemplaren (Gesamtauflage 330 Exemplare). – Die Radierungen vom Bibliographischen Institut, Leipzig, der Text bei Otto von Holten, Berlin in der Behmer-Antiqua auf Bütten gedruckt. – „Marcus Behmer schuf zum ‚Floh‘ ebenso ironische und amüsante Radierungen voller Lokalkolorit“ (J. Lammers). – Einband geringfügig angestaubt und leicht fleckig, das Deckelschild leicht lädiert, Vorsätze mit Feuchtigkeitsspuren, sonst gut erhaltenes sauberes Exemplar.

Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Nummerierte Bücher

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400,--  Bestellen
1 Thoma, Ludwig. Gesammelte Werke. 1. – 6. Tausend 7 Bände. München, Albert Langen 1922. 8°. Mit einem Porträt in Band I. Dekorative Orig.-Halblederbände mit goldgepr. Rückentiteln, blindgepr. Ornamentik, Zierbünden und Kopfgoldschnitt.

W.-G.² 66. – Erste Gesamtausgabe. – Rücken etwas berieben, gutes Exemplar in sehr dekorativen Handeinbänden.

Schlagwörter: Gesamtausgaben

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160,--  Bestellen
1 Hackländer, F(riedrich) W(ilhelm Ritter v.). Werke. Erste Gesammt-Ausgabe. 3. Auflage und 1. Auflage. Band I-XXXIV (in 17 von 60). Stuttgart, Adolph Krabbe 1860-1875. Kl.-8°. Weinrote Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückentiteln und Linienvergoldung.

Der am 01.11.1816 in Burtscheid bei Aachen geborene Schriftsteller und Journalist war wohl der beliebteste und erfolgreichste Autor um 1850 in Deutschland. Seine unterhaltsamen Bücher werden auch heute noch sehr geschätzt. – So hat auch Arno Schmidt mit seinem Werk „Abend mit Goldrand“ (1975) viele neuere Arbeiten über Hackländer angeregt. Eine der Hauptfiguren in Schmidts Roman namens Eugen Forbach, ist Hackländer-Kenner und Sammler. – Nachdem Hackländer bereits 1842 den Freiherrn v. Taubenheim auf seiner Reise ins heilige Land begleitet hatte, ernannte ihn 1843 der König von Württemberg zum Sekretär und Reisebegleiter des Kronprinzen Karl. Aus seinen Erfahrungen auf den Reisen und als Soldat und Kriegsberichterstatter schöpfte er den Stoff für seine fesselnden Bücher. In den Werken Hackländers wird das gesellschaftliche Leben aller Schichten im 19. Jahrhundert geschildert. – Rücken etwas berieben, stellenweise leicht braunfleckig, sonst gut erhalten.

Schlagwörter: Gesamtausgaben

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120,--  Bestellen
1 Kästner, Erich. Werke in neun Bänden. Herausgegeben von Franz Josef Görz. 9 Bände. München, Wien, Hanser (1998). 8°. Farbig illustr. Orig.-Kartonumschläge in farbig illustr. Pappschuber.

Band I. Gedichte; Band II. Chanson, Kabarett, Kleine Prosa; Band III. Romane I; Band IV. Romane II; Band V. Theater, Hörspiel, Film; Band VI. Publizistik; Band VII. Romane für Kinder I; Band VIII. Romane für Kinder II; Band IX. Nacherzählungen. – Gutes Exemplar.

Schlagwörter: Gesamtausgaben

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50,--  Bestellen
1 Dickens, Charles. (Illustrierte Werke). Monumentalausgabe. Herausgegeben von K. M. Schiller, M. Färber und P. Herrmann. 12 Bände. Meersburg am Bodensee, Hendel (1927-1933). Gr.-8°. Mit zahlr. Illustrationen von Cattermole, G. Cruikshank, Phiz (H. Browne), R. Seymour, Tenniel u. a. OLn. mit goldgepr. Rückensch., Rückenverg. u. goldgepr. Deckelsignatur.

Komplett seltene Liebhaberausgabe mit originalgetreuen Reproduktionen der Holzschnitte und Radierungen der englischen Erstausgaben. – I. Lebensgeschichte und Erfahrungen David Copperfields des Jüngeren. – II. Klein Dorrit. – III. Oliver Twist. – IV. Die Pickwickier. – V. Meister Humphrey’ s Wanduhr: Der Raritätenladen. – VI. Barnaby Rudge. – VII. Leben und Schicksale des Martin Chuzzlewit. – VIII. Geschäfte mit der Firma Dombey und Sohn. – IX. Leben und Schicksale des Nicholas Nickleby. – X. Weihnachtsmärchen und Weihnachtsgeschichten. – XI. Bleakhaus. – XII. Geschichte zweier Städte / Harte Zeiten. – Sehr gutes sauberes Exemplar.

Schlagwörter: Gesamtausgaben, Illustrated books, Illustrierte Bücher

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180,--  Bestellen
1 Chéron, Elisabeth Sophie. Essay de pseaumes et cantiques. Nouvellement mis en vers Francois, et enrichis de figures. Paris, P. F. Giffart 1715. 8°. [5] Bl., 115, (1) S. mit gestoch. Portrait-Frontispiz, gestoch. illustr. Titel und 23 Kupfertafeln von Louis Chéron nach E. S. Cheron. Kalbslederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und floraler Rückenvergoldung.

Brunet, I, 1834. – Deuxième édition ; publiée pour la première fois en 1694. – „L’auteur des 21 psaumes et 5 cantiques est Elisabeth-Sophie Chéron (1648-1711), née réformée mais convertie au catholicisme. Outre ses qualités de poétesse, elle est connue comme une excellente peintre – membre de l’Académie de peinture à 24 ans – et une musicienne de talent. Presque chaque pièce du volume est précédée d’une gravure due au talent de Louis Chéron (1660-1723), le propre frère de l’auteur, demeuré réformé et réfugié à Londres“ (Le Chant de David. Les psaumes en vers Francais (XVIe-XVIIIe siècles), Exposition 18 sept. au 31 décembre 2010 bibliothéque Part-Dieu Lyon). – Couverture légèrement usée, gravée. Ex-libris. Très bel exemplaire, propre et à la reliure décorative.
Second edition; first published in 1694. – „The author of the 21 psalms and 5 hymns is Elisabeth-Sophie Chéron (1648–1711), who was born into the Reformed faith but converted to Catholicism. In addition to her talents as a poet, she is known as an excellent painter – a member of the Academy of Painting at the age of 24 – and a talented musician. Almost every piece in the volume is preceded by an engraving by the talented Louis Chéron (1660–1723), the author’s own brother, who remained a Protestant and took refuge in London“ (Le Chant de David. Les psaumes en vers Francais (XVIe-XVIIIe siècles), Exhibition 18 September to 31 December 2010, Part-Dieu Library, Lyon). – Cover slightly worn, engraved. Ex-libris. A very fine copy, clean and with a decorative binding.

Schlagwörter: Bibel, Bibelillustration, Bible illustration, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Religiöse Kunst

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320,--  Bestellen
1 Molière, (Jean-Baptiste). Oeuvres. Avec des remarques grammaticales, des avertissemens et des observations sur chaque piece par (Antoine) Bret. Tome prémiere et seconde (sur 6). Paris, Compagnie des Libraires associés (Imprimerie de Michel 1773. 8° (19,5 x 13 cm.). [2] Bl., VIII, 520 S., [2] Bl., 576 S. mit gestoch. Portrait, 2 gestoch. Titelvignetten und 10 Kupfertafeln von Baquoy, de Launay, Duclos, Masquelier, Née u. a. nach Jean-Michel Moreau le Jeune. Rotbraune Lederbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern, floraler Rückenvergoldung, Deckel-Filetten, Innenkantenvergoldung und Goldschnitt.

Bocher, Moreau 1015 ff. Cohen-Ricci 716. Fürstenberg, Französische illustrierte Bücher 68. Maherault 29. Sander 1373. – Erste Ausgabe von Band I und II der berühmten Moliere-Ausgabe, die bis Anfang des 19. Jahrhundert mehrfach nachgedruckt wurde. Mit der für den ersten Druck der ersten Ausgabe „charakteristischen Doppelzählung der Seiten 66/67 und 80/81 in Band I“ (W. R. Deusch). – Sehr schöne prachtvoll gebundene Exemplare.
Première édition des tomes I et II de la célèbre édition de Molière, qui a été réimprimée à plusieurs reprises jusqu’au début du XIXe siècle. Avec « le double comptage caractéristique des pages 66/67 et 80/81 dans le tome I » propre à la première impression de la première édition (W. R. Deusch). – Très beaux exemplaires à la reliure somptueuse.
First edition of Volumes I and II of the famous Molière edition, which was reprinted several times until the early 19th century. Featuring the ‘characteristic double pagination of pages 66/67 and 80/81 in Volume I’ typical of the first printing of the first edition (W. R. Deusch). – Very fine, magnificently bound copies.

Schlagwörter: Gesamtausgaben, Illustrated books, Illustrierte Bücher

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380,--  Bestellen
1 Tolstoi, Leo (Tolstoj, Lev Nikolaevic). Gesamtausgabe des dichterischen Werkes. In Einzelausgaben herausgegeben von Erich Boehme. Band I-VII und XII (von 14). Berlin, Malik-Verlag (1928). 8°. Orig.-Leinenbände mit goldgepr. Rücken- und Deckeltiteln und reicher Rückenvergoldung (von John Heartfield).

Hermann 408. Gittig 201. – Dabei: I. Auferstehung. Roman. Aus dem Russischen von Ilse Frapan. – II und III. Anna Karenina. Aus dem Russischen von Arthur Luther. – IV. bis VII. Krieg und Frieden. Aus dem Russischen von Erich Boehme. – XII. Hadschi Murat und andere Erzählungen. Aus dem Russischen von Erich Boehme, Erich Müller und August Scholz. – Zeitgenössische Besitzvermerke, von leichten Gebrauchs- und Altersspuren abgesehen, alle Bände gut erhalten.

Schlagwörter: Gesamtausgaben

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80,--  Bestellen
1 (Fischer). Eine Gespensterleiche oder der Schein trügt. Eine wahre Begebenheit. Annaberg, (Friedrich) Hasper 1826. 8°. 8 S. Ungeheftete Druckbogen.

Äußerst seltene Schauergeschichte aus dem frühen 19. Jahrhundert. Kein Exemplar weltweit in einer öffentlichen Sammlung nachweisbar (lt. KVK). – Die Erzählung handelt von einer Begebenheit aus dem 18. Jahrhundert. Ein Gruppe junger Offiziere erzählt sich Gespenstergeschichten: „… der Lieutenant Graf – (ich will ihn Hohenheim nennen), einer der liebenswürdigsten und vollkommensten jungen Männer, die ich je gekannt habe. Er ließ sich selten auf unsre Geschichten ein, hörte sie nur mit Unwillen oder mit Spott, erzählte nie dergleichen, und erklärte sogar die Furcht vor Gespenstern, wie sie selbst, für ein Unding. … In einer Nacht zwischen zwölf und ein Uhr, ward Hohenheim durch fernes, dumpfes Geräusch, das vom entgegengesetzten Ende des Korridors im Kaserne herzukommen schien, aufgeweckt. Das Geräusch kam näher, und bald konnte er langsame, feyerliche und starke Tritte wie von vielen Menschen unterscheiden, die auf seine Thüre zugingen. Bald konnte er nicht mehr zweifeln, daß es ihm gelte; denn die Tritte der Vorderen waren schon über die letzten bewohntesten Zimmer hinaus, und in demselben Augenblick sprang auch seine Thür mit starkem Geräusch aus ihren Angeln. Er saß, völlig wach und besonnen, in seinem Bette auf. Zwölf lange Gestalten in schwarzen Talaren und Larven, Fackeln in den Händen tragend, traten paarweise herein, gingen schweigend an seinem Bette vorüber und machten die Runde in seinem Zimmer; ihnen folgte ein verschlossener Sarg auf einer Bahre, getragen von acht gleichgekleideten Figuren; nach diesem die Leidtragenden mit langen Flören und weißen Gesichtern. Man setzt die Bahre vor seinem Bette nieder, man nimmt den Sargdeckel ab; – mit Entsetzen sieht Hohenheim die bleiche, ganz ähnliche Gestalt seines verstorbenen Freundes, im Todtenkleide, wie man ihn begraben, mit offenen Augen, im Sarge liegen… Hohenheim hatt den Anfang der Prozession mit sichtbarer Ruhe angesehen, etwa wie ein Schauspiel, daß man ihm zur Belustigung aufführen wollte; als er das Bild seines Freundes, der kurz vorher gestorben ist, erkannte, starrte er es einen Augenblick an – dann fuhr er auf. „Höllisches Gaukelspiel!“ rief er und griff nach der Pistole. Indem er sie spannte, richtete sich die Gestalt im Sarge langsam auf und starrte ihn an…“ (S. 4-6). – F. Hasper (1781-1838), Buchdrucker in Annaberg, war der Vater von Friedrich Wilhelm Hasper (1796-1871), der 1822 die Braun’sche Druckerei in Karlsruhe übernahm. Die vorliegende „Geister“-Broschüre war Gegenstand eines Schmuggel-Falls 1826 an der böhmisch-sächsischen Grenze im Erzgebirge. Der militärische Kondukteur Karl Friedrich Sättler wurde festgenommen weil er versuchte, Stapel dieser sogenannten Geister-Broschüren bzw. Groschenhefte mit genau diesem Titel nach Österreich (Böhmen) zu schmuggeln. Sättler verdiente sein Geld unter anderem damit, diese Geschichten und Bücher auf den sächsischen Jahrmärkten (wie dem in Annaberg) zu verkaufen. Kurioserweise war der Händler selbst Analphabet und ließ seine Geschäfte von seinem Sohn verwalten. (Quelle: P. Pisa, Cást druhá 1810-1848, V zájmu nevzdelaného ctenáre, Literární cenzura, v dobe restaurace, a rozmachu národního hnutí, online).

Schlagwörter: Geist, Geister, Gespenstergeschichte, Kolportage, Trivialliteratur

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600,--  Bestellen
1 Lachmann, Karl (Übertragung). Die Nibelunge. Text der Hohenems-Münchener Handschrift A des Nibelungenliedes nach der Ausgabe von Karl Lachmann. Berlin, Stargardt 1898-1904. Imperial-Folio (57 x 42 cm.). [4] Bl. (1 w.), 311 S., [3] Bl. (1 w.) mit reichstem Buchschmuck, 66 teils ganzs. farblithogr. Illustrationen und 600 Zierinitialen von Josef Sattler. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel, goldgepr. Deckelillustration und Kopfgoldschnitt.

Rodenberg S. 279. Schauer S.16 und Tafel 4. – Nr. 173 von 200 num. Exemplaren. – Monumental-Ausgabe, von der Reichsdruckerei für die Pariser Weltausstellung mit großem Aufwand angefertigter Druck auf klanghartem, unbeschnittenem Zandersbütten. – „Ein stolzes Werk deutscher Buchkunst, ein Kunstwerk aus einem Gusse, weil der Künstler nicht nur Illustrationen und Ornamente zu zeichnen hatte, sondern alles von der Druckschrift und den Wasserzeichen des Papiers an bis zum Einband und der Satzanordnung in seine Hand gelegt war. Mit der Nibelungentype, die eigens für dieses Werk geschnitten und gegossen wurde, lehnt Sattler sich glücklich an die Unzial- und Halbunzialschrift frühmittelalterlicher Handschriften an. Seit Holbein hat es keinen solchen Meister der Zierinitialen gegeben …“ (Loubier 25 ff.). – Kleine Fehlstellen am Kapital und den Gelenken restauriert, 2 Seiten (S. 100 und 101) sonst sehr gut erhalten.
No. 173 of 200 numbered copies. – A monumental edition, printed at great expense by the Reichsdruckerei for the Paris World Exhibition on crisp, untrimmed Zanders handmade paper. – “A proud achievement of German book art, a work of art cast from a single mould, for the artist was entrusted not only with drawing the illustrations and ornaments, but with everything from the typeface and the paper’s watermarks to the binding and the layout of the text. With the Nibelungen typeface, which was cut and cast especially for this work, Sattler successfully draws on the uncial and semi-uncial scripts of early medieval manuscripts. Since Holbein, there has been no such master of decorative initials …“ (Loubier 25 ff.). – Minor defects on the headband and joints have been restored; otherwise very well preserved.

Schlagwörter: Art nouveau, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Jugendstil, Nibelungen

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4.800,--  Bestellen
1 Böll, Heinrich. Wanderer, kommst du nach Spa … München, Paul List (1956). Kl.-8°. 183, (7) S. Illustr. Orig.-Kartonumschlag. (List-Bücher, Band 69).

Erste Taschenbuchausgabe; die erste Ausgabe erschien 1950 bei F. Middelhauve in Opladen (Lengning 1. 3). – Von H. Böll signiert und datiert „10.III.61“. – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Signierte Bücher

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70,--  Bestellen
1 Goethe, (Johann Wolfgang v.). Sämmtliche Werke. Vollständige Ausgabe in sechs Bänden. 6 Bände. Stuttgart, J. G. Cotta o. J. (1854-1855). 4° (25 x 17 cm.). Mit gestoch. Portrait, 10 gestoch. Tafeln, 2 lithogr. Tafeln und 1 Musik-Beilage. Dunkelgrüne Orig.-Halblederbände mit goldgepr. Rückentiteln und Linienvergoldung.

Einbände etwas berieben, stellenweise etwas braunfleckig, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Gesamtausgaben, Illustrated books, Illustrierte Bücher

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120,--  Bestellen
1 Schultze, Rudolf. Die Modenarrheiten. Ein Spiegelbild der Zeiten und Sitten für das deutsche Volk. Berlin, Nicolai 1868. 8°. IX, 238 S. Farbig illustr. Orig.-Pappband.

Hayn/Gotendorf V, 100. – Erste Ausgabe. – „Ueber Unsittlichkeit, Pluderhosen, Kleiderordnungen, Reifröcke (3 Perioden), Perrücke, Zopf, Mad. Pompadour, Dubarry, Kniehose, Schnürbrust, Crinoline usw. – Weibliche Schönheit u. männliche Stutzerei“ (Hayn/Gotendorf). – „Mag es immerhin eine verlorene Mühe sein, über die Kleidung des Menschen vom Standpunkt der Philosophie oder der Ästhetik aus zu verhandeln, so bietet doch ihre Geschichte Gesichtspunkte dar, die für den prüfenden und vergleichenden Beobachter von höchstem Interesse sind. Die Mode hat trotz ihrer bekannten Leichtfertigkeit, Eitelkeit, Frivolität, Narrenhaftigkeit und Lächerlichkeit doch auch ihre sehr ernsten Seiten; und bei all ihrer scheinbaren Nichtigkeit muss ihr die Bedeutung unbestritten bleiben, dass sie im Stande ist, sowohl die Denk- und Handlungsweise eines einzelnen Individuums zu illustrieren, als auch die geistigen und moralischen Bestrebungen eines ganzen Zeitalters zu charakterisieren“ (R. Schultze im Vorwort). – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Kulturgeschichte, Mode, Sittengeschichte

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160,--  Bestellen
1 Aubrey, John. Lebensentwürfe. Deutsch von Wolfgang Schlüter. Frankfurt am Main, Eichborn Verlag 1994. Gr.-8°. 436, (4) S. Blauer Ziegenlederband mit goldgepr. Rückenschild und Pappschuber. (Die Andere Bibliothek. Hrsg. von Hans Magnus Enzensberger. Band 114).

Eines von 999 num. Exemplaren der Vorzugsausgabe. – In ostindisches Ziegenleder bei G. Lachenmaier in Reutlingen von Hand gebunden. – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Eichborn, Nummerierte Bücher, Vorzugsausgaben

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60,--  Bestellen
1 Eisenhauer, Gregor. Scharlatane. Zehn Fallstrudien Frankfurt am Main, Eichborn Verlag 1994. Gr.-8°. 319, (3) S. Blauer Ziegenlederband mit goldgepr. Rückenschild und Pappschuber. (Die Andere Bibliothek. Hrsg. von Hans Magnus Enzensberger. Band 112).

Eines von 999 num. Exemplaren der Vorzugsausgabe. – In ostindisches Ziegenleder bei G. Lachenmaier in Reutlingen von Hand gebunden. – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Eichborn, Nummerierte Bücher, Vorzugsausgaben

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50,--  Bestellen
1 Machado de Assis. Der geheime Grund. Erzählungen. Aus dem brasilianischen Portugiesisch und mit einem Nachwort von Curt Meyer-Clason. Limitierte Vorzugsausgabe. Frankfurt am Main, Eichborn Verlag 1996. 8°. 316 S., [2] Bl. Blauer Ziegenlederband mit goldgepr. Rückenschild und Pappschuber. (Die andere Bibliothek, Band 140).

Eines von 999 num. Exemplaren der Vorzugsausgabe. – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Nummerierte Bücher, Vorzugsausgaben

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60,--  Bestellen
1 Panati, Charles. Universalgeschichte der ganz gewöhnlichen Dinge. Deutsche Fassung von Udo Rennert und Doris Mendlewitsch. Limitierte Vorzugsausgabe. Frankfurt am Main, Eichborn, 1994. 318, (2) S. Blauer Ziegenlederband mit goldgepr. Rückenschild und Pappschuber. (Die andere Bibliothek, Band 118).

Eines von 999 num. Exemplaren der Vorzugsausgabe. – Von Hand gebunden in ostindisches Ziegenleder bei G. Lachenmaier in Reutlingen. – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Nummerierte Bücher, Vorzugsausgaben

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60,--  Bestellen
1 Swartz, Richard. Roomservice. Geschichten aus Europas nahem Osten. Aus dem Schwedischen von Jörg Scherzer. Limitierte Vorzugsausgabe. Frankfurt am Main, Eichborn Verlag 1997. 8°. 368 S., [2] Bl. Blauer Ziegenlederband mit goldgepr. Rückenschild und Pappschuber. (Die andere Bibliothek, herausgegeben von Hans Magnus Enzensberger, Band 142).

Eines von 999 num. Exemplaren der Vorzugsausgabe. – Von Hand gebunden in ostindisches Ziegenleder bei G. Lachenmaier in Reutlingen. – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Nummerierte Bücher, Vorzugsausgaben

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70,--  Bestellen
1 Kästner, Erich. Herz auf Taille. Zeichnungen von Erich Ohser. Leipzig, Wien, C. Weller (1928). Gr.-8° (21 x 18,5 cm.). 111, (1) S. mit 16 (8 ganzs.) Illustrationen. Schwarzer Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel und Deckelillustration.

Hatry 134. W.-G.² 1. – Erste Ausgabe der ersten Veröffentlichung. – „Curt Weller, ein grasgrüner Verleger, nicht viel älter als ich selber, machte mir den Vorschlag die verstreuten Beiträge zu sammeln und bei Curt Weller & Co. als Buch zu veröffentlichen. Erich Ohser, noch jünger als wir, Schüler der Akademie, übernahm mit heiterem Feuereifer den graphischen Teil. DerTitel wude gesucht und gefunden. “Herz auf Taille“, das paßte zur modischen Linie, zum Bubikopf, zum kurzen Rock, zur überlangen Zigarettenspitze, zum Onestep und zum Charleston, Herz à la mode, das bedeutete Skepsis, Demaskierung, Selbstironie als Selbstschutz“ (Erich Kästner). – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Erstlingswerk, Lyrik

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650,--  Bestellen
1 Kästner, Erich. Gesang zwischen den Stühlen. Stuttgart, Berlin, Deutsche Verlags-Anstalt (1932). Gr.-8° (21,5 x 19 cm.). 109 (3) S. mit Textvignetten von Erich Ohser. Orig.-Karton mit farbig illustr. Schutzumschlag von E. Ohser.

Hartry 198. W.-G.² 15. – Erste Ausgabe des letzten Gedichtband es vor 1933. – „Als die braunen Kolonnen an die Macht marschierten, schrieb Erich Kästner: „Ihr und die Dummheit zieht in Viererreihen im die Kasernen der Vergangenheit. Glaubt nicht, daß wir uns wundern, wenn ihr schreit. Denn was ihr denkt und tut, das ist zum Schreien. Als sie ihren mörderischen Kampfruf „Deutschland erwache“! brüllten und aus Restbeständen Rassentheorien mischten, welche die Auserwähltheit des deutschen Volkes beweisen sollte, prophezeite er: Wie ihr’s euch träumt, wird Deutschland nicht erwachen. Denn ihr seid dumm und seid nicht auserwählt. Die Zeit wird kommen, das man sich erzählt: Mit diesen Leuten war kein Staat zu machen“. Rudolf Arnheim in der Weltbühne: Kästner beweist, daß er unbefangen, rechtlich und lachlustig wie ein Kind ist. Das kommt den Kindern, und das kommt seinen Gedichten zugute. Wenn er seinen Gesang zwischen den Stühlen anstimmt, so liegt das nicht an seiner Ungeschicklichkeit im Sitzen sondern an der seltsamen Konstruktion der Stühle. Er sucht einen Sitz. Schiller meinte, der sentimentale Dichter suche die verlorene Natur. Aber die Zukunft liegt nicht im Garten Eden. Wer heute zwischen den Stühlen sitzt, der sucht etwas, was zwar nicht Natur ist, wohl aber mit ihr eine wichtige Eigenschaft gemein hat: Sinn“.“ (T. Hatry). – Rücken etwas gebräunt, Gelenke und Kanten etwas berieben, gutes Exemplar mit Besitzvermerk des dänischen Geschäftsmanns und Papierwarenhändler Erik Trier (1908-1982).

Schlagwörter: Lyrik

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180,--  Bestellen
1 Cals, Rose (en fait Jeanne Ramel-Cals). Rose. Roman. Paris, Arthème Fayard & Cie. 1918. 8°. 268 p., [1] f. Reliure en demi-cuir maroquin rouge rouille avec titre sur le dos estampé à l’or (couverture typographique reliée).

Exemplaire n° 9 sur 15, sur papier du Japon; Vingt-cinq exemplaires sur papier de Hollande numérotes de 16 à 40. – Première édition de cette publication très rare. – Jeanne Ramel-Cals (née Jeanne Gibert, 1883-1976) „Ses parents dirigent la tannerie familiale située sur la route de Graulhet. Sa mère est une femme d’esprit qui reçoit chez elle des personnalités telles que Jean Jaurès et correspond avec Maurice Maeterlinck. … Installée à Paris, Jeanne trouve rapidement sa voie dans l’écriture, elle devient journaliste et, sous le nom de Jeanne Ramel-Cals, tient des chroniques régulières dans divers journaux tels que Candide, Le Crapouillot, Le Matin, Le Petit Journal, Le Jour, Le Journal illustré ou La Revue de la femme, ainsi que dans la presse régionale comme Septimanie, Sud-Ouest ou La Dépêche du Midi. Parallèlement à sa carrière de journaliste, Jeanne publie des romans qui rencontrent rapidement le succès, notamment ses souvenirs d’enfance dans Vacances à Villefranche. … Le critique littéraire Paul Reboux disait d’elle : „Elle a surtout beaucoup regardé autour d’elle, d’un regard amusé, narquois et pénétrant. C’est ainsi qu’elle a pu observer les choses et les gens, fixer les traits qui lui semblaient cocasses, et nous donner les plus savoureux albums psychologiques dont on puisse se délecter“. André Billy écrit qu’il „l’aime mieux dans l’ironie et la satire. Son talent est assez inégal, elle compose mal et ne sait pas finir. Mais le petit air qu’elle nous joue, tout parsemé de fausses notes qu’il soit, est bien à elle. Elle en tire des effets drolatiques et piquants“. En 1936, lors de la sortie de Le jardin, Gus Bofa écrit que „Jean Ramel-Cals est une petite fille qui a grandi sans le faire exprès. Elle a conservé, tout frais, tous les souvenirs et les idées de son enfance“.“ (Wikipedia). – Le dos est légèrement usé par endroits, mais le livre est par ailleurs en très bon état.

Schlagwörter: Edition de luxe, Erstlingswerk, Nummerierte Bücher, Première publication, Vorzugsausgaben

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200,--  Bestellen
1 Tilemann, Hero. Tagebuchblätter eines deutschen Arztes aus dem Burenkriege. München, Beck 1908. 8°. XII, 534 S. mit Frontispizportrait, 1 Tafel u. 1 gefalt. Karte. OLn. mit goldgepr. Rücken- u. Deckeltitel.

Hero Tilemann (1873-1907) wurde durch seine medizinische und humanitäre Teilnahme am Burenkrieg (1899-1902) in Südafrika sowie seine posthum veröffentlichten Tagebücher bekannt. – „Obwohl Tilemann über seine Erlebnisse im Burenkrieg Tagebuchaufzeichnungen angefertigt hatte, die posthum 1908 veröffentlicht wurden, war bislang nur wenig über den ostfriesischen Arzt bekannt. Erst durch die Übernahme eines umfangreicheren Nachlasses in den Standort Aurich des Niedersächsischen Landesarchivs ist es möglich, mehr über Hero Tilemann zu erfahren. Auf Grundlage dieses Nachlasses widmet sich der Vortrag nicht nur den Beweggründen, die Tilemann veranlassten, als Ambulanzarzt nach Südafrika zu gehen, sondern auch seinen einzelnen Stationen während des Burenkrieges, der sich sehr rasch von einem konventionellen Stellungskrieg zu einem Guerillakrieg wandelte und bereits einen Vorgeschmack auf die katastrophalen Auswirkungen von „totalen“ Kriegen vermittelte. Ebenso wird Tilemanns Haltung zur Genfer Konvention untersucht. Während Tilemann selbst darauf achtete, die Artikel der Genfer Konvention im Burenkrieg vollständig zu erfüllen, verletzten die Briten in seinen Augen mehrmals die internationale Vereinbarung. So hat er nach der Rückkehr in die Heimat und bis kurz vor seinem Tod 1907 vergeblich Entschädigungsansprüche an die britische Regierung für die Verbrennung seiner Ambulanzwagen und die Plünderung der von Tilemann provisorisch errichteten Hospitäler gestellt“ (Niedersächsisches Landesarchiv). – N. a. V., gutes Exemplar.

Schlagwörter: Afrika, Briefe, Medizin, Medizingeschichte, Südafrika, Tagebuch

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70,--  Bestellen
1 Fénelon, (François de Salignac de La Mothe). Oeuvres (complètes). Précedées d’une notice sur sa vie et sur ses écrits (par Fabre de Narbonne). 12 volumes. Paris, Dufour et Cie. 1826. 8° (22 x 14 cm.). Mit gestoch. Portrait in Band I. Orig.-Pappbände mit goldgepr. Rückentiteln und Rückenvergoldung.

Seltene Gesamtausgabe der Werke des bedeutenden französischen Theologen, Pädagogen und Staatsethikers F.-de Salignac de La Mothe-Fénelon (1651-1715), des Verfassers des Abenteuer-, Reise- und Bildungsromans „Les Aventures de Télémaque“ (Paris 1699). – „Dabei wollte François Fénelon das Werk gar nicht veröffentlichen. Das geschah 1699 gegen seinen Willen. Mit fatalen Folgen. Denn „Die Abenteuer des Telemach“ kritisierten indirekt den selbstherrlichen, verschwenderischen Regierungsstil Ludwigs XIV. Verbannt vom Hof in Versailles zog sich François Fénelon in seine nordfranzösische Diözese Cambrai zurück. Nach seinem Tod im Jahr 1715 fanden nicht nur die Aufklärer in seinen Schriften viele Ideen. Auch Positionen der Romantik hatte er mit seinem Stil der Empfindsamkeit vorweg genommen“ (C. Vormweg, WDR). – Einbände leicht berieben, stellenweise etwas braunfleckig, sehr gutes Exemplar.
Édition complète rare des œuvres de F.-de Salignac de La Mothe-Fénelon (1651-1715), éminent théologien, pédagogue et spécialiste de l’éthique politique français, auteur du roman d’aventures, de voyage et de formation « Les Aventures de Télémaque » (Paris, 1699). – « Or, François Fénelon ne souhaitait pas du tout publier cet ouvrage. Cela s’est produit en 1699 contre sa volonté. Avec des conséquences fatales. Car « Les Aventures de Télémaque » critiquaient indirectement le style de gouvernement autocratique et dépensier de Louis XIV. Banni de la cour de Versailles, François Fénelon se retira dans son diocèse de Cambrai, dans le nord de la France. Après sa mort en 1715, les Lumières ne furent pas les seules à trouver de nombreuses idées dans ses écrits. Avec son style sensible, il avait également anticipé certaines positions du romantisme » (C. Vormweg, WDR). – Couvertures légèrement frottées, quelques taches brunes par endroits, très bel exemplaire.

Schlagwörter: Gesamtausgaben, Pädagogik, Philosophie, Theologie

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160,--  Bestellen
1 Sacher-Masoch, L(eopold) v. Die Liebe des Plato. Mit 5 Illustrationen von Franz von Bayros. Leipzig, Georg H. Wigand o. J. (1907). 8°. [1] Bl., 144 S. mit farbigem Frontispiz und 4 Tafeln. Dunkelblauer flexibler Lederband mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel, Rücken- und Deckelvergoldung und Kopfgoldschnitt.

Brettschneider 81 (irrig mit der Angabe Insel-Verlag, dieses Werk ist dort jedoch nie erschienen). Hayn/Gotendorf VII, 8. W.-G.² 109. – Erste Einzelausgabe; die Erzählung erschien zuerst in der Novellensammlung „Das Vermächniß Kains“ 1870. – Nr. 52 von 400 Exemplaren der Vorzugsausgabe. – „Sacher-Masoch unterlegt das Motiv mit seiner eigenen Typologie der Geschlechter, die auch der berühmten Erzählung Venus im Pelz zugrunde liegt: Die Frauen sind zu wahrer Liebe nicht fähig. In „Venus im Pelz“ ersetzt der Held deshalb Liebe durch Unterwerfung, in „Die Liebe des Plato“ entsagt der junge Graf Tarnow vollständig der Liebe der Frauen – und wird deshalb zum Gegenstand einer raffinierten Täuschung. Schließlich spielt er wider besseres Wissen sogar mit in diesem Spiel, da er seinen „Anatol“ nicht verlieren will“ (M. Gratzke zu einer Neuausgabe). – Das erste und letzte Blatt etwas gebräunt, schönes Exemplar.

Schlagwörter: Erotica, Homosexualität, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Jugendstil, Nummerierte Bücher, Vorzugsausgaben

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200,--  Bestellen
1 Rabelais, François. Gargantua und Pantagruel. Aus dem Französischen verdeutscht durch Gottlob Regis. Neu herausgegeben von Wilhelm Weigand. 2 Bände. München, Georg Müller 1911. 8°. LXXXVII, 521 S.; 464 S. mit Portrait-Frontispiz. Dunkelblaue Orig.-Halblederbände mit goldgepr. Rückenschildern und reicher Rückenvergoldung. (Werke der Weltliteratur).

25 Jahre Georg Müller Verlag 110. Hayn-Gotendorf VI, 339. Schauer II, 55. – Das kleine Rückenschildchen mit „1“ von Band I fehlt, gutes sauberes Exemplar der schönen Halblederausgabe.

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60,--  Bestellen
1 Choderlos de Laclos, (Pierre Ambroise François). Die gefährlichen Liebschaften. Aus dem Französischen übertragen und eingeleitet von August Brücher. 4 Teile in 1 Band. Berlin und Leipzig, Wilhelm Borngräber o. J. (1914). 8°. 177, (2) S.; 163 S.; 154 S.; 172 S., [2] Bl. mit 4 montierten Frontispizen von Ernst M. Simon. Halblederband mit goldgepr. Rückentitel.

Erste Ausgabe dieser Übersetzung. – Zeitgenöss. Besitzvermerk auf dem ersten Titelblatt, gutes dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Erotica, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Jugendstil

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40,--  Bestellen
1 (Bleichröder, Hans v.). James Grunert. Roman aus Berlin W. Vollständige Textausgabe. Ohne Ort und Jahr, Aretino-Presse (ca. 1936). 8°. 340 S. Halbleinenband in Halbleder-Optik mit goldgepr. Rückenschild.

Vgl. Bilderlexikon II, 476 f. und Hayn-Gotendorf IX, 54 (frühere Ausgaben). – Eines von 300 „in der Maschine numerierten Exemplaren … nur für Wissenschaftler und Sammler bestimmt“. – „Diese ganz und gar vorurteilslosen Erinnerungen eines ehrenwerten jungen Mannes aus feiner Berliner Bankiersfamilie, der schon im zartesten Knabenalter leidenschaftlich gern weibliche Hüften streichelt, Backfische liebkost und später in den Salons des Berliner Westens sein Unwesen treibt, erschienen 1908 als Privatdruck. Mit den Erinnerungen der Josefine Mutzenbacher gehört dieser Roman längst zu den amüsantesten Kabinettstücken der literarischen Pornographie“ (Rowohlt Verlag zur Neuausgabe). – Sehr gutes sauberes Exemplar.

Schlagwörter: Erotica, Nummerierte Bücher

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70,--  Bestellen
1 Shakespeare, William. Sämtliche Werke. (Mit Anmerkungen herausgegeben von Levin Ludwig Schücking und Else v. Schaubert. Übertragungen von August Wilhelm v. Schlegel und Ludwig Tieck). 10 Bände. München, Georg Müller 1925-1929. Gr.-8°. Hellbraune Orig.-Leinenbände mit Deckel-Vignetten.

25 Jahre Georg Müller Verlag, 194. – Breitrandiger Druck, gedruckt bei Mänicke & Jahn in Rudolstadt. Buchausstattung von Paul Renner. – Rücken geringfügig berieben, sehr gutes sauberes Exemplar der gesuchten Werkausgabe.

Schlagwörter: Gesamtausgaben

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240,--  Bestellen
01 Huch, Ricarda. Gedichte. 2., vermehrte Auflage. Leipzig, H. Haessel 1908. 8°. 269, (1) S. Orig.-Pergamenteinband mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel, Rücken- und Deckelvergoldung und Kopfgoldschnitt.

W.-G.² 24. – Erweiterte Ausgabe der zuerst 1894 erschienen Gedicht-Sammlung. – Kapital an den Gelenken etwas eingerissen (0,5 cm.), sonst gutes Exemplar der schönen Pergamentausgabe.

Schlagwörter: Lyrik

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50,--  Bestellen
1 Kästner, Erich. Lärm im Spiegel. Leipzig, Wien, C. Weller (1929). Gr.-8° (20,5 x 18,5 cm.). 110 S., [1] Bl. mit 10 Illustrationen von Rudolf Grossmann. Illustrierter Orig.-Kartonumschlag (von R. Grossmann).

Hatry 143. Holstein, Buchumschläge 426 (9.-10. Tsd.). Sennewald 29.2. W.-G.² 2 (datiert falsch 1928). – Seltene erste Ausgabe des zweiten Gedichtbands. – „Obwohl ich selber Verse mache, sind mir viele Lyriker noch unsympathischer als alle Tenöre. Sie verbreiten… die Falschmeldung, die Fähigkeit des Gedichteschreibens sei eine göttliche Konzession; und dann gehen sie hin und blamieren ihr Gottesgnadentum nicht weniger als gewisse Herren… Zum Glück gibt es ein oder zwei Duzend Lyriker – ich hoffe fast, mit dabei zu sein – die bemüht sind das Gedicht am Leben zu erhalten. Ihre Verse kann das Publikum lesen und hören, ohne einzuschlafen; denn sie sind seelisch verwendbar… Man hat für diese Art von Gedichten die Bezeichnung ‚Gebrauchslyrik‘ erfunden… Verse, die nicht zu brauchen sind Reimspielereien… Mit der Sprache seiltanzen, das gehört ins Varieté… die Lyriker haben wieder einen Zweck. Ihre Beschäftigung ist wieder ein Beruf. Sie sind wahrscheinlich nicht so notwendig, wie die Bäcker und Zahnärzte, aber nur, weil Magenknurren und Zahnreißen deutlicher Abhilfe fordern, als nichtkörperliche Verstimmungen. Trotzdem dürfen die Gebrauchspoeten froh sein, sie reagieren unmittelbar nach den Handwerkern“ (‚Prosaische Zwischenbemerkung‘ von Erich Kästner, S. 49). Schon Anfang Januar des nächsten Jahres ist die erste Auflage total vergriffen. Als Lohn erhält er 1200 Mark. – Randläsuren unauffällig restauriert, sehr gutes sauberes der seltenen kartonierten Ausgabe.

Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Lyrik

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320,--  Bestellen
1 (Newman, Jeremiah Whitaker). The Lounger’s common-place book (or miscellaneous collections in history, criticism, biography, poetry & romance). (Volume 4): A new volume of the Lounger’s common-place book. Containing one hundred articles, none of which have been printed in any of the former volumes. London, Longman, Hurst, Rees and Orme 1807. 8°. [2] Bl., 252 S. Geglätteter Kalbslederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild, Rückenvergoldung, vierfachen Deckel-Filetten und Innenkantenvergoldung.

Vierter und letzter Teil der seit 1796 erschienenen Sammlung mit Biographien, politischen Kommentaren, Zitaten und Kritiken aus der zeitgenössischen Literatur, Satiren und Anekdoten. Kulturhistorisch wichtige Dokumentation der Aufklärung in Groß-Britannien um 1800. Der vorliegende Band enthält Biographien von Alexander de Medicis, Angus Foy Fletcher, John Calas, Thomas Chatterton, Henry Flood, Lord Nelson, Thomas Swalden u. a. Außerdem interessante Artikel über Landschafts-Gärtnerei, unparteiische Justiz, Nervenleiden, Straßenvermessung und Tabak. – Die Sammlungen wurden noch bis 1838 immer wieder neu aufgelegt. – Hauptwerk des britischen Mediziners und Schriftstellers J. W. Newman (1759-1839). – Newman „became a member of the Corporation of Surgeons, and was in practice at Ringwood in 1783. In consequence of ill-health he removed to Dover, where he made the acquaintance of Sir Thomas Mantell [q. v.] and his wife, and resided for many years in their house. He was a delightful companion at all times, full of anecdote and energy, intelligence and originality. On 9 Dec. 1790 he was admitted an extra-licentiate of the College of Physicians of London (Munk, Coll. of Phys. 2nd edit. ii. 414). He was a favourite with the eccentric Messenger Monsey [q. v.], the resident physician at Chelsea Hospital, of whom he wrote (but did not publish) an amusing memoir. He married and settled on his own estate at Ringwood, where he died on 27 July 1839. His principal work, published anonymously, was ‘The Lounger’s Commonplace Book, or Miscellaneous Collections in History, Criticism, Biography, Poetry, and Romance,’ 3rd edit. 4 vols., London, 1805–7, 8vo; and 2 vols., London, 1838, 8vo.“ (Dictionary of National Biography). – Sehr schönes dekorativ gebundenes Exemplar aus der französischen Schloß-Bibliothek „Bibliotheque de Fulcran Captier“ (Exlibris).
The fourth and final volume of the collection, first published in 1796, containing biographies, political commentary, quotations and reviews from contemporary literature, satires and anecdotes. A culturally and historically significant record of the Enlightenment in Great Britain around 1800. This volume contains biographies of Alexander de Medicis, Angus Foy Fletcher, John Calas, Thomas Chatterton, Henry Flood, Lord Nelson, Thomas Swalden and others. It also includes interesting articles on landscape gardening, impartial justice, nervous disorders, road surveying and tobacco. – The collections were reprinted repeatedly until 1838. – Major work by the British physician and writer J. W. Newman (1759–1839). – A very fine, decoratively bound copy from the French castle library ‘Bibliothèque de Fulcran Captier’ (bookplate).

Schlagwörter: Aufklärung, England, Great Britain, Grossbritannien, Satire

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140,--  Bestellen
1 Giraudoux, Jean. Amphitryon 38. Comédie en trois Actes. (Illustrée de compositions originales de Mariano Andreu gravées sur bois en camaïeu par P. Toustain. Typographie de François-Louis Schmied). (Paris, Les Editions du Bélier 1931). 4° (26 x 19 cm.). 213, (2) S. mit Frontispiz und 19 Holzstich-Illustrationen. Rostroter Lederband mit godgepr. Rückentitel, 5 unechten Bünden und Rückentitel.

Eines von 1000 num. Exemplaren auf vélin de chiffon des papeteries de Lana; im Druckvermerk von M. Andreu signiert. – Der spanische Maler, Zeichner, Bildhauer und Bühnenbildner Mariano Andreu (1888-1976) stattete ca. 30 Livres de Luxe aus. – Schönes dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Nummerierte Bücher, Signierte Bücher

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100,--  Bestellen
1 Iffland, August Wilhelm. Bewustseyn. Ein Schauspiel in fünf Aufzügen. Berlin, George Jacob Decker 1787. Kl.-8° (17 x 10,5 cm.). VIII, 168 S. mit gestoch. Titelvignette von Darchow nach G. W. Hoffmann. Pappband der Zeit mit handschr. Rückenschild.

Goedeke V, 267, 10. VD18 11524790. – Erste Ausgabe. – Mit eigenhändiger Widmung von A. W. Iffland „Pour Madame … [Name gelöscht] de la part de son tres hamble Serviseur Iffland“. – „Zusammen mit Ekhof und Schröder gehört I. zu den großen Charakterdarstellern des 18. Jh., am meisten lagen ihm bürgerliche Rollen wie die der Helden in seinen eigenen Dramen. … (Der Ideengehalt seiner bürgerlichen Schauspiele) läßt sich wie folgt zusammenfassen: rührende Ausmalung der Lebensweise des mittleren Bürgertums und der armen Volksschichten mit den Tugenden Arbeitsamkeit, Sparsamkeit, Häuslichkeit, Familiensinn, Gutmütigkeit, Biederkeit, Rechtschaffenheit, Frömmigkeit. Nächstenliebe und Treue zu dem angestammten Fürstenhaus; Kritik an der schmarotzerartigen Stellung des Adels und seinem verderblichen Einfluß auf das bürgerliche Leben, wobei diese Kritik sich auf den moralischen Bereich beschränkt, nur einzelne Bösewichte herausstellt und nicht etwa eine Gleichheit der Stände fordert“ (H.-G. Winter in NDB X, 120 ff.). – Einband etwas berieben, angestaubt und fleckig, stellenweise, teils stärker braunfleckig.

Schlagwörter: Autographen, Drama in German, Signed books, Signierte Bücher, Theaterstücke, Widmungsexemplar

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300,--  Bestellen
1 Allende, Isabel. El plan infinito. Barcelona, Plaza & Janés (1991). 8°. 474, (6) p. Encuadernación original en tela con ilustración a color en la cubierta, en estuche de tela.

Primera edición en la mejor edición. – „El plan infinito es la quinta novela de la escritora chilena Isabel Allende. Escrita en 1991, narra la historia de Gregory Reeves, un blanco criado en el barrio latino de Los Ángeles. Su narración oscila entre la tercera y la primera persona, que corresponde a la perspectiva del protagonista Gregory Reeves. Tras ser un nómada en la compañía de su padre, su madre, su hermana y de una estrafalaria esposa, Greg Reeves cambia radicalmente de escenario al verse viviendo como extranjero en el barrio latino de Los Ángeles. Allí conoce el racismo, se hace amigo de Carmen Morales, y se ve envuelto en la trasformación de su dinámica familiar, la introducción en la guerra de Vietnam, y una transformación interna, constante y dependiente de los escenarios en los que vive“ (Wikipedia). – Un ejemplar en muy buen estado.

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40,--  Bestellen
1 Hesse, Hermann. Krieg und Frieden. Betrachtungen zu Krieg und Politik seit dem Jahr 1914. Zürich, Fretz & Wasmuth (1946). 8°. 265, (1) S. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rückenschild, Rückenvergoldung und Deckel-Monogramm. (Gesammelte Werke in Einzelausgaben).

Mileck II, 85 und I, B 6. W.-G.² 288. – Erste Ausgabe in der Ausstattung der „Gesammelten Werke“. – „Die Zusammenstellung der politischen Aufsätze beginnt nach dem Geleitwort mit Hesses berühmtem Aufruf an die Dichterkollegen vom September 1914: „0 Freunde, nicht diese Töne!” Das Echo darauf war für den Dichter niederschmetternd. In Deutschland wurde er zum “Gesinnungslumpen“ und Vaterlandsverräter gestempelt. Die einzige sympathische Reaktion aus dem Kreis der Schriftsteller kam von Romain Rolland, dem dieses Buch gewidmet ist. Hesse plante offensichtlich schon 1918 die Herausgabe der während des Krieges erschienenen Aufsätze in einem Sammelband. (Vgl. Katalog Marbach 97, Geleitwort zu der geplanten Sammlung „Krieg und Dichter“ Typoskript 1918). – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Pazifismus, Weltkrieg <1914-1918>

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42,--  Bestellen
1 Pereda, José M(aría) de. Obras completas. Con un estudio preliminar por Jose M(ari)a de Cossio. Segunda edicion. Madrid, M. Aguilar 1940. 8°. XXXIV, 2111, (2) p. con un retrato del autor. Encuadernación en piel original con el título estampado en dorado en el lomo, retrato del autor en relieve, firma estampada en dorado en la cubierta delantera y cortes pintados en color.

Segunda edición completa de las obras de José María de Pereda y Sanchez de Porrua (1833-1906). – „El trasfondo de sus novelas realistas, escritas en el estilo del costumbrismo, lo constituyen su tierra natal, Santander y Cantabria, y el contraste entre la ciudad y el campo. Políticamente cercano a los carlistas, idealizó con nostalgia las condiciones de vida patriarcales del campo. Además, se dedicó al estudio de la lengua y tipificó los distintos dialectos de Cantabria“ (Wikipedia). – Un ejemplar en muy buen estado.

Schlagwörter: Dünndruck-Ausgaben, Gesamtausgaben

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100,--  Bestellen
1 Beckett, Samuel. Ends and odds. Plays and sketches. London, Faber & Faber 1977. 8°. 104 S. Orig.-Pappband mit illustr. Schutzumschlag.

First British edition. – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Drama in English, Theaterstücke

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30,--  Bestellen
1 Cramer, C(arl) G(ottlob). Stella’s Frühling des Lebens. Ein Seitenstück zu Bellomos Abend. Neue durchgesehene Auflage. Leipzig, (Rein) 1802. 284 S. mit gestoch. Frontispiz von J. Blaschke nach Schubert. Marmorierter Pappband der Zeit mit handschr. Rückenschild.

ADB IV, 558 f. Goedeke V, 510, 46. – Erschien zuerst 1801. – Carl Gottlob Cramer (1758-1817) gehörte zu den erfolgreichsten Trivialautoren seiner Zeit. – „Allen Romanen Cramers ist eine gehörige Portion bissiger, wenn auch oberflächlicher Zeit- und Sozialkritik beigemischt, seine formale Vielseitigkeit erinnert manchmal an Jean Paul, wie seine geschickten Kolportageeffekte an einen Johannes Mario Simmel. Sein Stil ist in den Ritterromanen ebenso unverkennbar wie in den Satiren, in den Gespenstergeschichten wie in den erotischen Werken“ (R. Wittmann, Zur Trivialliteratur der Goethezeit. Randbemerkungen eines Sammlers. In: Aus dem Antiquariat 1976, Heft V). – Einband etwas berieben, ein Blatt (S. 15/16) oben mit kl. Eckabriß (geringf. Textverlust S. 16), stellenweise etwas braunfleckig, sonst gut erhalten.

Schlagwörter: Trivialliteratur, Trivialroman

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100,--  Bestellen
1 Brecht, Bertolt. Dreigroschenroman. Amsterdam, Albert de Lange 1934. 492 S., [2] Bl. Orig.-Kartonumschlag mit illustr. Schutzumschlag (Carola Neher als Polly Peachum).

Nubel A 109. Raabe-Hannich 41, 11. Sternfeld-Tiedemann 74. W.-G.² 18. – Erste Ausgabe. – „Dem Roman liegt das Theaterstück ’‚Die Dreigroschenoper‘‚ und John Gays ‘‚Beggar‘‚s Opera‘’ zu grunde“. – „Zum Kriminalroman wird der „Dreigroschenroman“ dadurch, dass er seine Spannung ganz aus dem Milieu der Wirtschaftsverbrechen bezieht…Seinen Reiz bewahrt hat das Werk durch ein Swiftsches Element, durch die Satire und eine ironische Sprache“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung zur Neuausgabe bei Suhrkamp/Insel). – „Brecht zieht Epochen zusammen und quartiert seinen Gangstertyp in London ein, das den Rhythmus und das Aussehen der Zeit von Dickens hat . Das Privatleben unterliegt den früheren Bedingungen, der Klassenkampf denen von heute. Diese Londoner haben keine Telefone, aber ihre Polizei hat bereits Panzer“ (W. Benjamin). – Erst 1950 erschien im Berliner Aufbau-Verlag eine Neuausgabe mit einem Schutzumschlag von Franz Haacken. – Schutzumschlag mit unauffällig restaurierten Randläsuren, sehr gutes Exemplar der seltenen kartonierten Ausgabe.

Schlagwörter: Exil, Exilliteratur, Kriminalliteratur

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280,--  Bestellen
1 Fabre, Francois. Némésis médicale illustrée. Recueil de satires. Revue et corrigée avec soin par l’auteur. Contenant trente vignettes dessinées par (Honore) Daumier, et gravées par les meilleurs artistes. Avec un grande nombre de culs-de-lampe, etc. 2 volumes. Paris, Au Bureau de la Némésis médicale 1840. Gr.-8° (24 x 16 cm.). XXXII, 278 p.; 360 p. avec 30 gravures sur bois et de nombreuses vignettes d’après H. Daumier. Reliure typographique en carton original.

Garrison & Morton 6604.94. Heirs of Hippocrates 1575. Norman 747. Wellcome III, 2. – Première édition illustrée de ce classique de la littérature médicale en 24 satires et en vers. Docteur en médecine et poète, François Fabre (1797-1854) fut fondateur et directeur de la „Gazette des hôpitaux civils et militaires“ (1828-1854). – „The illustrations for Fabre’s text are considered Daumier’s most powerful contribution in the medium of wood-engraving“ (Norman). – „Some of Daumier’s best designs. There are only 30 of substance, but these suffice to make Nemesis medicale one of the ranking illustrated books of the period“ (Ray, The Art of the French Illustrated Book 217). – Reliures poussiéreuses, frottées et abîmées, quelques rousseurs éparses, très bon exemplaire dans les rares reliures de l’éditeur.
First illustrated edition of this classic work of medical literature, comprising 24 satirical verses. A doctor of medicine and poet, François Fabre (1797–1854) was the founder and editor of the *Gazette des hôpitaux civils et militaires* (1828–1854). – ‘The illustrations for Fabre’s text are considered Daumier’s most powerful contribution in the medium of wood-engraving’ (Norman). – ‘Some of Daumier’s best designs. There are only 30 of substance, but these suffice to make Nemesis medicale one of the leading illustrated books of the period’ (Ray, The Art of the French Illustrated Book 217). – Bindings dusty, rubbed and damaged, a few scattered foxing spots; a very fine copy in the rare publisher’s bindings.

Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Medizin, Satire

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01 Tausend und eine Nacht – Ali Baba und die vierzig Räuber. Illustriert von Max Slevogt. 2. Auflage. Berlin, Bruno Cassirer 1921. Gr.-4° (32 x 25 cm.). 44 S., [2] Bl. mit teils ganzseitigen und farbigen Illustrationen. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband. (Das Märchenbuch. Eine Folge von Märchenbüchern für Kinder und Erwachsene. 10. Buch).

Deckel etwas angestaubt, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Märchenbilderbücher, Tausend und eine Nacht

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