Literatur und Literaturwissenschaft / Illustrierte Bücher / Pressendrucke
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Beschreibung Gesamte Buchaufnahme |
Preis EUR |
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| Pangkofer, Jos(ef) Ans(elm). Gedichte in altbayerischer Mundart. 2 Bände. Nürnberg, Ebner 1854. Kl.-8° (15,5 x 11,5 cm.). VIII, 350 S.; 348 S. mit 5 Holzschnitt-Tafeln nach Julius Zimmermann in Band I und 7 (2 getönte) lithogr. Tafeln von Ludwig Volz in Band II. Weinrote Orig.-Samteinbände mit goldgepr. Rückentiteln, Deckel-Filetten und Goldschnitt.
ADB XXV, 121. Goedeke VII, 668. – Sehr seltene Gesamtausgabe der Mundart-Lyrik des neben Franz v. Kobell bedeutendsten bayrischen Dialektdichters im 19. Jahrhundert. Der erste Band in 3. erweiterter Auflage; der zweite Band in erster Auflage. Mit kongenialen Illustrationen von J. Zimmermann (1824-1906) und L. Voltz (1825-1911). – J. A. Pangkofer (1804-1854) veröffentlichte bereits 1827 erste Mundart-Gedichte (″Krystalle“), „denen er später eine neue Auswahl (1839) folgen ließ. … Hervorzuheben sind seine mit J. R. Schuegraf verfaßte „Geschichte der Buchdruckerkunst in Regensburg“ (1840) und die kurz vor seinem Tode gegründete Monatsschrift „Deutschlands Mundarten“, welche mit größerer Wissenschaftlichkeit von K. Frommann (VI, 1854—59) fortgesetzt wurde. An Dichtungen veröffentlichte er noch „Gedichte in hochdeutscher und altbayrischer Mundart“ (1842); „Jesu geheimes Leben, ein Epos in Legenden und Paramythien“ (1844); „Gedichte in altbayrischer Mundart“ (II, 1845—47. Neue Folge 1854). Nächst v. Kobell war P. seiner Zeit der vortrefflichste Dialektdichter im altbayrischen Idiom. „Seine Dichtungen, zumal die erzählenden, zu objectiver Rundung herausgebildet, sind meist naiv-innige, naturfreudige, dem Volksgeist abgelauschte, die Zustände als rein menschliche unbefangen wiederspiegelnde Darstellungen, die bei aller Treuherzigkeit doch einen Anflug von Ironie und Genre-Derbheit verrathen“.“ (F. A. Greger in ADB). – Rücken etwas berieben und mit Resten von Bibliotheks-Signaturen am Fuß, Exlibris, stellenweise etwas braunfleckig, sonst sehr gut erhalten. Schlagwörter: Bavarica, Bayern, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Lyrik, Mundart |
160,-- | ![]() |
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| (Aurbacher, Ludwig oder Ludwig Bechstein). Die Sieben Schwaben. Deutsche Handschrift auf Papier. Heidelberg (?), Oktober 1990. Imperial-Folio (40,5 x 26 cm.). [40], (38 beschriebene) Bl., kalligraphiert in schwarzblauer und roter Tinte mit 11 ganzs. Illustrationen (von Adrian Ludwig Richter) in Siebdruck auf Hahnemühle-Bugra-Bütten. Orig.-Pappband mit Rückentitel in Gold.
Hervorragendes unikates Künstlerbuch eines anonymen Kalligraphen. Auf einer beiliegenden maschinenschriftlichen Karte schildert der Künstler den Herstellungsprozess: „Handgeschriebenes Buch der kompl. Saga der sieben Schwaben nach einer Ausgabe von 1862 mit 11 Illustrationen in Siebdruck auf Bugra-Bütten. Text: als Experiment wurde Italic mit der eigenen Handschrift vermischt geschrieben! Anfangsbuchstaben, die in rot geschrieben sind-sind (sic!) in klass. Antiqua mit einer 1mm Bandzugfeder; jeweils der Titel am Beginn einer Sage in Italic mit einer 1,5mm Bandzugfeder, und der übrige Text mit einer 1/7mm Bandzugfeder. Die Anfangsbuchstaben zu Textbeginn werden vergoldet und farblich hinterlegt. Das Buch umfaßt 69 Seiten und es wurden bisher 95 Stunden dafür aufgewendet. Eigene Bindung. – Dieses Exemplar ist unverkäuflich !! Im kommenden Jahr werden 4 weitere Bücher mit gleichem Text gefertigt – aber in Verschiedenen Schrifttypen geschrieben – die bei ernsthaftem Interesse zu erwerben sind! Preis auf Anfrage!!!“; rückseitig mit Bleistift datiert „Okt. 1990“ und mit der Preisangabe „2200,– DM“. – Von den großen Anfangs-Initialen der 26 Kapitel wurde nur eines in Gold auf rotem Grund ausgeführt, die anderen sind mit Bleistift vorgezeichnet. Als Vorlage für den Text diente wohl die zuerst 1832 in Aurbachers „Volksbüchlein“ erschienene Fassung der Sage oder diejenige von Ludwig Bechstein (vielleicht aus dessen Märchen-Sammlung von 1862). Die 11 Illustrationen des berühmten Malers und Illustrators A. L. Richter (1803-1884) erschienen zuerst 1849 bei Georg Wigand in Leipzig. Schlagwörter: Handschriften, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Kalligraphie, Künstlerbuch, Märchen u. Sagen, Unikat |
500,-- | ![]() |
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| Jünger, Ernst. In Stahlgewittern. Ein Kriegstagebuch. 9. Auflage, 26. bis 29. Tausend. Berlin, E. S. Mittler & Sohn 1929. 8°. 283, (5) S. mit 1 Portrait des Verfassers. Gelber Orig.-Leinenband mit Rücken- und Deckeltitel in Rot.
Des Coudres / Mühleisen B 1 d. – Dritte Fassung; gegenüber früheren Auflagen mit veränderten Verlagsanzeigen am Schluß. – „In Stahlgewittern ist das erste Buch Ernst Jüngers. Es beschreibt Jüngers Erlebnisse an der deutschen Westfront im Ersten Weltkrieg von Dezember 1914 bis August 1918. Das Buch begründete in den 1920er Jahren Jüngers Ruhm als Schriftsteller. Im Urteil der Zeitgenossen wie auch späterer Kritiker spiegelt sich die Ambivalenz des Werkes wider, das den Krieg zwar in all seiner Brutalität beschreibt, ihn aber weder ausdrücklich verurteilt noch auf seine politischen Ursachen eingeht. Man kann es daher affirmativ, neutral oder als Antikriegsbuch lesen. Fernab jeder politischen oder moralischen Parteinahme wird der Krieg bei Jünger zum inneren Erlebnis und zu einer das Bewusstsein des Mitwirkenden schärfenden Erfahrung, die den Verfasser zur Erkenntnis der Bedeutung der Tatkraft des Einzelnen im Überlebenskampf führt“ (Wikipedia). – Rückendeckel leicht fleckig, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Weltkrieg <1914-1918>, Weltkrieg I |
40,-- | ![]() |
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| Suttner, Bertha v. Die Waffen nieder! Eine Lebensgeschichte. 11. Tausend. 2 Bände. Dresden, E. Pierson 1894. 8°. [3] Bl., 309, (3) S.; [3] Bl., 324 S. Weinrote Orig.-Leinenbände mit reicher Gold- und Schwarzprägung.
Frühe Ausgabe des zuerst 1889 erschienen berühmten Roman der österreichischen Friedensaktivistin und Nobelpreisträgerin Bertha von Suttner. Das Werk gilt als das wichtigste Buch der europäischen Friedensbewegung und der Buchtitel wurde zum universellen Schlachtruf der internationalen Friedensbewegung vor dem Ersten Weltkrieg. Der erfolgreiche Roman, die fiktive Autobiografie der Wiener Aristokratin Martha Althaus, inspirierte Alfred Nobel maßgeblich zur Stiftung des Friedensnobelpreises, den Bertha von Suttner 1905 als erste Frau erhielt. – Am 3. September 1891 forderte Bertha von Suttner in einem Artikel der Neuen Freien Presse die Gründung einer „Österreichischen Gesellschaft der Friedensfreunde“ mit den Worten: „Darum ist es nothwendig, daß überall dort, wo Friedensanhänger existieren, dieselben auch öffentlich als solche sich bekennen und nach Maßstab ihrer Kräfte an dem Werke mitwirken.“ – Bertha von Suttner (1843-1914), „geborene Gräfin Kinsky, stammte aus einer böhmischen Adelsfamilie, die aber nach dem Tod des Vaters verarmt war, so dass die 30jährige Bertha im Hause Suttner ihren Lebensunterhalt als Gouvernante verdienen musste. Dort verliebte sie sich in den um sieben Jahre jüngeren Sohn des Hauses, wurde entlassen und als Privatsekretärin an Alfred Nobel nach Paris vermittelt. … 1889 veröffentlichte Bertha von Suttner ihren Antikriegsroman Die Waffen nieder, der über Nacht ein Welterfolg wurde, bis 1905 37 Auflagen erreichte und in 16 Sprachen übersetzt wurde. … Bertha von Suttner musste aber auch Spott und Ächtung ertragen. Ihre Tätigkeit wurde als »unweiblich« kritisiert. Sie aber war von ihrer Friedensmission bis an ihr Lebensende erfüllt. Ihre größte Niederlage erlebte sie nicht mehr – sie starb 1914, wenige Wochen vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs, vor dem sie so oft gewarnt hatte“ (S. Duda in fembio(dot)org). – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Feminismus, Friedens-Nobelpreis, Friedensbewegung, Pazifismus |
80,-- | ![]() |
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| Schaeffer, Albrecht. Lene Stelling. Originallithographien von Alfred Kubin. Berlin, Otto v. Holten (1923). 4° (25 x 20,5 cm.). 42 S., [1] Bl. mit 3 (1 signierten) Orig.-Lithographien. Orig.-Pappband mit Rücken- und illustr. Deckelschild.
Marks A 74. Raabe 227. Rodenberg 246. – Eines von 100 nummerierten Exemplaren auf van-Gelder-Bütten (Gesamtauflage 300 Exemplare). Die erste Lithographie von A. Kubin und im Druckvermerk von A. Schaeffer signiert. Privat-Druck von O. v. Holten im Auftrag des Berliner Konfektionär und Bibliophilen Gotthard Laske (1882-1936). Laske trug eine der erlesensten Privatsammlungen moderner Buchkunst, illustrierter Bücher und Erstausgaben in Deutschland zusammen. Er besaß unter anderem eine lückenlose Sammlung von Werken expressionistischer Autoren. Zwischen 1913 und 1932 gab Laske auf eigene Kosten rund 30 bibliophile Privatdrucke heraus (darunter auch das vorliegende Werk). Er beauftragte führende Künstler wie Alfred Kubin, Marcus Behmer oder Karl Walser mit Illustrationen und ließ die Werke bei Meisterdruckern wie Otto von Holten oder in der Offizin Haag-Drugulin fertigen. – Kapital restauriert, gutes Exemplar. Schlagwörter: Expressionisme, Expressionismus, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Nummerierte Bücher, Signierte Bücher, Signierte Künstler-Graphik |
240,-- | ![]() |
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| Hesse, Hermann. Siddhartha. (Un poema indio. Versión al castellano de Ricardo Bumantel). Segundo edición. Guatemala, Mexico, Editora Latino Americana (1963). 8°. 171 págs., [2] hojas. Cubierta original de cartón con ilustraciones a color y sobrecubierta con ilustraciones a color.
Vgl. Mileck I, 414 (Ausgabe Buenos Aires, Editorial Argonauta 1947). – Zweite mexikanische Ausgabe; erschien zuerst im März 1957. Die erste lateinamerikanische Ausgabe dieser Übersetzung erschien 1947 in Buenos Aires. Vermutlich handelt es sich bei dem Namen des Übersetzers um ein Pseudonym und auch der Gestalter des Umschlags ist nicht zu ermitteln. In den 1940er und 1950er-Jahren war es im lateinamerikanischen Verlagswesen (besonders in Argentinien) gängige Praxis, dass Übersetzer aus urheberrechtlichen, politischen oder vertraglichen Gründen unter einem Pseudonym arbeiteten. Oft verbargen sich dahinter bekannte Exil-Autoren oder Verlagsmitarbeiter, die schnell Übersetzungen aus dem Deutschen anfertigten. – Die erste Ausgabe erschien im Oktober 1922 bei S. Fischer in Berlin. – „Einen Buddha zu schaffen, der den allgemein anerkannten Buddha übertrifft, das ist eine unerhörte Tat, gerade für einen Deutschen. Siddhartha ist für mich eine wirksamere Medizin als das Neue Testament.“ (Henry Miller). Miller, der das Werk als sein Lieblingsbuch bezeichnete, hatte sich schon in den frühen fünfziger Jahren für Übersetzungen der Bücher Hesses in den USA eingesetzt. – Schutzumschlag mit geringfügigen Randläsuren, stellenweise Bleistiftanmerkungen in Spanisch, sonst sehr gut erhalten. |
200,-- | ![]() |
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| Schindehütte, Albert. Radsherrn & Pedaleure. Die Draisinen des Albert Schindehütte zu Ehren von Karl Friedrich von Drais, dem Erfinder des Fahrrads. Mit einer Würdigung von Horst Brandstätter. Hamburg, Rasch und Röhring 1996. 4°. 95, (1) S. mit zahlr. Abbildungen, 2 signierten Orig.-Radierungen und 1 signierten Orig.-Tuschezeichnung. Illustr. Orig.-Halbleinenband und roter Kartonumschlag in illustr. Pappschuber.
Nr. 27 von 66 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit der Original-Zeichnung (lavierte Feder- und Pinselzeichnung; Gesamtauflage der Vorzugsausgabe 222 Exemplare). – „Albert Schindehütte, Mitbegründer der legendären Berliner ‚Rixdorfer Werkstatt‘, widmet dem genialen Erfinder Karl von Drais und seinen Nachfolgern eine prachtvolle, humorvolle und künstlerisch virtuose Hommage. Seine unnachahmlichen Zeichnungen fangen den Geist der frühen ‚Laufmaschinen‘ und die Leidenschaft der Pedaleure ein. Ein literarisch-grafischer Genuss für Liebhaber der Radsportgeschichte und feiner Buchkunst. Mit einer einführenden Würdigung von Horst Brandstätter“ (Rasch und Röhring). Erschienen als offizielle bibliophile Begleitpublikation zur großen Kunstausstellung der HEW Cyclassics 1996 in Hamburg. – Tadellos. Schlagwörter: Fahrrad, Fahrräder, Fahrradliteratur, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Nummerierte Bücher, Original-Graphik, Originalzeichnung, Signed books, Signierte Bücher, Signierte Künstler-Graphik, Vorzugsausgaben |
240,-- | ![]() |
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| Tausend und eine Nacht – Habicht, (Christian) Max(imilian) und Fr(iedrich) H(einrich) von der Hagen (Übersetzung). Tausend und eine Nacht. Arabische Erzählungen. Neu herausgegeben von Karl Martin Schiller. 12 Bände. Leipzig, F. W. Hendel 1926. 8°. Mit 11 verschiedenen illustrierten Titelblättern. Orig.-Leinenbände mit goldgepr. Rückentiteln, dekorativer Rückenvergoldung (von Magda Gerber) und Deckelvignetten (von Moritz v. Schwind).
Vgl. Goedeke IX, 488, 13 und Hayn/Gotendorf IX, 575 f. – „Zum erstenmal aus einer Tunesischen Handschrift ergänzt und vollständig übersetzt…“ (Untertitel der ersten Ausgabe dieser Übersetzung, Breslau 1826). – Sehr gutes Exemplar der schön ausgestatteten Neuausgabe. Schlagwörter: Märchen u. Sagen, Orient, Tausend und eine Nacht |
60,-- | ![]() |
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| Wallace, Lewis (″Lew“). Ben Hur. Eine Erzählung aus der Zeit Christi. Mit Genhemigung des Verfassers frei nach dem Englischen bearbeitet von B. Hammer. Illustriert von Ant(on) C(arl) Baworowski. 2. Auflage. Stuttgart, Leipzig, Berlin, Wien, Deutsche Verlags Anstalt o. J. (ca.1894). 4° (26,5 x 18 cm.). VIII, 454 S. mit über 160 teils ganzs. Illustrationen. Farbig illustr. Orig.-Leinenband.
Seltene Pracht-Ausgabe des weltberühmten historischen Romans von L. Wallace (1827-1905). – Mit Illustrationen des Wiener Genre- und Historienmalers A. C. Baworowski (1853-1927), der seit 1883 in München lebte. Seit 1892 widmete er sich verstärkt und sehr erfolgreich der Buchillustration. Er stattete zahlreiche literarische Klassiker und zeitgenössische Bestseller mit Zeichnungen aus, darunter Bertha von Suttners „Die Waffen nieder!“, Johann Heinrich Voß’ „Luise“ und eben Lewis Wallaces „Ben Hur“. – Einband etwas berieben, zeitgenöss. Besitzvermerk, gutes Exemplar. Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher |
70,-- | ![]() |
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| Kemelman, Harry. The Nine Mile Walk. The Nicky Welt Stories. New York, G. P. Putman’s Sons (1967). 8°. 186 p. Original hardcover with dust jacket. (Red Mask Mystery).
First edition, second printing (″Book Club Edition“). – Dust jacket with small tears along the edges; a fine copy. Schlagwörter: Judaica, Kriminalliteratur |
40,-- | ![]() |
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| Kobell, Franz v. Oberbayrische Lieder. Mit ihren Singweisen. Seiner Majestät des Königs für das bayerische Gebirgsvolk gesammelt und herausgegeben. Mit Bildern von A(rthur) v. Ramberg. München, Braun & Schneider 1860. 8°. 100 S., [1] Bl. mit Holzstich-Illustrationen und Musiknoten. Illustrierter Orig.-Pappband.
Rümann 1696. – Seltene erste Ausgabe. – Sammlung traditioneller Volkslieder, Jodler und „Gsangln“ aus dem oberbayerischen Raum. – Rücken erneuert, Kanten bestoßen, sonst gutes Exemplar. Schlagwörter: Bavarica, Bayern, Lieder, Mundart |
70,-- | ![]() |
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| Milosz, Czeslaw. Wiersze (Poems). (Mit illustr. Umschlag und 4 illustr. Vorsätzen von Jan Le Witt). Londyn (London), Oficyna Poetów i Malarzy 1967. 8°. 340 S., [2] Bl. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel (illustr. Orig.-Umschlag beigebunden).
Erste Ausgabe; mit eigenhändiger Widmung von C. Milosz für den französischen Schauspieler Georges Rucki „À Georges Rucki Czeslaw Milosz 27. II. 82 Paryz“. – Legendäre Exilausgabe der Sammlung mit Gedichten aus den Jahren 1934 bis 1965 des polnischen Nobelpreis-Trägers C. Milosz (1911-2004). Mit kongenialer Buch-Ausstattung des herausragenden polnisch-britischen Grafikers, Illustrators und Malers Jan Le Witt (1907-1991). – Milosz gilt „als der herausragendste polnische Dichter des 20. Jahrhunderts. Zwischen 1951 und 1993 war er im Exil, bis 1960 in Frankreich, dann in den Vereinigten Staaten; in Polen bis 1980 wurde er zensiert. … Die Gedichte von Czeslaw Milosz sind intellektuell, und die Metaphern, die er verwendet, sind suggestiv. Sein Werk aus den 30-er Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg ist von Katastrophen gesättigt. Es wird von Momentum, Metapherlichkeit, Rhythmizität, Visionen der Apokalypse dominiert. Die Gedichte, die während des Krieges geschrieben wurden, haben nicht mehr so viel Pathos in sich. Sie sind viel weniger dekorativ. Der Dichter konzentriert sich auf die Kommunikativität des Gedichts – auf die darin enthaltene Verständlichkeit philosophischer und intellektueller Inhalte. Einige dieser Gedichte sind von Milosz dem besetzten Warschau (Stadt, Wandering) gewidmet, in dem er fast die gesamte Zeit des Krieges verbrachte. In der Arbeit von Milosz während des Krieges ist es auch möglich, eine bewusste Abkehr vom Thema Krieg zu bemerken. Darunter sind Gedichte, die die gewöhnliche Schönheit der Welt beschreiben, die – wie es scheinen mag – den Krieg nie kannte. Dies ist der Fall in dem Gedicht Das Pastorallied oder in der Reihe World (naiv) von 1943. Er führte in die polnische Literatur ein neues literarisches Genre ein – eine poetische Abhandlung (Vertragsgedicht), die nach Angaben des Dichters auf die Moderne abzielte, die als Verengung verstanden wurde und die „Fähigkeit“ der Poesie erweiterte. Im Band Licht des Tages stigmatisiert der Moralvertrag das Verschwinden von Werten, kritisiert den Mangel an Moral und zeigt an, was seiner Meinung nach in der menschlichen Mentalität verändert werden sollte“ (Wikipedia aus dem Polnischen Übersetzt). – Sehr schönes Exemplar. Schlagwörter: Exilliteratur, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Inscribtion, Lyrik, Poetics, Signed books, Signierte Bücher, Widmungsexemplar |
750,-- | ![]() |
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| Hesse, Hermann. Sinclairs Notizbuch. Zürich, Rascher & Cie. 1923. Gr.-8° (24,5 x 18,5 cm.). 108 S., [2] Bl. mit 4 Farbtafeln nach Aquarellen des Verfassers. Orig.-Halbleinenband mit goldgepr. Rückentitel und Rückenvergoldung.
Kliemann/Silomon 43. Mileck II, 44. Waibler E 172. W.-G.² 127. – Erste Ausgabe; eines von 1100 Exemplaren der Luxusausgabe, im Druckvermerk von H. Hesse signiert. – Die Aufsätze und Dichtungen dieses kleinen Buches sind in den Jahren 1917 bis 1920 geschrieben, und die Mehrzahl von ihnen ist damals in Zeitungen und Zeitschriften unter dem Pseudonym Emil Sinclair erschienen, demselben Pseudonym, unter welchem ich damals den Roman „Demian“ erscheinen ließ. Sie gehören innerlich zusammen. Ihre Ergänzung finden sie in meinen beiden Schriften „Zarathustras Wiederkehr“ und „Blick ins Chaos“ (H. Hesse im Vorwort). – „Der Band, der durch die limitierte Auflage, den Verlagswechsel und durch den Ladenpreis alle Merkmale eines Privatdrucks unter Ausschluß der Öffentlichkeit hat, enthielt nur eine Auswahl aus den pseudonym veröffentlichten Aufsätzen; darunter die erste Sinclair-Veröffentlichung überhaupt, „Im Jahre 1920“; aus der „Neuen Zürcher Zeitung“ vom 15./16.11.1917. „Eigensinn“ aus dem Jahrbuch „Die Schweiz“, Jg. 22 von 1918 und „Aus Martins Tagebuch“ aus der Berner Zeitschrift „O mein Heimatland“, Jg. 9 von 1921. Hesse unterlegte der pseudonymen Veröffentlichung ein imaginäres Tagebuch seines jüngsten Sohnes Martin. Später ließ er das Stück als „Fragment aus einem unvollendeten Roman“ drucken“ (Hesse Katalog Marbach S. 108). – Rücken etwas aufgehellt und berieben, Vorsätze etwas braunfleckig, gutes Exemplar. Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Signed books, Signierte Bücher |
600,-- | ![]() |
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| Genet, Jean. Der Seiltänzer. Ein Gedicht. (Deutsch von Manon Grisebach). Hamburg, Merlin-Verlag (1963). Gr.-4° (34,5 x 24,5 cm.). 33 S., [1] Bl. mit 6 Illustrationen von Alexander Camaro. Illustr. Orig.-Leinenband.
Erste deutsche Ausgabe; eines von 500 num. Exemplaren (Gesamtausgabe 525 Exemplare). – Gutes Exemplar. Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Nummerierte Bücher |
35,-- | ![]() |
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| Banville, Théodore de. Les princesses. Compositions de Georges Rochegrosse. Paris, Librairie des Amateurs, A. et F. Ferroud 1904. 4° (28,4 x 19,8 cm.). VI S., [1] Bl., 42 S., [7] Bl. mit 24 (21 ganzs.) Radierungen von Eugène Decisy nach G. Rochegrosse. Grünblauer Halblederband mit goldgepr. Rückentitel, floraler Rückenvergoldung, Deckelfiletten und Kopfgoldschnitt (signiert: É(mile) Carayon, Orig.-Umschlag beigebunden).
Carteret IV, 56. Monod 934. – N° 299 sur 400 exemplaires sur vélin d’Arches. – „Une des meilleures illustrations de l’artiste“ (Carteret) qui est surtout une affaire de famille puisque la mère de Rochegrosse s’est remariée avec Banville en 1875. „Ainsi j’ai tenté la folle entreprise d’évoquer en vingt Sonnets les images de ces grandes Princesses aux lèvres de pourpre et aux prunelles mystérieuses, qui ont été à travers les âges le désir et les délices de tout le genre humain, ayant gardé ce privilège d’être adorées comme Déesses et aimées d’amour, alors que les siècles ont dispersé les derniers restes de la poussière qui fut celle de leurs corps superbes.“ – Demi maroquin bleu à coins liseré (reliure de l’époque signée Carayon), dos lisse à motifs floraux mosaïqués de maroquin rouge, tête dorée; signée É(mile) Carayon (1843-1912). – Très rares rousseurs, Très bon état. Schlagwörter: Art nouveau, Einbände, Einbandkunst, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Jugendstil, Nummerierte Bücher |
500,-- | ![]() |
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| Winkler, K(arl) G(ottlieb) Th(eodor), (d. i. Theodor Hell). Des Maurers Leben. Dargestellt in neun Gesängen. Dresden, Selbstverlag 1816. 8°. XVI, 110 S. mit gestoch. Frontispiz und 9 gestoch. illustr. Zwischentiteln. Halblederband um 1880 mit goldgepr. Rückenschild, dekorativer Rückenvergoldung (Winkel und Zirkel) und Kopfgoldschnitt.
ADB XI, 693 f. Wolfstieg 26704. – Seltene erste Ausgabe. – Gesänge über Religion, Vaterlandsliebe, Bruderliebe, die Liebe zu den Schwestern, die Hallen, die Weihe, den Maurer in der Fremde etc. – Der Dramatiker und Dichter T. Hell (1775-1856) war sächsischer Hofrat, Opern-Regisseur und Theater-Intendant in Dresden. – Sehr schönes seitlich und unten unbeschnittenes Exemplar aus der berühmten Charlesworth Masonic Library in Hanley (heute ein Stadtteil von Stoke-on-Trent in der Grafschaft Staffordshire). Am 24. Oktober 1900 übergab James Charlesworth den Großteil seiner umfassenden Sammlung offiziell als Geschenk an die freimaurerische Gordon Lodge in Hanley. Dort wurde sie institutionalisiert und für die Mitglieder verwaltet. Für die Bestände wurde um die Jahrhundertwende ein eigener biografischer und bibliografischer Katalog gedruckt. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde die Bibliothek der Loge aufgelöst. Schlagwörter: Freimaurer, Freimaurerei |
320,-- | ![]() |
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| Marino, (Giovan Battista). L’Adone. Poema … con gli Argomenti, le allegorie e l’aggiunta di pezzi fuggitivi. 4 volumi. Londra (eig. Livorno, Gaetano Poggiali) 1789. Kl.-8° (15 x 9,5 cm.). XLIV, 491 p.; 463 p.; 482 p.; 384 p. con un ritratto inciso, 4 titoli illustrati incisi e 20 tavole in rame di (Johann Rudolf) Schellenberg. Rilegature in mezza pelle dell’epoca con etichette sul dorso stampate in oro e decorazioni dorate a linee.
Brunet, III, 1434. Gamba 2002. Gay, I, 42. Graesse, IV, 401. – „Buona è altresì l’edizione moderna di Londra (Livorno), fatta per cura di Gaetano Poggiali“(Gamba) con le splendide tavole in rame del pittore e incisore svizzero J. R. Schellenberg (1740-1806). – L’epopea „L’Adone“ di Giovan Battista Marino fu pubblicata per la prima volta a Parigi nel 1623 da Olivier de Varennes (1598–1666) ed è dedicata a Luigi XIII. Racconta la storia d’amore tra Venere e Adone. Con le sue 5.124 ottave e 40.992 versi, questo poema epico è uno dei più lunghi della letteratura italiana: è leggermente più lungo dell’Orlando furioso e circa tre volte più lungo della Divina Commedia e della Gerusalemme liberata. – Il testo stampato su carta di colore bluastro. – Esemplare molto bello e in ottime condizioni. Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher |
400,-- | ![]() |
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| Seghers, Anna (d. i. Netty Radvanyi geb. Reiling). Das siebte Kreuz. Roman aus Hitlerdeutschland. Mexico, Editorial „El Libro Libre“ 1942 (Januar 1943). 8°. 468 S., [2] Bl. Orig.-Pappband mit Rücken- und Deckeltitel in Rot und Schwarz.
Sternfeld/Tiedemann 461. W.-G.² 13. – Erste Ausgabe. – Mit eigenhändiger signierter Widmung von A. Seghers „Gutes Neues Jahr! Anna Seghers“. Darunter eine Bleistiftnotiz von anderer Hand mit Zitat aus einem Brief von A. Seghers vom 5. 1. 1947 an Grete Katz, die vermutlich die Widmungsempfängerin ist. Grete Katz (1919-?) war die jüngste Schwester des Schriftstellers und Journalisten Otto Katz (1895-1952), der Mitarbeiter des 1942 gegründeten Emigranten-Verlag El libro libre in Mexiko war. – „Dieses Buch ist den toten und lebenden Antifaschisten Deutschlands gewidmet. Es verdankt sein Erscheinen in Mexiko der Freundschaft und gemeinsamen Arbeit deutscher und mexicanischer Schriftsteller, Kuenstler und Drucker“ (Anna Seghers). – „1938 begann Anna Seghers die Arbeit an ihrem Roman im Exil in Südfrankreich. Da sie keine Recherchen an den Örtlichkeiten des Romans durchführen konnte, griff sie auf eine Region als Schauplatz zurück, die sie als gebürtige Mainzerin kannte. Das von ihr zugrundegelegte Konzentrationslager Osthofen befand sich auf einem damals stillgelegten Fabrikgelände nahe Worms. Bereits 1939 erschien das erste Kapitel in der Moskauer Zeitschrift Internationale Literatur. 1942 wurde der komplette Roman in den USA in englischer Sprache und im mexikanischen Exilverlag El Libro Libre („Das Freie Buch“) in deutscher Sprache veröffentlicht. Ebenfalls 1942 wurde in den USA eine Comic-Fassung verlegt. Durch den Abdruck in zahlreichen Zeitungen Amerikas dürfte die complete pictorial version damals bis zu 20 Millionen Leser erreicht haben. 1944 erschien eine überarbeitete und gekürzte Ausgabe für die auf den europäischen Kriegsschauplatz entsandten US-Soldaten. Später wurde von Anna Seghers das weitere Leben einiger Romanfiguren in Erzählungen fortgeführt (Das Ende, Die Saboteure, Vierzig Jahre der Margarete Wolf)“ (Wikipedia). – Rücken etwas gebräunt, vorderes Gelenk in der Mitte leicht beschädigt, Deckel etwas angestaubt und leicht fleckig, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Exilliteratur, Signed books, Signierte Bücher, Weltkrieg <1939-1945>, Weltkrieg II, Widmungsexemplar |
1.800,-- | ![]() |
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| (Scott, Walter). Waverley novels. 48 volumes. Edinburgh, Cadell & Company and London, Simkin and Marshall 1829-1833. Kl.-8° (16,5 x 10,5 cm.). Each volume with an engraved frontispiece and an engraved, illustrated title page. Contemporary half-leather bindings, each with two gold-embossed spine labels and decorative gold lettering on the spine.
The first complete and final edition of the novels; the „Opus Magnum“-Edition. – I. and II. Waverley; III. and IV. Guy Mannering; V. and VI. The Antiquary; VII. and VIII. Rob Roy; IX. and X. Black Dwarf; Old Mortality Vol. I and II; XI.-XIII. Heart of Midlothian Vol. I-III, Bride of Lammermoor Vol. I; XIV. Bride of Lammermoor Vol. II; XV. Legend of Montrose; XVI. and XVII. Ivanhoe; XVIII. and XIX. The Monastery; XX. and XXI. The Abbot; XXII. and XXIII. Kenilworth; XXIV. and XXV. The Pirate; XXVI. and XXVII. Fortunes of Nigel; XXVIII.-XXX. Peveril of the Peak; XXXI. and XXXII. Quentin Durward; XXXIII. and XXXIV. St. Ronan’s Well; XXXV. and XXXVI. Redgauntlet; XXXVII. The Betrothed; XXXVIII. The Talisman; XXXIX. and XL. Woodstock; XLI. Chronicles of the Canongate; XLII. and XLIII. Fair Maid of Perth; XLIV. and XLV. Anne of Geierstein; XLVI. and XLVII. Count Robert of Paris; XLVIII. The Surgeon’s Daughter. – Scott personally revised the texts for this edition and contributed extensive new introductions, notes and illustrations. As Sir Walter Scott died in September 1832, the final volumes published in 1833 became his direct literary legacy. The series was a colossal commercial triumph. By setting the price at just five shillings per volume, Cadell made the previously unaffordable novels accessible to a broad middle class for the first time and helped Scott to pay off his enormous debts. – “It was not least the language of Scott’s novels, with its alternation between direct, indirect and reported speech, between dialect, Latinised and formulaic prose, self-parodying diction and lyrical interludes, that fascinated readers abroad. Numerous poets admired Scott or engaged with his novelistic technique; in the German-speaking world, for example, Goethe, Hebbel, Fontane and Stifter; in France, Balzac, Vigny, Mérimée, Dumas and Hugo …” (Killy, Literaturlexikon XV, 91, translated from German). – Spines slightly rubbed, bookplates, frontispieces and title pages slightly brown-stained; a very fine, decoratively bound copy from this entirely rare series. Schlagwörter: Gesamtausgaben |
950,-- | ![]() |
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| Arp, Hans. Gesammelte Gedichte (1903-1957). (In Zusammenarbeit mit dem Autor herausgegeben von Marguerite Arp-Hagenbach, Peter Schifferli und Aimée Bleikasten). 3 Bände. Zürich, Verlag Die Arche 1963-1984. 8°. 248 S.; 246 S.; 266 S. mit 24 ganzs. Illustrationen von H. Arp. Orig.-Pappbände mit goldgepr. Rückentiteln und Linienvergoldung und farbig illustr. Schutzumschlägen.
Wilpert-Gühring² 32. – Erste Ausgabe. – „Die Welt Arps ist eine Welt der unaufhebbaren Widersprüche, aber er macht daraus keine Tragödie, sondern eine Groteske. Ein abgründiger Humor durchzieht die Dichtung Arps, aber ein Humor, der überall den Abgrund spüren läßt“ (Fritz Usinger). – Stempel auf den Vorsätzen, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Gesamtausgaben, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Lyrik |
140,-- | ![]() |
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| Remarque, Erich Maria (d. i. Erich Paul Remark). Im Westen nichts Neues. 176.-200. Tausend. Berlin, Propyläen-Verlag (Ullstein & Co.) 1929. 8°. 287, (1) S. Orig.-Leinenband.
Kosch³ XII, 983. NDB XXI, 415. – Frühe Ausgabe des berühmten Anti-Kriegsromans. Zuerst ab November 1928 als Vorabdruck in der Vossischen Zeitung erschienen. – „Am 10.11.1928 begann in der „Vossischen Zeitung“ der Vorabdruck seines Romans „Im Westen nichts Neues“, in der R. die Geschichte einer Generation erzählt, „die vom Krieg zerstört wurde“; die erste dt. Buchausgabe erschien Anfang 1929 im Ullstein-Verlag, die Auflage überschritt bereits im Juni 1930 die Millionengrenze. Durch seinen in mehr als 20 Sprachen übersetzten Roman, der die Fronterlebnisse des 1. Weltkriegs literarisch verarbeitete, wurde R. über Nacht zu einem der berühmtesten, umstrittensten und reichsten dt.sprachigen Autoren seiner Zeit. Ebenfalls ein Welterfolg wurde der 1930 unter der Regie von Lewis Milestone in Hollywood gedrehte gleichnamige Film, dessen Vorführungen in Berlin Ende 1930 von den Nationalsozialisten massiv gestört wurden. Von der Filmprüfstelle bald zeitweise verboten und vom Reichstag in einer Debatte mehrheitlich scharf kritisiert, wurde er erst wieder nach 1952 in einer gekürzten Fassung in bundesdt. Kinos gebracht“ (W. v. Sternburg in NDB). – Gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Pazifismus, Weltkrieg <1939-1945> |
50,-- | ![]() |
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| King, Stephen. 11/22/63. A novel. New York, London, Toronto, Sydney, New Delhi, Scribner November 2011. 8°. ix, 849 p. with 6 illustrations. Hardcover with color-illustrated dust jacket.
First Scribner hardcover edition. – „On november 22, 1963, three shots rang out in Dallas, President Kennedy died, and the world changed. What if you could change it back?“ – Near fine. Schlagwörter: Fantasy, Phantastik / Utopie |
50,-- | ![]() |
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| (La Fontaine, Jean de., Denis Diderot, Claude-Joseph Dorat u. a.). Launigte Winter-Mährchen beym Camin zu erzählen. (Herausgeben und übersetzt von Carl August Serini). Ohne Ort und Druck (Basel, Carl August Serini) 1780. 8°. 4, S. 3-63 (″Ueber die Erzehlungskunst. Aus dem Französischen des Dorat und Diderot“), 283 S. (vollständig) mit Titelvignete und einigen Schmuckvignetten in Holzschnitt. Leinenband des 19. Jahrhunderts mit goldgepr. Rückentitel.
Hayn/Gotendorf VIII, 549. Hobrecker, Braunschweig 355. VD18 10680861. – Erste Ausgabe der seltenen Märchen-Sammlung für Erwachsene. – Serini veröffentlichte 1783 auch „Launigte Sommer-Mährchen bei langen Sommertagen zu erzählen“ (VD18 11885416). – „Enthält 42 versificirte (meist pikante) Erzählungen. Einige nach d. Französ. des Bouflers, Chamfort, La Fontaine, Saint-Gilles, Saint-Marc, Senecé, Vergier u. Voltaire, u. viele anonyme, u. a.: Die Matrone von Ephesus. Der Gürtel der Liebe. Der verliebte Demosthenes. Der schönste Reiz der Venus. Was den Damen gefällt. Die beichtende Nais. etc. etc. Besonders interessant ist S. 3-63 die Einleitung (nach Dorat und Diderot), welche einen guten Überblick über die französ. Novellistik des 17. und 18.Jahrh. giebt, aber nicht allen Exemplaren beigebunden zu sein scheint“ (Hayn/Gotendorf). – C. A. Serini (1733-1791) betrieb zwischen 1777 und 1791 eine bekannte eigene Offizin in Basel. Er verlegte einige wichtige Autoren der Aufklärung, darunter Karl Viktor von Bonstetten, Carl Ludwig Junker und Johann Georg Schlosser. – Vorderdeckel im oberen Rand fleckig, stellenweise leicht feuchtigkeitsfleckig, gutes Exemplar. Schlagwörter: Aufklärung, Erotica, Märchen |
320,-- | ![]() |
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| Jenni, (Friedrich, Hrsg.). Der Gukkasten-Kalender. Für das Jahr, nicht der Gnade sondern hoffentlich des Rechts und der Vernunft 1846. Bern, (Friedrich) Jenni, Sohn 1845. 8°. 120 S. mit zahlr. Holzschnitt-Illustrationen. Einfacher Papierumschlag (typogr. vorderer Orig.-Umschlag beigebunden).
Silvia Tschopp, Der Kalender als Instrument politischer Agitation: Friedrich Jennis ›Gukkasten-Kalender‹ (1845/46), In: Jahrbuch für Kommunikationsgeschichte 13 (2011), S. 35 ff. – Zweiter und letzter Jahrgang des seltenen Schweizer Kalenders. – Mit den Beiträgen: „Politische Gedanken“, „Die Gesellschaft Jesu“, „Die deutsch-katholische Kirche“, „Der Konservative“, „Die Eisenbahnen in der Schweiz“, „Großherzogliches“, „Die Revision der Verfassung von Bern“, „Joseph Leu und die Freischarenzüge“ u. a. – „Der G. war ein typ. Vertreter der neuen illustrierten satir. Presse radikaler Prägung, die während der Regeneration entstand und regionale Verbreitung fand. Herausgegeben wurde er von Samuel Friedrich Jenni in Bern und von Martin Distelis Schüler Heinrich von Arx, der die meisten Karikaturen schuf. Das Wochenblatt im Quartformat kostete 15 Batzen pro Quartal. Vom 3.9.1840 bis 25.8.1842 wurde es im Umdruckverfahren hergestellt (handgeschrieben und lithografiert). Danach wurde für den Text das Buchdruckverfahren angewendet. Als in Bern erneut die Konservativen die Regierung übernahmen, wurde der G. im Jan. 1850, nach Jennis Tod, zu einem Oppositionsblatt mit dem Namen „Der neue G.“. Ende desselben Jahres wurde das Blatt eingestellt, doch erstand es sogleich neu als „Schweizerisches Charivari“ (1851-52). Dieses prangerte den Sittenzerfall und jede Form von polit. Extremismus an und nahm v.a. die Berner Konservativen und die Jesuiten aufs Korn“ (P. Kaenel in HLS-online). – Stellenweise etwas gebräunt, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Almanache, Taschenbücher, Kalender, Calendar, Helvetica, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Satire, Vormärz |
140,-- | ![]() |
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| Kobell, Franz v. Oberbayrische Lieder. Mit ihren Singweisen. Seiner Majestät des Königs für das bayerische Gebirgsvolk gesammelt und herausgegeben. Mit Bildern von A(rthur) v. Ramberg. 2. Auflage. München, Braun & Schneider 1871. 8°. 100 S., [1] Bl. mit Holzstich-Illustrationen und Musiknoten. Moderner Halbleinenband mit kalligraphischem Rücken- und Deckeltitel in Gold.
Rümann 1696. – Erschien zuerst 1860. In allen Auflagen selten. – Sammlung traditioneller Volkslieder, Jodler und „Gsangln“ aus dem oberbayerischen Raum. – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Bavarica, Bayern, Lieder, Mundart |
80,-- | ![]() |
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| Madlinger, Ferdinand (d. i. Rudolf Wilhelm). Der rote Hauslehrer. Ein Roman in Briefen. Berlin, J. W. H. Dietz 1930. 8°. 170 S. Orig.-Kartonumschlag mit illustr. Schutzumschlag (von Will Faber).
Bosch/Ertz, Rudolf Wilhelm alias Ferdinand Madlinger. Annäherung an einen badischen Schriftsteller und Pädagogen in: Kraichgau 13, 1993, S. 263 ff. Emig/Schwarz/Zimmermann A 1118. Eymer 385. – Einzige Ausgabe, selten. – „Ein junger sozialistischer Lehrer bekommt Stellung als Hauslehrer bei einem Industriellen, dessen feingeistige Frau, von ihrem Mann vernachlässigt, sich in den jungen Idealisten verliebt. Auch sie findet Gegenliebe, muß aber zum Schluß erkennen, daß die Klassenunterscheidung Schranken aufzurichten vermag, an denen auch die Liebe sich die Flügel wund und krank schlägt“ (Klappentext). – Der bekannteste Roman des badischen Pädagogen und Schriftstellers R. Wilhelm (1880-1970), seit 1908 Professor für neue Sprachen an der Helmholtzschule in Karlsruhe und 1932 bis 1933 deren Direktor, wurde im April 1933 entlassen und emigrierte 1939 nach Kolumbien. Nach dem Zweiten Weltgrieg war Wilhelm Lehrbeauftragter an verschiedenen Schulen und der Universität in Bogota. – Der interessante Umschlag mit Foto-Montagen schuf der in Saarbrücken geborene Maler Will Faber (1901-1987). Faber ging nach seinem Studium in München (1924-1926) nach Berlin. „Dort befreundet er sich mit Käthe Kollwitz und Willi Jäckel. In seinem Schaffen orientiert sich Faber zu dieser Zeit stark am Expressionismus. 1934 verlässt Faber Deutschland und geht nach Barcelona. Dort beginnt Will Faber eine neue Phase in seiner Malerei. Inspiriert von den Kubisten, Futuristen und Dadaisten flechtet er einzelne Buchtstaben in seine Bilder ein und verwebt sie mit allen kalligraphischen und malerischen Details zu einem Ganzen. Ebenso fasziniert Faber der Kosmos. So setzt Faber in seinen Bildern die Elemente des kosmischen Chaos wieder zu Einem zusammen. Auf der Flucht vor dem spanischen Bürgerkrieg zieht Faber 1934 nach Ibiza. Dort stirbt Will Faber nach einen langen Schaffenweg mit zahlreichen Ausstellungen und Ehrungen auch außerhalb Europas 1987“ (Ketterer Kunst). – Randläsuren am Umschlag unauffällig restauriert, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Foto Schutzumschlag, Fotomontage, Photographic dust jacket, Sozialismus |
140,-- | ![]() |
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| Fessler, (Ignaz Aurelius). (Sämmtliche Werke). 20 Bände (von 22) in 15. Karlsruhe 1800-1816. 8°. Mit 20 gestoch. Frontispizen und Titelblättern. Halbleinenbände um 1900 mit goldgepr. Rückentiteln.
Vgl. Goedeke V, 493 f. NDB V, 103 f. – Karlsruher Nachdruck der ersten Gesamtausgabe. – I-III. Marc Aurel (4 Teile); V. Alexander der Eroberer; VI. und VII. Die Alten und die neuen Spanier; IX. Abälard und Heloisa (Teil 2); X. Der Nachtwächter Benedict; XI. Attila, König der Hunnen; XIII/XIV. Mathias Corvinus, König der Hungarn; XV/XVI. Aristides und Themistocles; XVII/XVIII. Theresia; XIX. Bonaventura’s mystische Nächte; XX. Lotario oder der Hofnarr; XXI/XXII. Alonso. – I. A. Fessler (1756-1829) „verkehrte unter anderem mit Fichte, Jean Paul und Zacharias Werner und bahnte auf Reisen zahlreiche literarische Beziehungen an. 1803 kaufte er Gut Kleinwall bei Berlin und bewirtschaftete es neben reger literarischer Tätigkeit bis 1807. Durch französische Plünderungen ruiniert, wurde er durch Vermittlung eines seiner Schüler Lehrer der orientalischen Sprachen an der Alexander-Newsky-Akademie in Sankt Petersburg. Auch hier konnte er sich nicht behaupten. 1810 entlassen, kämpfte er mit Not, machte sich aber um die deutsche Kolonie sehr verdient. 1820 zum Superintendenten in Saratow ernannt, beendete er schließlich sein bewegtes Leben als Generalsuperintendent in Sankt Petersburg“ (G. Gugitz in NDB). – Band VIII und XII fehlen. – Gutes Exemplar. Schlagwörter: Gesamtausgaben |
160,-- | ![]() |
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| Gellert, C(hristian) F(ürchtegott). Sämmtliche Fabeln und Erzählungen. Neueste Original-Ausgabe. 3 Teile in 1 Band. Leipzig, Hahn 1823. 8°. XXX, 232 S. mit gestoch. Frontispiz von Böttger nach J. H. Ramberg. Halblederband der Zeit. mit goldgepr. Rückenschild und Rückenvergoldung.
Goedeke IV/1, 78. – Später erschien auch eine illustrierte Ausgabe mit 12 Kupfertafeln nach Ramberg. Gellerts Fabeln erschienen erstmals 1745 und mit Chodowieckis Illustrationen 1775 bis 1776. – Deckel etwas berieben, schönes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Fabeln |
50,-- | ![]() |
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| Krumsdorf, Edwin. Das Lachen des großen Pan. Und andere panische Geschichten. Illustriert mit 8 Original-Lithographien von Elfriede Weidenhaus. Wiesbaden, Zikaden-Presse (Klaus Burkhardt) (1959). Imperial-Folio (45 x 30 cm.). [10] Bl. mit 8 Orig.-Lithographien. Farbig illustr. Orig.-Pappband. (Erster Druck der Zikadenpresse).
Spindler 121, 58. – Eines von 500 num. Exemplaren; von E. Weidenhaus im Druckvermerk signiert. – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Erotica, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Pressendrucke |
80,-- | ![]() |
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| Eschenburg, Johann Joachim. Ueber W(illiam) Shakspeare. Mit Shakspears Bildniß. Zürich, Orell, Geßner & Füßli 1787. 8°. [2] Bl., 683, (3) S. mit gestoch. Portrait-Frontispiz von Johann Ulrich Schellenberg. Halblederband der Zeit mit 2 goldgepr. Rückenschildern und Rückenvergoldung.
ADB IV, 347. Goedeke IV/1, 672, 16. Meyen, Eschenburg 174 u. S. 47 f. VD18 10211357. – Erste Ausgabe. – „Als Quintessenz seiner Shakespeare-Studien veröffentlichte Eschenburg 1787 eine Monographie über den Dichter, die erneut den Beweis eminenten Wissens und der Gründlichkeit erbringt, mit der Eschenburg ans Werk zu gehen pflegte … Besonders hervorzuheben ist, daß Eschenburg dieser ersten deutschen Shakespeare-Monographie eine Bibliographie beigefügt hat, in der er die englischen Originalausgaben aufführte, die Umarbeitungen, Nachahmungen und Übersetzungen, aber auch die Kommentare und kritischen Schriften über den Dichter. Überaus wertvoll ist das letzte Kapitel, in dem Eschenburg die bis dahin vernachlässigten und verkannten Sonette Shakespeares behandelt und eine Auswahl im Original und Übersetzung gebracht hat. Eschenburgs Monographie steht am Anfang der eigentlichen Shakespeare-Philologie in Deutschland … Als wohlabgewogene, gründliche und umfassende Untersuchung verdient sie die vollste Anerkennung“ (Fritz Meyen). – Deckel berieben, Titelblatt mit gelöschtem Besitzvermerk, stellenweise etwas braunfleckig, gutes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Biographie, Biography, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaft, Shakespeare, William |
320,-- | ![]() |
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| Bertall (d. i. Charles Albert d’Arnoult). La comédie de notre temps. Études au crayon et à la plume. Deuxième serie (sur 3). Les enfants, les jeunes, les mûrs, les vieux. Paris, E. Plon et Cie 1875. 4° . [2] Bl., 652 S. mit Frontispiz und 105 teils ganzs. Holzschnitt-Illustrationen. Weinroter Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel, dekorativer Rückenvergoldung und Goldschnitt.
Carteret III, 89. Sander 87 u. 88. Vicaire, I, 438 f. – Première édition. – „In den zahlreichen Vignetten der zweibändigen „Comédie du notre temps“ (Paris 1874-1875) erreichte der Künstler noch einmal seine einstige Höhe“ (Rümann, Das illustr. Buch des 19. Jhdts. 193). – Sehr schönes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Karikatur, Satire |
100,-- | ![]() |
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| Geist, Rudolf (Johann). Der anonyme Krieg. Heilbronn a. N., Leipzig, Prag u. a. Verlag Internationale Buchpresse (1928). 8°. [4] Bl., 427, (1) S., [2] Bl. Orig.-Leinenband.
Erste Ausgabe des expressionistischen Antikriegsromans des Wiener Schriftstellers Rudolf Geist (1900-1957). – „Schon seit frühester Kindheit, nachdem er sich autodidaktisch das Lesen und Schreiben beigebracht hatte, verfasste er Gedichte und kurze Texte. Nach seiner Lehre zum Bäcker und dem Fronteinzug im 1. WK, der ihn bis zum Lebensende zu einem überzeugten Pazifisten machte, lebte er einige Jahre im Untergrund in Wien. 1922 beschloss er freier Schriftsteller zu werden, zwischen 1926 und 1938 arbeitete er in Deutschland und Wien als Lektor bei Verlagen, gründete Zeitschriften, literarische Vereine und Lesekreise und publizierte seine literarischen Werke. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurden seine Bücher verboten und teilweise verbrannt. 1938 wurde er wegen „Kommunistischer Mundpropaganda“ verhaftet und wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zu 15 Monaten Gefängnis verurteilt. Nach dem Krieg widmete sich Rudolf Geist aktiv dem Wiederaufbau, legte Romane, Gedichte, Theaterstücke, Filmbücher wie auch politische, philosophische und literarische Essays und Arbeiten vor. In seinem Verlag publizierte er u.a. zwei Werke des amerikanischen Autors Upton Sinclair“ (Österreichische Nationalbibliothek). – Einband leicht braunfleckig und etwas berieben, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Pazifismus, Weltkrieg <1914-1918>, Weltkrieg I |
100,-- | ![]() |
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| Droste-Hülshoff, Annette v. Sämtliche Werke. (Band) 1 (von 2). (Nach dem Text der Originaldrucke und der Handschriften herausgegeben von Günther Weydt und Winfried Woesler). München, Winkler (1973). 8°. 903, (1) S. Dunkelgrüner Orig.-Lederband mit goldgepr. Rückentitel, Linienvergoldung und Kopfgoldschnitt.
Sehr gutes Exemplar der schönen Ganzlederausgabe. Schlagwörter: Gesamtausgaben |
40,-- | ![]() |
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| Hofbauer, Ludwig. Der Pestkrieg. Ein Zukunftsroman. Regensburg, Ludwig Rath 1927. 8°. 350 S., [1] Bl. Orig.-Leinenband.
Bloch 2/1502. – Erste Ausgabe. – Von L. Hofbauer auf dem Vortitel signiert „L. Hofbauer, Schwandorf i. Bayern“. -Science-Fiction- und Katastrophenroman; Eine geheime asiatische und amerikanische Organisation versucht, mithilfe von künstlich gezüchteten Pestkulturen die Weltherrschaft zu erringen. Bevor die Seuche eingedämmt werden kann, fallen Hunderttausende Menschen dem biologischen Krieg zum Opfer. Am Ende steht der utopische beziehungsweise dystopische Neuanfang einer vermeintlich gestärkten Gesellschaft. – Der Roman gilt in der Karl-May-Forschung als vermeintliche Quelle für die reale Existenz Winnetous; Ludwig Hofbauer schreibt S. 82, Winnetou sei keine reine Phantasiegestalt, sondern eine historisch reale Person gewesen: „Mein Großvater hatte als Häuptling der Apachen in den Bergen des Westens einen guten Namen. Sie haben von Winnetou, dem großen Häuptling, gehört. Ein Deutscher hat vor Jahrzehnten viel von ihm geschrieben…“ – Hofbauer „stützt sich dabei auf historische Briefe des deutschen Auswanderers Fritz Saul aus den Jahren 1869/1870. Saul schrieb damals aus Nordamerika an seinen Bruder in Deutschland und behauptete, den echten Apachenhäuptling Winnetou im Südwesten der USA persönlich gekannt zu haben. Da Karl Mays erster großer Winnetou-Roman erst 1893 erschien, löste diese Erwähnung in einem Dokument aus dem Jahr 1869 unter Karl-May-Anhängern eine Sensation aus. Es entstand kurzzeitig die Theorie, Karl May habe seine Figur nach einem realen Vorbild geformt oder alte Reiseberichte als Quelle genutzt. Der Karl May Verleger E. A. Schmid veröffentlichte im Karl-May-Jahrbuch 1929 die Ergebnisse der Nachforschungen, demnach hatte Fritz Saul sich wohl geirrt. Er hatte in Arizona sehr wahrscheinlich mit dem realen Apachen-Häuptling Chief Victorio zu tun (dem Nachfolger von Cochise) und brachte diesen Jahrzehnte später fälschlicherweise mit Karl Mays berühmter Romanfigur in Verbindung. Winnetou bleibt somit eine reine Erfindung Karl Mays. Hofbauers „Pestkrieg“ ging dadurch jedoch als eines der kuriosesten Fundstücke in die literaturwissenschaftliche Geschichte der Karl-May-Forschung ein“ (Karl-May Gesellschaft). – Rücken etwas berieben, Deckel leicht fleckig, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Phantastik / Utopie, Phantastische Literatur, Signed books, Signierte Bücher |
70,-- | ![]() |
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| Almanach – Dieterich, Heinrich (Hrsg.). Göttingisches Taschenbuch zum Nutzen und Vergnügen. Für das Jahr 1812. Göttingen, Heinrich Dieterich (1811). Kl.-8° (16,5 x 8,5 cm. Titel, 64, 170, 38 S., [1] Bl. mit gestoch. Frontispiz und 12 (2 gefaltete) Kupfertafeln, 2 Modetafeln von Ernst Ludwig Riepenhausen und 10 nach W(illiam) Hogarth. Moderner Pappband mit Brokatpapierbezug.
Köhring 156. Lanckoronska/Rümann S. 15. Musenalm 170. – Vorletzter Jahrgang des seit dem Jahr 1776 erscheinenden und aufgrund seines häufig sarkastischen Inhalts sehr beliebten Göttinger Taschenbuchs. – Mit der Fortsetzung der „Hogarthische(n) Skizze“ und 10 satirischen Kupfertafeln des berühmten englischen Karikaturisten, darunter die bekannten Stiche „Die Advocaten und Notare (The Attorneys and Notaries)“, „Die Quacksalber (The Mock-doctors)“, „Der Tanz (The Dance)“ und „Die Kunst des Faustkampfs oder Boxens (Broughton, Slack and Figg)“. – Mit zusammen 72 Beiträgen (vollständige Inhaltsangabe bei Musenalm). – Gutes, teils unbeschnittenes Exemplar. Schlagwörter: Almanache, Taschenbücher, Kalender, Boxen, Boxsport, Illustrated books, Illustrierte Bücher |
240,-- | ![]() |
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| Almanach – (Rittler, Franz). Der Freund des schönen Geschlechts. Taschenbuch für das Jahr 1836. Wien, Heinrich Buchholz (1835). 12° (11,3 x 7,3 cm). [13] Bl., 126 S., [1] Bl. mit gestoch. Frontispiz, gestoch. Titel und 12 (6 handkol.) Kupfertafeln. Blindgepr. Orig.-Pappband mit Deckelfiletten, goldgepr. Deckelvignette und Goldschnitt.
Goedeke VIII, 61, 68 a. Köhring S. 48. Lanckoronska/Rümann S. 64. Musenalm 988. – Schön ausgestatteter beliebter Taschenkalender, der von 1804 bis 1848 erschien. – Mit 6 handkol. Modekupfern und 6 Kupfertafeln von J. Langer nach J. v. Perger. – Einband etwas berieben, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Almanache, Taschenbücher, Kalender, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Mode |
240,-- | ![]() |
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| Kraus, Karl. Weltgericht. 2 Bände. Leipzig, Verlag der Schriften von Karl Kraus (Kurt Wolff) 1919. 8°. 251 S.; 336 S. mit 3 Tafeln und 1 gefalteten Faksimile. Orig.-Pappbände.
Kerry EA 36. W.-G.² 26. – Erste Ausgabe. – „Dem Andenken an Franz Grüner, Franz Janowitz, Stefan Fridezko, Franz Koch“ gewidmet. – „Seiner dramatischen Vergegenwärtigung des Kriegsgeschehens, den Letzten Tagen der Menschheit, hat Karl Kraus in demselben Jahr, als das Drama in erster Fassung erschien, 1919, mit den beiden Bänden von Weltgericht die essayistische Chronik seiner Kriegsaufsätze an die Seite gestellt. Auch in diesen Schriften dienen authentische Dokumentation und stringente Reflexion einer ebenso ausgreifenden Darstellung wie tiefschürfenden Erklärung der Katastrophe – wobei vor allem den »Bilanzknechten« und »Schlachtbankiers« der Presse, als den wahren Urhebern des Krieges, der Prozeß gemacht wird. Das Buch enthält einige der schneidendsten Satiren von Karl Kraus (Die Laufkatze, Die Fundverheimlichung) und mit dem abschließenden Nachruf auf die Donaumonarchie, »dem stärksten Kriegsfluch, der in deutscher Sprache geschrieben wurde«, ein Meisterwerk politischer Publizistik, vergleichbar nur der Dritten Walpurgisnacht von 1933. Das Ganze ist heute so aktuell wie vor siebzig Jahren: ein Lehr- und Lesebuch des kämpferischen Pazifismus“ (Suhrkamp zu einer Neuausgabe). – Vorderes Innengelenk von Band II leicht angeplatzt, sonst gut erhalten. |
40,-- | ![]() |
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| Grass, Günter. Die Blechtrommel. Roman. (Gütersloh und Stuttgart), Bertelsmann und Europäischer Buch- und Phonoclub (um 1965). 8°. 571, (2) S. Orig.-Leinenband mit farbig illustr. Schutzumschlag.
KLL I, 1685. – Von G. Grass auf dem Titelblatt signiert. – Grass erhält den seit 1955 nicht mehr vergebenen Preis der „Gruppe 47“ als siebenter Preisträger und 1999 den Nobelpreis für Literatur, weil er – so die Begründung der Jury – „in munterschwarzen Fabeln das vergessene Gesicht der Geschichte gezeichnet hat“. – Die „Blechtrommel“ wird zum größten literarischen Erfolg der deutschen Nachkriegsliteratur. – „Günter Grass brachte das hervor, was kein Deutscher seit Thomas Mann hervorgebracht hatte: Aufregung in der internationalen literarischen Welt. Grass erbeitet mit einem Ausmaß an theatralischer Erfindungsgabe, das von Goethe … bis zu Ionesco reicht. Die Blechtrommel ist ein überwältigend ungleichmäßiges Prachtexemplar von einem Roman…“ (New York Times Book Review). – Schutzumschlag restauriert, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Signierte Bücher |
140,-- | ![]() |
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| Jagemann, Ludwig v. Deutsche Städte und deutsche Männer. Nebst Betrachtungen über Kunst, Leben und Wissenschaft. Reiseskizzen aus den Jahren 1837-1840. 2 Bände. Leipzig, Robert Binder 1842. 8°. IV, 217 S., [2] Bl.; VI, 266 S., [1] Bl. Olivgrüne Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückentiteln und Rückenvergoldung.
ADB XIII, 643 ff. Weech, Badische Biographien I, 421 f. Engelmann 432 (nur spätere Ausgaben). – Erste Ausgabe, selten. – I. „Zur Physiognomik deutscher Hauptstädte und Reiseglossen“. – II. „Zur Charakteristik deutscher Männer“. – Der badische Jurist L. v. Jagemann (1805-1853) war seit 1843 Justizministerialrath und wichtiger Strafrechts-Reformer des 19. Jarhunderts. „Der reiche Schatz seines allgemeinen Wissens machte ihn zum Mittelpunkt kunstliebender Kreise und führte ihn zum belletristischen Schaffen hin; insbesondere bietet von seinen Arbeiten letzterer Gattung eine Skizze seiner Reiseeindrücke aus Deutschland und Oesterreich, welche 1846 in 2 Bänden unter dem Titel „Deutsche Männer und deutsche Städte, nebst Betrachtungen über Kunst, Leben und Wissenschaft“ erschien, interessante, damals zeitgenössische Bilder dar. Allein seine eigentliche Bedeutung besteht in der Förderung, welche er theoretisch und praktisch als Schriftsteller und Beamter der Pflege des Strafrechts, des Gefängnißwesens und des Civil- und Straf-Processes angedeihen ließ“ (v. Jagemann in ADB). – Sehr schönes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Biographie, Reiseberichte, Reisebeschreibung, Reisebeschreibungen |
160,-- | ![]() |
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| Goethe, Johann Wolfgang v. (eig. Otto Philipp Zaunschliffer). Juristische Abhandlung über die Flöhe (de pulicibus). 2. Auflage. Altona, Verlags-Bureau 1864. Kl.-8° (16 x 12 cm.). IV, 97, (1) S. mit Frontispiz und 1 ganzs. Holzschnitt-Illustration (von J. P. Lyser) am Ende. Orig.-Broschurumschlag.
Goed. IV,3, 813, 6d. Hayn-G. II, 639. Rümann 1287. – Erste illustrierte Ausgabe; erschien auch mit 14 weiteren Holzschnitten. Die erste Auflage erschien 1839. – Gelehrtenscherz, Goethe untergeschoben. Bereits 1683 in Marburg als Dissertation veröffentlicht. Inhaltlich weitgehend identisch mit der 1702 in Dresden unter dem Titel „Curiöse Gedanken. Vom Flöhen“ unter dem Pseudonym Opizii Jocoserii erschienenen Schrift des Rechtsgelehrten O. P. Zaunschliffer (1653-1729). – Umschlag angestaubt und etwas fleckig, stellenweise etwas braunfleckig, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Curiosa, Illustrated books, Illustrierte Bücher |
80,-- | ![]() |
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| Strachwitz, Moritz (Karl Wilhelm Anton) v. Neue Gedichte. Breslau, Eduard Trewendt 1848. 8°. VIII, 240 S. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel, Romantikervergoldung und Deckel-Filetten.
ADB XXXVI, 482. Slg. Borst 2323. W.-G.² 2. – Erste Ausgabe. – M. v. Strachwitz (1822-1847) „ist ausschließlich Lyriker in den beiden Sammlungen seiner poetischen Erzeugnisse: „Lieder eines Erwachenden“ (1842) und „Neue Gedichte“ (1848); auch die epischen Motive in den Romanzen unterliegen der lyrischen Grundstimmung, obwohl er sich höchst wahrscheinlich, nach den Ansätzen in den erzählenden Poesien, gerade zu einem hervorragenden Balladendichter entwickelt haben würde. Verwunderlich bleibt in all seinen Versgebilden die vorbildliche Pflege der Form, welch letztere sich in einzelnen Nummern bis zu classischer Vollendung erhebt. Stets wirkt ein frischer, meist ein großer Zug, ein Zug von Begeisterung in den Worten des Dichters. Allenthalben keck und unabhängig, wirst er allen griesgrämlichen Leuten, allen Krämer-, Bedientenseelen, allem Philister- und Spießbürgerthum den Fehdehandschuh hin“ (Ludwig Fränkel in ADB). – Kanten etwas berieben, sehr schönes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Lyrik, Mythologie, Revolution, 1848-1849 |
100,-- | ![]() |
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| Goethe, J(ohann) W(olfgang) v. Reineke Fuchs. In zwölf Gesängen. Unter des Duchlauchtigsten, Deutschen Bundes schützenden Privilegien. Stuttgart und Tübingen, J. G. Cotta 1832. 8°. 229 S. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und Rückenvergoldung.
Fischer, Cotta-Bibliographie 2180. Hagen 429. – Eines von 1000 Exemplaren. Die letzte zu Goethes Lebzeiten erschienene Ausgabe. – Goethe übersetzte den alten, bis ins Mittelalter zurückreichenden Fabelstoff im Jahr 1793 während des Ersten Koalitionskrieges in Hexameter-Verse. Er nutzte die Arbeit als Ablenkung von den politischen Unruhen der Französischen Revolution. – Rücken etwas berieben, stellenweise etwas braunfleckig, gutes Exemplar. Schlagwörter: Fabeln, Reineke Fuchs |
70,-- | ![]() |
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| Almanach – Schütze, St(ephan) (Hrsg.). Taschenbuch für das Jahr 1825. Der Liebe und Freundschaft gewidmet. Frankfurt a. M., F. Wilmans (1824). 12° (12 x 8,5 cm.). Gestoch. Frontispiz, gestoch. Titel, [1] Bl., 302 S. mit 13 Kupfertafeln. Halbleinenband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und Romantikervergoldung.
Goedeke VIII, 53. Köhring S. 134. Lanckoronska-Rümann S. 71 f. Musenalm 392. – „Das 1800-1841 im Verlag von Gerhard Friedrich Wilmans (1764-1830) erschienene Taschenbuch gehörte zu den erfolgreichsten Unternehmungen dieser Art. Die buchkünstlerische Gestaltung und inhaltliche Ausrichtung der Bändchen erinnerte an die von Wilhelm Gottlieb Becker (1753-1813) herausgegebene Reihe mit dem Titel Taschenbuch und Almanach zum geselligen Vergnügen“ (Y.-G. Mix, Kalender? Ey, wie viel Kalender! Literarische Almanache zwischen Rokoko und Klassizismus. Ausstellung im Zeughaus der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel, Nr. 319 ff.). – Gutes Exemplar. Schlagwörter: Almanache, Taschenbücher, Kalender, Romantik |
50,-- | ![]() |
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| Becker, Jurek (eig. Georg B.). Jakob der Lügner. 7. Auflage. Rostock, Hinstorff 1984. 8°. 233, (1) S. Orig.-Leinenband mit Schutzumschlag (von Lothar Reher).
Von Jurek Becker signiert und datiert „13. 11. 92“. – Der 1969 veröffentlichte Roman „gilt als eines der erfolgreichsten Bücher der DDR-Literatur. Der darauf basierende Film war die einzige Filmproduktion der DDR, die für einen Oscar nominiert wurde. … Jakob der Lügner war ursprünglich als Kinofilm angelegt. 1963 wurde Beckers Exposé von der DEFA angenommen. Er arbeitete dann zwei Jahre an dem Drehbuch, das im Februar 1966 in den Produktionsplan der DEFA aufgenommen wurde. Die Produktion wurde jedoch noch vor Beginn der Dreharbeiten im Sommer 1966 abgebrochen, nachdem der beteiligte Regisseur Frank Beyer für seinen Film „Spur der Steine“ von der staatlichen Zensur aus der DEFA verbannt wurde und jahrelang nicht mehr an Filmproduktionen arbeiten durfte. In den folgenden Jahren arbeitete Becker den Stoff zum Roman um, der schließlich 1969 in der DDR beim Aufbau Verlag und 1970 in der Bundesrepublik beim Luchterhand-Verlag (als Eröffnungsband der Reihe Sammlung Luchterhand) erschien“ (Wikipedia). – J. Becker (1937-1997) wurde zusammen mit seinen Eltern nach dem deutschen Überfall auf Polen 1939 ins Ghetto von Lódz deportiert. 1944 kam er mit seiner Mutter, Anette Bekker, zunächst in das KZ Ravensbrück und später nach Sachsenhausen bzw. ins KZ-Außenlager Königs Wusterhausen. Dort wurde er am 26. April 1945 durch die Rote Armee befreit. – Schutzumschlag mit geringf. Randläsuren, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Signierte Bücher |
100,-- | ![]() |
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| Goffin, Robert. Pérou. (Édité par les amis de l’auteur). Bruges, Desclée, Deuwer et Cie (Inprimé) s. d. (1940). Gr.-8° (21,5 x 17,5 cm.). 18 S., [1] Bl. Illustr. Orig.-Broschurumschlag.
Eines von 200 num. Exemplaren. – Mit eigenhändiger Widmung von R. Goffin für Man Ray. – Die letzte Veröffentlichung Goffins in Belgien, bevor er im Mai 1940 in die USA emigrierte. Nachdem er in Belgien die antifaschistische Wochenzeitung Alerte gegründet und sich vehement gegen das Nazi-Regime ausgesprochen hatte, musste er nach dem deutschen Einfall über Frankreich, Spanien und Portugal nach New York fliehen. Er verbrachte dort die Kriegsjahre im Exil und kehrte 1945 nach Belgien zurück. Eine erste, rein touristische USA-Reise unternahm er bereits im Jahr 1939. – Der belgische Jurist und Schriftsteller R. Goffin (1898-1984) gründete bereits 1921 „die Literaturzeitung La Lanterne sourde; auch lud er Blaise Cendrars und Jean Cocteau nach Brüssel ein. 1922 publizierte er einen weiteren Gedichtband mit dem Titel Jazz Bands (Vorwort Jules Romains) – viele weitere Gedichtbände folgten bis 1982. Im Jahr 1923 wurde er Anwalt am Berufungsgericht in Brüssel; 1928 heiratete er. Nebenberuflich befasste er sich mit Jazz und veröffentlichte 1932 Aux Frontiers du Jazz (Éditions Sagittaire, Paris), das häufig als erstes ernstzunehmendes Werk zum Jazz angesehen wird (noch vor den Büchern der Franzosen Hugues Panassié und Charles Delaunay). Er war schon im Vorfeld der Besetzung durch die deutschen Truppen ein Gegner der Faschisten, der sich für die Aufgabe der Neutralität Belgiens und Kampf an der Seite Frankreichs einsetzte“ (Wikipedia). – Tadellos. Schlagwörter: Nummerierte Bücher, Signierte Bücher, Widmungsexemplar |
320,-- | ![]() |
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| Joyce, James. Ulysses. New York, Random House (1946). XVII, 767, (1) S. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rückentitel (Einbandgestaltung: Ernst Reichl). (The modern library of the world’s best books).
Rücken etwas angestaubt, gutes Exemplar. |
30,-- | ![]() |
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| Wandt, Heinrich (Louis). Etappe Gent. Streiflichter zum Zusammenbruch. I. Band. Berlin, Buchverlag der „Freien Presse“ o. J. (1920). 8°. 182 S., [1] Bl. Farbig illustr. Orig.-Pappband.
Seltene erste Ausgabe. – Dazu: Derselbe. Etappe Gent. Zweites Hunderttausend, erweiterte Ausgabe. Berlin, Wien, Agis-Verlag 1926. 8°. 176 S. Farbig illustr. Orig.-Kartonumschlag. – Derselbe. Etappe Gent. 240.-250 Tsd. Wien, Agis-Verlag 1926. 8°. 176 S. Orig.-Leinenband. Mit eigenhändiger Widmung von H. L. Wandt „Dem Genossen Willy Schick zum freundlichen Gedenken…″. – Derselbe. Etappe Gent. Streiflichter zum Zusammenbruch. Nie wieder Krieg. I. Band. 3. Auflage, 50. Tausend. Berlin, Buchverlag der „Freien Presse“ o. J. (um 1925). Kl.-8°. 182 S., [1] Bl. Orig.-Broschur. – Derselbe. Erotik und Spionage in der Etappe Gent. (Band II). Erste Ausgabe. Wien, Berlin 1928. 8°. 208 S. Illustr. Orig.-Kartonumschlag (von John Heartfield). – Derselbe. Das Justizverbrechen des Reichsgerichts an dem Verfasser der „Etappe Gent“. Berlin, Verlag „Der Syndikalist“ Fritz Kater 1926. Gr.-8°. 28 S. Illustr. Orig.-Kartonumschlag. – Derselbe. Der Gefangene von Potsdam. 2 Bände. Wien, Berlin, Agis-Verlag 1927. 8°. 206 S., [1] Bl.; 207, (1) S. Illustr. Orig.-Kartonumschläge. – Haufe/Rettej, Heartfield 97 f. (Band II). Holstein, Buchumschläge 438 ff. (Abbildungen von I, II, IV und V.). NDB XXVII, 402. – Interessante Sammlung zu dem bedeutendenen Enthüllungs- und Antikriegsbuch, welches in der Weimarer Republik einen der größten politischen Skandale auslöste. – H. L. Wandt (1890-1965) arbeitete 1912 „kurzzeitig als Redaktionssekretär der sozialdemokratischen Frauenzeitschrift „Die Gleichheit“. Noch im selben Jahr zum Militärdienst eingezogen, desertierte W. 1913 nach Paris. Im März 1914 stellte er sich, verbüßte acht Monate Haft in einem Militärgefängnis und kam nach seiner Entlassung an die Westfront. Im Frühjahr 1915 wurde W. als nicht mehr frontdienstfähig zur Etappen-Inspektion 4 nach Gent versetzt, wo er bis 1918 bei der Kriegszeitung der 4. Armee tätig war. Nach Kriegsende arbeitete er als Redakteur der linksradikalen Tageszeitung „Freie Presse“ in Berlin. In deren Verlag erschien 1920 W.s Buch „Etappe Gent, Streiflichter zum Zusammenbruch“ (zahlr. Nachdrr., niederl. u. franz. Übers.), in dem er am Beispiel namentlich genannter Offiziere und ihrer Verfehlungen die endemische Korruption der dt. Besatzungsherrschaft im belg. Etappengebiet anprangerte. Ein zweiter Band, der wegen seines von John Heartfield (1891–1968) gestalteten, als moralisch anstößig empfundenen Umschlags bald vom Markt genommen werden mußte, erschien 1928. … W.s Buch brachte ihm zahlreiche Beleidigungsklagen ehemaliger Offiziere ein. Nachdem der Oberreichsanwalt beim Reichsgericht im Okt. 1921 ein Verfahren wegen des Diebstahls von Akten aus dem Reichsarchiv eröffnet hatte, wurde W. bis Jan. 1922 in Haft genommen, dann jedoch aufgrund mangelnden Tatverdachts entlassen. Um weiterer justizieller Verfolgung zu entgehen, floh W. in das belg. besetzte Aachen, dann nach Belgien. 1923 wurde er in Düsseldorf verhaftet und des Landesverrats angeklagt. Die Verhandlung vor dem Reichsgericht im Dez. 1923 begann mit der Verlesung von Abschnitten aus „Etappe Gent“ durch den Richter, was verdeutlicht, daß W. letztlich wegen seiner kriegskritischen Veröffentlichungen vor Gericht stand. W. wurde zu sechs Jahren Zuchthaus verurteilt. Zeitungen in Belgien und den USA bezeichneten das Verfahren als „deutschen Dreyfusprozeß“. Öffentlicher Druck, u. a. durch den SPD-Abgeordneten Paul Levi (1883–1930) im Reichstag, führte dazu, daß W. 1926 begnadigt wurde“ (B. Ziemann in NDB). – Interessant ist besonders die „Einbandillustration des Pappbands in Rot, Schwarz und Lila mit provokanter Darstellung eines Offiziers, der mit einer Prostituierten Champagner trinkt“; die Umschlagillustration zu „Das Justizverbrechen…“ „Richter beim Versuch Justitia zu vergewaltigen“ sowie die „Photomontage über beide Deckel und Rücken in Rot und Schwarz von John Heartfield (vorn: Offizier mit Mädchen, rückseitig halbbekleidete Frau). Erste Fassung des Heartfield-Umschlags (wie hier vorliegend), der sofort nach Erscheinen der Zensur zum Opfer fiel“ (J. Holstein). – Umschläge und die Gelenke des Pappbands restauriert, sonst alle Bände von Alters- und Gebrauchsspuren abgesehen gut erhalten. – Zusammen 7 Bände; die Erstausgabe, die erste Fassung von Band II und die beiden Bände von „Der Gefangene…“ mit den illustr. Kartonumschlägen sehr selten. Schlagwörter: Pazifismus, Signed books, Signierte Bücher, Weimarer Republik, Weltkrieg <1914-1918>, Weltkrieg I, Widmungsexemplar |
1.000,-- | ![]() |
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| Hugo, Victor. Le Rhin. Illustrations par J(ean)-A(dolphe) Beauce et (Dieudonné-Auguste) Lancelot Paris, (J. Hetzel), Jules Bonaventure, imprimateur s. d. (1842). 4°. 160 S. mit 63 Holzstichen im Text. Dunkelgrüner Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel.
Carteret I, 412. Vicaire IV, 298. – Sehr seltener Erstdruck der Schilderung von Hugos 1838 bis 1840 unternommenen Rheinreisen. Das Buch erschien im selben Jahr mit dem Untertitel „Lettres à un ami“ bei J. Hetzel und basiert auf Hugos Reisen in den Jahren 1838, 1839 und 1840 sowie den Briefen, die er während dieser Reisen schrieb. Er bearbeitete und erweiterte die Briefe für die Veröffentlichung, wobei er historische Werke, Reiseführer, Sagen und Legenden heranzog, und fügte das ausführliche Schlusswort hinzu. Der vorliegende Erstdruck mit der Preisangabe „10 centimes“ enthält die ersten 23 Briefe mit 63 meist halbseitigen Holzstich-Ansichten von Reims (Cathédrale), Aix-La-Chapelle, Köln, Mainz, Rheinfels, Lorelei-Felsen, Oberwesel, Frankfurt am Main, Koblenz u.v.m.). – Ein Blatt mit größerem Einriß (S. 103/104 mit der Ansicht von Frankfurt), sonst sehr gut erhalten und dekorativ gebunden. Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Reiseberichte, Reisebeschreibungen, Rhein |
160,-- | ![]() |
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| Sammlung; Klassiker der deutschen Literatur des 18. und 19. Jahrhunderts. 51 Werke in 184 Bänden. Deutschland, Österreich und Schweiz 1769-1914.
Dabei: 1 Auerbach, Berthold (d. i. Moses Baruch Auerbacher). Gesammelte Schriften. Erste, neu durchgesehene Gesammtausgabe. 20 Bände in 10. Stuttgart und Augsburg, J. G. Cotta 1857-1858. 8°. Orig.-Halblederbände mit goldgepr. Rückentiteln und Rückenvergoldung. – Goedeke NF 520, 831. – Erste Gesamtausgabe. – 2 (Claudius, Matthias). Asmus omnia sua Secum portans, oder Sämmtliche Werke des Wandsbecker Bothen Erster und zweyter Theil. Hamburg, beym Verfasser und in Commission bey Fr. Perthes (1775). Kl.-8°. XVI, 232 S. mit Frontispiz und 2 Tafeln. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und reicher Rückenvergoldung. – Slg. Borst 304. Goedeke IV/1, 978, 8. – Erste Ausgabe. – Bis 1812 erschienen 8 Teile. – 3 Claudius, Matthias. Asmus omnia sua secum portans oder Sämmtliche Werke des Wandsbecker Bothen. 7. wohlfeile Auflage mit vielen Holzschnitten und Kupferstichen nach (Daniel) Chodowiecki. 8 Teile in 2 Bänden. Hamburg und Gotha, Friedrich und Andreas Perthes 1844. 8°. Orig.-Leinenbände mit Romantikervergoldung und goldgepr. Deckel-Vignetten. – Gutes Exemplar in den dekorativen Verlagseinbänden. – 4 Dickens, Charles. Große Erwartungen. Aus dem Englischen von Julius Seybt. 2 Teile in 1 Band. Leipzig, L. Wiedemann o. J. (1862). Kl.-8°. [2] Bl., 280 S.; [2] Bl., 250 S. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rückentitel und Romantikervergoldung. (Boz (Dickens) Gesammelte Werke, Band 25). – Erste Ausgabe dieser Übersetzung. – 5 Ebers, Georg (Moritz). Eine ägyptische Königstochter. Historischer Roman. 2. Auflage. 3 Bände. Stuttgart, Eduard Hallberger 1869. 8°. XVIII, 194 S.; 247 S.; 267 S. Orig.-Leinenbände mit goldgepr. Rückentiteln und Rückenvergoldung. – Kosch III, 768. – Der erste Roman des Berliner Ägyptologen und Schriftstellers G. M. Ebers (1837-1898) erschien zuerst 1864. – „Beginnend mit Eine ägyptische Königstochter (1864) verfasste Ebers zahlreiche historische Romane, die auf großes Leserinteresse stießen. Neben Felix Dahn galt er als der bedeutendste Vertreter des „Professorenromans“. Die Themen der Romane wählte er teilweise aus dem Umfeld seiner wissenschaftlichen Arbeit, also der ägyptischen Geschichte, aber auch aus anderen Epochen, z. B. dem Mittelalter“ (Wikipedia). – 6 Epigrammenlese aus Martial für die oberen Klassen gelehrter Schulen. Epigrammatische Anthologie aus griechischen und römischen Dichtern erstes (und) zweites Bändchen. 2 Teile in 1 Band. Frankfurt am Main, Varrentrapp und Wenner 1808. 8°. X, 131 S.; [2] Bl., 136 S., [2] Bl. Halblederband der Zeit. – 7 Gellert, C(hristian) F(ürchtegott). Fabeln und Erzählungen. In drey Büchern. Neue Auflage. 3 Teile in 1 Band. Frankfurt und Leipzig o. J. (um 1800). Kl.-8° XXXII, 221 S. Halblederband der Zeit mit Rückenvergoldung. – Vgl. Goedeke IV 26,7. – Erschien zuerst 1746-1748. – „Die Fabeln waren das einzige wirklich allgemein in allen Ständen gelesene poetische Buch des ganzen Jahrhunderts. Der Buchhändler Breitkopf hatte Bedenken gegen die Übernahme des Verlags, so daß Gellert seine Fabeln an Johann Wendler gab, der an Gellerts Schriften reich wurde“ (Goedeke). – 8 Gellert, C(hristian) F(ürchtegott). Sämmtliche Schriften. Mischauflage. Erster und fünfter bis siebenter Theil (von 10), 4 Bände. Berlin und Stettin, Joachim Pauli 1770-1776. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern und floraler Rückenvergoldung. – 9 Gelzer, Johann Heinrich. Die deutsche poetische Literatur seit Klopstock und Lessing. Nach ihren ethischen und religiösen Gesichtspunkten. Leipzig, Weidmann 1841. XII, 492 S. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und dezenter Rückenvergoldung. – 10 Goethe, (Johann Wolfgang v.). Goethe’s Werke. Sechster Band. Stuttgart und Tübingen, J. G. Cotta 1816. 8°. 458 S. Pappband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild. – Mit den Theaterstücken: Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand; Egmont; Stella; Clavigo. – 11 Goethe, Johann Wolfgang v. Schriften. Band I. Leiden des jungen Werthers. Erster und zweiter Theil. (Carlsruhe, Schmieder 1778). Kl.-8°. 300 S. Halblederband der Zeit. (Sammlung der besten deutschen prosaischen Schriftsteller und Dichter, Band 79). – Ohne den Haupttitel. – Rücken unten mit kl. Fehlstelle, Deckel fleckig, sonst gut erhalten. -12 Goethe, Johann Wolfgang v. Werke. Auswahl. 12 Teile in 6 Bänden. Stuttgart, J G. Cotta 1867. 8°. Orig.-Halblederbände mit Romantikervergoldung. – Vollständige erste Abteilung; insgesamt erschienen 36 Teile in 18 Bänden. – Mit den Gedichten und Liedern und den Hauptwerken (Reineke Fuchs, Faust, Wahlverwandtschaften, Wilhelm Meister, Wahrheit und Dichtung u. a.). – 13 Hauff, Wilhelm. Sämmtliche Werke. Mit des Dichters Leben von Gustav Schwab. Fünfte Gesammtausgabe. Zweiter Abdruck. Erster Band (von 5). Stuttgart, Rieger 1853. Kl.-8°. Halblederband der Zeit mit Romantikervergoldung. – Goedeke IX, 212 g. – 14 Hauff, Wilhelm. Sämmtliche Werke. Geordnet und mit einem Vorwort versehen von Gustav Schwab. 1.—9. Band und 16.-30. Band (von 36) in 8 Bänden. Stuttgart, Friedrich Brodhag 1830. 12° (13 x 8,5 cm.). Mit lithogr. Porträt-Frontispiz. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern und Rückenvergoldung. – Goedeke IX, 211, 23 a, alpha. – Erste Gesamtausgabe. – 15 Herder, Johann Gottfried v. Sämmtliche Werke. Zur schönen Literatur und Kunst. (Herausgegeben von Johannes v. Müller, Johann Georg Müller und Christian Gottlob Heyne). Erster bis neunzehnter Theil (von 20). Stuttgart und Tübingen, Cotta 1827-1830. Kl.-8°. Pappbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern und Linienvergoldung. – Goedeke IV 1, 737, 123. – Zweite Gesamtausgabe. – 16 Herder, Johann Gottfried v. Sämmtliche Werke. Zur Philosophie und Geschichte. (Herausgegeben von Johannes v. Müller, Johann Georg Müller und Christian Gottlob Heyne). Erster, Zweiter und sechzehner bis zweiundzwanzigster Theil (10 Bände von 22). Stuttgart und Tübingen, Cotta 1827-1830. Kl.-8°. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern und Rückenvergoldung. – Goedeke IV 1, 737, 123. – Zweite Gesamtausgabe. – 17 Herder, Johann Gottfried v. Sämmtliche Werke. Zur Religion und Theologie. (Herausgegeben von Johannes v. Müller, Johann Georg Müller und Christian Gottlob Heyne). Zweiter Theil und fünfzehnter bis achtzehnter Theil (5 Bände). Stuttgart und Tübingen, Cotta 1827-1830. Kl.-8°. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern und Rückenvergoldung. – Goedeke IV 1, 737, 123. – Zweite Gesamtausgabe. – 18 Hölty, Ludwig Christoph Heinrich. Gedichte. Besorgt durch seine Freunde Fried(ich) Leopold Grafen zu Stollberg und Johann Heinrich Voss. Carlsruhe, Bureau der deutschen Classiker 1823. 8°. XXXX, 166 S. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und Linienvergoldung. – 19 Homerus. Homers sämmtliche Werke. Herausgegeben von Abraham Voss. Erster Theil. Homers Ilias übersetzt von Friedrich Leopold Graf zu Stolberg. Neuer Abdruck. Leipzig, Imanuel Müller 1843. 8°. [4] Bl., 512 S. Pappband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und Linienvergoldung. – Abraham Voß hatte die erste Fassung von seines Vaters Odysseeübertragung (Hamburg, auf Kosten des Verfassers 1781) erstmals 1837 um dessen nachgelassene Anmerkungen vermehrt herausgegeben und ergänzt sie hier um Stolbergs Iliasübersetzung (Leipzig 1778), auf die J. H. Voß sich in seinem vorangestellten Widmungsgedicht bezieht. – 20 Iffland, August Wilhelm. (Theatralische Werke). Elise von Valberg. Ein Schauspiel in Fünf Aufzügen. – Die Mündel. Ein Schauspiel in fünf Aufzügen. – Albert von Thurneisen. Ein bürgerliches Trauerspiel in vier Aufzügen. – Die Jäger. Ein ländliches Sittengemälde in fünf Aufzügen. 4 Theaterstücke in 1 Band. Leipzig, Georg Joachim Göschen, Augsburg, o. Dr., Mannheim, Schwan und Berlin, Georg Jacob Decker 1785-1792. Kl.-8°. Pappband der Zeit mit Rückenschild. – Erste Ausgaben. – Sammelband mit vier Theaterstücken. – 21 Immermann, Karl (Leberecht). Münchhausen. Eine Geschichte in Arabesken. 2 Teile (von 4) in 1 Band. Berlin, A. Hofmann & Comp. 1858. IV, 228 S.; IV, 178 S., [1] Bl. Orig.-Leinenband mit Romantikervergoldung. – Immermanns berühmter satirischer Roman erschien zuerst 1838-1839. Dieses Hauptwerk des deutschen Vormärz verbindet fantastische Lügenmärchen mit einer scharfen sozialkritischen Satire auf die westfälische Agrargesellschaft. Berühmt wurde der Roman besonders durch den darin enthaltenen, eigenständigen Unterroman „Der Oberhof“, der die soziale Realität seiner Zeit abbildet. – 22 Jean Paul (d. i. Johann Paul Friedrich Richter). Ausgewählte Werke. 16 Bände in 8. Berlin, G. Reimer 1847-1849. 8°. Mit 1 gestoch. Porträt und gefaltetem Handchriften-Faksimile. Orig.-Leinenbände mit goldgepr. Rückentiteln und Romantikervergoldung. – Berend 173 a. – Erste Ausgabe der Sammlung. – 23 Kerner, Justinus. Kerners Werke. Auswahl in sechs Teilen. Herausgegeben und mit einem Lebensbild versehen von Raimond Pissin. 6 Teile in 2 Bänden. Berlin, Leipzig, Wien, Stuttgart, Deutsches Verlags-Haus Bong & Co. (1914). 8°. Mit 1 Portrait und 1 gefalt. Handschriften-Faksimile. Orig.-Halblederbände mit goldgepr. Rückentiteln und reicher Rückenvergoldung. (Goldene Klassiker-Bibliothek). – Erste Ausgabe der maßgeblichen Gesamtausgabe. – Schönes Exemplar in den prachtvollen Jugendstil-Einbänden. – 24 Klopstock, (Friedrich Gottlieb). Sämmtliche Werke. 11 (statt 12) Bände. Leipzig, Georg Joachim Göschen 1823. Kl.-8°. Halblederbände mit goldgepr. Rückenschildern und Rückenvergoldung. – Goedeke IV/1, 177, 57. – Erste Gesamtausgabe. – Band 10 fehlt. – 25 Körner, Theodor. Sämmtliche Werke. Neue Ausgabe. Vollständig in zwei Bänden. 2 Bände. Reutlingen, Fleischhauer und Spohn 1833-1834. Kl.-8°. 2 Bl., VI, 390 S.; 2 Bl., 544 S. Pappbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern und Linienvergoldung. – Vgl. Goedeke VII, 844, 31. Stellenweise etwas braunfl., gutes dekorativ gebundenes Exemplar. 26 Lessing, G(otthold) E(phraim). Gesammelte Werke. Neue rechtmäßige Ausgabe. 10 Bände in 5. Leipzig, G. J. Göschen 1855-1856. 8°. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückentiteln und Rückenvergoldung. – Goedeke IV/1, 344, 8. Seifert 9. 2. – Unveränderte zweite Auflage der zuerst 1841 erschienenen Gesamtausgabe. – Stellenweise etwas braunfleckig, gutes dekorativ gebundenes Exemplar. – 27 Mahlmann, Siegfried August. Sämmtliche Gedichte. Prachtausgabe mit vielen Illustrationen, Mahlmann’s Biographie und Portrait. 4. Auflage Leipzig, Renger (F. Volckmar) o. J. (1845). Kl.-8°. XXXVI, 134 S. mit Porträt-Frontispiz und Holzstich-Vignetten im Text. Orig.-Leinenband mit Romantikervergoldung. – Vgl. Goedeke V, 550, 10. – Erste illustrierte Ausgabe der zuerst 1825 erschienenen Gedicht-Sammlung. – 28 Maler-Müller, (Friedrich). Dichtungen. In zwei Theilen. Mit Einleitung herausgegeben von Hermann Hettner. 2 Teile in 1 Band. Leipzig, F. A. Brockhaus 1868. 8°. XVI, 242 S.; [3] Bl., 220 S. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und Linienvergoldung. (Bibliothek der Deutschen Nationalliteratur des achtzehnten und neunzehnten Jahrhunderts). – Meyer 258. – Die Ausgabe enthält die Idyllen, Lieder und Balladen des Maler-Dichters Friedrich Müller (1749 – 1825) sowie seine Dramen „Fausts Leben. Fragment“, „Golo und Genoveva“ und „Niobe“. – 29 Manzoni, Alessandro. Die Verlobten. Eine mailänder Geschichte aus dem siebzehnten Jahrhunderte. Aufgefunden und erneut aus dem Italienischen übersetzt von Eduard v. Bülow. 2. völlig umgearb. Auflage. 2 Bände Leipzig, F. A. Brockhaus 1837. 8°. XXIII, 426 S.; 432 S. Orig.-Leinenbände mit Romantikervergoldung. – Vgl. GV II, 398. – Zweite deutsche Ausgabe einer der bedeutendsten Romane der italienischen Literatur. – 30 Meyer, Conrad Ferdinand. Novellen. 15. Auflage. 2 Bände. Leipzig, H. Haessel 1900. 8°. [2] Bl., 354 S.; [3] Bl., 404 S. Orig.-Halblederbände mit goldgepr. Rückentitel und dezenter Rückenvergoldung. – Die berühmten Novellen erschienen zuerst 1885. – 31 Musäus, J(ohann) K(arl) A(ugust). Volksmährchen der Deutschen. Mit einem Vorwort von Fr(iedrich) Jacobs. Erster Theil (von 2). Stuttgart, A. F. Macklot 1829. Kl.-8°. Pappband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild. – Goedeke IV 1, 580, 5. – Dritte Auflage der zuerst 1804 bis 1805 erschienenen Kunstmärchen. Enthält die bekannten Märchen „Die Bücher der Chronika der drei Schwestern“, „Rolands Knappen“, „Legenden von Rübezahl“ und vier andere. – 32 Nürnberger, Joseph Emil. Ernste Dichtungen. Kempten, Tobias Dannheimer 1841. 369 S. mit gestoch. Portrait des Verfassers. Lederband der Zeit mit golgepr Rückentitel, Rücken- und Deckelvergoldung und Goldschnitt. – Goedeke X, 177, 15. – Erste Ausgabe. – 33 Ramler, Karl Wilhelm. Kurzgefaßte Mythologie oder Lehre von den fabelhaften Göttern, Halbgöttern und Helden des Alterthums. In zwey Theilen, nebst einem Anhange, welcher die Allegorie und ein vollständiges Register enthält. Vierte verbesserte Auflage. 2 Teile in 1 Band. Berlin, Maurer 1820. 8°. XVIII S., [1] Bl., 202 S.; [1] Bl., S. [223] – 570 mit 14 Kupfertafeln. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und dezenter Rückenvergoldung. – Goedeke IV1, 182, 54. – Zuerst 1790 erschienen; eines der populärsten Werke des „deutschen Horaz“. – Stelllenweise etwas braunfleckig, gutes dekorativ gebundenes Exemplar. – 34 Salis(-Seewis), J(ohann) G(audenz) v. Gedichte. Neue Auflage. Stuttgart, August Friedrich Macklot 1811. Kl.-8°. 132 S. Marmorierter Pappband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild, Rückenvergoldung und Deckel-Filetten. – Goedeke. V, 430. – Zuerst 1793 von F. Matthisson herausgegebenen Gedichte. – Der schweizer Lyriker J. G. v. Salis-Seewis (1762-1834), war 1779-89 Offizier in der Schweizer Garde des franz. Königs und hatte später hohe militär. Ämter in seiner Heimat inne. „Seine formsichere, wehmütig-zarte Lyrik besingt Natur und Heimat und verbindet eine an Hölty erinnernde Seelenstimmung mit Matthissons Klassizismus.“ – Dekorativ gebundenes Exemplar. – 35 Schiller, Friedrich. Sämmtliche Werke. (Herausgegeben von Christian Gottfried Körner). Mit Grossherzoglich Badischem gnädigsten Privilegio. 17 Bände (von 18). Carlsruhe, Büreau der deutschen Classiker 1823. 8°. Pappbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern. – Vgl. Goedeke V, 142. Trömel-Marcuse 4. – Karlsruher Nachdruck der ersten Gesamtausgabe. – Band 2 und 4 fehlen. – 36 Schiller, (Friedrich). Schillers Briefwechsel mit (Christian Gottfried) Körner. Von 1784 bis zum Tode Schillers. 4 Bände. Leipzig, Beit und Comp. 1847. 8°. Orig.-Leinenbände mit goldgepr. Rückentiteln und Romantikervergoldung. – Goedeke V, 110, 29. – Erste Ausgabe. – Christian Gottfried Körner war mit Schiller seit 1784, also dem Jahr, als der Dichter Mannheim verließ, eng befreundet. Er war der Herausgeber der ersten Schiller-Gesamtausgabe. – Schönes Exemplar in den dekorativen Verlagseinbänden. – 37 Schulze, Ernst. Cäcilie. Ein romantisches Gedicht in zwanzig Gesängen. 2 Bände. Leipzig, F. A. Brockhaus 1818. Kl.-8°. [4] Bl., XXIV, 378 S., [3] Bl.; [4] Bl., 368 S. Pappbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern und Linienvergoldung. – W.-G.² 4. – Erste Ausgabe. – 38 Seneca, L(ucius) A(nnaeus). Briefe des L. A. Seneka aus dem Lateinischen übersetzt und mit den über diese Verteutschung im Druck erschienenen Urtheilen und einer neuen Vorrede herausgegeben von Albrecht Christoph Kayser. Regensburg, Montagische Buchhandlung 1788. 8o. 15 S., [14] Bl., 224 S., [10] Bl. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und floraler Rückenvergoldung. – VD18 11465883. – Erste Ausgabe dieser Übersetzung. – 39 Shakespeare, William. William Shakspere’s dramatische Werke. Übersetzt und erläutert von Adelbert Keller und Moritz Rapp. Zweite Ausgabe. 8 Bände. Stuttgart, J. B. Metzler 1854. Kl.-8°. Halblederbände der Zeit mit jeweils 2 goldgepr. Rückenschildern und dezenter Rückenvergoldung. – Seltenere Shakespeare-Übersetzung von Adelbert Keller (1812-1883) und Moritz Rapp (1803-1883), jeweils mit kurzer Einführung zu jedem Drama. – „Von den Uebersetzungen ist die Shakespeare’s wegen großer Freiheit gegen das Original zu nennen; diese Freiheit geht bis zur Veränderung scenischer Anordnungen und des Schauplatzes sammt den Personennamen; was bei minder weltbekannten Stücken leichter ertragen wird, das wirkt z. B., wenn Ophelia der Correctheit des dänischen Kostüms halber zu einer Ingeborg wird, geradezu unerträglich“ (ADB 27, 298). – 40 (Sintenis, Christian Friedrich). Stunden für die Ewigkeit gelebt. Vom Verfasser von Hallo’s glücklichen Abend. Erster Theil (von 2). Frankfurt und Leipzig, 1792. 8°. 252 S. mit gestoch. Frontispiz. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und Linienvergoldung. – VD18 90421833. – Zweite Ausgabe des ersten Teils. – 41 Strauß, Friedrich. Glockentöne. Erinnerungen aus dem Leben eines jungen Geistlichen. 3. Auflage. 3 Teile in 2 Bänden. Elberfeld, Heinrich Büschler 1819. Kl.-8°. [8] Bl., 169 S., [2] Bl.; [2] Bl., 183 S., [2] Bl.; 268 S., [2] Bl. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern, Rückenvergoldung und Deckel-Filetten. – Goedeke X, 257. – Erschien zuerst 1815. – 42 Stutz, Jakob. Neue Sammlung der Gemälde aus dem Volksleben. Nach der Natur aufgenommen in gereimten Gesprächen Zürcherischer Mundart. Zürich, Schulthess 1832. 8°. X, 240 S. Pappband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild. – 43 Thümmel, M(oritz) A(ugust) v. Sämmtliche Werke. 8 Bände. Leipzig, G. J. Göschen 1853-1854 8°. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückentiteln und Linienvergoldung. – Vgl. Goedeke IV/1, 583, 25, 7 (erste Gesamtausgabe, ebda. 1811 ff.). – 44 Uhland, Ludwig. Gedichte. 45. Auflage. Stuttgart, Cotta 1863. 8°. XVI, 459 S., [2] Bl. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rückentitel und Rückenvergoldung. – 45 Uhland, Ludwig. Gedichte und Dramen. Volksausgabe. 2 Teile in 1 Band. Stuttgart, J. G. Cotta 1863. 8°. XIV, 277 S.; VIII, 259 S. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rückentitel und Linienvergoldung. – 46 Usteri, Johann Martin. Dichtungen in Versen und Prosa. Nebst einer Lebensbeschreibung des Verfassers herausgegeben von David Heß. 3 Bände. Berlin, G. Reimer 1831. 8°. XCVIII, 288 S.; IV, 414 S., [2] Bl.; III, 424 S., [1] Bl. mit lithogr. Frontispiz-Porträt. Orig.-Leinenbände mit goldgepr. Rückentiteln und Romantikervergoldung. – Slg. Borst 1642. Goedeke XII, 77, 21. – Erste Gesamtausgabe. – Der Mundart- und Idyllendichter Usteri hatte 1783/84 eine Deutschlandreise unternommen, in deren Verlauf er Goethe, Klopstock und Claudius kennenlernte. Er ist der Verfasser des berühmten Gedichtes „Freut euch des Lebens“ (I, 3-5), das von Nägeli vertont wurde. – 47 Uz, J(ohann) P(eter). Sämmtliche poetische Werke. Erster (und) zweyter Band. 2 Bände. Carlsruhe, Christian Gottlieb Schmieder 1776. 8°. [6] Bl., 269 S.; [2] Bl., 275, (1) S. mit wdh. Titelvignette und 6 gestoch. Kopfvignetten. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern und Linienvergoldung. – Vgl. Goedeke IV/1, 90, 7a. Hayn-Gotendorf VIII, 57. – Karlsruher Nachdruck der ersten Gesamtausgabe der Gedichte (Leipzig 1768). Der zweite Band mit den Briefen (S. 195 ff.). – Stellenweise etwas braunfleckig, gutes dekorativ gebundenes Exemplar. – 48 (Wieland, Christoph Martin). Der Goldne Spiegel, oder die Könige von Scheschian. Eine wahre Geschichte. Aus dem Scheschianischen übersetzt. Erster, dritter und vierter Theil (von 4) in 3 Bänden. Leipzig, M. G. Weidmanns Erben und Reich 1772. Kl.-8°. Mit 3 gestochenen Frontispizen und 3 gestochenen Titelvignetten von Geyser nach Mechau. Kalbslederbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern und reicher Rückenvergoldung. – Goedeke IV/1, 555, 66. Holzmann-Bohatta IV, 3260. VD18 11041021. – Erste Ausgabe des in der Tradition des antiken philosophisch-didaktischen Staatsromans stehenden Fürstenspiegels, erschienen in einer Auflage von 2500 Exemplaren. „Dieser Fürstenspiegel, mit dem Wieland seine ‚Hoffähigkeit‘ erweisen wollte, an der man nach den frivolen Verserzählungen seiner Jugend zweifelte, trug ihm 1772 die Berufung zum Erzieher Karl Augusts, des Sohnes der Herzogin Anna Amalia von Sachsen-Weimar ein“ (KLL III, 978 ff.). – 49 (Wieland, Christoph Martin). Der Goldne Spiegel, oder die Könige von Scheschian. Eine wahre Geschichte. Aus dem Scheschianischen übersetzt. Erster bis vierter Theil. 4 Bände. Carlsruhe, Christian Gottlieb Schmieder 1777. Kl.-8°. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern und floraler Rückenvergoldung. (Sammlung der besten deutschen prosaischen Schriftsteller, 52.-55. Theil). – Vgl. Goedeke IV/1, 555, 66. Holzmann-Bohatta IV, 3260. VD18 11041021. – In der Tradition des antiken philosophisch-didaktischen Staatsromans stehenden Fürstenspiegels, erschienen in einer Auflage von 2500 Exemplaren. „Dieser Fürstenspiegel, mit dem Wieland seine ‚Hoffähigkeit‘ erweisen wollte, an der man nach den frivolen Verserzählungen seiner Jugend zweifelte, trug ihm 1772 die Berufung zum Erzieher Karl Augusts, des Sohnes der Herzogin Anna Amalia von Sachsen-Weimar ein“ (KLL III, 978 ff.). – 50 (Wieland, Christoph Martin). Die Grazien. Carlsruhe, Christian Gottlieb Schmieder 1777. 8°. 346 S. mit Titelvignette in Holzschnitt. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und floraler Rückenvergoldung. (Sammlung der besten deutschen prosaischen Schriftsteller und Dichter, Band 51). – Vgl. Goedeke IV/I, 555, 63. – Karlsruher Nachdruck der Erstausgabe von 1770. – 51 Young, Edward. Klagen, oder Nachtgedanken über Leben, Tod, und Unsterblichkeit. Zweyter Band (von 5). 2., verb. Aufl. Braunschweig, Schröder Erben 1769. 8°. [1] Bl., 357 S. Kalbslederband der Zeit mit 2 goldgepr. Rückenschildern und reicher floraler Rückenvergoldung. – Alle Bände von Alters- und Gebrauchsspuren abgesehen gut erhalten und in zeitgenössischen Einbänden; repäsentative Sammlung. Schlagwörter: Büchersammlung, Bücherwand |
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| (Wieland, Christoph Martin). Agathon. (Motto) Quid Virtus et quid Sapientia possit. Erster bis vierter Theil. 4 Bände. Leipzig, Weidmanns Erben und Reich 1773 Kl.-8° (16,5 x 11 cm.). XVI, 358 S.; 316 S.; 304 S.; 286 S., [20] Bl. (Subskribenten-Verzeichnis) mit 1 gestoch. Titelvignetten von Christian Gottlieb Geyser und Jacob Wilhelm Mechau und 3 wdh. Titelvignetten in Holzschnitt. Halblederbände der Zeit mit jeweils 2 goldgepr. Rückenschildern und floraler Rückenvergoldung.
Slg. Borst 165 (Anm.). Deusch 28b, Goedeke IV/1, 552, 53. Günther/Zeilinger 574. Rümann 1248 (nennt nur die Vignette, die er irrtüml. Meil zuschreibt). VD18 1114467X. – Erste Ausgabe der umgearbeiteten Fassung der „Geschichte des Agathon“ (Frankfurt und Leipzig 1766-1767). – Die neue Ausgabe wurde inhaltlich um die „Geschichte der Danae“ und einen „Schluß des ganzen Werkes“ vermehrt. – „Wieland beseitigte ferner satirisch-polemische Stellen und Gegenwartsanspielungen, literarische Allusionen und Zitate, auch griff er unter dem Einfluss von F. Jacobi ändernd in den Dialog zwischen Hippias und Agathon ein. Neu hinzu kamen ferner der Vorbericht „Über das Historische im Agathon“ und die dazu gehörigen historischen Anmerkungen“ (Fritz Martini in Wieland Werke, München 1964, S. 891). – Im Subskribentenverzeichnis S. Gessner, „Doctor Göthe, in Frankfurt“, J. G. Herder, A. v. Kalb, „Madame Karschin, in Berlin“, „Professor Lichtenberg, in Göttingen“, F. Nicolai u. a. – Stellenweise etwas braunfleckig, schönes dekorativ gebundenes Exemplar. |
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